Tortelloni al pesto basilico [22.11.2011]

Heute war natürlich wieder kalorientechnisches Kurztreten angesagt. Daher ließ ich die traditionell-regionale Gefüllte Paprikaschote auf Tomatensauceund Kartoffelpüree, dem Sonderangebot Paprikagulasch auf Knöpfle und die Schweinefleischstreifen in Pilz-Kräutersauce und Knöpfle bei Globetrotter mal außen vor. Und auf Asia-Thai-Gerichte, wo heute Gaeng Kiew Wan Pak – Gebratenes frisches Gemüse in grünem Thaicurry und Nua Pad Kratiem Prik Thai – Gebratene Rindfleischstreifen mit frischem Gemüse, Knoblauch, schwarzen Pfeffer und Zwiebel auf der Karte standen war mir heute nicht der Sinn da ich ja gestern bereits hier zugeschlagen hatte. Aber die Tortelloni al pesto basilico bei Vitality erschien mir genau das richtige für heute zu sein. Auf Nachtisch verzichtete ich aber.

Tortelloni al pesto basilico

Wie üblich erwies sich diese vegetarische Zubereitung als sehr gelungen. Auf den grünen, wohl mit Spinat zubereiteten Tortelloni fand sich eine würzige und fruchtige Mischung aus Tomaten, Zucchiniwürfelchen, Zwiebeln und Basilikumpesto als Sauce. Das Ganze garnierte ich mir noch mit dem optional bereitgestellten Parmesan garnierte. Diese Zusammenstellung ergab eine leckere und sättigendes Mittagsgericht, das mit 503kcal aus meiner Sicht eine gute Bilanz für heute ergab.
Bei den anderen Kantinengästen lagen aber die Schweinefiletstreifen mit Knöpfle am höchsten in der Gunst und landeten so auf Platz eins der allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte, gefolgt von dem Paprikagulasch auf Platz drei, der Gefüllten Paprikaschoten auf Platz vier und den Tortelloni schließlich auf Platz fünf. Das entsprach auch meinen Erwartungen – ich kenne ja die Vorlieben des üblichen Publikums inzwischen ganz gut.

Mein Abschlußurteil:
Tortelloni al pesto basilico: ++

Gnocchi mit Austernpilzen Egerlingen & Spinat [14.11.2011]

Nachdem ich am Wochenende mit meinen selbst gekochten Gerichten ja mal wieder etwas mehr geschlemmt habe als mir vielleicht gut tut, entschied ich mich heute dazu mal wieder etwas kürzer zu treten. Das Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen sowie Pad Pieew Wan – Schweinefleisch mit Gemüse und Ananas in süß-saurer Sauce von der Asia-Thei-Theke klang schon mal ganz gut, aber heute war mir nicht so sehr nach Asiatischem da ich ja schon am Freitag in diesem Bereich zugeschlagen hatte. Das Jägerschnitzel in Pilzrahmsauce mit Knöpfle aus dem Bereich Tradition der Region war mir wiederum zu kalorienreich – und das obwohl es wirklich lecker aussah. Und auch die Penne Rigate alla Carbonare mit Parmesan in der Sektion Globetrotter erschien mir ebenfalls was die Nährwerte angeht als grenzwertig. Doch meine Rettung nahte aus der Sektion Vitality wo heute mal wieder Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen und Spinat in feinem Walnssöl auf der Speisekarte standen. Mit 530kcal pro Portion gab es auf keine Bedenken bezüglich des kleinen Becherchens Zitronenmousse, dass ich mir dazu noch von der Nachtisch nahm.

Gnocchi mit Spinat, Pilzen und Egerlingen

Die Gnocchi waren schon mal bissig und von gutem Geschmack und die Mischung aus Austernpilzen, Egerlingen und Spinat – wobei ich meinte dass man hier ein wenig geschummelt hatte, da ich mir ziemlich sicher bin auch Dosenchampignons gesehen und geschmeckt zu haben – sowie dem leichten Aroma des Walnussöls war ebenfalls geschmacklich sehr gelungen. Aufgrund der kleinen Schummelei mit den Pilzsorten und eines etwas zu hohen Flüssigkeitsgehaltes kann ich hier heute leider keine volle Punktzahl geben. Am lockeren und süßlich-sauren Zitronenmousse, das mit einem halben After-Eight und einigen Schokostreuseln garniert war, gab es aber nichts auszusetzen.
Beim Gros der Kantinengäste war aber heute natürlich das unpanierte Jägerschnitzel mit Knöpfle das mit Abstand beliebteste unter den Gerichten und landete so auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei würde ich wie meist die Asia-Gerichte einordnen. Um den letzten Platz lieferten sich schließlich die Penne Rigate und die Gnocchi ein recht enges Rennen, das jedoch die Penne alla Carbonara mit knappen Vorsprung für sich gewinnen konnten. So nahmen die Gnocchi den üblichen Weg von vegetarischen Gerichten und landeten schließlich auf Platz vier. Doch wie immer ließ ich mich von solchen Dingen natürlich nicht beeinflussen – trotz der kleinen Mankos fand ich das Gericht doch ganz in Ordnung.

Mein Abschlußurteil:
Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen & Spinat: +
Zitronenmousse: ++

Griechischer Gemüsetopf [10.11.2011]

Zumindest war ich mir heute sicher nicht bei dem eindeutig zu kalorienreichen Cordon bleu vom Schwein mit Pommes Frites aus dem Bereich Globetrotter zuzugreifen – obwohl es visuell durchaus ansprechend aussah. An der Asia-Thai-Theke fand ich das Moo Pad Bai Kraprao – Gebratene Schweinefleischstreifen mit Chili und frischem und frischem Thai Basilikum sehr ansprechend und auch das Asiatische Gemüse herzhaft gebraten in Hoi Sin Sauce sah nicht übel aus, aber irgendwie war mir mehr nach etwas aus der regulären Küche. Hätte man bei dem Spießbraten in Zwiebelsauce mit Knödel ein passendes Gemüse beigelegen oder etwas passendes wäre an der Gemüsetheke angeboten worden, hätte ich ich vielleicht für dieses traditionell-regionale Gericht entschieden, aber so wählte ich dann doch den Griechischen Gemüsetopf mit Schafskäse und Oliven aus dem Bereich Vitality, den ich mir noch mit einem Becherchen Englischer Mintcreme von der Dessert-Theke komplettierte.

Griechischer Gemüsetopf / Veg stew greek style

Das vegetarische Gericht bestand aus einer bunten Gemüseauswahl bestehend aus Brokkoli, großen Würfeln von Zucchini und Aubergine, kleineren Möhrenwürfeln sowie einigen Blumenkohlröschen, schwarzen Oliven und Erbsen, alles angemacht in einer mit einigen Stücken von Fruchtfleisch versehenen, fruchtigen Tomatensauce und garniert mit reichlich gewürfelten Schafskäse. Dank einer gut abgestimmten Auswahl an verschiedenen Gewürzen, von denen ich zumindest den frische Thymian anhand einiger verbliebenen Blättchen eindeutig identifizieren konnte, ein geschmacklich sehr gelungenes Mittagsgericht wie ich fand. Und bei 461kcal pro Portion war auch den kleinen Becher mit den luftig-lockeren Mintcreme, welchen man mit einer halben Scheibe After Eight garniert und einigen Schokostreuseln garniert hatte, auch noch leisten.
Bei den anderen Kantinengästen war heute natürlich das Cordon bleu mit Pommes Frites das beliebteste Gericht und landete mit deutlichem Vorsprung auf Platz eins der allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei mit knappen Vorsprung vor den Asia-Gerichten würde ich noch den Spießbraten mit Zwiebelsauce einordnen. Der Griechische Gemüsetopf schließlich folgte auf Platz vier – vegetarische Gerichte haben es nun mal meistens schwer – aber zum Glück gibt es ja noch Leute wie mich, die auch als Nicht-Vegetarier diesen in den meisten Fällen sehr leckeren Speisen doch eine Chance geben. 😉

Mein Abschlußurteil:
Griechischer Gemüsetopf: ++
Schafskäse: ++
Mintcreme: ++

Pikantes Bohnengulasch [03.11.2011]

Der traditionell-regionale Schweinekrustenbraten in Dunkelbiersauce mit Spätzle klang zwar sehr verlockend und auch das Rindergeschnetzelte “Stroganoff” im Reisrand bei Globetrotter sah nicht schlecht aus, aber ich wollte heute mal wieder etwas kürzer treten und entschied mich daher für den Pikanten Bohnengulasch aus dem Bereich Vitality, den ich mir noch mit einem Becherchen Grießbrei auf Aprikosenmarmelade ergänzte. Ein fast gleiches Angebot hatte ich in dieser Location auch bereits hier, hier, hier und hier genutzt. Die Asia-Thai Theke hatte mit Gebratenes Curry-Gemüse nach Thai-Art oder Gai Pad Prik King – Gebratene Hähnchenfiletstreifen mit frischem Gemüse zwar auch recht gut aussehende Angebote, aber irgendwie war mir heute nicht nach Asia-Food.

Pikanter Bohnengulasch / Zesty bean goulash

Unter dem Klacks Sour Cream, den ich mir noch mit etwas gehacktem Schnittlauch garniert hatte, fand sich eine tatsächlich sehr pikant gewürzter Eintopf aus langen grünen und kleinen weißen Bohnen, die mit gewürfelten Zucchini, geschälten und gestückelten Tomaten, Zwiebeln, Möhrenwürfelchen und einigen kleinen, ganzen Salzkartoffeln – eine Mischung die meiner Meinung nach wunderbar zusammenpasste. Natürlich vermengte ich alles mit der aufgetragenen Sour Cream, was die doch deutlich merkbare Schärfe etwas dämpfte und das Gericht außerdem geschmacklich noch etwas verfeinerte. Ein sehr leckeres vegetarische Gericht das bei seinen gerade mal xxx kcal auch den kleinen, recht süßen Becher Grießbrei auf Aprikosenmarmelade noch ohne Bedenken verschmerzen ließ.
Auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala der Gerichte beim Kantinenpublikum, die ich natürlich auch heute basierend auf Basis meiner Beobachtungen erstellte, belegte ziemlich deutlich der Krustenbraten den ersten Platz. Auf Platz zwei würde ich wie so häufig die Asia-Gerichte einordnen, gefolgt von dem Bohnengulasch der unerwarteter weise noch häufiger als das Rindergeschnetzelte auf den Tabletts der anderen Gäste zu sehen war. Ungewöhnlich für ein vegetarisches Gericht, die ja sonst eher auf dem vierten Platz landen. Aber hin und wieder kommt es eben zu solchen Verschiebungen – und bei so etwas leckeren wie diesem Bohnengulasch ist die Entscheidung dieser Esser auch absolut nachvollziehbar. 😉

Mein Abschlußurteil:
Pikantes Bohnengulasch: ++
Grießbrei auf Aprikosenmarmelade: ++

Pastinaken-Pfannkuchen mit Schnittlauch – das Rezept

Da hatte ich doch tatsächlich noch zwei Pastinaken vom letzten Sonntag übrig die auch noch vollkommen in Ordnung waren. Daher entschloss ich mich dazu diese heute zu verarbeiten. Bei der Suche nach einer passenden Zubereitungsart stieß ich auf die Idee, Puffer, Pfannkuchen, Datschi, Detscher oder Reibekuchen daraus zu machen – die Bezeichnung hängt dabei von der Gegend ab aus der man stammt. 😉 Das erschien mir sehr verlockend, also machte ich mich daran die verbliebenen Pastinaken auf diese Weise zu verarbeiten und das Ergebnis war mal wieder sehr gelungen. Daher möchte ich es nicht versäumen das Rezept hier vorzustellen.

Für 2 Portionen benötigen wir:

350-400g Pastinaken
01 - Zutat Pastinaken

1 Bund Schnittlauch
02 - Zutat Schnittlauch

3 Eier
03 - Zutat Eier

2 kleine oder 1 großes altbackenes Brötchen
04 - Zutat Brötchen

1 mittlere Zwiebel
05 - Zutat Zwiebel

2-3 EL Butterschmalz
06 - Zutat Butterschmalz

1 TL mildes Curry
07 - Zutat mildes Curry

Außerdem:
Salz und Pfeffer zum würzen
ggf. Semmelbrösel zum binden
etwas lauwarmes Wasser

Zuerst schneiden wir das Brötchen in Würfel
08 - Brötchen würfeln

und weichen es in etwas lauwarmen Wasser ein.
09 - Brötchen einweichen

Während die Brötchenwürfel einweichen waschen und schälen wir unsere Pastinaken
10 - Pastinaken schälen

und reiben sie grob
12 - Pastinaken grob reiben

Ich hatte dazu die Küchenreibe genommen, wer eine Küchenmaschine hat die so grobe Stücke hinbekommt kann natürlich auch diese verwenden.
13 - Pastinaken gerieben

Außerdem schälen wir unsere Zwiebel und schneiden sie in kleine Würfel.
11 - Zwiebel würfeln

Dann zerlassen wir ca. 1 EL Butterschmalz in einer Pfanne
14 - Butterschmalz zerlassen

schwitzen die Zwiebelwürfel darin glasig an
15 - Zwiebeln anschwitzen

und fügen dann die geriebenen Pastinaken hinzu, die wir für einige Minuten kräftig anbraten.
16 - Pastinaken mit anbraten

Dann geben wir alles in eine Schüssel und lassen es etwas abkühlen.
17 - abkühlen lassen

In der Zwischenzeit können wir das Schnittlauch waschen und fein schneiden.
18 - Schnittlauch schneiden

Anschließend geben wir zu unserer Zwiebel-Pastinaken-Mischung unsere Eier
19 - Eier rein

die vorher gut ausgedrückten Brötchenwürfel
20 - Semmel ausdrücken und dazu

sowie das Schnittlauch,
21 - Schnittlauch addieren

verrühren alles gut miteinander
22 - verrühren

und würzen es dabei mit Curry, Salz und Pfeffer.
23 - würzen

Ggf. kann man außerdem noch einige Semmelbrösel unterrühren, um den Teig besser zu binden.

Nun erhitzen wir wieder etwas Butterschmalz in der Pfanne
24 - Butterschmalz erhitzen

und formen dann mit angefeuchteten Händen einige Fladen, die wir kräftig zuerst von der einen
25 - Pastinaken-Puffer / Parsnip pancakes - braten I

und dann von der anderen Seite kräftig anbraten.
26 - Pastinaken-Puffer / Parsnip pancakes - braten II

Dabei sollte man immer darauf achten, dass genügen Butterschmalz in der Pfanne ist, d.h. ggf. noch einmal etwas nachlegen wenn es zu wenig wird.

Anschließend können wir die Pastinaken-Pfannkuchen sofort servieren – am besten mit einem leckeren Dip. Ich entschied ich dabei für etwas Kräuterquark.
27 - Pastinaken-Puffer / Parsnip pancakes - serviert

Ich fand dass sich der Geschmack doch deutlich von dem regulärer Kartoffel-Reibekuchen unterschied, denn die Puffer erwiesen sich als zwar leicht süßlich aber mit kräftigem Aroma was wohl auch dem vorherigen kurzen anbraten gemeinsam mit dem Zwiebeln zu verdanken war. Dabei passte das Schnittlauch meiner Meinung nach wunderbar zur Gesamtkomposition und die Gewürze, allem voran der Curry dem die Puffer wohl auch ihren leichten Gelbton zu verdanken hatten, rundeten den geschmacklichen Gesamteindruck schließlich ab.

28 - Pastinaken-Puffer / Parsnip pancakes - CloseUp

Zwar handelte es sich hier um ein vegetarisches Gericht, aber durch das anbraten mit Butterschmalz kommen wir auf einen Kalorienwert von insgesamt ca. 1200kcal, das wären bei zwei Portionen 600kcal pro Portion, den Dip wie bei mir der Kräuterquark dabei nicht einberechnet. Bewegt sich aber wie ich finde noch absolut im Rahmen eines einigermaßen leichten Gerichtes. Wer auf Fleisch nicht verzichten mag, kann z.B. noch ein paar Schinkenwürfel mit anbraten und in den Teig geben – ein Gedanke mit dem ich zwar auch gespielt, mich dann aber dagegen entschieden hatte. In der Summe kann ich das heutige Kochexperiment auf jeden Fall mal wieder als vollen Erfolg verbuchen – eine sehr leckere Alternative zum Standard-Kartoffelpuffer.

In diesem Sinne: Guten Appetit