Posts Tagged ‘vegetarisch’

Reiberdatschi mit Buttergemüse & Spiegelei – Gasthof Butz [09.07.2020]

Thursday, July 9th, 2020

Spontan entschieden einige Kollegen und ich, dass wir heute Abend den Arbeitstag im Biergarten des Gasthofs Butz in Dornach ausklingen lassen. Ich hatte über diese Location bereits in diesem und diesem Beitrag berichtet. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich heute Mittag beim Bäcker etwas mehr Zurückhaltung geübt. Und es war das erste Mal seit Beginn der Corona-Krise, dass ich mit Kollegen in einen Biergarten gehen konnte, also eine Premiere für 2020. 😉 Die Speisekarte im Butz ist recht übersichtlich und auch preismässig etwas anspruchsvoller. Es gibt Vorspeisen, einige Böhmische Spezialitäten, Schnitzel und Schweinebraten sowie einige Kindergericht und Süßspeisen. Zuerst überlegte ich mir ein Schweineschnitzel Wiener Art mit Bratkartoffeln zu gönnen, auch wenn das nach den beiden Brötchen am Mittag ziemlich massig erschien und das Gericht mit 13 Euro ein recht kostspieliges Abendessen gewesen wäre. Doch dann entdeckte ich im Abschnitt für vegetarische Gerichte etwas sehr leckeres, das mich sofort begeisterte: Reiberatschi mit Buttergemüse und Spiegelei für 8,80 Euro. Das klang lecker und lag auch preismässig näher daran, was ich ausgeben wollte. Obwohl ich natürlich nak wieder auf hohem Niveau jammere, wegen der 5 Euro sollte ich mir wirklich nicht in die Hose machen. 😉
Nach erfreulich kurzer Wartezeit wurden dann auch schon unsere bestellten Gerichte serviert.

Potato pancake with vegetables & fried egg / Reiberdatschi mit Buttergemüse & Spiegelei

Das Spiegelei entsprach zwar nicht ganz dem was ich erwartet hatte, denn ich hätte mir eher ein am besten noch teilweise flüssiges Eigelb gewünscht, mit dem ich die Reiberdatschi zusätzlich hätte garnieren können, aber der Rest des Gerichts wog das alles ohne Probleme auf. Die Bestandteile des heißen Buttergemüses aus Möhren, Zucchini, geschälten Gurken, grünen Bohnen, Blumenkohl und Broccoli waren auf sehr gekonnte Weise genau auf den Punkt gegart, bei dem das Gemüse noch Biss besaß, trotzdem aber gar gekocht erschien. Das habe ich bei Gemüse wirklich selten erlebt, dass verschiedene Sorten so passend zubereitet waren. Die Butter manifestierte sich dabei durch eine leichte Butternote, nicht durch geschmolzenes Fett in dem das Gemüse schwamm, so wie man es bei TK-Buttergemüse häufig erlebt. Sehr lecker. Und auch die Reiberdatschi erwiesen sich als überaus gut gelungen. Ich selber hätte sie wahrscheinlich noch etwas knuspriger gebraten, aber war den Geschmack anging gab es absolut nichts auszusetzen. Als kleines Gimmick hatte man das Gericht außerdem noch reichlich frisch gehobelten und überaus leckeren Parmesan sowie etwas Ruccola garniert. Auch ohne Fleisch ein überaus leckeres Abendessen und seinen Preis meiner Meinung nach durchaus wert. Wäre noch ein Flüssiges Eigelb dabei gewesen, wäre es so gut wie perfekt gewesen.
Aber nicht nur das Essen war vorzüglich, auch an die erhöhten Hygieneregeln hielt man sich sehr geflissentlich. Die Tische im eh recht kleinen Biergarten hatten ausreichend Abstand, am Eingang zum Gastraum stand ein Spender für Handdesinfektionsmittel, ebenso am Ein-/Ausgang zu den Toiletten, die Bedienung trug brav ihren Mundschutz und wir mussten natürlich eine Kontaktadresse hinterlassen für den Fall dass es zu Corona-Infektionen kommen sollte – was natürlich niemand hofft. Trotzdem war der Biergarten, wohl auch dank des wunderbaren Wetters, gut besucht zeitweise waren fast alle Tische besetzt. Eine gemütlicher kleiner Biergarten, den man auch zu Corona-Zeiten problemlos besuchen kann. Wir zumindest waren alle sehr zufrieden gewesen.

Pizza-Fladen – vegetarisch [09.04.2020]

Thursday, April 9th, 2020

Auch heute begab ich mich noch mal ins Büro um meinen neuen Kollegen weiter einzuarbeiten. So etwas geht einfach über Telefon und Remote Desktop nicht so gut, daher nahm ich das trotz der Corona-Pandemie in Kauf. Ich denke auch nicht, dass in dem Bürogebäude, dass seit knapp 2 Wochen fast verlassen komplett ist so eine hohe Infektionsgefahr besteht. Zum Mittag ging es dann wieder, wie gestern bereits, zum Bäcker. Allerdings hatte ich keine große Lust noch mal eine Braten- oder Leberkässemmel zu essen, daher entschloss ich mich dazu mal den Pizzafladen zu probieren. Normalerweise gibt es den mit Salami und/oder Schinken oder vegetarisch, doch von der Fleisch-Variante waren leider alle bereits ausverkauft, daher legte ich heute mal einen Veggie-Day ein und bestellte mir die vegetarische Variante zum Preis von 3 Euro. Sie wurde in der Bäckerei mit einem Kontaktgrill dabei noch mal heiß gemacht und knusprig gebacken.

Veggie pizza flatbrad / Vegetarischer Pizzafladen

Die Kombination aus Tomatenscheiben, Pilzen, Käse und Salat zwischen den beiden dünnen, knusprig gebackenen Fladenbrot-Ecken erwies sich als recht gute Wahl. Die Füllung war dank der Tomaten angenehm fruchtig, aber mit etwas Salz, Pfeffer und vielleicht auch anderen Gewürzen dabei lecker gewürzt, sie hätte aber gern noch etwas dicker sein können, das Verhältnis von Brot zu Füllung war nicht ganz optimal, aber noch akzeptabel. Für mich reichte es aus, um ohne Hungergefühl durch den Tag zu kommen.

Käsespätzle mit Röstzwiebeln [04.03.2020]

Wednesday, March 4th, 2020

Obwohl auf der Tageskarte unseres Betriebsrestaurant im Abschnitt Daily heute auch eine Currywurst (rot oder weiß) mit Currysauce + drei Komponenten nach Wahl angeboten wurde, die man mit Steakhouse Pommes servierte, entschloss ich mich dennoch dazu auch heute wieder vegetarisch zu essen. Dass das vegetarische Gericht im Abschnitt Veggie heute Allgäuer Käsespätzle mit Emmentaler und Röstzwiebeln bestand kam mir dabei natürlich entgegen. Dagegen kamen die Spaghetti Vongole mit würziger Tomatensauce und Muscheln im Abschnitt Daily ebenso wenig an wie die Asia-Wok-Gerichte wie Gebratener Eiereis mit Asiagemüse in Austernsauce oder Gebratenes Schweinefleisch mit frischem Gemüse und Massamansauce. Obwohl ich zugeben muss dass mich die Currywurst schon reizte, aber letztlich gab der Preisunterschied von 6,30 für die Wurst gegen 3,94 für die Käsespätzle den Ausschlag.

Cheese spaetzle with fried onions / Käsespätzle mit Röstzwiebeln

Auch wenn man sie minimal noch mit Salz und Pfeffer feinabstimmen musste, fand ich diese Käsespätzle-Zubereitung doch recht gut gelungen. Ich hätte, wenn ich sie selbst gekocht hätte, vielleicht einen noch etwas würzigeren Käse verwendet, aber das hängt auch mit vom persönlichen Geschmack ab und man muss das Gericht in einem solchen Großrestaurant ja massenkompatibel halten, daher sehe ich darüber hinweg. Ein Großteil des Geschmacks ging außerdem auch von den Röstzwiebeln aus, von denen man mehr als genug verwendet hatte um das Gericht zu garnieren. Und hier hatte man gute Arbeit geleistet, denn die Zwiebeln waren schön braun geröstet, also nicht zu lang und nicht zu kurz. Außerdem wies die Struktur der Zwiebeln darauf hin, dass sie wohl selbst geröstet und nicht zugekauft waren – denn industriell hergestellte Röstzwiebeln sind meist kleinteiliger und nicht so saftig. Ich bereute meine Entscheidung für dieses Gericht also nicht.
Obwohl acht der neun Kollegen die ich zum Mittagessen begleitete ebenfalls die Käsespätzle gewählt hatten, sah es im Gesamtvergleich aller Gäste doch wieder etwas anders aus, denn hier konnte die Currywurst deutlich aufholen und letztlich sogar die Käsespätzle noch knapp überholen und sich mit knappen Vorsprung den ersten Platz sichern. Aber die somit zweitplatzierten Käsespätzle lagen nur eine Haaresbreite dahinter. Die Spaghetti Vongole folgten auf Platz drei und die Asia-Gerichte wiederum knapp dahinter auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Käsespätzle: ++
Röstzwiebeln: ++

Kartoffel-Frischkäsetaschen mit südafrikanischem Gemüserelish & Schnittlauchdip [03.03.2020]

Tuesday, March 3rd, 2020

Diese Woche hatte ich nur einen Tag an dem ich von den Resten vom Wochenende zehren konnte, daher war es mir am heutigen Dienstag wieder vergönnt unserem Betriebsrestaurant einen Besuch abzustatten. Gerade richtig wie es mir erschien, denn es wurden sowohl ein neues als auch ein modifiziertes Gericht angeboten, die natürlich meine erhöhte Aufmerksamkeit auf sich zogen. Zum einen hatte man bei den Kartoffel-Frischkäsetaschen mit südafrikanischem Gemüserelish und Schnittlauchdip aus dem Abschnitt Veggie das sonst üblich Ratatouille durch eben einen Gemüserelish auf südafrikanische Art ersetzt, zum anderen stand im Abschnitt Vital eine Geflügelfrikadelle mit Spinat- Polentataschen und Dijon-Senfsauce auf die Speisekarte gesetzt. Die Spaghetti Bolognese mit Grand Pandano + 3 Komponenten nach Wahl bei Daily klang zwar ebenfalls gut, aber war mir mit 6,30 Euro einfach zu teuer. Eventuell wären noch der Gebackene Seelachs mit Thaigemüse in Austernsauce in Frage gekommen, der gemeinsam mit Gebratenem Tofu mit frischem Gemüse in roter Currysauce an der Asia-Wok-Theke angeboten wurde, aber die beiden zuerst genannten Gerichte erschienen mir letztlich doch interessanter. Letztlich war es das visuelle Erscheinungsbild, das meine Wahl auf die Kartoffel-Frischkäsetaschen fallen ließ, denn die Sauce die mit den Geflügelfrikadellen serviert wurden sah mir ziemlich dünn und irgendwie langweilig aus.

Potato cream cheese bags with south african vegetable relish & chives dip / Kartoffel-Frischkäsetaschen mit südafrikanischem Gemüserelish & Schnittlauchdip

Das Gemüserelish erwies sich als einer Zusammenstellung aus juliennten sowie gewürfelten gelben und orangen Möhren, Mais, Zucchini und grünen Bohnen in einer süßlich-scharfen Sauce, die Geschmacklich ein wenig an die süßlich-scharfe Chilisauce von der Asia-Theke erinnerte, aber wohl eine Chakalaka sein sollte. Ich bin jetzt leider kein Chakalaka-Experte und kenne diese Geschmacksrichtung eher von den Kartoffelchips mit dieser Würzung, die hier in Deutschland seit der südafrikanischen Fußball-WM 2010 angeboten werden, daher kann ich keinen direkten Vergleich anstellen. Aber lecker war dieses Relish alle mal und passte auch erstaunlich gut zu den mit Kräuterfrischkäse gefüllten, knusprig gebackenen Kartoffeltaschen. Dazu gab es etwas mit frischem Schnittlauch versetzten Sauerrahm, der sehr gut sowohl zum Relish als auch den Kartoffeltaschen passte. Auch ohne Fleisch sehr lecker – mit gefällt dieser südafrikanische Relish sogar noch besser als das sonst mit den Taschen servierte Ratataouille und würde es begrüßen, es in Zukunft öfters auf der Speisekarte zu sehen.
Bei den anderen Gästen lagen heute natürlich, wie nicht anders erwartet, die Spaghetti Bolognese am höchsten in der Gunst und konnten sich unangefochten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebheitsskala sichern. Danach kam lange nichts und die übrigen Gerichte lagen auch wieder sehr eng beieinander. Ich würde aber letztlich sagen, dass die Asia-gerichte auf Platz zwei landeten, gefolgt von den Frischkäsetaschen auf dem dritten Platz und den Geflügelfrikadellen auf einem guten Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Kartoffel-Frishkäsetaschen: ++
Südafrikanisches Gemüse-Relish: ++
Schnittlauchdip: ++

Blumenkohl-Käsemedaillion mit Spinat [06.02.2020]

Thursday, February 6th, 2020

Auch heute fand sich mal wieder nichts wirklich aufregendes auf der Tageskarte unseres Betriebsrestaurants, aber das Angebot war auch nicht wirklich schlecht. Vielleicht hätte ich mich ja noch irgendwie mit dem zusätzlichen Tagesangebot Hausgemachte Königsberger Klopse mit Meerettichsauce und Petersilienkartoffeln arrangieren können, wären da nicht gleich zwei Komponenten drin gewesen die ich nicht sonderlich mag: Meerrettich und Kapern. Kurz überlegte ich ob ich bei den Spinat-Ricotta Tortellini mit Tomaten-Schinkensauce und Rucola zugreifen soll, schwenkte dann aber doch kurz auf die Nürnberger Rostbratwürstchen mit Bratensauce + drei Komponeten nach Wahl bei Daily um, die mit Sauerkraut und Kartoffelpüree serviert wurden. Wäre die Thekenkraft anwesend gewesen und nicht gerade kurz in der Küche verschwunden um Nachschub zu holen wäre es wohl auch bei den Würstchen geblieben, doch so hatte ich Zeit noch einmal kurz über meine Entscheidung nachzudenken und sie dahingehend zu revidieren dass ich mich schließlich doch dazu entschloss einen Veggie-Tag einzulegen und beim Blumenkohl-Käsemedaillon mit Blattspinat und Salzkartoffeln zuzugreifen, das im Abschnitt Veggie angeboten wurde. Die Asia-Wok-Angebote wie Gebackene Ananas und Banane oder Gebackene Ente mit frischem Gemüse in Massaman-Sauce hatte dabei ganz außer acht gelassen, obwohl die Ente schon gar nicht schlecht klang. So aber speiste ich heute mal ohne Fleisch.

Cauliflower cheese patty with spinach & potatoes / Blumenkohl-Käsemedaillion mit Spinat & Salzkartoffeln

Im Gegensatz zum letzten Mal hatte man heute mal komplett auf eine Sauce verzichtet – und ich muss sagen dass ich sie auch nicht wirklich vermisst habe. Die Kartoffeln wirkten zwar etwas bleich und waren teilweise auch leider mal wieder matschig, aber ansonsten gab es aber nichts an diesem Gericht auszusetzen. Der Blattspinat war schmackhaft zubereitet und das Medaillion mit seiner Füllung aus Käse und Blumenkohl erwies sich als außen angenehm knusprig und innen locker-weich mit schmackhaften Aroma.

Cauliflower cheese patty - Lateral cut / Blumenkohl-Käsemedaillion - Querschnitt

Die Portion hätte zwar gerne etwas größer sein können, aber ansonsten war ich zufrieden mit meiner Wahl.
Wie nicht anders erwartet fanden heute natürlich die Rostbratwürstchen den breitesten Zuspruch bei den anderen Gästen und konnten sich somit den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf Platz zwei sah die Tortellini, die aber wiederum nur knapp vor den ebenfalls gern gewählten Königsberger Klöpsen lagen, die somit den dritten Platz für sich erlangen konnten. Platz vier belegten die Asia-Gerichte und auf dem fünften Platz folgte – meiner Meinung nach unverdient – das Blumenkohl-Käsemedaillion.

Mein Abschlußurteil:
Blumenkohl-Käsemedaillion: ++
Blattspinat: ++
Kartoffeln: +

Falafel mit Dattelcreme & Feldsalat – das Rezept

Saturday, February 1st, 2020

Heute wollte ich mal einen kleinen Ausflug in die arabische Küche wagen und mir ein paar Falafel zubereiten. Diese Bällchen werden traditionell aus Kichererbsen oder Bohnen hergestellt und sind ein beliebter Snack sowohl im Nahen Osten als auch in Nordafrika. Dabei werde sie meist mit einem Dip serviert, sehr beliebt ist dabei Tahini-Sauce. Ich selbst entschied mich aber für einen orientalische Dattel-Dip, außerdem gab es dazu einen Feldsalat mit Buttermilch-Joghurt-Dressing. Ich koche zwar schon viele Jahre, aber an Falafel hatte ich mich bisher nicht heran gewagt. Zum einen weil ich nicht gern in Öl frittiere und Falafel nun mal dazu neigen beim Zubereiten auseinander zu fallen – ein Problem mit dem auch ich zu kämpfen haben sollte. Aber ich habe ja inzwischen meinen Air Fryer und war guter Hoffnung es hinzubekommen. Und für die ersten Falafel die ich jemals zubereitet habe gelangen sie mit außerordentlich gut und auch der Dattel-Creme erwies sich als voller Erfolg, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das verwendete Rezept hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also?

Für die Falafel

  • 200g getrocknete Kichererbsen
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 größere Gemüsezwiebel
  • 1 kleine grüne Chili
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Teelöffel Kreuzkümmel
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1 kräftige Prise schwarzer Pfeffer
  • 1/2 Teelöffel gemahlenen Kardamom
  • 2 Esslöffel Kichererbsenmehl
  • 1/2 Teelöffel Backpulver
  • sowie etwas Öl zum bepinseln der Falafel
  • Für die Dattelcreme

  • 100g getrocknete Datteln
  • 150g Schmand
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 150g Frischkäse
  • 1 Teelöffel Harissa-Paste oder Harissa-Gewürz
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 1 Prise schwarzer Pfeffer
  • 1/2 Teelöffel Curry
  • 1/2 Teelöffel Kreuzkümmel
  • Für die Zubereitung sollten wir getrocknete und vor der Zubereitung eingeweichte Kichererbsen verwenden, Kichererbsen aus der Dose sind laut meiner Recherchen nicht geeignet und wirken sich negativ auf die spätere Formbarkeit der Falafel aus.
    Wir geben also am Vorabend vor der eigentlichen Zubereitung die getrockneten Kichererbsen in eine größere Schüssel,
    01 - Trockene Kichererbsen in Schüssel geben / Put dry chickpeas in bowl

    gießen sie mit viel Wasser auf, wobei wir bedenken sollten dass sie beim Einweichen bis zu dem Dreifachen ihrer ursprünglichen Größe erreichen können,
    02 - Mit Wasser aufgießen / Add water

    und lassen sie dann für mindestens 8, besser 12 Stunden einweichen. Danach sind sie soweit aufgequollen, dass sie bereit für die eigentliche Zubereitung sind.
    03 - Kichererbsen gequollen / Soaked chickpeas

    Einige Rezepte die ich zu Falafel gelesen habe, kochen die Kichererbsen jetzt noch vor, doch meistens werden sie einfach so verwendet und auch ich entschloss mich diesen Weg zu gehen. Wir gießen also die Kichererbsen in ein Sieb ab und lassen sie abtropfen.
    04 - Kichererbsen abtropfen lassen / Drain chickpeas

    Während die Kichererbsen abtropfen, bereiten wir die anderen Zutaten zu. Da sie sowieso im Food Processor landen, reicht es aus sie grob zu zerkleinern. Wir zupfen also die Petersilien-Blätter von den holzigen Stielen und zerschneiden sie etwas,
    05 - Petersilie grob zerkleinern / Hackle parsley

    schälen und hacken die Zwiebel,
    06 - Zwiebel grob würfeln / Hackle onion

    schälen und zerteilen die Knoblauchzehen
    07 - Knoblauch grob zerkleinern / Hackle garlic

    und entkernen schließlich noch die grüne Chili, um sie dann in Streifen zu schneiden.
    08 - Chili entkernen &  zerkleinern / Decore & mince chili

    Anschließend geben wir die abgetropften Kichererbsen in unsere Küchenmaschine / Food Processor (von denen ich mir endlich mal eine große Version geleistet habe), 😉
    09 - Kichererbsen in Küchenmaschine geben / Put chickpeas in food processor

    geben die Petersilie hinzu,
    10 - Petersilie dazu geben / Add parsley

    addieren Zwiebel und Knoblauch,
    11 - Zwiebel & Knoblauch addieren / Add onion & garlic

    geben die grüne Chili hinein
    12 - Grüne Chili dazu geben / Add green chili

    und würzen alles mit einem Teelöffel Salz,
    13 - Salzen / Salt

    einem Teelöffel Kreuzkümmel,
    14 - Mit Kreuzkümmel würzen / Season with cumin

    einer kräftigen Prise frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer,
    15 -  Mit Pfeffer würzen / Season with pepper

    und einem halben Teelöffel Kardamom.
    16 - Kardamom einstreuen / Add cardamom

    Nun ist es an der Zeit alles so lange zu zerkleinern
    17 - Alles zerkleinern / Blend well

    bis es ungefähr die Körnigkeit von groben Sand erreicht hat. Zwischendurch sollten wir dabei immer mal durchmischen, damit keine groben Stücke am Rand kleben bleiben und nicht mit zerkleinert werden.
    18 - Durchmischen / Mix

    Die fertig zerkleinerte Kichererbsen-Mischung geben wir dann in eine Schüssel,
    19 - Kichererbsenteig in Schüssel geben / Put chickpea dough in bowl

    streuen zwei Esslöffel Kirchererbsen-Mehl sowie einen halben Teelöffel Backpulver ein
    20 - Kichererbsenmehl addieren / Add chickpea flour

    und verrühren alles gründlich miteinander. Das Kircherbsen-Mehl sorgt dabei für die nötige Bindung und entzieht dem Teig dabei Feuchtigkeit. Wer keines vorrätig hat, kann einfach ein paar getrocknete Kichererbsen in die Kaffemühle stecken – so habe ich es hier auch gemacht.
    21 - Gründlich durchrühren / Stir well

    Den fertig vermischten Falafel-Teig decken wir dann ab und stellen ihn für eine, besser sogar 2 Stunden in den Kühlschrank, damit alles durchziehen und die perfekte Konsistenz zum Formen der Falafel bekommt.
    22 - Abdecken in Kühlschrank stellen / Cover & put in fridge

    Zwischendurch sollten wir die Falafel-Rohmasse immer mal wieder testen. Sollte sich wieder erwarten die Bindung nicht einstellen, helfen Notfalls ein bis zwei Esslöffel Weizenmehl. Hilft auch das nichts, kann etwas Speise-/Kartoffelstärke zusätzlich Abhilfe schaffen. Einige Rezepte verwenden auch Eier in ihren Falafel, aber das entspricht meiner Recherche nach nicht dem orientalischen Original.

    Wenden wir uns nun der Dattelcreme zu. Dazu vierteln wir die getrockneten Datteln,
    23 - Datteln grob zerkleinern / Hackle dates

    geben den Schmand in einen kleineren Food Processor,
    24 - Schmand in Pürierer geben / Put heavy sour cream (muck) in blender

    addieren die Datteln,
    25 - Datteln addieren / Add dates

    geben die geschälte und grob zerkleinerte Knoblauchzehe hinein,
    26 - Knoblauch dazu geben / Add garlic

    ergänzen alles mit einem kräftigen Teelöffel Harissa-Paste
    27 - Harissa hinzufügen / Add harissa

    und pürieren und vermischen alles gründlich miteinander.
    28 - Pürieren / Blend

    Erst jetzt geben wir den Frischkäse hinzu
    29 - Frischkäse dazu geben / Add cream cheese

    und heben ihn mit der Hand unter. Würden wir ihn von Anfang an hinein geben, würde die Creme zu flüssig – außer natürlich dies ist so gewünscht. 😉
    30 - Gründlich verrühren / Mix well

    Bis jetzt schmeckt alles wie ein sehr leckeres Dattel-Dessert, um es geeigneter einen Dip zu machen schmecken wir es abschließend mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und Curry ab und stellen es dann bis zur Verwendung in den Kühlschrank, damit sich die Gewürze richtig entfalten können.
    31 - Mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel & Curry abschmecken / Taste with salt, pepper, cumin & curry

    Sind die zwei oder gerne auch mehr Stunden vergangen, nehmen wir unseren Falafel Teig aus dem Kühlschrank und formen mit angefeuchteten Händen Bällchen daraus.
    32 - Kugeln formen / Form balls

    Ich formte erst einmal ein paar Test-Falafel, denn der Geschmack ändert sich beim Frittieren etwas und so kann man bei Bedarf noch einmal nachwürzen bevor man den Rest formt.
    Die Kugelform ist natürlich keine Pflicht, denkbar wären auch kleine Pattys, die ich dann z.B. als Einlage für ein Pita Brot oder gar einen Falafel-Burger eignen würden.
    Man kann den Teig übrigens auch problemlos über Nacht im Kühlschrank belassen, das verbessert seine Formbarkeit um so mehr und man hat am nächsten Tag nicht so viel Arbeit, z.B. wenn man Gäste erwartet und denen die Falafel anbieten möchte.

    Die fertig geformten Roh-Falafel legen wir dann in den vorher am Boden mit etwas Öl ausgepinselten Frittierkorb unserer Heißluftfritteuse und betupfen sie mit weiterem Öl, damit sie schön braun werden. Wird der Boden nicht mit Öl bedeckt, neigen die Falafel dazu daran festzukleben und könnten beim Wenden auseinander brechen.
    33 - Mit Öl bepinseln / Spread with oil

    Nun schieben wir den Frittierkorb in den Air Fryer
    34 - In Heißluftfritteuse schieben / Put in air fryer

    und lassen alles für 12 Minuten bei 195 bis 200 Grad garen, wobei wir nach 6-7 Minuten die Falafel wenden und ggf. mit etwas mehr Öl betupfen sollten.
    35 - Bei 195 Grad 12 Minuten frittieren / Deep fry for 12 Minutes at 195 degrees

    Das Ergebnis konnte sich schon mal sehen lassen
    36 - Fertig frittiert / Finished deep-frying

    und waren auch geschmacklich wie ich fand sehr gut gelungen. Ein Nachwürzen war also nicht notwendig.
    37 - Probieren / Try

    Ich hatte versucht die untere Reihe 2 Minuten länger zu frittieren, aber dadurch waren sie nur etwas knuspriger aber auch etwas trockener geworden, womit 12 Minuten sich für mich als ideale Zeitspanne manifestierte.

    Nun ist es an der Zeit auch die restlichen Falafel zu formen und zuzubereiten.
    38 - Nächste Ladung vorbereiten / Prepare next load

    Man kann Falafel-Rohmasse aber laut meiner Recherchen übrigens auch problemlos einfrieren und so über mehrere Monate aufbewahren – probiert habe ich es aber noch nicht. Ich würde befürchten dass sie beim Auftauen Feuchtigkeit ziehen könnte, ich würde sie also wahrscheinlich vorher noch vakuumieren.

    Schließlich können wir die fertigen Falafel mit unserer Dattel-Creme und z.B. etwas Feldsalat mit Buttermilch-Joghurt-Dressing servieren und genießen.
    39 - Falafel with date cream - Served / Falafel mit Dattelcreme - Serviert

    Für die ersten Falafel die ich jemals selbst hergestellt habe waren meine Kichererbsen-Bällchen wirklich sehr gut gelungen. Außen waren sie auch in der Heißluftfritteuse wunderbar knusprig geworden während sie innen noch weich und einigermaßen saftig geblieben sind. Ohne alles wären sie aber wohl doch etwas zu trocken gewesen, aber das ist bei Falafel eher normal, weswegen man sie ja immer mit etwas zum Dippen oder bestreichen serviert. Und die süßlich-pikante Dattelcreme eignete sich für diesen Zweck wie ich fand sehr gut. Das Dattelaroma mit den Gewürzen harmonierte wunderbar mit dem Geschmack der Falafel. Und dank der Zubereitung in der Heißluftfritteuse waren sie auch noch deutlich fettarmer als in Öl frittiert oder in der Pfanne gebraten. Alternativ hätte man sie auch noch – natürlich ebenfalls mit Öl bepinselt – im Ofen backen können, was mit 15-20 Minuten nur minimal länger gedauert hätte. Aber ich bin nun mal Air Fryer Fan und war mit meiner Version überaus zufrieden. Wiederholungswahrscheinlichkeit ist auf jeden Fall sehr hoch – das nächste Mal vielleicht für ein Pitabrot oder einen Falafel-Burger. Mal sehen… 🙂

    40 - Falafel with date cream - Side view / Falafel mit Dattelcreme - Seitenansicht

    41 - Falafel with date cream - Lateral cut / Falafel mit Dattelcreme - Querschnitt

    Guten Appetit

    Hausgemachte Tellerrösti mit Ratatouille & Hirtenkäse [20.01.2020]

    Monday, January 20th, 2020

    Nach dem fleischlastigen Wochenenden mit Schottischen Eiern, selbstgemachten Beef Jerky und dem leckeren Rindersteak mit Back-Süßkartoffel vom Sonntag wollte ich die neue Woche mal etwas leichter starten und griff daher heute beim Veggie-Gericht zu, einem Hausgemachten Tellerrösti mit Ratatouile und Hirtenkäse. Die anderen Gerichte waren zwar auch nicht schlecht: es einen Erbsensuppeneintopf mit Wiener Würstchen und Semmel bei Vital sowie eine Hähnchenbrust in Tikka Masalasauce + 3 Komponenten nach Wahl bei Daily, welche natürlich mit Basamatireis serviert wurde und an der Asia-Wok-Theke lockte man mit Gebackenen Frühlingsrollen oder Gebratenem Schweinefleisch mit Thaigemüse und Kokossauce, aber mir war heute eben mal nach einem Veggi-Day. Und um den Vitaminschock komplett zu machen gesellte sich (obwohl nicht inklusive) noch ein kleiner Fruchtsalat aus dem heutigen Angebot der Desserttheke hinzu.

    Hash browns with ratatouille & feta / Tellerrösti mit Ratatouille & Hirtenkäse

    Die beiden Tellerröstis erwiesen sich als ziemlich dick geratene Kartoffelpuffer aus geriebebenen Kartoffeln, Zwiebeln und einigen Gewürzen. Im Ansatz schon mal ganz gut und auch geschmacklich gab es nichts auszusetzen, allerdings hätte man die Dinger für meinen Geschmack gerne noch etwas länger und somit knuspriger braten können. Die Menge reichte aber auf jeden Fall aus um satt zu werden. Dazu passte sehr gut das Ratatouille aus Tomaten, Zucchini, Auberginen, Zwiebeln und einigen Kräutern, bei dem man es aber heute meiner Meinung nach beim Würzen ein klein wenig mit dem Rosmarin übertrieben hatte. Das ist aber antürlich Geschmackssache. Der wahrscheinlich aus Kuhmilch hergestellte Hirtenkäse brachte noch eine zusätzliche leicht salzige Komponente mit ins Spiel, die aber geschmacklich gut in die Gesamtkomposition passte. Ein durchaus leckeres vegetarisches Gericht, das aber noch an einigen Stellen verbesserungswürdig ist. Und auch an dem kleinen Becherchen Salat aus frischem Obst gab es wenig zu kritisieren. Ich fand ihn etwas zu apfellastig, von anderen Obstsorten wie Trauben, verschiedene Melone-Sorten und Avocado war häufig nur ein einziges Stück darin zu finden. Aber qualitativ war er in Ordnung. Ich bereute meine Entscheidung nicht.
    Wie nicht anders zu erwarten lag heute natürlich die Hähnchenbrust in Tikka Masala Sauce ganz weit vorne auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala und konnte sich mit klarem Vorsprung den ersten Platz sichern. Auf dem Platz zwei sah ich den Erbsensuppeneintopf, gefolgt von den Asia-Gerichten auf dem dritten Platz und den Tellerrösti schließlich auf einem guten vierten Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Tellerrösti: ++
    Ratatouillie: ++
    Hirtenkäse: ++

    Kartoffel-Frischkäsetaschen mit Ratatouille & Quarkdip [16.01.2020]

    Thursday, January 16th, 2020

    Der große Renner in unserem Betriebsrestaurant war heute natürlich das Cordon Bleu vom Schwein mit Zitronenecke + drei Komponeten nach Wahl bei Daily, das natürlich mit Pommes Frites serviert wurde – und ich überlegte tatsächlich kurz hier zuzugreifen. Doch da ich erst gestern das teure Gericht gewählt hatte, entschied ich mich schließlich doch dagegen und sah mit nach Alternativen um. An der Asia-Wok-Theke wären die Gebackene Ananas und Banane mit Honig zwar nichts für mich gewesen, doch mit dem Gebratener Tintenfisch mit verschiedenem Gemüse in Masamansauce hätte ich leben können, vor allem weil ich gestern ja schon auf Fisch oder Meeresfrüchte verzichtet hatte. Aber schon wieder Reis? Aus dem gleichen Grund konnte ich ich auch nicht so sehr mit dem Hähnchengeschnetzeltes “Zigeuner Art” mit Reis bei Vital nicht so anfreunden. Zum Glück hatte man im Bereich Veggie heute die altbewährten Kartoffel-Frischkäsetaschen mit Ratatouille und Quarkdip auf die Tageskarte gesetzt, mit dem ich in Vergangenheit eigentlich immer gute Erfahrungen gemacht hatte. Also entschied ich mich letztlich dazu, ein zweites Mal diese Woche vegetarisch zu speisen.

    Potatoe cream cheese pockets with ratatouille & curd dip / Kartoffel-Frischkäsetaschen mit Ratatouille & Quarkdip

    Und auch heute wurde ich nicht enttäuscht. Das Ratatouille aus Zucchini, Auberginen, Zwiebeln und Tomaten in Tomatensauce war angenehm fruchtig und mit einigen Kräutern auch lecker gewürzt. Eine wunderbar Gemüsebeilage zu den knusprigen Kartoffeltaschen mit ihrem Kern aus Kräuter-Frischkäse.

    Potato cream cheese pockets - Lateral cut / Kartoffel-Frischkäsetaschen - Querschnitt

    Garnierte man alles noch mit dem Dip frischen, kühlen Quark ergab sich eine überaus leckere Kombination. Auch ohne Fleisch immer wieder ein Genuss. Einziger kleiner Kritikpunkt war wie immer das etwas sehr grob geschnittene Gemüse im Ratatouille, aber das werde ich natürlich nicht in die Wertung einfließen lassen. Ich war mit meiner Wahl sehr zufrieden und bereute es nicht heute erneut auf Fleisch verzichtet zu haben.
    Wie nicht anders zu erwarten lag das Cordon Bleu mit Fritten heute mit riesigem Vorsprung vor allen anderen Angeboten auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala des Tages. Danach kam lange nichts bevor schließlich die Asia-Gerichte sich den zweiten Platz sichern konnten, aber nur sehr knapp vor den Kartoffel-Frischkäsetaschen auf dem dritten Platz und den Hähnchengeschnetzelten, wiederum in geringem Abstand, auf Platz vier.

    Mein Abschlußurteil:
    Kartoffel-Frischkäsetaschen: ++
    Ratatouille: ++
    Quarkdip: ++