Farmerkartoffel & Blattspinatgemüse [07.06.2010]

Da ich ja erst bei meinem letzten Besuch in unserem Betriebsrestaurant etwas von der Asia-Theke gegessen hatte, wollte ich heute nicht gleich schon wieder dort zugreifen. Und das obwohl die Speisen dort, darunter “Asiatisches Gemüse, herzhaft gebraten mit Currysauce” oder “Gaeng Ped Pai – Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce” durchaus verlocken klangen und ich tatsächlich kurz unentschlossen davor stand und überlegte ob ich zugreifen sollte. Der “Schaschlikgulasch mit Curryreis“, der kurioserweise das heutige Angebot im traditionell-regionalen Bereich war, erschien mir schon mal eine ganz passable Alternative, wo hingegen das “Rinderhacksteak Mexiko mit Mais, Bohnen und Paprika, dazu Kartoffelwedges” an der Globetrotter-Theke – welches ich im übrigen hier schon mal getestet hatte – mir etwas zu mächtig erschien. Gerade nach all der eigentlich unnötigen Schlemmerei am verlängerten Wochenende. Gerade wegen dieses hohen Kalorienkonsums fiel meine Wahl dann auch schließlich auf die “Farmerkartoffel mit Sauerrahm und Blattspinatgemüse” aus der Sektion Vitality. Vegetarisch, kalorienarm und außerdem nur 2 Euro teuer – genau richtig für heute wie mir schien.
Farmerkartoffel & Blattspinat
Das Gericht selbst war natürlich denkbar einfach aufgebaut. Eine etwas mehr als männerfaustgroße Pellkartoffel mit Schale hatte man in der Mitte zerteilt, beide Hälften mit dem Blattspinatgemüse belegt und schließlich mit einer Kelle Sauerrahm übergossen. Die Pellkartoffel erwies sich als perfekt gekocht und auch am Blattspinat(gemüse) gab es nichts auszusetzen. Und das obwohl es mit viel Zwiebeln zubereitet war, was ich normalerweise nicht so schätze. Einzig den Sauerrahm fand ich etwas dünn geraten und hier hätte es auch nicht geschadet wenn man noch ein paar Kräuter hinein getan hätte. Die Portionsgröße reichte auch fürs erste um einigermaßen satt zu werden – die Sättigung hielt jedoch wie so häufig bei vegetarischen Gerichten (zumindest geht es mir so) nicht wirklich bis zum Abend an. Dennoch ein gutes, einfaches und günstiges Gericht.
Das Rennen in der allgemeinen Publikumsbeliebtheit machte heute aber eindeutig das Rinderhacksteak Mexiko, aber eng verfolgt vom Schaschlikgulasch mit Curryreis. Auf Platz drei lagen dann die Asia-Gerichte und die Famerkartoffel belegte eindeutig den vierten und hinteren Platz. Dennoch war ich letztlich zufrieden mit meiner Wahl, ich hoffe dass sich das dann auch morgen früh positiv auf die Waage auswirkt. Wir werden sehen…

Meine Abschlußwertung:
Farmerkartoffeln: ++
Blattspinatgemüse: ++
Sauerrahm: +

Pikantes Bohnengulasch [10.05.2010]

Das “Asiatische Gemüse herzhaft gebraten mit Currysauce” und das “Gaeng Phet Mua – Schweinefleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce” aus der Asia Ecke klangen zwar ebenfalls sehr verlockend, aber mein Appetit ging heute dann doch eher in die reguläre Richtung. Einen Moment überlegte ich, ob das “Cevapcici auf Tomatenreis mit Ajvar und Zwiebeln“, die Globetrotter Speise nicht passen würde oder ob ich doch lieber zu dem traditionell-regionalen “Schweinesteak Tirol mit Zwiebelringen, Speck und Tomatensauce dazu Bratkartoffeln” greifen sollte. Vor allem das Schweinesteak klang ja sehr lecker, aber wenn ich an die Kalorien die so etwas haben würde schreckte ich dann doch zurück. Rettung nahte in Form der heutigen Vitality-Gerichtes, “Pikantes Bohnengulasch“, das mit gerade mal 392kcal pro Mahlzeit (Angabe der Kantine) wirklich unschlagbar mager erschien. Dass es dabei rein vegetarisch war nahm ich dabei billigend in Kauf.

Pikanter Bohnengulasch / zesty bean goulash

Garniert mit etwas mageren Rahm und der üblichen Prise Grünzeug bestand der Bohnengulasch aus Brech- und Kidneybohnen sowie Kartoffeln, passierten Tomaten, Paprika, Karotten und kleinen Zucchiniwürfeln. Das ganze war leicht deftig, aber nicht extrem pikant gewürzt. Die Würze passte aber gut zu der Gesamtkomposition und ich fand das Gericht insgesamt betrachtet sehr schmackhaft und für die erste Zeit auch sehr sättigend. Leider musste ich feststellen dass, wie so häufig bei vegetarischen Gerichten, die Sättigung nicht bis zum Abend anhielt. Aufgrund der niedrigen Kalorienwerte konnte ich das ohne Gewissensbisse mit einer Laugenbrezel am späteren Nachmittag erfolgreich kompensieren.
In der allgemeinen Beliebtheit lag heute eindeutig das Schweinesteak Tirol vorne. Auf Platz zwei lancierten mal wieder die asiatischen Speisen, gefolgt vom Cevapcici und schließlich dem Bohnengulasch. Im Nachhinein gesehen wäre ich wohl auch mit dem Cevapcici noch ganz gut weggekommen, aber visuell gab der Bohnengulasch eindeutig mehr her und gut geschmeckt hat er ebenfalls. Letztlich war ich also gut bedient mit meiner heutigen Auswahl.

Mein Abschlußurteil:
Bohnengulasch: ++

Pikantes Bohnengulasch [08.03.2010]

Nachdem ich heute Morgen ja mit meiner Fleischpflanzerl-Semmel etwas “gesündigt” hatte, entschied ich mich heute dazu das Vitality-Gericht zu wählen. Mit 392kcal, 11g Fett, 52g Kohlehydraten und 18g Eiweiß (Durchschnittliche Werte nach Angaben der Kantine) erschien mir das “Pikante Bohnengulasch” eine wirklich leckere und magere Speise zu sein. Die Alternativen waren im Bereich der traditionell-regionalen Gerichte ein “Spießbraten in Zwiebelsauce mit Knödel” und als Globetrotter-Menu “Cevapcici auf Tomatenreis mit Ajvar und Zwiebeln“. Außerdem bot man an der Asia-Theke “Poh Piard Thord – knusprige Frühlingsröllchen” und “Moo Pad Bai Krapao – Gebratene Schweinefleischstreifen mit Chili, frischem Gemüse und frischem Thai-Basilikum” für den interessierten Gast. Außerdem wählte ich mir einen Aprikosenquark als Dessert.

Pikantes Bohnengulasch

Mal wieder ein wirklich sehr gelungenes Gericht wie ich schnell feststellen durfte. Unter einem Klecks von saurer Sahne oder Sour Cream fand sich eine gut gewürzter Eintopf (oder Gulasch, je nachdem wie man es auslegt) aus weißen Böhnchen, Brechbohnen, kleinen Kartoffeln, Tomaten, kleinen Zucchiniwürfeln, Zwiebeln und weiterem Gemüse. Auch wenn meine heutige Mahlzeit fleischlos war, bereute ich meine Wahl nicht. Selbst die Sättigung hielt dieses Mal den ganzen Nachmittag hindurch an und ich verspürte erst am fortgeschrittenen Abend wieder Appetit. Damit steht meine These dass vegetarische Gerichte weniger Sättigen als solche mit tierischen Bestandteilen wohl doch eher auf tönernen Füßen. Aber es Bedarf hier natürlich noch einiger Selbstversuche, um wirklich sicher sein zu können. Der kleine Aprikosenquark war zwar ebenfalls lecker, aber zum tilgen von Hunger eignete sich die Menge wohl weniger.
Als beliebtestes Gericht unter den anderen Gästen ging aber heute dennoch das Cevapcici in Führung, hinter einen ein enges Verfolgerfeld aus asiatischen Gerichten und Spießbraten. Der Bohnengulasch bildete damit zwar eher das Schlußfeld, aber auch er fand seine Liebhaber. Mir auf jeden Fall hat er vorzüglich gemundet.

Mein Abschlußurteil
Bohnengulasch: ++
Aprikosenquark: ++

Kichererbsen-Curry [21.01.2010]

Heute entschied ich mich mal für ein “Pikantes Kichererbsencurry auf Indische Art mit Basmatireis“, welches im Bereich Vitality angeboten wurde. Die Alternativen wären bei den westlichen Speisen “Gekochter Tafelspitz mit Wirsinggemüse in Meerrettichsauce dazu Bouillonkartoffeln” bei Traditionell-Regional oder “Pikantes Schweinegulasch mit Paprika und Serviettenknödel” bei Globetrotter bzw. bei den Asia-Menus “Gebratener Reis mit Ei, Frühlingszwiebeln Gemüse” oder “San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezialsauce” gewesen. Außerdem gab es wie die Tage zuvor auch wieder zwei Nudelsorten und zwei Saucen als Sonderangebot zum Selbst-Kombinieren. Tafelspitz ist seit ich weiß dass es sich letztlich um die Arschbacken einer Kuh handelt etwas in meinem Ansehen gesunken, wäre aber notfalls auch gegangen. Der Schweinegulasch war eine echte Alternative, weil er eigentlich auch ganz gut aussah – aber ich bin nun mal ein großer Curry-Fan und da gab es kein Halten mehr – trotz der Tatsache dass es sich hier um ein rein vegetarisches Gericht handelt. Dazu nahm ich mir noch einen Beeren-Quark von der Dessert-Theke.

Kichererbsen-Curry / chickpea curry

Ein wirklich gelungenes Chili muss ich sagen. Die Kichererbsen waren al-dente, aber genau richtig wie ich fand. Außerdem fanden sich neben Karotten und Zwiebeln, auch etwas dass ich meine als Wirsing identifiziert zu haben und viele andere Gemüsesorten in kleinen, kurzen Streifen in der wirklich gut gewürzten, leicht scharfen Mischung, die man uns über den gut durchgekochten Basmatireis gegegen hatte. Ich mischte natürlich alles vor dem Verzehr und die Mengen beider Komponenten waren doch tatsächlich genau in dem Verhältnis gemischt, dass sie eine ausgewogene Reis-Curry-Mischung ergaben. Hat mir vorzüglich geschmeckt, Lob an dieser Stelle an die Küchencrew. Zwar befürchtete ich zuerst, dass die Sättigung wie so oft bei vegetarischen Gerichten nicht so lange anhält, aber selbst dies trat dies mal nicht ein. Ich weiß nicht ob das anderen auch so geht, aber ich persönlich habe schon mehrfach erlebt, dass das leichte Hungergefühl bei Gerichten ohne Fleisch viel schneller zurück kehrt als bei welchen mit tierischen Komponenten. Kann aber auch so ein Psycho-Ding sein. ūüėČ
Auch am Beerenquark, der mit reichlich Waldbeeren zubereitet schien, war nichts auszusetzen – er war mit vielen Früchten und nicht zu süß. Was will man mehr…
Was heute der Renner unter den Besuchern war ließ sich schwer sagen, aber mein subjektiver Eindruck vermittelte mir dass Würstchengulasch und Tafelspitz etwa gleich auf lagen, gefolgt von Asia-Speisen und Nudeln und dann dem Curry. Lässt sich aber schwer sagen, ich kann ja immer nur den Ausschnitt meines nicht einmal halbstündigen Besuches interpretieren.

Mein Abschlußurteil:
Kichererbsen-Curry: ++
Basmati-Reis: ++
Beerenquark: ++

Bratling vs. Frikadelle – der Test

Heute Abend war es nun soweit für den großen Vergleich. Es traten an: einer der von mir angefertigten Kircherbsenbratlinge und schließlich eine Schweinefleisch-Frikadelle aus dem Einzelhandel – beides übers Wochenende im Kühlschrank gelagert. Als Sättigungsbeilage diente ein Brötchen, das ich in zwei Hälften zerteilte und mit Butter bestrich. Bereits beim schneiden stellte ich dabei fest, dass die Bratilinge von der Konsistenz her deutlich dichter und damit auch fester waren als ihre fleischlichen Kontrahenten. Glücklicherweise bewahrheitete sich meine Befürchtung, dass die Bratlinge beim zerschneiden in Scheiben zerfallen, nicht. Nach einiger Schneide- und Schmierarbeit erhielt ich schließlich zwei individuell belegte Hälften der am heutigen Morgen gekauften Backware.

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Oben: Fleischfrikadellen – Unten: Bratlinge

Nicht allzu dünn geschnitten und mit genügend Butter unterschmiert erwiesen sich die Bratling durchaus als Alternative zu den Frikadellen. Obwohl das Fett, wohl der Hauptgeschmacksträger bei Fleischprodukten, fehlte, hatte ich auch im kalten Zustand einen angenehmen Geschmack. Natürlich ware sie auch etwas trockner, aber das wirkte sich entgegen meiner Erwartungen nur minimal auf den geschmacklichen Gesamteindruck aus. Ich muss zugeben dass sich entgegen meiner Erwartung der Bratling als wirklich in Betracht zu ziehender Ersatz für fleischliche Brotbelage erwies. Solche Kirchererbsenbratlinge werden wohl bei mir wohl demnächst häufiger entstehen – aber ich werde dabei einmal untersuchen ob man sie nicht doch etwas saftiger machen kann.
Zum Abschluß schauen wir uns noch die Pro und Cons für beide Braterzeugnisse an.

Frikadelle
Pro: saftigere Konstistenz
Contra: kalorienreicher

Kichererbsenbratling
Pro: kalorienärmer, rein pflanzlich
Contra: trockener und fester als Frikadelle