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Burgunder Braten vom Hirsch mit Kartoffelstrudel & Wirsing [04.02.2020]

Tuesday, February 4th, 2020

Obwohl ich heute ausnahmsweise ganz gut gefrühstückt hatte, wollte ich heute zum Mittagessen keinesfalls zurückstecken. Denn auf der Tageskarte unseres Betriebsrestaurants fanden sich mit dem Tagesangebot in Form von Burgunder Braten vom Hirsch mit Kartoffelstrudel und Wirsing sowie dem Daily-Gericht Schweineschnitzel “Wiener Art” mit Zitronenecke + drei Komponenten nach Wahl, das natürlich mit Pommes Frites serviert würde, zwei wirklich interessante Schwergewichte. Wäre dem nicht so gewesen, hätte ich mich vielleicht noch zum Gebackenen Seelachs mit Thaigemüse in Kokosmilch hinreißen lassen können, der gemeinsam mit Gebratener Tofu mit frischem Gemüse in roter Currysauce an der Asia-Wok-Theke angeboten wurde. Für die Geschmorte Hähnchenkeule mit Thymiansauce und Reis bei Vital konnte ich mich aber ebenso wenig begeistern wie für die Spaghetti Pesto Genovese mit Kirschtomaten und Grand Pandano bei Veggie. Obwohl der Hirschbraten mit 9 Euro für Nicht-Firmenzugehörige und auch noch 6,30 Euro für Leute wie mich mit das Abstand das teuerste Gericht auf der Karte war, fiel meine Wahl schließlich auf dieses Gericht. Man will seinen Lesern ja etwas bieten 😉 und Schnitzel mit Pommes gibt es ja immer mal wieder auf der Karte, was man von Wildgerichten nicht unbedingt sagen kann.

Burgundian roast venison with potato strudel & savoy / Burgunder-Braten vom Hirsch mit Kartoffelstrudel & Wirsing

Ich weiß nicht was ich genau mir vorgestellt hatte, aber unter Kartoffelstrudel hatte ich irgendwie etwas anderes erwartet als man schließlich servierte – obwohl es genau das war was der Begriff bezeichnete: Kartoffeln im Strudelteig, versetzt mit irgend einer nun festgebackenen Milchcreme, vielleicht Schmand oder Sauerrahm. Ich liebe ja Strudel, aber ihn mit ganzen Kartoffel zu füllen macht das Ganze dann doch etwas sehr kohlehydratelastig. Dabei war es keinesfalls schlecht, denn der Teig war (zumindest da wo er nicht in einer der beiden Saucen lag) schön knusprig und die Kartoffeln gut durchgekocht, aber nicht matschig. Allerdings war der Rahm zwischen den Kartoffeln beim Backen etwas eingetrocknet und kein wirklicher Genuss mehr. Wahrscheinlich hatte man diesen hinzugefügt um den Strudel saftiger zu machen, aber diesen Zweck konnte er aus genannten Gründen nicht mehr erfüllen. Hier hätte man sich etwas anderes überlegen können. Ich habe mal ein wenig recherchiert und gesehen, dass man hier häufig die Kartoffeln ganz oder teilweise vorher reibt oder stampft und diese Masse dann mit Zwiebeln, Knoblauch und vielleicht noch Sahne und Kräutern versetzt. Vielleicht hätte auch den Wirsing mit verarbeiten können. Das hätte hier besser gepasst. In der Summe also gute Idee, aber noch verbesserungswürdig. Aber dank der beiden Saucen, einer dunklen, dickflüssigen Bratensauce zum Hirschbraten und einer dünneren hellen Sahnesauce zum Wirsing hatte der Strudel keine Gelegenheit zu trocken zu wirken. Am in Streifen geschnittenen Wirsing gab es aber auszusetzen, er war eine gute Beilage zu Wild. Und auch beim Hauptbestandteil, dem Hirschbraten, konnte ich nicht meckern. Zum einen boten die beiden dicken Scheiben wirklich viel Fleisch, zum anderen war dieses Fleisch auch noch entgegen des ersten Eindrucks angenehm saftig und nicht zu fett. Nur bei der unteren Scheibe waren ein paar durchwachsene Stellen zu finden, aber damit muss man bei einem solchen Gericht auch rechnen. Ich fand das Gericht war seinen Preis durchaus wert gewesen und bildete auch jeden Fall eine gelungene hochwertigere Alternative zum ständig wiederkehrenden Klassiker Schnitzel mit Fritten.
Dennoch konnte sich genau dieses Schnitzel-Angebot heute mit großem Vorsprung vor den anderen Gerichten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf Platz zwei sah ich die Asia-Gerichte, erst auf dem dritten Platz folgte der Burgunderbraten vom Hirsch, der aber nur knapp vor den Pesto Spaghetti lag, die somit Platz vier belegten. Wiederum sehr knapp dahinter folgte schließlich die Hähnchenkeule mit Thymiansauce. Bei so vielen Schnitzeln auf den Tabletts war die Vergabe der hinteren Plätze aber auch wirklich schwierig gewesen, ich hatte sogar noch die Teller in den Rückgabewagen hinzuziehen müssen um ein einigermaßen eindeutiges Ergebnis zu bekommen.

Mein Abschlußurteil:
Hirschbraten: ++
Bratensauce: ++
Wirsing: ++
Kartoffelstrudel: +

Geschmorte Hirschkeule in Rotweinsauce mit Rosenkohl & Spätzle [12.12.2018]

Wednesday, December 12th, 2018

Als ich heute las, dass man im Abschnitt Tradition der Region auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants eine Geschmorte Hirschkeule in Rotweinsauce mit Rosenkohl und Spätzle, war ich sofort hin und weg und wusste was ich wählen würde. Die Gebratene Forelle “Balkan Art” mit Rosmarinkartoffeln bei Vitality sah zwar auch gut aus und mit den beiden Lasagne-Varianten wie dem der Spinat-Ricottalasagne bei Globetrotter oder der Lasagne al Forno als Zusatz-Sonderangebot sowie den Asia-Speisen wie Gebratener Tofu mit frischem Gemüse und Tomatensoße oder Gebratenes Schweinefleisch mit Gemüse in Massamannsauce hätte ich ebenfalls gut Leben können, aber wenn schon einmal ein Wildgericht wie Hirsch auf der Karte steht, kann ich einfach nicht widerstehen. Hätte es das nicht gegeben, hätte ich wahrscheinlich bei der Forelle zugegriffen.

Braised haunch of venison with brussels sprouts & spaetzle / Geschmorte Hirschkeule mit Rosenkohl & Spätzle

Mein erster Test galt dem Rosenkohl, der sich erfreulicherweise schon mal als frisch und noch leicht knackig im Biss erwies – nicht so matschig und zerkocht wie ich ihn schon öfters von der Gemüsetheke erhalten hatte. Dazu gab es zwei Scheiben Hirschfleisch, die obere, kleinere Scheibe etwas dünner, dafür aber durchgehend zart, saftig und mager, die untere etwas dicker, aber leider mit einem durchwachsenen, leicht knorpeligen Rand versehen. Insgesamt aber wirklich sehr hochwertiges und gelungenes Fleisch. Dazu passte wunderbar sowohl die dickflüssige und angenehm würzige Rotweinsauce sowie die Spätzle bzw. Knöpfle als Sättigungsbeilage. Eine kluge Wahl das Gericht nicht wieder mit Klößen zu servieren, was ja auch denkbar gewesen wäre. Alles in allem also ein sehr gelungenes Gericht und mit 5,50 Euro auch nicht sonderlich teuer.
Beim Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala lieferten sich die beiden Lasagne-Gerichte und die Hirschkeule ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei in der Lasagne-Fraktion die Lasagne al forno eindeutig die Nase vorne hatte. Letztlich konnte sich diese Lasagne auch durchsetzen und verwies die Hirschkeule auf einen guten zweiten Platz. Die Spinat-Ricottalasagne wurde noch von der Forelle Balkan Art überrundet und landete somit auf Platz vier, nur knapp vor den fünftplatzierten Asia-Gerichten.

Mein Abschlußurteil:
Hirschkeule: ++
Rotweinsauce: ++
Rosenkohl: ++
Spätzle: ++

Hirschrückensteak mit Rotweinjus, Schmorwirsing & Macairekartoffeln [23.11.2016]

Wednesday, November 23rd, 2016

Gestern hatte ich einen Tag Urlaub, da ich zu Hause zu tun hatte. Zum Glück hatte ich noch Reste von meinem Tomatenrahmschnitzel im Kühlschrank gehabt, so dass ich nicht Hungern musste. Doch leider hatte ich so auch den ersten Tag der Wildgerichte-Woche in unserem Betriebsrestaurant verpasst. Doch zum Glück ging diese heute weiter und mit einem Hirschrückensteak, frisch vom Grill, dazu krätige Rotweinjus, geschmorter Wirsing und Macairekartoffeln fand sich im Abschnitt Tradition der Region auch gleich ein interessantes Gericht, das allerdings mit seinem bereits reduzierten Preis von 6,50 Euro (13 Euro für Nicht-Betriebsangehörige) auch recht kostspielig war. Hinzu kam dass mit einem Rotbarschfilet mit Linsengemüse und Kartoffeln im Abschnitt Vitality auch ein Fischgericht zu finden war, das mein Interesse erweckte, um mehr als die Hälfte billiger war und meines Wissens so noch nicht angeboten worden war. Und das Zusatzangebot in Form einer Spätzlepfanne mit Mini-Fleischpflanzerl und Gemüse ebenfalls recht verlockend aussah. Das Putensteak “Picatta Milanese” mit Tomatensugo und Butternudeln bei Globetrotter oder die Asia-Thai-Angebote wie Gebratene Mienudeln mit verschiedenen Asiagemüse in Hoi Sin Sauce und Nua Pad King – Rindfleisch gebraten mit Frühlingszwiebeln, Bambus und Ingwer kamen nicht in die nähere Auswahl. Letztlich fiel meine Wahl dann aber doch auf das kostspielige, aber überaus verlockende Hirschrückensteak. Mehr brauchte ich aber dann heute auch nicht.

Venison steak with red wine sauce, savoy & Macaire potatoes / Hirschrückensteak mit Rotweinjus, Schmorwirsing & Macairekartoffeln

Und ich konnte mich glücklich schätzen, denn die Investition hatte sich dieses Mal wirklich gelohnt. Die drei angenehm großen Stücke Hirschrückensteak erwiesen sich als gut durchgebraten und dabei dennoch saftig und außerdem sehr gut gewürzt, ohne dass dabei der Wildgeschmack verloren ging. Die ebenfalls kräftig-würzige, leicht dickflüssige Rotweinsauce komplettierte schließlich den Fleischgenuss. Und der in Streifen geschnittene und durchgeschmorte, aber nicht zerkochte und daher noch leicht knackige Wirsing passte sehr gut als Gemüsebeilage. Hinter dem Begriff Macairekartoffeln verbargen sich schließlich kleine Kartoffelkuchen, die vom Aufbau her an etwas zu groß geratene Kroketten mit knuspriger Hülle und weichen, kartoffelbreiartigen Inneren. Hier handelte es sich mit höchster Wahrscheinlichkeit um industriell hergestellte Ware, aber sie waren sowohl Temperatur als auch Geschmack angingen absolut in Ordnung und hoben sich von den sonst übrlichen Sättigungsbeilagen etwas ab. Ein sehr gelungenes Wildgericht, dass seinen Preis meiner Meinung nach absolut Wert war. Ich war mit meiner Entscheidung sehr zufrieden.
Bei den anderen Gästen lag heute mit klarem Vorsprung das Putensteak “Picatta Milanese” am höchsten in der Gunst und konnte sich so den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf dem zweiten Platz folgte, trotz seines Preises, das Hirschrückensteak und den dritten Platz belegte die Spätzlepfanne. Platz vier konnte der Rotbarsch für sich einnehmen, der aber nur einen hauchdünnen Vorsprung vor den Asia-Gerichten besaß.

Mein Abschlußurteil:
Hirschrückensteak: ++
Rotweinjus: ++
Wirsing: ++
Macairekartoffeln: ++

Geschnetzeltes vom Wild mit Pilzen & Kroketten [12.11.2015]

Thursday, November 12th, 2015

Heute überlegte ich zwar etwas länger ob ich nicht einmal bei den Gerichten der Wild-Woche aussetzen und bei den den Angeboten der regulären Küche zugreifen sollte. Vor allem der Schaschlikspieß von der Pute mit BBQ-Sauce und Pommes Frites bei Tradition der Region oder dem Schweinekotelette mit Preiselbeeren und Kartoffel-Gurkensalat bei Globetrotter erweckten mein Interesse, während mich die Spaghetti “Pesto Genovese” mit Parmesan bei Vitality und die Asia-Gerichte wie Taohoo Tod – Tofu gebacken mit Bratgemüse in Koriandersauce oder Gung Pao Kai – Putenfleisch gebraten mit Knoblauch, Chili und Gemüse nicht sonderlich reizten. Denn das Geschnetzelte vom Wild mit Pilzen und Kroketten erschien mir ein wenig, als hätte man hier einfach die Reste der Gerichte der drei vorherigen Tage in einem neuen Gericht verarbeitet hatte. Dennoch schloss ich mich dann doch der Mehrheit meiner Kollegen an und griff auch am heutigen Donnerstag – zum vierten Mal in dieser Woche – zum Wildgericht. Dazu gesellte sich noch eine kleine Schale selbst zusammengestellter Salat von der Salattheke.

Venison chop with mushrooms & croquettes / Geschnetzeltes vom Wild mit Pilzen & Kroketten

Tatsächlich schien man hier Stücke von Wildschwein, Hirsch und Fasan in einer dunklen, angenehm würzigen und dickflüssigen Sauce zu einem einfachen, aber überaus leckeren Gericht kombiniert. Die Pilze waren dabei sowohl in der hellen Sauce, mit der man das Gericht garniert hatte als auch in der dunklen Sauce selbst. Dass es sich hier eventuell um Reste von den Vortagen gehandelt haben könnte, merkte man dem Gericht meiner Meinung nach nicht an. Bei den Kroketten musste ich jedoch feststellen, dass sie heute sehr brüchig waren und beim Anstechen mit der Gabel schon stark zerbröselten, was den Genuss etwas erschwerte. Geschmacklich waren sie zwar in Ordnung, aber volle Punktzahl kann ich da nicht geben. Am Salat aus Möhren- und Kohlrabistreifen, Kidneybohnen und gelben Stangenbohnen mit ihrem Joghurt-Kräuter-Dressing gab es aber wiederum nichts auszusetzen und erwies sich als wunderbare Ergänzung zum Wildgericht.
Da ich heute deutlich später als sonst zum Mittagessen gekommnen bin, war der große Ansturm in unserem Betriebsrestaurant bereits vorbei, was das Erstellen einer repräsentativen Allgemeinen Beliebtheitsskala etwas schwerer als sonst. Dennoch bin ich der Meinung, dass sich auch heute wieder das Wildgericht durchsetzen konnte und mit knappen Vorsprung Platz eins für sich erobern konnte. Aber der zweitplatzierte Schaschlikspieß mit Pommes Frites war ihm sehr eng auf den Fersen und auch das Kotelette mit Kartoffel-Gurkensalat auf Platz drei war gern genommen worden. Und auch die Asia-Gerichte auf dem vierten Platz sowie die Spaghetti Pesto Genovese auf Platz fünf hatten ihre Freunde gefunden.

Mein Abschlußurteil:
Wild-Geschnetzeltes: ++
Kroketten: +
Salat-Mix mit Joghurtdressing: ++

Burgunderbraten vom Hirsch mit Kroketten [04.12.2014]

Thursday, December 4th, 2014

Heute erwiesen für mich gleich drei Gerichte aus dem Angebot der regulären Küche unseres Betriebsrestaurants als überaus interessant, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Zum einen war da der Griechische Gemüsetopf mit Schafskäse und Oliven aus dem Bereich Vitality, der mit all dem frischen Gemüse und seinen gerade mal 461kcal überaus gesund erschien. Der Burgunderbraten vom Hirsch mit Rotweinsauce, Apfelpreiselbeeren und Kroketten bei Tradition der Region wiederum schien mir das exklusivste und edelste der heutigen Angebote zu sein, immerhin handelte es sich um Wild und schließlich der New York Chili-Cheeseburger mit roten Zwiebeln, dazu Chester-Käse, Jalapenos, Chili-Cheese-Sauce und Steakhouse-Pommes bei Globetrotter weckte einfach meinen Appetit auf Fastfood. Da konnten das Tahoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse in Koriandersauce und das Ko Lo Kai – Putenfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse und Ananas in süß-saurer Sauce an der Asia-Thai-Theke natürlich nicht mithalten. Und auch die Mexikanischen Chili-Linsen mit Reis, die als Zusatzangebot auf der Karte stand, weckte keinerlei Interesse bei mir. Nach langem Abwägen fiel meine Wahl schließlich auf den goldenen Mittelweg, der gleichzeitig auch das kulinarisch hochwertigste Gericht darstellte: Den Burgunderbraten. Und was passt besser zu Braten als etwas Blaukraut – auch wenn mir bewusst sein musste dass es sich hier um die Reste von gestern handelte. Außerdem nahm ich mir noch ein Becherchen Grießbrei mit roter Grütze aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Burgundian roast venison with croquettes, pear & cranberries / Burgunderbraten vom Hirsch mit Kroketten, Birne & Preiselbeeren

Leider schien man das Rotkraut mitsamt seiner Gewürze, unter denen wohl auch Nelken gewesen waren, seit gestern Zwischengelagert, was zur Folge hatte dass sich der Nelkengeschmack über das komplette Kraut ausgebreitet hatte. Es war gerade noch essbar, aber kein wirklicher Genuss mehr. Daher Notiz an mich selbst: In Zukunft kein Rotkraut vom Vortag mehr wählen, auch wenn es scheinbar gut zum angebotenen Gericht passt. Am saftigen, mageren und zarten Hirsch-Burgunderbraten mit seiner würzigen, schön dickflüssigen Rotweinsauce und den knusprigen und noch angenehm heißen Kroketten gab es glücklicherweise nichts auszusetzen. Gemeinsam mit der halben, mit Preiselbeergelee garnierten Birne, die ja eine klassische Beigabe zu Wildgerichten aller Art darstellt, ein sehr gelungenes Hauptgericht. Und auch an dem mild gesüßten Grießbrei samt der fruchtigen roten Beerengrütze gab es nichts auszusetzen. Abgesehen vom Blaukraut war ich sehr zufrieden.
Sah man sich bei den anderen Gästen um, erkannte man schnell dass diese dem Burger recht eindeutig den Vorzug gaben und ihm somit den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala bescherten. Auf dem zweiten Platz folgte dann mit etwas Abstand der Hirsch-Burgunderbraten, die Asia-Gerichte belegten Platz drei und der griechische Gemüsetopf folgte knapp dahinter auf Platz vier. Die Chili-Linsen sah ich nur sehr vereinzelt, weswegen ich ihnen nur den fünften Platz zubilligen kann. Ist eigentlich auch eine Schnapsidee, bei so vielen guten Angeboten inklusive des Gemüsetopfs auch noch Chili-Linsen auf den Speiseplan zu setzen – ich kann da nur vermuten dass sie wohl weg musste. 😉

Mein Abschlußurteil:
Burgunderbraten vom Hirsch: ++
Rotweinsauce: ++
Kroketten: ++
Preiselbeerbirne: ++
Blaukraut: +/-
Grießbrei mit roter Grütze: ++

Rotkohlroulade vom Wild mit Kartoffelpüree & geschmorten Zwiebeln [26.11.2014]

Wednesday, November 26th, 2014

Eigentlich wäre heute mal wieder das für Mittwoch üblich Fischgericht dran gewesen und mit einer Spanischen Paella mit Hühnerfleisch und mediterranem Gemüse stand im Bereich Vitality auch etwas akzeptables auf der Speisekarte. Doch meine Pläne wurde gleich durch zwei weitere Angebote durchkreuzt, denn zum einen gab es eine Rotkohlroulade vom Wild mit Bratensauce, Kartoffelpüree und geschmorten Zwiebeln bei Tradition der Region und zum anderen wurde mal wieder – unangekündigt – eine frisch im restauranteigenen Steinofen zubereitete Pizza mit Paprika, Schinken und Pilzen angeboten. Da konnten die Schinkennudeln mit Ei und Tomatensauce bei Globetrotter oder die Angebote an der Asia-Thai-Theke wie Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten mit Thaicurry in Kokosmilchsauce und Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce natürlich nicht mithalten. Und obwohl ich bereits Rotkohl bzw. Blaukraut (was das selbe ist) auf meinem Teller gehabt hatte, entschied ich mich letztlich für die Rotkohlroulade. Das erschien mir kulinarisch einfach die interessantere Alternative. Dazu gesellte sich noch ein Schälchen Rosenkohl aus dem heutigen Gemüseangebot und ein Becherchen Waldbeerenpudding von der Dessert-Theke.

Red cabbage roulade stuffed with venison, gravy, mashed potatoes & fries onions / Rotkohlroulade vom Wild mit Bratensauce, Kartoffelpüree & geschmorten Zwiebeln

Beim Kartoffelpüree handelte es sich natürlich wieder die relativ dünne Instant-Variante, die zwar geschmacklich wie üblich in Ordnung war, aber dennoch aus gastronomischen Gesichtspunkten heraus keine volle Punktzahl verdient. An der Rotkohlroulade, die ja die Hauptkomponente darstellte gab es aber nichts auszusetzen, denn der Kohl war knackig gegart und auch bei der mild-würzigen Füllung, die wohl aus Wild-Hackfleisch bestand, hatte man nicht gespart.

Red cabbage roulade - Stuffing / Rotkohlroulade - Füllung

Gemeinsam mit der Bratensauce und der großzügig bemessenen Portion geschmorten Zwiebeln ergab sich so ein überaus leckeres Hauptgericht. Im Nachhinein gesehen hätte ich eigentlich auch auf den Rosenkohl verzichten können, da mit dem Rotkraut bereits Gemüse mit serviert worden war – aber geschadet hat er letztlich auch nicht – zumal er sich als noch eingermaßen frisch und knackig im Biss erwies. Da gab es ebenso wenig zu meckern wie an dem fruchtigen Pudding mit Waldbeerenaroma. Ich bereute meine Entscheidung absolut nicht.
Bei der Allgemeinheit der Gäste lieferten sich, wie nicht anders zu erwarten war, die Rotkohlroulade und die Pizza ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Und es war wohl auch mit der beschränkten Kapzität des Steinofens zu verdanken, dass es letztlich die rote Kohlroulade war, die den ersten Platz für sich ergattern konnte. Nach der zweitplatzierten Pizza folgten schließlich auf dem dritten Platz die Asia-Gerichte, die ich meinte noch etwas häufiger gesehen zu haben als die Paella und die Schinkennudeln auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Rotkohlroulade: ++
Bratensauce: ++
Schmorzwiebeln: ++
Kartoffelpüree: +
Rosenkohl: ++
Waldbeerenpudding: ++

Braten aus der Hirschkeule mit Speckbohnen & Herzoginkartoffeln [19.11.2014]

Wednesday, November 19th, 2014

Heute stand mit einem Braten aus der Hirschkeule in einer kräftigen Cassisjus mit Speckbohnenbündchen und Herzoginkartoffeln im Bereich Tradition der Region mal wieder ein Gericht auf der Speisekarte, das mich mal wieder dazu bewog, von meiner üblichen Vorgehensweise am Mittwoch zum Fischgericht zu greifen. Mit einem Gebackenen Seelachs im Tomatenbett mit Blattspinat und Kartoffeln gab es bei Vitality zwar eine nicht von der Hand weisende Alternative, aber bei Wildgerichten mache ich gerne mal eine Ausnahme. Außerdem gab es noch ein Schweinesteak “Picatta Milanese” mit Tomatensugo und Butternudeln bei Globetrotter sowie “Spezial 2 Nudelnsorten” gebraten mit Chinagemüse nach Shanghai-Art und Patrt Pad Prug – Fisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in scharfer Basilikumsauce an der Asia-Thai-Theke. Aber ich hatte mich bereits für das Wildgericht entschieden. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Bayrische Creme aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Roast venison with bacon beans & duchess potatoes / Braten aus der Hirschkeule mit Speckbohnen & Herzoginkartoffeln

Leider war ich zu einem Zeitpunkt an der Theke gewesen, an dem das Fleisch aus der aktuellen Warmhalteschale sich dem Ende neigte, weswegen ich leider nur einige kleinere Scheiben erhielt. Aber die Menge des angenehm zarten und mageren Fleisches war mehr als ausreichend und auch sehr geschmackvoll. Dazu passte auch gut der Saft aus dem beigelegten Stück frischer Orange. Darüber dass es stellenweise ein wenig trockener war als ich erwartet hätte sehe ich dabei großzügig hinweg. Gemeinsam mit der kräftigen, würzigen Cassissauce wirklich sehr lecker. Mit dem Speckbohnen-Bündchen, von dem sich leider nur ein einziges auf dem Teller fand, war ich allerdings nicht sonderlich zufrieden, da es bereits fast kalt war – da kann ich natürlich keine volle Punktzahl geben. Die außen schön knusprigen und innen angenehm weichen Herzoginkartoffeln machten diesen kleinen Fauxpas aber alle mal wett. Dennoch bereute ich es, nicht noch etwas zusätzliches Gemüse von der Gemüsetheke genommen zu haben. An der luftig-lockeren Bayrisch Creme, im Grunde genommen eine Art Vanille-Mousse, gab es ebenfalls nichts auszusetzen.
Seltsamerweise war es heute aber nicht der Hirschbraten, sondern das eher gewöhnliche Schweinesteak “Piccata Milanese” mit Nudeln, dass sich den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnte. Erst auf dem zweiten Platz folgte das Wildgericht, während sich den dritten Platz schließlich der Seelachs und die Asia-Gerichte teilten – hier konnte ich beim besten Willen keinen klaren Favoriten ausmachen. Dabei ist es mir etwas unverständlich, wie man ein gewöhnliches paniertes Schnitzel mit Nudeln einem Hirschbraten mit Herzoginkartoffeln vorziehen kann, aber meine Augen hatten mich sicherlich nicht getäuscht.

Mein Abschlußurteil:
Hirschbraten: ++
Cassissauce: ++
Speckbohnenbündchen: +
Herzoginkartoffeln: ++
Bayrische Creme: ++

Hirsch-Edelgulasch mit Preiselbeerbirne & Butterspätzle [22.10.2014]

Wednesday, October 22nd, 2014

Normalerweise esse ich am Mittwoch zwar das traditionell an diesem Tag angebotene Fischgericht, doch das Seelachsfilet mit Pfirsich-Ingwer-Sud mit Kugel von Jasamin-Duftreis bei Vitality konnte heute nicht mit dem in der Sektion Tradition der Region angebotenen Hirsch-Edelgulasch mit Preiselbeerbirne und Butterspätzle mithalten. Das Griechische Gyros mit Tzatziki, frischen Zwiebeln und Fladenbrot bei Globetrotter und die Angebote an der Asia-Thai-Theke wie Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten mit Thaicurry in Kokosmilchsauce oder Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce kamen heute nicht in die nähere Auswahl. Zum Hirschgulasch nahm ich mir noch ein Schälchen gedünstetes Broccoligemüse von der Gemüsetheke und einen kleinen Becher Erdbeercreme aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Venison goulash with cowberry pear & butter spaetzle / Hirsch-Edelgulasch mit Preiselbeerbirne & Butternudeln

Warum es sich hier nun um einen “Edelgulasch” handelte, erschloss sich mir zwar nicht ganz, auch wenn es an der würzigen Zubereitung aus zahlreichen zarten Hirschfleisch-Würfeln in ihrer dunklen, würzigen Sauce auf der anderen Seite auch nichts auszusetzen gab. Über den einzelnen kleinen Knorpel den ich in einem der Stücke entdeckte sehe ich mal großzügig hinweg, so etwas kann passieren. Die Menge war aber leider nicht sehr gut auf die überaus großzügige Portion der Spätzle abgewogen, hier hätte etwas mehr Gulasch nicht geschadet. Dazu passte die halbe Dosenbirne mit Preiselbeergelee als traditionelle Beilage natürlich perfekt. Das Broccoli konnte zwar mit einer leichten Knoblauchnote aufwarten, was ich sehr lecker fand, war aber auf der anderen Seite wohl etwas lange gedünstet und dadurch leicht matschig geworden. Daher muss ich hier etwas in der Endnote abziehen. Dafür gab es am Dessert in Form eines cremigen Erdbeerpuddings aber nichts auszusetzen. Insgesamt bereute ich meine Entscheidung nicht, am heutigen Mittwoch mal vom sonst üblichen Fischgericht abzuweichen.
Ich hatte ja eigentlich damit gerechnet, dass der Hirschgulasch mit großem Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich erobern kann, doch ich hatte nicht mit dem großen Zuspruch der anderen Gäste für das Gyros gerechnet. Letztlich erschien es mir sogar, dass das Gyros mit einem Vorsprung von nur einer Haaresbreite Platz eins erreichte und den Gulasch somit auf einen guten zweiten Platz verdrängte. Und auch bei Platz drei gab es eine Überraschung, denn der Seelachs im Pfirsich-Ingwer-Sud erschien mir entgegen der Erwartung heute noch etwas beliebter als die Asia-Gerichte, so dass der Fisch sich den dritten Platz sichern konnte und die die Gerichte von unserer Wok-Theke heute nur einen guten vierten Platz belegten.

Mein Abschlußurteil:
Hirschgulasch: ++
Butterspätzle: ++
Preiselbeerbirne: ++
Broccoli: +
Erdbeercreme: ++