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Autobahndrängler, Bretzel, Apfel & Bauer Müsli Joghurt

Monday, January 24th, 2011

In der Nacht von Sonntag auf Montag ist der Winter nun entgültig nach Deutschland, insbesondere Bayern, zurückgekehrt. Bereits als ich gestern Abend nach München zurückkehrte – bald sind diese Fahrten glücklicherweise ja nicht mehr notwendig – war die Autobahn schon mit reichlich Geschwindigkeitsbegrenzungen aufgrund von drohender Glätte gespickt. Nicht dass sich alle dran gehalten hätten, immerhin ist die deutsche Autobahn häufig Tummelplatz der Scharen von minderbemittelten Dauerrasern, die sich selbst wenn man mit 210 km/h unterwegs ist noch hinter einen klemmen und ihn mit Lichthupe und viel zu dichtes Auffahren nötigen, aber nicht erkennen dass das Auto das sie bedrängeln unmöglich zwischen die Schlange des langsamer fahrenden Autos auf der rechten Spur einscheren kann ohne fast eine Vollbremsung hinlegen zu müssen. Ich mache einem schneller fahrenden Auto ja gerne Platz, wenn der Raum auf der anderen Spur dazu da ist und gehöre nicht zu den Leuten, die weiter auf der Mittelspur fahren obwohl die rechte Spur absolut frei ist – aber sich hinter einen Wagen zu klemmen und ihn zu bedrängen obwohl man doch erkennen muß dass dieses Auto selbst hinter einer Kolonne anderer Fahrzeuge fährt und unmöglich nach Rechts fahren kann – das ist wirklich unterstes Niveau und kündet doch von der scheinbaren Gehirnamputation unter der einige Verkehrsteilnehmer zu leiden scheinen. Und nicht nur bei PKWs, auch die Fahrer von Kleintransportern scheinen unter einer extremen Form von Selbstüberschätzung zu leiden wenn sie mit ihren fahrenden Schrankwänden mit 120km/h über die 2m breite Spur einer Baustelle rasen, auf der ja eigentlich nur 80 erlaubt sind. Leider sind die deutschen Gesetze da viel zu lasch und dir drohenden Strafen viel zu milde. Obwohl es vielen mit Sicherheit gut tun würde, will ich hier ja nicht gleich die Prügelstrafe einführen, aber ein möglichst langer Führerscheinentzug bei hochgradiger Verkehrsgefährdung wie ich es gestern gleich mehrfach erlebt habe wäre doch eine angemessene Bestrafung.
Doch ich schweife ab – eigentlich soll es hier ja ums Frühstück gehen…

Bretzel, Apfel & Bauer Müsli Joghurt

Heute entschied ich mich mal für einen Apfel der Sorte Braeburn aus Südtirol, eine Bretzel aus unsere Kantinenbistro und einen 150g Becher Bauer Müsli Joghurt in Geschmacksrichtung Banane Apfel mit 151kcal pro Becher und 13,1g Zucker pro 100g und 19,7g Zucker pro Becher. Kein leichter Genuss aber absolut im Rahmen. Außerdem erwies sich die Zusammenstellung mit ihren Getreidekörnern und Apfelstückchen im Joghurt auch noch als recht gelungen. Nur bei der Bretzel hatte ich mich wohl etwas vergriffen, denn irgendwie vermisste ich das Salz auf dem Laugengebäck vollständig. Dafür war sie aber zumindest knusprig frisch. Insgesamt ein recht gelungener Morgensnack, hat mir mal wieder sehr gut gemundet.

Guten Appetit

Stau & Wenden auf der Autobahn

Monday, May 10th, 2010

Am gestrigen Sonntag machte ich mich auf den Weg von Nordhessen zurück nach Frankfurt, um später von dort weiter in Richtung München aufzubrechen. Ein Kollege hatte mir angeboten mich mitzunehmen, so daß ich auf eine Bahnfahrt verzichten konnte. Zwischen Gambacher und Reißkirchner Dreieck kam ich dabei auf der A5 in einen Stau, eine Vollsperrung wegen eines Unfalls mit mehreren Fahrzeugen irgendwo vor mir. Der Verkehr stand still und die Leute fingen bereits an auszusteigen und ihre Köpfe zu recken, weil sie wohl dachten irgend etwas erkennen zu können. Darüber dass auch das nicht ganz StVO-Konform ist sehe ich aber mal hinweg. Ich stand auf der linken Spur und war an der letzten Ausfahrt gerade vorbei – das war Pech und ich stellte mich nachdem ich via iPhone den Grund des Staus erfahren hatte auch darauf ein, hier wohl einige Zeit zu stehen. Dass die Leute hinter mir teilweise mit Mordsgeschwindigkeit über den Standstreifen rasten um auf die Ausfahrt zu kommen sah ich dabei eher gelassen. Darüber dass dies Verkehrswidrig ist habe ich mich ja bereits ausgelassen.
Gestern aber erlebte ich eine neue Stufe der Unverfrorenheit, die mich am klaren Denken einiger Autofahrer wahrlich zweifeln ließ. Natürlich waren einige Verkehrsteilnehmer über den Standstreifen trotz gesetzten Blinkers nach rechts an der Ausfahrt vorbei gefahren, um den Stau weiter auf dem Standstreifen zu überholen. Da es sich auch hier bald auf dem Standstreifen staute, war dieses Unterfangen von keinem großen Erfolg gekrönt, so dass die ersten bald den Rückwärtsgang einlegten und auf dem Standstreifen rückwärts fuhren, um doch noch die Ausfahrt zu nehmen. Alleine die Benutzung des Standstreifens ist ja schon verkehrswidrig, man gefährdet nicht nur dort im Notfall abgestellte Wagen, sondern behindert auch Rettungskräfte, die über diesen Weg zur Unfallstelle zu gelangen gedenken. Dann aber auch noch den Rückwärtsgang einzulegen und den anderen die über den Standstreifen heizen entgegen zu fahren? Aber es wurde noch besser: Irgendwann fingen die ersten an, auf der Autobahn zu wenden und entgegen der Fahrtrichtung über den Standstreifen zurück zu fahren, um über besagte Ausfahrt die Autobahn zu verlassen.




Haben solche Leute eigentlich ein Ei am Kreisen keine Ahnung von den grundlegenden Verkehrsregeln? Wenden auf der Autobahn, außer es geschieht unter polizeilicher Aufsicht, ist strikt untersagt. Das ganze kostet meiner Recherche nach 4 Punkte und seit 01.02.2009 zwischen 70 und 200 Euro – was ich eigentlich als viel zu wenig für so ein rücksichtsloses Verhalten empfinde. Ich wartete ständig darauf dass es knallt, und um ganz ehrlich zu sein hätte ich es diesen Leuten sogar gegönnt. Spätestens als ein Fahrer mit einem Kombi plötzlich aus dem inzwischen ebenfalls entstandenen Stau auf der Abfahrt ausscherte, mit starker Beschleunigung auf dem Standstreifen bis zu Mitte zwischen Ab- und Auffahrt fuhr, dort ausstieg, sich kurz umsah und schließlich an den Kofferraum begab um dort eine Banane nach der anderen heraus zu holen, zu essen und die Schalen in den Straßengraben zu werfen, verließ mich der Glaube an die Intelligenz der Menschheit kurzzeitig vollkommen.

Von der Tatsache daß diese Type in FlipFlops sein Fahrzeug führte mal ganz abgesehen. Wer jetzt noch wendete, mußte sich an diesem Wagen samt Fahrer vorbei drängen. Rücksicht? Keine Spur? Solche Leute sollte man wirklich….
Es dauerte schließlich fast eine Stunde, bis sich der Stau auflöste und der Verkehr wieder normal weiter floss. Von den Unfallwagen sah ich während der Weiterfahrt im übrigen nichts – die waren wohl schon abgeschleppt. Im Nachhinein bedauere ich, daß ich nur meine Handykamera zu Hand hatte. Ich hätte keine Skrupel gehabt diese Verkehrsgefährder samt Nahaufnahme von Fahrer und Nummernschild hier zu veröffentlichen. Werde ich mir für die Zukunft mal merken und mir die große Kamera griffbereit halten – vielleicht werde ich das bei Gelegenheit tatsächlich mal tun. 😉
Als ich später bei einem weiteren Stau später in Richtung München erlebte, wie sich der Fahrer eines weißen VW Golf hinter einen Rettungswagen setzte und versuchte unter einem Hupkonzert der anderen Verkehrsteilnehmer in der Rettungsgasse am Stau vorbei zu fahren, konnte ich nur noch ein weiteres mal den Kopf schütteln – langsam wundert mich wirklich über gar nichts mehr.

Zum Thema Autobahn und Standspur noch als Abschluß dieses Video, das ich vor kurzem entdeckt habe:

Die Frau mit der Krücke hat eindeutig einen Megaschatten – aber das brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen. 😉

Schneefall

Monday, December 21st, 2009


Schneefall

Bei Schneefall und ungeräumter Straße über die Autobahn in Richtung München zu fahren – und das in einem Auto mit Heckantrieb – ist nicht gerade angenehm muss ich sagen. Aber wenn man einigermaßen vernünftig fährt dann geht es schon irgendwie.

Stau und Standstreifen-Fehlbenutzung

Friday, April 10th, 2009

Ich bin erst heute zurück in Richtung Norden gefahren – in der irrigen Annahme den Osterstaus dadurch irgendwie entgehen zu können. Am Anfang sahs auch noch ganz gut aus, aber irgendwann stand ich dann im Stop- and Go-Verkehr, der sich über eine Stunde lang hinzog, mal mit flüssigeren Stellen, aber meist nur im Schneckentempo.

A5 Stau Ostern 2009

Einen wirklichen Grund für die Staus in Form eines Unfalls oder ähnlichem habe ich nur kurz vor der 10km Baustelle auf der A5 bei Mücke erkennen können, denn hier meinten viele noch schnell auf den linken, in einigen 100m endeten Fahrstreifen ausscheren zu müssen, um noch einmal schnell einige Autos zu überholen und sich vorne wieder reindrängen zu müssen. Aber das scheint ja normal zu sein – auch wenn ich solche Autofahrern auf dem linken Streifen verhungern lassen und ihnen keine Lücke zum wiedereinscheren geben würde. 😉
Was mir auffiel war, dass immer wenn ein Auto auf dem Standstreifen stand, sei es wegen defektem Kühler oder um ein Kind mal schnell “Pipi” machen zu lassen (alles heute gesehen), staute sich der Verkehr und floß wieder einigermassen flüssig, sobald dieser Wagen passiert war. Typischer Gafferstau – so meine Vermutung.
Am allerschlimmsten empfand ich heute aber jene Verkehrsteilnehmer, die meinten im Affentempo auf dem Standstreifen vorbeirasen zu können, den Blinker dabei nach rechts gesetzt, sobald ein Raststätten- oder Parkplatz-Schild am Horizont auftauchte. Ob der Parkplatz nun 1000m oder 5km entfernt war, schien ihnen egal.

Standstreifenfehlbenutzung

Und mir kann auch keiner erzählen, dass alle diese Leute ach so dringend parken müssen. Und dass sie dabei die auf dem Standstreifen stehenden defekte Wagen gefährden ist ihnen scheinbar auch egal – ich habe einen Beinahe-Unfall beobachten können, als ein Kombi, der mit 80-100 km/h über den Standstreifen heizte und dabei eine mit geöffneter Motorhaube stehende Limousine erst recht spät sah, aber mit einer scharfen Bremsung gerade noch rechtzeitig zum stehen kam, begleitet vom Hupen der anderen Verkehrsteilnehmer.
Ich habe ja nichts dagegen, die Standstreifen-Abkürzung zu verwenden, wenn man nur noch 500m oder 1000m vor einer Ausfahrt oder einem Parkplatz ist – wobei Parkplätze in solchen Fällen ja eher zum schnellen Überholen einiger Autos im Stau und weniger zum Parken genutzt werden – aber jedes in der Ferne auftauchende Rast- bzw. Parkplatz-Schild als fadenscheinige Entschuldigung zu verwenden, auf den Standstreifen auszuscheren halte ich für falsch – gerade weil einige, wie ich auch beobachten können, dann nicht mal auf den Parkplatz fahren, sondern kurz vorher wieder in den normalen Verkehr einscheren. Na ja, ändern kann ichs eh nicht, aber zumindest kann ich meinem Unmut bezüglich dieser Rücksichtslosigkeit hier ein wenig Luft machen. Wenn jemand dahingehend anderer Meinung ist, würde ich mich über ein Kommentar sehr freuen…

PS: Ausnahme sind natürlich hier bestimmte Autobahnabschnitte wie zum Beispiel nahe des Frankfurter Kreuzes, wo die Benutzung der Standspur bei starkem Verkehrsaufkommen explizit erlaubt ist und über entsprechende Schilder freigegeben wird.

Als kleiner Nachtrag dazu noch folgendes:

§ 2 Abs. 1 StVO: Fahrzeuge müssen die Fahrbahn benutzen. Seitenstreifen sind nicht Bestandteil der Fahrbahn.
-> Also ist die Benutzung eines Seitenstreifens durch fahrende Fahrzeuge schon einmal unzulässig.

Eine Standspur auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen ist kein Teil derselben Fahrbahn, sondern als Randstreifen nur für das Halten und Benutzen in Notfällen (§ 18 Abs. 8 StVO) bestimmt, also für den fließenden Verkehr gesperrt. Damit liegt bei der -verbotswidrigen- Benutzung des Seitenstreifens auch kein verbotenes Rechtsüberholen vor, sondern nur ein Verstoß gegen § 2 Abs. 1 StVO (s.o.).
Ggf. kann aber das Überholen auf der Standspur den weiteren Begriff des Überholens des § 315c Abs. 1 Nr. 2 Strafgesetzbuch (Straßenverkehrsgefährdung) erfüllen!

Ein Verzögerungsstreifen vor einer Ausfahrt ist straßenbautechnisch eine vorübergehende Verbreiterung der Fahrbahn und dient dem Abbiegen von der Autobahn. Ihre Benutzung durch den durchgehenden Verkehr ist ebenso wie bei einer Standspur verboten. Verkehrsrechtlich sind sie im Verhältnis zur durchgehenden Fahrbahn selbständige Fahrbahnen, gehören also nicht zu diesen, sondern sind der erste Teil der abbiegenden Fahrbahn. Also biegt ein Kraftfahrer ab, wenn er von der durchgehenden Fahrbahn auf den Verzögerungsstreifen wechselt und hat demnach die Pflichten des § 9 Abs. 1 Satz 4 StVO (vor dem Einordnen und nochmals vor dem Abbiegen ist auf den nachfolgenden Verkehr zu achten) zu beachten.

Auf Verzögerungsstreifen, die durch eine Leitlinie von der durchgehenden Fahrbahn getrennt sind, darf auf Autobahnen rechts nicht schneller als auf der durchgehenden Fahrbahn gefahren werden (§ 42 Abs. 6 Nr 1 f StVO).
[Quelle]

Nach meinen Recherche-Ergebnissen gibt es 50 Euro Strafe und 2 Punkte in Flensburg für die Fehlbenutzung des Standstreifens – eigentlich viel zu wenig – bin aber nicht sicher ob das noch aktuell ist, denn die Bußgeld-Kataloge haben sich ja vor kurzem geändert.