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Linseneintopf mit Wiener Würstchen & Bauernbrot [03.02.2020]

Monday, February 3rd, 2020

Im ersten Moment nach dem Betreten des Speisesaals unseres Betriebsrestaurants war ich zwar dazu geneigt gewesen bei den mit Tomatenreis servierten Cevapcici mit Tzatziki und frischen Zwiebeln + 3 Komponenten nach Wahl aus dem Abschnitt Daily der heutigen Tageskart zuzugreifen. Und ich hatte mich auch schon in die Warteschlange an der entsprechenden Theke eingereiht, doch dann änderte ich kurzentschlossen doch noch einmal meine Meinung und schwenkte auf den Linseneintopf mit Wiener Würstchen und Bauernbrot bei Vital um. Auf dem großen Bildschirm hatte der nämlich auch recht gut ausgesehen und er war deutlich günstiger. An Penne Rigate mit Safran und Meerettichspinat aus dem Bereich Veggie hatte ich wegen meiner Meerrettich-Abneigung weniger Interesse und auch mit Knusprigen Frühlingsrollen oder Gebratenes Schweinefleisch mit Thaigemüse und Currysauce von der Asia-Wok-Theke konnte ich mich nicht so recht anfreunden. So landete als der Linseneintopf (heute mal nicht …suppeneintopf wie bei früheren Versionen wie hier oder hier) auf meinem Tablett.

Lentil stew with vienna sausages & bread / Linseneintopf mit WIener Würstchen & Bauernbrot

Was mit zuerst auffiel war die Tatsache, dass die Linsen sich am Boden des Tellers abgsetzt hatten und an der Oberfläche einfach Wasser zurückgeblieb. Das war laut meiner Erfahrung nicht normal, zumindest hatte ich das bisher noch nicht erlebt gehabt. Normalerweise bindet die aus dem Gemüse austretende Stärke den Eintopf beim kochen etwas, so dass er nicht mehr wasser-flüssig ist. Es sei denn, man hätte das Gericht nachträglich mit Wasser gestreckt – aber das wäre nur eine Vermutung. Vielleicht hatte die Thekenkraft auch einfach nur nicht umgerührt bevor sie mir das Gericht servierte. Geschmacklich war die Linsensuppe dann aber in Ordnung, nur eben etwas wässrig. Da hätte man auf der Speisekarte doch besser den “eintopf” anstatt der “suppe” weggelassen, dann hätte es besser auf die heutige Konsistenz des Gerichts gepasst. 😉 Er hätte außerdem vielleicht noch einen Tick säuerlicher sein können, so kenne ich sie zumindest von zu Hause wo man früher gern noch ein paar Tropfen Essig oder besser noch Balsamico in die ein solches Gericht tat, aber sie war auch so zumindest nicht schlecht. Die Wiener Würstchen erwiesen sich zwar als innen etwas bleich und wässrig, was auf billige Ware hinwies, aber als Fleischeinlage für die Suppe waren sie noch gut genug. Die einzige wirklich Katastrophe am Gericht war letztlich das Bauernbrot, welches genau wie beim letzten Mal im Dezember alt, abgestanden und trocken war. So konnte man es nicht essen, aber man konnte es in die Suppe bröseln und dort einweichen lassen, dann trug es zumindest zur Sättigung bei. Aber alleine ein solches Brot anzubieten halte ich schon für eine ziemlich gewagte Sache – im Nachhinein gesehen hätte ich mich echt mal beschweren sollen. Na ja, vielleicht beim nächsten Mal.
Trotz des miserablen Brots lag der Linseneintopf aber heute sehr hoch in der Gunst der anderen Gäste und lieferte sich ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala mit den Cevapcici. Es war sehr knapp, aber letztlich konnten sich dann doch die Cevapcici durchsetzen und der Linseneintopf landete somit auf einem guten zweiten Platz. Platz drei belegten die Asia-Gerichte und auf dem vierten Platz folgten die vegetarischen Penne mit Safran und Meerrettichspinat.

Mein Abschlußurteil:
Linseneintopf: +
Wiener Würstchen: +
Bauernbrot: –

Bayrischer Kartoffelsalat mit Wiener Würstchen – das Rezept

Tuesday, December 24th, 2019

Zum heutigen Heiligabend sollte es heute mal etwas ganz traditionelles geben: Kartoffelsalat mit heißen Wiener Würstchen. Damit die Hausfrau am Heiligabend nicht so viel Arbeit hatte, war es früher in vielen Familien üblich an diesem Tag nur ein einfaches Gericht wie dieses zu servieren und dann für die größere Familie am ersten Weihnachtsfeiertag etwas aufwändigeres zu servieren. Ich entschied mich also für eine bayrische Kartoffelsalat-Variante ohne Mayonaise, die ich aber noch um Essiggurken und etwas angebratenen Speck erweiterte. Dabei hatte ich mich Zwar bei der Speckmenge etwas verschätzt und etwas zu viel angebraten, aber ich habe die Menge im Rezept entsprechend angepasst. Dieses verwendete Rezept möchte ich nun mit diesem Beitrag einmal kurz in gewohnter Form vorstellen.

Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

  • 6-8 Wiener Würstchen
  • 1 kg festkochende Kartoffeln
  • 1 mittelgroße rote Zwiebel
  • 250ml Fleischbrühe (Instant)
  • 3 Esslöffel Weißweinessig
  • 4 Esslöffel Öl
  • 1 Esslöffel mittelscharfer Senf
  • 100g gewürfelten Speck
  • 4-5 Cornichons
  • 1 Bund Schnittlauch
  • etwas Salz & Pfeffer zum würzen
  • Da die Kartoffeln die ich gekauft hatte noch etwas Erde an der Schale anhaften hatten, entschied ich sie vor dem eigentlichen kochen erst mal zu waschen. Wegen der Schale wäre es wahrscheinlich egal gewesen, ob man die Kartoffeln in sauberen oder dreckigen Wasser kocht, aber mir war so wohler. 😉
    01 - Kartoffeln waschen / Wash potatoes

    Dann können wir etwas Wasser in einem Topf aufsetzen und zum kochen bringen
    02 - Wasser in Topf zum kochen bringen / Bring water to a boil

    und die Kartoffeln für 20-25 Minuten darin als Pellkartoffeln (mit Schale) kochen bis sie gar sind.
    03 - Kartoffel als Pellkartoffeln kochen / Cook potatoes with peel

    In der Zwischenzeit schälen und würfeln wir die rote Zwiebel,
    04 - Zwiebel würfeln / Dice onion

    schneiden die Cornichons in Scheiben
    05 - Cornichons in Scheiben schneiden / Cut pickles in slices

    und waschen das Schnittlauch, schütteln es trocken und schneiden es in Röllchen.
    06 - Schnittlauch in Röllchen schneiden / Cut chives in rolls

    Wenn wir nicht sicher sind ob die Kartoffeln durchgehend gegart sind, können wir am besten ein größeres Exemplar mit einer Gabel anstechen. Gleitet sie bis zur Mitte gleichmäßig hinein, ist die Kartoffel gar, stoßen wir weiter drinnen aber noch auf Widerstand, sollten wir sie noch etwas länger kochen.
    07 - Kartoffeln mit Gabel prüfen / Check potatoes with fork

    Die fertig gekochten Kartoffeln gießen wir in ein Sieb ab, schrecken sie kurz mit kaltem Wasser ab und lassen sie dann etwas abtropfen und abkühlen.
    08 - Kartoffeln abtropfen lassen / Drain potatoes

    Sind sie soweit abgekühlt, dass wir sie anfassen können ohne uns die Finger dabei zu verbrennen, können wir die Kartoffeln dann auch schälen
    09 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

    und anschließend in Scheiben schneiden.
    10 - Kartoffeln in Scheiben schneiden / Cut potatoes in slices

    In einem kleinen Topf braten wir dann unsere Speckwürfel an. Ich hatte 150g verwendet, das ist aber im Nachhinein gesehen viel zu viel. 100g oder sogar noch weniger sollten hier vollkommen ausreichen.
    11 - Speck anbraten / Fry bacon

    Zum Speck geben wir dann die gewürfelte Zwiebel,
    12 - Zwiebel hinzufügen / Add onion

    dünsten sie für einige Minuten mit an bis sie leicht glasig wird
    13 - Zwiebel andünsten / Braise onion

    und löschen schließlich alles mit der Fleischbrühe ab.
    14 - Mit Fleischbrühe ablösche / Deglaze with meat broth

    Nun addieren wir 3 Esslöffel Weißweinessig, 4 Esslöffel Öl
    15 - Weißweinessig & Öl hinzufügen / Add white wine vinegar & oil

    sowie einen Esslöffel mittelscharfen Senf,
    16 - Senf addieren / Add mustard

    verrühren dann alles gründlich miteinander und lassen es dabei kurz aufkochen.
    17 - Verrühren & köcheln lassen / Stir & let simmer

    Anschließend lassen wir alles für 4-5 Minuten vor sich hin köcheln, schmecken es dabei noch einmal mit Salz und Pfeffer ab und nehmen es dann vom Herd.
    18 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste with salt & pepper

    Im Topf in dem wir zuvor die Kartoffeln gekocht haben erhitzen wir außerdem etwas Wasser, lassen es aber nicht kochen.
    19 - Wasser erwärmen aber nicht kochen / Heat but do not cook water

    Kartoffel- und Cornichon-Scheiben geben wir nun in eine größere Schüssel,
    20 - Kartoffeln & Essiggurken in Schüssel geben / Put potatoes & pickles in bowl

    gießen die noch warme Brühe mit Speck und Zwiebel darüber
    21 - Brühe eingießen / Add broth

    und vermischen alles gründlich miteinander, um es anschließend für ca. 15 Minuten durchziehen zu lassen.
    22 - Gründlich verrühren / Mix well

    Während der Kartoffelsalat durchzieht, geben wir die Wiener Würstchen in das heiße Wasser und lassen sie heiß werden. Das Wasser sollte aber nicht kochen, da sonst die Würstchen leicht platzen können.
    23 - Würstchen garen / Simmer sausages

    Jetzt brauchen wir nur das Schnittlauch in die Schüssel zu geben,
    24 - Schnittlauch addieren / Add chives

    es gründlich mit dem restlichen Inhalt vermischen
    25 - Schnittlauch unterheben / Stir in chives

    und alles noch einmal mit Salz und Pfeffer abzuschmecken,
    26 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste with salt & pepper

    dann können wir den noch warmen Kartoffelsalat mit den heißen Wiener Würstchen servieren und genießen.
    27 - Potato salad with vienna sausages - Served / Kartoffelsalat mit Wiener Würstchen - Serviert

    Einfach und doch sehr lecker kann ich da nur sagen. Der leicht säuerlich angemachte und mit Speck, Cornichons und Schnittlauch verfeinerte Kartoffelsalat war allein schon eine sehr gelungene Komposition wie ich fand – nur etwas weniger Speck hätte es, wie bereits erwähnt, auch getan. Vor allem weil ja noch die weiteres Fleisch in Form der heißen Wiener Würstchen gemeinsam mit dem Salat serviert wurden. Ich persönlich ziehe diese süddeutsche und leichtere Variante des Kartoffelsalats inzwischen der schweren Variante mit Mayonaise, wie ich sie aus meiner alten Heimat im Norden Deutschlands kannte, vor. Allerdings sollte ich bei meinem nächsten Kartoffelsalat die Kartoffelscheiben noch mal etwas kleiner schneiden, denn so wie ich sie hier serviert hatte waren sie nicht ganz mundgerecht. Aber ich bin halt nicht so der erfahrene Salatmacher, aber ich lerne natürlich immer wieder dazu. 😉

    28 - Potato salad with vienna sausages - Side view / Kartoffelsalat mit Wiener Würstchen - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Linsensuppeneintopf mit Puten-Wiener & Bauernbrot [17.12.2019]

    Tuesday, December 17th, 2019

    Heute stand mal wieder die berühmt-berüchtigte Currywurst mit Curryketchup + 3 Beilagen im Abschnitt Daily auf der Tageskarte unseres Betriebsrestaurants und ich war auch zuerst geneigt hier zuzugreifen, auch wenn ich den Preis von 6,30 Euro weiterhin für übertrieben halte. Doch als ich mir die anderen Speisen am großen Bildschirm am Eingang ansah, fiel mir auch sofort der Linsensuppeneintopf mit Puten-Wiener und Bauernbrot bei Daily ins Auge, den ich schon als günstigere Alternative auserkoren hatte und der wirklich nicht schlecht aussah. Die Penne mit Blattspinat und Meerrettich bei Veggie wären auf jeden Fall nichts für mich gewesen, da ich ja keinen Merrettich mag. Die Gebratenen Mie-Nudeln mit Thaigemüse oder der Gebackene Seelachs mit Thaigemüse in Massamansauce von der Asia-Wok-Theke wären vielleicht auch noch gegangen. Kurz stand ich in der Schlange für die Currywurst, doch dann besann ich mich doch eines besseren und wählte den deutlich kalorienärmeren Linseneintopf.

    Lentil stew with turkey sausages & farmers bread / Linsensuppeneintopf mit Putenwienern & Bauernbrot

    Das Bauernbrot erwies sich heute leider als eine kleine Katastrophe, denn es war an der frischen Luft trocken und hart geworden, so dass fast nur noch mit viel Eintopf garniert genießen konnte, wenn überhaupt. Der Linseneintopf selbst erwies sich aber als sehr gut gelungen und war mit reichliche Suppengrün in Form von Lauch, Möhren und Sellerie sowie einigen Kartoffelstückchen verfeinert. Persönlich hätte ich ihn vielleicht noch einen winzigen Deut säuerlicher gemacht, vielleicht mit einem Schuss Essig, aber das ist natürlich Geschmackssache. Und auch an den Putenwienern gab es aus meiner Sicht nichts auszusetzen, sie eigneten sich wunderbar als Fleischeinlage für den Eintopf. Für die kalte Jahreszeit genau das richtige – schade dass das Bauernbrot den Genuss etwas gemindert hat.
    Wie nicht anders erwartet lag die Currywurst heute auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala natürlich ganz vorne und konnte sich unangefochten den ersten Platz sichern. Danach kam lange nichts bevor sich schließlich der Linsensuppeneintopf auf Platz zwei einfand. Die Asia-Gerichte sah ich auf dem dritten Platz und die vegetarischen Penne mit Blattspinat und Kren schließlich auf Platz vier.

    Mein Abschlußurteil:
    Linsensuppeneintopf: ++
    Puten-Wiener: ++
    Bauernbrot: –

    Erbsensuppe mit Putenwiener [26.11.2019]

    Tuesday, November 26th, 2019

    Als ich einen Blick auf die Tageskarte unsere Betriebsrestaurants warf, war es gleich mein erster Gedanke die Erbsensuppe mit Putenwiener und Bauernbrot aus dem Abschnitt Vital wohl das richtige für mich sei. Obwohl die Spinat Riccotalasagne mit Bechamel und Tomatensoße gratiniert bei Veggie auch nicht schlecht klang und auch das Rinderhacksteak mit Tomate und Speck + 3 Beilagen bei Daily, das mit BBQ-Sauce und Country Potatoes serviert wurde, ebenfalls seinen gewissen Reiz besaß. Zumal ich nichts gefrühstückt hatte. Selbst mit den Gebratenen Mie-Nudeln oder dem Gebratenen Tintenfisch mit Thaigemüse in Austernsoße von der Asia-Thai-Theke hätte ich leben können. Als ich den zuerst gewählte Erbsensuppe aber auf dem großen Bildschirm am Eingang sah war ich zuerst etwas enttäuscht, den sie sah sehr dünn aus, nicht mit ganzen Erbsen wie ich es mit gewünscht hätte – deswegen hieß es aber wahrscheinlich auch nur “suppe” und nicht “suppeneintopf” – außerdem hatte man das Bauernbrot durch schnöde Brötchen ersetzt. Dabei hatte ich mich auf frisches Bauernbrot mit knuspriger Kruste gefreut. Daher reihte ich mich zuerst in die kleine Schlange vor der Rinderhacksteak-Theke ein, doch was ich dort sah begeisterte mich auch nicht sonderlich, vor allem die Country Potatoes sahen etwas zu knusprig aus. So kam es dazu dass ich mich doch noch einmal umentschied und mich in die kurze Schlange vor der anderen Theke einreihte, wo ich mir nun doch eine Portion der Erbsensuppe holte – natürlich mit Brötchen.

    Pea soup with turkey wiener / Erbsensuppe mit Putenwiener

    Obwohl die Brötchen offen in einem Korb an der Theke gelegen hatten, erwies es sich als wunderbar frisch und sehr knusprig, was sie als Ersatz für das Bauernbrot schon mal besser machte als ich vermutet hatte. Und auch die Suppe, in der leider nur einige Kartoffelwürfel den Angriff des Purierstabs überlebt hatten, erwies sich als durchaus schmackhaft. Wenn ich so etwas koche und dann püriere, entnehme ich immer einige feste Bestandteile und lege sie bei Seite bevor ich mit dem Pürierstab hinein gehe. Dann kann ich sie hinterher wieder hinzufügen und die Suppe bzw. der Eintopf hat etwas mehr Biss. Darauf hatte man hier leider verzichtet – dass noch einige größere Kartoffelstücke darin zu finden war, war wohl eher Zufall. Geschmacklich war sie wie gesagt in Ordnung, auch wenn ich persönlich sie noch etwas kräftiger gewürzt hätte. Vielleicht mit etwas Liebstöckel, dem berühmten Maggi-Kraut. Oder eben Maggi selbst. 😉 Leider gab es letzteres nicht am Tisch, nur das übliche Salz und Pfeffer, aber das half hier wenig. Die Putenwiener erwiesen sich zwar als leicht wässerig, bildeten aber dennoch eine willkommene Fleischeinlage in der Suppe. Insgesamt also besser als ich erwartet hatte, aber dennoch noch verbesserungswürdig. Wobei ich meinen Geschmack natürlich nicht als Maß aller Dinge sehen sollte, vielleicht mag es das Gros der Gäste ja doch lieber mild?!
    Wie dem auch sei: Auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala spielte die Erbsensuppe nur eine untergeordnete Rolle. Den ersten Platz belegte natürlich das Rinderhacksteak, gefolgt von der Spinat-Ricotta-Lasagne aus Platz zwei, die ich meinte noch ein klein wenig häufiger gesehen zu haben als die Erbsensuppe, die somit nur den dritten Platz belegte. Die Asia-Gerichte erreichten somit nur einen guten dritten Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Erbsensuppe: ++
    Putenwiener: +
    Brötchen: ++

    Berliner Kartoffelsuppe mit Rindfleisch & Würstchen – das Rezept

    Saturday, October 26th, 2019

    Dieses Wochenende hatte ich mich dazu entschlossen, mal eine Berliner Kartoffelsuppe mit Rindfleisch & Würstchen zuzubereiten. Aber gleich zu Beginn sei erwähnt, dass das Rezept das ich heute vorstellen möchte etwas zeitaufwändiger in der Herstellung ist, denn es beinhaltet auch die Herstellung einer eigenen Rinderbrühe, was nun mal etwas länger dauert. Hinzu kommt die ganze Schnippel-Arbeit, die auch ihre Zeit in Anspruch nimmt. Aber das Ergebnis lohnt den Aufwand allemal, denn diese Kartoffelsuppen-Variante erwies sich als wahrlich eine geschmackliche Offenbarung. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das zugehörige Rezept hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

    Was benötigen wir also für 4-5 Portionen?

    Für die Rinderbrühe

    500g Suppenfleisch vom Rind
    01 - Zutat Suppenfleisch vom Rind / Ingredient boiling meat from beef

    1 Bund Suppengrün
    02 - Zutat Suppengrün / Ingredient soup greens

    1 mittelgroße Zwiebel
    03 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

    6-7 Piment, 2-3 Lorbeerblätter, 1 Esslöffel Pfefferkörner
    04 - Zutat Piment, Lorbeerblätter & Pfefferkörner / Ingredient allspice, bay leafs & pepper corns

    sowie 2 Esslöffel Salz
    und 2 Liter Wasser

    Für die Kartoffelsuppe

    2 Möhren
    05 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

    1000g Kartoffeln – mehlig kochend
    06 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

    1 große Zwiebel
    07 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

    1 mittelgroße Stange Lauch
    08 - Zutat Lauch / Ingredient leek

    300g Knollensellerie
    09 - Zutat Knollensellerie / Ingredient celeriac

    200g Petersilienwurz
    10 - Zutat Petersilienwurz / Ingredient parsley root

    150g Schinkenspeck
    11 - Zutat Schinkenspeck / Ingredient bacon

    2 Lorbeerblätter
    12 - Zutat Lorbeerblätter / Ingredient bay leafs

    1 gehäufter Teelöffel Majoran
    13 - Zutat Majoran / Ingredient majoram

    1 Teelöffel Kümmel
    14 - Zutat Kümmel / Ingredient caraway seeds

    4 Wiener Würstchen
    15 - Zutat Wiener Würstchen / Ingredient sausages

    sowie etwas Öl zum braten
    und etwas Salz & Pfeffer zum würzen, evtl. Liebstöckel

    Beginnen wir damit die Rinderbrühe aufzusetzen, denn dies nimmt wohl die meiste Zeit in Anspruch. Dazu schälen wir die Möhren aus dem Suppengrün,
    16 - Möhren aus Suppengrün schälen Peel carrots from soup greens

    zerkleinern sie grob,
    17 - Möhren grob zerkleinern / Chop carrots

    schälen und zerkleinern auch den Knollensellerie aus dem Suppengrün grob,
    18 - Knollensellerie aus Suppengrün schälen grob zerkleinern / Chop celeriac from soup green

    hacken die Petersilie grob
    19 - Peterilie grob hacken / Hackle parsley

    und halbieren die ungeschälte Zwiebel.
    20 - Zwiebel halbieren / Half onion

    Dann waschen wir das Rindfleisch unter fleißenden Wasser,
    21 - Rindfleisch abspülen / Wash beef

    legen es in einen Topf
    22 - Rindfleisch in Topf legen / Put beef in pot

    und füllen diesen mit 2 Litern Wasser auf.
    23 - Mit Wasser aufgießen / Pour on water

    Während wir das Wasser nun erhitzen, salzen wir es mit 2 gestrichenen Esslöffeln Salz,
    24 - Waser salzen / Salt water

    legen die halbierte Zwiebel hinein, die mit ihrer Schale später auch zur Färbung beiträgt,
    25 - Halbierte Zwiebel in Topf geben / Put onion in pot

    und bringen es geschlossen zum kochen.
    26 - Wasser zum kochen bringen / Bring water to a boil

    Sobald das Wasser kocht, steigt etwas geronnenes Eiweiß in Form von Schaum auf, das wir soweit möglich abschöpfen.
    27 - Eiweiß abschöpfen / Skim protein

    Nachdem das Fleisch etwa eine halbe Stunde geköchelt hat, geben wir auch das zerkleinerte Suppengrün
    28 - Suppengrün in Topf geben / Add soup greens

    sowie die Pimentkörner, Lorbeerblätter und Pfefferkörner in in den Topf
    29 - Lorbeerblätter, Piment & Pfefferkörner addieren / Add bay leafs, allspice & pepper corns

    und lassen es für weitere eineinhalb Stunden auf leicht reduzierter Stufe bei aufgelegten Deckel vor sich hin köcheln.
    30 - Weiter geschlossen köcheln lassen / Continue simmer closed

    Die letzte halbe Stunde können wir es dann auch offen köcheln lassen, damit sich die Flüssigkeit etwas reduziert und den Geschmack sich intensiviert.
    31 - Offen reduzieren lassen / Let reduce open

    In der Zwischenzeit bereiten wir die restlichen Zutaten für unsere Kartoffelsuppe vor. Dazu schälen wir die Möhren
    32 - Möhren schälen / Peel carrots

    und würfeln sie,
    33 - Möhren würfeln / Dice carrots

    schälen und zerkleinern die Zwiebel,
    34 - Zwiebel zerkleinern / Mince onion

    waschen den Lauch, schneiden ihn in Ringe
    35 - Lauch in Ringe schneiden / Cut leek in rings

    und halbieren anschließend die Ringe noch einmal,
    36 - Lauchringe halbieren / Half leek rings

    schälen und würfeln die Knollensellerie,
    37 - Knollensellerie zerkleinern / Dice celeriac

    schälen und würfeln die Petersilienwurzel
    38 - Petersilienwurzel zerkleinern / Hackle parsley root

    und würfeln den Schinkenspeck.
    39 - Speck würfeln / Dice bacon

    Außerdem schälen wir die Kartoffeln
    40 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

    und schneiden sie ebenfalls in etwas größere Würfel von 1,5 – 2 cm Kantenlänge.
    41 -  Kartoffeln würfeln / Dice potatoes

    Inzwischen dürfte sich dann auch die Rinderbrühe deutlich reduziert haben, so dass wir die Herdplatte ausstellen und die Brühe etwas abkühlen lassen können.
    42 - Rinderbrühe reduziert / Reduced beef broth

    In einem größeren Topf erhitzen nun 2-3 Esslöffel Öl,
    43 - Öl in großen Topf erhitzen / Heat up oil in large pot

    geben den gewürfelten Schinkenspeck hinein
    44 - Schinkenwürfeln in Topf geben / Add bacon dices

    und braten ihn rundherum an.
    45 - Schinkenwürfel anbraten / Fry bacon dices

    Dann geben wir Knollensellerie, Möhrenwürfel,
    46 - Knollensellerie & Möhren in Topf geben / Put celeriac & carrots in pot

    Lauch, Petersilienwurzel,
    47 - Lauch & Petersilienwurz hinzufügen / Add leek & parsley root

    die Kartoffelwürfel
    48 - Kartoffeln addieren / Add potatoes

    sowie die zerkleinerte Zwiebel in den Topf
    49 - Zwiebel dazu geben / Add onion

    und dünsten alles für ca. 10 Minuten bei gelegentlichem umrühren an.
    50 - Gemüse andünsten / Braise vegetables

    Währenddessen entnehmen wir dann auch das Rindfleisch aus der Brühe, legen es bei Seite
    51 - Rindfleisch bei Seite legen / Put beef aside

    und entfernen dann auch das Gemüse, für das wir keine weitere Verwendung haben und es später entsorgen können.
    52 - Gemüse aus Rinderbrühe entfernen / Remove vegetables from beef broth

    Schließlich streuen wir auch Majoran und Kümmel in unsere Gemüsemischung im Topf, dünsten sie ebenfalls kurz mit an
    53 - Majoran & Kümmel einstreuen / Intersperse majoram & caraway

    und füllen den Topf dann mit unserer Rinderbrühe auf, so dass das Gemüse knapp bedeckt ist. Bei mir reichte die verbliebene Menge zufälligerweise genau aus.
    54 - Mit Rinderbrühe auffüllen / Fill up with beef broth

    Nachdem wir dann die beiden Lorbeerblätter dazu gegeben haben
    55 - Lorbeerblätter hinzufügen / Add bay leafs

    lassen wir alles geschlossen für 40 Minuten auf reduzierter Stufe und bei gelegentlichem rühren vor sich hin köcheln.
    56 - Geschlossen köcheln lassen / Simmer closed

    Diese Zeit können wir nutzen, um das Rindfleisch in mundgerechte Würfel
    57 - Rindfleisch würfeln / Dice beef

    sowie die Wiener Würstchen in Scheiben zu schneiden.
    58 - Würstchen in Scheiben schneiden / Cut sausages in slices

    Die Würstchen-Scheiben legen wir mit den Schnittkanten in eine mit Öl ausgepinselte Pfanne
    59 - Würstchenscheiben in Pfanne anbraten / Fry sausage slices in pan

    und braten sie von beiden Seiten goldbraun an.
    64 - Würstchen beidseitig anbraten / Fry sausage slices from both sides

    Nachdem wir etwas Gemüse auf dem Topf entnommen und bei Seite gestellt haben,
    60 - Etwas Gemüse entnehmen / Extract some vegetables

    zerkleinern wir den Topfinhalt ein wenig mit dem Kartoffelstampfer.
    61 - Eintopf mit Kartoffelstampfer zerkleinern / Mince with potato masher

    Wem das nicht fein genug ist, kann natürlich auch gerne den Pürierstab zur Hilfe nehmen. Ich hatte zuerst etwas gezögert, weil es mir Schade um die Speckwürfel war – aber letztlich fand ich die Konsistenz nach dem pürieren doch besser.
    62 - Topfinhalt mit Pürierstab zerkleinern / Mince content with blender

    Nun geben wir das zuvor entnommene Gemüse wieder hinzu,
    63 - Gemüse zurück in Suppe / Put vegetables back in soup-geben

    addieren das gewürfelte Rindfleisch
    65 - Rindfleisch in Suppe geben / Put beef in pot

    sowie die angebratenen Wurstscheiben
    66 - Würstchenscheiben addieren / Add sausage slices

    verrühren alles gründlich, lassen es heiß werden
    67 - Verrühren & heiß werden lassen / Stir & let get hot

    und schmecken es final noch einmal mit Salz, Pfeffer und evtl. etwas Liebstöckel ab.
    68 - Mit Gewürzen abschmecken / Taste with seasonings

    Anschließend können wir das fertige Gericht, vielleicht garniert mit etwas frischer Petersilie, auch schon servieren und genießen.
    69 - Berlin potato soup with beef & sausages - Served / Berliner Kartoffelsuppe mit Rind & Würstchen - Serviert

    Ich bekenne mich dazu, dass ich gerne mal zu Instant-Brühen greife – aber meist aus Zeitgründen, denn es geht doch wirklich nichts über eine selbst hergestellten Sud wie die Rinderbrühe die ich heute zubereitet habe. Sie dann noch in einer leckeren Kartoffelsuppe nach Berliner Art zu verwenden und darin auch gleich noch das Rindfleisch zu verwerten, dass ich in der Brühe zuvor über mehrere Stunden butterweich gegart hatte, rundete das heutige Kochexperiment sozusagen sehr gelungen ab. Die Kartoffelsuppe selbst mit reichlich Wurzelgemüse, wie Knollensellerie, Möhren und Petersilienwurzel sowie natürlich einer nicht unbeträchtlichen Menge an Kartoffeln, einer fein abgestimmten Menge an Gewürzen und natürlich vor allem der selbst hergestellten Rinderbrühe erwies sich ebenfalls als mehr als gelungen. Wir bei Eintöpfen und Suppen üblich wird sie morgen wahrscheinlich noch einmal besser schmecken, denn diese gewinnen noch einmal an Geschmack wenn sie richtig durchgezogen sind, aber auch schon jetzt in der frisch zubereiteten Variante hätte mich wahrlich hinein knien können, so lecker hat sie geschmeckt. Nichts gegen die Hessische Kartoffelsuppe nach dem Rezept meiner Mutter, die immer zu meinen Favoriten zählen wird, aber das zusätzliche Rindfleisch hat auch seinen gewissen Reiz, soviel steht fest. Außerdem sind Eintöpfe und Suppen geradezu prädestiniert für die aktuelle kalte Jahreszeit. Daher war das bestimmt nicht das letzte Gericht dieser Art, dass bis zur Rückkehr des Sommers in meiner Küche entstanden ist. 😉

    70 - Berlin potato soup with beef & sausages - Side view / Berliner Kartoffelsuppe mit Rind & Würstchen - Seitenansicht

    71 - Berlin potato soup with beef & sausages / Berliner Kartoffelsuppe mit Rind & Würstchen - CloseUp

    Guten Appetit

    Erbseneintopf mit Würstchen & Bauernbrot [18.02.2019]

    Monday, February 18th, 2019

    Zwar sah die Hähnchenbrust in der Knusperpanade mit würziger BBQ Sauce und Countrypotatoes aus dem Abschnitt Globetrotter der Tageskarte unseres Betriebsrestaurants heute wirklich verlockend aus, aber mir lag der Appetit nach etwas leichterer Kost. Allerdings sollte schon etwas Fleisch dabei sein, weswegen ich mich auch mit dem Curryreis mit Zucchini-Karottenragout bei Vitality nicht so recht anfreunden konnte. Blieben also noch der Erbseneintopf mit Würstchen und Bauernbrot bei Tradition der Region bzw. die Gebackene Frühlingsrollen und/oder Gebratenes Putenfleisch mit Gemüse und gelben Thaicurry von der Asia-Wok-Theke. Nach kurzem Abwägen fiel meine Wahl schließlich auf den Erbseneintopf.

    Pea stew with vienna sausages & farmhouse bread / Erbseneintopf mit Würstchen & Bauernbrot

    Scheinbar hatte man, abgesehen von einigen Kartoffelwürfeln, alles durch den Mixer gejagt oder mit dem Pürierstab bearbeitet, denn von den Erbsen waren fast nur noch Bruchstücke im Eintopf zu finden. Das schmälerte den ansonsten sehr gelungenen Geschmack zwar nicht, aber ich habe in einem Eintopf, gerade mit Hülsenfrüchten wie Erbsen, doch gerne noch etwas mehr Biss. Neben Erbsen und Kartoffeln konnte ich noch Lauch und Zwiebeln im Eintopf identifizieren, aber die dominante Geschmackskomponente bildeten eindeutig die Erbsen, so wie es sein sollte. Gemeinsam mit dem Paar leicht wässeriger Wiener Würstchen, die ich mir vor dem Verzehr natürlich in mundgerechte Stücke schnitt, sowie der angenehm großen Scheibe frischen und an der Kruste sogar noch einigermaßen knusprigen Bauernbrotes ein recht gelungenes Mittagsgericht. Ich bereute meine Entscheidung nicht, ich hatte ja aufgrund des Bildes auf dem Monitor am Eingang gewusst auf was ich mich einließ.
    Beim Rennen um Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala war der Erbseneintopf auch ganz vorne mit dabei, konnte sich aber letztlich nicht ganz gegen die Hähnchenbrust in Knusperpanade durchsetzen, womit er auf einem guten zweiten Platz landete. Auf dem dritten Platz sah ich die Asia-Gerichte und auf Platz vier folgte schließlich das vegetarische Zucchini-Karottenragout auf Curryreis.

    Mein Abschlußurteil:
    Erbseneintopf: ++
    Würstchen: +
    Bauernbrot: ++

    Kartoffelsuppeneintopf mit Wiener Würstchen & Bauernbrot [30.01.2019]

    Wednesday, January 30th, 2019

    Mein erster Blick galt heute natürlich der Pulled Duck – Gezupftes Entenfleisch im Briochesemmel mit Rotkrautsalat und Pommes Frites, die man am Abschnitt Globetrotter auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants anbot. Etwas ähnliches hatte man hier oder hier schon mal angeboten und meine Bewertungen waren immer recht gut gewesen – aber ich habe aktuell einfach keinen Appetit auf Fritten. Habe mich wahrscheinlich daran überfressen. Gut, ich hätte den Burger auch einzeln ohne Pommes nehmen können, aber ich bin eher ein Freund kompletter Gerichte und die Alternativen schienen mir gar nicht mal so übel. Gut, auf die Asia-Wok-Gerichte wie Gebratene Mie- Nudeln mit frischem Gemüse in süß-saurer Sauce oder Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce hatte ich nicht so großen Appetit, aber sowohl der Kartoffelsuppeneintopf mit Wiener Würstchen und Bauernbrot bei Tradition der Region als auch das Gebackener Hoki auf KartoffelBohnenpfanne bei Vitality erschienen mir durchaus Alternativen zu sein. Da beide Gerichte an der selben Theke ausgegeben wurde, überlegte ich bis zur letzten Sekunde bevor ich an der Reihe war, bei welchem der Gerichte ich zugreifen sollte. Letztlich fiel meine Wahl auf den Kartoffeleintopf, der schien mir besser zum aktuellen Winterwetter zu passen.

    Potato stew with vienna sausages / Kartoffelsuppeneintopf mit Wiener Würstchen

    Dieses Mal hatte ich sogar an Messer und Gabel gedacht, die notwendig waren um die beiden leider leicht wässrig wirkenden, aber dennoch schmackhaften Wiener Würstchen in mundgerechte Stücke zu zerteilen. Mit dem Löffel läuft man dabei zu sehr Gefahr, sich einzusauen – darauf kann ich verständlicherweise gut verzichten. 😉 Der Eintopf selbst war sehr gelungen mit zahlreichen Kräutern schmackhaft gewürzt und bestand neben den offensichtlichen Kartoffeln auch aus Möhren, Zwiebeln und etwas Lauch. Positiv fiel mir dabei auf, dass man nicht einfach den kompletten Eintopf püriert hatte, sondern einen Teil der Kartoffelwürfel entfernt und nach dem pürieren wieder hinzugefügt hatte – oder separat gekocht, ich habe dem Koch ja nicht über die Schulter schauen können. Sie gaben dem Eintopf auf jeden Fall zusätzlich Biss, was ich überaus positiv bewertete. Dazu gab es schließlich noch, als zusätzliche Sättigungsbeilage, eine Scheibe einigermaßen frischen Bauernbrots. Man merkte ihm an, dass es einige Zeit an der frischen Luft verbracht hatte, weswegen die Schnittfläche auf der Oberfläche leicht trocken wirkte, aber die Kruste war noch recht knusprig und man merkte ihm an, dass es sich hier nicht um allzu altes Brot handelte. Wäre aus meiner Sicht für die Sättigung nicht unbedingt nötig gewesen, aber schadete auch nicht. Vor allem konnte man es nutzen, um auch die letzten Reste des wirklich leckeren Eintopfs aus dem Teller zu wischen. Ich war mit meiner Entscheidung sehr zufrieden, auch wenn ich damit bereits zum dritten Mal zu Hausmannskost gegriffen hatte. Mal schauen war es morgen gibt, ich sollte mir da vielleicht mal etwas Abwechslung verschaffen.
    Beim Gros der anderen Gäste sah ich, und das war auch nicht anders zu erwarten gewesen, natürlich den Pulled Duck Burger mit Fritten auf den Tabletts, was diesem Gericht unangefochten den ersten Platz auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala bescherte. Auf dem zweiten Platz sah ich den Kartoffelsuppeneintopf, aber nur mit einem hauchdünnen Vorsprung vor den ebenfalls gern genommenen Asia-Gerichten. Somit verbleibt nur ein vierter Platz, wenn auch ein äußerst guter, für den Hoki mit Kartoffel-Bohnenpfanne. Ich persönlich finde Hoki ja inzwischen nicht mehr ganz so gut, da es deutlich geschmacksintensivere Fischsorten gibt, aber wenn er gut zubereitet ist, würde ich natürlich jederzeit wieder zugreifen.

    Mein Abschlußurteil:
    Kartoffelsuppeneintopf: ++
    Wiener Würstchen: +
    Bauernbrot: ++

    Linsensuppeneintopf mit Wiener Würstchen [11.01.2018]

    Monday, January 14th, 2019

    Zugegebenermaßen sah die Jungbullen-Leber Berliner Art mit Apfelscheibe, Röstzwiebeln und Püree, die sich heute als Zusatzangebot auf die Speisekarte unseres Betriebsrestaurants geschlichen hatte wirklich gut aus, aber leider bin ich kein Freund von Leber, da ich das Fleisch seit Urzeiten als extrem trocken in Erinnerung habe. Daher sah ich mich nach etwas anderem um. Der Schaschlikspieß vom Schwein mit hausgemachter BBQ-Sauce und Pommes Frites aus dem Abschnitt Globetrotter wäre zum Beispiel eine gute Alternative gewesen, während die Penne all Peperoni bei Vitality weniger ansprachen. Mit Gebackene Frühlingsrollen oder Gebratenes Schweinefleisch mit Gemüse in Austernsauce von der Asia-Wok-Theke hätte ich vielleicht ebenfalls noch leben können, doch am meisten stand mir der Appetit dann doch nach dem Linsensuppeneintopf mit Wiener Würstchen und Semmel, wie er im Abschnitt Tradition der Region auf der Speisekarte stand. Bei kaltem Wetter ist so ein wärmender Linseneintop einfach ideal.

    Lentil stew with sausages & bun / Linsensuppeneintopf mit Würstchen & Semmel

    Hätte ein Fläschchen mit Maggi oder auch nur etwas Balsamico-Essig am Tisch geständen, hätte ich mir wohl ein paar Tropfen in die Zubereitung gerührt, denn obwohl der Eintopf mit Linsen, Kartoffelwürfeln, Möhren, Zwiebeln und etwas Lauch insgesamt geschmacklich durchaus in Ordnung war, fehlte ihm die leicht säuerliche Essignote, die ja gerade einen Linseneintopf – zumindest meiner Meinung nach – erst zum richtigen Linseneintopf macht. So erwies er sich geschmacklich als deutlich langweiliger als ich erwartet hatte, auch wenn er dabei nicht wirklich schlecht war. Gemeinsam mit der knusprig-frischen Semmel und den beiden nur leicht wässerigen Wiener Würstchen ein wärmendes und vor allem sättigendes Mittagsgericht, dem eben nur das i-Tüfelchen Essig zur Perfektion fehlte. Im Nachhinein gesehen hätte ich natürlich auch einfach zur Salattheke gehen können und mir dort etwas Balsamico-Dressing holen können, aber leider kam mir die Idee erst als der Teller bereits fast leer war. 😉
    Um Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala des heutigen Tages lagen mit der Lebern, dem Schaschlikspieß und dem Eintopf gleich drei Gerichte in der vorderen Gruppe und hatten eine Chance den Spitzenplatz zu belegen. Nach genauerem Hinsehen sah ich letztlich die Leber auf Platz eins, aber nur mit einem hauchdünnen Vorsprung vor dem Linseneintopf, der somit auf dem zweiten Platz landete. Der Schaschlikspieß mit Fritten, den ich eigentlich aufgrund der Sättigungsbeilage als Favorit gesehen hatte, belegte nur den dritte Platz. Auf Platz vier folgten die Asia-Gerichte und den fünften Platz nahmen die Penne al Peperoni ein.

    Mein Abschlußurteil:
    Linsensuppeneintopf: +
    Wiener Würstchen: ++
    Semmel: ++