Hirschgulasch mit Maronen & Spätzle [04.12.2017]

Zum Beginn der neuen Woche bot man in unserem Betriebsrestaurant gleich mal etwas besonderes an, denn Hirschgulasch mit Maronen und Spätzle wie heute im Abschnitt Globetrotter steht wirklich nicht häufig auf der Speisekarte. Dagegen kamen, zumindest aus meiner Sicht, weder das Putenschnitzel “Zigeuner Art” mit Kroketten bei Tradition der Region noch die Asia-Thai-Angebote wie Gebackene Frühlingsröllchen oder Gang Gai Ma – Putenstreifen mit Gemüse in roter Kokosnusssauce an. Die Safrannudeln mit Meerrettichspinat bei Vitality nahm ich gar nicht in die Menge der Speisen aus denen ich auswählen könnte, denn ich mag nun mal keinen Meerrettich. So griff ich also zum Hirschgulasch und ergänzte diesen durch etwas Rosenkohl aus dem heutigen Angebot der Gemüsetheke.

Venison goulash with sweet chestnuts & spaetzle / Hirschgulasch mit Maronen & Spätzle

Der Hirschgulasch war heute wirklich gut gelungen, denn bis auf ein einziges etwas durchwachsenes Stück erwies sich das zahlreich darin befindliche Hirschfleisch als angenehm mager, zart und saftig. Und auch bei den Maronen hatte man nicht gespart, außerdem erwiesen sie sich als angenehm nussig und passten wunderbar zum Hirsch. Natürlich durfte auch ein Klecks Preiselbeergelee nicht auf dem Teller fehlen, das ist bei Wildgerichten ja schon fast Standard. Leider war mir dieser aber schon fast zu süß, was den Genuss aber nicht wirklich minderte. Dazu noch die Spätzle bzw. Knöpfle als Sättigungsbeilage und fertig war eine überaus leckere Mittagsmahlzeit. Nur Gemüse war wie meistens in der Darreichung nicht inkludiert, weswegen ich mir ja zusätzlich noch ein Schälchen mit Rosenkohl geholt hatte. Ich finde Rosenkohl passt wunderbar zu Wildgerichten alles Art und auch hier war das nicht anders, zumal sich die mit etwas Zwiebeln angemachten Röschen als angenehm knackig und nicht zu zerkocht erwiesen. Da sehe ich auch gerne mal darüber hinweg, dass sie bereits leicht abgekühlt waren. Insgesamt also eine gute Wahl, ich war auf jeden Fall überaus zufrieden.
Bei den anderen Gästen erfreute sich heute aber das Putensteak der größten Beliebtheit und konnte den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich sichern. Aber der Hirschgulasch erreichte noch einen guten zweiten Platz, gefolgt von den Asia-Gerichten auf Platz drei und den Safrannudeln mit Meerrettichspinat schließlich auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Hirschgulasch: ++
Preiselbeergelee: +
Spätzle: ++
Rosenkohl: ++

Hirschrückensteak mit Rotweinjus, Schmorwirsing & Macairekartoffeln [23.11.2016]

Gestern hatte ich einen Tag Urlaub, da ich zu Hause zu tun hatte. Zum Glück hatte ich noch Reste von meinem Tomatenrahmschnitzel im Kühlschrank gehabt, so dass ich nicht Hungern musste. Doch leider hatte ich so auch den ersten Tag der Wildgerichte-Woche in unserem Betriebsrestaurant verpasst. Doch zum Glück ging diese heute weiter und mit einem Hirschrückensteak, frisch vom Grill, dazu krätige Rotweinjus, geschmorter Wirsing und Macairekartoffeln fand sich im Abschnitt Tradition der Region auch gleich ein interessantes Gericht, das allerdings mit seinem bereits reduzierten Preis von 6,50 Euro (13 Euro für Nicht-Betriebsangehörige) auch recht kostspielig war. Hinzu kam dass mit einem Rotbarschfilet mit Linsengemüse und Kartoffeln im Abschnitt Vitality auch ein Fischgericht zu finden war, das mein Interesse erweckte, um mehr als die Hälfte billiger war und meines Wissens so noch nicht angeboten worden war. Und das Zusatzangebot in Form einer Spätzlepfanne mit Mini-Fleischpflanzerl und Gemüse ebenfalls recht verlockend aussah. Das Putensteak “Picatta Milanese” mit Tomatensugo und Butternudeln bei Globetrotter oder die Asia-Thai-Angebote wie Gebratene Mienudeln mit verschiedenen Asiagemüse in Hoi Sin Sauce und Nua Pad King – Rindfleisch gebraten mit Frühlingszwiebeln, Bambus und Ingwer kamen nicht in die nähere Auswahl. Letztlich fiel meine Wahl dann aber doch auf das kostspielige, aber überaus verlockende Hirschrückensteak. Mehr brauchte ich aber dann heute auch nicht.

Venison steak with red wine sauce, savoy & Macaire potatoes / Hirschrückensteak mit Rotweinjus, Schmorwirsing & Macairekartoffeln

Und ich konnte mich glücklich schätzen, denn die Investition hatte sich dieses Mal wirklich gelohnt. Die drei angenehm großen Stücke Hirschrückensteak erwiesen sich als gut durchgebraten und dabei dennoch saftig und außerdem sehr gut gewürzt, ohne dass dabei der Wildgeschmack verloren ging. Die ebenfalls kräftig-würzige, leicht dickflüssige Rotweinsauce komplettierte schließlich den Fleischgenuss. Und der in Streifen geschnittene und durchgeschmorte, aber nicht zerkochte und daher noch leicht knackige Wirsing passte sehr gut als Gemüsebeilage. Hinter dem Begriff Macairekartoffeln verbargen sich schließlich kleine Kartoffelkuchen, die vom Aufbau her an etwas zu groß geratene Kroketten mit knuspriger Hülle und weichen, kartoffelbreiartigen Inneren. Hier handelte es sich mit höchster Wahrscheinlichkeit um industriell hergestellte Ware, aber sie waren sowohl Temperatur als auch Geschmack angingen absolut in Ordnung und hoben sich von den sonst übrlichen Sättigungsbeilagen etwas ab. Ein sehr gelungenes Wildgericht, dass seinen Preis meiner Meinung nach absolut Wert war. Ich war mit meiner Entscheidung sehr zufrieden.
Bei den anderen Gästen lag heute mit klarem Vorsprung das Putensteak “Picatta Milanese” am höchsten in der Gunst und konnte sich so den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf dem zweiten Platz folgte, trotz seines Preises, das Hirschrückensteak und den dritten Platz belegte die Spätzlepfanne. Platz vier konnte der Rotbarsch für sich einnehmen, der aber nur einen hauchdünnen Vorsprung vor den Asia-Gerichten besaß.

Mein Abschlußurteil:
Hirschrückensteak: ++
Rotweinjus: ++
Wirsing: ++
Macairekartoffeln: ++

Saftiger Hirschgulasch mit Spinatspätzle & Preiselbeerbirne [09.11.2015]

Das heutige Speiseangebot bot erst einmal keine großen Überraschungen, denn es gab viel Altbekanntes. Bei Vitality gab es ein Pikantes Kichererbsencurry mit Reis, in der Sektion Tradition der Region bot man 6 Stück Nürnberger Rostbratwürstchen mit Sauerkraut, Bratensauce und Kartoffelpüree an, bei Globetrotter stand Gebratene Hähnchenbrust “Milanese” mit Tomaten und Käse gratiniert, dazu Tomatensauce und Penne Rigate auf der Speisekarte und an der Asia-Thai-Theke warteten Knusprige Frühlingsrollen und Gang Gai Ma Plao On – Hähnchenstreifen gebraten in roter Kokossauce auf hungrige Asia-Thai-Food-Liebhaber. Doch ich hatte Glück, denn diese Woche hatte man die reguläre Speisekarte wieder mal durch Zusatzangebote ergänzt, ähnlich der Fisch-Woche vor zwei Wochen. Doch dieses Mal standen Wildgerichte auf dem Speisplan und ein Saftiger Hirschgulasch mit Spinatspätzle und Preiselbeerbirne machten am heutigen montag den Anfang – und das für gerade mal 3,50 Euro pro Portion. Da konnte ich natürlich unmöglich Nein sagen, auch wenn ich mich dazu in die Schlange einreihen musste die sich bereits vor der zugehörigen Theke gebildet hatte. Und wie es das Glück wollte, waren Spätzle und Preiselbeerbirnen genau eine Person vor mir aus, so dass ich erst einmal warten musste bis Nachsschub herangebracht war. Dann aber hatte ich endlich meine Portion und ergänzte diese noch durch einen kleinen selbst zusammengestellten Salat von der Salattheke und einen kleinen Becher Vanillepudding mit Erdbeersauce aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Venison goulash with spinach spaetzle & cowberry peach / Saftiger Hirschgulasch mit Spinatspätzle & Preiselbeerbirne

Am Hauptgericht gab es absolut nichts auszusetzen, denn sowohl die frisch aus der Küche gekommenen und somit noch heißen Spätzle als auch der würzige Hirschgulasch mit seinen zahlreichen, saftigen Fleischstücken entsprachen absolut meinen hohen Erwartungen. Dazu passte natürlich wunderbar die mit Preiselbeeren garnierte Dosenbirne. Und auch der kleine Salat aus Streifen von Möhren und Kohlrabi sowie Kidneybohnen und gelben Stangenbohnen, den ich mit einem Balsamicodressing garniert hatte, gab keinen Grund zu irgendwelcher Kritik. Der kleine Becher nicht zu süßer Vanillepudding mit fruchtiger Erdbeersauce schloss das heutige Mittagsmahl schließlich sehr lecker ab.
Trotz der bereits erwähnten Schlange vor der Hirschgulasch-Theke, gelang es diesem Gericht mit klarem Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zu ergattern. Auf Platz zwei folgte die Hähnchenbrust “Milanese”, die ich meinte etwas häufiger gesehen zu haben als die somit drittplatzierten Nürnberger Rostbratwürste. Den vierten Platz teilten sich schließlich das Kichererbsencurry und die Asia-Gerichte, denn bei diesen Angeboten konnte ich keinen klaren Favoriten ausmachen.

Mein Abschlußurteil:
Hirschgulasch: ++
Preiselbeerbirne: ++
Spinatspätzle: ++
Salat: ++
Vanillepudding mit Erdbeersauce: ++

Burgunderbraten vom Hirsch mit Kroketten [04.12.2014]

Heute erwiesen für mich gleich drei Gerichte aus dem Angebot der regulären Küche unseres Betriebsrestaurants als überaus interessant, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Zum einen war da der Griechische Gemüsetopf mit Schafskäse und Oliven aus dem Bereich Vitality, der mit all dem frischen Gemüse und seinen gerade mal 461kcal überaus gesund erschien. Der Burgunderbraten vom Hirsch mit Rotweinsauce, Apfelpreiselbeeren und Kroketten bei Tradition der Region wiederum schien mir das exklusivste und edelste der heutigen Angebote zu sein, immerhin handelte es sich um Wild und schließlich der New York Chili-Cheeseburger mit roten Zwiebeln, dazu Chester-Käse, Jalapenos, Chili-Cheese-Sauce und Steakhouse-Pommes bei Globetrotter weckte einfach meinen Appetit auf Fastfood. Da konnten das Tahoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse in Koriandersauce und das Ko Lo Kai – Putenfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse und Ananas in süß-saurer Sauce an der Asia-Thai-Theke natürlich nicht mithalten. Und auch die Mexikanischen Chili-Linsen mit Reis, die als Zusatzangebot auf der Karte stand, weckte keinerlei Interesse bei mir. Nach langem Abwägen fiel meine Wahl schließlich auf den goldenen Mittelweg, der gleichzeitig auch das kulinarisch hochwertigste Gericht darstellte: Den Burgunderbraten. Und was passt besser zu Braten als etwas Blaukraut – auch wenn mir bewusst sein musste dass es sich hier um die Reste von gestern handelte. Außerdem nahm ich mir noch ein Becherchen Grießbrei mit roter Grütze aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Burgundian roast venison with croquettes, pear & cranberries / Burgunderbraten vom Hirsch mit Kroketten, Birne & Preiselbeeren

Leider schien man das Rotkraut mitsamt seiner Gewürze, unter denen wohl auch Nelken gewesen waren, seit gestern Zwischengelagert, was zur Folge hatte dass sich der Nelkengeschmack über das komplette Kraut ausgebreitet hatte. Es war gerade noch essbar, aber kein wirklicher Genuss mehr. Daher Notiz an mich selbst: In Zukunft kein Rotkraut vom Vortag mehr wählen, auch wenn es scheinbar gut zum angebotenen Gericht passt. Am saftigen, mageren und zarten Hirsch-Burgunderbraten mit seiner würzigen, schön dickflüssigen Rotweinsauce und den knusprigen und noch angenehm heißen Kroketten gab es glücklicherweise nichts auszusetzen. Gemeinsam mit der halben, mit Preiselbeergelee garnierten Birne, die ja eine klassische Beigabe zu Wildgerichten aller Art darstellt, ein sehr gelungenes Hauptgericht. Und auch an dem mild gesüßten Grießbrei samt der fruchtigen roten Beerengrütze gab es nichts auszusetzen. Abgesehen vom Blaukraut war ich sehr zufrieden.
Sah man sich bei den anderen Gästen um, erkannte man schnell dass diese dem Burger recht eindeutig den Vorzug gaben und ihm somit den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala bescherten. Auf dem zweiten Platz folgte dann mit etwas Abstand der Hirsch-Burgunderbraten, die Asia-Gerichte belegten Platz drei und der griechische Gemüsetopf folgte knapp dahinter auf Platz vier. Die Chili-Linsen sah ich nur sehr vereinzelt, weswegen ich ihnen nur den fünften Platz zubilligen kann. Ist eigentlich auch eine Schnapsidee, bei so vielen guten Angeboten inklusive des Gemüsetopfs auch noch Chili-Linsen auf den Speiseplan zu setzen – ich kann da nur vermuten dass sie wohl weg musste. 😉

Mein Abschlußurteil:
Burgunderbraten vom Hirsch: ++
Rotweinsauce: ++
Kroketten: ++
Preiselbeerbirne: ++
Blaukraut: +/-
Grießbrei mit roter Grütze: ++