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Wiener Schnitzel vom Kalb mit Bratkartoffeln – Wirtshaus Dicke Sophie – München

Dienstag, November 27th, 2012

Heute Abend waren wir mal im Wirsthaus Dicke Sophie an der Johanneskirchner Straße 148 im Münchner Bezirk Bogenhausen. Zwar konnten wir aufgrund des bereits winterlichen, leicht regnerischen Wetters den großzügigen Biergarten dieses direkt an der S-Bahn Haltestelle Johanneskirchen gelegene Wirtshaus nicht mehr nutzen, aber auch im Inneren des urig-gemütlich eingerichteten Gebäudes fanden wir – dank prophylaktischer vorheriger Reservierung – einen Sitzplatz.

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Die Lokalität war für einen Dienstag Abend gut besucht, aber wir hatten dennoch schnell die Aufmerksamkeit eine der Bedienfachkräfte, so dass wir innerhalb kürzester Zeit mit der Speisen- und Getränkekarte versorgt waren. Das Speisenangebot in der Dicken Sophie umfasst, passend zum Thema des Gasthauses, primär bayrische Hausmannskost: Neben einigen Suppen und Salaten finden sich dort sowohl typische lokale Speisen wie Obazda, Fleischpflanzerln, Weißwürstchen, Leberkäs‘ und Bratwüstel. Aber auch für den größeren Hunger ist in Form von Schnitzeln, Schweinshax’n, Rinder- und Putensteaks, Schweinekrustenbraten, Sparribs und sogar einem hauseigenen Burger gesorgt. Nachdem wir uns für Getränke entschieden hatten, machten wir uns auch sogleich daran das übersichtliche, aber mehr als ausgewogene Angebot an Gerichten zu studieren. Vieles klang überaus lecker und verlockend und die Wahl fiel mir schwer, doch nach einigem Abwägen entschied ich mich dazu, dem Kalbsschnitzel Wiener Art mit Bratkartoffeln eine Chance zu geben, auch wenn der Preis von 15,80 Euro eher im oberen Preissegment dieses Gasthauses lancierte. Die Wartezeit zwischen Bestellung der Gerichte und dem anschließenden Servieren gestaltete sich trotz des nicht unerheblichen Gästeaufkommens als angenehm kurz und dürfte weniger als 15 Minuten in Anspruch genommen haben. Und was mir da vorgesetzt wurde, konnte sich wirklich sehen lassen.

Kalbsschnitzel "Wiener Art" mit Bratkartoffeln

Ein unterarmlanges, mehr als (männer-)handflächenbreites dünnes Schnitzel aus zartem und saftigem Kalbsfleisch in dünner, knuspriger Panade nahm fast die gesamt Fläche des länglichen Tellers ein. Nur oben war etwas Platz um ein Stückchen Zitrone, ein Schälchen Preiselbeeren und etwas Petersilie unterzubringen. In der ursprünglichen Ausführung wäre hier auch noch ein Schälchen Sahnemeerrettich zu finden gewesen, da ich aber kein großer Freund davon bin hatte ich darum gebeten auf diesem bei meinem Gericht zu verzichten. Unter dem riesigen Schnitzel war noch eine, ebenfalls nicht unerhebliche Portion Bratkartoffeln aufgeschichtet. Im Gegensatz zum Schnitzel muss ich an den Bratkartoffeln aber ein paar kleine Kritikpunkte anbringen, denn auch wenn die Zusammenstellung aus angebratenen Kartoffelscheiben, Zwiebeln und Petersilie prinzipiell in Ordnung war, hätte man sie meiner Meinung nach gerne etwas kräftiger würzen können. In der Summe aber dennoch ein überaus empfehlenswertes Gericht, das gerade bei den heutigen Kalbsfleischpreisen seine fast sechzehn Euro durchaus wert war.
Und auch der restliche Abend verlief überaus zufriedenstellend. Die Getränkeversorgung klappte dank der unaufdringlichen Aufmerksamkeit der Bedienfachkräfte absolut reibungslos und gewährleistete einen sorgenfreien und angenehmen Abend. Insgesamt waren wir alle sehr zufrieden mit Service, Speisen und Getränken, so dass ich der Wirtshaus Dicke Sophie in München Bogenhausen meine vorbehaltlose Empfehlung aussprechen möchte. Ich denke das dieser Besuch nicht das letzte Mal gewesen ist, dass man uns hier gesehen hat.

Rehmedaillons in Wachholderrahm – Wirtshaus Zur Marienburg

Montag, Oktober 24th, 2011
Rehmedaillons in Wacholderrahm mit Romanescoherzen und Haselnussspätzle

Rehmedaillon in Wachholderrahm an Romanescoherzen und Haselnussspätzle
Probiert im Wirtshaus Zur Marienburg im Münchner Stadtteil Denning / Daglfing, gelegen an der Hohensalzaer Straße 1, Ecke Marienburger Straße – einem gemütlichen Gasthaus gehobener Kategorie in dem ich heute zu Abend speisen durfte. Drei außen knusprig gebratene, innen zart bis rosafarbenen Rehmedaillons mit einer wunderbar dazu passenden, würzigen Sauce aus Wachholderrahm in Kombination mit zart gedünsteten Romanescoherzen, einer Unterart des Blumenkohl, und abgerundet mit offensichtlich selbst gemachten Spätzle, die mit einem leichten Haselnussaroma verfeinert worden waren. Und das Ganze auch noch farblich mit einer roten, gedünsteten Kirschtomate abgestimmt – was will das Feinschmeckerherz mehr? 😉
Aber auch das übrige Angebot kann sich wirklich sehen lassen, die Karte bietet verschiedene traditionelle Fleischgerichte wie Braten, Halbe und Viertel Ente der edlen Sorte Cherry Valley (einer in Gourmetkreisen bekannten Entenart aus der ostenglischen Grafschaft Lincolnshire), Rumpsteaks, Fischgerichten aber auch großen Salattellern und vieles mehr. Sehr empfehlenswerte Location – kann ich vorbehaltlos weiterempfehlen.