Linseneintopf mit Würstel [07.11.2011]

Zwar überlegte ich heute zuerst im Bereich Vitality beim dem dort angebotenen Gebratenem marinierten Tofu mit Ingwer-Currygemüse zuzuschlagen, einem Gericht dass ich hier und hier bereits versucht und für gut befunden hatte. Aber weder dieses Gericht noch die Cevapcici auf Tomatenreis mit Ajvar und Zwiebeln in der Abteilung Globetrotter sprachen mit visuell sonderlich an. Und auch für die Angebote an der Asia-Thai-Theke, wo u.a. Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten mit Currysauce oder Gaeng Dang Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem und Bambussprossen in scharfem roten Curry konnte ich mich sonderlich begeistern. Ganz anders der traditionell-regionale Linseneintopf mit Würstel der mich da heute aus der Essens-Vitrine entgegen “lachte”. Das erschien mir heute genau das richtige zu sein. Auf ein Dessert verzichtete ich heute aber mal.

Linseneintopf mit Würstel / Lentil stew with sausages

Neben den Linsen fanden sich auch einige Erbsen, Kartoffelstücke und Möhren in dieser Zubereitung, die man mit zwei gekochten Bockwürsten in sehr fester Schale garniert hat. Ich musste mir tatsächlich noch eine Gabel und ein Messer besorgen um sie ohne die Gefahr von Spritzern zerteilen zu können. Insgesamt sehr lecker muss ich sagen, das einzige was meiner Meinung nach etwas fehlte war etwas Essig (Balsamico und oder Weißweinessig) um dem Eintopf einen leicht säuerlichen Touch gegeben hätte, denn ich finde dass dieser zu einem guten Linseneintopf gehört. Man sehe dazu nur mein eigenes Rezept für Linseneintopf. Aber das wäre wohl nicht Massenkompatibel und nicht jedermanns Geschmack gewesen – daher lasse ich es mal nicht negativ in die Bewertung einfließen.
Ganz wie erwartet lag heute natürlich das Cevapcici auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala des Kantinenpublikums. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte, knapp gefolgte aber vom Linseneintopf auf dem dritten Platz. Das Tofu als vegetarisches Gericht erreichte wie so häufig schließlich nur den vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Linseneintopf mit Würstel: ++

Bratwurstschnecke mit Sauerkraut [02.05.2011]

Während die Asia-Ecke heute mit Phoaxao – Gebratene Reisnudeln mit Asia- Thai Gemüse nach Namainh- Art und Gaeng Massaman Moo – Gebratenes Schweinefleisch mit frischem Gemüse und Kartoffeln in Massaman Curry lockte, standen im Bereich der regulären Küche neben Spiralnudeln mit Paprikaragout bei Vitality bzw. Griechisches Gyros mit Pommes frites und Tzaziki in der Abteilung Globetrotter heute auch eine traditionell-regionale Bratwurstschnecke mit Sauerkraut und Kartoffelpüree auf der Karte. Einen kurzen Moment Liebäugelte ich zwar noch mit den vegetarischen, asiatischen Reisnudeln, dann entschied ich mich aber doch für die Bratwurstschnecke, die ich mit einem Beerenquark zu meinem heutigen Mittagsmahl komplettierte.

Bratwurstschnecke mit Sauerkraut / fried sausage with sauerkraut

Zwar war dieses Gericht mit Sicherheit kalorientechnisch nicht die allerbeste Entscheidung, aber geschmacklich erwies es sich als wirklich recht gelungen. Die Wurstschnecke, deren Zubereitung und Würzung mich an Fränkische oder Nürnberger Bratwurst erinnerte war noch angenehm heiß und schmackhaft. Dazu gab es lockeres Kartoffelpüree, das sich dieses Mal nicht ganz so dünn wie sonst heraus stellte. Doch am gelungensten fand ich das Sauerkraut, dass mit Nelken, schwarzen Pfefferkörner und Kümmel gewürzt war. Dies erwies sich als wirklich angenehm pikant und aus meiner Sicht sehr schmackhaft angerichtet – und das obwohl ich normalerweise ja nicht so der große Fan von Kümmel bin. Einzig den Beerenquark fand ich dieses Mal nicht so berauschend – die mit reichlich Preiselbeeren Quarkmasse war für meinen Geschmack etwas zu sauer geraten.
Bei den anderen Kantinengästen erwies sich natürlich – ganz wie ich erwartet hatte – das Gyros heute als der größte Renner und landete recht eindeutig auf Platz eins der allgemeinen Beliebtheitsskala. Bei Platz zwei leisteten sich die Bratwurst und die Asia-Gerichte ein enges Rennen, die meines Eindrucks nach die Asia-Gericht knapp für sich gewinnen konnten. Somit erreicht die Bratwurstschnecke einen sehr guten dritten Platz. Auf Platz vier folgten schließlich die Spiralnudeln mit Paprikaragout, denen auch die lecker anmutenden Fetawürfel mit dem man sie noch zusätzlich garniert hatte leider keine bessere Platzierung bescheren konnte. Kalorientechnisch wären dies Gericht aus meiner Sicht natürlich am optimalsten gewesen – aber heute war mir eben mal wieder nach Fleisch gewesen.

Mein Abschlußurteil:
Bratwurstschnecke: ++
Sauerkraut: ++
Kartoffelpüree: ++
Beerenquark: +

Nudelauflauf mit Wurst, Speck & Feta- das Rezept

Auch am Sonntag musste ich mich natürlich wieder selbst um mein Mittagessen kümmern und was lag da näher als mal wieder selbst zu kochen. Als Grundlage für diese Zubereitung dient ein einfaches Nudelauflauf-Rezept, dass ich bereits seit meiner frühen Kindheit kenne und liebe, welches ich jedoch zum einen aus Experimentierfreude und zum anderen aus einkaufstechnischen Gründen etwas modifizierte. Doch das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Damit aber genug der langen Vorrede, kommen wir nun zu dem heutigen Rezept.

Für eine Auflaufform mit ca. 4 Portionen benötigen wir:

400-500g Spiralnudeln – wobei hier auch die meisten anderen Nudeln wohl ihren Zweck erfüllen würden
01 - Zutat Spiralnudeln

4 – 5 Eier
02 - Zutat Eier

ca. 200g Wurst am Stück – im Originalrezept wird hier Jagdwurst verwendet, ich habe diese aber leider in den Supermärkten in denen ich war nicht am Stück bekommen, daher wählte ich ersatzweise geräucherte Fleischwurst die ebenfalls ihren Zweck erfüllte
03 - Zutat Wurst

ca. 150 – 200g durchwachsenen Speck – hier kann man sowohl ein ganzes Stück beim Metzger kaufen und klein schneiden als auch bereits fertige Speckwürfel nehmen. Da ich letztere noch im Kühlschrank hatte, entschied ich mich für diese Variante
04 - Zutat Speckwürfel

einen Schuß Milch (ca. 20-30ml, evtl. mehr)
05 - Zutat Milch

optional zum überbacken etwas Feta oder irgend einen anderen Käse, je nach Geschmack
06 - Zutat Feta

sowie zum Würzen Salz und Pfeffer, was ich zusätzlich zum Originalrezept noch durch etwas frisch geriebene Muskatnuss ergänzte.
Außerdem ist noch etwas Magarine oder ähnliches zum ausfetten der Auflaufform denkbar, aber nicht unbedingt nötig wie ich finde.

Kommen wir nun zur Zubereitung:

Zuerst kochen wir die Nudeln nach Packungsanleitung
07 - Nudeln kochen

Während die Nudeln kochen, schneiden wir die Wurst in Mundgerechte Stücke. Ich denke dass ich sie noch etwas kleiner als hier hätte schneiden können, es funktionierte aber glücklicherweise auch so.
08 - Wurst schneiden

Nun schlagen wir die Eier in ein passendes Behältnis auf – ich ergänzte die vier hier gezeigten noch um ein fünftes, da die Gesamtmenge so mehr zu der Nudelmenge passte –
09 - Eier aufschlagen

und verquirlen sie mit Hilfe einer Gabel oder einem anderem passenden Werkzeug.
10 - Eier verquirlen

Zwischendurch dürften auch die Nudeln fertig sein, die wir in ein Sieb abgießen und mit etwas kaltem Wasser abschrecken.
11 - Nudeln abgießen

Dann geben wir einen Schuß Milch zu den Eiern, den wir ebenfalls mit untermischen
12 - Milch zugießen

und würzen das Ganze dann mit Salz und Pfeffer
13 - Mit Salz und Pfeffer würzen

sowie noch mit etwas Muskatnuss – ich verwendete frisch geriebene, notfalls tut es aber auch normales Dosenmuskatnuß-Pulver.
14 - Mit Muskatnuss würzen

Zwischendurch schalten wir den Backofen ein und heizen ihn auf 200Grad vor.
18 - Auf 200 Grad vorheizen

In die Auflaufform mischen wir nun die Nudeln mit den Wurstwürfeln und dem Speck
15 - Nudeln, Wurst und Speck mischen

und verteilen dann die gewürzte Eier-Milch-Mischung gleichmässig darüber.
16 - Mit Eimasse übergießen

Optional kann man alles dann noch mit etwas Käse seiner Wahl bestreuen – ich entschied mich dabei heute für Feta, aber auch Gouda oder jeder anderer zum überbacken geeigneter Käse kann hier verwendet werden.
17 - Mit Feta bebröseln

Jetzt schieben wir die Auflaufform auf der mittleren Schiene in den vorgeheizten Backofen.
19 - Im-Backofen

Dort verbleibt das ganze für 30 bis 45 Minuten, schließlich entnehmen wir die Auflaufform dem Backofen
20 Nudelauflauf - Fertig gebacken

und können uns daran machen unseren Nudelauflauf zu genießen.
21 - Nudelauflauf - Portion auf Teller

Ich liebe daran ja besonders die Eiermasse, die sich im unteren Bereich mit den Nudeln verbunde hat, aber auch die Idee das ganze mit Feta-Käse zu überbacken erwies sich als schmackhafte und gute Wahl.
22 - Nudelauflauf - In Auflaufform

Ein einfaches und schnell zubereitetes Gericht, dass ich wirklich vorbehaltlos weiter empfehlen kann. Abgekühlt und im Kühlschrank aufbewahrt hält sich das ganze auch einige Tage und kann problemlos in der Mikrowelle aufgewärmt werden, was meiner persönlichen Meinung nach dem gute Geschmack keinen Abbruch tut. Mir hat es jedenfalls mal wieder gut geschmeckt und ich habe auch noch etwas für den Montag oder Dienstag Abend übrig.

Rote Currywurst & Pommes [24.11.2009]

Am Dienstag – einem ebenfalls wieder ziemlich stürmischen Herbsttag hier in München, bot man uns im Betriebsrestaurant wieder eine interessante Auswahl an Speisen an. Im Bereich der Asia-Gerichte fanden sich u.a. “Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten mit Thai- Curry in Kokosmilchsauce“, “Pad Pieew Wan – Schweinefleisch mit Gemüse und Ananas in süß saurer Sauce” und wieder ein Asia-Eintopf/Suppe. Bei den Vitality-Gerichten gab es heute “Champignongulasch auf Vollkornspaghetti“, den ich im ersten Moment sogar in Betracht zog. Die Globtrotter-Theke hatte “Raviolli mit Käsefüllung in Schinken- Gorgonzolasauce“, die ebenfalls lecker klangen, aber heute war kein Tag an dem ich Lust auf Gorgonzola verspürte. Also entschied ich mich dann doch für “Rote und Weiße Currywurst mit Pommes frites” – wobei ich anmerken muss dass das rot und weiß sich hier auf die Wurst bezog und man zwischen Weißwurst und Polnischer Wurst (eben die rote) wählen konnte. Meine Wahl fiel letzlich auf die rote Wurst.

Rote Currywurst mit Pommes

Nicht gerade ein Diätgericht, aber dennoch (oder gerade deswegen) sehr schmackhaft. Die Wurst selber war wie ich es von einer polnisch-roten Wurst erwartete: saftig, leicht fettig und sehr würzig. Und sie war schön heiß, was ich von den Pommes Frites leider nicht mehr sagen konnte – sie erwiesen sich als etwas mehr als lauwarm und leider nicht perfekt gesalzen. Aber letzterem konnte mit Hilfe des an jedem Tisch befindlichen Salzstreuers glücklicherweise abgeholfen werden. Die Sauce war wohl – so vermute ich – ein leicht erwärmter Curryketchup, den man sich an der Theke selbst noch mit Hilfe eines Streuers mit Currypulver garnieren konnte, wovon ich wie man oben sieht reichlich gebrauch machte. In der Summe ein einfaches, aber sehr schmackhaftes Gericht von guter Qualität. Ich auf jeden Fall bin mehr satt geworden.

Mein Abschlußurteil:
Rote Currywurst: ++
Currysauce: ++
Pommes Frites: +

Würstchen, Nürnberger Art [27.08.2008]

Heute verschlug es uns mal wieder in die Maarweg Kantine, wo wir als Angebot neben süßen Pfannkuchen mit heißen Kirschen und Feta-Geflügel-Auflauf auch “Würstchen Nürnberger Art mit Sauerkraut” anbot. Während alle anderen Begleiter sich für den Auflauf entschieden, wählte ich die Würstchen mit Sauerkraut, die mit mit Bratkartoffeln anstatt der regulär angebotenen Kartoffeln auftellern ließ – das für 5 €uronen.

Die Würtschen – man hatte mit ganze sieben Stück dieser winzigen Dinger aufgeladen – waren noch ganz in Ordnung und selbst mit dem für meinen Geschmack etwas zu feinen Sauerkraut konnte ich noch leben – obwohl ich die groberen Zubereitung eigentlich bevorzuge. Jedoch die Bratkartoffeln waren heute eher eine Katastrophe. Viele der Kartoffelscheiben waren hart gebraten und nur schwer zu zerkauen, außerdem hatte man es mit den Zwiebel viel zu gut gemeint und andere Zutaten wie Ei oder Speck vermisste ich vollständig. War alles in allem für Kantine mal wieder ganz in Ordnung – aber ich habe hier schon weitaus besseres bekommen. Hätte wohl doch den Feta-Geflügel-Auflauf wählen sollen – meine Kollegen äußersten sich durchgehend positiv darüber. In Zukunft sollte ich also dann doch eher mit der Masse schwimmen… 😉

Mein Abschlußurteil:
Würstchen “Nürnberger Art”: +
Sauerkraut: +/-
Bratkartoffeln: –