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Isarauen, Flaucher & Tierpark Hellabrunn

Monday, May 23rd, 2011

Auch diesen Samstag meinte es das Wetter gut mit uns und so entschied ich mich, begleitet von einem Kollegen, die Erkundung meiner neuen Wahlheimat auch dieses Wochenende fortzusetzen. Nicht dass ich das nicht alleine könnte, aber in Begleitung finde ich des einfach angenehmer. 😉 Dabei fiel die Wahl auf die Isarauen im Süden Münchens inklusive des Bereichs in Höhe von Sendling, der unter dem Namen Flaucher bekannt ist bis hinunter zum Tierpark Hellabrunn bei Untergiesing-Harlaching im Stadtbezirk 18. Ich kannte diesen Bereich noch gar nicht, daher war es wirklich an der Zeit mir diesen Bereich der Stadt mal näher anzusehen.
Als Startpunkt diente das Isartor, das ich über die S-Bahn bequem erreichte. Nachdem auch mein Begleiter eingetroffen war folgten wir der Frauenstraße bis zum Viktualienmarkt und bogen dort in die Reichenbacherstraße ab.

Am Viktualienmarkt
Blick über den Viktualienmarkt


Gärtnerviertel

Das erste Ziel sollte der Gärtnerplatz sein, der Mittelpunkt des nach ihm bezeichneten Gärtnerplatzviertels hier in München. Seinen Namen hat diese Platz, an dem sich im übrigen auch eines von drei Staatstheater der Bayrischen Haupstadt befindet, nach Friedrich von Gärtner, einem deutschen Architekten unter Ludwig I von Bayern, welcher unter anderem an der Errichtung der Feldherrenhalle, der Ludwigskirche, des Universitätsgebäudes und des Siegestors beteiligt war.

Gärtnerplatz & Staatstheater Am Gärtnerplatz
Links: Staatstheater am Gärtnerplatz – Rechts: Gärtnerplatz

Büste Friedrich von Gärtner - Gärtnerplatz
Büste Friedrich von Gärtner – Gärtnerplatz

Von dort aus führte uns unser Weg weiter die Reichenbacherstraße hinunter bis wir schließlich die dortige Brücke erreichten, die wir überquerten. Von hier konnten wir einen ersten Blick auf die Isarauen werfen – in der Ferne waren deutlich die riesigen Schornsteinen des Heizkraftwerks Süd zu erkennen.

Blick von der Brücke an der Reichenbacher  Strasse
Blick von der Brücke Reichenbacher Straße

Isarauen

Auf der Ostseite dieser Brücke bogen wir schließlich nach Süden ab und betraten die Isarauen. Was hier natürlich als erstes ins Auge fiel waren die beiden Türme der zwischen 1895 und 1905 erbauten Sankt Maximilian Kirche, die sich auf dem anderen Uferseite erhoben.

Sankt Maximilian Kirche & Isarauen Sankt Maximilian Kirche
Sankt Maximilian Kirche – Links: Von der Reichenbacher Brücke – Rechts: Aus den Isarauen

Isarauen & Sankt Maximilian Kirche
Isarauen & Sankt Maximilian Kirche

Vorbei an den Frühlingsanlagen durchquerten wir nun die Isarauen direkt am Ufer des Flusses. Die Sonne brannte ziemlich unerbärmlich vom Himmel bis wir schließlich nach einem längeren Fußmarsch die Wittelsbacher Brücke und überquerten sie.

Blick auf die Wittelsbacher Brücke
Blick auf die Wittelsbacher Brücke

Überall nutzten Münchner das schöne Wetter und lagen am Kiesstrand der Isar, wo sie sich sonnten und teilweise sogar im Wasser des Flusses badeten. Eine wirklich schöner Naturstreifen mitten in der Stadt, auch wenn der steinige Strand mit Sicherheit nicht die idealste Stelle ist um sich auf längere Zeit niederzulassen. Unter einer kleinen Eisenbahnbrücke hindurch, die im übrigen nicht für Fußgänger zugänglich war,

Isarauen und Heizkraftwerk Süd
Eisenbahnbrücke – nicht für Fußgänger

erreichten wir schließlich die Brücke zwischen Candidstraße und der Brudermühlstraße, die wir nutzten um auf die andere Seite der Isar zu kommen. Denn hier lag jener Abschnitt der unter dem Begriff Flaucher bekannt ist und dies war unser nächstes Ziel.

Isarauen und Sonnenhungrige
Isarauen von der Brücke Candidstraße

Flaucher

Der Begriff Flaucher stammt von der kleinen Gastwirtschaft Zum Flaucher, die hier 1870 vom Wirt Johannes Flaucher in einem alten Forsthaus errichtet wurde. Und hier im angeschlossenen Biergarten wollten wir unser Mittagessen verzehren.

Biergarten Zum Flaucher
Biergarten Zum Flaucher

Nicht nur dass eine Baustelle am Gebäude den Eindruck etwas trübte – auch Bedienung gab es hier leider nicht. Ähnlich wie in anderen Biergärten die ich hier bisher besucht habe musste sich der Gast an einer Bude mit Grill und Ausschank selbst versorgen, an einer zentralen Kasse bezahlen und alles auf einem Tablett an eine der freien Bierzelt-Tische transportieren. Neben Würstchen und Braten fanden sich auch Buletten und Sülzegerichte auf der Karte. Dabei vermisste ich abgesehen von Brötchen und Klößen, die aber nur in Kombination mit gewissen Gerichten angeboten wurden, aber ein wenig die Sättigungsbeilagen. Schön wäre es gewesen wenn zumindest optional noch Bratkartoffeln oder zumindest Pommes gewesen. Aber es ging natürlich auch so. Ich entschied mich für einige Schweinswürstel aus Sauerkraut, eine große Brezel und einem 0,5l Glas Russ’n – Weizenbier mit Zitronenlimonade.

Schweinswürstel auf Kraut - Biergarten Flaucher

War in Ordnung, wenn auch nicht überragend. Vor allem die Würstchen hätten meiner Meinung nach etwas länger auf den Grill gekonnt. Bin aber – auch vor allem wegen der riesigen Brezel – gut satt geworden. Nachdem wir uns so gestärkt hatten zogen wir weiter in Richtung Süden.
Am Isarsperrwerk am Süden des Flaucher-Abschnitts entdeckten wir des weitere Imbissmöglichkeit, die im übrigen auch nicht schlecht aussah. Ob diese besser als der Flaucher Wirt ist kann ich natürlich nicht sagen – sollte es mich aber noch einmal hierher verschlagen werde ich diese Location auch noch mal probieren.

Biergarten am Flaucherwehr
Weiterer Biergarten am Flaucherwehr

Nun betraten wir den Holzsteg am sogenannten Flaucherwehr – eine Holzbrücke ein Stück die Isar entlang über den Fluss nach Süden führte.

Flaucherwehr am Isarkanal
Flaucherwehr

Und hier hatte sich die Dichte an Badegästen noch einmal erhöht. Und ich sah etwas, was ich hier im eher als Konservativ bekannten München nicht erwartet hatte: Es wurde Freikörperkultur (FKK) betrieben. In einigen Bereichen sah ich immer wieder Menschen meist fortgeschrittenen Alters, die vollkommen unbekleidet in der Isar badeten oder sich an ihrem Rand sonnten. Ich verzichtete aus nachvollziehbaren Gründen dies aber bildlich mit meiner Kamera festzuhalten.
Des weiteren kamen vornehmlich junge Leute in Gruppen, meist mit Holzkohlengrill und kästenweise Bier beladen, um den Samstag Nachmittag wohl hier am Fluß zu feiern. Wie auf einigen Schildern zu lesen war gibt es hier unten Bereiche, in denen das Grillen am Ufer explizit erlaubt ist. Das lässt mich natürlich darauf schließen dass es sonst verboten ist. Und einige Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma die uns wenig später begegneten lassen mich des weiteren vermuten, dass dies auch kontrolliert wird und notfalls forciert wird – es muss ja alles seine Ordnung habe, nicht wahr…

Isarauen zwischen Flaucher & Tiepark Isarauen zwischen Flaucher und Tierpark
Isarauen südlich des Flaucher

Durch ein kleines Wäldchen legten wir noch einen Endspurt hin
Waldweg an den Isarauen
und erreichten schließlich den Eingang zum Tierpark Hellabrunn an der Tierparkbrücke am nordwestlichen Ende der Anlage.

Eigang Tierpark Hellabrunn - Tierparkbrücke
Eingang zum Tierpark Hellabrunn

Tierpark Hellabrunn

Als wir für 11 Euro pro Erwachsenen unsere Eintrittskarten gelöst hatten, händigte man uns auch kostenlos einen Lageplan aus, der uns einen grundsätzlichen Überblick zu verschaffen. Sehr servicefreundlich muss ich sagen, in anderen Zoos hätte man hierfür vielleicht extra zahlen müssen. Zwar standen auch an vielen Stellen im Park Tafeln mit Karten herum, aber Erfahrungsgemäß findet man ja immer dann keine, wenn man eine braucht. 😉

Schnell hatten wir einen groben Überblick zu verschaffen und einen Weg festzulegen der uns zu allen interessanten Punkten des Tierparks bringen würde.
Nach einem Gehege mit Europäischen Damwild, in dem sich die Tiere leider nur ziemlich weit hinten im Gehege aufhielten, erreichten wir schließlich das Wolfsgehege, in dem mindestens drei Tiere ihre Runden drehten. Da ein dichtes Blätterwerk hier genügend Schatten vor der warmen Sonne spendete schienen sie recht aktiv zu sein. So konnte ich einige schöne Aufnahmen dieser wilden Verwandten der Hunde zu machen.

Wolf
Wolf Wolf
Wölfe im Tierpark Hellabrunn

In vielen anderen Gehegen hatten wir weniger Glück, denn die Tiere hatten sich irgendwo im hinteren Bereich an der Umzäunung zusammen gedrängt um sich dort vor der brennenden Sonne zu schützen. Nur einige Auerochsen dösten auf offenem Gelände in der Mittagssonne einigermaßen sichtbar vor sich hin.

Aurochsen
Auerochsen

Erst an einem Bereich, in dem südamerikanische Capybaras, südamerikanischen Wasserschweinen, gemeinsam mit ein paar Pampahasen gehalten wurden hatten wir etwas mehr Glück – denn viele von ihnen – darunter auch ein paar Jungtiere, hielten sich im vorderen, gut einsehbaren Bereich auf. Hier gelangen mir wieder ein paar schöne Aufnahmen.

Pampahase (Mara) - Jungtier Pampashase-Junges
Junge Pampashasen (Maras)

Junge Pampashasen (Maras) Capybara
Links: Junge Pampashasen – Rechts: Capybara (Südamerikanisches Wasserschwein)

Capybara - Südamerikanisches Wasserschwein Junger Pampashase
Links: Capybara – Rechts: Pampahase

Während ich die Fotos schoss, betrat eine Tierpflegerin das als Insel angelegte Gehege – auf ihrem Arm ein Greifvogel. Wir hatten hier Glück gehabt und waren offensichtlich genau rechtzeitig hier angekommen um einer Vorführung und Raubvogelfütterung beizuwohnen. Ohne große Vorankündigung oder irgend eine Ansage ließ sie den Vogel frei fliegen, in hoher Geschwindigkeit seine Runde flog und dann auf das Wirbeln der Tierpflegerin mit einer Art Lockvogel wieder heran kam und den Lockvogel wie eine Stück Beute schlug. Das Schauspiel wiederholte sich mehrmals, dann ließ die Angestellte des Tierparks schließlich den Vogel seinen Hunger an einem im Lockvogel versteckten Stück Fleisch stillen.

Pflegerin mit Greifvogel Luftakrobatik-Vorführung
Links: Pflegerin mit Greifvogel – Rechts: Fliegender Greifvogel

Mit Lockvogel wirbeln Fressender Greifvogel
Links: Mit Lockvogel wirbeln – Rechts: Fressender Greifvogel

Nach dieser Vorführung setzten wir unseren Weg fort und erreichten wenig später das Primaten-Haus. Im Außenbereich tummelten sich auf Konstruktionen aus Bambus und Seilen einige Gibbons, die wir einer näheren Betrachtung unterzogen. Zuerst nahmen wir eine Graugibbon-Weibchen mit Jungtier, das sich zuerst mit dem Jungen auf dem Bauch tragend herum trieb. Später löste sich das Kleine und entfernte sich mit einem Grashalm als Futter oder Spielzeug.

Grauer Gibbon - Mutter & Kind Grauer Gibbon - Mutter & Junges
Gibbon-Muttertier und Jungtier

Grauer Gibbon - Junges Graues Gibbonjunges
Gibbonjunges mit Grashalm

Im daneben gelegenen Freigehege war ein einzelner Siamang Gibbon zu sehen, der an seinem Schwanz hängend einen Apfel zu verzehren schien – kein allzu interessanter Anblick, daher wandten wir uns weiter in Innere des Primatenhauses.

Siamang Gibbon mit Apfel
Fressender Siamang Gibbon
Fressender Siamang Gibbon

Was uns hier zuerst ins Auge fiel war das riesige Orang-Utan Gehege direkt vor uns. Doch leider war von den Tieren keine Spur zu sehen. Nach links gewandt kamen wir zu ein Bereich in dem eine Gruppe von Mandrills sich träge von den Besuchern begaffen ließen. Das enge Maschendraht vor dem Freigehege verhinderte es hier aber wirklich annehmbare Schnappschüsse zu tätigen.

Mandrill
Mandrill-Männchen

Andere Gehege waren derzeit nicht belegt oder seine Bewohner hatten sich in einen Bereich verdrückt in denen die Besucher sie nicht sahen. Erst am Lemurengehege konnten wir wieder einige Tiere genauer in Augenschein nehmen. Der Grund dafür war auch klar zu sehen: Es hatte offensichtlich gerade Futter gegeben. Ein Jungtier zog hier besonders große Aufmerksamkeit der Besucher auf sich während es die älteren Tiere offensichtlich immer wieder neckte und dann wie von einer Hummel gestochen durch das Geäst im Gehege flitzte. Gute Aufnahmen waren hier kaum möglich, aber ein Schnappschuss ist recht gut gelungen, den ich hier natürlich nicht vorenthalten möchte.

Lemur mit Futter Lemur
Links: Lemur mit Futter – Rechts: Lemur in “Baum”

Lemurenjunges
Lemurenjunges

Lemur Fressende Lemuren
Links: Lemurenweibchen – Rechts: Fressender Lemur

Ein Stück weiter im selben Gebäude kamen wir noch in den Genuss ein kleines Totenkopfäffchen beobachten zu können, das Einsam auf einem Ast nahe der Scheibe innerhalb des riesigen Geheges saß und abwechselnd mit sich selbst beschäftigt schien und dann wieder die Besucher beäugte. Viele Fingerabdrücke auf der Scheibe zeugten davon, dass viele der hier gaffenden Menschen scheinbar durch Klopfen die Aufmerksamkeit des Tieres auf sich zu ziehen versucht hatten – und dass obwohl auf Schildern gebeten wurde, dies nicht zu tun.

Totenkopfäffchen Totenkopfäffchen
Totenkopf-Äffchen

Viel mehr gab es hier im Primatenhaus dann leider nicht zu sehen. Wir verließen das Gebäude und folgten weiter dem Weg, wo wir wenig später vorbei an einigen etwas zerrupft aussehenden Kamlen kamen.

Kamel
Zerrupft anmutendes Kamel

Doch hier hielten wir uns nur kurz auf, denn in Sichtweite drängten sich Menschenmassen vor einem weiteren Gehege, dass sich wenig später als der Freilauf des Elefantenhauses heraus stellte. Hier zogen eine Elefantenkuh mit einem noch sehr jungen Kalb die Aufmerksamkeit vieler Besucher auf sich. Hier handelte es sich wohl um die Elefantendame Temi, die ihren kleinen Elefantenbullen am 6. Mai 2011 zur Welt gebracht hatte. Zuerst hielten sich Mutter und Sohn nur im hinteren Bereich des Freilaufes auf, doch nachdem ein Pfleger einige “Leckereien” auf den Boden im vorderen Bereich verteilt hatte raffte sich das ältere Tier auf und las diese – ständig Begleitet von ihrem Jungtier – auf um sie zu verspeisen. Dabei gab sie natürlich auch ihrem Baby etwas davon ab.

Elefantenmuter und Elefantenbaby Elefantennachwuchs & Mutter
Elefantendame Temi mit ihrem Baby

Bestäubung Elefantenmutter füttert ihr Junges
Links: “Bestaubung” – Rechts: Mutter füttert Elefantenkalb

Der Andrang war uns hier aber viel zu groß, wobei vor allem einige ältere Herren, teilweise mit bis zu zwei Kameraausrüstungen im Preisbereich eines Kleinwagens ausgestattet, wohl meinten hier im Zoo auf Safari zu sein und ziemlich rücksichtslos durch die Menge drängten um ihre Aufnahmen zu machen. Ich kenne solche Ausrüstungen von professionellen Pressefotografen auf Großveranstaltungen oder für Tierfotografen die in freier Wildbahn ihre Aufnahmen machen – aber in einem Tierpark mit so etwas rumzurennen kommt wohl etwa auf der selben Ebene wie Leute die ihre Sportwagen ständig um den Block spazieren fahren um die Aufmerksamkeit der Nachbarn auf sich zu ziehen. Unterstes Niveau so etwas – einfach nur erbärmlich. Aber wenn man etwas zu kompensieren hat, kann man dies auch durch das spazierentragen teurer, vollkommen überdimensionierter Kameras tun. Na ja, wer so was braucht soll damit glücklich werden – nur bitte nicht dabei andere Belästigen. 😉
Nach einer kleinen Erfrischung zu vollkommen überteuerten Preisen und einer kurzen Pause machten wir uns schließlich wieder auf den Weg. Vorbei an einem Gehege in dem sich einige Damagzellen bzw. Mhorrgazelle tummelten

Damagazelle / Mhorrgazelle Damagazelle / Mhorrgazelle
Damagazellen / Mhorrgazellen

erreichten wir schließlich das Gehege der Mantelpaviane, wo sich einige der Tiere direkt vorne am Wassergraben aufhielten und in den Rinnen und am Boden nach Nahrung zu suchen schienen oder am Wassergraben tranken, während sich in den schattigeren Bereichen andere Tiere gegenseitig lausten oder einfach nur in der Wärme des Nachmittags dösten.

Junger Mantelpavian Mantelpaviane
Links: Junger Mantelpavian – Rechts: Mantelpavian-Männchen und Jungtier

Trinkende Mantelpaviane Junger Mantelpavian
Links: Trinkende Mantelpaviane – Rechts: Jungtier

Lausende Mantelpaviane Fressender Mantelpavian
Links: Gegenseitiges Lausen – Rechts: Fressender Mantelpavian

Mantelpavianmännchen Mantelpavianmännchen
Mantelpavian-Männchen

Weiter ging es an einem geschlossenen Gehege vorbei, in dem sich einige Königspinguine tummelten. Leider waren hier so viele Menschen und so verschmierte Scheiben, dass ich jegliche Aufnahmen verzichten musste. Schräg gegenüber beäugte ein Vogel Strauß das bunte Treiben träge aus seiner Position im Schatten eines großen Baumes – leider so nah an der Begrenzung dass ich keine Ganzkörper-Aufnahme machen konnte – jedoch gelang mir ein schönes Portrait des Tieres.

Vogel Strauß - CloseUp
Portrait eines Vogel Strauß

Weiter hinten trieben sich außerdem im selben Gehege einige Marabus herum – Vögel die nicht gerade einen Schönheitswettbewerb gewinnen würden, aber dennoch interessant anzusehen sind.

Marabu Marabus
Marabus

Der nächste Bereich den wir erreichten beschäftigte sich mit der arktischen Tierwelt. Als erstes erreichten wir dabei die Becken mit den Seelöwen, rechts die erwachsenen Tiere und links ein kleineres Becken mit einigen Jungtieren – der sogenannte “Kindergarten”. Von der erwachsenen Seelöwen gelang mir leider kein schöner Schnappschuss, da sie sich entweder unter Wasser oder mit dem Rücken zum Publikum auf einem Felsen aufhielten. Anders bei den Jungtieren, die gut sichtbar in der Wärme des Nachmittags auf einem Felsen vor sich hin dösten.

Junger Seelöwe Seelöwen
Junge Seelöwen

Bei den Eisbären fanden wir eine ähnliche Situation vor – durch die aktuelle Wärme waren die Tiere nicht sonderlich geneigt dazu sich viel zu bewegen. Aber zumindest hatten sich eines von ihnen so platziert dass man es einigermaßen gut beobachten konnte – zumindest etwas.

Eisbär im Schatten Dösender Eisbär
Eisbär

Wir hatten nun das südliche Ende des Tierparks erreicht und wandten und wieder in Richtung Norden. Bald schon kamen wir an einem niedrig umzäunten Gelände vorbei, in denen sich einige seltene Hausziegen-Rassen aufhielten. Besonders fiel uns dabei ein älterer Bock auf, der mit den Vorderläufen über den Zaun hing und versuchte mit der Zunge einige Leckerchen aus einem Automaten zu lecken.

Ziegenbock auf "Nahrungssuche" Junge Hausziege
Links: Ziegenbock auf “Nahrungssuche” – Rechts: Junge Hausziege

Vorbei an einem Biergarten mit angeschlossenem Spielplatz, in dem sich passenderweise vornehmlich junge Familien mit Kindern aufhielten setzten wir unseren Weg in Richtung Norden fort.

Südlicher Biergarten
Biergarten im Tierpark Hellabrunn

Wir passierten nun einen Bereich in dem wir einige Nilgau- und Hirschziehen-Antilopen beobachten konnten.

Nilgau- & Hirschziegen-Antilopen

Kurz hielten wir uns dann am Gehege mit zwei Bartschweinen, einer südostasiatischen Schweineart die sich vor allem durch ihren schmaleren Körperbau und die weißlich-gelben Haare um ihre Schnauze auszeichnen, auf um wenig später ein Stück in Richtung Osten abzubiegen.

Bartschweine Bartschwein
Bartschweine

Hier gab es schließlich Tapire – um genau zu sein südostasiatische Schabrackentapire – zu bewundern – wobei bewundern wohl etwas übertrieben ist, denn der eine döste relativ unbeweglich im Schatten eines Baumes, während der andere weit hinten im Gehege hin und her lief.

Tapir (Schabrackentapir) Tapir (Schabrackentapir)
Tapire (Südostasiatische Schabrackentapire)

Im nächsten Bereich stand ein großer Gaur Bulle, ein zu einer ebenfalls aus Südostasien stammenden Rinderrasse gehörendes Tier, das uns kritisch zu beäugen schien während wir langsam an ihm vorbei gingen. Zumindest war ich der Meinung, dass uns das Tier mit seinem Blick folgte – aber da konnte der Eindruck auch täuschen.

Gaur Gaur-Bulle
Gaur-Bulle

In der nun folgenden Villa Dracula mit ihrer Höhlennachbildung, in der echte Fledermäuse in relativer Dunkelheit flogen, konnte ich verständlicherweise keine Aufnahmen machen. Erst an einem weiteren Pinguingehege mit einigen Tieren die in einer großen Gruppe zusammen standen und die Besucher ansahen, während einige andere von ihnen im Wasserbecken davor schwammen. Ich meine sie als Brillenpinguine identifizieren zu können, die Musterung vor allem am Kopf erscheint unverkennbar.

Brillenpinguine Pinguine

Vom Sibirischen Tiger in einem der folgenden Freigehege konnten wir leider nur wenig sehen – das einzige was wir erkennen konnten war ein Stückchen Fell zwischen einigen Gräsern und Stämmen wo sich das Tier wohl zum Nickerchen niedergelassen hatte. Erst das Panzernashorn im gegenüberliegenden Bereich war es wieder wert die Kamera aus meiner Tasche zu holen – auch wenn das Horn besagten Nashorns fehlte. Schade – um eine Sicherheitsmaßnahme gegen Wilderer konnte es sich hier ja wohl kaum handeln. Immerhin waren wir in einem Zoo.

Panzernashorn Panzernashorn
Hornloses Panzernashorn

Nach einem felsigen Bereich mit einigen weißen Bergziegen

Weiße Bergziege
Bergziege

kamen wir schließlich zu einem weitläufigen Gelände das einen Braunbären beherbergte. Und wir hatten Glück, denn das Tier hielt sich nicht nur im sichtbaren Bereich auf, das Gehege war auch angenehm grün und recht naturgetreu, so dass die Fotos die ich hier machen konnte fast wie die Aufnahmen eines frei lebenden Tieres wirkte. Sehr schön muss ich sagen – denn wie viele andere Zoos ist auch Hellabrunn an vielen Stellen doch leicht “betonlastig”. Aber ganz naturgetreu wäre wohl doch etwas zu kostspielig.

Braunbär Braunbär

BraunbärBraunbär
Umher streifender Braunbär

Damit neigte sich unser Besuch im Tierpark Hellabrunn im Süden Münchens auch schon dem Ende zu. Zuletzt machte ich noch eine Aufnahme einer Gruppe von Rosa Pelikanen

Rosa Pelikane
Rosa Pelikane

und wenig später erreichten wir schon wieder den Eingang an der Tierparkstraßen-Brücke und verließen den Zoo nach unserem ausgiebigen Besuch. Das einzige was ich vermisst habe waren die Erdmännchen, die ich sowohl im Karlsruher Zoo als auch in der Wilhelma in Stuttgart gesehen hatte. Außerdem hatten wir die begehbare Voliere mit freifliegenden Vögeln verpasst, die wir – wohl unbewusst – geschickt umgangen hatten. Schade – aber ich war bestimmt nicht das letzte Mal hier. Das werde ich bei Gelegenheit mal nachholen.
Nachdem wir die Brücke über die Isar überquert hatten, entschieden wir die dort befindliche U-Bahn Station Thalkirchen zu nutzen, um zurück in die Innenstadt zu kommen.


U-Bahn Station Thalkirchen

Sendlinger Tor

Mit der U3 fuhren wir schließlich bis zur Haltestelle Sendlinger Tor im sogenannten Hackenviertel am südlichen Ende der Sendlinger Straße. Hier stiegen wir zurück an die Oberfläche.

Sendlinger Tor
Sendlinger Tor

In einem Café direkt neben dem klassisch anmutenden Filmtheater Sendlinger Tor ließen wir den Tag schließlich ausklingen.

Filmtheater Sendlinger Tor
Filmtheater Sendlinger Tor

Von hier aus machte ich mich über die Sendlinger Straße dann zu Fuß über zurück zum Marienplatz von wo ich dann die S-Bahn der Stammstrecke in nach Hause nutzte. In der Summe in wirklich interessanter Ausflug, der mir einen weiteren interessanten Teil Münchens nähre gebracht hat. Und es gibt noch viel zu entdecken – bleibt nur zu hoffen dass sich das Wetter auch nächstes Wochenende etwas freundlich gestaltet, so dass ich weitere Bereiche dieser Stadt erkunden kann.
Wie immer zum Abschluss dieses Berichtes eine kleine Übersichtskarte über die zurückgelegte Strecke.
Update 07.09.2011:Hier nun auch eine interaktive zoombare Karte auf Basis von Google Maps:
[sgpx gpx=”http://blog.subnetmask.de/tracks/Flaucher-Hellabrunn.gpx”]
Müssten in der Summe an die 10km reiner Fußmarsch gewesen sein – die Strecke mit der U-Bahn mal raus gerechnet. insgesamt dauerte ungefähr von Tour von 11:15 bis 18:30 Uhr. Für einen Spaziergang nicht schlecht – mal schauen wo es mich bei der nächsten Tour hin verschlagen wird – aktuell habe ich noch keine konkreten Pläne gemacht.

Wilhelma – Zoo & botanischer Garten Stuttgart

Tuesday, October 26th, 2010

Ende letzter Woche – ich hatte ja Urlaub – war mir etwas Langweilig und daher entschloss ich mich spontan, mal wieder einen Zoo zu besuchen und ein paar Aufnahmen zu machen. Mein letzter Zoobesuch im Zoo in Karlsruhe liegt ja schon einige Zeit zurück. Dabei fiel meine Wahl auf den Zoologischen und Botanischen Garten in Stuttgarter, der auch unter dem Namen Wilhelma bekannt sein dürfte. Die alte Schloßparkanlage im Stuttgarter Stadtbezirk Bad Canstatt beherbergt einen der ca. 30 Hektar großen botanisch-zoologischen Garten, der mit seiner Artenvielfalt von etwa 1150 Tierarten der wohl zweitartenreichsten Zoo Deutschlands zählt – nach dem zoologischen Garten in Berlin.


Größere Kartenansicht

Ich fand einen recht problemlos einen Parkplatz im zugehörigen, kostenpflichtigen Parkhaus und erreichte wenig später den Haupteingang. Der Eintrittspreis für einen Erwachsenen lag bei stolzen 12 Euro, doch das war es mir wert. Nachdem ich mein Ticket an einem der zwei geöffneten Schalter gelöst hatte, betrat ich durch ein Drehkreuz, welches sich mit Hilfe der Eintrittskarte öffnen ließ, das eigentliche Zoogelände. Nach wenigen Schritten erreichte ich die erste kleinere Sehenswürdigkeit in Form eines kleinen Flamingo- und Graureiher-Geheges. Flankiert von drei Graureihern tummelte sich hier eine größere Gruppe rosafarbener Flamingos – umgeben von einem Wassergraben – an einem kleinen Teich.

Übersicht Flamingogehege Flamingo
Links: Übersicht Flamingogehege – Rechts: Flamingos Nahaufnahme

Interessant fand ich die Tatsache, dass die Graureiher hier scheinbar die Flamingos von allen drei offenen Seiten zu bewachen und sie wie Hütehunde in der Mitte der kleinen Anlage zu halten schienen. Ich konnte nicht beobachten dass es einer der Flamingos wagte diese unsichtbare Begrenzung zu übertreten.

Graureiher Flamingos
Links: Graureiher Nahaufnahme – Rechts: Flamingos

Vorbei an einigen Gewächshäusern und vorbei an einer kleinen Parkfreifläche erreichte ich schließlich in Becken, in dem sich Kalifornische Seelöwen, die wohl bekannteste aller Seelöwenarten, tummelten. Die Tiere hielten sich die meiste Zeit als ich mich an diesem Becken aufhielt im Wasser auf, schwammen herum und plantschten, wobei es mir schien dass sie dabei versuchten die Gruppe von Kindern zu bespritzen, die sich am Rande des Beckens aufhielten und laut nach den Seelöwen riefen. Jedoch erreichten ihre Wasserplantscher diese nicht – dafür war baulich scheinbar gesorgt. 😉

Kalifornischer Seelöwe / California sea lion Plantschen
Links: Kalifornischer Seelöwe – Rechts: Plantschender Seelöwe

Schwimmender Seelöwe / Swimming sea lion
Schwimmender Seelöwe

In einer kleinen Nische zwischen zwei Gebäudeflügeln des angrenzenden Aquariums, die kaum von den anderen Besuchern beachtet wurde, fanden sich schließlich noch einige Basstölpel an einem Wasserbecken unter einer Voliere. Ich ließ es mir aber nicht nehmen, diese ebenfalls abzulichten.

Basstölpel / Northern gannet Basstölpel / northern gannet
Basstölpel

Als nächstes Ziel steuerte ich das Aquarium an, dass ich durch einen Eingang nahe des Seelöwenbeckens betrat. Die Lichtverhältnisse waren hier zum Fotografieren nicht allzu perfekt, da die einzigen Lichtquellen die größtenteils eher schummrige Beleuchtung der Aquarien war – aber dennoch gelang es mir, einige nette Aufnahmen der hier präsentierten Süß- und Salzwasserbewohner zu machen.

Forellen / Trouts Kugelfisch
Links: Forellenschwarm – Rechts: Kugelfisch

Sterlet Strömer
Links: Sterlet – Rechts: Strömer
Großer Drachenkopf
Großer Drachenkopf

Aber es fanden sich nicht nur Fische in diesem Gebäude, etwas weiter hinten wurde die Ausstellung auch durch Landbewohner in Form einiger Echsen und Amphibien aufgelockert.

Leguane Leguan
Leguane

Blauer Pfeilgiftfrosch Klapperschlangen / Rattle snakes
Links: Blauer Pfeilgiftfrosch – Rechts: Klapperschlangen

Schildkröte / turtle Schildkröte / turtle
Moosbewachsene Schildkröte

Weiter hinten fanden sich auch noch einige eher tropische Fischarten, darunter sowohl an der Wasseroberfläche dümpelnde Vieraugen, bunte Arten wie man sie vielleicht auch in heimischen Aquarien antrifft als auch so exotische Rassen wie gelb-schwarze Seenadeln – Fische die schmal wie in Bleistift durch ein Becken mit farbenfrohen Seesternen schwammen.

Vierauge / Four eyed fish Vieraugen / Four eyed fish
Vieraugen

Seestern / sea star Seenadel / seaneedle
Links: Seestern & Seenadel – Rechts: Seenadel Nahaufnahme

Schließlich verließ ich das Gebäude wieder und wandte mich – wieder vorbei am Seelöwenbecken – in Richung Nordwesten und erreichte dort wenig später das erste von insgesamt drei Affenhäusern. Gut – Affenhaus ist für das erste Gebäude vielleicht übertrieben, da hier auch ein paar Vögel ausgestellt wurde. Besonders interessant fand ich dabei die Hühnerküken, die in verschiedenen Stadien ihrer Entwicklung gezeigt wurden.

Hühnerküken - Frisch geschlüpft / Chicken biddies - Freshly slipt Hühnerküken - Eine Woche alt / Chicken biddies - One week old
Hühnerküken – Links: Frisch geschlüpft – Rechts: Eine Woche alt

Hühnerküken - Zwei Wochen alt / Chicken biddies - Two weeks old Hühnerküken - Drei Wochen alt / Chicken biddies - Three weeks old
Hühnerküken – Links: Zwei Wochen alt – Rechts: Drei Wochen alt

Noch interessanter waren jedoch die Affen – darunter zwei Weißgesichtseidenaffen, von denen einer direkt vorne an der Scheibe – von den Besuchern unbeindruckt – im Boden seines Geheges grub. Ein weiterer hielt sich weiter oben in dem künstlichen Geäst aufhielt und

Weissgesichtseidenaffe / White-fronted Marmoset Weissgesichtseidenaffe / White-fronted Marmoset
Weißgesichtsseidenaffen

Direkt daneben fande sich ein weiteres mit Glasscheiben abgeschottetes Gehege, in dem sich einige Seidenäffchen mit eher roter Mähne aufhielten.

Seidenaffe / Silk Marmoset Seidenaffe / Silk Marmoset
Seidenaffen

Direkt links daneben in einem ansonsten leeren, mit Schlingen behängten Gehege konnte ich des weiteren zwei junge Flachlandgorillas beobachten, die sich miteinander balgten und freundschaftlich rangen.

Balgende Flachlandgorillas / Fighting lowland gorillas Junge Flachlandgorillas / young lowland gorillas
Junge Flachlandgorillas

Viel interessanter wurde es aber im nächsten Affenhaus, in dem ich gleich im ersten Gehege eine Familie von sieben bis acht Flachlandgorillas erleben durfte. Hier tummelte sich eine große Gruppe von anderen Besuchern ebenfalls vor dem mit Glasscheiben abgetrennten Gehege – denn diese Familie konnte mit zwei niedlichen jungen Affenkindern aufwarten, die scheinbar eine richtige Attraktion bildeten. Die Wilhelma in Stuttgart gilt übrigens als DIE Anlaufstelle für die Aufzucht von Jungtieren, die von ihren Müttern verstoßenen Jungtieren. Die hier gezeiten Gorillakinder schienen aber zur Familie zu gehören. Das jüngere der beiden schien noch – verglichen zum Menschen – fast im Baby- oder Kleinkindalter zu sein, das andere erschien aber auch nur wenig älter. Hier konnte ich einige wirklich sehr schöne Aufnahmen dieser Tiere machen, die sich in ständiger Aktion und Bewegung befanden.

Gorillababy / Mountain gorilla baby Junger Gorilla / Young mountain gorilla
Links: Gorillababy – Rechts: Gorillakind

Gorrillababy / Mountain gorilla baby
Gorilla-Baby

Nicht nur die beiden jüngeren Gorillas tobten miteinander, auch die älteren interagierten größtenteils mit den Jungtieren. Vor allem war es interessant zu beobachten, wie die offensichtliche Mutter des Babies das Kind immer wieder aus dem Gerangel heraus nahm und sich auf den Rücken legte. Doch irgendwie gelang es dem Kleingorilla immer wieder, dem Dunstkreis der Mutter zu entkommen.

Gorilla / Mountain gorilla Gorilla-Mutter mit Baby / Gorilla mother & baby
Links: Gorillaweibchen – Recht: Mutter mit Kind

Unverantwortlich fand ich es aber, dass einige Besucher immer wieder mit ihren Kompaktkameras mit eingschaltetem Blitz den Tieren mitten ins Gesicht und gegen die reflektierende Scheibe fotografierten. Nicht nur dass auf Schildern darauf hingewiesen wurde, dass kein Blitz verwendet werden sollte – ich habe meine Aufnahmen übrigens alle ohne Blitz vorgenommen – es muss für die Tiere auch ziemlich störend gewesen sein, was sich teilweise auch in ihrem Verhalten abzeichnete. Dennoch ließen sich vor allem die Jungtiere kaum vom Tollen abhalten.

Junger Gorilla / Young Mountain gorilla Spielendes Gorilla Baby / Playing gorilla baby
Links: Gorillakind – Rechts: Baby

Gorillababy / Mountain gorilla baby
Spielendes Gorillababy

Auch wenn ich mich bestimmt noch weitaus länger hier aufhalten hätte können, entschloss ich mich irgendwann weiter zu ziehen und erreichte das nächste Gehege, wo sich drei eher träge und aktionslos am Boden hockende Orang Utans aufhielten. Hier passierta aber nicht viel und ich wandte mich alsbald dem nächsten Gehege zu.

Orang Utans
Orang Utans

In der letzten Glasbox war eine Familie von Schimpansen zu erkennen, die jedoch auch nur wenig Aktion an den Tag legten. Es gab auch hier zwei jüngere Tiere, von denen vor allem das jüngste hin und wieder mal aus seiner Ecke ausbrach und eher spielend und seine eigene stärke Testend die älteren Tiere angriff, um sich dann unmittelbar in seine Ecke zurückzuziehen und dort zu verschanzen. Aber auch hier erschien es mir nicht sinnvoll, mich hier länger aufzuhalten.

Schimpanse / Chimp Schimpansefamilie / Chimp family
Schimpansen

Im dritten der Affenhäuser, welches mit Niedere Primaten tituliert war, fanden sich weitere Affengehege, in denen sich seine Bewohner doch zum größten Teil irgendwo weit hinten rumdrückten und kaum in Reichweite meiner Linse aufhielten. Eine einzige Aufnahme die zeigenswert erscheint.

Trauriger Primat / Sad primate
Trauriger Primat

Aus dem dritten Affenhaus heraus kommend wandte ich mich nach links und erreichte die Subtropenterasse, die jedoch aufgrund der bereits recht niedrigen Temperaturen eher nordlich bepflanzt erschien. Dennoch gab sie mit ihren Terassenstufen, Brunnen, Gebäuden und Plastiken ein schönes Fotomotiv ab.

Subtropenterassen Subtropenterassen

Subtropenterassen Subtropenterassen
Subtropenterassen

Rechts und links dieser Terassen fanden sich noch einige Vogelvolieren, die jedoch mit so engen Gittern versehen waren, dass hier kaum gute Aufnahmen möglich waren. Zwei Fotos die einigermaßen gelungen will ich aber auch von hier zeigen. Leid tat mir vor allem der rechts gezeigte Blauhyazinthara, der mit stark zerrupften Gefieder über den Boden wanderte.

Grünzügelpapagei / green parrot Zerrupfter Hyazinthara
Links: Grünzügelpapgei – Rechts: Zerrupfter Hyazonzhara

Ich wandte mich nun wieder nach rechts und wanderte etwas bergauf, wo ich wenig später ein Gehege mit einigen Mantelpavianen erreichte. Leider war das Gehege auch hier wie an vielen Stellen in diesem Zoo ziemlich betonlastig – dennoch gelangen mir einige nette Aufnahmen.

Mantelpaviane / sacred baboons Mantelpavian / sacred baboon
Mantelpaviane

Ein kleines Stück weiter oben fand sich schließlich das Elefantengehege, wo sich zwei ältere Tiere tummelten. Auf der linken Aufnahme ist einer der Elefanten zu erkennen, der dampfend gerade ein offensichtliche geheiztes Wasserbad verließ.

Elefant / elephant Elefant / elephant
Links: Dampfender Elefant – Rechts: Weiterer Elefant

Gleich neben den Elefanten fand sich ein Raubtierhaus – jedoch waren alle Gehege im Inneren leer, so daß ich etwas bereute hier überhaupt eingetreten zu sein. Doch in den Außengehegen gelang es mir wenig später dennoch einige Aufnahmen von ein paar der hier lebenden Tiere zu tätigen, die unruhig durch ihre Gehege stromerten – leider wieder etwas von den sehr dicht geratenen Gittern behindert.

Leopard Leopard
(Schnee-?)Leopard

Gepard Gepard
Gepard

Auf dem Weg zum nächsten Gehege begegnete mir schließlich noch ein offensichtlich freilaufender Pfau, der jedoch Abstand von den Besuchern hielt und diese kritisch zu beäugen schien.

Pfau / peacock
Pfau

Das nächste der Gebäude war das Giraffenhaus, das jedoch nicht nur diese Tiere beherbergte, sondern auch die Heimat eines fuchsartigen Fennek und einiger Okapis war. Vor allem die Okapis taten mir hier etwas leid wie sie verloren und einsam in ihren Boxen standen – aber das Wetter war einfach kalt als dass man sie hätte nach draußen lassen können.

Giraffe Giraffe CloseupGiraffen
Fennek / Fennec
Fenneck
Okapi Okapi
Okapis

Nachdem ich das Giraffenhaus verlassen hatte, kam ich nach wenigen Metern an das hiesigen Erdmännchen-Gehege. Unter einer wärmenden Lampe standen hier drei dieser Tiere und beäugten die Besucher aufmerksam. Im Gegensatz zum Zoo in Karlsruhe, wo diese Tiere richtige Sandlandschaft zum Graben hatten erschien mir diese Gehege auch etwa nüchtern für diese ansonsten sehr possierlichen Tiere.

Erdmännchen / meercat Erdmännchen / meercat
Erdmännchen

Vorbei an einem weitläufigeren Gehege, in dem sich einige Grevy-Zebras tummelten

Grevy Zebra Grevy ZebraGrevy-Zebras

erreichte ich schließlich einen kleinen Wald, der scheinbar nur aus – wohlgemerkt noch recht jungen – Mammutbäumen zu bestehen schien.

Mammutbaum / Redwood Mammutbaumwald / Redwood
Mammutbäume

Direkt hinter dem Mammutbaumwald fanden sich weitere Gehege, darunter eines, das von einigen Vikugnas oder Vikunjas, einer Unterart der Lamas, bevölkert wurde. Einige Minderjährige in Begleitung ihrer Großeltern beäugte gerade die Tiere, von denen sich zwei in einer Ecke wohl in den Künsten der Kopulation übten. Ich konnte hören, wie eines der Kinder fragte, was die Beiden da tun würden. Eine peinliche Situation für die älteren Herrschaften, die so etwas wie dass die beiden miteinander spielen würden antworteten und die beiden Kinder dann von dort weg zogen. Ich musste innerlich schmunzeln…

Vikugnas Kopulierendes Vikugnapärchen
Links: Vikungas – Rechts: Kopulierendes Vikungapärchen

Ein Stück weiter fand sich schließlich auch ein größeres Gehege, auf dessen Rasenfläche eine Herde normaler Lamas äste.

Lamas Lamas
Lamas

Viel interessanter als die Lamas fand ich jedoch die gegenüber befindlichen Mähnenwölfe, die ich beim ersten Anblick für größere Füchse hielt. Die Tiere hielten sich größtenteils im hinteren Bereich ihres Geheges auf, dennoch gelangen mir einige hübsche Aufnahmen.

Mähnenwolf / Maned wolf Mähnenwolf / Maned wolfMähnenwölfe

Noch ein Stück dem Weg weiter folgend, vorbei an einem scheinbar unbewohnten Braunbärengehege, erreichte ich schließlich den Bereich in dem sich die Eisbären aufhielten. Zwei der Tiere waren zu sehen, von denen eines im Hintergrund nervös hin und her schlich, während das zweite im Vordergrund die Besucher aufmerksam beobachtete. Welcher der beiden der berühmte Willbär war, vermochte ich nicht zu sagen – ich vermute aber mal dass es das vorne sitzende war.

Eisbär / polar bear Eisbären / Polar bears

Eisbären / Polar bears Eisbären / Polar bear
Eisbären

Direkt neben dem Eisbärenbereich fand sich ein kleines Becken, in dem sich soweit ich erkennen konnte zwei Biber im Wasser vergnügten. Leider erbarmte sich keines der Tiere, mal an Land zu gehen, so dass ich hier nur schwimmende Exemplare ablichten konnte.

Biber Biber
Schwimmende Biber

Am Biberbereich vorbei ging es wieder den vorher bestiegenen Hügel hinunter und ich erreichte die andere Seite des Braunbärengeheges, wo es mir endlich gelang noch ein paar Aufnahmen eines der hier lebenden Tiere zu tätigen.

Braunbär Braunbär
Braunbär

Ein Stück weiter unten erreichte ich schließlich wieder einige Vogelvolieren, in denen Raubvögel und Aasfresser ausgestellt wurden. Von dem Steinadler und den Eulen konnte ich keine Schnappschüsse machen, aber in der größten der Käfige hielten sich in Sichtweite einige Gänsegeier auf. Hier konnte ich trotz der wieder viel zu dichten Gitter einige recht gute Aufnahmen machen.

Gänsegeier Gänsegeier - Gruppe
Links: Einzelner Gänsegeier – Rechts: Gruppe von Gänsegeiern

Schließlich erreicht ich wieder den untersten Bereich des zoologisch-botanischen Gartens und wandte mich in jenen Bereich, den man als Maurischen Garten bezeichnet. Ziemlich zentral in der Mitte der anderen Zooanlagen findet sich dort eine gut gepflegter Park im orientalischen Stil, in dessem Zentrum sich ein großer, kreisrunder Teich mit Seerosen befindet. Ein ruhiges und schönes Stückchen Erde, das natürlich auch schon deutliche Zeichen vom fortschreitenden Herbst zeigte. Dennoch lud es den Besucher irgendwie zur Erholung ein.

Maurischer Garten Maurischer Garten
Links: Verspielt wirkende Laterne – Rechts: Blick in Richtung des Seerosenteichs

Maurischer Garten Maurischer Garten
Links: Seerosenteich – Rechts: Parkbänke am Seerosenteich

Maurischer Garten Maurischer Garten - Seitenweg
Links: Kollonade – Rechts: Seitenweg

Maurischer Garten - Seerosenteich
Seerosenteich

Nach einem kurzen Weg durch das Amazonienhaus, in dem ich aber aufgrund von extrem hoher Luftfeuchtigkeit und beschlagenen Linsen nur wenige Fotos machen konnte,

wandte ich mich ins angrenzende Insektarium, das leider nur zur Hälfte begehbar war, da die Schmetterlingshalle aktuell renoviert wird.

Insektarium

Gut, Insekten gehören – das muss ich zugeben – nicht gerade zu meinen Lieblingstieren. Vor allem die große Spinne, die in einem Terrarium in der Mitte des Gebäudes mochte ich ungern in freier Natur begegnen. Aber auch die anderen Tiere in Form von Heuschrecken, blattförmigen Insekten und Asseln sowie einigen in dunklen Terrarien gehaltene Skorpione hatten ihre gewisse Faszination.

Spinne Heuschrecke
Links: Spinne im Spinnennetz – Rechts: Heuschrecke

Mimikri Asseln
Links: Blattförmiges Insekt – Rechts: Assel-Schwarm

Nachdem ich das Insektarium verlassen hatte und einige Fotos von den Pelikanen schoß, die auf dem vor dem Gebäude liegenden Teich ihre Runden zogen, musste ich feststellen dass meine CF-Karte voll war.

Pelikan - three in a row Pelikan
Pelikane auf dem Teich vor dem Insektarium

Das schien mir ein gutes Zeichen, meinen Zoobesuch für heute zu beenden. Fast vier Stunden war ich über das weitläufige Gelände gewandert – das sollte für den Tag reichen. Für diese Zeit musste ich am Kassenautomat des Parkhauses schließlich fünf Euro bezahlen, was sich aber meiner Meinung nach für diese Zeit noch absolut im Rahmen bewegte.
Auch wenn ich den Park teilweise sehr betonlastig fand und kaum Aufnahmen der Tiere ohne Wände oder Gitter möglich waren, fand ich den Besuch im Stuttgarter Zoo doch sehr lohnenswert. Der Preis von zwölf Euro pro Person ist zwar ziemlich gesalzen, aber die Größe und die Menge an dargebotenen Wildtieren aus allen teilen der Welt macht dies alle Male wett. Einige Baustellen in der Wilhelma zeigten außerdem, dass man offensichtlich dabei ist vielen der Gehegen einen etwas natürlicheren Anstrich zu geben. Was ich während meines Besuches leider viel zu wenig beachtet hatte war der botanische Teil, der mit mehr als 6000 Arten aus allen Klimazonen der Welt – aber Rückbesinnend an meinen Besuch im Pflanzenhaus Fata Morgana bei Prag kann ich da nur sagen, dass Tiere natürlich ein viel anspruchsvolleres Fotomotiv darstellen als es Pflanzen tun. Ich sollte die Wilhelmina auf jeden Fall ein weiteres mal – am besten im Sommer und bei besserem Wetter – erneut besuchen. Herbst ist eben leider nicht die perfekte Jahreszeit für den Besuch in einer solchen Einrichtung.

Karlsruher Zoo

Monday, September 17th, 2007

Ich muß zugeben, daß es mindestens 10 Jahre, wenn nicht sogar noch länger, her ist, daß ich einmal einen Zoo besucht hatte. Am Sonntag, 09. September 2007, war es nun soweit gewesen, daß ich diese Erfahrung mal wieder erneuern konnte, denn wir entschlossen uns dazu, den Zoo in Karlsruhe zu besuchen.


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Der Eintrittspreis von 5 €uronen pro Erwachsenen erschien mehr als aktzeptabel. Vom Kongreßzenztrum her betraten wir also das Gelände des Zoos.

Sea
See mit Bootsrundfahrt durch den Zoo – Eingang vom Kongreßzentrum aus

Auf einem See gleich am Eingang hätte man eine Bootsrundfahrt durch den Zoo machen können, aber wir entschieden uns dazu, den Rundgang zu Fuß zu tätigen. Womit man an einem Sonntag im Zoo natürlich rechnen muß sind massenhaft Familien mit kleinen Kindern – eine Tatsache, die man aber leider nicht ändern konnte. 😉
Folgt man an der ersten Weggabelung dem linken Weg, erreicht man an einem großen Kinderspielplatz vorbei einen kleinen Streichelzoo mit Schafen und ähnlichem Getier, die aber weniger auf Streicheleinheiten als auf einen kleinen Snack von den Besuchern aus waren.

sheep sheep
Tiere im “Streichelzoo”

Etwas weiter sahen wir dann ZwergFlamingos, ein possierliches Tierchen, welches vor allem an den Salzseen Afrikas zu finden ist.

dwarf flamingos dwarf flamingos
dwarf flamingos

Nach einigen Metern konnten wir auf der linken Seite in eine Sonderausstellung zum Thema der Tierwelt Madagaskars besuchen. Bis auf zwei Aufnahmen aus dem Raum mit den Raubkatzen, waren mir hier jedoch aufgrund schlechter Lichtverhältnisse und nicht entspiegelter Scheiben kaum Aufnahmen möglich.

wildcat puma
Links: Raubkatzenjunges – Rechts: Puma

Als wir das Gebäude wieder verließen, stießen wir auf ein großes, mit Glas abgeriegeltes Gehege mit Schimpansen. Leider war bis auf ein älteres Männchen, das gelangweilt auf einer Schaukel saß und die Besucher beobachtete und ein schlafendes Weibchen im Käfig ganz links nicht viel zu sehen.

chimpanze chimpanze
Schimpansenmännchen – Zoo Karlsruhe

Weiter rechts, den Weg zurück folgend wären noch Löwen gewesen, die sich jedoch im hinteren Teil des Geheges aufhielten und der Traube von Besuchern, die sich vor dem Käfig gesammelt hatten, ihre Hinterteile entgegen streckten. Ich verzichtete daher hier auf Aufnahmen.
Weitaus interessanter erschienen mir da dann die kleineren Affen sowie die Lemuren, die sich in einem Freigehege einige Meter neben dem Schimpansenhaus aufhielten.

katta lemur small ape
Links: Katta Lemure – Rechts: Kleiner Primat
balance Ape
Links: Balanceakt – Recht: Affenmännchen auf Baumstamm

duck
Ente vor dem Affenfreigehege

Bevor wir dann ein einigen Kamelen vorbei kamen, sahen wir in einer Seitengasse noch einige kleine, aggressive Ziegen, welche immer wieder wie angreifend mit dem Kopf gegen das Gatter stießen sowie eine Kuh im selben Gehege, die sich die Zeit damit vertrieb, mit einem Stock herum zu spielen.

camel cow - playing with stick
Links: Kamel – Rechts: Kuh spielt mit Stock

Nach dem Kamelgehege führte ein weitere Seitenweg linker Hand zu einem kombinierten Gehege mit Straußen und Zebras.

strauß zebra
Links: Vogel Strauß – Rechts: Zebra

strauß Junges Zebra
Links: Strauenpaar – Rechts: Junges Zebra

Nun folgte ein kurzer Besuch im Giraffenhaus, wo diese wohl gerade gefüttert wurden. Durch die Gitterstäbe wurden die Aufnahmen nicht ganz so gut – später im Freien gelangen mir jedoch noch einige bessere Aufnahmen. Im Außengehege der Giraffen hielten sich außerdem einige Marabus auf – auf den ersten Blick zwar hässlich wirkende, aber dennoch faszinierende Vögel aus der Familie der Störche.

Giraffenfütterung Giraffenmännchen
Giraffen während der Fütterung im Giraffenhaus

Giraffe Young Giraffe
Links: Nahaufnahme Giraffe – Rechts: Äsendes Giraffenjunges

Marabu Marabu
Marabus im Giraffenfreigehege

Gleich gegenüber des Giraffenhauses fanden wir ein großes Freigehege mit Pool für einige Pinguine.

Kissing penguins Penguin
Links: Schnäbelnde Pinguine – Rechts: Pinguine

Penguin Portrait of a penguin
Links: Pinguin – Rechts: Nahaufnahme

Nach dem Freigehege mit den Giraffen, die ich ja bereits oben gezeigt hatte, kamen wir an einem weiteren Freigehege für afrikanische Rinder vorbei.

African Cattle Cattle
Afrikanische Rinder

Nun folgte eine kurze ” Durststrecke”, auf der es nichts groß zu sehen gab. Erst nach einigen Wegminuten und einem Abbieger nach rechts erreichten wir ein wieder belegtes Gehege, in dem sich Nandus tummelten. Von den erwachsenen Vögeln gelangen mir aufgrund der schlechten Lichtverhältnisse keine guten Aufnahmen, aber von den Küken konnte ich mit Hilfe meines Zoomobjektives einen netten Schnappschuß machen.

Young Nandus
Links: Nandugehege mit viel Schatten – Rechts: Nanduküken beim Trinken

Etwas weiter fanden wir ein weiteres Gehege mit einer kleinen Gazellenart, die sich aber leider hauptsächlich ziemlich weit oben am Hang zusammengedrängt hatten. Ich versuchte von oben herunter einige Schnappschüsse zu erhaschen.

'Gazelle - Zoo Karlsruhe' von JaBB 'Gazelle - Zoo Karlsruhe' von JaBB

'Nahaufnahme Gazelle - Zoo Karlsruhe' von JaBB 'Gazelle - Zoo Karlsruhe' von JaBB
Gazellen

Auf der selben Höhe wie das Gazellengehege fanden wir auch eine größere Voilére mit einigen Eulenarten – ein Photo von hier habe ich ja bereits in der Vorschau veröffentlicht.

'Schreiende Schneeuele - Zoo Karlsruhe' von JaBB 'Schneeeule - Zoo Karlsruhe' von JaBB
Links: Schreiende Schneeule – Rechts: Nahaufnahme Schneeeule

'Brillenkauz - Zoo Karlsruhe' von JaBB 'Schleiereulenpaar - Zoo Karlsruhe' von JaBB
Links: Brillenkauz – Rechts: Bartkauz-Pärchen

Wir stiegen weiter den Berg hinauf und konnten jetzt bereits erkennen, daß wir uns in Richtung des Eisbärgeheges bewegten. Bevor es Knut gab, sollen die Karlsruher Eisbären wie man mir erzählte wohl die brühmtesten in Deutschland gewesen sein. Bevor wir dies jedoch erreichten, stoppten wir kurz bei den Erdmännchen – eine Tierart die nun wirklich extrem niedlich finde.

'Erdmännchen - Zoo Karlsruhe' von JaBB 'Erdmännchen - Zoo Karlsruhe' von JaBB
Erdmännchen – der Aufpasser

'Looking - Ermännchen Zoo Karlsruhe' von JaBB 'Zoo Karlsruhe' von JaBB
Links: Looking – Rechts: Weiteres Erdmännchen

'Erdmännchen - Zoo Karlsruhe' von JaBB 'Digging - Zoo Karlsruhe' von JaBB
Links: Müde – Rechts: Digging

Nun endlich konnten wir uns den Eisbären zuwenden, die wohl gerade zu fressen bekommen hatten und sich an ihrem Fisch gütlich taten. Überall im Gehege tummelten sich gleichzeitig unzählige Krähen, die nicht nur darauf warteten, daß die Bären mit ihrer Mahlzeit fertig waren, sondern hier und dort sogar frech versuchten, ihren Anteil sofort zu bekommen – was jedoch von den beiden erwachsenen Eisbären verhindert wurde. Erst als diese satt waren, bot sich für die Krähen Gelegenheit, sich über die Reste her zu machen.

'Eisbär - Zoo Karlsruhe' von JaBB 'Eisbär - Zoo Karlsruhe' von JaBB
Eisbären bei der Fütterung

'Oh nooo - Zoo Karlsruhe' von JaBB 'Fressender Eisbär - Zoo Karlsruhe' von JaBB
Links: Oh nooz 😉 – Rechts: Nahaufnahme

'Eisbär - Zoo Karlsruhe' von JaBB

'Eisbär - Zoo Karlsruhe' von JaBB 'Eisbär - Zoo Karlsruhe' von JaBB
Fressende Eisbären

'Krähen im Eisbärgehege - Zoo Karlsruhe' von JaBB 'Resteverwertung - Zoo Karlsruhe' von JaBB
Links: Wartene Krähen – Rechts: Resteverwertung

Nach den Eisbäre rasteten wir erst einmal kurz neben einem Gehege mit Bennett-Kängeruhs und gönnten uns ein Eis, bevor wir unseren Rundgang fortsetzten.

'Bennett-Kängeruh - Zoo Karlsruhe' von JaBB 'Bennett Kängeruhs - Zoo Karlsruhe' von JaBB
Bennett-Kängeruhs

Der weitere Weg führte uns an einem weiteren Affen- & Reptilienhaus vorbei. Neben einem grünen Leguan, der dort vor sich hin döste, bekamen wir hier Liszt-Äffchen zu sehen – d.h. wir versuchten es. Aber die einzigen die wir zu Gesicht bekamen, waren zwei Männchen, die sich im oberen Bereich ihres Refugiums ein heftiges “Wortgefecht” (wenn man das bei Affen so sagen kann) lieferten. Da sie dabei heftig hin und her sprangen, war es schwierig sie scharf zu bekommen.

'Grüner Leguan - Zoo Karlsruhe' von JaBB 'Grüner Leguan - Zoo Karlsruhe' von JaBB
Grüner Leguan – Links: Schlafend / Rechts: Wach (Augen offen)

'Lisztäffchen - Zoo Karlsruhe' von JaBB 'Lisztäffchen - Zoo Karlsruhe' von JaBB
Lisztäffchen

Als letztes Gehege erreichten wir schließlich die nebeneinander liegenden Freiläufe von Elefanten und einem Nilpferd. Hier schien gerade die Fütterung bevor zu stehen, denn sowohl das das Nilpferd als auch der Elefantenbulle standen abwartend, teilweise sogar unruhig, vor den Eingängen zum Gebäude. Daher konnte ich das Nilpferd bedauerlicherweise auch nur von hinten erwischen.

'Elfanten - Zoo Karlsruhe' von JaBB 'Elefant - Zoo Karlsruhe' von JaBB
Elefanten – wohl afrikanischer Art

'Nilpferd von hinten - Karlsruher Zoo' von JaBB
Das Nilpferd – mehr als sein Hinterteil bekamen wir nicht zu sehen

Nachdem wir eine Brücke über den Kanal überquert hatten, durch den auch die Bootsrundfahrt vom See her lief, wandten wir uns an einem etwas überteuert wirkenden Imbiss/Café nach rechts und gingen wieder in Richtung der Seeanlage.

'Pfau - Zoo Karlsruhe' von JaBB
Im Gebüsch versteckter Pfau

'Bootskanal - Zoo Karlsruhe' von JaBB 'Entenquartett - Zoo Karlsruhe' von JaBB
Links: Bootskanal – Rechts: Entenquartett

Zum Abschluß gingen wir am anderen Seeufer entlang wieder zu jenem Eingang zurück, durch den wir gekommen waren. Dabei passierten wir mehrere Grünflächen, einen japanischen Garten sowie einen großen Rosengarten.

'Japanischer Garten - Zoo Karlsruhe' von JaBB 'Japanischer Garten - Zoo Karlsruhe' von JaBB
Japanischer Garten

'Figur im Grünen - Zoo Karlsruhe' von JaBB 'Seeanlage - Zoo Karlsruhe' von JaBB

Es war inzwischen wirklich spät geworden und ich mußte ja noch zurück nach Jena. Daher machten wir uns auf den Rückweg, den wir nur noch kurz durch einen Kaffee in einer netten Straßenkneipe unterbrachen. Es war schließlich bereits fast Abend, als ich endlich gepackt hatte und meine Sachen im Auto verpackte, um los zu fahren.
Danke an dieser Stelle noch einmal an D & A für das schöne Wochenende und speziell an D fürs aktive Assistieren beim Kamera-Objektivwechsel im Zoo. 😉