Fenchel-Tomaten-Ragout [05.10.2010]

Zuerst überlegte ich heute natürlich, die “Spaghetti Bolognese mit Parmesan” aus der Sektion Globetrotter zu wählen. Aber auch die “Spezial Nudeln nach Shanghai Art“, das “Nua Pad King – Rindfleisch scharf mit Frühlingszwiebeln, Bambus und Ingwer” oder die “Gebratene Ente mit verschiedenen Gemüse” von der Asia-Theke klangen eigentlich ganz gut. Und sieht man mal von den Kalorien ab klang sogar das traditionell-regionale “Holzfällersteak vom Schweinenacken mit Zwiebeln und Röstkartoffeln” sehr verlockend. Aber ich war heute Experimentierfreudig und entschloss mich schließlich, dem “Fenchel-Tomaten-Ragout mit Kartoffeln” aus der Vitality Sektion eine Chance zu geben. Ein ungewöhnliches Gericht, soviel steht fest, aber es schien mir einen Versuch wert.

Fenchel-Tomaten-Ragout / Fennel tomato ragout

Abgesehen von einem Hokifilet mit Fenchelgemüse hatte ich bisher recht wenig Berührung mit Fenchel als Gemüse – ich kannte das ganze bisher primär als Teesorte. Natürlich müssen wir hier prinzipiell zwischen verschiedenen Arten von Fenchel unterscheiden: Dem Gewürzfenchel, dessen Samen im Tee Verwendung finden und schließlich der Gemüsefenchel, dessen Knollen zu Gerichten wie diese hier verarbeitet werden. Geschmacklich glich es auch eher einem gekochten Salat, recht bissfest und leicht würzig. Am Anfang muss ich zugeben war es etwas Gewöhnungsbedürftig, aber nach ein paar Bissen schmeckte das mit Tomatenstückchen und Zwiebeln und auf einigen kleinen bis mittelgroßen Salzkartoffeln sowie in einer Gemüsebrühe ruhende Fenchelkraut doch ganz schmackhaft. Mal was vollkommen anderes, aber mit gerade mal 375kcal oder 9 WW ProPoints natürlich unschlagbar leicht. Und sogar die Sättigung hielt bis zum Abend vor – was bei vegetarischen Gerichten ja leider nicht immer der Fall ist.
Dass das Fenchelgemüse natürlich auf dem letzten Platz in der allgemeinen Kantinengäste-Beliebtheitsskala landete, war abzusehen. Ich sah außer mir gerade noch zwei andere Gäste, die das Gericht gewählt hatten. Unschlagbar auf Platz eins lagen natürlich die Spaghetti Bolognese, gefolgt von Asia-Gerichten, das meines Eindrucks nach noch knapp vor den Asia-Gerichten lag. Auch wenn ich Fenchelgemüse auch jetzt noch nicht unbedingt zu meinem Lieblingsgemüse zählen würde, so bin ich doch um eine geschmackliche Erfahrung reicher. Und alleine dadurch hat sich meine Entscheidung heute eigentlich schon gelohnt. 😉

Mein Abschlußurteil:
Fenchel-Tomaten-Gemüse: +

Kurztest Wagner Herzhafter Flammkuchen Original

Als ich heute mein Tiefkühlfach überprüfte, stieß ich dort auf eine Packung Wagner Herzhafter Flammkuchen, ein Tiefkühlprodukt dass ich vor einiger Zeit zum Preis von 2,49 Euro im lokalen tegut Markt erworben hatte. Elsäßer Flammkuchen mag ich sehr gerne, doch leider bekommt man ihn in den Bereichen wo ich mich meist aufhalte eher selten. Da kam mir das ganze als fertiges TK-Produkt natürlich gerade recht.
Das ganze kommt wie eine TK-Pizza – im Grunde genommen handelt es sich hier ja um eine Art deutsche Pizza – in einem Pappkarton.

01 - Packung vorne
Packung vorne

02 - Packung hinten
Packung hinten

In der Verpackung findet sich der vorgebackene und anschließend gefrorene Flammkuchen, aus hygienischen Gründen natürlich wie üblich in Folie eingepackt.

03 - In Folie
Flammkuchen in Folie

Die Folie lässt sich einfach mit den Fingern öffnen – eine Eigenschaft die man leider nicht bei allen Fertigpizzen antrifft. Anschließend haben wir den 25cm durchmessenden und 300g schweren TK Flammkuchen vor uns.

04 - gefroren
Flammkuchen Tiefgefroren

Für die Zubereitung heizen wir den Ofen mit Ober- und Unterhitze auf 230 Grad vor (Umluft: 200 Grad – Gas: Stufe 4 – 5) und schieben den noch tiefgefrorenen Flammkuchen auf mittlerer Höhe hinein. Um einen gleichmäßigen Backvorgang auch am Boden zu gewährleisten, entschied ich mich auch hier wieder für den Rost anstatt des Bleches.

05 - im Ofen
Im Ofen

Die Verpackung schlägt eine Verweildauer von 10 bis 12 Minuten vor. Ich verließ mich hier natürlich wie immer auch auf meine Augen und entnahm nach etwas mehr als 10 Minuten aus dem Ofen. Das Creme frâiche blubberte bereits auf dem Teigboden und die Spitzen des Schinkens wurden langsam dunkel. Der Geruch der warme Zwiebeln verbreitete sich deutlich merklich in der Küche.

06 - Flammkuchen fertig
Flammkuchen fertig

Geschmacklich kam der Wagner Flammkuchen meiner Meinung nach dem sehr nahe was ich unter eine richtigen Flammkuchen verstehe. Auf einem dünnen,durchgehend knusprigen Boden war eine dünne Schicht mit reichlich Zwiebeln belegter Creme frâiche verteilt, auf dem mehr als genug leicht salziger Schinkenstreifen verteilt war. Das harmonierte meiner Meinung nach gut mit dem leicht süßlichen Geschmack des Creme frâiche-Zwiebel-Belages. Dabei erwies sich der Rand als angenehm schmal und dünn so wie ich es mag. In der Summe eine wirklich gelungene Fertig-Zubereitung wie ich feststellen durfte.

Wie immer werfen wir aber natürlich auch einen Blick auf die Nährwerte:

Nährwerte:
  100g 300g
(Pizza)
Brennwert: 1025 kj
245 kcal
3075 kj
735 kcal
Eiweiß: 7,3g 21,9g
Fett:
davon gesättige Fettsäuren:
14,4g
5,7g
43,2g
17,1g
Kohlehydrate:
davon Zucker:
21,7g
2,0g
65,1g
6,0g
Ballaststoffe: 1,5g 4,5g
Natrium: 0,52g 1,56g
Broteinheiten: 1,8g 5,4g

Das entspricht 20 WW ProPoints – ich hatte aufgrund der hohen Fettwerte mit einem weitaus höheren Ergebnis gerechnet, denn immerhin sind 14,4g Fett auf 100g der höchste Fettanteil bei allen bisher getesteten Pizzen. So erwies sich dieser Flammkuchen aber als nicht erheblich schlimmer als jede andere Fertigpizza. Somit kann ich für Liebhaber von TK Fertigpizzen und ähnlichen gearteten Gerichten durchaus meine Empfehlung für dieses Gericht aussprechen. Ich fand es auf jeden Fall sehr schmackhaft und auch optisch durchaus ansprechend.

Meine Abschlußwertung:

Boden/Rand: 3 von3 Sternen
Duft: 3 von3 Sternen
Belag/Optik: 3 von3 Sternen
Geschmack: 3 von3 Sternen

Pla Rad Prik [08.09.2010]

Der Mittwoch hatte sich über die letzten Wochen ja zu meinem Fischtag entwickelt. Das wollte ich auch beibehalten – dazu waren die “Griechischen Bifteki mit Tzatziki und Zwiebeln und Tomatenreis” aus dem Bereich Globetrotter und die “Käsespätzle mit Röstzwiebeln (Knöpfle)” bei den traditionell-regionalen Gerichten natürlich nicht sonderlich geeignet. Der “Gedünstete Seelachs nach Art Espanol mit Kräuter-Knoblauch-Kartoffeln” wiederum klangen sehr interessant und wanderten in die engere Auswahl. Aber im Asia-Bereich entdeckte ich eine interessante Alternative, denn neben “Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen” gab es dort heute auch “Pla Rad Prik – Gebackener Fisch mit ffrischem Gemüse in süß-saurer Sauce” angeboten. Süß-saurer Fisch fand ich klang interessant, also wählte ich letztlich dieses Gericht. Interessant hier war, dass meine Vorgänger wie häufig zuvor den Gros der Fischstücke heraus gelesen und größtenteils das Gemüse übrige gelassen hatten – hier hatte die Köchin jedoch vorgesorgt und fügte extra Fisch aus einer bereits stehenden Schale hinzu, als ich nach den Resten suchte. Gute Idee – wenn man seine Kundschaft kennt, kann man halt vorsorgen. 😉 Dazu gab es wie meist bei den Asia-Speisen eine Schale Reis mit einem Löffel Sambal Olek.

Pla Rad Prik (Fisch süß-sauer / Fish sweet-sour)

Neben den zarten, glücklicherweise grätenfreien und panierten Fischfiletstückchen fanden sich wie üblich eine reichliche Auswahl an verschiedenen Gemüsesorten in der Zusammenstellung. Ich entdeckte u.a. Zucchini, Brokkoli, Karotten, Zwiebeln, Paprika, Salat und auch einige Ananasstückchen – das ganze in einer angenehm süß-sauren Sauce, die meiner Meinung nach sehr gut auch zu Fisch passte. In der Summe aus meiner Sicht eine gute Wahl – würde ich jederzeit wieder nehmen.
Bei den anderen Kantinengästen waren aber heute sehr eindeutig die Bifteki am beliebtesten. Danach kamen die Käsespätzle, dann die Asia-Gerichte und ganz knapp danach auch schon der Seelachs “Espanol”. Kalorientechnisch wäre dieser mit Sicherheit auch für mich die beste Wahl gewesen – aber ich denke ich habe auch mit dem süß-sauren Fisch mein Kalorienkonto nicht über die Maße belastet.

Mein Abschlußurteil:
Pla Rad Prik: ++
Reis: ++

Kurztest Dr. Oetker Culinaria Chakalaka

Bevor die Fußballweltmeisterschaft 2010 ja nun fast vorüber ist, will ich noch schnell ein weiteres WM Produkt testen, das bereits seit einigen Wochen in meinem Tiefkühlfach wartet: Die Dr. Oetker Culinaria Chakalaka-Style, die ich wenn ich mich recht entsinne für 2,89 Euronen im hiesigen Rewe-Markt erworben habe. In der Beschreibung wird von knusprigen Baconstreifen, gegrillten Zwiebel- und Paprikastücken und einer Knoblauch- und Chili-Würzung gesprochen – was wie ich fand recht vielversprechend klang.

01 - Packung Vorderseite
Packung vorne

02 - Packung Rückseite
Packung hinten

Wie bei allen bisher getesteten Fertigpizzen auch findet sich in der Pappverpackung eine in Folie eingeschweißte, vorgebackene und tiefgefrorene Pizza.

03 - in Folie
Pizza in Folie

Ausgepackt ist die Pizza ziemlich genau 23cm im Durchmesser – ein guter Durchschnittswert den ich auch bei vielen anderen Pizzen dieser Art messen konnte.

04 - ausgepackt

Für die Zubereitung wird der Ofen auf 210 Grad vorgeheizt und dann die Pizza eingeschoben, um laut Beschreibung 11-15 Minuten dort zu verbleiben und aufzubacken. Ich ließ sie jedoch fast 20 Minuten darin, da sie mir nach 15 Minuten noch nicht so ganz fertig aussah.

05 - im Ofen
Pizza im Ofen

Trotz dieser doch recht langen Zeit im Ofen musste ich beim rausholen der Pizza feststellen, dass der Boden noch etwas durchdrückte und nicht ganz fest geworden war – und das trotz 5 Minuten längerer Backzeit als vorgeschrieben war. Länger wollte ich sie aber beim besten Willen nicht im Ofen lassen. Trotz dieser leichten Instabilität sah das was ich da raus geholt hatte meiner Meinung nach schon mal ganz gut aus.

06 - Pizza Culinaria Chakalaka fertig
Pizza fertig

Auch geschmacklich fand ich sie dann ganz gelungen. Der Chakalaka-Style war meiner Meinung nach gut getroffen – einzig fand ich dass die gelben Paprikastücke irgendwie doch nicht ganz dazu passten. Vielleicht hätte man hier doch lieber zu Mango greifen sollen, was meines Ermessens nach gut in die Gesamtkomposition gepasst hätte. Dennoch: Gute Pizza – hat mir vorzüglich gemundet.

07 - Pizza angeschnitten

Werfen wir zum Abschluß noch einen Blick auf die Nährwerte:

Nährwerte:
  100g 365g
(Pizza)
Brennwert: 950 kj
226 kcal
3466 kj
827 kcal
Eiweiß: 8,6g 31,5g
Fett:
davon gesättige Fettsäuren:
10,3g
4,2g
37,5g
15,3g
Kohlehydrate:
davon Zucker:
25,7g
2,6g
37,7g
15,3g
Ballaststoffe: 1,9g 6,9g
Natrium: 0,72g 2,61g

Das entspricht 23 WW ProPoints. Natürlich absolut kein diätisches Lebensmittel, aber mit diesen Werten durchaus im unteren Kaloriensegment der bisher getesteten Fertigpizzen anzusiedeln. Einzig die Backfrische von Wagner liegt mit 720kcal noch unterhalb dieser Werte. Dass der Boden nicht so ganz fest geworden ist sehe ich aber als kleinen Minuspunkt – denn lange genug war sie ja im Ofen. Geschmacklich hatte dies aber glücklicherweise so gut wie keinen Einfluß.

Meine Abschlußwertung:

Boden/Rand: 2 von3 Sternen
Duft: 3 von3 Sternen
Belag/Optik: 2 von3 Sternen
Geschmack: 3 von3 Sternen

Blumenkohl-Tomaten-Curry [06.07.2010]

Trotz des heute eher milden Wetters war mir doch irgendwie nach etwas leichtem. Das Sonderangebot in Form eines Tellers “Pikanten Reisfleischs“, welches ich hier und hier ja schon mal probiert hatte, sah zwar lecker aus, erfüllte aber nicht ganz meine Anforderungen. Ebenso erschien mir die traditionell-regionalen “Schinkennudeln mit Tomatensauce” nicht ganz das richtige. Viel eher kam da schon das heutige Globetrotter-Gericht, “Gebratene Putenoberkeule auf Orangenrahmsauce auf Spätzle” in Frage. Auf Thai-Asia hatte ich heute keinen Appetit, und das obwohl “Gaeng Kiew Wan Pak – Gebratenes frisches Gemüse in grünem Thaicurry” oder “Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Erbsenschoten, frischen Sojakeimlingen in Austernsauce” (welches ich übrigens hier schon mal versucht hatte) durchaus lecker klangen. Letztlich erschien mir aber dann doch das heutige Vitality-Angebot “Blumenkohl-Tomaten-Curry” am idealsten – vegetarisch, kalorienarm und leicht. Bei der Entscheidung spielte natürlich auch meine Vorliebe für Currys aller Art eine gewissen Rolle.
Blumenkohl-Tomaten-Curry
Die pikante Curryzubereitung aus mehrern großen, gut gekochten Stücken Blumenkohl, Tomaten, Zwiebeln, Pepperoni, ein paar roten Linsen und so meine ich auch etwas Kürbis – hier mag ich mich aber auch irren – wurde mit einer Kugel Basmatireis serviert. Von der Machart her ähnelte es etwas dem Kichererbsencurry wie ich fand. Ich fand es lecker und genau passend für den heutigen Sommertag.
In der allgemeinen Publikumsbeliebtheit lag aber heute eindeutig die Putenoberkeule vorne. Bei den anderen Angeboten war er schwierig einen Favoriten auszumachen, aber ich würde den Asia-Gerichten den zweiten Platz zuerkennen. Bei den hinteren Plätzen kann ich mich heute nicht eindeutig festlegen, möchte aber Anmerken das entgegen meiner Vermutung auch das Blumenkohl-Tomaten-Curry einer sehr großen Beliebtheit erfreute. Mit 415kcal oder 11 WW ProPoints war ich mit meiner Auswahl auf jeden Fall sehr zufrieden – auch wenn die Sättigung wie so häufig bei vegetarischen Gerichten – nicht ganz bis zum Abend anhielt. Aber damit konnte ich leben….

Mein Abschlußurteil:
Blumenkohl-Tomaten-Curry: ++
Basmatireis: ++