Pad Bai Kraprao Pla Muek [12.05.2010]

Heute, am letzten Arbeitstag diese Woche für mich, wollte ich es natürlich nicht vermissen auch dem asiatischen Speiseangebot meine Aufmerksamkeit zu zollen. Zwar war auch das Angebot der regulären Speisen recht interessant, aber irgendwie war mir heute nicht so danach. Als Vitality-Gericht stand zum Beispiel “Gedünsteter Seelachs im Tomatenbett mit Blattspinat und Kartoffeln” auf der Karte, des weiteren gab es einen “Riesen-Rösti mit Spinat und Mozarella überbacken” als traditionell-regionale Speise und schließlich im Bereich Globetrotter “Schweinefiletmedaillons mit Pilzrahmsauce auf Knöpfle“. Alleine der Rösti sah schon sehr verlockend aus, aber auch der Lachs, den ich ihn ähnlicher Form ja hier bereits probiert und für gut befunden hatte, erschien mir wieder sehr gelungen. Die Schweinefiletmedaillons schließlich wären kulinarisch wohl die beste Wahl gewesen, aber nach meiner kleinen Ausnahme mit dem Spargel von Gestern, die sich im übrigen heute früh auch gleich negativ auf der Waage gezeigt hatte, wollte ich nicht schon wieder eine Ausnahme machen. Also sah ich mich bei den Asia-Wok-Gerichten um. Zum einen gab es dort heute ein leicht scharfes “Gebratenes Curry-Gemüse nach Thai-Art“, zum anderen bot man “Pad Bai Kraprao Pla Muek – Gebratener Tintenfisch mit Chili, frischem Gemüse und frischem Thai-Basilikum” an. Tintenfisch erschien mir irgendwie verlockend, also entschied ich mich schließlich für dieses Gericht mit dem langem, schwer zu artikulierenden Namen. Dazu gab es natürlich Reis, einen Esslöffel Sambal Olek und einen Glückskeks.

Pad Bai Kraprao Pla Muek

Visuell machte es wie ich fand nicht so viel her, was meiner Meinung nach aber auch mit der Wahl der Gemüsesorten heute zusammenhing. Die meisten der Sorten wie Kohl, Zwiebeln, Lauch und Sojasprossen waren eher grün gehalten und durch das Kochen schon etwas zerfallen, was nicht gerade zu perfekten Präsentation beitrug. Rote Paprika und Karotten hatte ich außerdem zu wenige erwischt, als ich mir meine Schale an der Theke belud. Aber geschmacklich war es dennoch meiner Meinung nach wieder einmal gut gelungen. Auch das Thai Basilikum oder auch Horapa, das sich in Form grüner Blätter in der Zusammenstellung befand, trug zu einem sehr interessanten geschmacklichen Erlebnis bei. Einzig die Tintenfischringe gaben mir einen kleinen Anlass zur Kritik, denn ungeschnitten wie sie hier waren ließen sie sich schlecht am Stück verzehren und sie in der Schale zu schneiden bedurfte schon einigen Geschicks. Insgesamt stellte sich das Ganze auf jeden Fall letztlich als eine gute Wahl heraus.
Einen klaren Favoriten unter den anderen Gästen auszumachen gestaltete sich heute als recht schwierig. Ich würde aber subjektiv sagen, dass die Schweinefiletmedaillons vorne lagen. An zweiter Stelle kamen wohl dann die Asia-Speise gefolgt von Lachs und Riesen-Rösti, die ungefähr gleich auf gewesen sein dürften. Letztlich wäre ich mit dem Lachs mit Sicherheit auch gut bedient gewesen, aber einmal in der Woche Asiatisch muss schon sein. Ob der Glückskeks, der ja letztlich nur ein Stück trockenes, hartes Gebäck mit einem Zettel drin ist, wirklich sein muss sei natürlich so dahin gestellt. Ich glaube ja auch nicht an Horoskope, warum sollte ich also das Zeug glauben, was da viersprachig (deutsch, holländisch, englisch und chinesisch) auf diese Zettel gedruckt wurde. Außerdem kosten sie einen WW-Punkt. In Zukunft werde ich wohl darauf verzichten.

Mein Abschlußurteil:
Pad Bai Kraprao Pla Muek: ++
Reis: ++
Sambal Olek: ++
Glückskeks: +

Pute süß-sauer [29.04.2010]

Natürlich klang die “Rote oder Weiße Currywurst mit Pommes Frites” bei den traditionell-regionalen Gerichten sehr verlockend, aber mir war bereits von Anfang an klar, dass das heute nicht mein Mittagessen sein würde – viel zu kalorienreich und fett. Das beste wäre wahrscheinlich die heutige Vitality-Speise, “Kartoffelgeröstel mit Lauch und Schafskäse“, gewesen, eine vegetarische Zusammenstellung, die durchaus was her zu machen schien und zumindest figurbewußter schien als das “Gebratene Rinderhacksteak mit Specksauce dazu Kartoffelecken“, das als heutiges Angebot in der Sektion Globetrotter diente. Rinderhacksteak hätte ich mir ja noch gefallen lassen, aber Specksauce und dann auch noch höchst wahrscheinlich frittierte Kartoffelecken? Das erschien mir nicht viel idealer als die Currywurst. Aber auch die Asia Wok Theke hatte heute einige interessante Angebote. Als vegetarisches Wokgericht lancierte heute “Kao Pad – Gebratener Reis mit Ei, Frühlingszwiebeln und Gemüse mit Sojasauce” und als erstes Fleischgericht sollte es “Chow San Sei – Verschiedene Sorten Fleisch gebraten mit Gemüse” geben. Am meisten reizte mich aber dann doch das heutige Geflügel-Fleischgericht in Form von “Gebratener Pute mit verschiedenen Gemüsen in süß-saurer Sauce“. Mit etwas Reis, einem Esslöffel Sambal Olek sowie einem Glückskeks wurde dies also heute zu meinem Mittagsgericht.

Pute süß-sauer / turkey sweet-sour

Auch wenn das Gemüse mal wieder ziemlich grob geschnitten war – die Krönung bildete da heute eine nur halbierte kleine Zwiebel, die sich aber als geschmacklich angenehm mild erwies – war das Gericht eine wirklich schmackhafte Wahl gewesen. Zu den verwendeten Gemüsesorten gehörten unter anderem reguläre Zwiebeln, Frühlingszwiebeln, Kohl, Karotten Zucchini und Sojasprossen, ich bin aber sicher dass noch weitaus mehr als die Zutaten dabei waren, die ich hier identifizieren konnte. Dazu kamen natürlich reichlich zartes, unpaniert gebratenes Putenfleisch in großen, aber noch einigermaßen so verzehrbaren Stücken und letztlich natürlich die milde, süß-saure Sauce. Eine gute Entscheidung, die mich gut sättigte und mal wieder wunderbar mundete.
Eigentlich brauche ich es, so glaube ich, gar nicht zu erwähnen dass die Currywurst heute ganz oben auf der allgemeinen Beliebtheitsskala stand. Aber auch das Rinderhacksteak erfreute sich einiger Beliebtheit, auch wenn es meines persönlichen Eindruckes nach leicht hinter den Asia-Gerichten zurück stand, die einen knappen zweiten Platz verteidigten. Vereinzelt sah ich natürlich auch das Kartoffelgeröstel, aber als vegetarisches Gericht lag es heute deutlich hinter den üblichen Gerichten. Mit meiner süß-sauren Pute bin ich aber heute auf jeden Fall sehr gut weg gekommen – die Asia-Gerichte sind nun mal vor allem wegen ihrer reichhaltigen Gemüsezutaten immer wieder die Altenative zu der ansonsten ebenfalls nicht zu verachtenden europäischen Küche.

Mein Abschlußurteil:
Pute süß-sauer: ++
Reis: ++

Spaghetti mit Balsamico-Linsen [22.04.2010]

Die heutige Speisenauswahl in der Kantine bot wieder einige Kalorienbömbchen. Ganz oben auf der Liste stand dabei natürlich das “1/2 Grillhähnchen mit Pommes Frites und Ketchup“, welches man im Bereich der traditionell-regionalen Speisen anbot. Aber auch heutige Globetrotter Gericht, “Moussaka mit gemischten Hackfleisch und Minzjoghurtdip” erschien mir nicht ohne zu sein. Die heutigen Asia-Speisen, u.a. “Panang Pak Taohoo – Gebratenes Gemüse und Tofu in rotem Panang-Curry” und “Gaeng Gai Ma Plao On – Hähnchenstreifen gebraten in roter Kokosnusssauce” wären hier bestimmt eine Alternative gewesen. Aber letztlich entschied ich mich dann doch für die “Spaghetti mit Balsamico-Linsen“, die heutige Vitality Speise. Ein gleichartiges Gericht hatte ich ja bereits hier schon einmal in diesem Betriebsrestaurant probiert. Ich brauche es eigentlich nicht zu erwähnen, aber ich erwähne es dennoch dass ich auf Nachtisch verzichtete.

Spaghetti mit Balsamico-Linsen / Spaghetti with balsamic lentils

Was zwar nicht auf der Speisekarte erwähnt war, ich mir aber gedacht hatte, war die Tatsache, dass man das Gericht noch mit reichlich frischem Ruccola garniert hatte. Unter den Salatblättern fanden sich neben den Spaghetti eine große Portion des Gemisches aus Linsen, Karotten, Zwiebeln und natürlich Balsamico-Essig. Ich meine auch kleine Stücke von Kartoffeln gesehen zu haben, es waren aber nur einige wenige und ich konnte meinen Verdacht sicher bestätigen. Einige Unterschiede zum letzten Mal fielen mir aber noch auf: Zum ersten waren dieses Mal statt Vollkorn- normale, helle Weizengrieß-Spaghetti verwendet worden, des weiteren waren braune Linsen statt gelber verwendet worden und letztlich war der Geschmack dieses Mal eher mild und nicht leicht säuerlich wie im Dezember. Aber das minderte den Genuss nicht, ich fand das Gericht auch dieses Mal sehr gelungen und lecker.
Meine Vermutung wäre ja heute gewesen, dass das Grillhähnchen in der Beliebtheit weit abgeschlagen vorne liegt. Doch ich hatte mich offensichtlich geirrt, denn als ich die Kantine betrat war die Theke für den Broiler ohne Wartende, während sich vor der anderen Theke, an der das Moussaka und die Spaghetti ausgegeben wurden, eine kleine Schlange gebildet hatte. Die meisten nahmen aber nicht etwa die Spaghetti, sondern das Moussaka und auch an der Hähnchentheke bildete sich bald eine entsprechende Schlange an interessenten. Letztlich war es schwer, zwischen Moussaka und Grillhähnchen einen klaren Favoriten auszumachen, daher gebe ich ihnen beiden heute mal den ersten Platz. Die Asia-Speisen lagen aber wieder einmal deutlich vor dem vegetarischen kalorienreduzierten Vitality-Gericht, den Spaghetti. Aber ich war eindeutig nicht der einzige der sich für dieses Gericht entschieden hatte. Einziger Nachteil bei diesem Gericht war, dass das Sättigungsgefühl nicht so lange vorhielt wie bei regulären Gerichten – ein Phänomen das ich schon häufiger beobachtet oder besser gespürt habe. Aber auch heute hielt ich tapfer und ohne zusätzliche Nahrung oder Naschereien bis zum Abendbrot durch.

Mein Abschlußurteil:
Spaghetti mit Balsamico-Linsen: ++

Schweinesteak “Tirol” [03.03.2010]

Die heutige Auswahl in unserem Betriebsrestaurant gestaltete sich wieder ganz interessant wie ich feststellen durfte. Das “Schonend gebratene Hokifilet auf pikanter Kartoffel-Bohnenpfanne” bei den Vitality-Gerichten klang schon mal sehr verlockend. Aber auch die “Gebackenen Camenbert mit Preiselbeeren und Salatgarnitur” bei den traditionell-regionalen Speisen war nicht zu verachten. Im Asia-Bereich bot man außerdem “Kao Pad – Gebratener Reis mit Ei, Frühlingszwiebeln und Gemüse in Sojasauce” oder “Praw Wan Gung – Gebratene Garnelen mit frischem Gemüse in süß-saurer Sauce” an – wobei mich vor allem das Garnelengericht reizte. Aber letztlich entschied ich mich dann doch für das “Schweinesteak ‘Tirol’ mit Zwiebelringen, Speck und Tomatensauce, dazu Bratkartoffeln“, welches man an Globetrotter-Theke feil bot. Dazu nahm ich mir noch einen Waldbeerenjoghurt – denn an der Gemüsetheke fand ich nichts was zu dem Schweinesteak passte.

Schweinesteak Tirol

Ein annehmbar großes Stück zartes, relativ mageres Schweinefleisch, garniert mit einigen Zwiebeln und einem Streifen Bacon-Speck und übergossen mit einer fruchtigen, mit Tomatenstücken durchsetzten Sauce warteten nun darauf von mir verzehrt zu werden – und ich genoss es gemeinsam mit den ebenfalls sehr schmackhaft geratenen Bratkartoffeln. Eine interessante und leckere Kombination wie ich feststellen durfte. Und auch der Waldbeerenjoghurt, den ich mir zum Abschluß dieses Mahles gönnte war nicht zu verachten.
Dass das Schweinesteak Tirol heute in der Beliebtheit bei vorne lag, verstand ich daher nur zu gut. Aber auch die Asia-Speisen, das Hokifilet und der Camembert zierten den einen oder anderen Teller, wobei ich dem gebackenen Käse knapp den zweiten Platz zuerkennen würde. Aber wie immer entspringt diese meiner rein subjektiven Einschätzung – aber das weiß der regelmäßige Leser natürlich. 😉

Mein Abschlußurteil:
Schweinesteak “Tirol”: ++
Bratkartoffeln: ++
Waldbeerenjoghurt: ++

Mettbrötchen mit Zwiebeln

Heute fand ich auf dem morgendlichen Brötchenwagen etwas, was es nicht alle Tage gibt: Ein Gehacktes- bzw. Mettbrötchen mit Zwiebeln. Da schlug ich natürlich gleich mal zu. Die Menge des Gehacktes war leider recht gering und unser Koch, der übrigens bekennender Berliner ist, hat auch offensichtlich kein reines Schweinemett verwendet – ich bin eher der Meinung das es kräftig gewürztes Halb und Halb Gehacktes mit etwas Tartar darin war. Hat aber gut geschmeckt – auch wenn für meinen persönlichen Geschmack das Zwiebeln-Hackfleisch-Verhältnis etwas zu sehr zugunsten der Zwiebeln verschoben war…