Lachsfilet im Blätterteig [09.01.2013]

Zwar sahen die Angebote an der Asia-Thai-Theke, wo u.a. Fang Shi Tzu Min – Gebratene Glasnudeln mit verschiedenem Gemüse nach Shanghai-Art und und Gong pao Gai – Putenfleisch gebraten mit verschiedenen Gemüsesorten in Chilisauce – beides wieder angeblich scharf gewürzte Gerichte – auch heute wirklich gut aus, aber nachdem ich ja bereits gestern mit dem Tintenfischgericht dort zugeschlagen hatte, wollte ich heute auch der regulären Küche mal wieder eine Chance geben. Das Schweinegeschnetzelte “Züricher Art” mit Spätzle bei den Globetrotter-Angeboten erschien da schon mal nicht schlecht und auch die Kartoffelpfanne “Western Art” mit Würstchen bei Tradition der Region, die man zusätzlich noch mit einem Spiegelei garniert hatte, war ein überaus verlockendes Angebot. Getoppt wurden beide Gerichte aber noch vom Lachsfilet in Blätterteig mit Kartoffeln und Dillsauce, das bei Vitality auf dem Speiseplan stand und mit angeblich 465kcal außerdem auch angenehm leicht erschien. Also griff ich hier zu und ergänzte das Ganze noch mit einem Schälchen Erbsen und Möhren von der Gemüse-Theke.

Lachs im Blätterteig / Salmon in puff pastry

Zwar ruhte das Lachsfilet im Blätterteig-Mantel bereits auf einer dünnen Schicht würzigen Blattspinats, aber aufgrund der geringen Menge des Spinats schadete die zusätzlich Schale von Erbsen und geriffelten Möhrenscheiben auf nicht und ergänzte das Gericht sehr gut – zumal es nichts an diesem Gemüse auszusetzen gab. Das saftige, grätenfreie und gut gewürzte Lachsfilet selber sowie der Spinat waren auch in Ordnung, auch wenn man dem Blätterteig anmerkte, dass er nicht ganz frisch war – das ist aus meiner Sicht auch kein Grund für Abzüge in der Endwertung. Ebenso möchte ich bei der ganz leicht versalzenen, aber ansonsten gut gelungenen, cremigen und mit ein wenig Zwiebel versehene Dillsauce und den nicht mehr ganz heißen, kleinen Salzkartoffeln gnädig sein – man muss halt auch immer im Hinterkopf behalten dass es sich hier um eine Kantine und kein 3-Sterne-Restaurant handelt. Insgesamt war ich mit dem Gericht also relativ zufrieden und würde es jederzeit wieder wählen.
Sah man sich an den anderen Tischen um, so erblickte man auf vielen Tabletts die Kartoffelpfanne “Western Art” mit dem Spiegelei, dem ich aufgrund dieser Verteilung Platz eins auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligen würde. Platz zwei belegte unerwarteterweise das Geschnetzelte “Züricher Art” – ich hatte hier eher das Lachsfilet gesehen, dass sich aber dann doch den dritten Platz mit den Asia-Gerichten teilen musste. Und dass obwohl die Gäste vor mir in der Warteschlange fast alle ebenfalls zum Lachs in Blätterteig gegriffen hatten – aber der Allgemeine Geschmack hatte dann wohl doch anders entschieden.

Mein Abschlußurteil:
Lachsfilet mit Blattspinat im Blätterteig: ++
Dillsauce: ++
Salzkartoffeln: ++
Erbsen & Möhren: ++

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8 Responses to “Lachsfilet im Blätterteig [09.01.2013]”

  1. Sonja says:

    Hallo JABB
    Ich finde die Beliebtheitsskala immer das witzigste und auch bezeichnendste für die deutschen Essgewohnheiten: An oberster Stelle stehen IMMER Gerichte die
    – entweder frittiert oder kräftig gebraten sind
    – das meiste Fleisch enthalten
    – im Normalfall die kalorienreichsten Gerichte der gesamten Auswahl
    Also im Grunde Sachen wie : Schnitzel mit Pommes, Gyros, Currywurst, Braten, Burger, Spaghetti Bolognese,Leberkäse, Gulasch, Grillhähnchen usw..
    Ich glaube die Deutschen sind halt doch wirklich große Fans der deftigen Hausmannskost ohne Rücksicht auf gesundheitliche Aspekte.Das ist mein Fazit aus der täglichen Lektüre Deines Blogs 🙂 Ich finde das sehr interessant.

  2. JaBB says:

    Sehe ich nicht ganz so… 😉
    Ich definiere die Reihenfolge eigentlich nach der Relevanz der Komponenten. Schnitzel mit Pommes, Gyros oder Currywurst, Braten und Burger wirst du zwar in der Liste der angebotenen Gerichte, nicht aber aber in der Liste der gewählten Speisen. Natürlich bin ich auch der Hausmannskost nicht abgeneigt, aber ich versuche in der Regel eher die leichteren Gerichte zu wählen – Ausnahmen natürlich ausgenommen.
    Es ist halt schwer, nicht immer die selben Gerichte zu zeigen und sich trotzdem leicht zu ernähren – aber ich versuche mein bestes.
    Und 465kcal wie bei diese Gericht kann man ja nun wirklich nicht als schwer bezeichnen, oder?

  3. Sonja says:

    Hallöchen noch mal,

    ich meinte mit der Beliebtheitsskala ja auch nicht Dich, sondern das was so am Meisten bevorzugt wird. Du bist hier wohl an sich die rühmliche Ausnahme,und einer der Wenigen die auf die Nährwerte achten.Da Du ja aber immer aufzählst was die Anderen so bevorzugen meinte ich da eine gewisse Tendenz zu erkennen 🙂 kann natürlich auch subjektiv sein, ich war ja nicht dabei.

  4. Sonja says:

    P.S. ich finde es übrigens immer ganz toll dass Du auch mal ein vegetarisches Gericht oder Thailändische Sachen bevorzugst, ich werde noch im Nachhinein ganz neidisch auf diese reichhaltige Auswahl in Eurem Betriebsrestaurant wenn ich an die Mittagsversorgung in meiner früheren Arbeitsstelle denke…
    Außer Wiener Würstchen,Gulaschsuppe Pizza und Pommes gab es da nix.

  5. JaBB says:

    Ist auch aus meiner Sicht das beste Betriebsrestaurant das ich bisher kennengelernt habe – damit kann man sowas in Köln, solche Speisen in Dresden oder solche Gerichte in der Mensa absolut nicht vergleichen. 😉

  6. Sonja says:

    Meine Güte, die Wurst Spaghetti sehen ja echt richtig übel aus! Du Armer! Mein schlimmster Essens- Reinfall war mal ( Sogar in einem Hotel ) als ich extra ein vegetarisches Gericht vorbestellt hatte, laut Auskunft des Küchenchefs kein Problem.Dieses Abends bekam ich dann einen Teller in der Mikrowelle heißgemachte TK Möhren vorgesetzt, ungewürzt einfach aus der Tüte auf den Teller. Der ” gemischte Salat ” dazu bestand aus roter Beete aus dem Glas und drei welken Salatblättern ohne Dressing. Mein Mann und ich brachen den Urlaub dann vorzeitig ab.*schauder*

  7. JaBB says:

    Letztlich treibt es der Hunger in der Regel rein 😉
    Einen Urlaub würde ich wegen schlechter Versorgung nicht gleich abbrechen – da würde ich mich eher nach Alternativen vor Ort umsehen.
    Zum Glück gibt es heutzutage ja Dienste wie Qype und Co, bei denen man sich vorher über z.B. ein Hotel informieren kann. Aber aufgewärmte Möhren und Zutaten ohne Dressing sind wirklich sehr dreist – da würde ich mich wahrscheinlich weigern zu zahlen …

  8. Sonja says:

    Na ja, dieser Urlaub ist schon fast 8 Jahre her und fand in einer absoluten Einöde im Osten ohne jegliche Internet Anbindung statt. Wir sind dann eben einfach weiter gefahren und haben uns für jede Nacht ein anderes Hotel gesucht.

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