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Holzfällersteak mit Rotweinjus, Röstkartoffeln & geschmorten Zwiebeln [20.10.2014]

Die Pappardelle mit Blattspinat und Kren bei Vitality waren heute zwar eindeutig das leichteste der heutigen Angebote in unserem Betriebsrestaurant, aber ich bin immer noch kein großer Freund von Kren (Meerrettich), daher kam das für mich nicht in Frage. Und die Gebratene Hähnchenbrust in grüner Thai-Currysauce an Basamatireis bei Globetrotter klang zwar lecker, aber nach meinem selbst gekochten Kardamom-Hühnchen vom Wochenende wollte ich nicht schon wieder Geflügel mit Reis verzehren. Da ich auch auf Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen oder Moo Pad Prik Bai Kraprao – Schweinefleisch mit scharfem Basilikum und Thaisgemüse in Austernsauce von der Asia-Thai-Theke auch keinen Appetit verspürte, fiel meine Wahl schließlich auf das Holzfällersteak vom Schweinenacken mit Rotweinjus, Röstkartoffeln und geschmorten Zwiebeln bei Tradition der Region. Dazu nahm ich mir noch ein Schälchen Speckbohnen aus dem heutigen Gemüseangebot, auf ein Dessert verzichtete ich aber mal.

Pork steak with red wine sauce, fried potatoes & onions / Holzfällersteak vom Schweinenacken mit Rotweinjus, Röstkartoffeln & geschmorten Zwiebeln

Wie ich es beim Fleisch aus dem Schweinenacken nicht anders erwartet hatte, war das gut durchgebratene Steak natürlich nicht ganz frei von fettigen oder leicht knorpeligen Stellen, aber die Ausbeute an verwertbaren Fleisch war gut genug, dass ich auf einen Punktabzug wohl verzichten kann. An der sehr würzigen, dunklen Rotweinsauce und den außen schön knusprigen und innen schön weichen Röstkartoffeln gab es ebenfalls nichts auszusetzen. Abgerundet mit dem zarten, milden Schmorzwiebeln ergab sich ein sehr gelungenes Mittagsgericht. Nur bei den Speckbohnen muss ich einen kleinen Abzug tätigen, da sie mit etwas zu abgestanden erschienen und der Speck nur leicht angebraten war. Insgesamt aber trotzdem sehr lecker.
Das Holzfällersteak lag, wie nicht anders erwartet, auch bei den anderen Gästen heute sehr hoch in der Gunst und konnte sich mit deutlichem Vorsprung vor allen anderen Gerichten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Platz zwei belegten meiner Meinung nach dann die Asia-Gerichte, die aber nur sehr knapp vor der Hähnchenbrust mit grüner Thai-Currysauce auf dem dritten Platz lagen. Auf Platz vier folgte wie üblich das vegetarische Gericht, das heute durch die Pappardelle mit Blattspinat und Kren repräsentiert wurden.

Mein Abschlußurteil:
Holzfällersteak vom Schweinenacken: ++
Geschmorte Zwiebeln: ++
Rotweinjus: ++
Röstkartoffeln: ++
Speckbohnen: +

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Kardamom-Hühnchen in Joghurt-Sauce – das Rezept

Heute wollte ich beim Kochen mal wieder ein wenig in die exotische Richtung gehen und entschloss mich daher dazu, mal ein Kardamom-Hühnchen in Joghurt-Sauce zuzubereiten. Kardamom habe ich ja bereits häufiger verwendet, aber dabei meistens kleine Mengen der Samen frisch im Mörser zerstoßen, dieses Mal griff ich aber lieber zu fertig gemahlenen Kardamom, da ich nicht genau abschätzen konnte wie viel Samen ich für eineinhalb Esslöffel verwenden müsste und mir das Mörsern von so großen Mengen außerdem etwas zu Mühsam erschien. Geschmacklich machte es meiner Meinung nach keinen großen Unterschied. Das Ergebnis des heutigen Kochexperimente war auf jeden Fall ein wirklich sehr leckeres Geflügel-Curry, dessen Rezept ich nun in diesem Beitrag einmal kurz in der gewohnten Form vorstellen möchte.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

1/2 Bund Frühlingszwiebeln
01 - Zutat Frühlingszwiebeln / Ingredient scallions

1 mittelgroße rote Paprika
02 - Zutat Paprika / Ingredient bell pepper

700g Hähnchenbrust
03 - Zutat Hähnchenbrust / Ingredient chicken breasts

1 Esslöffel Chili-Pulver
04 - Zutat Chilipulver / Ingredient chili powder

1 Esslöffel Kurkuma
05 - Zutat Kurkuma / Ingredient curcuma

1 1/2 Esslöffel Kardamom (gemahlen)
06 - Zutat Kardamom / Ingredient cardamom

300g Joghurt (Griechischer Sahnejoghurt o.ä.)
07 - Zutat Joghurt / Ingredient yoghurt

4 Esslöffel neutrales Pflanzenöl (z.B. Sonnenblumenöl)
07 - Zutat Pflanzenöl / Ingredient oil

1 Esslöffel Butterschmalz oder Butter
08 - Zutat Butterschmalz / Ingredient ghee

400g passierte Tomaten
09 - Zutat Tomaten passiert / Ingredient sieved tomatoes

200g Basmati-Reis
10 - Zutat Basamati-Reis / Ingredient basmati rice

Beginnen wir nun also mit der Zubereitung und waschen erst einmal die Frühlingszwiebeln, trocknen sie
11 - Frühlingszwiebeln waschen / Wash scallions

und schneiden sie dann in Ringe.
12 - Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden / Cut scallions in rings

Außerdem waschen wir die Paprika, tupfen sie trocken,
13 - Paprika waschen / Wash bell pepper

entkernen sie
14 - Paprika entkernen / Decore bell pepper

und schneiden sie dann in schmale Streifen, die wir je nach Größe noch mal halbieren oder dritteln.
15 - Paprika in Streifen schneiden / Cut bell pepper in slices

Dann waschen wir die Hähnchenbrust, trocknen sie mit einem Küchentuch,
16 - Hähnchenbrust waschen / Wash chicken breasts

schneiden sie in mundgerechte Würfel, wobei wir sie gleich von Knochenresten, Sehnen und fettigen Stellen befreien,
17 - Hähnchenbrust würfeln / Dice chicken breasts

und würzen sie dann rundherum mit etwas Salz.
18 - Hähnchenbrustwürfel mit Salz würzen / Season diced chicken with salt

Anschließend erhitzen wir Butterschmalz und Öl in einer Pfanne,
19 - Öl & Butterschmalz in Pfanne erhitzen / Heat up oil & ghee

geben einen Esslöffel Kardamom hinzu
20 - Kardamom einstreuen / Add cardamom

und rösten dieses für etwa zwei bis drei Minuten im heißen Öl etwas an
21 - Kardamom anschwitzen / Braise cardamom

bevor wir schließlich die Hähnchenbrust hinzu geben.
22 - Hähnchenbrustwürfel addieren / Add diced chicken

Diese braten wir scharf von allen Seiten an,
23 - Hähnchenbrustwürfe scharf anbraten / Sear chicken

schalten die Platte dann auf die mittlere Stufe herunter und bestreuen alles mit dem Kurkuma
24 - Mit Kurkuma bestreuen / Dredge with curcuma

sowie dem Chili-Pulver
25 - Chilipulver hinzufügen / Add chili powder

und braten auch diese Gewürze kurz mit an.
26 - Gewürze kurz mit anbraten / Braise seasonings

Anschließend geben wir zuerst die Paprika mit in die Pfanne
27 - Paprika hinzufügen / Add bell pepper

und dünsten sie kurz an
28 - Paprika anbraten / Braise bell pepper

bevor wir auch die Frühlingszwiebel-Ringe hinzu geben
29 - Frühlingszwiebeln dazu geben / Add scallions

und sie ebenfalls für einige Minuten mit andünsten.
30 - Frühlingszwiebeln andünsten / Braise scallions

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, einen Topf mit Wasser für den Reis aufzusetzen.
31 - Wasser für Reis aufsetzen / Bring water to boil for rice

Schließlich löschen wir den Pfanneninhalt mit den passierten Tomaten ab
32 - Mit passierten Tomaten ablöschen / Deglaze with tomatoes

lassen diesen kurz aufkochen
33 - Kurz aufkochen lassen / Bring to a boil

und reduzieren die Herdplatte dann auf einen niedrige Stufe (E-Herd: 2), bevor wir schließlich den Joghurt hinzufügen
34 - Joghurt hinzufügen / Add yoghurt

und ihn gut mit dem restlichen Pfanneninhalt verrühren, um ihn anschließend für 15 bis 20 Minuten auf der niedrigen Stufe vor sich hin köcheln zu lassen. Durch das köcheln entfalten die Gewürze ihren Geschmack, daher sollten wir von jeglichem Nachwürzen bis kurz vor Gar-Ende absehen, um das Gericht nicht zu überwürzen.
35 - Verrühren & köcheln lassen / Mix & let simmer

Inzwischen müsste auch das Wasser für den Reis kochen, so dass wir es mit einem Teelöffel Salz versehen
36 - Wasser salzen / Salt water

und den Reis darin gem. Packungsbeschreibung kochen können.
37 - Reis kochen / Cook rice

Kurz bevor der Reis dann fertig ist, probieren wir unser Gericht und schmecken es – wie bereits erwähnt – ggf. noch einmal mit den Gewürzen ab.
38 - Mit Gewürzen abschmecken / Taste with seasoning

Anschließend können wir das Gericht auch schon mit dem restlichen halben Esslöffel Kardamom und ein paar Frühlungszwiebeln garniert servieren und genießen.
39 - Cardmom chicken in yoghurt sauce - Serviert / Kardamom-Hühnchen in Joghurtsauce - Served

Ich liebe es ja, immer wieder mal neue und gegebenenfalls auch ungewöhnliche Gewürzkombinationen auszuprobieren und bei diesem Kardamom-Hühnchen hatte ich mal wieder voll ins Schwarze getroffen. Das würzige, süßlich-scharfe Aroma des Kardamom harmonierte wunderbar mit der Schärfe des Chili, dem fruchtigen Geschmack der Tomaten und der deutlichen Joghurt-Note. Und die Hähnchenbrustwürfel waren durch das schonende Garen in der Joghurt-Tomatensauce auch wunderbar zart und saftig geworden. Paprika und Frühlingszwiebeln als Gemüseeinlage rundeten dieses leicht exotische Hühnchengericht sehr gelungen ab. Nur bei der Saucenmenge hatte ich etwas übertrieben, daher habe ich die Tomatenmenge hier im Rezept etwas reduziert – aber das muss jeder natürlich selbst entscheiden.

40 - Cardmom chicken in yoghurt sauce - Seitenansicht / Kardamom-Hühnchen in Joghurtsauce - Side view

Werfen wir abschließend wie gewohnt noch einen kurzen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichts. Meiner Berechnung nach kommt dabei das Kardmom-Hähnchen alleine auf 1800kcal, aufgeteilt auf vier Portionen liegen wir also bei 450kcal pro Portion. Dazu kommt allerdings noch der Reis mit insgesamt 320kcal, also 80kcal pro Portion, womit wir letztlich bei 530kcal pro Portion inklusive der Sättigungsbeilage landen. Ein mehr als akzeptabler Wert wie ich finde, und das obwohl hier relativ viel Fett in Form von Pflanzenöl, Butterschmalz und einem griechischer Sahnejoghurt mit hohen Fettanteil verwendet worden war. Wer dennoch ein wenig reduzieren will, sollte aber lieber die Öl- und Butterschmalzmenge herunter fahren anstatt einen fettreduzierten Joghurt zu verwenden. Denn wie wir ja wissen, neigen gerade die fettarmen Joghurtsorten dazu zu flocken sobald man sie erhitzt. In der Summe also ein wirklich empfehlenswertes Rezept, das ich mal wieder vorbehaltlos weiter empfehlen kann.

Guten Appetit


Prima Currywurst Pommes – der Kurztest

Auf einen Hinweis in einem Kommentar auf die Mühlen-Currywurst bei flickr habe ich mir zum Testen nun mal die Prima Currywurst Pommes aus einem Netto Discounter hier in München besorgt. Soweit ich weiß handelt es sich bei Prima um eine Hausmarke der Netto-Kette, welche übrigens Teil des Edeka-Konzern ist. Zum sagenhaft günstigen Preis von gerade mal 1,99 Euro erhält man eine tiefgekühlte Portion Curry-Bratwurst in Sauce mit Pommes Frites mit einem Netto-Füllgewicht 350g. Dass bei einem solchen Preis kein hochwertiges Gourmet-Gericht zu erwarten ist, war mir dabei von Anfang an klar, aber ausprobieren wollte ich es auf jeden Fall einmal. Hier also ein weiterer Teil in meiner Testreihe von Fertig-Currywürsten.

01 - Prima Currywurst mit Pommes - Packung Front / Package front
Packung vorne

02 - Prima Currywurst mit Pommes - Packung hinten / Package back
Packung hinten

Laut Hersteller besteht dieses Fertiggericht zu 43% aus Curryketchup aus Tomatenmark, Branntweinessig, Wasser, Zucker, modifizierter Stärke, Speisesalz und Gewürzen, zu 34% aus Pommes Frites aus Kartoffeln, Sonnenblumenöl, Speisesalz und Gewürzen und zu 23% aus gegarter Bratwurst aus Schweinefleisch, Rapswöl, Speisesalz, Gewürzen, Zwiebeln, Dextrose mit Triphosphaten als Stabilisator und Gewürzextrakt.
Für die Zubereitung können wir zwischen dem Ofen und der Mikrowelle wählen. Im Ofen wird die geöffnete Packung mit dem noch gefrorenen Inhalt bei 200 Grad Ober-Unterhitze bzw. 180 Grad Umluft für 20 Minuten auf der mittleren Schiene erhitzt, in der Mikrowelle soll das Ganze bei 600 Grad für 9 bis 10 Minuten erhitzt werden. Nicht nur weil es schneller geht, sondern auch weil ich es bisher bei allen Tests dieser Art so gemacht hatte, entschied ich mich schließlich auch heute wieder für die Mikrowelle. Zuvor müssen wir aber natürlich noch die Packung öffnen.

03 - Prima Currywurst mit Pommes - Packung öffnen / Open package
Packung öffnen

Der Deckel ließ sich zwar nach kurzem Eindrücken an der unteren linken Ecke leicht ablösen, aber leider nicht ganz sauber, denn es blieben einige Rückstände der Pappe an den Kleberändern zurück.

04 - Prima Currywurst mit Pommes - Packungsinhalt gefroren / Content frozen
Packung geöffnet – gefrorener Inhalt

Anschließend kam das Ganze für erst einmal 9 Minuten in die Mikrowelle – was meiner Meinung nach auch vollkommen ausreichte.

05 - Prima Currywurst mit Pommes - In Mikrowelle erhitzen / Heat in microwave

Nach dem erhitzen unterschiedet sich der Packungsinhalt kaum von seiner gefrorenen Form, nur sie Sauce schien sich etwas einreduziert zu haben und hatte oben auf scheinbar einen leichten Film gebildet.

06 - Prima Currywurst mti Pommes - Fertig erhitzt / Heated
Packungsinhalt erhitzt

Obwohl der Packung kein Curry beilag, entschied ich mich dazu die Wurst noch mit etwas Currypulver zu garnieren.

07 - Prima Currywurst mit Pommes - Mit Curry bestreut / Dredged with curry
Mit Curry bestreut

Die Pommes Frites waren entgegen meiner Erwartung nicht etwa matschig geworden, sondern trotz des Erhitzens in der Mikrowelle sehr knusprig geworden, teilweise aber leider etwas zu knusprig und fast schon zu hart. Aber vom Würzgrad her waren sie gut gelungen, für Mikrowellen-Pommes ein durchaus vorzeigbares Ergebnis. Die feine Bratwurst war wie erwartet zwar keine Gourmet-Variante, aber ich fand sie im Rahmen des vorliegenden Preis-Leistungsverhältnisses in Ordnung. Die leider mal wieder relativ süße, aber gleichzeitig auch würzige Curry-Sauce war in der Wurst-Schale sowieso die dominierende Komponente in der Wurst-Schale dieses Gerichts.
Werfen wir abschließend noch einen kurzen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichtes:

Nährwerte für: 100g 350g
(Portion)
Brennwert: 886kj
212kcal
3103 kj
741 kcal
Eiweiß: 5,1g 17,8g
Kohlehydrate:
davon Zucker:
21,7g
9,7g
75,8g
33,8g
Fett:
davon gesättigte Fetts.:
11,2g
3,0g
39,3g
10,4g
Kochsalz: 1,74g 6,08g

Natürlich kein leichtes Gericht, aber dürfte von Anfang an klar gewesen sein. Was aber auch hier wieder auffällt ist die große Menge von fast 34g hinzugefügtem Zucker, was über 11 Stücken Würfelzucker entspricht. Wie wir aus Erfahrung wissen, ist das bei Fertiggerichten leider Gang und Gäbe – und ich hatte auch nichts anderes erwartet.
Zusammengefasst lässt sich sagen, das es sich dabei Fertiggericht eine durchaus akzeptable Zusammenstellung handelt und für den schnellen Hunger absolut geeignet ist, aber man sollte natürlich auch nicht zu viel erwarten.

Meine Wertung: 2 MG


Gebackene Scholle mit Remoulade & Kartoffel-Gurkensalat [17.10.2014]

Heute fiel mir die Wahl des Mittagsmahls in unserem Betriebsrestaurant mal wieder sehr leicht, denn sowohl die Asia-Gerichte wie Gebackene Ananas und Banane und San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezialsauce als auch die Farfalle mit Zucchiniragout bei Vitality und der Kaiserschmarrn mit Apfelmus erweckten kein besonderes Interesse bei mir. Daher blieb nur noch die Gebackene Scholle mit Remoulade und Kartoffel-Gurkensalat bei Globetrotter, zu dem ich greifen konnte. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Aprikosenpudding aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Baked plaice with remoulade & potato cucumber salad / Gebackene Scholle mit Remoulade & Kartoffel-Gurken-Salat

Den Kartoffel-Gurkensalat, der wie für die süddeutsche Küche üblich ohne Mayonaise zubereitet worden war, hatte man heute mit einigen Stücken von Radieschen verfeinert, was sich als überaus gelungene Variante heraus stellte. Dafür musste ich bei der in Panade gebackenen Schollenfilet einige Abstriche machen, denn eswar an den schmalen Kanten etwas zu knusprig geraten – da das Filet im Inneren aber überaus zart und saftig war, sehe ich hier mal von einem Punktabzug ab. Gemeinsam mit der würzigen Remoulade ein durchaus gelungenes, wenn auch nicht perfektes Mittagsgericht, das ich mit dem weichen und fruchtigen Aprikosencreme sehr schmackhaft abschloss.
Und auch bei den anderen Gästen lag die Scholle heute besonders hoch in der Gunst und konnte sich so mit deutlichem Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte und den dritten Platz teilten sich schließlich die Farfalle mit Zucchiniragout und der Kaiserschmarrn, wobei ich allerdings auch berücksichtigte, dass viele die Süßspeise zusätzlich zu einem Hauptgericht als Dessert gewählt hatten.

Mein Abschlußurteil:
Gebackene Scholle:++
Remoulade: ++
Kartoffel-Gurkensalat: ++
Aprikosencreme: ++


Kartoffel-Gemüsepfanne mit Spiegelei [16.10.2014]

Die heutige Speisekarte unseres Betriebsrestaurants bot zwar einige interessant klingende Gerichte, aber leider keine wirklichen Highlights. Neben dem Würstelgulasch mit Reis aus dem Bereich Tradition der Region weckte vor allem die Kartoffel-Gemüsepfanne mit Spiegelei bei Vitality und das Zusatzangebot in Form von Kasseler mit Bayrisch Kraut und Kartoffeln mein Interesse. Die Spaghetti “Pesto Genovese” mit Kirschtomaten aus der Sektion Globetrotter und die Asia-Gerichte wie Tahoo Tod – Tofu gebacken auf auf Bratgemüse mit Koriandersauce oder Ko Lo Kai – Schweinefleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse und Ananas in süß-saurer Sauce weckten keinerlei Interesse bei mir. Letztlich fiel meine Wahl auf die vegetarische Kartoffel-Gemüsepfanne und ergänzte sie noch mit einem Becherchen Stracciatella-Mousse aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Potato vegetable fry with fried egg / Kartoffel-Gemüsepfanne mit Spiegelei

Die mit einigen Kräutern sehr schmackhaft gewürzte Zusammenstellung aus gewürfelten Kartoffeln, Lauch, Kohlrabi, Wirsing, Zwiebeln und Weißkohl war zwar geschmacklich sehr gut gelungen, krankte aber etwas daran dass die Möhrenscheiben – zumindest für meinen Geschmack – noch etwas zu al dente waren und gerne noch etwas länger hätten gekocht werden können. Am unten leicht knusprig gebratenen Spiegelei mit noch flüssigem Eigelb und dem schaumigen Stracciatelle-Mousse gab es aber nichts auszusetzen. In der Summe eine nicht perfektes, aber dennoch gut gelungenes Mittagsgericht, das mich auch ohne Fleischeinlage ausreichend sättigende.
Bei der Allgemeinheit der Gäste lag meiner Meinung nach heute der Würstelgulasch mit kleinem Vorsprung vor dem Kasseler mit Bayrisch Kraut auf dem ersten Platz der Beliebtheitsskala. Nach dem somit zweitplatzierten Kasseler folgten die Asia-Gerichte auf Platz drei, die Spaghetti “Pesto Genovese” auf dem vierten Platz und der Kartoffel-Gemüsepfanne schließlich auf Platz fünf. Hätte ich aber auch kaum anders erwartet, nur bei den ersten beiden Plätzen war ich etwas unsicher gewesen.

Mein Abschlußurteil:
Kartoffel-Gemüsepfanne: +
Spiegelei: ++
Stracciatella: ++