Cordon Bleu mit Pommes Frites [09.03.2017]

Einen kurzen Moment liebäuelte ich heute zwar mit dem Gemüsestrudel mit Ratatouille und Joghurtdip, wie er im Abschnitt Vitality angeboten wurde und mit dem ich unter anderem hier oder dort schon einmal gute Erfahrungen gemacht hatte, doch letztlich entschied ich mich dann doch wieder mal für das überaus verlockende Cordon bleu vom Schwein mit Pommes Frites aus der Sektion Tradition der Region auf der heutige Speisekarte unsere Betriebsrestaurants, denn die Schinkennudeln mit Ei und Tomatensugo bei Globetrotter oder die Asia-Thai-Angebote wie Tofu gebacken mit Bratgemüse in Koriandersauce oder Hühnerfleisch mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce erschienen mit heute nicht das richtige zu sein. Dazu gesellte sich noch ein Schälchen Erbsen und Pariser Möhren aus dem heutigen Angebot der Gemüsetheke.

Cordon Bleu & Pommes Frites

Bereits auf dem Weg zu jener Selbstbedienungstheke, an der man sich das Cordon Bleu mit Zitronenecke und die Pommes Frites mit Ketchup und Mayo garnieren konnte,, fiel mit auf dass bereits bei leichter Neigung des Tellers eine milchige Flüssigkeit aus dem Cordon bleu lief. Ich dachte zuerst, es sei ein Teil des Käses, der ja gemeinsam mit Schinken für die Füllung eines solchen Cordon bleu verwendet wird. Doch spätestens beim Anschneiden des panierten, gefüllten Schweineschnitzels musste ich feststellen, dass es nicht nur ein Bestandteil, sondern der ganze Käse war, der sich komplett verflüssigt hatte und dieses Aggregatzustand auch beim Abkühlen beibehielt. Das hatte zur Folge, dass ich das Cordon bleu schließlich mit einer Art Käsesauce anstatt mit angeschmolzenen Käse, wie sonst gewohnt, genießen konnte. Natürlich garniert mit dem Saft der Zitronenecke.

Cordon bleu - Querschnitt / Lateral cut

Das Schweinefleisch selber war zwar angenehm mager und die Panade kross, so wie es sein sollte – aber ich kann aufgrund dieses Käse-Fauxpas leider keine volle Punktzahl für das Cordon bleu geben. An den knusprigen, heißen und ausreichend gewürzten Pommes Frites, die ich natürlich mit viel Ketchup genoss, sowie den frischen und knackigen Erbsen- und Möhrengemüse gab es allerdings nichts auszusetzen. Ich war einigermaßen zufrieden, aber ein etwas besser zusammengstelltes Cordon bleu hätte das Mittagsmahl erst wirklich perfekt gemacht.
Dennoch lag das Cordon bleu natürlich beim Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala heute natürlich ganz weit vorne und konnte sich unangefochten den ersten Platz sichern. Auf dem zweiten Platz sah ich die Asia-Gerichte, die sich aber nur knapp gegen die Schinkennudeln mit Ei auf Platz drei durchsetzen konnten. Mit nur geringen Abstand folgte schließlich der Gemüsestrudel auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Cordon bleu: +
Pommes Frites: ++
Erbsen und Möhren: ++

Paprikagulasch vom Schwein mit Röstis [06.03.2017]

Das Angebot unseres Betriebsrestaurants am heutigen Montag würde ich als Standardmässig und ohne große Überraschungen bezeichnen. Die Speisekarte bot mal wieder viele bereits gut bekannte Gerichte wie Mexikanische Chili-Linsen im Bereich Vitality, einen Paprikagulasch vom Schwein mit Röstis bei Tradition der Region, Spaghetti al Arrabiata mit Kirschtomaten und Parmesan bei Globetrotter sowie schließlich noch Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten mit Thaicurry in Kokosmilchsauce und Gang Gai Mai – Hähnchenstreifen gebraten in roter Kokosnusssauce an der Asia-Thai-Theke. Da brauchte ich nicht lange zu überlegen und griff beim Paprikagulasch zu. Dazu gesellte sich noch ein Schälchen Blumenkohlgemüse aus dem heutigen Angebot der Gemüsetheke.

Pork bell pepper goulash with hash browns / Paprikagulasch vom Schwein mit Röstis

Die Gulaschzubereitung aus recht kleinteiligem Schweinefleisch sowie Streifen von roter und grüner Paprika erwies sich als angenehm würzig, leicht pikant und seitens der Sauce heute auch mal nicht zu dünnflüssig geraten, wie es sonst so oft der Fall ist. Ich fand ihn gut gelungen, wobei ich allerdings bei zu viel kleinteiligem Fleisch immer an Resteverwertung denken muss. 😉 Die genau abgezählten vier Röstis als Sättigungsbeilage erschienen im ersten Moment als etwas dunkel geraten, erwiesen sich aber als genau richtig: außen knusprig und innen noch schön weich. So wie es bei Röstis sein solle. Und auch der mit Kräutern und ein klein wenig Chili gewürzte, offenbar gebackene Blumenkohl besaß noch angenehm viel biss und wirkte nicht abgestanden, wie es sonst so oft der Fall an der Gemüsetheke ist. Aber es ist ja auch Montag, das wird sich in den nächsten Tagen, in denen der Blumenkohl wahrscheinlich ebenfalls an der Gemüsetheke angeboten wird, bestimmt noch ändern. Insgesamt also eine gute Wahl. Ich war überaus zufrieden mit meinem heutigen Mittagsmenu.
Sah man sich auf den Tabletts der anderen Gäste um, schien sich auch hier herauszukristallisieren, dass der Paprikagulasch heute das Rennen machte und sich den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnte. Auf einem guten zweiten Platz folgten die Asia-Gerichte, die sich knapp gegen die Spaghetti al Arrabiata auf Platz drei durchsetzen konnten. Den vierten Platz schließlich belegten die mexikanischen Chililinsen.

Mein Abschlußurteil:
Paprikagulasch vom Schwein: ++
Röstis: ++
Blumenkohl: ++

Souvlaki – Fleischspieß vom Schwein mit Zwiebeln, Paprika, Tzatziki, Pita & Pommes Frites [07.02.2017]

Natürlich ging es heute mit der griechischen Woche in unserem Betriebsrestaurant weiter und im Abschnitt Globetrotter, den man temporär einfach in Griechenland umbenannt hatte, stand heute mit einem Souvlaki – Fleischspieß vom Schwein mit Zwiebeln, Paprika, Tzatziki und Pita, dazu Pommes Frites auch gleich etwas auf der Speisekarte, das mein Interesse weckte. Obwohl ich zugeben muss, dass ich auch kurz mit dem holzfällersteak vom Schwein mit Schmorzwiebeln, Rotweinjus und Röstkartoffeln aus der Sektion Tradition der Region liebäugelte, aber eben nur kurz. Die Ofenkartoffel mit buntem Ofengemüse und Kräuterdip sowie die Asia-Thai-Angebote wie Kal Tzau Fhan – Gebratener Eierreis mit verschiedenem Gemüse oder Gung Po Jau Yu – Seelachs gebacken mit Gemüse und Chinapilzen in Hoi Sin Sauce kamen jedoch nicht in die nähere Auswahl. Und da weder die Salattheke noch die Gemüsetheke etwas anderes anbot, was zumindest ansatzweise zu griechischem Essen passte, landeten auch heute wieder grüne Bohnen mit Kirschtomaten als Gemüsebeilage auf meinem Tablett. Denn ohne Gemüse wollte ich dann auch nicht speisen. Außerdem durfte natürlich der Ketchup auf den Pommes Frites nicht fehlen.

Souvlaki - Pork skewer with onion, bell pepper, tzatziki, pita & french fries / Fleischspieß vom Schwein mit Zwiebeln, Paprika, Tzatziki, Pita & Pommes Frites

Rufen wir uns noch mal kurz in Erinnerung: Unter dem Begriff Souvlaki versteht man in der griechischen Küche Schweinefleisch, das in Salz, Pfeffer, Oregano und Zitronensaft mariniert und anschließend auf Spieße gesteckt wird, um es dann traditionell auf dem Holzkohlegrill zu grillen. Gut, dass man hier im Betriebsrestaurant keinen Holzkohlegrill aufstellen kann war natürlich klar gewesen, daher dürfte klar sein dass man die hier angebotenen Souvlaki eher auf dem Elektrogrill gebraten hatte. Doch leider hatte das zur Folge, dass zumindest die Paprikastücke, die man zusammen mit dem Fleisch und Zwiebeln auf den Holzspieß gesteckt hatte noch fast roh waren. Lieder war aber das eindeutig wie beschrieben marinierte Fleisch dennoch bereits stark abgekühlt und außerdem leicht trocken. Da kann ich leider keine volle Punktzahl geben. Dafür war das mit kleinen Salatgurken-Streifen versetzte Tzatziki aber vorzüglich gelungen und auch die knusprigen Pommes Frites waren heute sehr gut gelungen. Warum man allerdings zusätzlich ein halbes aufgetoastetes Pita-Brot beigelegt hatte, erschloss sich mir nicht – die Pommes Frites waren eigentlich mehr als genug Sättigungsbeilage. Ich nutzte es aber einfach, um die Reste des Ketchup und des Tzatziki vom Teller zu wischen. An den Bohnen mit ihren Kirschtomaten gab es ebenfalls nichts auszusetzen, auch wenn sie mit Sicherheit nicht mehr frisch waren. Insgesamt also auch heute in Ordnung, aber nicht überragend.
So ist es nicht verwunderlich, dass auch heute mal wieder eines der Standardgerichte, nämlich das Holzfällersteak, den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich in Anspruch nehmen konnte. Erst auf dem zweiten Platz folgte das Souvlaki, Platz drei belegten die Asia-Gerichte und auf einem guten vierten Platz kam schließlich die Ofenkartoffel.

Mein Abschlußurteil:
Souvlaki: +
Tzatziki: ++
Pommes Frites: ++
Pita: +
Grüne Bohnen: ++

Pork Vindaloo – das Rezept

Nach all den Ofengerichten, die ich in letzter Zeit zubereitet hatte, stand heute mal wieder etwas exotisches aus dem Wok auf meinem Kochplan, denn ich wollte Pork Vindaloo. Das Rezept stammt ursprünglich aus der südindischen Region Goa, wo es während der 450jährigen portugischen Kolonialzeit entstanden sein soll. Der Begriff Vindaloo ist dabei (angeblich) aus dem portugiesischen Vinha de alhos entstanden, was soviel wie Knoblauch-Rebe bedeutet. Hauptbestandteil ist die Vindaloo-Paste, die ich natürlich nicht dazu kaufte, sondern selbst herstellte. Heute ist dieses Gericht, das besonders für seine kräftige Schärfe bekannt ist, vor allem in Großbritannien sehr beliebt, wo es auf keiner Speisekarte eines indischen Restaurants fehlen darf. Man kann es natürlich auch mit Rind oder Geflügel zubereiten, aber mir persönlich war heute nach Schweinefleisch. Außerdem entschloss ich mich dazu, noch ein paar Erbsen, Möhren und Kartoffeln mit im Curry zu verarbeiten. Durch die Kartoffeln sparte ich es mir außerdem, zusätzlich Reis oder Naan-Brot als Sättigungsbeilage zubreiten zu müssen. Das Ergebnis war ein überaus leckeres Curry, das ich nun mit diesem Beitrag einmal in der gewohnten Form vorstellen möchte.

Was benötigen wir also für 3 Portionen?

600g gewürfeltes Schweinefleisch
01 - Zutat Schweinefleisch / Ingredient pork

Für die Vindaloo-Paste

1 gehäufter Teelöffel Koriander
02 - Zutat Koriander / Ingredient coriander

1 gehäufter Teelöffel Kreuzkümmel
03 - Zutat Kreuzkümmel / Ingredient cumin

1 Teelöffel Senfkörner
04 - Zutat Senfkörner / mustard seeds

1 Teelöffel schwarze Pfefferkörner
05 - Zutat schwarze Pfefferkörner / Ingredient black pepper corns

1 gestrichener Teelöffel Bockshornklee
06 - Zutat Bockshornklee / Ingredient fenugreek

4-5 getrockente Chilis (oder auch mehr – je nach gewünschtem Schärfegrad)
11 - Zutat Chilis / Ingredient chilis

1/2 Teelöffel Salz
07 - Zutat Salz / Ingredient salt

1 Teelöffel Zucker
08 - Zutat Zucker / Ingredient sugar

1 Esslöffel Weißweinessig
09 - Zutat Weißweinessig / Ingredient white wine vinegar

1 Esslöffel Tomatenmark
10 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

Außerdem benötige wir

1 große Gemüsezwiebel
12 - Zutat Gemüsezwiebel / Ingredient onion

1-2 Zehen Knoblauch
13 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1 daumengroßes Stück frischer Ingwer
14 - Zutat Ingwer / Ingredient ginger

1 große Möhre
15 - Zutat Möhre / Ingredient carrot

1 Dose Kokosnussmilch (400ml)
16 - Zutat Kokosmilch / Ingredient coconut milk

1 Dose stückige Tomaten (400g)
17 - Zutat Tomaten / Ingredient tomatoes

1/2 Stange Zimt
18 - Zutat Zimtstange / Ingredient cinnamon stick

1 gehäufter Teelöffel Kurkuma
19 - Zutat Kurkuma / Ingredient curcuma

1/2 Teelöffel Kardamom
20 - Zutat Kardamom / Ingredient cardamom

500g Kartoffeln
21 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

150g Erbsen (TK)
22 - Zutat Erbsen / Ingredient peas

außerdem etwas Naturjoghurt zum garnieren
sowie etwas Öl – vorzugsweise Erdnussöl – zum braten

Beginnen wir damit, die Vindaloo Paste zuzubereiten. Dazu entkernen wir die Chilis
23 - Chilis entkernen / Decore chilis

und geben diese zusammen mit Senfkörnern, Koriander, Kreuzkümmel, Bockshornklee
24 - Koriander, Kreuzkümmel, Chilis, Senfkörner & Bockshornklee in Pfanne geben / Put coriander, cumin, chilis, mustard seeds & fenzgreek in pan

sowie die Pfefferkörner in eine Pfanne
25 - Pfefferkörner addieren / Add pepper corns

und rösten sie ohne Fett für 5-6 Minuten an bis sich der Geruch der Gewürze deutlich in der Küche ausbreitet.
26 - Gewürze ohne Fett anrösten / Roast spices without fat

Die angerösteten Gewürze geben wir dann in einen Mörser,
27 - Gewürze in Mörser geben / Put spices in mortar

zerstoßen sie sehr gründlich
28 - Gewürze im Mörser zerstoßen / Ground seasonings in mortar

und schütten wie anschließend in eine Schüssel,
29 - Zerstoßene Gewürze in Schüssel geben / Put ground seasons in bowl

wo wir Zucker und Salz dazu geben,
30 - Zucker & Salz hinzufügen / Add sugar & salt

den Esslöffel Tomatenmark addieren
32 - Tomatenmark dazu geben / Add tomato puree

und alles zu unserer Vindaloo-Paste vermischen.
33 - Zu Vindaloo-Paste verarbeiten / Create vindaloo mix

Anschließend schälen und würfeln wir die Zwiebel,
34 - Zwiebel würfeln / Dice onion

zerkleinern die Knoblauchzehen
35 - Knoblauch zerkleinern & Mince garlic

und schälen die Möhre
36 - Möhre schälen / Peel carrot

um sie zu würfeln.
37 - Möhre würfeln / Dice carrot

Außerdem schälen wir den Ingwer
38 - Ingwer schälen / Peel ginger

und reiben ihn.
39 - Ingwer reiben / Grate ginger

Jetzt erhitzen wir etwas Öl – ich empfehle Erdnussöl – in einem Wok oder einer Pfanne,
40 - Erdnussöl in Wok erhitzen / Heat up peanut oil in wok

geben das gewürfelte Schweinefleisch hinein
41 - Schweinefleisch in Wok geben / Put pork in wok

braten es rundherum scharf an
42 - Schweinefleisch rundherum anbraten / Fry pork

und entnehmen sie dann wieder, um sie erst einmal bei Seite zu stellen.
43 - Schweinefleisch aus Wok entnehmen / Take pork from wok

Im verbliebenen Bratfett, ggf. unter Zugabe von etwas mehr Öl, dünsten wir dann die gewürfelte Zwiebel an,
44 - Zwiebeln andünsten / Braise onion

geben wenig später den geriebenen Ingwer
45 - Geriebenen Ingwer hinzufügen / Add grated ginger

sowie die zerkleinerten Knoblauchzehen hinzu,
46 - Knoblauch addieren / Add garlic

bestreuen alles mit Kurkuma
47 - Kurkuma einstreuen / Add curcuma

und dünsten alles für ca. zwei Minuten gemeinsam an
48 - Weiter andünsten / Braise more

bevor wir schließlich auch die gewürfelte Möhre hinzu geben
49 - Möhre  dazu geben / Add carrot

die Zimtstange einlegen
50 - Zimtstange einlegen / Add cinnamon stick

und schließlich alles mit dem halben Teelöffel Kardamom bestäuben.
51 - Kardamom einstreuen / Add cardamom

Schließlich löschen wir alles mit der Kokosnussmilch ab,
52 - Mit Kokosmilch ablöschen / Deglaze with coconur milk

geben die stückigen Tomaten dazu
53 - Tomaten addieren / Add tomatoes

und verrühren alles gründlich miteinander, wobei wir es kurz aufkochen lassen.
54 - Verrühren & aufkochen lassen / Mix & bring to a boil

Nun geben wir die angebratenen Schweinefleischstücke in die Sauce,
55 - Fleisch zurück in Wok geben / Put back meat

fügen die Vindaloo-Paste hinzu,
56 - Vindaloo-Paste hinzufügen / Add vindaloo mix

verrühren alles gründlich miteinander, so dass die Paste sich komplett auflöst
57 - Gründlich verrühren / Mix well

und lassen dann unser Curry für 50-60 Minuten geschlossen köcheln,
58 - Geschlossen köcheln lassen / Let simmer closed

wobei wir es hin und wieder natürlich immer mal wieder umrühren, damit nichts anbrennen kann.
59 - Zwischendurch umrühren / Stir from time to time

Während unser Gericht vor sich hin köchelt, wenden wir uns den Kartoffeln zu, schälen sie
60 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

und schneiden sie in Spalten oder wahlweise auch einfach mundgerechte Stücke.
61 - Kartoffeln in Spalten schneiden / Cut potatoes in wedges

Die Kartoffeln geben wir etwa eine halbe Stunde vor Ende der Garzeit in unser Curry und heben sie unter – damit sollten sie am Ende gar, aber nicht zu matschig sein.
62 - Kartoffelspalten dazu geben / Add potato wedges

Außerdem geben wir die TK-Erbsen noch mit in den Wok
63 - Erbsen dazu geben / Add peas

verrühren sie gründlich und lassen alles weiter köcheln.
64 - Weiter köcheln lassen / Continue simmering

Am Ende der Garzeit entfernen wir schließlich noch die Zimtstange
65 - Zimtstange entfernen / Remove cinnamon stick

und können das Gericht anschließend – garniert mit einem kräftigen Klecks Naturjoghurts – servieren und genießen.
66 - Pork Vindaloo - Served / Serviert

Die Gewürzkombination erwies sich als wahre Offenbarung, denn sie traf wunderbar die kräftige, aber dennoch leicht unterschwellige Schärfe, wie man sie von traditionellen indischen Gerichten gewohnt ist. Dabei übertünchte sie auch nicht die weniger dominanten Gewürzte, sondern ließ sie alle auf die eine oder andere Art zur Geltung kommen. Ich war wirklich begeistert. In Kombination mit den saftigen Schweinefleichwürfeln, den Erbsen, Möhren und vor allem den Kartoffelstücken ergab sich eine Curry-Zubereitung, die durchaus Potential dazu besitzt zu einer meiner Lieblingscurrys zu werden.

67 - Pork Vindaloo - Side view / Seitenansicht

Eventuell werde ich aber bei der nächsten Zubereitung die Menge an Möhren und Erbsen noch etwas erhöhen, denn sie gingen ein klein wenig unter. Ich hatte auch kurz überlegt, ob ich nicht noch Bohnen mit verarbeiten sollte, denn ich hatte noch Dosen von weißen Bohnen und Kidneybohnen vorrätig, doch ich hatte mich wie man sieht dagegen entschieden, da Bohnen meiner Meinung nach nicht so gut in indische Gerichte passen – ich hatte mich ja schon mit den Kartoffeln ein gutes Stückchen von der traditionellen Zubereitung entfernt.
Ein weiterer Gedanke war es, das Fleisch eventuell vor der Zubereitung noch so marinieren. Dabei hatte ich zuerst mit den Gedanken gespielt, die Vindaloo-Paste dazu zu verwenden, doch aufgrund ihrer festen Konsistenz war ich nicht sicher, ob sie das Fleisch wirklich durchsetzen würde. Eventuell werde ich aber das nächste Mal einfach Geflügel verwenden und werde dieses für einige Stunden oder besser noch über Nacht in einer Mischung aus Kokosmilch und Sojasauce einlegen, damit es schön zart wird.
Wie man sieht sind der Variation bei diesem Gericht kaum Grenzen gesetzt – und ich bin mir auch sicher dass ich hier schon bald mal eine weitere Variation dieses Vindaloo-Gerichts hier vorstellen werde.

Guten Appetit

Tiroler G’röstl mit Spiegelei [04.10.2016]

Auf der heutigen Speisekarte unseres Betriebsrestaurant fanden sich zum einen die Asia-Thai-Gerichte wie Kal Tzau Fhan – Gebratener Eierreis mit verschiedenem Gemüse und Moo Pad Prik Bai – Gebackener Seelachs mit scharfem Basilikum und Thaigemüse in Austernsauce, außerdem fanden sich der westlich orientierten Speisekarte ein Griechischer Gemüsetopf mit Schafskäse und Oliven bei Vitality, einen Hackfleischspieß mit Zigeunersauce und Reis bei Tradition der Region sowie ein Putensteak Picatta Milanese mit Tomatensauce und Butternudeln bei Globetrotter. Außerdem hatte man zusätzlich ein Tiroler G’röstl mit Spiegelei als reduziertes Zusatzangebot. Zuerst war ich dazu geneigt, beim Gemüsetopf zuzugreifen, der mit frischem Baguette serviert wurde, aber kurzfristig entschied mich dann doch noch um und griff zum Tiroler G’röstel. Dazu gesellte sich noch ein kleines Schälchen Krautsalat aus dem Angebot der heutigen Salattheke.

Tiroler G'röstl mit Spiegelei

Das es sich hierbei um ein Restegericht handelte, merkte man heute leider besonders stark, denn die Qualität des Fleisches ließ leider etwas zu wünschen übrig. Eventuell handelte es sich um Reste vom Schäufele vom letzten Donnerstag, auf jeden Fall waren die nicht gerade mundgerechten Stücke stark mit Fettsträngen durchsetzt, was den Genuss etwas milderte. Die Kartoffeln waren außerdem teilweise etwas matschig geworden, während das Lauch zum Teil noch ein klein wenig zu bissfest erschien und etwas länger hätte gebraten werden können. Außerdem erschien mit das Gericht insgesamt etwas trocken, hier hätte etwas Sauce nicht geschadet. Am Spiegelei gab es aber ebenso wenig etwas auszusetzen wie am einfachen, aber schmackhaften Krautsalat. Mit dem Gemüsetopf wäre ich aber bestimmt besser bedient gewesen.
Dennoch war es heute das Tiroler Geröstel, das mit kleinem, aber klar erkennbaren Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich sichern konnte. Erst auf dem zweiten Platz folgte das eigentlich favorisierte Putensteak Picatta Milanese. Es folgten die Asia-Gerichte auf Platz drei, er griechische Gemüsetopf auf dem vierten Platz und knapp dahinter der Hackfleischspieß auf Platz fünf.

Mein Abschlußurteil:
Tiroler G’röstl: +/-
Spiegelei: ++
Krautsalat: ++