Bacon-Ei-Spinat-Muffins – das Rezept

Das heutige Kochexperiment ist zwar wohl eher für ein Frühstück oder einen Brunch als für ein Mittagessen geeignet, aber das sollte mich nicht davon abhalten das Ganze dennoch mal auszuprobieren: den Bacon-Ei-Spinat-Muffin. Im ursprünglichen Rezept war hier zwar nur von Bacon und Eiern die Rede gewesen, aber irgendwie erschien es mir sehr passend, das Ganze noch durch etwas pikant gewürzten Spinat zu ergänzen. Und das Ergebnis war ein wirklich sehr leckeres und schnell zuzubereitendes Gericht, dessen Zubereitung ich mit diesem Beitrag nun in gewohnter Form einmal kurz vorstellen möchte.

Was brauchen wir also für ca. 10 Stück?

220g Blattspinat (TK)
01 - Zutat Blattspinat / Ingredient leaf spinach

18 Streifen Frühstücksspeck (Bacon) (das entspricht 2 Päckchen a 100g)
02 - Zutat Bacon / Ingredient bacon

1 Schalotte
03 - Zutat Schalotte / Ingredient shallot

1 Zehe Knoblauch
04 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

10 Eier (am besten Größe S oder M)
05 - Zutat Eier / Ingredient eggs

sowie Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen
und etwas Öl oder Butter zum anschwitzen

Beginnen wir damit, den Blattspinat in der Mikrowelle auf der zugehörigen Stufe aufzutauen.
06 - Spinat auftauen / Defrost spinach

Während dies geschieht, schälen wir die Schalotte und würfeln sie fein.
07 - Schalotte würfeln / Dice shallot

Außerdem schälen wir die Knoblauchzehe und hacken sie ebenfalls gründlich.
08 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

Anschließend schmelzen wir etwas Butter (alternativ Öl) in einem kleinen Topf
09 - Butter schmelzen / Melt butter

und dünsten Schalotte und Knoblauch darin glasig an.
10 - Schalotte & Knoblauch andünsten / Braise shallot & garlic lightly

Dann fügen wir den aufgetauten Spinat, den wir vorher etwas ausgedrückt haben, hinzu und kochen ihn für acht bis zehn Minuten
11 - Spinat kochen / Cook spinach

wobei wir ihn nach eigenem Geschmack gut mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen. Ist er fertig, nehmen wir den Topf von der Platte und lassen den Spinat etwas abkühlen.
12 - Mit Pfeffer, Salz & Muskatnuss abschmecken / Taste with pepper, salt & nutmeg

Nun beginnen wir den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen. Anschließend fetten wir eine Muffinform etwas aus
13 - Muffinform ausfetten / Grease muffin tray

und legen die Schälchen mit dem Bacon aus. Bei mir reichte die gekaufte Menge von 18 Streifen für 10 Schälchen.
14 - Mit Bacon auslegen / Lay in bacon

Nachdem wir den Spinat noch einmal etwas in einem Sieb ausgedrückt und von seiner Flüssigkeit weitgehend befreit haben
15 - Spinat ausdrücken / Drain spinach

geben wir etwa einen gehäuften Esslöffel Spinat in jeder der Bacon-Schälchen und drücken es flach an.
16 - Mit Spinat befüllen / Fill with spinach

Dann schlagen wir je ein Ei in ein Schale auf und lassen es dann vorsichtig in die mit Bacon und Spinat gefüllte Muffin-Vertiefung gleiten. Mir sind dabei leider vier der zehn Eigelbe kaputt gegangen, was zwar geschmacklich keinen Einfluss hat, aber natürlich nicht so schön aussieht – aber so etwas passiert leider. Also bitte vorsichtig sein beim Eier aufschlagen. ;-)
17 - Eier hinzufügen / Add eggs

Das Ganze würzen wir dann noch einmal mit etwas Pfeffer.
18 - Mit Pfeffer würzen / Taste with pepper

Ist der Backofen dann aufgeheizt, schieben wir das Muffin-Blech auf der mittleren Schiene hinein und lassen alles für ca. 12bis 15 Minuten backen.
19 - Backen / Bake

Dann brauchen wir das Blech nur noch zu entnehmen, die Muffins vorsichtig aus den Vertiefungen lösen
20 - Fertig gebacken / Finished baking

und schon können wir sie servieren und genießen.
21 - Bacon-Ei-Spinat-Muffins - serviert / Bacon egg spinach muffins - served

Sehr lecker kann ich da nur sagen. Zwar eignet sich diese Muffinzubereitung aufgrund des leicht fettigen Bacons weniger als Fingerfood, aber davon abgesehen muss ich feststellen, dass es sich um eine wirklich sehr gelungene und leckere Art handelt, Eier, Speck und Spinat zu genießen. Das Bacon war zwar nicht ganz knusprig geworden, aber er war doch so gut durchgebacken, dass er seinen vollen Geschmack entfaltete. Eventuell kann man beim auslegen der Muffin-Mulden noch ein wenig mehr überstehen lassen, damit zumindest die Spitzen etwas krosser werden. Dazu hatte ich mir noch etwas Krautsalat gegönnt, den ich noch vorrätig gehabt habe, für ein Frühstück wäre hier aber auch ein frisches Stück gebutterter Toast gut denkbar.

22 - Bacon-Ei-Spinat-Muffins - Seitenansicht / Bacon egg spinach muffins - Side view

23 - Bacon-Ei-Spinat-Muffins - Querschnitt / Bacon egg spinach muffins - cross section

Werfen wir wie üblich am Ende einen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichtes. Meiner überschlägigen Berechnung nach komme ich auf 1600kcal für alle 10 Muffins, das entspricht also 160kcal pro Muffin. Rechnen wir mal 3 Stück pro Portion kommen wir also auf gerade mal 480kcal, was mich etwas überraschte, da ich mit deutlich mehr gerechnet hatte. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass eine eventuelle Beilage in Form von Toast oder ähnlichem noch zu addieren ist.
Achtet man darauf die Eigelbe beim aufschlagen der Eier nicht zu zerstören, können diese Muffins beim nächsten Brunch als wirklich zu Eyecatcher werden. Ich hoffe also, mit diesem Beitrag dem einen oder anderen Hobbykoch eine kleine Anregung geben zu können und wünsche:

Guten Appetit

Flammkuchen aus Filo-Teig (Yufka) – das Rezept

Der Filo- (griechisch “Blatt”), Yufka- (türkisch) oder Malsouka- (nordafrikanisch) Teig ein aus der Küche Griechenlands, Arabiens und der Türkei nicht wegzudenkende, einfach Zubereitung aus Mehl, Wasser und Salz, die dem europäischen Strudel- oder Blätterteig ähnlich ist. Früher bekam man es vor allem in türkischen Supermärkten, inzwischen findet er sich aber glücklicherweise auch im Kühlregal jedes gut sortierten westlichen Supermarktes. Verwendet wird er traditionell zum Beispiel beim griechischen Spanakopita oder beim türkischen Börek, man kann ihn aber auch für traditionell mitteleuropäische Gerichte verwenden wie zum Beispiel für einen leckeren Flammkuchen. Und genau das wollte ich heute mal ausprobieren.

Was brauch man also für ein Blech (ca. 6-8 Stück)?

5-6 hauchdünne Blätter Filoteig
01 - Zutat Yufka-/Filoteig / Ingredient phyllo pastry

1 große oder 2 kleinere Zwiebeln
02 - Zutat rote Zwiebel / Ingredient red onion

200 – 250g magere Speck
03 - Zutat magerer Speck / Ingredient bacon

1 Becher Creme legere oder Creme fraiche – bevorzugt mit Kräutern (125g)
04 - Zutat Creme legere Kräuter / Ingredient creme legere with herbs

ca. 180g gerieben Käse (z.B. Edamer)
05 - Zutat Edamer / Ingredient edam cheese

etwas Schnittlauch zum garnieren (optional)
06 - Zutat Schnittlauch / Ingredient chives

Beginnen wir nun damit, die Zwiebel zu schälen und sie in dünne Spalten zu schneiden.
07 - Zwiebeln schneiden / Cut onion

Dann können wir schon damit beginnen, unseren Backofen auf 180 Grad vorheizen zu lassen.

Sobald wir den Filoteig ausgepackt haben, entnehmen wir eine der dünnen Teigplatten, legen sie – vorsichtig, damit nichts reißt – auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech und pinseln sie mit kalten Wasser ein. Dann folgt, leicht versetzt, die nächste Platte, die wir wieder mit Wasser bepinseln. So fahren wir fort bis wir fünf oder sechs der dünnen Teigscheiben übereinander geschichtet haben. Das ganze sollte möglichst schnell von statten gehen, damit der Teig nicht zu sehr durchweicht.
08 - Yufkateig-Blätter aufschichten und bestreichen / Stack up pastry sheets and spread with water

Anschließend bestreichen wir die Teigplatten vorsichtig mit der Creme legere bzw. Creme fraiche,
09 - Mit Creme legere bedecken / Spread with creme legere

belegen alles großzügig mit den Zwiebelspalten
10 - Mit Zwiebeln belegen / Cover with onions

und verteilen darauf noch mit die Würfelchen aus geräuchertem, mageren Speck.
11 - Mit Speck bestreuen / Add bacon

Abschließend bestreuen wir alles mit dem geriebenen Käse. Ich griff wie bereits einleitend erwähnt hier zu geriebenen, würzigen Edamer.
12 - Mit Käse bedecken / Dredge with cheese

Ist der Backofen dann vorgeheizt, schieben wir unser Blech auf der mittleren Schiene hinein und lassen alles für 15 bis 20 Minuten überbacken.
13 - Überbacken / Bake

In der Zwischenzeit können wir den Schnittlauch waschen, trocken schütteln und in feine Röllchen schneiden.
14 - Schnittlauch in Röllchen schneiden / Cut chives in rolls

Hat der Käse dann den gewünschten Bräunungsgrad erreicht, entnehmen wir das Blech schließlich wieder
15 - Flammkuchen aus Filoteig / Tarte flambé with phyllo pastry - Fertig gebacken

und können unseren unmittelbar zerteilen und mit den Schnittlauchröllchen garniert servieren.
16 - Flammkuchen aus Filoteig / Tarte flambé with phyllo pastry - Serviert

Auch auf dem dünnen, knusprigen Filoteig erwies sich die Kombination aus durch die Kräuter leicht würzigen Creme fraiche, den milden roten Zwiebeln, den knackigen Speckwürfeln und dem ebenfalls angenehm würzigen Käse als wahrer Genuss. Obwohl im Rohzustand bestrichen, war der Teig – wohl aufgrund der mehrfachen Schichtung – dabei wirklich größtenteils angenehm knusprig gebacken und erwies sich als sehr gelungene Alternative zum Blätter- oder dem traditionellen dünnen Brotteig. Die Garnitur aus frischem Schnittlauch rundete das ganze schließlich geschmacklich sehr gelungen ab. Und nicht nur als warmes Hauptgericht, sondern auch kalt und als Fingerfood z.B. auf einer Party serviert eignet sich dieses Rezept wirklich vorzüglich.

17 - Flammkuchen aus Filoteig / Tarte flambé with phyllo pastry - CloseUp

Werfen wir abschließend wie üblich einen kurzen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichts. Meiner Kalkulation nach liegt der Gesamtwert des Bleches dank des mageren Specks und der leichten Creme legere bei ca. 1600kcal. Aufgeteilt auf 6 Stücke liegt ein Stück also bei etwa 267kcal. Das ist für einen Flammkuchen wie ich finde mehr als akzeptabel. Der Belag ist dabei natürlich beliebig variierbar – ich könnte mir auch gut noch etwas blanchiertes Lauch, ein paar Pilze oder vorher leicht angebratene Paprikastreifen darauf vorstellen. Der eigenen Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Mal schauen was es noch so an Rezepten mit Filoteig gibt – denn dies war bestimmt nicht das letzte Mal dass ich diese Teigvariante in einem meiner Kochexperimente verwendet habe.

Guten Appetit

Rosenkohl-Quiche mit karamellisierten roten Sherry-Zwiebeln – das Rezept

Bei meiner ewig währenden Suche nach neuen interessanten Rezepten stieß ich vor kurzem auf diesen Rosenkohl-Quiche, der sich vor allem dadurch abhob dass er mit karamellisierten roten Zwiebeln in eingekochtem Sherry zubereitet wurde. Das klang überaus lecker, zumal ich schon länger nichts mehr mit Rosenkohl zubereitet hatte – daher machte ich mich heute nun daran, das Rezept einmal auszuprobieren. Anstatt wie üblich bei meinen Quiches fertigen Blätterteig zu verwenden, entschied ich mich dieses Mal für einen Mürbeteig. Leider stehe ich mit Teigen ja manchmal etwas auf Kriegsfuß, aber heute gelang dieser mir wirklich wunderbar. Insgesamt kam so ein sehr leckeres Gericht heraus, welches ich nun in gewohnter Weise hier einmal kurz vorstellen möchte.

Was brauchen wir also für einen Quiche (ca. 4-5 Portionen)?

Für den Teig

150g Weizenmehl (Typ 405)
01 - Zutat Mehl / Ingredient flour

75g kalte Butter
02 - Zutat Butter / Ingredient butter

1 Hühnerei
03 - Zutat Hühnerei / Ingredient egg

1 TL Salz
04 - Zutat Salz / Ingredient salt

Für die Füllung

700g Rosenkohl (ich entschied mich für TK-Ware)
05 - Zutat Rosenkohl / Ingredient brussels sprouts

5 kleine rote Zwiebeln
07 - Zutat rote Zwiebeln / Ingredient red onions

1 TL Zucker
08 - Zutat Zucker / Ingredient sugar

10 EL trockener Sherry
09 - Zutat trockener Sherry / Ingredient dry sherry

150g magerer geräucherter Speck (optional – lässt man ihn weg hat man ein vegetarisches Gericht)
10 - Zutat Speck / Ingredient bacon

1-2 EL Olivenöl
11 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

sowie Salz und Pfeffer zum würzen

Für den Guß

4 Hühnereier
06 - Zutat Hühnerei / Ingredient eggs

125ml Sahne
11 - Zutat Sahne / Ingredient cream

125g Creme fraiche mit Kräutern
12 - Zutat Creme fraiche / Ingredient creme fraiche

sowie Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen

Beginnen wir nun damit, erst einmal den Teig zuzubereiten. Dazu geben wir Mehl, Butter, Salz und Ei in eine Schüssel
13 - Zutaten in Schüssel geben / Put ingredients to bowl

und verkneten alles zu einem homogenen Teig. Das braucht etwas Geduld beim Kneten, denn zu Beginn krümeln Butter und Mehl eher als dass sie einen wirklichen Teig bilden. Erst nach einigem Kneten, wenn die Butter sich komplett mit dem Mehl vereint hat, erhält man etwas, das man wirklich als Teig bezeichnen kann.
14 - Zu Teig verarbeiten / Make dough

Den so entstandenen Teig wickeln wir nun in etwas Frischhaltefolie und legen ihn für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank.
15 - Teig in Folie einwickeln und kühl stellen / Put dough in foil and into the fridge

Dann beginnen wir einen Topf Wasser zum kochen zu bringen
16 - Wasser erhitzen / Heat up water

und nutzen die Zeit bis das Wasser heiß ist dazu, unsere roten Zwiebeln zu schälen und in Spalten zu schneiden – also die Zwiebel so lange immer wieder zu halbieren bis wir schmale Streifen erhalten.
17 - Zwiebeln in Spalten schneiden / Cut onions in slices

Kocht das Wasser dann, salzen wir es mit zwei Teelöffeln Salz
18 - Wasser salzen / Add salt to water

und geben dann den Rosenkohl hinein, um ihn über ca 10 Minuten bissfest zu blanchieren.
19 - Rosenkohl blanchieren / Parboil sprouts

Anschließend gießen wir ihn in ein Sieb ab und lassen ihn abtropfen.
20 - Rosenkohl abgießen / Drain brussels sprouts

In einer Pfanne erhitzen wir nun zwei Esslöffel Olivenöl
21 - Öl erhitzen / Heat up oil

und dünsten unsere in Spalten geschnittenen roten Zwiebeln darin an
22 - Zwiebeln andünsten / Roast onions gently

wobei wir den Teelöffel Zucker einstreuen und die Zwiebel langsam daran karamellisieren lassen.
23 - Zucker karamellisieren lassen / Caramelize sugar

Dann beginnen wir, nach und nach die zehn Esslöffel Sherry zu den Zwiebeln zu geben und ihn dabei immer wieder komplett einkochen zu lassen – das gibt ihnen einen unvergleichlich schmackhafte Note und macht sie angenehm zart.
24 - Sherry einkochen lassen / Reduce sherry

Abschließend würzen wir dann noch alles mit etwas Salz und Pfeffer.
25 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt & pepper

Nachdem wir die Zwiebeln dann entnommen haben, geben wir – eventuell mit etwas zusätzlichem Olivenöl – den Speck in die Pfanne und braten ihn rundherum an. Ist er gut durchgebraten, entnehmen wir ihn und legen ihn bei Seite.
26 - Speck auslassen / Fry bacon

Nun wenden wir uns dem Guss zu. Dazu geben wir die vier Eier zu der Sahne,
30 - Eier hinzufügen / Add eggs

geben die Creme fraiche hinzu
31 - Creme fraiche addieren / Add creme fraiche

und verrühren alles sehr gründlich
32 - Gut verrühren / Mix well

wobei wir es kräftig mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen.
33 - Würzen / Taste

Nun ist auch ein guter Zeitpunkt, unseren Backofen auf 200 Grad vorzuheizen.

Als nächstes können wir dann den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und ihn auf einer bemehlten Fläche ausrollen. Am Anfang erwies es sich dabei als etwas brüchig, aber auch hier half etwas Beharrlichkeit, ihn schließlich in die gewünschte Form zu bringen.
27 - Teig ausrollen / Roll out dough

Nachdem wir dann unsere Quiche-Form ausgefettet und mit etwas Mehl ausgestreut haben
28 - Form ausfetten & mit Mehl bestäuben / Grease casserole & dredge with flour

passen wir den Mürbeteig ein und entfernen die Ränder mit einem scharfen Messer.
29 - Teig einpassen / Adjust dough

Darauf verteilen wir dann den angebratenen Speck gleichmäßig
34 - Speck verteilen / Spread bacon

und geben dann zwei Drittel der karamellisierten Sherry-Zwiebeln darauf
35 - Zwiebeln einlegen / Add onions

die wir dann mit dem blanchierten Rosenkohl bedecken
36 - Rosenkohl verteilen / Add brussels sprouts

und die restlichen Zwiebeln darauf verteilen
37 - Rest Zwiebeln hinzufügen / Add remaining onions

um alles abschließend mit unserem Guss aus Sahne, Creme fraiche und Eiern gleichmäßig zu übergießen.
38 - Guß aufgießen / Drain filling

Die Menge reichte, zumindest bei meiner Quiche-Form, ganz genau, um die Zwischenräume perfekt aufzufüllen. Jetzt sollten wir nun beim tragen zum Backofen natürlich vorsichtig sein damit nichts überschwappt. ;-)
39 - Fertig zum backen / Ready to bake

Ist der Ofen dann vorgeheizt, schieben wir unseren Quiche auch der mittleren Schiene hinein und lassen ihn für mindestens 40 Minuten backen.
40 - Backen / Bake

Danach entnehmen wir ihn und lassen ihn für weitere fünf Minuten ruhen, damit sich die durch die Hitze des Backens leicht aufgeblähte Füllung etwas setzen kann – das erleichtert das zerteilen etwas.
41 - Rosenkohl-Quiche mit karamellisierten roten Sherry-Zwiebeln / Brussels sprouts quiche with caramelized red onions - Fertig gebacken

Danach können wir ihn aber sofort servieren und genießen.
42 - Rosenkohl-Quiche mit karamellisierten roten Sherry-Zwiebeln / Brussels sprouts quiche with caramelized red onions - Serviert

Neben dem angenehm bissfesten Rosenkohl, den übrigens zu einem meiner Lieblingsgemüse zählt, waren eindeutig die karamellisierten und in Sherry gebratenen roten Zwiebeln eines der Highlights des Gerichtes. Sie waren unglaublich zart und aromatisch geworden und harmonisierten mit ihrem Geschmack wunderbar mit dem leicht herben Rosenkohl. Dazu noch der angebratene Speck und die angenehm würzige Füllung aus Ei, Sahne und Creme fraiche mit Kräutern ergab sich ein wahrer Genuss. Der dünne Mürbeteig tat sein übriges und rundete das Gericht sozusagen ab – obwohl ich mir einen solchen Quiche durchaus auch mit Blätterteig vorstellen könnte. Eventuell mische ich aber das nächste Mal Rosenkohl, Zwiebeln und Speck, anstatt sie zu schichten.

43 - Rosenkohl-Quiche mit karamellisierten roten Sherry-Zwiebeln / Brussels sprouts quiche with caramelized red onions - CloseUp

Werfen wir wie üblich abschließend einen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichtes. Meiner Kalkulation nach liegt der Inhalt der Quiche-Form bei ca. 2800kcal. Das entspricht bei vier Portionen 700kcal pro Portion, bei fünf Portionen immer noch 560kcal. Für ein Hauptgericht gerade noch akzeptabel, aber leicht verbesserungswürdig. Dabei nimmt alleine der Mürbeteig mit seinen 75g Butter 1130kcal ein – hier hätte Blätterteig mit knapp 900kcal schon mal etwa 230kcal eingespart. Rosenkohl und Zwiebeln sind auf die Gesamtmasse gesehen zu vernachlässigen, allerdings könnte man auch den Speck mit seinen 250kcal hier noch weglassen, zumal er geschmacklich keine so große Rolle spielt wie ich fand. Und durch das Ersetzen von Creme fraiche durch Creme legere könnte man noch einmal 140kcal reduzieren. Mit diesen Maßnahmen (Blätterteig, kein Speck und Creme legre) kämen wir auf 2180kcal, das wären bei 4 Portionen 545kcal und bei fünf Portionen sogar nur 436kcal. Das aber als kleines Gedankenspiel nur am Rande erwähnt, da ich nicht garantieren kann dass das Ergebnis geschmacklich dem hier gezeigten Rezept noch entspricht.
Also hoffe ich auch heute, mit meinem kleinen Kochexperiment dem einen oder anderen Hobbykoch eine kleine Anregung gegeben zu haben und wünsche wie immer:

Guten Appetit

Wildschwein-Gulasch mir Rotkraut & Spätzle – das Rezept

Heute wollte ich nun endlich mal kochtechnisch an Wild versuchen und hatte mir dazu gestern bereits ein wenig Wildschweinfleisch besorgt. Mit acht Euro für ein halbes Kilo ist das zwar nicht gerade günstig, aber das war es mir wert. Daraus sollte heute nun ein Gulasch entstehen und bei der Suche nach einem passendem Rezept stellte ich fest, dass es viele Wege gab ein solches Gericht zuzubereiten. Also suchte ich mir verschiedene Aspekte zusammen und kombinierte mir ein eigenes Rezept, das ich heute erfolgreich ausprobieren konnte. Gemüse und Sättigungsbeilage dazu sind natürlich variabel – hier sind z.B. Klöße, Semmelknödel, Spätzle oder Kartoffeln bzw Rotkraut, Blumenkohl, Rosenkohl und auch Sauerkraut denkbar. Ich entschied mich für die klassische Kombination aus Spätzle und Rotkraut. Und das Ergebnis war wirklich sehr gelungen, so dass ich es natürlich nicht versäumen möchte, das Rezept hier einmal kurz in der gewohnten Form vorzustellen.

Was brauchen wir also für 2-3 Portionen?

500g Wildschwein-Gulasch
01 - Zutat Wildschwein-Fleisch / Ingredient wild boar meat

1 mittelgroße Zwiebel
02 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

Zum Würzen Salz, Pfeffer, Majoran & Thymian
03 - Zutat Gewürze / Ingredient spices

100g Champignons
04 - Zutat Champignons / Ingredient mushrooms

100g Pfifferlinge
05 - Zutat Pfifferlinge / Ingredient chanterelles

125ml trockener Rotwein
06 - Zutat trockener Rotwein / Ingredient dry red wine

400ml Wild-Fond
07 - Zutat Wildfond / Ingredient venison stock

2 1/2 EL Tomatenmark
08 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

1/2 EL Weizenmehl
09 - Zutat Mehl / Ingredient flour

2 EL Rapsöl
10 - Zutat Rapsöl / Ingredient rapeseed oil

75g Speckwürfel (Bacon)
11 - Zutat Bacon / Ingredient bacon

2 Blätter Lorbeer
12 - Zutat Lorbeer / Ingredient bay leafs

2 ganze Nelken
13 - Zutat Nelken / Ingredient cloves

2 EL Creme double
14 - Zutat Creme double /Ingredient creme double

400g Spätzle
15 - Zutat Spätzle / Ingredient spaetzle

1 Glas Apfelrotkohl
16 - Zutat Rotkohl / Ingredient red cabbage

sowie etwas Butter zum anbraten.

Beginnen wir nun damit, die Zwiebel zu schälen und zu zerkleinern – ich verwendete dazu meine kleine manuelle Küchenmaschine (Blitzhacker), alternativ kann man natürlich auch ein Messer verwenden.
17 - Zwiebel würfeln / Grind onion

Dann waschen wir das Wildschweinfleisch gründlich, tupfen es trocken
18 - Fleisch waschen / Wash boar meat

und zerkleinern es in mundgerechtere Stücke.
19 - Fleisch zerkleinern / Mince meat

In einer größeren Pfanne erhitzen wir nun die beiden Esslöffel Rapskernöl auf erhöhter Stufe
20 - Öl erhitzen / Heat up oil

und braten das Wildschweinfleisch darin scharf an.
21 - Fleisch scharf anbraten / Sear boar meat

Parallel erhitzen wir den Wildschweinfond und halten ihn warm.
22 - Rinderfond warm halten / Keep venison stock warm

Das Fleisch würzen wir nun großzügig mit Salz, Pfeffer, Majoran und Thymian
23 - Großzügig würzen / Taste generous

und braten die zerkleinerten Zwiebeln dann ebenfalls mit an.
24 - Zwiebeln mit anbraten / Roast onions gently

Nun ist es auch an der Zeit, die zweieinhalb Esslöffel Tomatenmark mit hinzu zu geben
25 - Tomatenmark hinzufügen / Add tomato puree

und es ebenfalls mit anzuschwitzen.
26 - Tomatenmark anschwitzen / Braise tomato puree

Außerdem streuen wir das Mehl mit ein und braten es ebenfalls mit an.
27 - Mehl einstreuen / Add flour

Wenig später ist es dann an der Zeit, den Wein nach und nach aufzugießen
28 - Wein aufgießen / Drain red wine

und jeweils komplett einkochen zu lassen.
29 - Einkochen lassen / Let boil in

Ist dies geschehen, können wir auch die Lorbeerblätter und die Nelken mit in die Pfanne geben
30 - Lorbeer & Nelken hinzufügen / Add bay leafs and cloves

und gießen etwas vom Wildfond hinzu
31 - Wildfond aufgießen / Drain vanison stock

um alles dann für eine bis eineinviertel Stunden auf reduzierter Stufe vor sich hin schmoren lassen.
32 - Schmoren lassen / Braise

In der Zwischenzeit waschen wir die Champignons
33 - Champignons waschen / Wash mushrooms

und reinigen die Pfifferlinge mit einem feuchten Tuch,
34 - Pfifferlinge reinigen / Clean chanterelles

dann vierteln wir die Champignons
35 - Champignons schneiden / Grind mushrooms

und zerkleinern auch die Pfifferlinge etwas.
36 - Pfifferlinge zerkleinern / Cut chanterelles

Während der Vorbereitung der Pilze sollten wir natürlich nicht vergessen, immer wieder etwas vom Wildfond nachzugießen
37 - Wildfond nachgießen / Add more venison stock

und das ganze auch immer wieder gut umzurühren.
38 - Weiter schmoren lassen / Continue simmer

In einer kleinen Pfanne schmelzen wir nun etwas Butter oder Margarine
39 - Butter schmelzen / Melt butter

und lassen den Speck darin gründlich aus.
40 - Speck auslassen / Fry bacon

Dann entnehmen wir den angebratenen Speck
41 - Speck entnehmen / Remove bacon

und braten die Pilze im verbliebenen Fett für drei bis vier Minuten an, wobei wir sie mit etwas Salz und Pfeffer würzen.
42 - Pilze anbraten & würzen / Roast & taste mushrooms

Anschließend geben wir Speck
43 - Speck addieren / Add bacon

sowie die angebratenen Pilze hinzu
44 - Pilze unterheben / Fold in mushrooms

und rühren schließlich die beiden Esslöffel Creme double unter
45 - Creme double einrühren / Stir in creme double

um alles dann weiter köcheln zu lassen.
46 - Köcheln lassen / Simmer

In einer weiteren Pfanne schmelzen wir dann wieder etwas Butter
47 - Butter schmelzen / Melt butter

und braten die Spätzle darin für etwas 5 bis 6 Minuten darin an.
48 - Spätzle anbraten / Roast spaetzle

Außerdem bereiten wir den Rotkohl gemäß Packungsbeschreibung zu.
49 - Rotkraut zubereiten / Cook red cabbage

Nachdem wir dann die Lorbeerblätter aus der Gulaschzubereitung entfernt haben
50 - Lorbeerblätter entfernen / Remove bayleafs

können wir das Gericht schließlich servieren und genießen.
51 - Wildschweingulasch mit Rotkraut und Spätzle / Wild board goulash with red cabbage & spaetzle - Serviert

Die Kombination aus geschmorten Wildschwein-Fleisch mit gut durchgebratenen Pilzen in der unglaublich sahnigen und gleichzeitig angenehm würzigen Sauce erwies sich schon mal als überaus gelungen und für meinen ersten Versuch mit Wildfleisch dieser Art als wirklich großer Erfolg. Gemeinsam mit den angebratenen Spätzle und dem würzigen Rotkraut ein wirklich sehr gelungenes und dabei nicht sonderlich aufwändiges Gericht, dass ich wirklich sehr genoss und vorbehaltlos weiter empfehlen kann.

52 - Wildschweingulasch mit Rotkraut und Spätzle / Wild board goulash with red cabbage & spaetzle - CloseUp

Was die Nährwerte angeht, handelte sich hierbei jedoch nicht gerade um ein leichte Zubereitung. Meiner Kalkulation nach komme ich auf 1700kcal für die gesamte Zubereitung, das heißt aufgeteilt auf 2 Portionen auf 850kcal, bei 3 Portionen sind es immer noch 567kcal pro Portion. Dabei ist es weder die Creme double noch das Wildschweinfleisch, welche die Werte nach oben treibt, sondern eher die Kombination aus Eier-Spätzle und allen anderen Komponenten. Aber für einen Sonntag war es mir das einfach mal wert – so lange man solche kalorienreichen Gerichte nicht zu Regel werden lässt, geht das hin und wieder schon einmal.

Guten Appetit

Jägerschnitzel & Rosenkohl [03.02.2013]

Heute entschieden wir uns für eine Kombination aus Schweineschnitzel Wiener Art an einer Jägersauce mit frischen Champignons und Speck, dazu gab es frischen Rosenkohl und eine kombinierte Sättigungsbeilage aus Röstis, Bratkartoffeln und Schupfnudeln.

Jägerschnitzel & Rosenkohl / Escalope chasseur & brussel sprout

Die Schnitzel waren zum platzsparenden Braten nach dem flach Klopfen halbiert worden und dann in verquirltem Ei gewendet, mit Salz und Pfeffer gewürzt und schließlich in Semmelbröseln gewendet. Außerdem wurden Champignons in Scheiben geschnitten und mit gewürfeltem Speck angebraten, um schließlich in einer dunklen Rahmsauce geköchelt zu werden. Dazu der gekochte und in Mehlschwitze angemachten Rosenkohl als Gemüsebeilage und schließlich ein paar in der Pfanne gebratene Kartoffelröstis, Kartoffelscheiben und Schupfnudeln – Resteverwertung. Ein überaus gelungenes und leckeres, wenn auch nicht gerade kalorienarmes Mittagsmahl. Aber Sonntag geht das schon mal. ;-)