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Pergraupeneintopf mit Rind – Resteverbrauch [16.03.2020] (und der Coronavirus)

Monday, March 16th, 2020

Leider musste ich Erfahren, dass unser Betriebsrestaurant ab dieser Woche auf unbestimmte Zeit wegen der Corona-Infektionsgefahr geschlossen wird. Außerdem wurde empfohlen dass die Mitarbeiter nach Möglichkeit Homeoffice machen – was in meinem Job ja problemlos möglich ist. Also nutzte ich die Gelegenheit, dennzum Glück hatte ich noch mehr als genug meines leckeren und Herzhaften Rinder-Perlgraupen-Eintopf vom Wochenende vorrätig, so dass ich zumindest heute wahrscheinlich sowieso nicht in unsere Kantine gegangen wäre.

Pearl barely stew with beef - Leftovers / Perlrgraupeneintopf mit Rind - Resteverbrauch

Und auch aufgewärmt erwies sich das Gericht weiterhin als wirklicher Genuss. Richtig durchgezogen kam das Rindfleischaroma meiner Meinung nach sogar noch etwas deutlicher Zutage als in frisch gekochter Form so kam es mir zumindest vor. Mürbe geschmortes Rindfleisch gemeinsam mit den noch immer schön al dente erscheinenden Perlgraupen und dem Gemüsemischung aus Erbsen und Möhren bildeten auf in aufgewärmter Form weiterhin einen wirklichen Genuss. Das Rezept eignet sich also wunderbar zum vorkochen und aufwärmen. Mal schauen was ich den Rest der Woche mit der Mittagspause mache – mehr dazu dann morgen.

Herzhafter Rinder-Perlgraupen-Eintopf – das Rezept

Saturday, March 14th, 2020

Bei der Durchsicht meiner Vorräte stieß ich vor kurzem auf eine angebrochene Packung Perlgraupen und musste feststellen, dass ich seit langer Zeit nichts mehr mit dieser Gerstenkörnern gekocht hatte. Dabei sind diese nicht nur reich an Ballaststoffen, sondern sind auch gute Lieferanten für Eisen, Kalzium, Eiweiß sowie die Vitamine A, C und E. Außerdem sind sie eine leckere Alternative zu Reis, Kartoffeln oder anderen Sättigungsbeilagen. Nach einigem Abwägen entschied ich mich schließlich dazu, die Perlgraupen dieses Mal in einem Herzhaften Rinder-Perlgraupen-Eintopf zu verarbeiten. Die Zubereitung ist nicht besonders Arbeits- jedoch etwas Zeitaufwändiger, da es sich hier um ein Schmorgericht handelte und das erfordert nun einmal etwas mehr Geduld. Aber das leckere Ergebnis lohnt entlohnt für diese Wartezeit.

Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

  • 500g durchwachsenes Rindfleisch (z.B. von der Sternrose)
  • 2 größere Möhren (insges. ca. 200g)
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Esslöffel getrockneter Thymian
  • 2 Esslöffel Tomatenmark
  • 2 Lorbeerblätter
  • 180g Perlgraupen
  • 1000ml Rinder- oder Hühnerbrühe
  • 180g Erbsen (TK)
  • Salz & Pfeffer zum Würzen
  • Bevor wir mit der eigentlichen Zubereitung beginnen können, müssen wir wie üblich die einzelnen Zutaten vorbereiten. Wir schälen also die Zwiebel und würfeln sie,
    01 - Zwiebel würfeln / Dice onion

    schälen die Möhren
    02 - Möhren schälen / Peel carrots

    und würfeln sie ebenfalls, wenn auch deutlich gröber,
    03 - Möhren würfeln / Dice carrots

    schälen und zerkleinern die Knoblauchzehen
    04 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

    und schneiden schließlich auch noch das Rindfleisch in mundgerechte, nicht zu große Würfel.
    05 - Rindfleisch würfeln / Dice beef

    Anschließend erhitzen wir die beiden Esslöffel Olivenöl in einem Topf oder einer Pfanne auf erhöhter Stufe,
    06 - Olivenöl in Pfanne erhitzen / Heat up olive oil in pan

    geben das Rindfleisch hinzu
    07 - Rindfleisch in Pfanne geben / Put beef in pan

    und braten es scharf an. Dabei tritt zu Beginn etwas Flüssigkeit aus, wir braten aber so lange weiter bis die Flüssigkeit wieder verschwunden ist und das Fleisch beginnt zu bräunen.
    08 - Rindfleisch scharf anbraten / Sear beef

    Sobald das Fleisch also zu bräunen beginnt, schalten wir die Hitzezufuhr zurück auf mittlere Stufe und geben die gewürfelte Zwiebel,
    09 - Zwiebel addieren / Add onion

    die Möhrenstücke
    10 - Möhren dazu geben / Add carrots

    sowie den zerkleinerten Knoblauch hinzu
    11 - Knoblauch einstreuen / Add garlic

    und dünsten alles für etwa 5 Minuten mit an.
    12 - Gemüse andünsten / Braise vegetables

    Dann streuen wir den Esslöffel getrockneten Thymians ein,
    13 - Thymian einstreuen / Add thyme

    geben die beiden Esslöffel Tomatenmark ebenfalls hinzu
    14 - Tomatenmark dazu geben / Add tomato puree

    und vermischen alles mit dem restlichen Pfanneninhalt, um es kurz mit anzudünsten,
    15 - Tomatenmark & Thymian andünsten / Braise tomato puree & thyme

    bevor wir schließlich die Perlgraupen addieren,
    16 - Perlgraupen addieren / Add pearl barleys

    die beiden Lorbeerblätter dazu geben
    17 - Lorbeerblätter einlegen / Add bay leafs

    und alles mit der Rinder- oder Hühnerbrühe ablöschen. Der Geschmack mit Hühnerbrühe ist dabei etwas milder, wer es noch deftiger mag sollte zu Rinderbrühe greifen.
    18 - Mit Rinderbrühe ablöschen / Deglaze with beef broth

    Nachdem wir alles gut miteinander verrührt haben
    19 - Gründlich verrühren / Stir thoroughly

    würzen wir es mit etwas Salz und Pfeffer
    20 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Season with salt & pepper

    und lassen es dann bei reduzierter Hitzezufuhr geschlossen für eineinhalb bis 2 Stunden schmoren.
    21 - Geschlossen schmoren lassen / Stew closed

    Dabei sollten wir es zwischendurch natürlich immer mal wieder umrühren, damit nichts anbrennen kann.
    22 - Zwischendurch umrühren / Stir from time to time

    Nach 50-60 Minuten geben wir schließlich die Erbsen hinzu
    23 - Erbsen dazu geben / Add peas

    und verrühren sie gut mit dem restlichen Inhalt, bevor wir es weiter geschlossen schmoren lassen.
    24 - Verrühren & weiter köcheln / Stir & continue simmer

    Bei Bedarf können wir natürlich jederzeit etwas mehr Wasser nachgießen, um die Gefahr des Anbrennens zu reduzieren.
    25 - Bei Bedarf Wasser nachgießen / Add water if necessary

    Spätestens nach eineinhalb Stunden sollten wir das Gericht, insbesondere das Rindfleisch, probieren und prüfen ob das Fleisch die richtige Konsistenz erreicht hat
    26 - Probieren / Try

    und schmecken das Gericht dann noch einmal final mit den Gewürzen ab. Ich experimentierte ein wenig mit Liebstöckel, fand aber dass es nur wenig Mehrwert brachte.
    27 - Mit Gewürzen abschmecken / Taste with seasonings

    Zuletzt brauchen wir nur noch die beiden Lorbeerblätter entfernen
    28 - Lorbeerblätter entfernen / Remove bay leafs

    und können das fertige Gericht dann auch schon unmittelbar servieren und genießen.
    29 - Hearty beef barley stew -Served / Herzhafter Rinder-Perlgraupen-Eintopf - Serviert

    Das Rindfleisch war durch das lange schmoren wunderbar mürbe und zart geworden und gab dem ganzen Eintopf ein wunderbar kräftiges Rinderaroma, was ihn besonders herzhaft im Geschmack machte. Aber auch die verwendete Brühe war daran wohl nicht ganz unschuldig. Dazu passten meiner Meinung nach wunderbar sowohl die Perlgraupen als auch die Gemüsekombination aus Möhren und Erbsen. Aber bei dieser Gemüsekombination kann man wohl sowieso nie etwas falsch machen. 😉So ein Eintopf ist perfekt für die kühlere Jahreszeit und somit auch Mitte März – trotz bereits steigender Temperaturen – immer noch sehr lecker. Eine sehr schmackhafte Art Perlgraupen zu verarbeiten, so viel steht fest.

    30 - Hearty beef barley stew - Side view / Herzhafter Rinder-Perlgraupen-Eintopf - Seitenansicht

    Das Gericht ist aber, so denke ich, sehr variabel was die Gemüsezutaten angeht, denn auch Lauch, Sellerie oder auch Bohnen würden sich bestimmt ebenfalls gut in so einem Eintopf machen. Oder man ersetzt, wenn man es mag, das Rind- durch Lammfleisch, das sich beim schmoren ja ebenfalls durch ein kräftiges Aroma auszeichnet. Und die Perlgraupen sind ja sowieso sehr geduldig was ihre Companions beim Zubereiten angeht, sie zeichnen sie dabei vor allem die Eigenschaft auch nach längerem Schmoren ihren Biss beizubehalten aus. Das war bestimmt nicht das letzte Perlgraupen-Gericht das in meiner Küche entstanden ist – und dieses Mal warte ich nicht wieder mehrere Jahre bis zum nächsten Rezept damit.

    Guten Appetit

    Linseneintopf mit Wiener Würstchen & Bauernbrot [03.02.2020]

    Monday, February 3rd, 2020

    Im ersten Moment nach dem Betreten des Speisesaals unseres Betriebsrestaurants war ich zwar dazu geneigt gewesen bei den mit Tomatenreis servierten Cevapcici mit Tzatziki und frischen Zwiebeln + 3 Komponenten nach Wahl aus dem Abschnitt Daily der heutigen Tageskart zuzugreifen. Und ich hatte mich auch schon in die Warteschlange an der entsprechenden Theke eingereiht, doch dann änderte ich kurzentschlossen doch noch einmal meine Meinung und schwenkte auf den Linseneintopf mit Wiener Würstchen und Bauernbrot bei Vital um. Auf dem großen Bildschirm hatte der nämlich auch recht gut ausgesehen und er war deutlich günstiger. An Penne Rigate mit Safran und Meerettichspinat aus dem Bereich Veggie hatte ich wegen meiner Meerrettich-Abneigung weniger Interesse und auch mit Knusprigen Frühlingsrollen oder Gebratenes Schweinefleisch mit Thaigemüse und Currysauce von der Asia-Wok-Theke konnte ich mich nicht so recht anfreunden. So landete als der Linseneintopf (heute mal nicht …suppeneintopf wie bei früheren Versionen wie hier oder hier) auf meinem Tablett.

    Lentil stew with vienna sausages & bread / Linseneintopf mit WIener Würstchen & Bauernbrot

    Was mit zuerst auffiel war die Tatsache, dass die Linsen sich am Boden des Tellers abgsetzt hatten und an der Oberfläche einfach Wasser zurückgeblieb. Das war laut meiner Erfahrung nicht normal, zumindest hatte ich das bisher noch nicht erlebt gehabt. Normalerweise bindet die aus dem Gemüse austretende Stärke den Eintopf beim kochen etwas, so dass er nicht mehr wasser-flüssig ist. Es sei denn, man hätte das Gericht nachträglich mit Wasser gestreckt – aber das wäre nur eine Vermutung. Vielleicht hatte die Thekenkraft auch einfach nur nicht umgerührt bevor sie mir das Gericht servierte. Geschmacklich war die Linsensuppe dann aber in Ordnung, nur eben etwas wässrig. Da hätte man auf der Speisekarte doch besser den “eintopf” anstatt der “suppe” weggelassen, dann hätte es besser auf die heutige Konsistenz des Gerichts gepasst. 😉 Er hätte außerdem vielleicht noch einen Tick säuerlicher sein können, so kenne ich sie zumindest von zu Hause wo man früher gern noch ein paar Tropfen Essig oder besser noch Balsamico in die ein solches Gericht tat, aber sie war auch so zumindest nicht schlecht. Die Wiener Würstchen erwiesen sich zwar als innen etwas bleich und wässrig, was auf billige Ware hinwies, aber als Fleischeinlage für die Suppe waren sie noch gut genug. Die einzige wirklich Katastrophe am Gericht war letztlich das Bauernbrot, welches genau wie beim letzten Mal im Dezember alt, abgestanden und trocken war. So konnte man es nicht essen, aber man konnte es in die Suppe bröseln und dort einweichen lassen, dann trug es zumindest zur Sättigung bei. Aber alleine ein solches Brot anzubieten halte ich schon für eine ziemlich gewagte Sache – im Nachhinein gesehen hätte ich mich echt mal beschweren sollen. Na ja, vielleicht beim nächsten Mal.
    Trotz des miserablen Brots lag der Linseneintopf aber heute sehr hoch in der Gunst der anderen Gäste und lieferte sich ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala mit den Cevapcici. Es war sehr knapp, aber letztlich konnten sich dann doch die Cevapcici durchsetzen und der Linseneintopf landete somit auf einem guten zweiten Platz. Platz drei belegten die Asia-Gerichte und auf dem vierten Platz folgten die vegetarischen Penne mit Safran und Meerrettichspinat.

    Mein Abschlußurteil:
    Linseneintopf: +
    Wiener Würstchen: +
    Bauernbrot: –

    Linsensuppeneintopf mit Puten-Wiener & Bauernbrot [17.12.2019]

    Tuesday, December 17th, 2019

    Heute stand mal wieder die berühmt-berüchtigte Currywurst mit Curryketchup + 3 Beilagen im Abschnitt Daily auf der Tageskarte unseres Betriebsrestaurants und ich war auch zuerst geneigt hier zuzugreifen, auch wenn ich den Preis von 6,30 Euro weiterhin für übertrieben halte. Doch als ich mir die anderen Speisen am großen Bildschirm am Eingang ansah, fiel mir auch sofort der Linsensuppeneintopf mit Puten-Wiener und Bauernbrot bei Daily ins Auge, den ich schon als günstigere Alternative auserkoren hatte und der wirklich nicht schlecht aussah. Die Penne mit Blattspinat und Meerrettich bei Veggie wären auf jeden Fall nichts für mich gewesen, da ich ja keinen Merrettich mag. Die Gebratenen Mie-Nudeln mit Thaigemüse oder der Gebackene Seelachs mit Thaigemüse in Massamansauce von der Asia-Wok-Theke wären vielleicht auch noch gegangen. Kurz stand ich in der Schlange für die Currywurst, doch dann besann ich mich doch eines besseren und wählte den deutlich kalorienärmeren Linseneintopf.

    Lentil stew with turkey sausages & farmers bread / Linsensuppeneintopf mit Putenwienern & Bauernbrot

    Das Bauernbrot erwies sich heute leider als eine kleine Katastrophe, denn es war an der frischen Luft trocken und hart geworden, so dass fast nur noch mit viel Eintopf garniert genießen konnte, wenn überhaupt. Der Linseneintopf selbst erwies sich aber als sehr gut gelungen und war mit reichliche Suppengrün in Form von Lauch, Möhren und Sellerie sowie einigen Kartoffelstückchen verfeinert. Persönlich hätte ich ihn vielleicht noch einen winzigen Deut säuerlicher gemacht, vielleicht mit einem Schuss Essig, aber das ist natürlich Geschmackssache. Und auch an den Putenwienern gab es aus meiner Sicht nichts auszusetzen, sie eigneten sich wunderbar als Fleischeinlage für den Eintopf. Für die kalte Jahreszeit genau das richtige – schade dass das Bauernbrot den Genuss etwas gemindert hat.
    Wie nicht anders erwartet lag die Currywurst heute auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala natürlich ganz vorne und konnte sich unangefochten den ersten Platz sichern. Danach kam lange nichts bevor sich schließlich der Linsensuppeneintopf auf Platz zwei einfand. Die Asia-Gerichte sah ich auf dem dritten Platz und die vegetarischen Penne mit Blattspinat und Kren schließlich auf Platz vier.

    Mein Abschlußurteil:
    Linsensuppeneintopf: ++
    Puten-Wiener: ++
    Bauernbrot: –

    Erbsensuppe mit Putenwiener [26.11.2019]

    Tuesday, November 26th, 2019

    Als ich einen Blick auf die Tageskarte unsere Betriebsrestaurants warf, war es gleich mein erster Gedanke die Erbsensuppe mit Putenwiener und Bauernbrot aus dem Abschnitt Vital wohl das richtige für mich sei. Obwohl die Spinat Riccotalasagne mit Bechamel und Tomatensoße gratiniert bei Veggie auch nicht schlecht klang und auch das Rinderhacksteak mit Tomate und Speck + 3 Beilagen bei Daily, das mit BBQ-Sauce und Country Potatoes serviert wurde, ebenfalls seinen gewissen Reiz besaß. Zumal ich nichts gefrühstückt hatte. Selbst mit den Gebratenen Mie-Nudeln oder dem Gebratenen Tintenfisch mit Thaigemüse in Austernsoße von der Asia-Thai-Theke hätte ich leben können. Als ich den zuerst gewählte Erbsensuppe aber auf dem großen Bildschirm am Eingang sah war ich zuerst etwas enttäuscht, den sie sah sehr dünn aus, nicht mit ganzen Erbsen wie ich es mit gewünscht hätte – deswegen hieß es aber wahrscheinlich auch nur “suppe” und nicht “suppeneintopf” – außerdem hatte man das Bauernbrot durch schnöde Brötchen ersetzt. Dabei hatte ich mich auf frisches Bauernbrot mit knuspriger Kruste gefreut. Daher reihte ich mich zuerst in die kleine Schlange vor der Rinderhacksteak-Theke ein, doch was ich dort sah begeisterte mich auch nicht sonderlich, vor allem die Country Potatoes sahen etwas zu knusprig aus. So kam es dazu dass ich mich doch noch einmal umentschied und mich in die kurze Schlange vor der anderen Theke einreihte, wo ich mir nun doch eine Portion der Erbsensuppe holte – natürlich mit Brötchen.

    Pea soup with turkey wiener / Erbsensuppe mit Putenwiener

    Obwohl die Brötchen offen in einem Korb an der Theke gelegen hatten, erwies es sich als wunderbar frisch und sehr knusprig, was sie als Ersatz für das Bauernbrot schon mal besser machte als ich vermutet hatte. Und auch die Suppe, in der leider nur einige Kartoffelwürfel den Angriff des Purierstabs überlebt hatten, erwies sich als durchaus schmackhaft. Wenn ich so etwas koche und dann püriere, entnehme ich immer einige feste Bestandteile und lege sie bei Seite bevor ich mit dem Pürierstab hinein gehe. Dann kann ich sie hinterher wieder hinzufügen und die Suppe bzw. der Eintopf hat etwas mehr Biss. Darauf hatte man hier leider verzichtet – dass noch einige größere Kartoffelstücke darin zu finden war, war wohl eher Zufall. Geschmacklich war sie wie gesagt in Ordnung, auch wenn ich persönlich sie noch etwas kräftiger gewürzt hätte. Vielleicht mit etwas Liebstöckel, dem berühmten Maggi-Kraut. Oder eben Maggi selbst. 😉 Leider gab es letzteres nicht am Tisch, nur das übliche Salz und Pfeffer, aber das half hier wenig. Die Putenwiener erwiesen sich zwar als leicht wässerig, bildeten aber dennoch eine willkommene Fleischeinlage in der Suppe. Insgesamt also besser als ich erwartet hatte, aber dennoch noch verbesserungswürdig. Wobei ich meinen Geschmack natürlich nicht als Maß aller Dinge sehen sollte, vielleicht mag es das Gros der Gäste ja doch lieber mild?!
    Wie dem auch sei: Auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala spielte die Erbsensuppe nur eine untergeordnete Rolle. Den ersten Platz belegte natürlich das Rinderhacksteak, gefolgt von der Spinat-Ricotta-Lasagne aus Platz zwei, die ich meinte noch ein klein wenig häufiger gesehen zu haben als die Erbsensuppe, die somit nur den dritten Platz belegte. Die Asia-Gerichte erreichten somit nur einen guten dritten Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Erbsensuppe: ++
    Putenwiener: +
    Brötchen: ++

    Rindergulaschsuppeneintopf mit Bauernbrot [08.10.2019]

    Tuesday, October 8th, 2019

    Ich hätte zwar noch etwas von meinen Wirsing-Käsespätzle gehabt, aber aufgrund der gestern genannten Schwierigkeiten bezüglich Lagerung und Co hatte ich mich heute entschlossen normal in unserem Betriebsrestaurant zu Mittag zu essen – auch wenn es kein wirkliches Highlight auf der Tageskarte gab. Am besten gefiel mir noch der Rindergulaschsuppeneintopf mit Kartoffelwürfel, Paprikastreifen und Bauernbrot bei Daily, denn die Gebratene Hähnchenbrust Tikka Masala + 3 Beilagen bei Daily, die natürlich mit Reis serviert wurde, war mir etwas zu kostspielig und die Gnocchi mit Pesto in Tomatensauce und Grand Padano bei Veggie interessierten mich genauso wenig wie die Asia-Wok-Angebote wie Gebratenes Gemüse in roter Currysauce oder Gebackener Seelachs mit Gemüse in Austernsauce. Also überlegte ich nicht lange und griff beim Eintopf zu.

    Beef goulash stew with farmers bread / Rindergulaschsuppeneintopf mit Bauernbrot

    Und der war gar nicht mal so schlecht muss ich zugeben. Die zahlreichen Rindfleischsstücke im Eintopf waren saftig und mager und der Eintopf selbst erwies sich als gut und vor allem schmackhaft gewürzt und besaß ein leichtes Röstaroma, so dass ein wahres Gulasch-Feeling aufkommen konnte. Und dazu passten natürlich perfekt die Paprikastreifen, wobei aber auch die zahlreichen Kartoffelwürfel meiner Meinung nach nicht fehl am Platz waren. Sie hätten dann eigentlich auch als Sättigungsbeilage gereicht wie ich fand, das angenehm frische Bauernbrot mit seiner knusprigen Kruste eignete sich aber dennoch gut dazu, auch noch die letzten Reste des schmackhaften Gulascheintopfs vom Teller zu wischen. Mir hat es auf jeden Fall geschmeckt.
    Bei den anderen Gästen erfreute sich der Gulaschsuppeneintopf heute auch sehr großer Beliebtheit, konnte sich letztlich doch nicht ganz gegen die Tikka Massla Hähnchenbrust durchsetzen und belegte knapp hinter ihr nur den zweiten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Die Asia-Gerichte sah ich auf Platz drei und die Pesto-Gnocchi belegten den vierten Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Gulaschsuppeneintopf: ++
    Bauernbrot: ++

    Deftiger Schinken-Käse-Eintopf – das Rezept

    Saturday, August 10th, 2019

    Heute wollte ich mich mal, abseits von Low Carb und Co, an einem Eintopf versuchen, dessen Rezept ich vor einiger Zeit auf einer us-amerikanischen Food-Seite entdeckt hatte und den man dort als Cheesy Ham Chowder bezeichnet. Man kann denn Begriff Chowder dabei nicht direkt mit Eintopf übersetzen, sie definiert aber eine dickflüssige Suppe, ursprünglich eher mit Fisch oder Meeresfrüchten zubereitet, deren Basis aber immer Speck und gepökeltes Schweinefleisch bildet. Sie ist dem Eintopf aber sehr ähnlich. Interessant daran fand ich dabei vor die Zubereitung mit Milch, was ich so zuvor noch nie probiert hatte und was ein interessantes Geschmackserlebnis versprach, auch wenn es nicht typisch für Chowder-Rezepte zu sein scheint. Ich entschloss mich außerdem dazu das ursprüngliche Rezept noch durch zusätzliche Erbsen und etwas Lauch zusätzlich aufzuwerten. Allerdings verschätzte ich mich doch etwas bei der Menge, denn letztlich hätte ich mit meiner Kreation wohl eine kleine Großfamilie satt bekommen. 😉 Aber gelohnt hat sich das Kochexperiment alle mal, daher möchte ich es nicht versäumen das Ganze hier in gewohnter Form vorzustellen.

    Was benötigen wir also für 5-6 Portionen?

    1 große Zwiebel
    01 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

    650 – 700g festkochende Kartoffeln
    02 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

    1 große Möhre (ca. 150g)
    03 - Zutat Möhre / Ingredient carrot

    1 kleine Stange Lauch
    04 - Zutat Lauch / Ingredient leek

    150g Erbsen(TK)
    05 - Zutat Erbsen / Ingredient peas

    286g abgetropfter Mais (Dose)
    06 - Zutat Mais / Ingredient corn

    350g Kochschinken
    07 - Zutat Kochschinken / Ingredient ham

    10 Streifen Frühstücksspeck (Bacon)
    08 - Zutat Speckstreifen / Ingredient bacon

    700ml Milch
    09 - Zutat Milch / Ingredient milk

    3 Esslöffel Mehl
    10 - Zutat Mehl / Ingredient flour

    250ml Hühnerbrühe
    11 - Zutat Hühnerbrühe / Ingredient chicken broth

    200g geriebener Cheddar
    12 - Zutat geriebener Cheddar / Ingredient grated cheddar cheese

    sowie etwas Öl zum braten
    und etwas Salz und Pfeffer zum würzen

    Beginnen wir wie üblich damit, die einzelnen Zutaten vorzubereiten. Wir schälen und würfeln also die Zwiebel,
    13 - Zwiebel würfeln / Dice onion

    schälen die Möhre
    14 - Möhre schälen / Peel carrot

    und würfeln sie,
    15 - Möhre würfeln / Dice carrot

    schneiden denn Lauch in Ringe,
    16 - Lauch in Ringe schneiden / Cut leek in rings

    schälen die Kartoffeln
    17 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

    und würfeln sie,
    18 - Kartoffeln würfeln / Dice potatoes

    zerkleinern die Speckstreifen
    19 - Speckstreifen zerkleinern / Hackle bacon

    und würfeln schließlich noch den Kochschinken.
    20 - Kochschinken würfeln / Dice ham

    Dann können wir endlich mit der eigentlichen Zubereitung beginnen. Dazu geben wir zuerst die zerkleinerten Speckstreifen ohne Fett in einen Topf,
    21 - Speck in Topf geben / Put bacon in pot

    rösten sie goldbraun im eigenen Fett an
    22 - Speck anbraten / Fry bacon

    und entnehmen sie dann erst mal wieder um sie bei Seite zu stellen.
    23 - Speck entnehmen & bei Seite stellen / Remove bacon & put aside

    In das Fett der Speckstreifen, eventuell unter Zugabe von etwas zusätzlichem Öl, geben wir dann die gewürfelte Zwiebel,
    24 - Zwiebeln andünsten / Braise onion

    addieren die Möhrenwürfel
    25 - Möhre addieren / Add carrot

    sowie den Lauch
    26 - Lauch dazu geben / Add leek

    und dünsten alles gemeinsam für einige Minuten unter gelegentlichen Rühren an.
    27 - Gemüse andünsten / Braise vegetables

    Nun bestäuben wir alles mit den drei Esslöffeln Mehl,
    28 - Mit Mehl bestäuben / Dredge with flour

    löschen es mit der Milch
    29 - Mit Milch ablöschen / Deglaze with milk

    sowie der Hühnerbrühe ab,
    30 - Hühnerbrühe dazu geben / Add chicken broth

    verrühren alles gründlich miteinander
    31 - Gut verrühren / Mix well

    und lassen es kurz aufkochen.
    32 - Aufkochen lassen / Bring to a boil

    Nachdem wir die Platte auf leicht reduzierte Stufe zurückgeschaltete haben, geben wir die gewürfelten Kartoffeln,
    33 - Kartoffelwürfel in Topf geben / Add diced potatoes

    den Mais
    34 - Mais hinzufügen / Add corn

    sowie die Erbsen hinzu
    35 - Erbsen addieren / Add peas

    und lassen alles für 15 – 20 Minuten auf niederiger Stufe und bei gelegentlichen Umrühren vor sich hin köcheln bis die Kartoffeln gar sind.
    36 - Köcheln lassen / Let simmer

    Schließlich addieren wir noch den geriebenen Cheddar-Käse,
    37 - Cheddar in Topf geben / Add cheddar

    heben ihn unter
    38 - Cheddar verrühren / Stir in cheddar

    und geben dann den gewürfelten Kochschinken hinein
    39 - Kochschinken hinzufügen / Add ham

    um schließlich alles gut zu verrühren und den Käse dabei schmelzen zu lassen.
    40 - Verrühren & Käse schmelzen lassen / Stir & let cheese melt

    Nun schmecken wir unsere Kreation noch einmal mit Salz und Pfeffer ab
    41 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / taste with salt & pepper

    und geben ganz zum Schluß noch die knusprig gebratenen Speck hinzu
    42 - Angebratenen Speck addieren / Add fried bacon

    den wir verrühren und kurz heiß werden lassen.
    43 - Speck unterheben / Stir in bacon

    Anschließend können wir das Gericht auch schon, vielleicht mit einigen Ringen einer Frühlingszwiebel garniert, servieren und genießen.
    44 - Cheesy Ham Chowder - Served / Schinken-Käse-Eintopf - Serviert

    Ich hatte nicht gedacht, dass in Milch und Hühnerbrühe gekochtes Gemüse mit Schinken und Speck so lecker sein könnte, doch ich wurde beim ersten Bissen schnell eines besseren belehrt. Nicht nur dass sich die Zusammenstellung auch durch den knusprigen Speck angenehm würzig war, auch die Auswahl an verschiedenen Gemüsesorten erwies sich als überaus gut gelungen. Natürlich war der Käse daran auch nicht ganz unschuldig, da er nicht nur zum Geschmack beitrug, sondern der Flüssigkeit zusätzlich eine besonders cremige Konsistenz gab. Fand ich sehr lecker, auch wenn es sich hierbei trotz des reichlich vorhandenen Gemüses nicht gerade um leichte Kost handelte. Im Nachhinein gesehen passt so etwas bestimmt noch besser in die kühlere Jahreszeit, da es sich um ein sehr deftiges Gericht handelt, aber auch an einem verregneten Sommertag wie heute erwies es sich als überaus leckere Alternative. Ich war auf jeden Fall auch heute mal wieder zufrieden mit dem Ergebnis meines Kochexperiments – auch wenn ich viel zu viel davon zubereitet hatte. 😉

    45 - Cheesy Ham Chowder - Side view / Schinken-Käse-Eintopf - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Erbseneintopf mit Würstchen & Bauernbrot [18.02.2019]

    Monday, February 18th, 2019

    Zwar sah die Hähnchenbrust in der Knusperpanade mit würziger BBQ Sauce und Countrypotatoes aus dem Abschnitt Globetrotter der Tageskarte unseres Betriebsrestaurants heute wirklich verlockend aus, aber mir lag der Appetit nach etwas leichterer Kost. Allerdings sollte schon etwas Fleisch dabei sein, weswegen ich mich auch mit dem Curryreis mit Zucchini-Karottenragout bei Vitality nicht so recht anfreunden konnte. Blieben also noch der Erbseneintopf mit Würstchen und Bauernbrot bei Tradition der Region bzw. die Gebackene Frühlingsrollen und/oder Gebratenes Putenfleisch mit Gemüse und gelben Thaicurry von der Asia-Wok-Theke. Nach kurzem Abwägen fiel meine Wahl schließlich auf den Erbseneintopf.

    Pea stew with vienna sausages & farmhouse bread / Erbseneintopf mit Würstchen & Bauernbrot

    Scheinbar hatte man, abgesehen von einigen Kartoffelwürfeln, alles durch den Mixer gejagt oder mit dem Pürierstab bearbeitet, denn von den Erbsen waren fast nur noch Bruchstücke im Eintopf zu finden. Das schmälerte den ansonsten sehr gelungenen Geschmack zwar nicht, aber ich habe in einem Eintopf, gerade mit Hülsenfrüchten wie Erbsen, doch gerne noch etwas mehr Biss. Neben Erbsen und Kartoffeln konnte ich noch Lauch und Zwiebeln im Eintopf identifizieren, aber die dominante Geschmackskomponente bildeten eindeutig die Erbsen, so wie es sein sollte. Gemeinsam mit dem Paar leicht wässeriger Wiener Würstchen, die ich mir vor dem Verzehr natürlich in mundgerechte Stücke schnitt, sowie der angenehm großen Scheibe frischen und an der Kruste sogar noch einigermaßen knusprigen Bauernbrotes ein recht gelungenes Mittagsgericht. Ich bereute meine Entscheidung nicht, ich hatte ja aufgrund des Bildes auf dem Monitor am Eingang gewusst auf was ich mich einließ.
    Beim Rennen um Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala war der Erbseneintopf auch ganz vorne mit dabei, konnte sich aber letztlich nicht ganz gegen die Hähnchenbrust in Knusperpanade durchsetzen, womit er auf einem guten zweiten Platz landete. Auf dem dritten Platz sah ich die Asia-Gerichte und auf Platz vier folgte schließlich das vegetarische Zucchini-Karottenragout auf Curryreis.

    Mein Abschlußurteil:
    Erbseneintopf: ++
    Würstchen: +
    Bauernbrot: ++