Pikantes Bohnengulasch [22.04.2013]
22.04.2013 20:31 kulinarisches, lunchtimeUnkommentiert
Sowohl die Gebackenen Frühlingsrollen und das Gaeng Panang Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kaffir Limetten in rotem Panang Curry – zwei Asia-Thai-Gerichte die sich mit Sicherheit auch gut hätten kombinieren können – als auch die Spaghetti al Arrabiata mit Parmesan bei Tradition der Region sowie das Gebratene Schweinesteak mit Champignon-Kräutersauce und Knöpfle bei Globetrotter klangen zwar alle sehr verlockend, aber nach der Schlemmerei am Wochenende entschloss ich mich heute dazu, dem Pikanten Bohnengulasch bei Vitality den Vorzug zu geben, die mit 513kcal pro Portion einen angenehm leichten Genuss versprachen und auch den kleinen Becher Grießpudding mit Waldbeeren aus dem Dessert-Angebot noch vertretbar erscheinen ließ.
Obwohl vegetarisch erwies sich das mit Sour Cream und gehackter Petersilie garnierte Gericht als überaus sättigend und gleichzeitig sehr schmackhaft. Neben drei Sorten von Bohnen, grünen Brechbohnen, weißen Riesenbohnen und roten Kidneybohnen, fanden sich in der tomatigen, deutlich scharf gewürzten Sauce auch zahlreiche Würfel von Zwiebeln, Zucchini, Paprika, Tomaten und Möhren sowie zahlreiche kleine Salzkartoffeln. Da gab es wirklich nichts zu meckern, zumal die Portion auch mehr als großzügig gestaltet war. Da hätte es den Becher mild gesütem Grießbreis mit seinem Deckel aus roten Waldbeeren und einigen Pistaziensplittern eigentlich nicht mehr gebraucht – aber außer meiner Kalorienbilanz hat er auch nicht wirklich geschadet. Dennoch sollte ich mir langsam mal das Dessert wieder abgewöhnen, denn notwendig ist es eigentlich nicht.
Sah man sich im Gastraum um, erkannte man schnell dass die Geschmäcker der anderen Esser heute wieder eher breit gefächert waren und keinem Gericht einen klar erkennbaren Vorsprung gaben. Dennoch würde ich die Asia-Gerichte heute mit knappen Vorsprung auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala sehen, gefolgt von den Spaghetti al Arrabiata auf Platz zwei und knapp danach dem Schweinesteak mit Champignon-Kräutersauce auf einem guten dritten Platz. Und auch wenn der Abstand bis zum vierten nur noch sehr gering war, gelangte der pikante Bohnengulasch dennoch wieder nur auf den letzten Platz. Ein Schicksal, das vegetarische Gerichte ja nun mal fast ausnahmslos teilen. Dennoch würde ich jederzeit wieder zum Bohnengulasch greifen.
Mein Abschlußurteil:
Pikantes Bohnengulasch: ++
Grießbrei mit Waldbeeren: ++
Tags: bean goulash, beans, bell pepper, betriebsrestaurant, bohnen, bohnengulasch, brechbohnen, dessert, essen, food, grießbrei, kantine, kidneybohnen, lunch, mittagessen, nachtisch, nahrung, nahrungsmittel, onion, paprika, riesenbohnen, sauerrahm, sour cream, tomaten, vegetarian, vegetarisch, waldbeeren, zucchini, zwiebeln
Scharfes Wurstgulasch mit Paprika, Zwiebeln & Kartoffeln [18.04.2013]
18.04.2013 19:16 kulinarisches, lunchtimeUnkommentiert
Einen Moment überlegte ich zwar bei den Gung Po Yau You – Tintenfisch gebraten mit Chili und Knoblauch mit verschiedenem Gemüse zuzuschlagen, die heute neben Kai Tzau min – Eierreis gebraten mit verschiedenem Gemüse nach Shanghai Art an der Asia-Thai-Theke angeboten wurden, dann aber erinnerte ich mich an die übermäßige Schärfe die dieses Gericht aufwies als ich es vor kurzem hier probiert hatte – und das schreckte mich etwas ab. Zum Glück gab es auch auf der Speisekarte der westlichen Küche heute wieder überaus interessante Angebote. Zum einen war da ein Gyros vom Schwein mit Tzatziki, frischen Zwiebeln und Fladenbrot bei Globetrotter, das schon mal nicht schlecht klang, aber auch das Pikante Kirchererbsencurry auf indische Art mit Basamatireis bei Vitality, ein Gericht dass ich ja schon unzählige Male gewählt hatte und noch nie enttäuscht worden bin, war überaus verlockend. Dennoch entschied ich mich schließlich doch für das Scharfe Wurstgulasch mit Paprika, Zwiebeln und Kartoffeln. Meinen Aufzeichnungen nach hatte man es seit Mai letzten Jahres zwar schon vier Mal angeboten, aber bisher hatte ich mich nie dazu durchringen können den Wurstgulasch mal zu probieren. Das wollte ich heute nun endlich ändern – und ich sollte es auch nicht bereuen. Als Nachtisch gesellte sich schließlich noch ein Becherchen Kirschquark aus dem Dessert-Angebot auf mein Tablett.
In einer gleichzeitig fruchtigen sowie maßvoll gut scharfen Tomatensauce fanden sich neben zahlreichen kleinen Salzkartoffeln auch Paprikastreifen in verschiedenen Farben, Tomatenstücke, Zucchiniwürfelchen und zwei Sorten in schmale Scheiben geschnittene Würste: Die eine meine ich als Wiener Würstchen und die anderen als feine Bratwurst identifiziert zu haben. Garniert mit einer großzügigen Portion frischem gehackten Schnittlauch ein schmackhaftes und überaus sättigendes Gericht. Da gab es wirklich nichts zu meckern. Und auch der mit zahlreichen entkernten Früchten versehene, nicht zu süße Kirschquark bot keinen Grund zur Kritik. Ich war in der Summe sehr zufrieden mit meiner heutigen Auswahl.
Beim heutigen Rennen um Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala hatte heute – natürlich – das Gyros mit Tzatziki, Zwiebeln und Fladenbrot die Nase vorn und gewann mit klarem Vorsprung. Auf Platz zwei würde ich dann die Asia-Gerichte einordnen, aber sehr eng gefolgt vom Kichererbsencurry, das ich meinte noch häufiger gesehen zu haben als den Wurstgulasch. Damit belegte das vegetarische Gericht heute – ungewöhnlicher Weise – mal den dritten Platz und der Wurstgulasch erreichte nur einen guten, aber dennoch vierten Platz. Das wird mich jedoch nicht davon abhalten, jederzeit wieder zu diesem Gericht zu greifen.
Mein Abschlußurteil:
Wurstgulasch: ++
Kirschquark: ++
Tags: bell pepper, betriebsrestaurant, dessert, essen, food, gulasch, kantine, kartoffeln, kirschquark, lunch, mittagessen, nachtisch, nahrung, nahrungsmittel, onions, paprika, potatoes, quark, tomaten, tomatoes, Wurst, wurstgulasch, zwiebeln
Bifteki auf Tomatenreis mit Tzatziki & frischen Zwiebeln [25.03.2013]
25.03.2013 19:48 kulinarisches, lunchtime1 Kommentar
Einen kurzen Moment überlegte ich heute bei Vitality zuzuschlagen, wo mit einer Schupfnudelpfanne mit Kohl und Apfelwürfel meines Kenntnisstandes nach etwas neues angeboten wurde. Doch trotz des beigefügten Sour Cream Dips konnte es mich visuell nicht sonderlich ansprechen, daher sah ich mich erst einmal weiter um. Und sowohl der Erbseneintopf mit Wiener Würstchen und Bauernbrot bei Tradition der Region, die 3 Stück Griechische Bifteki auf Tomatenreis, Tzatziki und Zwiebeln bei Globetrotter als auch die Asia-Thai-Angebote wie Pud Pak Ruam Mit – Gebratenes frisches Gemüse in Austernsauce und insbesondere das Gaeng Panang Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kaffir Limetten in rotem Panang Curry schienen dazu geeignet, meine Anforderungen zu erfüllen. Spontan erschien ich mich schließlich ganz konservativ für die Griechischen Bifteki, die ich mir noch mit einem Becherchen Vanillemousse von der Dessert-Theke ergänzte.
Die drei Bifteki, welche die Thekenkraft bei jeden Teller genau abgezählt hatte, waren im Grunde genommen kleine Frikadellen oder Hacksteaks aus Rinderhackfleisch, das man angenehm pikant mit Kräutern und Gewürzen versetzt und mit etwas Schafskäse vermengt hatte. Entgegen meiner Befürchtung angenehm saftig und von der Menge her auch gut auf den Tomatenreis abgestimmt. Dieser wiederum hätte meiner Meinung nach gerne etwas fruchtiger sein können, das habe ich hier schon mal besser erlebt – daher gibt es hier eine leichten Abzug in der Wertung. An dem Tzatziki mit der leichten Knoblauchnote und den Gurkenstückchen sowie den angenehm frischen Zwiebeln gab es keinen Grund zu Kritik. Das Dessert schließlich war zwar geschmacklich wie gewohnt, angenehm vanillig und nicht zu süß, aber es war heute etwas flüssiger als ich es sonst von Mousses her gewohnt bin. Daher auch hier heute ein kleiner Abzug. Insgesamt war ich aber dennoch zufrieden mit meiner heutigen Wahl.
Sah man sich auf den Tabletts der anderen Gäste um, kristallisierte sich schnell heraus dass die Bifteki heute auch recht deutlich den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala belegten. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte, aber eng gefolgt von dem Erbseneintopf mit Wiener Würstchen auf Platz drei. Die Schupfnudelpfanne mit Kohl und Apfel war zwar für ein vegetarisches Gericht recht häufig gewählt worden, aber für mehr als den vierten Platz reichte es auch heute nicht.
Mein Abschlußurteil:
Bifteki: ++
Tomatenreis: +
Tzatziki: ++
Zwiebeln: ++
Vanille-Mousse: +
Tags: betriebsrestaurant, bifteki, dessert, essen, feta, food, kantine, lunch, mittagessen, mousse, nachtisch, nahrung, nahrungsmittel, onions, reis, rice, schafskäse, tomatenreis, tomato rice, tzatziki, Vanille Mousse, zwiebeln
Gyros-Nudelauflauf mit Sauce Hollandaise – das Rezept
17.03.2013 18:43 kochexperimente, kulinarisches3 Kommentare
Auch wenn die Sauce Hollandaise (Holländische Sauce) eigentlich zu den Grundsaucen der französischen Küche gehört, kennt man sie hier in Deutschland doch vor allem zu Spargel und eventuell noch zu Fischgerichten. Auf den Gedanken sie gemeinsam mit Gyros in einem Nudelauflauf zu verwenden war ich bisher nicht gekommen. Daher war ich auch etwas skeptisch, als ich auf dieses Rezept hier stieß, aber meine Neugier und der Drang immer mal etwas neues auszuprobieren bewegte mich schließlich dazu, das Ganze mal auszuprobieren. Und ich war von dem Ergebnis wirklich begeistert, auch wenn es sich hierbei um kein sonderlich leichtes Gericht handelt. Aber es lohnt sich auf jeden Fall, zumal die Zubereitung erfreulich einfach und schnell zu bewerkstelligen ist. Daher möchte ich natürlich nicht versäumen, das Ganze hier einmal in üblicher Form vorzustellen.
Was braucht man also für 3-4 Portionen?
410g fertig mariniertes Gyros vom Schwein

250g Fusilli (Spiralnudeln) - ich wählte dieses Mal eine Vollkorn-Sorte

1 Dose feine Erbsen (400g – 280g Abtropfgewicht)

1 Päckchen Sauce Hollandaise (250g) (wer mag kann sie aber gerne auch selbst machen)

100 – 120g geriebenen Emmentaler

Fangen wir damit an, einen Topf mit Wasser aufzusetzen und ihn zum kochen zu bringen.

Während das Wasser aufheizt, wenden wir uns den Zwiebeln zu und schälen sie, um sie dann in Spalten zu schneiden.

Außerdem schälen und zerkleinern wir die Knoblauchzehe.

Sobald das Wasser kocht, salzen wir es etwas

und kochen darin dann unsere Nudeln gemäß Packungsbeschreibung bissfest.

Parallel erhitzen wir ein bis zwei Esslöffel Olivenöl in einer größeren Pfanne,

dünsten die zerkleinerte Knoblauchzehe darin an

und geben dann das Gyrosfleisch hinzu, das wir scharf von allen Seiten abraten.

Ist das Fleisch gut durchgebraten, reduzieren wir die Hitze wieder etwas und geben die Zwiebelspalten hinzu,

die wir für einige Minuten mit anbraten bis sie weich und glasig geworden sind. Anschließend nehmen wir die Pfanne vom Herd.

Inzwischen müssten auch unsere Nudeln gut sein, so dass wir sie in ein Sieb abgießen und dort abtropfen lassen können.

Außerdem ist jetzt auch ein guter Zeitpunkt, die Erbsen abtropfen zu lassen.

Nun ist auch ein guter Zeitpunkt, den Backofen auf 210 Grad vorzuheizen.
In eine passende Auflaufform, die wir übrigens nicht auszufetten brauchen, füllen wir nun die Nudeln ein. Ich nutzte die Gelegenheit, endlich mal meine kürzlich ererbte Jenaer Glasform zu testen.

Die Nudeln bestreuen wir mit etwas Käse

und verteilen dann gleichmäßig die Erbsen darauf.

Es folgen nun Fleisch und Zwiebeln

die wir großzügig mit geriebenem Emmentaler bestreuen

und schließlich gleichmäßig mit der Sauce Hollandaise übergießen.

Abschließend können wir noch etwas mehr Käse aufstreuen.

Der Platz in der Jenaer Glasform war recht knapp gewesen, aber letztlich hatte dann glücklicherweise doch alles hineingepasst.

Der Backofen müsste inzwischen die gewünschte Betriebstemperatur erreicht haben, so dass wir die Auflaufform auf der mittleren Scheine hinein geben und dort 20 bis 25 Minuten überbacken können. Die oberste Schicht sollte dabei stellenweise eine leichte Bräune erreichen.

Ist der gewünschte Bräunungsgrad erreicht, können wir Auflaufform wieder entnehmen und den Ofen ausschalten.

Wie man sehen kann, hat sich während das Backprozesses die Sauce Hollandaise schön zwischen den anderen Zutaten verteilt. Außerdem war etwas von der Marinade des Gyros ebenfalls nach unten gelaufen und hatte die Nudeln etwas mit gewürzt.

Nun brauchen wir das Gericht nur noch servieren und genießen.

Und ich muss zugeben, dass ich von dem Ergebnis wirklich begeistert war. Entgegen meiner Befürchtung harmonierten die Sauce Hollandaise und das marinierte Gyros geschmacklich wunderbar miteinander und gaben dem Gericht genügend Würze und Aroma, dass man auf jegliche andere Würz-Zutaten gänzlich verzichten konnte. Die Erbsen als Gemüsekomponente, die im ursprünglichen Rezept übrigens nicht enthalten gewesen waren, sondern die ich auf einiges Gutdünken addiert hatte, rundeten die Mahlzeit schließlich sehr gelungen ab. Hier wären aber auch andere Gemüsesorten wie vorgekochter Spinat oder vielleicht Erbsen und Möhren denkbar.
Werfen wir abschließend wie gewohnt einen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichtes. Ich komme in meiner Kalkulation auf 2600kcal für die gesamte Zubereitung, bei vier Portionen wären das 650kcal pro Portion, bei drei (zugegebenermaßen recht großen) Portionen sogar 867kcal. Aber ich hatte ja einleitend schon erwähnt, dass es sich hier um kein sonderlich leichtes Gericht handelt. Hier kann man aber durch den Einsatz einer leichten Sauce Hollandaise und Putengyros nach meiner Berechnung auf das gesamte Gericht gesehen gut 500kcal einsparen. Aber darum ging es mir heute nicht, einmal in der Woche kann man auch mal über die Stränge schlagen. Mir jedenfalls hat die Zubereitung so wie sie war wunderbar geschmeckt und ich kann das Gericht trotz der recht hohen Nährwerte vorbehaltlos weiter empfehlen.
In diesem Sinne: Guten Appetit

Tags: abendessen, auflauf, backen, bake, cheese, cooking, dinner, emmentaler, erbsen, essen, food, fusilli, garlic, gyros, Käse, küche, kitchen, knoblauch, kochen, kochexperiment, kochexperimente, lunch, mittagessen, nahrungs, nahrungsmittel, nudelauflauf, nudeln, onions, pasta bake, peas, recipe, rezept, sauce hollandaise, spiralnudeln, zwiebeln
Rosenkohl-Quiche mit karamellisierten roten Sherry-Zwiebeln – das Rezept
16.03.2013 20:13 kochexperimente, kulinarisches1 Kommentar
Bei meiner ewig währenden Suche nach neuen interessanten Rezepten stieß ich vor kurzem auf diesen Rosenkohl-Quiche, der sich vor allem dadurch abhob dass er mit karamellisierten roten Zwiebeln in eingekochtem Sherry zubereitet wurde. Das klang überaus lecker, zumal ich schon länger nichts mehr mit Rosenkohl zubereitet hatte – daher machte ich mich heute nun daran, das Rezept einmal auszuprobieren. Anstatt wie üblich bei meinen Quiches fertigen Blätterteig zu verwenden, entschied ich mich dieses Mal für einen Mürbeteig. Leider stehe ich mit Teigen ja manchmal etwas auf Kriegsfuß, aber heute gelang dieser mir wirklich wunderbar. Insgesamt kam so ein sehr leckeres Gericht heraus, welches ich nun in gewohnter Weise hier einmal kurz vorstellen möchte.
Was brauchen wir also für einen Quiche (ca. 4-5 Portionen)?
Für den Teig
Für die Füllung
700g Rosenkohl (ich entschied mich für TK-Ware)

150g magerer geräucherter Speck (optional – lässt man ihn weg hat man ein vegetarisches Gericht)

sowie Salz und Pfeffer zum würzen
Für den Guß
125g Creme fraiche mit Kräutern

sowie Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen
Beginnen wir nun damit, erst einmal den Teig zuzubereiten. Dazu geben wir Mehl, Butter, Salz und Ei in eine Schüssel

und verkneten alles zu einem homogenen Teig. Das braucht etwas Geduld beim Kneten, denn zu Beginn krümeln Butter und Mehl eher als dass sie einen wirklichen Teig bilden. Erst nach einigem Kneten, wenn die Butter sich komplett mit dem Mehl vereint hat, erhält man etwas, das man wirklich als Teig bezeichnen kann.

Den so entstandenen Teig wickeln wir nun in etwas Frischhaltefolie und legen ihn für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank.

Dann beginnen wir einen Topf Wasser zum kochen zu bringen

und nutzen die Zeit bis das Wasser heiß ist dazu, unsere roten Zwiebeln zu schälen und in Spalten zu schneiden – also die Zwiebel so lange immer wieder zu halbieren bis wir schmale Streifen erhalten.

Kocht das Wasser dann, salzen wir es mit zwei Teelöffeln Salz

und geben dann den Rosenkohl hinein, um ihn über ca 10 Minuten bissfest zu blanchieren.

Anschließend gießen wir ihn in ein Sieb ab und lassen ihn abtropfen.

In einer Pfanne erhitzen wir nun zwei Esslöffel Olivenöl

und dünsten unsere in Spalten geschnittenen roten Zwiebeln darin an

wobei wir den Teelöffel Zucker einstreuen und die Zwiebel langsam daran karamellisieren lassen.

Dann beginnen wir, nach und nach die zehn Esslöffel Sherry zu den Zwiebeln zu geben und ihn dabei immer wieder komplett einkochen zu lassen – das gibt ihnen einen unvergleichlich schmackhafte Note und macht sie angenehm zart.
Abschließend würzen wir dann noch alles mit etwas Salz und Pfeffer.

Nachdem wir die Zwiebeln dann entnommen haben, geben wir – eventuell mit etwas zusätzlichem Olivenöl – den Speck in die Pfanne und braten ihn rundherum an. Ist er gut durchgebraten, entnehmen wir ihn und legen ihn bei Seite.

Nun wenden wir uns dem Guss zu. Dazu geben wir die vier Eier zu der Sahne,

und verrühren alles sehr gründlich

wobei wir es kräftig mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen.

Nun ist auch ein guter Zeitpunkt, unseren Backofen auf 200 Grad vorzuheizen.
Als nächstes können wir dann den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und ihn auf einer bemehlten Fläche ausrollen. Am Anfang erwies es sich dabei als etwas brüchig, aber auch hier half etwas Beharrlichkeit, ihn schließlich in die gewünschte Form zu bringen.

Nachdem wir dann unsere Quiche-Form ausgefettet und mit etwas Mehl ausgestreut haben

passen wir den Mürbeteig ein und entfernen die Ränder mit einem scharfen Messer.

Darauf verteilen wir dann den angebratenen Speck gleichmäßig

und geben dann zwei Drittel der karamellisierten Sherry-Zwiebeln darauf

die wir dann mit dem blanchierten Rosenkohl bedecken

und die restlichen Zwiebeln darauf verteilen

um alles abschließend mit unserem Guss aus Sahne, Creme fraiche und Eiern gleichmäßig zu übergießen.

Die Menge reichte, zumindest bei meiner Quiche-Form, ganz genau, um die Zwischenräume perfekt aufzufüllen. Jetzt sollten wir nun beim tragen zum Backofen natürlich vorsichtig sein damit nichts überschwappt. ![]()

Ist der Ofen dann vorgeheizt, schieben wir unseren Quiche auch der mittleren Schiene hinein und lassen ihn für mindestens 40 Minuten backen.

Danach entnehmen wir ihn und lassen ihn für weitere fünf Minuten ruhen, damit sich die durch die Hitze des Backens leicht aufgeblähte Füllung etwas setzen kann – das erleichtert das zerteilen etwas.

Danach können wir ihn aber sofort servieren und genießen.

Neben dem angenehm bissfesten Rosenkohl, den übrigens zu einem meiner Lieblingsgemüse zählt, waren eindeutig die karamellisierten und in Sherry gebratenen roten Zwiebeln eines der Highlights des Gerichtes. Sie waren unglaublich zart und aromatisch geworden und harmonisierten mit ihrem Geschmack wunderbar mit dem leicht herben Rosenkohl. Dazu noch der angebratene Speck und die angenehm würzige Füllung aus Ei, Sahne und Creme fraiche mit Kräutern ergab sich ein wahrer Genuss. Der dünne Mürbeteig tat sein übriges und rundete das Gericht sozusagen ab – obwohl ich mir einen solchen Quiche durchaus auch mit Blätterteig vorstellen könnte. Eventuell mische ich aber das nächste Mal Rosenkohl, Zwiebeln und Speck, anstatt sie zu schichten.
Werfen wir wie üblich abschließend einen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichtes. Meiner Kalkulation nach liegt der Inhalt der Quiche-Form bei ca. 2800kcal. Das entspricht bei vier Portionen 700kcal pro Portion, bei fünf Portionen immer noch 560kcal. Für ein Hauptgericht gerade noch akzeptabel, aber leicht verbesserungswürdig. Dabei nimmt alleine der Mürbeteig mit seinen 75g Butter 1130kcal ein – hier hätte Blätterteig mit knapp 900kcal schon mal etwa 230kcal eingespart. Rosenkohl und Zwiebeln sind auf die Gesamtmasse gesehen zu vernachlässigen, allerdings könnte man auch den Speck mit seinen 250kcal hier noch weglassen, zumal er geschmacklich keine so große Rolle spielt wie ich fand. Und durch das Ersetzen von Creme fraiche durch Creme legere könnte man noch einmal 140kcal reduzieren. Mit diesen Maßnahmen (Blätterteig, kein Speck und Creme legre) kämen wir auf 2180kcal, das wären bei 4 Portionen 545kcal und bei fünf Portionen sogar nur 436kcal. Das aber als kleines Gedankenspiel nur am Rande erwähnt, da ich nicht garantieren kann dass das Ergebnis geschmacklich dem hier gezeigten Rezept noch entspricht.
Also hoffe ich auch heute, mit meinem kleinen Kochexperiment dem einen oder anderen Hobbykoch eine kleine Anregung gegeben zu haben und wünsche wie immer:
Guten Appetit

Tags: abendessen, backen, bacon, bake, brussels sprouts, cooking, creme fraiche, dinner, eggs, Eier, essen, food, küche, kitchen, kochen, kochexperiment, kochexperimente, lunch, mürbeteig, mittagessen, nahrung, nahrungsmittel, onions, quiche, recipe, red onions, rezept, rosenkohl, rote zwiebeln, sherry, speck, sprouts, sugar, zucker, zwiebeln


















