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Geschmorte Entenkeule mit Blaukraut & Kartoffelknödel [13.02.2018]

Tuesday, February 13th, 2018

Auch wenn der Gemüsestrudel mit Ratatouille und Quarkdip aus dem Abschnitt Vitality heute die Ernährungstechnisch bessere Wahl gewesen wäre, konnte ich dem Angebot heute eine Geschmorte Entenkeule mit Blaukraut und Kartoffelknödel aus der Abteilung Tradition der Region verzehren einfach nicht widerstehen. Bei Gerichten mit Knödeln kann ich mich ebenso schwer zurück halten wie beim Chili con Carne. 😉 Den Paprikagulasch mit Penne Rigate bei Globetrotter sowie die heutigen Asia-Thai-Angebote in Form von Gebratenem Thaigemüse in Austernsauce und Pia Pad Prik – gebratener Fisch mit frischem Gemüse in süß-saurer Sauce erwähne ich daher nur der Vollständigkeit halber.

Braised duck leg with red cabbage & potato dumpling / Geschmorte Entenkeule mit Blaukraut & Kartoffelknödel

Und ich wurde nicht enttäuscht. Auf den ersten Blick sah die Entenkeule zwar recht klein aus, zumindest verglichen mit meinen Bio-Gänsekeulen von letzten Weihnachtsmahl, aber unter der wunderbar knusprigen und würzigen Haut fand sich angenehm viel zartes und saftiges Entenfleisch. Und auch die ebenfalls sehr würzige und vor allem heute schön dickflüssige Sauce ließ nichts zu wünschen übrig. Dazu ein ausgesprochen großer, mit Brotkrumen gefüllter und schön lockerer Kartoffelknödel und eine kleine, aber ausreichende Portion eines leicht fruchtigen Blaukrauts komplettierten das für einen Wochentag eigentlich viel zu gehobene Gericht. Hat natürlich ein paar Cent mehr gekostet als die Standardkost, aber das war es mir allemal wert. Ich war sehr zufrieden.
Und auch der Gros der anderen Gäste nutzte die Möglichkeit heute die Gänsekeule zu verzehren und bescherte diesem Gericht mit einem deutlichen Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf dem zweiten Platz sah ich den Paprikagulasch, der aber nur knapp vor den somit drittplatzierten Asia-Gerichten. Und auch der Gemüsestrudel, der auf Platz vier landete, folgte mit nur geringem Abstand.

Mein Abschlußurteil:
Entenkeule: ++
Bratensauce: ++
Blaukraut: ++
Kartoffelknödel: ++

Knusprige Gänsekeulen mit Bratapfel, hausgemachten Apfelblaukraut & gefüllten Kartoffelklößen – das Rezept

Sunday, December 24th, 2017

Zum Weihnachtsabend fiel das Kochen dieses Jahr mir zu und da wollte ich mich natürlich nicht lumpen lassen und ein Weihnachtsmahl kochen, das dem Anlass angemessen erschien. Daher entschied ich mich dazu Gänsekeulen zuzubereiten und dazu selbst gemachten Apfelrotkohl/-blaukraut sowie mit angerösteten Brotwürfeln gefüllte Kartoffelklöße zu servieren. Und natürlich auch eine hausgemachte Bratensauce durfte dabei nicht fehlen. Die Gänsekeulen hatte ich in Bio-Qualität dazu extra am Anfang der Woche an der Fleischtheke meines Vertrauens vorbestellt, damit ich auch wirklich am Samstag das Fleisch frisch holen konnte. Über den Preis von 63 Euro für die drei Gänsekeulen musste ich zwar am Samstag etwas schlucken, aber man gönnt sich an Weihnachten ja sonst nichts. Leider waren die Größen dabei recht unterschiedlich ausgefallen, so hatte die kleinste nur 360g während die größte etwas über 500g Gewicht besaß, aber auch damit konnte ich leben.
Und auch der Aufwand bei der Zubereitung hielt sich glücklicherweise in Grenzen, aber wohl vor allem auch deswegen weil ich zu Fertigteig für Knödel gegriffen habe und nicht die Knödel aus frischen Kartoffeln auch noch selbst zubereitet hatte. Das Ergebnis war auf jeden Fall ein wunderbares Festtagsgericht, dass meine Erwartungen mehr als erfüllt hat. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das zugehörige Gericht hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir als für 3 Portionen?

Für die Gänsekeulen

3 Gänsekeulen
01 - Zutat Gänsekeulen / Ingredient goose legs

2 mittelgroße Möhren
02 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

1 große Zwiebel
03 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2 Lorbeerblätter
04 - Zutat Lorbeerblätter / Ingredient bay leaves

4 Nelken
05 - Zutat Nelken / Ingredient cloves

1 Esslöffel schwarze Pfefferkörner
06 - Zutat schwarze Pfefferkörner / Ingredient black peppercorns

2 Zweige frischer Rosmarin
07 - Zutat frischer Rosmarin / Ingredient fresh rosemary

3 kleinere Äpfel
08 - Zutat Äpfel / Ingredient apples

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen
und etwas Saucenbinder oder Mehl zum eindicken der Sauce

Für das Apfelblaukraut

1 Kopf Rotkohl (ca 1100g)
09 - Zutat Rotkohl / Ingredient red cabbage

2 mittlere rote Zwiebeln
10 - Zutat rote Zwiebeln / Ingredient red onions

1 Glas Rotwein
11 - Zutat trockener Rotwein / Ingredient dry red wine

100ml naturtrüber Apfelsaft
12 - Zutat naturtrüber Apfelsaft / Ingredient apple juice

1 Schuss Rotweinessig
07 - Zutat Rotweinessig / Ingredient red wine vinegar

8 Nelken
13 - Zutat Nelken / Ingredient cloves

3 Lorbeerblätter
14 - Zutat Lorbeerblätter / Ingredient bay leaves

1 Stange Zimt
15 - Zutat Zimtstange / Ingredient cinneman stick

1 mittelgroße Apfel
16 - Zutat Apfel / Ingredient apple

sowie etwas Butterschmalz zum braten
und etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Für die gefüllten Kartoffelklöße

750g Kloßteig halb & halb
18 - Zutat Kloßteig / Ingredient dumpling dough

1-2 Scheiben Weißbrot
19 - Zutat Weißbrot / Ingredient white bread

etwas Butter zum anrösten
08 - Zutat Butter / Ingredient butter

Beginnen wir damit, einen sehr großen Topf mit Wasser zum herstellen des Gänsefonds aufzusetzen und das Wasser zum kochen zu bringen.
20 - Großen Topf mit Wasser aufsetzen / Bring big pot with water to a boil

Während das Wasser sich erhitzt, schälen wir die Möhren,
21 - Möhren schälen / Peel carrots

zerteilen sie in grob
22 - Möhren grob zerteilen / Dispel carrot roughly

und schälen die Zwiebel, um sie zu vierteln.
23 - Zwiebel schälen & vierteln / Peel & quarter onion

Sollte das Wasser noch nicht kochen, wenden wir uns schon mal dem Rotkohl zu. Ich empfehle das Tragen von Einweg-Handschuhen, da Rotkohl stark abfärbt und es einige Mühe braucht, die rote Färbung von den Händen wieder abzuwaschen. Wir entfernen also die äußersten Blätter, vierteln also den Rotkohl mit einem großen Scharfen Messer,
24 - Rotkohl vierteln / Quarter red cabbage

entfernen den Strunk
25 - Strunk entfernen / Remove stalk

und schneiden den Kohl dann in schmal Streifen, wobei wir vorher die Kohl-Viertel vielleicht noch einmal halbieren. Leider besitze ich keinen Hobel, sonst hätte ich mir die Schnippelei sparen und den Kohl einfach hobeln können.
26 - Rotkohl in schmale Streifen schneiden / Cut red cabbage in small stripes

Kocht das Wasser dann endlich, unterbrechen wir kurz unsere Kohlschneiderei und geben die geviertelte Zwiebel und die Möhrenstücke in den Topf,
27 - Zwiebel & Möhren in kochendes Wasser geben / Put onion & carrots in boiling water

addieren die beiden Lorbeerblätter und die vier Nelken,
28 - Lorbeerblätter & Nelken addieren / Add bay leaves & cloves

streuen den Esslöffel schwarzer Pfefferkörner ein
29 - Pfefferkörner in Topf geben / Put peppercorns

und versehen das Ganze noch mit einem weiteren Esslöffel Salz.
30 - Esslöffel Salz addieren / Add tablespoon of salt

Dann legen wir unsere Gänsekeulen ins heiße Wasser
31 - Gänsekeulen in Topf geben / Put goose legs in pot

und lassen das Ganze für 45 Minuten auf leicht reduzierter Stufe vor sich hin köcheln.
32 - Geschlossen köcheln lassen / Simmer closed

Sobald wir anschließend den Rotkohl fertig in Streifen geschnitten haben, geben wir alles in eine Schüssel, streuen eineinhalb Esslöffel Salz und einen Esslöffel Zucker darüber
33 - Geschnittenen Rotkohl mit Salz & Zucker bestreuen / Dredge sliced red cabbage with salt & sugar

und kneten den Rotkohl dann eineinhalb bis zwei Minuten mit den Händen durch – dabei darf es ruhig etwas knacken. Anschließend lassen wir den Kohl für ca. 15 Minuten ruhen.
34 - Rotkohl durchkneten / Knead red cabbage

In der Zwischenzeit können wir dann schon mal die roten Zwiebeln schälen und würfeln.
35 - Rote Zwiebeln würfeln / Dice red onion

Anschließend erhitzen wir etwas Butterschmalz in einem großen Topf oder einer Pfanne mit Deckel
36 - Butterschmalz in Pfanne erhitzen / Heat up ghee in pan

und dünsten die zuvor gewürfelten roten Zwiebel darin für einige Minuten glasig an.
37 - Rote Zwiebeln andünsten / Braise red onion

Während ich die Zwiebeln andünstete, waren die 45 Minuten des köchelns für die Gänsekeulen bereits um, daher entnahm ich die gekochten Gänsekeulen aus dem Sud bzw. durch das kochen entstandenen Gänsefond
38 - Gänsekeulen aus Sud entnehmen / Remove goose legs from broth

und tupfte sie rundherum trocken. Außerdem begann ich den Ofen auf 200 Grad vorzuheizen.
39 - Gänsekeulen trocken tupfen / Pat goose legs dry

Doch jetzt erst einmal weiter mit der Zubereitung des Rotkohls. Dazu geben wir die Zimtstange und die Nelken zu den Zwiebeln in die Pfanne,
40 - Zimtstange & Nelken in Pfanne geben / Put cinnamon stick & cloves in pan

dünsten sie für etwa zwei Minuten mit an, bis der leichte Geruch von Zimt und Nelken in unsere Nase steigt,
41 - Zimtstange & Nelken mit andünsten / Braise cinnamon stick & cloves

und geben dann die Rotkohl-Streifen mit in die Pfanne
42 - Rotkohl in Pfanne geben / Put red cabbage in pan

um ihn für einige Minuten bei gelegentlichem rühren anzudünsten. Durch das vorherige Zuckern und Salzen hat sich etwas Rotkohlflüssig am Boden der Schüssel abgelagert, die beim andünsten nun verhindert, dass der Kohl allzu schnell anbrät.
43 - Rotkohl andünsten / Braise red cabbage

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, den Apfel zu schälen und in grobe Würfel zu zerteilen. Ich hatte ursprünglich zwei Äpfel vorbereitet, dann aber festgestellt dass dies zu viel war, daher habe ich die Menge hier im Rezept nachträglich nach unten korrigiert.
44 - Apfel schälen & würfeln / Peel & dice apple

Anschließend geben wir die Gänsekeulen in eine Bratenpfanne, salzen sie von allen Seiten,
45 - Gänsekeulen in Bratschale geben & mit Pfeffer würzen / Put goose legs in frying pan & season with pepper

geben etwa 200-250ml des Gänsefond aus dem Topf hinzu, so dass der Boden der Bratpfanne knapp bedeckt ist
46 - Etwas Fond hinzu geben / Add some broth

und streuen die von den Zweigen abgezogenen Rosmarin-Nadel zwischen unsere Gänsekeulen.
47 - Abgezupften Rosmarin addieren / Add rosemary

Dann schieben wir die Bratenpfanne auf der mittleren Schiene in den vorgeheizten Ofen und lassen unsere Gänsekeulen über etwa eine Stunde knusprig backen.
48 - Im Ofen backen / Bake in oven

Wenden wir uns nun wieder dem Rotkraut zu, dem wir die drei Lorbeerblätter hinzufügen,
49 - Lorbeerblätter zu Rotkohl geben / Add bay leaves to red cabbage

dann alles mit dem Glas trockenen Rotwein ablöschen,
50 - Mit Rotwein ablöschen / Deglaze with red wine

außerdem den naturtrüben Apfelsaft dazu geben
51 - Naturtrüben Apfelsaft dazu geben / Add apple juice

und alles kurz aufkochen lassen.
52 - Kurz aufkochen lassen / Bring to a boil

Nachdem die Platte wieder auf eine leicht reduzierte Stufe gestellt worden ist, geben wir dann auch die Apfelwürfel hinzu,
53 - Apfelstücke addieren / Add apple dices

verrühren sie gründlich mit dem Rotkraut
54 - Apfelstücke unterheben / Stir in apple dices

und lassen dann alles geschlossen für mindestens 45 Minuten vor sich hin köcheln.
55 - Geschlossen köcheln lassen / Simmer closed

Jetzt gießen wir den Gänsefond durch ein Sieb ab,
56 - Fond durch Sieb abgießen / Drain broth through sieve

messen davon etwa einen Liter ab,
57 - Fond abmessen / Measure broth

entfetten diesen, indem wir das oben auf schwimmende Gänsefett abschöpfen
58 - Fond entfetten / Defat broth

und geben den verbliebenen Rest dann in einen kleinen Topf
59 - Fond in Topf gießen / Put broth in pot

um ihn dort auf hoher Stufe durch Verdunstung auf etwa die Hälfte reduzieren zu lassen.
60 - Fond auf hoher Stufe reduzieren lassen / Let broth reduce on high level

Dabei sollten wir natürlich auch nicht vergessen, unser Rotkraut hin und wieder einmal umzurühren.
61 - Rotkohl zwischendurch umrühren / Stir red cabbage from time to time

Nach vierzig Minuten im Ofen geben wir dann außerdem auch unsere Äpfel mit zu den Gänsekeulen in die Bratenpfanne.
62 - Äpfel zu Gänsekeulen legen / Add apples to goose legs

Nun toasten wir das Weißbrot in einem Toaster vor,
63 - Weißbrot toasten / Toast bread

entrinden es
64 - Getoastetes Weißbrot entrinden / Remove crust from toasted bread

und schneiden es in kleine Würfel
65 - Getoastetes Weißbrot würfeln / Dice toasted bread

um anschließend etwas Butter in einer kleinen Pfanne zu erhitzen
66 - Butter in kleiner Pfanne erhitzen / Heat up butter in small pan

und die Brotwürfel darin goldbraun zu rösten.
67 - Brotwürfel anrösten / Roast bread dices

Nachdem wir die Brotwürfel bei Seite gestellt und die Pfanne entfernt haben, stellen wir einen größeren Topf mit Wasser auf die gleiche Kochplatte und beginnen dieses zum Kochen zu bringen, um später darin die Klöße zubereiten zu können.
68 - Topf mit Wasser aufsetzen / Bring pot with water to a boil

Den Knödelteig kneten wir kurz mit den Händen durch,
69 - Knödelteig durchkneten / Knead dumpling dough

teilen jeweils 125g davon ab, machen eine Flache Scheibe, pressen etwas von den angerösteten Brotwürfeln in die Mitte
70 - Geröstete Brotwürfel in Kloßteig platzieren & Put roasted bread in dumpling dough

und Formen mit angefeuchteten Händen so insgesamt sechs Klöße daraus. Bei drei Portionen und zwei Klößen pro Portion passt das perfekt.
71 - Kartoffelknödel formen / Form potato dumplings

Etwa 10 Minuten vor Ablauf der Stunde Garzeit im Ofen bepinseln wir die Gänsekeulen noch einmal mit etwas Salzwasser, das macht sie besonders schön knusprig.
72 - Gänsekeulen mit Salzwasser bepinseln / Brush goose legs with salt water

Schließlich nach eine Stunde entnehmen wir die Bratenpfanne aus dem Ofen
73 - Bratpfanne aus Ofen entnehmen / Take fryer from oven

und halten Gänsekeulen und Äpfel aber in Alufolie gehüllt weiterhin im auf 80 Grad reduzierten Ofen warm,
74 - Gänsekeulen & Äpfel im Ofen warm halten / Keep goose legs & apples hot in oven

während wir etwas von unserem bereits reduzierten Fond aus dem Topf zum Bratensatz gießen
75 - Fond angießen / Add broth

diesen etwas vom Boden ablösen,
76 - Bratensatz lösen / Detach drippings

durch ein Sieb gießen,
77 - Bratensatz durch Sieb abgießen / Drain drippings through sieve

wiederum entfetten
78 - Bratensatz entfetten / Defat drippings

und schließlich zu unserem reduzierten Fond in den Topf geben. Der Satz gibt der Sauce erst die gewohnte dunkle Farbe.
79 - Bratensatz zum Fond-Sauce geben / Add to gravy

Inzwischen müsste auch das Wasser für die Klöße kochen, so dass wir zwei Teelöffel Salz einstreuen, die Kochstufe etwas reduzieren
80 - Wasser salzen / Salt water

und die Klöße darin für ca. 15 Minuten sieden können. Das Wasser sollte jetzt aber nur noch auf Temperatur gehalten werden und keinesfalls mehr kochen.
81 - Kartoffelklöße sieden / Boil potato dumplings

Nun können wir unsere Sauce noch ggf. mit Gewürzen abschmecken, mit etwas Mehl, Speisestärke oder Saucenbinder eindicken
82 - Sauce mit Saucenbinder eindicken / Thicken gravy with sauce thickener

sowie das Rotkraut final mit Salz, Pfeffer und einem Schuss Rotweinessig verfeinern können.
83 - Rotkraut mit Rotweinessig, Salz & Pfeffer abschmecken / Taste red cabbage with red wine vinegar,  salt & pepper

Nach einer Viertelstunde dürften dann auch unsere Klöße fertig sein, was wir dadurch erkennen dass sie oben schwimmen. Also können wir sie ebenfalls entnehmen, kurz abtropfen lassen
84 - Kartoffelklöße entnehmen & abtropfen lassen / Remove potato dumplings from pot & let drain

und unser Gericht unmittelbar servieren und genießen.
85 - Crispy goose legs with roast apple, red cabbage & filled potato dumplings - Served / Knusprige Gänsekeulen mit Bratapfel, Rotkohl & gefüllten Kartoffelklößen - Serviert

Die Gänsekeulen waren während der Zubereitung zwar etwas geschrumpft, aber boten dennoch eine mehr als ausreichende Fleischausbeute, die sich erfreulicherweise unter einer tatsächlich wunderbar knusprigen, aber dennoch nicht zu hart gebackenen Hautschicht verbarg. Dabei hatte das Fleisch sowohl von dem Sud als auch von dem Rosmarin ein klein wenig Aroma angenommen und war dadurch extrem lecker geworden. Aber auch der würzige und gleichzeitig süßliche Rotkohl mit seiner Apfelnote und einem Hauch von Essigaroma war meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Mein größtes Sorgenkind war jedoch die Sauce gewesen, doch es war mir durch hinzugeben des Bratensatzes aus dem Ofen schließlich doch gelungen eine überaus schmackhafte und würzige Bratensauce zu kreieren, die geschmacklich auch wunderbar zur Gänsekeule passte. Dazu noch die fruchtigen Bratäpfel und die mit weiterhin schön knusprigen Brotwürfeln gefüllten Kartoffelklöße als passende und schmackhafte Sättigungsbeilage komplettierten dieses reichhaltige und leckere Weihnachtsmahl schließlich sehr gelungen.

86 - Crispy goose legs with roast apple, red cabbage & filled potato dumplings . Side view / Knusprige Gänsekeulen mit Bratapfel, Rotkohl & gefüllten Kartoffelklößen - Seitenansicht

Kleine Anmerkung noch zum Schluß: Ich habe die Äpfel bei meiner Version dreißig Minuten vor Garende zu den Gänsekeulen gegeben, was jedoch sehr weiche Bratäpfel zur Folge hatte. Deswegen habe ich in der Beschreibung die Garzeit der Äpfel um 10 Minuten reduziert. Ansonsten aber meine vorbehaltlose Empfehlung für dieses Rezept, das sich natürlich nicht nur für festliche Anlässe wie das Weihnachtsessen eignet. Uns hat es auf jeden Fall sehr gut gemundet und ich hoffe dem einen oder anderen Hobbykoch durch diesen Beitrag eine kleine Anregung gegeben zu haben.

Guten Appetit

PS: Und da es sich hier ja auch um gute deutsche Küche handelt, möchte ich auf Anregung meiner geschätzten Blogger-Kollegin Sonja dieses Rezept als meinen Beitrag für den Koch-Event “Deutsche Küche” von NudelHeissUndHos.de anmelden. Ob ich als kleiner Wochenend- & Hobbykoch mit Blog natürlich eine Chance habe, sei so dahin gestellt, aber einen Versuch ist es wert. 😉

Blogevent Deutsche Küche

Putengeschnetzeltes mit Champignons & Röstis [01.12.2017]

Friday, December 1st, 2017

Nachdem die Eintopfwoche leider gestern beendet worden war, waren meine beiden Favoriten am heutigen Freitag zum einen der Putenbraten mit Champignons, dazu Röstis bei Vitality und zum anderen die Gebackene Scholle mit Remoulade und Röstkartoffeln bei Globetrotter. Den Milchreis mit heißen Kirschen bei Tradtition der Region oder die Asia-Thai-Angebote schienen mir heute nichts das richtige. Nach kurzem Abwägen fiel meine Wahl schließlich auf den Putenbraten. Doch als ich an der Theke ankam, teilte man mir dort mit dass der Putenbraten leider schon aus sei, man aber ersatzweise Putengeschnetzeltes anbot und ich willgte ein den Ersatz zu nehmen. Dazu gesellte sich noch ein Schälchen Rotkraut aus dem heutigen Angebot der Gemüsetheke.

Turkey chop with hash browns / Putengeschnetzeltes mit Röstis

Der Renner war dieses Gericht wirklich nicht. Wie man sieht waren zwar sowohl Putengeschnetzeltes als auch Champignons in akzeptablen Mengen vorhanden, wurden aber dennoch in der für meinen Geschmack viel zu dünnen Sauce regelrecht ertränkt. Geschmacklich war es aber letztlich in Ordnung, zumal man die Sauce schön mit den außen knusprigen und innen schön weißen Röstis aufsaugen konnte. Das Rotkraut bzw. wie man hier sagt Blaukraut war mit Äpfeln und Gewürzen wie Nelken und Zimt angemacht und ebenfalls geschmacklich in Ordnung, auch wenn es nicht mehr ganz heiß war, aber damit muss man bei Gemüsetheken-Gemüse leider immer rechnen. Alles in allem also nicht perfekt, aber akzeptabel.
Bei den anderen Gästen lag heute eindeutig die Scholle am höchsten in der Gunst und konnte sich klar den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf dem zweiten Platz folgte aber schon das Geschnetzelte mit Rösis, gefolgt von den Asia-Gerichten auf Platz drei und knapp dahinter der Süßspeise auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Putengeschnetzeltes: +
Röstis: ++
Blaukraut: +

Hausgebeizter Sauerbraten mit Apfelblaukraut & Salzkartoffeln [23.11.2017]

Thursday, November 23rd, 2017

Zwar stand mit Griechischen Cevapcici mit Ajvar, frischen Zwiebeln und Djuvecreis im Abschnitt Globetrotter eines meiner Lieblingsgerichte auf dem heutigen Speiseplan unseres Betriebsrestaurants, aber der Hausgebeizte Sauerbraten mit Apfelblaukraut und Salzkartoffeln bei Tradition der Region erschien mit noch einen kleinen Deut verlockender. Im Intranet war er sogar mit Kartoffelknödeln angekündigt worden, doch man schien sich dann doch noch kurzfristig umentschieden zu haben und servierte ihn nun eben “nur” mit Salzkartoffeln. Die Kartoffel-Frischkäsetasche auf Ratatouille und Quarkdip bei Vitality war auch nicht schlecht , aber das Zusatzangebot in Form eines Matjesfilets mit Kartoffelsalat sowie die Asia-Thai-Angebote wie Gebackene Ananas und Banane oder Gebratener Tintenfisch mit Gemüse in Massamansauce reizten mich heute gar nicht. So blieb ich also beim Sauerbraten, auch wenn er mir mit Kartofeelknödel natürlich noch lieber gewesen wäre.

Marinated pot roast with red cabbage & potatoes / Hausgebeizter Sauerbraten mit Apfelblaukraut & Salzkartoffeln

Meine größte Befürchtung war es gewesen, dass der Braten etwas zu trocken oder zu zäh geraten sein könnte. Bei den letzten Sauerbraten-Varianten in unserem Betriebsrestaurant, sei es vom Hirsch, vom Wildschwein oder auch vom Rind gewesen, hatte ich nie volle Punktzahl vergeben können. Daher war ich gespannt als ich den ersten Bissen vom einem der beiden Fleischstücke auf meinem Teller nahm. Und als dann das zarte und saftige, leicht säuerliche Fleischstück aber regelrecht auf meiner Zunge zerging, war ich mehr als nur positiv überrascht, ich war fast schon begeistert. Ein wirklich sehr gelungenes Stück Sauerbraten, das ich in einem guten Restaurant nicht anders erwartet hätte. Und auch an der würzigen, nicht zu dünnflüssigen Sauce gab es nichts auszusetzen, ebenso wenig wie an de mit Apfelstücken und Gewürzen fruchtig angemachten Sauerkraut. Selbst mit den Salzkartoffeln konnte ich schließlich gut leben und bereute es absolut nicht, statt zum Cevapcici heute zum Sauerbraten gegeriffen zu haben.
Sah man sich auf den Tabletts der anderen Gäste um, sah man aber schnell das hier doch ein größerer Anteil zu den Hackfleischröllchen vom Balkan gegeriffen hat, womit den Cevapcici wohl der erste Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala gebührt. Aber der Sauerbraten erreichte einen guten zweiten Platz und war ihnen somit eng auf den Fersen. Auf Platz drei sah ich die Asia-Gerichte, gefolgt von den KartoffelFrischkäsetaschen auf dem vierten und dem Matjesfilet schließlich auf fünften Platz.

Mein Abschlußurteil:
Sauerbraten: ++
Sauce: ++
Apfelrotkohl: ++
Salzkartoffeln: ++

Geschmorte Entenkeule mit Kartoffelknödel & Blaukraut [25.10.2017]

Wednesday, October 25th, 2017

Heute fanden sich gleich zwei Gerichte auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants, die mein unmittelbares Interesse weckten. Zum einen war dies die Geschmorte Entenkeule mit Kartoffelknödel und Blaukraut bei Tradition der Region, zum anderen die Gnocchi mit Limonensauce und Lachswürfeln bei Vitality. Die anderen Angebote wie Spinat-Ricottatortellini mit Tomatensugo und Ruccola bei Globetrotter oder Gebratene Mienudeln mit verschiedenem Asiagemüse in Hoi-Sin-Sauce sowie Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce von der Asia-Thai-Theke kamen nicht in die nähere Auswahl. Eigentlich wäre es ja mal wieder an der Zeit für Fisch gewesen, aber dann erinnerte ich mich an die eher enttäuschenden Lachswürfel in Limonensauce beim letzten Mal, bei denen der Lachs trocken und die Sauce so gut wie kein Limonenaroma besaß. Da half es auch nicht, dass man die Gnocchi noch kurzfristig durch Reis ersetzt hatte, ich griff zur Entekeule – zumal diese heute wirklich mal ausgesprochen gut aussah.

Braised duck leg with potato dumpling & red cabbage / Geschmorte Entenkeule mit Kartoffelknödel & Blaukraut

Auch wenn die Haut der Entenkeule für meinen Geschmack noch einen kleinen Deut knuspriger hätte sein können, war ich doch mit Qualität und Fleischausbeute heute überaus zufrieden. Zumal sich das Fleisch auch ausgesprochen problemlos mit Messer und Gabel vom Knochen lösen ließ. Dabei erwies sich das Fleisch unter der Haut außerdem als angenehm saftig und zart. Die dunkle, würzige und zumindest leicht dickflüssige Sauce hätte es meiner Meinung nach gar nicht benötigt – vor allem nicht in dieser Menge wie sie auf dem Teller zu finden war. Bei Blaukraut bzw. Rotkraut hatte die Thekenkraft leider etwas gegeizt, die Portion hätte gerne noch etwas größer sein können – dafür besaß der leider nicht gefüllte Kartoffelknödel fast die größe einer Männerfaust und erwies sich als angenehm locker und besaß auch ein angenehmes Kartoffelaroma. Insgesamt war ich sehr zufrieden mit diesem Gericht, für das ich gerade mal 3,80 Euro hatte zahlen müssen – was natürlich ein für Mitarbeiter reduzierter Preis ist, Gäste von außerhalb der Firma, denen das Restaurant ebenfalls offen steht, zahlen den doppelten Preis.
So ist es natürlich nicht verwunderlich, dass die Entenkeule heute auch auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala ganz vorne lag und mit einem knappen, aber klaren Vorsprung den ersten Platz belegte. Aber der Seelachs in Limonensauce war ihr eng auf den Fersen und belegte den zweiten Platz. Auf Platz drei folgten die Spinat-Ricotta-Tortellini, die aber nur hauchdünn vor den viertplatzierten Asia-Gerichten lagen.

Mein Abschlußurteil:
Entenekeule: ++
Blaukraut: ++
Sauce: ++
Kartoffelknödel: ++