Wachteln mit Maronenfüllung an Kräutergnocchi – das Rezept
2.03.2013 19:23 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Irgendwie hatte ich heute Lust dazu, mich mal an Wachteln zu versuchen. Leider bekommt man diese in frischer Form nicht sehr einfach, doch hier in München war es glücklicherweise kein Problem, am Viktualienmarkt gleich mehrere entsprechenden Händler zu finden und zum Preis von 13,17 Euro bei einem von ihnen vier Wachteln zu erwerben. Da an so einer Wachtel nicht allzu viel Fleisch dran ist, plante ich zwei Wachteln für eine Portion ein. Bei der Füllung entschied ich mich nach einigem Abwägen schließlich für eine Mischung aus Maronen, Rosinen und etwas leichter Sahne, dazu ein paar Kräutergnocchi und fertig war ein schmackhaftes und nicht alltägliches Mittagsmahl. Und das Ergebnis konnte sich nicht nur sehen, sondern auch schmecken lassen – daher möchte ich es nicht versäumen das Rezept hier in der üblichen Form einmal kurz vorzustellen.
Was brauchen wir also für 2-3 Portionen?
einige Zweige frischer Thymian

sowie etwas fettreduzierte Sahne
etwas Butter oder Fett zum braten
und Salz, Pfeffer, edelsüßes Paprikapulver, eine Prise Piment und eine Prise Zimt zum würzen
Beginnen wir nun damit, die Maronen zu zerbröseln

und die Rosinen mit einem Messer etwas zu zerkleinern.

Dann binden wir die Maronen mit drei bis vier Esslöffeln Kochsahne,

Anschließend waschen wir die Wachteln gründlich innen und außen, tupfen sie trocken

und stopfen ihr inneres dann mit der Maronen-Mischung. Ich entschied mich, dazu einen Einweg-Spritzbeutel zu verwenden, was sich als nicht ideal, aber durchaus praktikabel herausstellte.

Nun binden wir die Beine der Wachteln zusammen, würzen sie von allen Seiten mit Salz und Pfeffer und reiben die Haut etwas mit dem edelsüßem Paprikapulver ein.

Außerdem Schälen wir die Perlzwiebeln und schneiden sie dann in Ringe.

In einer größeren Pfanne schmelzen wir dann etwas Butter

und geben dann die Wachteln hinzu

um sie nun von allen Seiten scharf anzubraten.

Sind die Wachteln einigermaßen gut durchgebraten, reduzieren wir die Hitze etwas und geben die Zwiebeln hinzu

und schmecken noch einmal alles mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver, einer Prise Piment und einer Prise Zimt ab.

Wenig später löschen wir alles mit dem Rotwein ab

und lassen ihn auf reduzierter Stufe über ca. 6-7 Minuten etwas einkochen, wobei wir die Wachteln hin und wieder im Sud wenden sollten.

Während die Wachteln leise köcheln, schälen wir die Möhren

und schneiden sie in dünne Scheibchen.

Außerdem waschen wir die Frühlingszwiebeln

und zerteilen sie dann in Ringe.

Inzwischen müsste der Wein auch eingekocht sein, so dass wir die Pfanne von der Platte nehmen und den Backofen auf 200 Grad vorheizen können. Anschließend ölen wir den Boden einer Auflaufform oder eines Tontopfes aus

und legen zuerst die Möhrenscheiben

und dann die Frühlingszwiebeln ein.

Es folgen die angebratenen Zwiebeln und die Wachteln, die wir mit einigen Thymianzweigen belegen

und schließlich noch ein wenig Wasser hinzu gießen.

Ist der Backofen dann vorgeheizt, geben wir die so bestückte Auflaufform auf der mittleren Schiene hinein und lassen alles für 20 bis 25 Minuten fertig zu backen.

Etwa 10 Minuten später schmelzen wir noch einmal etwas Butter in einer Pfanne

und braten die Gnocchi darin an,

wobei wir zwischendurch Petersilie und Basilikum einrühren

und die Gnocchi dann goldgelb fertig braten.

Schließlich können wir die Auflaufform mit den Wachteln entnehmen, entfernen die Thymianzweige

und schöpfen etwas von der Brühe ab.

Außerdem pressen wir eine halbe Orange aus,

verfeinern die Sauce mit einem Schuss Sahne, würzen sie mit Pfeffer und Salz

und schmecken alles mit dem Orangensaft ab.

Dann endlich können wir das Gericht servieren und genießen.

Das Fleisch der Wachteln war angenehm saftig und würzig geworden, die Menge des verwertbaren Fleisches hielt sich aber tatsächlich und trotz der fruchtig-nussigen Füllung etwas in Grenzen. Vor allem die Wachtelbrust bot dabei ein großes Gebiet, das ausgebeutet werden konnte, der Rest war eher mühselig abzuernten und hier empfahl es sich hier und da sogar, die Finger zur Hilfe zu nehmen um effektiver arbeiten zu können. Fraglos ein sehr hochwertiges und leckeres Stück Geflügel, doch ich war froh, dass ich noch eine zweite in Petto hatte um die endgültige Sättigung zu erreichen. Dazu die knusprigen und durch die Kräuter würzigen Gnocchi und schließlich etwas von dem Möhren- und Frühlingszwiebel-Gemüse aus der Auflaufform und fertig war das heutige, sehr schmackhafte Mittagsmahl.
Das Ganze soll natürlich nur eine von vielen Zubereitungsmöglichkeiten für Wachteln aufzeigen, Maronen sind wie ich aus eigener Erfahrung weiß ja nicht jedermanns Geschmack. Wer mal etwas besonderes im Geflügelbereich, dem sei dieses angenehm zarte und schmackhafte, wenn auch nicht gerade günstige Fleisch also ans Herz gelegt. Für den großen Hunger oder viele empfehle ich aber dennoch, dann eher auf größere Tiere wie Huhn, Gans oder Ente zurückzugreifen.
Guten Appetit

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Lasagna al cavallo (Pferde-Lasagne / Pferdefleisch-Lasagne) – das Rezept
23.02.2013 23:21 kochexperimente, kulinarisches7 Kommentare
Pferdefleisch ist mit seinem geringen Fettanteil von gerade mal 2 bis 4 Prozent, seinem hohen Anteil an Eisen, Calcium, Proteinen und ungesättigten Fettsäuren, elf verschiedenen Aminosäuren (z.B. Lysin, Arginin, Leucin, Methionin, Isoleucin und Valin) sowie seinen wasserlöslichen Vitaminen B12, B6 und B3 eigentlich ein sehr gesundes Nahrungsmittel. Doch leider erfreut es sich hier in Deutschland nicht nur keiner großen Verbreitung, es ist aktuell durch den sogenannten Pferdefleischskandal sogar unverdienterweise etwas in Verruf geraten. Im kompetenten Fachhandel erworben, ist es aber eine wirkliche Alternative zu Rind oder Schwein.
Und glücklicherweise findet sich hier in München mit der Pferdemetzgerei Kaspar Wörle am Viktualienmarkt ein solches Geschäft, dem ich heute Vormittag gleich mal einen Besuch abstattete und mich mit einigen der dort angebotenen Dinge einzudecken. Dabei ist Fleisch vom Pferd auch nicht sonderlich teuer wie ich erfreut feststellen durfte.
Also entschloss ich mich heute dazu, mal eine Lasagne mit Pferdehackfleisch zuzubereiten. Das Rezept von Findus habe ich dazu zwar nicht gefunden – ist bestimmt Betriebsgeheimnis
– aber ich kombinierte einfach einige bereits bekannte Aspekte der Lasagne al Forno und einige eigene Ideen zu einem Gericht, das meiner Meinung nach geschmacklich sehr gelungen war und dessen Zubereitung ich mit diesem Beitrag nun in der gewohnte Form vorstellen möchte
Was brauchen wir also für 3 bis 4 Portionen?
Für die Füllung
(Alternativ kann man natürlich 450g Pferdehack nehmen)
75 geräucherter Speck in Würfeln

1 Dose geschälte Tomaten (400g)

4-5 TL Italienische Kräuter (TK)

außerdem einen Esslöffel Olivenöl zum braten
sowie zum Würzen Salz, Pfeffer, Muskatnuss und etwas edelsüßes Paprikapulver
Für die Béchamel-Sauce
2,5 gestrichene EL Mehl (Typ 405)

sowie Salz, weißer Pfeffer und Muskatnuss zum würzen
Außerdem benötigen wir
Beginnen wir nun damit, die getrockneten Steinpilze für mindestens 30 Minuten in etwas lauwarmen Wasser einzuweichen.

Während die Pilze im Wasser liegen, können wir die Zeit nutzen und uns um die anderen Zutaten kümmern. Wir schälen also die große Zwiebel und würfeln sie (wahlweise mit Messer oder Küchenmaschine),

schälen und hacken das Knoblauch sehr fein,

und zerkleinern dann beides mit einer elektrischen Küchenmaschine

bis von beidem nur noch feine Gemüsestückchen übrig sind.

In einer größeren Pfanne erhitzen wir nun einen Esslöffel Olivenöl

und lassen darin die Speckwürfel aus.

Anschließend dünsten wir Zwiebel und Knoblauch darin glasig an,

um dann das Rinder- und Pferde-Hackfleisch hinzu zu geben

und es krümelig anzubraten, wobei wir es etwas mit Salz und Pfeffer würzen. Glücklicherweise funktioniert das mit Pferdehackfleisch genau so gut wir mit anderen Sorten.

Ist das Hackfleisch gut durchgebraten, geben wir das zerkleinerte Knollensellerie

und braten alles für einige Minuten mit an

wobei wir auch gleich das Tomatenmark mit einrühren und ebenfalls kurz mit anbraten.

Nun gießen wir den trockenen Rotwein hinzu

und lassen ihn langsam einkochen.

Während der Wein kocht, zerkleinern wir die inzwischen gut durchgeweichten Steinpilze etwas,

waschen die Petersilie, schütteln sie trocken,

zupfen die Blättchen von den Stielen

und zerkleinern sie gründlich.

Ist der Wein dann eingekocht, geben wir die Steinpilze hinzu

und addieren dann die geschälten Tomaten samt Saft,

die wir mit Hilfe des Kochlöffels auch gleich etwas zerkleinern.

Nun fügen wir die zerkleinerte Petersilie hinzu

und gießen alles mit der Gemüsebrühe auf

um es dann kurz aufkochen zu lassen und die italienischen Kräuter einstreuen

sowie kräftig mit Salz, schwarzem Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken. Das Ganze lassen wir dann für ca. 45 Minuten auf niedriger Stufe vor sich hin köcheln.

In der Zwischenzeit können wir uns um die Béchamel-Sauce kümmern. Dazu schälen wir die kleine Zwiebel und spicken sie mit den Nelken und dem Lorbeerblatt,

dann schmelzen wir die Butter in einem Topf

und rühren vorsichtig unter Vermeidung von Klümpchenbildung nach und nach das Mehl mit einem Schneebesen ein.

und legen die gespickte Zwiebel hinein.

Dann reduzieren wir die Temperatur der Herdplatte auf die niedrigste Stufe und lassen die Sauce über ca. 25 bis 30 Minuten bei regelmäßigem Umrühren langsam eindicken. Dabei geben Zwiebel, Nelken und Lorbeer ein angenehmes Aroma in die Sauce ab.

Hat die Sauce eine angenehm dickliche Konsistenz erreicht, entnehmen wir die Zwiebel wieder

und verfeinern unsere Béchamelsauce mit der Sahne

um sie dann mit Salz, Muskatnuss und weißem Pfeffer abzuschmecken. Kurz lassen wir es noch weiter köcheln, dann nehmen wir die fertige Sauce von der Kochplatte.

Nachdem wir den Backofen auf 200 Grad vorgeheizt und dann den Mozzarella in Scheiben geschnitten haben,

fetten wir eine Auflaufform aus

und bedecken den Boden mit etwas von der Sauce

die wir dann mit einer Schicht Lasagneplatten belegen.

Darauf verteilen wir eine Schicht der Gemüse-Fleisch-Mischung aus der Pfanne,

bedecken diese mit Bechamelsauce

und legen wieder Lasagneplatten auf.

Genau in dieser Reihenfolge machen wir nun weiter und fahren fort mit der Fleisch-Gemüse-Mischung

dem Rest der Fleisch-Gemüsemischung

und dem Rest der Bechamelsauce.

Darauf verteilen wir noch die Mozzarella-Scheiben

und überbacken dann alles für 35 bis 40 Minuten auf der mittleren Schiene im Ofen

bis der Käse schließlich den gewünschten Bräunungsgrad erreicht hat.

Nun brauchen wir die fertige Lasagne noch zu zerteilen und zu servieren.

Geschmacklich ein überaus interessantes Erlebnis muss ich sagen, denn Pferd liegt wohl etwa zwischen Rindfleisch und Wild, hat aber auch etwas eigenes, das ich nicht so recht umschreiben kann. In Kombination mit der fruchtigen Gemüsemischung mit Rotwein und den italienischen Kräutern sowie der überaus gelungenen, sehr aromatischen Béchamelsauce ergab sich so ein Gericht von ungewohntem, aber überaus schmackhaftem Gusto. Kann ich jedem, der Mal ein neues Geschmackserlebnis erfahren möchte, auf jeden Fall sehr empfehlen.
Und auch was die Nährwerte angeht, kann sich das Gericht noch sehen lassen. Ich komme bei meiner Berechnung auf 2500kcal für alle Zutaten, das wären dann auf 4 Portionen aufgeteilt 625kcal pro Portion – für ein so reichhaltiges Hauptgericht ein akzeptabler, wenn auch nicht wirklich leichter Wert. Hätten wir nur Rinderhack genommen, wären wir schon bei fast 3000kcal, also 750kcal pro Portion gewesen. Dabei ist es aber weniger das Fleisch als die Lasagneplatten, welche die Kalorienwerte mit ihren 550kcal mit dem höchsten Einzelwert in die Höhe treiben. Nudeln, egal in welcher Form, sind nun mal leider keine leichte Kost. ![]()
Wer also mal Pferdefleisch in Form einer Lasagne ausprobieren möchte, dem kann ich dieses Rezept wärmstens ans Herz legen. Mir hat es auf jeden Fall geschmeckt und es wird mit Sicherheit nicht das letzte Gericht mit Pferdefleisch sein, dass ich ausprobiere.
Guten Appetit

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Spaghetti al tonno (scharf) – das Rezept
5.01.2013 20:04 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Nach einigen Testberichten zu Fertiggerichten heute nun endlich mal wieder ein richtiges Rezept, das erste übrigens für das gerade beginnende Jahr 2013. Da ich mal wieder etwas mit Spaghetti kochen wollte, entschied ich mich heute dazu, mal Spaghetti al tonno, also Spaghetti mit Thunfisch-Tomatensauce zu machen. Und da ich ein Freund der scharfen Gerichte bin, fiel meine Variante auch gleich etwas Feuriger aus – aber keine Angst, die Schärfe lässt sich einfach steuern, wer es lieber mild mag nimmt einfach weniger Chilis oder lässt sie ganz weg. Kommen wir aber nun zum Rezept, dass ich in der gewohnten Form hier vorstellen möchte.
Was brauchen wir also für 2-3 Portionen?
1 Dose Thunfisch naturell (im eigenen Saft)

2-3 Zehen Knoblauch (je nach eigenem Geschmack)

1 Dose Tomatenstücke mit Basilikum (400g) (notfalls geht es aber auch mit normalen Tomatenstücken)

2-3 getrockenete Chilis (mehr auf eigene Gefahr – 6 ergeben ein wirklich sehr scharfes Gericht)

Majoran, Thymian, Oregano, Pfeffer & Salz zum würzen

Beginnen wir nun wir üblich damit, unsere einzelnen Zutaten vorzubereiten. Wir schälen und zerkleinern als die Zwiebel (wahlweise mit dem Messer oder einer Küchemaschine),

schälen und zerkleinern die Knoblauchzehen sehr fein,

überbrühen die Tomaten, schälen und vierteln sie, entkernen sie und schneiden sie schließlich in Streifen,

und entkernen schließlich noch die Chilis und zerkleinern sie ebenfalls etwas.

In einem mittleren Topf erhitzen wir nun das Olivenöl

und dünsten darin zuerst die Zwiebeln und wenig später auch den Knoblauch an.

Anschließend geben wir die Sardellen mit hinzu und braten sie ebenfalls mit an – meine sind mit beim umrühren dann leider zerfallen, aber der Geschmack bleibt ja erhalten.

Dann dünsten wir auch die Chilis noch kurz mit an,

gießen dann alles mit der Dose Tomatenstücke auf

und fügen die Frühlingszwiebeln hinzu. Hier wäre es im Nachhinein gesehen vielleicht klüger gewesen, die Frühlingszwiebeln vorher mit rein zu geben und kurz mit anzubraten, aber hat auch so geschmeckt. ![]()

Das Ganze lassen wir kurz aufkochen

und geben schließlich noch die in Streifen geschnittenen Tomaten hinzu

bevor wir die beiden Esslöffel Tomatenmark einrühren

und alles mit Salz, Pfeffer, Oregano, Thymian und Majoran etwas würzen.

Nachdem wir alles gut verrührt haben, lassen wir unsere Sauce bei gelegentlichem Rühren für etwa 20 Minuten auf mittlerer Stufe vor sich köcheln.

In der Zwischenzeit können wir ja schon mal den Thunfisch abtropfen lassen,

einen Topf mit Wasser für die Spaghetti aufsetzen

Kocht das Nudelwasser, salzen wir es etwas und kochen dann darin unsere Spaghetti gemäß Packungsbeschreibung.

Anschließend geben wir den inzwischen abgetropften Thunfisch in unsere Saucenzubereitung und lassen ihn für 4-5 Minuten darin mit köcheln

bevor wir alles mit der Sahne aufgießen, diese gut verrühren und alles für weitere acht bis neun Minuten köcheln lassen.

In dieser Zeit können wir unsere Kreation auch probieren

und gegebenenfalls noch einmal mit unseren Gewürzen geschmacklich etwas abstimmen.

Sind die Spaghetti dann schön al dente, gießen wir sie ab

und servieren anschließend unser Gericht, das wir großzügig mit dem geriebenen Parmesan garnieren.

Die Chilis hatten dem Gericht eine wirklich kräftig Schärfe gegeben, glücklicherweise aber nicht so dominant dass sie die fruchtige Tomaten-Sahne-Sauce und den Geschmack des Thunfischs sowie die Note von Sardellen gänzlich überdeckte. Viel mehr fand ich die Fusion von Schärfe und dem fruchtig-fischigem Geschmack der Sauce gerade sehr gelungen – geschmackvoll abgestimmt mit Oregano, Thymian und Majoran sowie der notwendigen Menge an Pfeffer und Salz. Abgerundet wurde das ganze schließlich noch durch die Frühlingszwiebel-Ringe, die sich zahlreich in der Sauce fanden. Keine alltäglichen Thunfisch-Spaghetti, aber sehr gelungen muss ich sagen. Mit hat das Gericht auf jeden Fall sehr gut geschmeckt.
Werfen wir abschließend wie üblich noch einen Blick auf die Nährwerte. Meiner Berechnung nach liegt die gesamte Zubereitung dann doch bei ca. 1350kcal, bei zwei Portionen kommen wir also auf stolze 675kcal. Dabei liegt der Gros der Kalorienwerte bei den Spaghetti, die schon alleine mit 867 kcal für das ganze Gericht zu Buche schlagen. Bei drei Portionen kommen wir auf 450kcal, was wieder aktzeptabler ist. Die Sauce selber ist dank der Verwendung von naturbelassenem Thunfisch ohne Öl und der sparsamen Verwendung von Olivenöl doch relativ leicht geraten. Wer hier noch sparen will, kann natürlich gern auf die Sahne verzichten oder sie durch leichtere Varianten wie Sojacreme ersetzen. Dennoch bleibe ich bei meiner Empfehlung für dieses Gericht, das sich geschmacklich nicht nur alleine durch seine Schärfe, sondern auch durch die schmackhafteKombination von Tomaten und Fisch hervorzuheben versteht. Ich hoffe mit diesem Rezept dem einen oder anderen (Hobby-)Koch eine kleine Anregung gegeben zu haben und wünsche zum Abschluss:
Guten Appetit

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Rucola-Ziegenfrischkäse-Quiche – das Rezept
6.10.2012 17:06 kochexperimente, kulinarisches1 Kommentar
Heute war mir mal wieder nach einem pikanten Kuchen, einem Quiche. Auf der Suche nach etwas Passendem stieß ich dabei auf auf ein Rezept für einen Quiche mit Rucola, was mir im ersten Moment etwas seltsam, aber nicht uninteressant vorkam. Ich kannte diese bei uns auch als Rauke bezeichnete Pflanze aus der Familie der Kreuzblütengewächse bisher primär als Salat, aber es schien mir auch nichts dagegen zu sprechen sie nicht auch mal anderweitig zu verwenden. Das ganze wertete ich noch mit Ziegenfrischkäse sowie gekochten Schinken und Baconwürfel auf, bevor ich es letztlich mir Basilikum-Mozzarella abschloss. Das Ergebnis war ein sehr empfehlenswerter und schmackhafter würzig-pikanter Kuchen, dessen Zubereitung ich nun hier in gewohnter Form vorstellen möchte.
Was brauchen wir also für einen Quiche (ca. 4 Portionen)?
50g getrocknete Tomaten (ohne Öl)

100g Baconwürfel (gewürfelter, geräuchter Speck)

zum würzen Pfeffer, Salz und Cayennepfeffer

sowie etwas Öl oder Butter zum ausfetten der Form
Beginnen wir damit, die Speckwürfel ohne Fett in einer kleinen Pfanne auszulassen, etwas anzubraten und dann zum abkühlen bei Seite zu stellen.

Anschließend reinigen wir den Rucola unter fließendem Wasser

schleudern ihn trocken (womit ich endlich mal meine neue Salatschleuder ausprobieren konnte) ![]()

und verlesen ihn dann, wobei wir die gröberen Stiele entfernen,

bevor wir ihn grob etwas zerkleinern.

Außerdem würfeln wir die getrockneten Tomaten,

schälen und hacken den Knoblauch sehr fein

und schneiden den Schinken in Quadrate.

Nachdem wir den Backofen auf 200 Grad vorgeheizt haben, fetten wir dann unsere Quiche-Form aus,

passen dann unseren Blätterteig hinein

und stechen ihn mit einer Gabel etwas an damit er nicht zu sehr aufgeht

um ihn dann für vier bis fünf Minuten im Ofen etwas vorzubacken.

In der Zwischenzeit geben wir Sahne, Sojacreme und Creme legere in eine Schüssel,

würzen alles mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer

und verrühren dann alles gut mit den drei Eiern zu einer einheitlichen Masse.

Nach etwa vier bis fünf Minuten entnehmen wir dann unsere Quiche-Form mit dem Blätterteig aus dem Ofen, lassen sie kurz etwas abkühlen

und bestreichen den Boden dann gleichmässig mit dem Ziegenfrischkäse.

Darauf verteilen wir dann gleichmässig zuerst die getrockneten Tomaten

und dann die angebratenen Speckwürfel,

um anschließend die Rucola-Blättchen darauf zu geben und etwas anzudrücken.

Auf den Rucola geben wir nun das zerkleinerte Knoblauch

und anschließend den gewürfelten Kochschinken

um alles abschließend mit der Sahne-Ei-Masse gleichmässig zu übergießen

und dann mit dem zerbröselten Mozzarella zu bestreuen.

Das Ganze kommt nun für 35 bis 40 Minuten auf der mittleren Schiene in den Ofen.

Sollte der Quiche sich dabei etwas aufblähen, können wir Ruhe bewahren: Der fällt auch wieder in sich zusammen.

Ist die Masse gestockt und der Käse schön braun geworden können wir schließlich die Form entnehmen, in vier Portionen zerteilen

Bereits der erste Bissen löste auf meiner Zunge ein wahres Geschmacksgewitter aus, denn diese Kombination aus cremigen Ziegenfrischkäse, fruchtigen Tomatenstückchen, würzigen Speck, leckerem Rucola, Schinken und schließlich geschmolzenen, angebräuntem Basilkum-Mozzarella hatte es wirklich in sich. Sehr sehr lecker kann ich da nur sagen, jeder Freund von pikanten Kuchen kommt hier eindeutig auf seinen Geschmack – wobei pikant hier wirklich wörtlich zu nehmen ist.
Doch nicht nur geschmacklich, leider auch was die Nährwerte angeht hat das Gericht es leider in sich. Meiner Berechnung nach kommt der komplette Inhalt der Quiche-Form auf etwa 2200kcal, das heißt pro Portion schlägt das Ganze, aufgeteilt auf 4 Portionen, mit 550kcal zu Buche. Für ein Hauptgericht ist das zwar noch akzeptabel, eine Currywurst mit Pommes liegt immerhin bei über 800kcal, aber leicht ist so etwas natürlich nicht gerade. Wer das Ganze noch etwas reduzieren möchte, kann die 100g Speckwürfel durch die gleiche Menge Kochschinken ersetzen und somit insgesamt 200kcal, also 50kcal pro Portion sparen. Den Blätterteig durch Mürbeteig zu ersetzen bringt aber meiner Berechnung nach nichts, da Mürbeteig gleich noch mal 85kcal pro 100g mehr als Blätterteig hat. Damit aber genug der Rechnerei, ich kann das Rezept trotz seiner relativ hohen Werte auf jeden Fall vorbehaltlos weiter empfehlen und jedem Quiche-Liebhaber nur ans Herz legen – es lohnt sich wirklich.
Guten Appetit

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Spätzle-Muffins mit Käse & Speck – das Rezept
10.08.2012 22:37 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Eigentlich wäre ja erst Morgen wieder ein Kochexperiment an der Reihe gewesen, doch ich hatte eine Rezeptidee entdeckt die mich zu sehr reizte als das ich hätte warten können: Muffins aus Spätzle mit Käse und Speck. Bei genauerer Recherche fand ich gleich mehrere Rezepte für solche Zubereitungen aus denen ich die aus meiner Sicht besten Komponenten extrahierte und zu einem neuen Rezept kombinierte, das ich nach erfolgreichem Test nun hier in gewohnter Form kurz vorstellen möchte.
Was brauchen wir also für 12 Muffins?
250-270g Spätzle (ich griff hier zu trockener Fertigware – wer mag kann sie aber auch gerne selbst machen)

80 – 100g Speck (ich wählte eine magere Sorte)

80g Greyerzer (oder ein anderer Käse nach Wahl)

50ml Sahne (auch hier wählte ich eine fettreduzierte Variante)

1 kleiner Bund Schnittlauch (da ich kein frisches vorrätig hatte, griff ich hier zu TK-Ware)

1 EL Olivenöl (oder ein anderes Pflanzenöl)

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen
Beginnen wir nun mit der Zubereitung kochen erst einmal die Spätzle gemäß Packungsanleitung.

Während die Spätzle kochen, schälen und zerkleinern wir die Schalotten (was ich in meiner kleinen, handbetriebenen Küchenmaschine erledigte – alternativ kann man hier aber auch zum Messer greifen),

und lassen dann den Speck ohne Fett in einer Pfanne aus. Dabei schwitzt der Speck sein eigenes Fett aus

das wir dann nutzen können um auch die zerkleinerten Schalotten etwas mit anzudünsten. Ist alles gut durchgebraten, stellen wir es bei Seite und lassen es abkühlen.

Wenn wir den Käse am Stück gekauft haben, reiben wir diesen nun auf einer groben Reibe.

Sind die Spätzle dann gut durchgekocht sind, gießen wir sie ab und lassen sie abtropfen.

Anschließend geben wir die Sahne und die drei Eier in eine größere Schüssel

und verrühren alles gut miteinander

um anschließend Schnittlauch und Mehl unterzuheben,

sowie die angebratene Speck-Schalotten-Mischung zu verrühren.

Die Mischung würzen wir dann kräftig mit Salz und Pfeffer

und vermischen sie abschließend mit den inzwischen abgetropften Spätzle.

Nun ist ein guter Zeitpunkt, unseren Backofen auf 175 Grad vorzuheizen.
Mit Hilfe eines Pinsels fetten wir nun die Vertiefungen unserer Muffinform mit dem Esslöffel Pflanzenöl aus

und befüllen sie dann mit unserer zuvor hergestellten Mischung. Ich musste dabei feststellen dass ich zu wenig für alle zwölf Formen gemacht hatte, doch ich habe die Menge hier im Rezept angepasst so dass es nun ausreicht.

Ist der Backofen dann vorgeheizt, schieben wir die Muffinform auf der mittleren Stufe hinein uns backen alles für 25 bis 30 Minuten. Dabei gehen unsere Muffins dank der Kombination aus Eiern und Mehl sogar etwas auf.

Abschließend brauchen wir unsere Muffinform nur noch zu entnehmen und die Muffins darauf zu entnehmen

um schließlich zu servieren und zu genießen.

Die im Backofen locker aufgegangenen Ei-Sahne-Masse mit ihrer Beimischung aus angebratenen Speck, Schalotten, würzigem Käse und Schnittlauch waren in Verbindung mit den gut durchgekochten Spätzle zu einem angenehm deftigen und leckeren Fingerfood geworden. Sowohl im noch heißen als auch in abgekühlter Form ein wahrer Genuss. Ich war von dem Ergebnis wirklich begeistert.
Obwohl ich befürchtete dass es sich hier um sehr kalorienreiche Kost handelt, doch als ich beim erstellen dieses Beitrags die Kalorienwerte berechnete war ich postiv überrascht, denn die gesamte Zutatenliste kam gerade mal auf 1300kcal, geteilt durch 12 Muffins ergibt sich somit ein Wert von gerade mal 108kcal pro Muffin. Rechne ich jetzt mal 3 Muffins pro Portion, komme ich somit auf einen Wert von 321kcal pro Portion. Für so ein deftiges Gericht ein absolut akzeptabler Wert. Und auch für das Buffet auf einer Feier ist so etwas wunderbar geeignet. Somit kann ich dieses Rezept mal wieder vorbehaltlos weiterempfehlen.
In diesem Sinne: Guten Appetit

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