Spargel-Pizza mit Ajvar & Ziegenfrischkäse – das Rezept

Auf meiner immer währenden Suche nach neuen geschmacklichen Erlebnissen stieß ich dieses Mal auf eine Pizza, die das aktuelle Saison-Gemüse Spargel mit dem Paprikamus Ajvar und Ziegenfrischkäse kombinierte. Traditionell kombiniert man Spargel ja eher mit Sauce Hollandaise oder Bernaise, aber irgendwie gefiel mir die Idee auf Anhieb, daher musste das Ganze heute unbedingt mal ausprobiert werden. Dabei sei noch erwähnt, dass die Menge des Spargels im ursprünglichen Rezept etwas zu groß angesetzt war, weswegen ich etwas zu viel gekauft hatte, aber die Mengenangaben in meinem Rezept sind angepasst und stimmen nun. Aber damit genug der Vorrede, kommen wir nun zum Rezept.

Was brauchen wir also für 1 Blech (4 – 6 Stücke)?

200g grüner Spargel (dünne Stangen)
01 - Zutat grüner Spargel / Ingredient green asparagus

150g weißer Spargel (dünne Stangen)
02 - Zutat weißer Spargel / Ingredient white asparagus

120g Ajvar (ich hatte die scharfe Variante gewählt – es gibt sie aber auch in milder Form)
04 - Zutat Ajvar / Ingredient ajvar

80g Frischkäse
05 - Zutat Frischkäse / Ingredient cream cheese

100g Kochschinken (ca. 4 Scheiben)
07 - Zutat Kochschinken / Ingredient ham

200g Ziegenfrischkäse
08 - Zutat Ziegenfrischkäse / Ingredient soft goat cheese

1 Rolle Pizzateig (TK – 400g) - wer mag kann ihn aber auch gerne selbst machen
09 - Zutat Pizzateig / Ingredient pizza dough

1 Handvoll frisches Basilikum
10 - Zutat frisches Basilikum / Ingredient fresh basil

sowie Salz & Pfeffer zum würzen
und etwas Öl oder besser noch Butter zum braten

Beginnen wir nun damit, den weißen Spargel zu waschen
11 - Weißen Spargel waschen / Wash white asparagus

seine trockenen Enden großzügig abzutrennen und ihn komplett zu schälen – nur den Kopf lassen wir unangetastet –
12 - Weißen Spargel schälen / Peel white asparagus

und ihn dann in mundgerechte Stücke zu schneiden.
13 - Spargel zerkleinern / Mince asparagus

Dann waschen wir den grünen Spargel,
14 - Grünen Spargel waschen / Clean green asparagus

trennen auch hier die trockenen Stilenden ab,
15 - Trockene Enden abtrennen / Cut dry ends

schälen sein unterstes Drittel
16 - unteres Drittel schälen / Peel lower thirds

und schneiden ihn ebenfalls in kleinere Stücke.
17 - In mundgerechte Stücke teilen / Cut in smaller pieces

Nun zerlassen wir etwas Butter in einer Pfanne
18-Butter zerlassen / Melt butter

und braten sowohl den weißen Spargel
19 - Weißen Spargel kurz anbraten / Stir-fry white asparagus

als auch den grünen Spargel für jeweils ein bis zwei Minuten kurz auf mittlerer Stufe an.
20 - Grünen Spargel kurz anbraten / Stir-fry green asparagus

Jetzt schälen wir unsere Knoblauchzehe, zerkleinern sie sehr fein
21 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

und geben sie gemeinsam mit dem Frischkäse und dem Ajvar in eine Schüssel
22 - Frischkäse, Knoblauch & Ajvar in Schüssel geben / Put cream cheese, garlic & ajvar into bowl

wo wir alles gründlich miteinander verrühren.
23 - Gut verrühren / Mix well

Außerdem waschen wir die Kirschtomaten,
24 - Tomaten waschen / Wash tomatoes

halbieren sie
25 - Tomaten halbieren / Cut tomatoes in halfs

und schneiden den Kochschinken in Rechtecke.
26 - Schinken schneiden / Cut ham

Jetzt ist es an der Zeit den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen, den fertigen Pizzateig aus dem Kühlschrank zu nehmen und ihn auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech aufzurollen, wo wir ihn großzügig mit unserer Mischung aus Ajvar, Frischkäse und Knoblauch bestreichen.
27 - Pizzateig bestreichen / Cover pizza dough

Dann belegen wir ihn mit dem Kochschinken,
28 - Mit Schinken belegen / Coat with ham

fügen den angebratenen Spargel hinzu
29 - Spargel addieren / Add asparagus

und legen dazwischen die halbierten Kirschtomaten auf
30 - Tomaten auflegen / Add tomatoes

um alles kräftig mit Salz und Pfeffer zu würzen
31 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Taste with salt & pepper

und schließlich mit dem zerbröselten Ziegenfrischkäse zu bestreuen.
32 - Mit Ziegenfrischkäse bestreuen / Dredge with soft goat cheese

Ist der Ofen den vorgeheizt, schieben wir das Backblech auf der zweiten Schiene von unten hinein und lassen alles für 20 bis 25 Minuten backen.
33 - Backen / Bake

Sobald das Ganze dann fertig gebacken ist, brauchen wir das Blech nur noch zu entnehmen
34 - Spargel-Pizza mit Ajvar & Ziegenfrischkäse / Asparagus pizza with ajvar & soft goat cheese - Fertig gebacken / Finished baking

und die Pizzastücke mit etwas frischem Basilikum garniert zu servieren und zu genießen.
35 - Spargel-Pizza mit Ajvar & Ziegenfrischkäse / Asparagus pizza with ajvar & soft goat cheese - serviert

Einfach nur lecker kann ich da nur sagen. Ich hatte befürchtet, dass das scharfe Ajvar zu dominant werden würde und den Geschmack des Spargels überdecken würde, doch da hatte ich mich glücklicherweise geirrt. Viel mehr harmonierte der Geschmack des Spargels wunderbar mit dem fruchtig-scharfen Ajvar-Aroma mit seiner leichten Knoblauch-Note und wurde schließlich durch den würzigen Geschmack des Ziegenfrischkäses und das frische Basilikum, auf das man übrigens keinesfalls verzichten sollte, geschmacklich abgerundet. Und selbst der Fertig-Pizzateig erwies sich als in Ordnung. Vielleicht wäre das Ganze mit einer selbst gemachten, dünnen Ölteig oder einem leckeren Dinkel-Vollkornteig sogar noch einen Deut besser geworden, aber da hatte heute bei mir leider die Faulheit gesiegt. ;-)

36 - Spargel-Pizza mit Ajvar & Ziegenfrischkäse / Asparagus pizza with ajvar & soft goat cheese - Seitenansicht

37 - Spargel-Pizza mit Ajvar & Ziegenfrischkäse / Asparagus pizza with ajvar & soft goat cheese - CloseUp

Werfen wir wie üblich noch einen Blick auf die Nährwerte. Meiner Kalkulation nach liegt das ganze Blech bei ca. 2100kcal, aufgeteilt auf 6 Stücke kommen wir also auf einen Wert von gerade mal 350kcal. Teilt man die Pizza in vier große Teile auf, kämen wir auch nur auf einen Wert von gerade mal 525kcal pro Portion. Für eine Pizza also ein ungewöhnlich leichter Genuss wie ich positiv überrascht feststellen musste. Und lässt man den Kochschinken weg, hat man auch noch ein sehr schmackhaftes vegetarisches Pizzagericht. So bleibt mir nur noch, allen Lesern dieses Rezept wärmstens ans Herz zu legen, denn die Kombination aus Spargel und Ajvar ist ein geschmackliches Erlebnis, das man nicht versäumen sollte.

Guten Appetit

Wagner Piccolinis Salami – der Kurztest

Heute unterzog ich mal die Wagner Piccolinis in Geschmacksrichtung Salami mit Salami, Edamer und Tomaten einem kurzen, aber genauen Test. Erworben habe ich die Packung zum Preis von 3,99 Euro in einem hiesigen Tengelmann-Markt. Neben dieser Sorte gibt es auch noch die Richtungen

  • Speciale (mit Edamer, Peperoniwurst, Schinken, Champignons und Tomaten)
  • Diavolo (mit Peperoni-Salami, Paprika, Frühlingszwiebeln und Tomaten)
  • Drei-Käse (mit Edamer, Emmentaler, Mozzarella, Sauerrahm und Crème fraîche)
  • Elsässer Art (mit Zwiebeln, geräuchertem Schinken, Rauchfleisch und Crème fraîche)
  • Hawaii (mit Edamer, Ananas, Kochschinken und Tomaten)
  • Schinken (mit Edamer, gekochtem und rohen Schinken sowie Tomaten)
  • Thunfisch (mit Thunfisch, Edamer, Frühlingszwiebeln und Tomaten)
  • sowie vegetarisch auch als:
  • Antipasti (mit gegrillten Zucchinis, schwarzen Oliven, Mozzarella, gegrillter Paprika, mediterranem Käse und Tomaten)
  • Tomaten-Mozzarella (mit Mozzarella und Tomaten)
  • Das Angebot der einzelnen Sorten variiert jedoch je nach Markt.
    Unter dem Begriff Piccolinis bietet die Wagner Tiefkühlprodukte GmbH vorgebackene Mini-Pizzen als Gefrier-Fertiggericht an. Natürlich laut Hersteller alles ohne künstliche Aromen und ohne Geschmacksverstärker. Wirft man einen Blick auf die Zutaten findet man dort neben Weizenmehl, Schältomaten, Edamer und Salami auch Rapsöl, Vollmilchpulver, Hefe, Speisesalz, Zucker sowie Sojalecithine als Emulator, Kräuter und Gewürze sowie Dextrose. Zucker und Dextrose, sprich Traubenzucker, in einer Pizza finde ich dabei etwas ungewöhnlich, in Fertigpizzen ist das aber scheinbar Standard.

    01 - Wagner Piccolinis - Packung front / Boxing front
    Packung – vorne

    02 - Wagner Piccolinis - Packung hinten / Boxing back
    Packung – hinten

    Im Inneren der Papp-Umverpackung finden sich drei durchsichtige Plastikschläuche mit jeweils drei der Piccolini Mini-Pizzen mit einem Füllgewicht von insgesamt 270g. Die einzelne Verpackung ermöglicht es, die insgesamt neun Minipizzen auch in drei kleinen Portionen zuzubereiten, aber wer will das schon ? ;-)

    03 - Wagner Piccolinis - Inhalt / Content
    Inhalt der Verpackung

    Die einzelnen Piccolinis bestehen dabei scheinbar aus vorgebackenen Teigschälchen, die man mit Tomatenstücken und der sehr klein gewürfelten Salami gefüllt und dann mit einem körnigen Käse bestreut hatte.

    04 - Wagner Piccolinis - Einzelstück ungebacken / Single piece unbaked
    Piccolini – Einzelstück ungebacken

    Die Zubereitung gestaltet sich wie üblich recht einfach. Während der Backofen auf 200 Grad vorheizt, packt man die Piccolinis aus der Folien-Umverpackung aus und platziert sie auf einem Gitterrost. Im Gegensatz zum Backblech sollten sie hier sowohl von oben als auch von unten angenehm knusprig werden.

    05 - Wagner Piccolinis - Auf Backrost geben / Put on shelf
    Auf Backrost geben

    Ist der Backofen dann vorgeheizt, schiebt man das Gitterrost auf der mittleren Schiene hinein und lässt sie dort über 9 bis 11 Minuten fertig backen.

    06 - Wagner Piccolinis - Backen / Bake
    Backen

    Anschließend brauch man sie nur noch entnehmen

    07 - Wagner Piccolinis - Fertig gebacken / Finished baking
    Fertig gebacken

    und brauch sie nur noch servieren und genießen.

    08 - Wagner Piccolinis - Serviert / Served

    09 - Wagner Piccolinis - Seitenansicht / Side view
    Wagner Piccolinis Salami – serviert

    Die Mini-Pizzen waren angenehm knusprig geworden und auch die Füllung aus fruchtigen Tomaten, Salamistückchen erwies sich als überaus gelungen, auch wenn ich der Meinung dass sie ganz leicht versalzen war, aber hier kann mich der Eindruck auch täuschen. Am Käse, der durch das Backen geschmolzen und leicht gebräunt war, gab es aber wieder nichts auszusetzen. Und auch das Mischverhältnis aus Gemüse, Fleisch und Käse erschien mir sehr ausgewogen, hier hatte man nicht unnötig gespart. Ein Querschnitt durch eine der Piccolinis zeigte mir schließlich auch, dass es sich hier wirklich um kleine Schälchen aus knusprigen Hefeteig, und nicht nur um belegte Teigtaler handelte.

    10 - Wagner Piccolinis - Querschnitt / Cross section

    In der Summe ein einfaches und angenehm schnell zubereitetes Fertiggericht, das kaum Wünsche offen lässt.
    Werfen wir abschließend wie üblich noch einen Blick auf die Nährwerte:

    Nährwerte:
      100g 30g
    (1 Stück)
    270g
    (9 Stück)
    Brennwert: 1063 kj
    254 kcal
    319 kj
    76 kcal
    2870 kj
    685 kcal
    Eiweiß: 10,2g 3,7g 27,5g
    Fett:
    davon gesättige Fettsäuren:
    11,2g
    4,3g
    3,37g
    1,3g
    30,2g
    11,6g
    Kohlehydrate:
    davon Zucker:
    27,2g
    3,9g
    8,5g
    1,17g
    73,4g
    10,5g
    Ballaststoffe: 1,6g 0,47g 4,3g
    Natrium: 0,56g 0,19g 1,52g
    Broteinheiten: 2,3g 0,67g 6,1g

    Für ein Pizza-Fertiggericht fand ich 685kcal im ersten Moment absolut akzeptabel. Berechnet man aber den Wert für kcal pro Gramm als Vergleichswert für verschiedene Pizzen die ich hier bereits getestet habe, erkennt man schnell, dass sich auch die Piccolinis was die unteren Oberfeld bewegen:

    Für ein schnelles warmes Abendbrot muss ich aber sagen, dass sich die Wagner Piccolini trotzdem wunderbar eignen. Mir haben sie jedenfalls sehr gut geschmeckt und ich werde mit Sicherheit auch mal die anderen Sorten bei Gelegenheit testen.

    Meine Wertung: 3 Sterne

    Pizza Mafia

    Heute Abend gönnten wir uns mal nach langer Abstinenz mal wieder eine Pizza vom Bestellservice – dieses Mal vom Lieferservice Islo im nordhessischen Bebra.

    Pizza Mafia

    Meine Wahl fiel dabei auf die Zubereitung mit Namen Mafia, bestehend aus Tomatensauce, Formschinken, Peperoniwurst, Zwiebeln, Knoblauch, Peproni und Käse. Für 6,50 Euro wurde die Pizza mit einem Durchmesser von 28cm in angenehm kurzer Zeit in weniger als 30 Minuten frei Haus geliefert. Gut, die Verwendung von Formschinken ist natürlich nicht ganz so schön, aber ich muss zugeben dass ich keinen wirklichen Unterschied bemerkte. Viel mehr fanden sich auf dem dünnen Pizzateig unter der Schicht Käses in einer fruchtig, durch die Chili angenehm scharfen Tomatensauce eine überaus pikante Mischung aus milden Zwiebelringen, dem Formschinken und etwas Peperoniwurst in einer deutlichen Note von Knoblauch. Meine größte Befürchtung war ja gewesen, dass die Zwiebeln bei einer solchen Zubereitung zu dominant werden, doch das war hier absolut nicht Fall. Viel mehr waren sowohl ich als auch der Mitesser der sich ebenfalls für diese Zubereitung entschieden hatte sehr zufrieden mit dieser Pizzazubereitung. Kann die Pizza Mafia als – trotz der Verwendung von Formschinkens – überaus weiterempfehlen.

    Dinkelpizza mit Zanderfilet & Tomatenstreifen – das Rezept

    Heute war mir irgendwie nach etwas mit Fisch und glücklicherweise hatte ich noch ein Rezept für eine Dinkelpizza mit Zanderfilet und Tomaten in petto, das ich sowieso ausprobieren wollte – also war die Wahl für mein heutiges Kochexperiment schnell getroffen. Beim Einkauf im Supermarkt sah ich sogar, dass es aktuell frisches Zanderfilet an der Fischtheke gab – das erschien mir eine gute Alternative zu TK-Fisch. Jedoch war ich etwas geschockt als ich den Preis sah: fast 16 Euro wollte man für 400 Gramm haben, womit das Ganze nicht gerade ein günstiges Vergnügen werden sollte – aber das war es mir wert und ich finde es hat sich auch wirklich gelohnt. Dabei kommt dieser Süßwasserfisch aus der Familie der Barsche ja, zumindest theoretisch, in allen Gewässern von Rhein bis zum Ural sowie auch in der Ostsee vor. Woher meiner jetzt genau kam weiß ich nicht, bei dem Preis muss er aber wohl eine weitere Reise hinter sich gehabt haben. ;-)
    Das Ergebnis war meiner Meinung nach eine wirklich gelungene und mal außergewöhnliche Pizzazubereitung, die mir sehr gut gemundet hat, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das Rezept hier in üblicher Form einmal vorzustellen.

    Was brauchen wir also für 4 Pizzen?

    Für den Teig

    200g Dinkelvollkornmehl
    01 - Zutat Dinkelvollkornmehl / Ingrdient spelt whole wheat flour

    200g Dinkelmehl – Typ 603
    02 - Zutat Dinkelmehl Typ 603 / Ingredient spelt flour

    20g frische Hefe (1/2 Würfel)
    03 - Zutat Hefe / Ingredient yeast

    1/2 TL Salz
    04 - Zutat Salz / Ingredient salt

    250ml lauwarmes Wasser
    05 - Zutat lauwarmes Wasser / Ingredient lukewarm water

    Für den Belag

    400g Zanderfilet (ohne Haut)
    06 - Zutat Zanderfilet / Ingredient pike perch filet

    70g getrockenete Tomaten in Öl
    07 - Zutat getrockenete Tomaten in Öl / Ingredient dried tomatoes in oil

    1 Dose (400g) gestückelte Tomaten (wahlweise mit Basilikum)
    08 - Zutat Tomatenstücke / Ingredient tomato pieces

    2 Zweige frischer Rosmarin
    09 - Zutat Rosmarin / Ingredient rosemary

    250g Mozzarella
    10 - Zutat Mozzarella / Ingredient mozzarella

    sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

    Beginnen wir nun mit der Zubereitung des Dinkelteigs. Dazu geben wir die beiden Mehlsorten in eine Schüssel
    10 - Mehle in Schüssel geben / Add flours to bowl

    fügen den halben Teelöffel Salz hinzu
    11 - Salz hinzufügen / Add salt

    und vermengen alles gut miteinander, wobei wir am Ende in der Mitte eine kleine Mulde bilden.
    12 - Gut vermengen / Mix well

    In diese Mulde bröseln wir dann unsere Hefe,
    13 - Hefe hinein bröseln / Add and crumble yeast

    gießen das lauwarme Wasser hinzu
    14  - Wasser addieren / Add water

    und vermengen alles mit dem Knethaken unseres Handmixers
    15 - Kneten / Knead

    bis wir schließlich einen gleichmässigen Teig haben.
    16 - Fertiger Teig / Finished dough

    Diesen lassen wir dann, mit einem Küchentuch abgedeckt, für ca. 30 Minuten an einem warmen Ort gehen. Ich hatte den Backofen kurz auf 75 Grad aufgeheizt und dann abgeschaltet, um den Teig bei leicht geöffneter Klappe darin lagern zu können.
    17 - Gehen lassen / Raise dough

    Während der Teig arbeitet, lassen wir die Tomaten abtropfen
    18 - Tomaten abtropfen lassen / Drain tomatoes in oil

    und waschen dann unser Rosmarin, schütteln es trocken
    19 - Rosmarin waschen / Wash rosemary

    und zupfen dann die Blättchen vom Zweig ab
    20 - Blättchen abzupfen / Pick leaflets

    die wir dann sehr fein zerkleinern.
    21 - Rosmarin zerkleinern / Grind rosemary

    Inzwischen müssten auch unsere getrockneten Tomaten in Öl soweit abgetropft sein, dass wir sie in Streifen schneiden können.
    22 - Tomaten in Streifen schneiden / Cut tomatoes in stripes

    Anschließend überprüfen wir das Zanderfilet auf eventuelle Gräten und entfernen diese mit der Grätenpinzette – ich fand aber gerade dabei mal drei Stück, der Zander scheint ein recht grätenarmer Fisch zu sein.
    23 - Gräten entfernen / Remove fish bones

    Dann waschen wir das Fischfilet, tupfen es trocken
    24 - Zander waschen / Clean fish

    und schneiden es schließlich in schmale Streifen.
    25 - Zander in Streifen schneiden / Cut pike perch in stripes

    Außerdem schneiden wir schließlich noch den Mozzarella in Scheiben.
    26 - Mozzarelle in Scheiben zerteilen / Cut mozzarella in slices

    In der Zwischenzeit müsste auch unser Dinkelteig dank der Hefe gut aufgegangen sein, so dass wir ihn aus dem Ofen entnehmen und diesen dann auf 225 Grad vorheizen können,
    28 - Aufgegangener Teig /  Raised dough

    um den Teig dann in vier gleich große Portionen aufzuteilen
    29 - Teig gleichmässig aufteilen / Divide dough

    und erst einmal zwei davon auf einer bemehlten Fläche ausrollen können, während die anderen beiden, abgedeckt durch das Küchentuch, in der Schüssel warten.
    30 - Teig ausrollen / Roll dough

    Die beiden flach ausgerollten Teigstücke geben wir dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech,
    31 - Auf Backblech geben / Put on baking tray

    wo wir sie mit den gestückelten Tomaten bestreichen
    32 - Mit Tomaten bestreichen / Cover with tomatoes

    und kräftig mit Salz, Pfeffer und der Hälfte unsere zerkleinerten Rosmarins würzen.
    33 - Mit Salz, Pfeffer & Rosmarin würzen / Taste with salt, pepper & rosmary

    Dann belegen wir sie noch mit der Hälfte der Mozzarella-Scheiben
    34 - Mit Mozzarella belegen / Coat with mozzarella

    und backen sie für 15 Minuten auf der untersten Schiene unseres auf 225 Grad vorgeheizten Ofens.
    35 - Auf unterester Schiene backen / Bake on lowest slot

    In dieser Zeit können wir die beiden anderen Teigstücke schon einmal auf die gleiche Weise vorbereiten und auf einem zweiten Stück Backpapier bereitstellen.

    Ist unsere Pizza nach einer Viertelstunde vorgebacken und er Käse geschmolzen
    36 - Vorgebacken / Pre-baked

    belegen wir sie schließlich mit der Hälfte der Zanderfilet-Streifen und den getrockneten Tomaten
    37 - Mit Zander & Tomaten belegen / Coat with pike perch & tomatoes

    und schieben sie noch einmal für weitere sieben bis acht Minuten auf der untersten Schiene in den Ofen.
    38 - Weiter backen / Continue baking

    Dann ziehen wir sie samt Backpapier vom Blech und schieben die zwei anderen vorbereiteten Pizzastücke in den Ofen. Die fertigen Pizzen schmecken wir noch einmal mir Salz und Pfeffer ab
    39 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt & pepper

    und können sie anschließend servieren und genießen. Dabei sollten wir aber natürlich nicht vergessen, die beiden anderen Pizzen ebenfalls auf diese Weise noch zu komplettieren.
    40 - Dinkelpizza mit Zander & Tomatenstreifen / Spelt pizza with pike perch & tomatoes - Serviert

    Ich hatte ja zuerst gezweifelt dass die paar Minuten ausreichen den Fisch durchzubacken, doch entgegen meiner Befürchtung war das Zanderfilet komplett gar geworden und dabei noch angenehm saftig und zart geblieben. Zusammen mit der gut gewürzten Pizzaiola aus gestückelten Tomaten und den Streifen aus den getrockneten Tomaten ergab sich auf den einigermaßen dünn geratenen, knusprigen Dinkelteig ein wirklich gelungener und außergewöhnlich leckerer Belag, der sich von den sonst üblichen Pizzen die man so ist wirklich geschmacklich positiv hervorhob. Ich war mit dem Ergebnis meines heutigen Kochexperiments mal wieder sehr zufrieden.

    41 - Dinkelpizza mit Zander & Tomatenstreifen / Spelt pizza with pike perch & tomatoes - CloseUp

    Werfen wir abschließend, wie üblich, einen Blick auf die Nährwerte des heutigen Rezepts. Ich komme in meiner überschlägigen Berechnung auf ca. 2500kcal für alle vier Pizzen zusammen, das sind also 625kcal pro Pizza. Ich hatte natürlich mit weniger gerechnet, aber bei Pizzazubereitungen ist es erfahrungsgemäß vor allem das Mehl, das die Werte nach oben treibt. Bei einer alternativen Berechnung mit Weizenmehl(Typ 405 & Vollkorn) kam ich aber auch auf gerade mal 60kcal insgesamt weniger, also 16kcal pro Portion. Und dafür auf den kräftigen Dinkelteig verzichten? Nein danke! Das Zanderfilet selbst ist angenehm mager, einziges Einsparungspotential sehe ich da noch beim Mozzarella – ersetzt man die Standard-Zubereitung durch eine leichte Variante mit 10% Fett kann man noch einmal insgesamt 250kcal, also 62,5kcal pro Portion sparen und käme auf 562,5kcal pro Pizza – geschmacklich dürfte das keinen allzu großen Unterschied machen. Dennoch kann ich das Rezept für jeden Freund von etwas außergewöhnlichen Pizzabelägen vorbehaltlos weiter empfehlen – es lohnt sich was den leckeren Geschmack angeht aus jeden Fall – und das bei angenehm wenig Aufwand. ;-)

    Guten Appetit

    Sellerie-Apfel-Pizza mit Schinken – das Rezept

    Bei der Suche nach Rezepten, in denen ich mein restliches eingefrorenes Stangensellerie verbrauchen könnte stieß ich auf ein Rezept, das mich alleine wegen seiner Kombination von Zutaten schon reizte: eine Sellerie-Apfel-Pizza mit Kochschinken. Auf die Idee Stangensellerie mit Äpfeln zu kombinieren war ich noch nie gekommen, das Ganze klang aber deswegen nicht weniger schmackhaft, daher entschied ich mich schließlich dazu mich an diesem Rezept mal zu versuchen. Zwar sollte hier auch eine nicht unerhebliche Menge Senf mit im Spiel sein und ich bin normalerweise ja kein großer Freund davon, doch meine Neugier überwog schließlich dieser kleinen Abneigung – und ich bin froh das Gericht ausprobiert zu haben, denn das Ergebnis war wirklich sehr gelungen und extrem schmackhaft. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das Rezept hier mal in üblicher Form kurz vorzustellen.

    Was brauchen wir also für 4 kleine Pizzen?

    300g Vollkorn-Weizenmehl
    01 - Zutat Vollkornmehl / Ingredient whole grain flour

    350g Magerquark
    02 - Zutat Magerquark / Ingredient curd

    100ml Milch
    03 - Zutat Milch / Ingredient milk

    5 EL Olivenöl
    04 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

    1/2 TL Salz
    05 - Zutat Salz / Ingredient salt

    3 TL Backpulver
    06 - Zutat Backpulver / Ingredient baking powder

    2 kleine Äpfel (insgesamt ca. 250g)
    07 - Zutat Äpfel / Ingredient apples

    180g Stangensellerie (das entspricht etwa zwei bis drei Stielen)
    08 - Zutat Sellerie / Ingredient celery

    120g Kochschinken (4 Scheiben)
    09 - Zutat Kochschinken / Ingredient ham

    5 EL grobkörniger Senf
    10 - Zutat grobkörniger Senf / Ingredient coarse-grained mustard

    100g geriebenen Emmentaler Käse
    11 - Zutat Emmentaler / Emmenthal cheese

    1 Bund Schnittlauch
    12 - Zutat Schnittlauch / Ingredient chives

    Beginnen wir nun mit der Zubereitung und geben das Mehl, 180g vom Quark, die Milch, den halben TL Salz, das Backpulver sowie 4 der 5 EL Öl in eine große Schüssel
    13 - In Schüssel geben / Put into bowl

    und verarbeiten alles mit den Knethaken unseres Mixers zu einem glatten Teig, den wir abgedeckt bei Seite stellen.
    14 - Teig kneten / Knead dough

    Anschließend waschen wir unsere Äpfel, vierteln sie und entfernen die Kerne
    15 - Äpfel vierteln und entkernen / Quarter and remove core

    um sie dann in dünne Scheiben zu schneiden.
    16 - Äpfel in Scheiben schneiden / Cut apples in slices

    Außerdem schneiden wir unseren Stangensellerie in kurze, etwa 1 cm große Stücke. Sollten wir frisches Sellerie verwenden, müssen wir dieses natürlich vorher noch waschen.
    17 - Sellerie zerkleinern / Cut celery

    Den verbliebenen Esslöffel Olivenöl geben wir nun in eine Pfanne
    18 - Öl in Pfanne geben / Put oil in pan

    und braten unser Sellerie darin für etwa zwei bis drei Minuten an.
    19 - Sellerie anbraten / Roast celery

    Nach etwa der Hälfte der Zeit können wir auch unsere Apfelscheiben mit in die Pfanne geben und etwas mit braten. Anschließend nehmen wir es von der Platte uns lassen es etwas abkühlen.
    20 - Äpfelscheiben mit braten / Roast apple slices

    Die restlichen 170g Quark vermengen wir dann gründlich mit den 5 Esslöffel unseres grobkörnigen Senf und salzen es dabei etwas,
    21 - Quark & Senf verrühren / Mix curd & mustard

    außerdem halbieren wir noch unsere Schinkenscheiben.
    24 - Schinken halbieren / Cut ham

    Nun ist auch ein guter Zeitpunkt unseren Backofen auf 225 Grad vorzuheizen.

    Dann ist es an der Zeit, unseren Teig in vier gleich große Portionen zu teilen
    22 - Teig aufteilen / Divide dough

    und ihn dann erst einmal zwei der Portionen auf einer bemehlten Arbeitsfläche auszurollen. Leider passen immer nur zwei Pizzen gleichzeitig auf ein normales Backblech, daher müssen wir die anderen beiden Teigstücke erst einmal zwischenlagern.
    23 - Teig ausrollen / Roll out dough

    Die Teigfladen geben wir dann mit etwas Backpapier auf ein Backblech und bestreichen sie großzügig mit unserer Senf-Quark-Mischung
    2 5 -Mit Senf-Quark-Mischung bestreichen / Cover with mustard curd mix

    auf die wir dann die angebratenen Apfelscheiben und Selleriestückchen verteilen
    26 - Mit Sellerie und Apfel belegen / Seize with celery & apple slices

    und sie mit jeweils zwei halben Schinkenscheiben belegen
    27 - Schinken addieren / Add ham

    um die dann abschließend noch mit dem geriebenen Emmentaler zu bestreuen.
    28 - Mit Käse aufstreuen / Add cheese

    Ist unser Backofen dann vorgeheizt, schieben wir unser Blech auf der untersten Schiene hinein und lassen die Pizzen dort für 15 bis 20 Minuten backen.
    29 - Auf unterster Schiene backen / Bake

    In der Zwischenzeit können wir die anderen beiden Teigstücke ausrollen, auf ein weiteres Stück Backpapier geben und wie zuvor gezeigt belegen.
    30 - Weitere Pizzen belegen

    Außerdem können wir auch noch das Schnittlauch waschen, trocken schütteln und in Röllchen schneiden.
    31 - Schnittlauch schneiden / Cut chives

    Sind unsere ersten beiden Pizzen dann fertig gebacken, ziehen wir sie samt des Backpapiers vom Backblech und geben die nächsten beiden Pizzen darauf um sie ebenfalls zu backen.
    32 - Fertig gebacken / Finished baking

    Die fertigen Pizzastücke brauchen wir nun nur noch großzügig mit dem Schnittlauch zu garnieren
    33 - Mit Schnittlauch garnieren / Garnish with chives

    und können sie dann sofort servieren und genießen.
    34 - Sellerie-Apfel-Pizza mit Kochschinken / Celery apple pizza with ham - Serviert

    Ich hatte natürlich befürchtet dass der Geschmack zu sehr durch den Senf dominiert wird, aber diese Befürchtung erwies sich glücklicherweise als grundlos. Es waren eher die schmackhafte Kombination aus Sellerie, Äpfeln und Schinken die das Gericht geschmacklich bestimmten, der Aufstrich aus Quark und Senf gab diesen Komponenten nur noch die richtige Würze. Und auch den dünnen und knusprigen Quark-Öl-Vollkornteig fand ich sehr gelungen – er passte mit seinem leicht kräftigen Gusto wie ich fand wunderbar zu der mit Käse überbackenen Komposition aus Schinken, Apfelscheiben und Sellerie.

    35 - Sellerie-Apfel-Pizza mit Kochschinken / Celery apple pizza with ham - CloseUp

    Werfen wir abschließend wie üblich noch einen Blick auf die Nährwerte dieses Rezeptes: Meiner Berechnung nach liegen alle Komponenten zusammen bei ca. 2400kcal, aufgeteilt auf vier Pizzen kommen wir also genau auf 600kcal pro Pizza und Portion. Bei einem Quark-Öl-Teig hätte ich auch nichts niedrigeres erwartet, auch wenn er mit Magerquark und Vollkornmehl gemacht wurde. Für ein Hauptgericht aber ein absolut akzeptabler Wert wie ich finde. Insgesamt fand ich das Rezept sehr wohlschmeckend und kann wirklich meine Empfehlung für diese Zubereitung aussprechen – die Kombination von Apfel und Sellerie mag zwar im ersten Moment ungewöhnlich klingen, aber es lohnt sich auf jeden Fall, das Ganze mal auszuprobieren.

    Guten Appetit