Pizza & Doña Pula revisited [01.01.2019]

Den ersten Tag des neuen Jahrs begannen wir, nachdem wir ja lange bis in den Morgen gefeiert hatten, erst recht spät. Obwohl viele Geschäfte natürlich auch hier am ersten Januar geschlossen sind, begaben wir uns dennoch nach Puerto Plata und landeten mal wieder in der Pizzeria San Jorge in der Calle Camino Real. Dort gönnte ich mir als verspätetes Mittagessen eine kleine Pizza Alfredo mit Schinken.

42 - Pizza Alfredo - San Jorge - Puerto Plata

Für den Abend beschlossen wir, mit den Nichten und Neffen meiner Begleitung der Asadero Doña Pula einen erneuten Besuch abzustatten. Entgegen meiner Empfehlung hatten wir jedoch nicht reserviert, was zur Folge hatte dass wir – nachdem wir dort mit vier Kindern, zwei Jugendlichen und drei Erwachsenen ankamen erst einmal warten mussten bis ein entsprechend großer Tisch frei wurde. Zum Glück brauchten wir nur etwa zwanzig Minuten zu warten bis etwas entsprechendes zur Verfügung stand – direkt neben einer riesigen Statue der Namensgeberin Doña Pula.

43 - Doña Pula - Puerto Plata

Wir bestellten eine gemischte Platte aus Schweinesteaks, Rippchen und Hähnchen mit Fritten, Potato Wedges und Maisbrot. Außerdem bekamen die Kinder von den Angestellten Werbeballons aufgeblasen, mit denen sie etwas spielen und die Zeit bis das Essen serviert wurde überbrücken konnten. Und obwohl das Lokal brechend voll war, wurde uns das Essen schließlich nach erfreulich kurzer Wartezeit serviert.

44 - Fleischplatte 2 - Doña Pula - Puerto Plata

Sah auf den ersten Moment für neun Personen nicht gerade viel aus, aber die kleineren Kinder aßen nicht allzu viel, wodurch die Menge absolut ausreichte – auch wenn am Ende nichts übrig blieb. Und als ich am Ende die Rechnung erhielt – denn ich hatte zu dieser kleinen Veranstaltung eingeladen – war ich mehr als Positiv überrascht, denn trotz der großen Menge Essens und der dazu servierten Getränke kostete das ganze 2400 Pesos, nicht einmal 50 Euro. Natürlich kamen noch etwas Trinkgeld dazu, denn die Angestellten hatten sich wirklich gut um uns gekümmert, aber in Deutschland hätte ich für den Preis mit so vielen Personen bestimmt nicht essen gehen können. Wer also mal nach Puerto Plata kommt, dem sei die Asadero Doña Pula wärmstens ans Herz gelegt.

Montellano & Ristorante Bologna in Sosua [27. – 28.12.2018]

Am nächsten Tag verbrachten wir die meiste Zeit in Montellano, einer kleinen Ortschaft zwischen Puerto Plata und Sosua, direkt gegenüber der dortigen Feuerwache,

19 - Cuerpo de Bomberos - Montellano

20 - Montellano

wo wir und unter anderem einer Mani- und Pediküre unterzogen, die dort von einer Einheimischen angeboten wurde. Die Umstände waren zwar etwas ungewöhnlich, auf offener Straße direkt vor einem Mode- und Friseurladen, aber an solche Begebenheiten gewöhnt man sich hier schnell.

21 - Maniküre - Pediküre

Bis zum späten Nachmittag verbrachten wir noch dort in Montellano, ohne dass sich groß interessante oder erzählenswerte Dinge ereigneten.

22 - La Esquina de Juan Pablo - Montellano

Nach einer kurzen Rückkehr nach Hause, einer Dusche und dem Anlegen frischer Kleidung begaben wir uns am Abend dann nach Sosua, wo wir dem Ristorante Bologna, mit dem wir ja in Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht hatten, einen Besuch abstatteten.

23 - Ristorante Bologna - Sosua

Als Entrée gönnten wir uns erst einmal eine Portion Bruschetta, das im Bologna wirklich sehr gelungen zubereitet wird.

24 - Bruschetta - Ristorante Bologna - Sosua

Danach begann aber erst einmal das lange Warten. Das Restaurant war nicht allzu voll, aber dennoch musste wir eine geschlagene Stunde warten, bis man uns schließlich den Hauptgang servierte. Meine Begleitung hatte sich für eine große Languste entschieden, die mit einer Gemüsemischung aus Paprika, Bohnen, Pilzen und Möhren serviert wurde.

25 - Langosta frita - Ristorante Bologna - Sosua

Ich selber hatte mich für eine Pizza Mariscos entschieden, eine Pizza mit Meeresfrüchten, die ebenfalls mit einer – jedoch kleinen – Languste, Muscheln, Krabben und Tintenfisch serviert wurde.

25 - Pizza Mariscos - Ristorante Bologna - Sosua

Dass man die Muscheln mit Schalen und die Languste mit Panzer auf die Pizza getan hatte war natürlich grenzwertig, aber lecker war es allemal. Vor allem weil die Meeresfrüchte wirklich frisch schienen. Allerdings war die Pizza insgesamt etwas mächtig, so dass sogar ich gegen Ende etwas kämpfen musste – und dabei war dies noch die kleine von zwei möglichen Varianten gewesen. Dass die dabei 650 Dominikanische Pesos, also über 11 Euro, kostete nahm ich dabei billigend in Kauf.

Feiertage & Pizza in der Karibik [25. – 26.12.2018]

Am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag geschah eigentlich wenig Berichtenswertes. Nachdem ich durch den langen Schlaf vom Heiligabend bis zum nächsten Morgen überwunden hatte, begaben wir uns am 25. Dezember erneut in die Innenstadt von Puerto Plata, wo wir ein paar Wege erledigten und schließlich, wie bereits so häufig zuvor, in der Pizzeria San Jorge an der Camino Real landeten. Nicht dass sie dort besonders gute Pizzen machen, aber dort ist es schnell und günstig und meine Begleitung mag diese Location scheinbar irgendwie. Ich wählte dieses Mal eine kleine Pizza Salsicca mit Würstchen,

13 - Pizza Salsicia - Pizzeria San Jorge  - Puerto Plata

während die anderen sich eine größere Pizza mit Hackfleisch, Mais und roten Zwiebeln sowie Burger-Sauce teilten.

14 - Pizza BBQ - Pizzeria San Jorge  - Puerto Plata

Außerdem besuchten wir Familie, Freunde und Bekannte, taten aber wenig Produktives oder Dinge die es wert gewesen wären hier erzählt zu werden.
Es ist übrigens Tradition in der Dominikanischen Republik, dass Kinder über die Feiertage neu eingekleidet werden. Deswegen man viele Jungen und Mädchen hier rumlaufen, die stolz ihre neue Kleidung tragen, an der teilweise noch Etiketten und Schildchen aus dem Laden hängen. Keine Ahnung ob das Absicht ist, um zu zeigen dass es neu ist, oder einfach nur Nachlässigkeit. 😉
Am 26ten Dezember schliefen wir wieder lang und ich gönnte mir nur ein kleines Sandwich mit Salami, Schinken und Käse, wobei ich dieses in der Mikrowelle erwärmte und den Käse dadurch schmolz. Einfach aber schmackhaft.

15 - Sandwich

Ich weiß, nicht besonders interessant, aber so waren diese Tage nun einmal… 😉

Return to the Caribbean – Fahrt zur Playa La Ensenada [21.10.2018]

Heute war der letzte volle Tag, den ich in der Dominikanischen Republik verbringen konnte, morgen startet bereits mein Rückflug. Da wollten wir natürlich noch einmal etwas besonderes zu unternehmen und hatte uns entschlossen nach Westen zu fahren, wo einen Strand nördlich von Punta Rucia, die Playa La Ensanada, besuchen wollten. Eine Fahrt von etwas mehr als zwei Stunden – glaubte ich blauäugig – doch ich hatte die Straßenverhältnisse mal wieder weit überschätzt. Als wir mit vollem Auto (ein Fahrer, meine Begleitung, vier (!) ihrer Nichten und meine Wenigkeit) kurz vor halb zehn endlich aufbrachen, war ich noch zuversichtlich und wir kamen bis kurz hinter der Ortschaft Imbert, westlich von Puerto Plata etwas im Inland gelegen, auch gut durch, denn die Straßen waren noch einigermaßen gut.

Good roads near Imbert

Doch das wurde bald erheblich schlechter. Zum Teil fehlte komplett der Straßenbelag und wir kamen nur in Schrittgeschwindigkeit voran,

No Pavement / Kein Straßenbelag

hinzu kamen zahlreiche teilweise riesige Schlaglöcher, denen wir ständig ausweichen mussten damit es nicht die Achse unseres kleinen Autos zerriss wenn wir rein fuhren,

Bump holes / Schlaglöcher

nur mit wackeligen Stahlplatten ausgelegte Behelfsbrücken,

Metal plate bridge / Metallplatten-Brücke

und in fast jeder Ortschaft diese vermaledeiten Betonschwellen zur Verkehrsberuhigung vor Schulen und öffentlichen Einrichtungen, die wir ebenfalls größtenteils nur mit Schrittgeschwindigkeit überqueren konnten, wollten wir uns nicht die Ölwanne abreißen. Ich verfluchte mich Innerlich ein wenig, warum ich zu geizig war die paar Euro für einen SUV oder Jeep als Mietwagen für einen Tag ausgegeben zu haben – damit wären wir deutlich schneller voran gekommen.
An einigen dieser Bremsschwellen warteten – trotz des heutigen Sonntages – Schüler in Schuluniform und Plakaten und baten die bremsenden Autofahrer um eine kleine Spende für die Verbesserung ihrer Schulen. Die ersten beiden Mal gab ich noch etwas, aber irgendwann nach dem vierten oder fünften Mal nahm es dann doch überhand.
Der Positive Teil daran war aber, dass man bei angenehmen, nicht zu heißen Wetter viel von der schönen Landschaft genießen konnte, in dem sich die malerischen bunten und teilweise windschiefen Hütten der ärmeren Einheimischen wunderbar einfügten.

04-Hütte

Hütte 2

Außerdem schien der Sonntag bei der Landbevölkerung Waschtag zu sein, überall sah man auf Hecken und Zäunen vor und neben den Häusern die Wäsche der jeweiligen Familien in der Sonne trocknen.

Washing day / Waschtag

Als wir endlich an der Playa La Ensenada ankamen, war es bereits 13:00 Uhr und die Fahrt war anstrengend gewesen, wir waren dreieinhalb Stunden unterwegs gewesen und hatten uns eimal sogar etwas verfahren. Die Nichten waren aber frohen Mutes endlich am Strand angekommen zu sein und stürmten bereits los, während wir noch die Sachen packten und uns vom Parkplatz unter einem schattenspendenden Baum ebenfalls auf den Weg machten.
Es war zwar einiges am Strand los, aber ich sah keinerlei “Gringos” wie mich, die meisten der Gäste hier schienen eher einheimische zu sein. Im hinteren Bereich des Strandes reihte sich ein kleines Restaurant in einer zusammengezimmert wirkenden Hütte an das nächste, davor waren lange Reihen von Tischen mit großen Sonnenschirmen aufgespannt, unter denen Tische zum sitzen einluden.

Playa La Ensenada, - Promenade

Playa La Ensenada - Promenade 2

Sofort bestürmten uns hier, mit Speisekarten wedelnd, die Restaurantbetreiber oder deren Angestellten und forderten uns auf doch an ihren Tischen Platz zu nehmen, wobei sie auf Spanisch die Vorzüge ihrer Lokalität anpriesen. Doch meine Begleiterin, die bereits vor längerem einmal hier gewesen war, ignorierte diese Zurufe konsequent und steuerte ganz zielgenau die Hütte Nummer 17 an, das Restaurant Doña Niurka (Frau Niurka) an, das sie wohl von ihrem letzten Besuch her kannte.

Restaurant Doña Niurka - Playa La Ensenada

Nachdem wir uns einen Platz gesucht, ausgeruht und etwas mit gekühlten Getränken erfrischt hatten, kam ein mit Schwimmreifen bepackter Verkäufer vorbei und die Mädchen bestürmten uns sofort, dass sie unbedingt einen solchen brauchen würden. Und bei gerade mal 150 Pesos, nicht mal drei Euro, pro Stück machten wir ihnen die Freude und kauften den drei jüngeren je einen, die Ältere verzichtete.

Schwimmreifen

Während die Kleinen im Wasser plantschten, machte ich mich auch daran den Strand etwas zu erkunden. Das Besondere an der Playa La Ensenada ist, dass sich vor dem Strand geschätzt ein Kilometer in den Ozean hinein eine flache Sandbank erstreckt, auf der man weit ins wunderbar warme Meer laufen kann ohne je tiefer als bis zur Brust im Wasser zu stehen. Etwas ähnliches hatte ich bisher nur bei meinen beiden Ausflügen nach Saona an der Südküste der Dominikanischen Republik – hier im Januar 2017 und hier zu Ostern 2018 erlebt – aber man hatte mit dem Boot hinfahren müssen.

Playa La Ensenada  - Ocean view

Playa La Ensenada

Playa La Ensenada

Playa La Ensenada Playa La Ensenada - Strand an der Bucht

Direkt hinter dem Strand erstreckte sich über fast die komplette Breite ein schmaler Hain schattenspendender Bäume, unter denen man wunderbar sitzen oder liegen konnte, ohne sich gleich einen Sonnenbrand zu holen.

Playa La Ensenada - Shady trees / Schattige Bäume Playa La Ensenada - Trees at the beach / Bäume am Strand

Playa La Ensenada - Shady trees / Schattige Bäume 2

Dann war es endlich an der Zeit etwas feste Nahrung zu sich zu nehmen. Wir ließen die Speisekarte des Restaurants kommen, die sich aber als recht übersichtlich erwies.

Speisekarte

Nach kurzem Abwägen entschied ich mich schließlich für die Langosta al ajillo, also einen Languste mit Knoblauch. Und die beleibte Wirtin, vielleicht besagte Doña Niurka, rief mich wenig später an die Hütte, um mir “meine” Languste aus den frischen Tieren am Tresen auszusuchen.

Langosto - Dona Nurka - Playa La Ensenada

Ich entschied mich für das zweite Tier von Rechts, es schien mir was Größe und Zustand anging am passendsten.
Die Zubereitung zog sich allerdings etwas hin, wir mussten über eine halbe Stunde auf unsere Gerichte warten, die dann aber alle auf einmal serviert wurden. Neben meiner Languste gab es mehrmals Fisch, eine Krabbe und Pollo frito, also frittiertes Hähnchen – denn die Kinder, meine Begleitung und der Fahrer hatten natürlich auch Hunger.

Langosta de ajillo - Donna Nurka - Playa La Ensenada

Dazu gab es eine riesige Schale mit frittierten Kochbananen-Scheiben (Plataños) und einer Art Polenta-Taschen.

Platano y Polenta - Donna Nurka - Playa La Ensenada

Außerdem scharfe Sauce, Ketchup, Limonen und ander Würzmittel. Und es schien allen zu schmecken. Auch meine Languste mit dem kräftigen, aber nicht zu dominanten Knoblaucharoma und ihrem zarten, saftigen Fleisch ließ nichts zu wünschen übrig.
So zog sich der Nachmittag dahin und ich wagte es sogar, einige hundert Meter weit ins Meer hinaus zu laufen, wobei ich tatsächlich nie tiefer als bis zur Brust einsank. Fotos gibt es davon aber keine, ich wollte meinen Fotoapparat dann doch nicht mit ins Wasser nehmen. 😉
Die Sonne war bereits am Untergehen und die meisten der Budenbetreiber waren am Zusammenpacken, als wir nach 17:30 Uhr schließlich aufbrechen und auf den Rückweg machen zu mussten. Der Weg hierher war zwar beschwerlich gewesen, aber es hatte sich auf jeden Fall gelohnt.

Playa La Ensenada @ dusk

Playa La Ensenada @ dusk 2

Beim nächsten Mal – und das gibt es bestimmt – miete ich mir aber lieber ein geländefähiges Fahrzeug oder lass mich mit dem Boot vor die Küste fahren – mit diesem kleinen Auto mache ich den Weg nur unter Protest noch einmal. Obwohl der Rückweg etwas schneller vonstatten ging und wir nur etwas mehr als zweieinhalb Stunden brauchten. Zuhause angekommen gab es – mal wieder – Pizza für alle zum Abendessen – Massenkompatibel nur mit Salami und Schinken belegt.

Pizza for Dinner

Doch damit sollte der Abend noch nicht zu Ende sein. Wir trödelten aber etwas und machten uns erst kurz vor Mitternacht auf dem Weg, noch einmal auszugehen. Unser erster Weg führte uns nach Puerto Plata, wo die erste Location jedoch vollkommen überlaufen war. An der zweiten Location war nichts los und in die Disco an der Ocean World in Puerto Plata ließ man nach 0:30 Uhr keine neuen Gäste mehr herein. Wir versuchten es noch mal an einem anderen Club am Playa Dorada Resort, aber auch hier war kaum etwas los. Nach geschätzt 60km Fahrt nach sowie kreuz und quer durch Puerto Plata wollten wir schon aufgeben – keiner von uns kam leider auf die Idee wieder ins Kviar am Be Live Marien zu gehen, wo wir ja eine gute Zeit erlebt hatten. Also fuhren wir die dreißig Kilometer in die andere Richtung bis Sosua und gingen zuerst kurz in Golden Reef Casino, das wir ja bereits vom Anfang meiner Reise kannten. Hier konnte nun endlich meine kleine Abschiedsparty steigen. Als es dort leerer wurde, zogen wir weiter und landeten schließlich im Casino der Playa Chiquita im Nordwesten von Sosua,

25-Casino-Playa-Chiquita

das ebenfalls über eine kleine Disco verfügt. Und hier ging noch einmal die Party richtig los.

Disco at Casino - Playa Chiquita - Sosua

Um 4:00 Uhr früh ging dann aber auch hier die Musik aus und das Licht an – es war Zeit nach Hause zurückzukehren. So endete meine letzte Nacht im Oktober in der Dominikanischen Republik doch noch erfolgreich und zufriedenstellend.

Return to the Caribbean – Ausflug nach Rio San Juan [17.10.2018]

Nachdem wir durch die Angst um unsere (bei mir leider nicht vorhandene) schlanke Linie uns selbst aus dem Paradies des All Inklusive Resorts Be Live Collections Marien in Puerto Plata vertrieben hatte, machten wir uns am Folgetag daran, wieder einmal ein wenig die reale Welt der Dominikanischen Republik zu erkunden. Dabei fiel unsere Wahl auf die Ortschaft Rio San Juan, etwas mehr als 70 Kilometer östlich von unserem Wohnort gelegen, die über einen schönen, nicht allzu touristischen Strand verfügen sollte. Bei deutschen Straßenverhältnissen hätte das eine Fahrt von etwa einer Stunde bedeutet, in der Dominikanischen Republik rechnete ich eher mit zwei Stunden oder mehr – und lag recht gut mit meiner Schätzung. Nicht nur die rücksichtslose Fahrweise der meisten Verkehrsteilnehmer, die zahlreichen Motorräder, die sich an keinerlei Verkehrsregeln halten und die schlechten Straßenverhältnisse inklusive der in den Ortschaften regelmässig vorhandenen “Bremshügel” zur Geschwindigkeitsreduktion behindern hier das Vorankommen, es kann mal vorkommen das eine Herde Kühe vor einem über die Straße getrieben wird – und das kann dauern. So wie wir es bereits kurz hinter Cabarete erlebten.

01 - Kuhherde / Herd of cows

Das Wetter war leider nicht ideal, Sonnenschein wechselte sich mit heftigen, aber sehr kurzen Regenschauern ab – aber wir wagten den Weg dennoch. Zumal uns ein erfahrener einheimischer Chauffeur aus der Verwandtschaft meiner Begleitung sich als Fahrer zur Verfügung gestellt hatte. Langsam oder stetig durchquerten wir so die Ortschaft Gasper Hernandez

Gaspar Hernandez

Langsam aber stetig erreichten wir schließlich auch die Ortschaft Rio San Juan, womit unsere Reise aber noch nicht ganz abgeschlossen war.

Entering Rio San Juan

Der gesuchte Strand lag nämlich leider nicht direkt in der Ortschaft, sondern einige Kilometer dahinter. Aber mit der Hilfe der Sprachkenntnisse meiner Begleitung und des Fahrers war es glücklicherweise kein allzu großes Problem den gesuchten öffentlichen Strand zu finden. Die Gegend um Rio San Juan ist im Gegensatz zu Sosua oder Puerto Plata bei weitem nicht so touristisch erschlossen. Hier gibt es wenige Hotelanlagen geschweige denn einen Flughafen. Meine Begleitung bezeichnete die Gegegend passenderweise als “campino”, also ländlich oder besser bäuerlich. Über eine steil abfallende Seitenstraße erreichten wir schließlich einen kleinen, mit Steinen gepflasterten und gepflegt wirkenden Kreiselverkehr in einem tropisch wirkenden Hain, von dem einige Straßen zu angrenzenden Parkplätzen abzweigten.

Kreisel Playa Grande

Kreisel Playa Grande 2

Ein Schild über dem Eingang zeigte uns, nachdem wir uns einen Parkplatz gesucht hatten, dass wir genau dort waren wo wir hin wollten: der Playa Grande.

Eingang / Entry Playa Grande - Rio San Juan

Ein Einheimischer erspähte uns schnell und begrüßte uns freundlich und etwas überschwänglich – bei dem eher durchwachsenen Wetter gab es hier wenig Gäste. Doch noch bevor wir uns Sitzplätze suchen konnten, brach unvermittelt ein kurzer, aber heftiger Schauer los und wir mussten uns alle schnell in eine der kleinen Hütten zurückziehen. Das gab uns auch gleich die Gelegenheit, die hiesige Köchin und ihre Helferin kennenzulernen. Doch so schnell der Regen gekommen war, war er auch wieder vorbei und wir wurden zu einem kleinen Pavillion nahe am Ufer geführt, wo wir Platz nehmen konnten.

07 - Restaurant im Hain / Restaurant at the grove

Pavillion - Playa Grande - Rio San Juan

Hütten / Shacks  - Playa Grande - Rio San Juan

Schnell bekamen wir die Speisekarte vorgelegt und die ersten Getränke serviert. Das Angebot an Speisen war – verständlicherweise aufgrund der nur eingeschränkten Möglichkeiten hier am Strand – war eher übersichtlich: Verschiedene Fischsorten, Langusten, Tintenfisch, Muscheln, Hähnchen und dazu Kochbananen oder Pommes Frites als Beilage. Ich entschied mich für Pescado frito Frittierten Fisch mit Fritten, der dann auch recht schnell serviert wurde. Wir waren zu Beginn die einzigen Gäste, erst etwas später kamen andere Leute dazu.

Gegrillter Fisch mit Pommes Frites / Grilled fish with french fries @ Playa Grande - Rio San Juan

Die Kartoffelstäbchen waren nicht so ganz der Renner, sie waren etwas labberig und hätten ein paar Minuten länger in der Friteuse vertragen, aber mit etwas Ketchup gingen sie einigermaßen. Der im Ganzen frittierte Fisch, zu dem noch frische Limonen zum garnieren serviert wurden, erwies sich aber als wirklich gut gelungen. Das zarte und saftige Fleisch ließ sich äußerst einfach von den Fischknochen lösen und war im Außenbereich so gut wie frei von Gräten.
Nach dem Essen machten wir uns daran die Gegend ein wenig zu erkunden. Direkt unterhalb des Pavillions lag ein Stück felsige Küste, von der aus wir aber den angrenzenden langen Sandstrand bereits erkennen konnen.

Am Ufer / At the shore

Felsige Küste / Rocky shore

Blick auf den Sandstrand / View to sandy beach - Play Grande - Rio San Juan

Ein schmaler Weg führte an der Felsenküste entlang und führte uns nach vielleicht 200 Metern an den Sandstrand, wo man uns sogleich einige Liegen zur Verfügung stellte – vom selben Einheimischen der uns auch im Restaurant bedient hatte.

Weg zum Sandstrand

Das Wetter hätte etwas besser sein können, aber bis auch einen kleineren weiteren Platzregen am späteren Nachmittag blieb es glücklicherweise trocken, so dass wir einen entspannten Tag am Strand genießen konnten

Playa Grande Rio San Juan

und dabei den einen oder anderen Pina Colada genießen konnten. Und das zu Preisen, die deutlich günstiger waren als den typischen Touristenstränden in Sosua oder Cabarete.

Pina Colada - Playa Grande - Rio San Juan

Gegen halb fünf mussten wir uns dann aber auf den Heimweg machen, der ohne erwähnenswerte Ereignisse verlief. Kurz vor dem Ziel hielten wir noch einmal kurz an einer Call-a-Pizza Filiale in Sosua, um uns dort mit Pizza einzudecken.

Call a  Pizza - Sosua

So ließen wir den Tag schließlich bei ein paar Stückchen mit Krabben und Jalapenos belegter Pizza ruhig ausklingen.

Pizza mit Krabben & Jalapenos / Pizza with crabs & jalapenos