Return to the Caribbean – Fahrt zur Playa La Ensenada [21.10.2018]

Heute war der letzte volle Tag, den ich in der Dominikanischen Republik verbringen konnte, morgen startet bereits mein Rückflug. Da wollten wir natürlich noch einmal etwas besonderes zu unternehmen und hatte uns entschlossen nach Westen zu fahren, wo einen Strand nördlich von Punta Rucia, die Playa La Ensanada, besuchen wollten. Eine Fahrt von etwas mehr als zwei Stunden – glaubte ich blauäugig – doch ich hatte die Straßenverhältnisse mal wieder weit überschätzt. Als wir mit vollem Auto (ein Fahrer, meine Begleitung, vier (!) ihrer Nichten und meine Wenigkeit) kurz vor halb zehn endlich aufbrachen, war ich noch zuversichtlich und wir kamen bis kurz hinter der Ortschaft Imbert, westlich von Puerto Plata etwas im Inland gelegen, auch gut durch, denn die Straßen waren noch einigermaßen gut.

Good roads near Imbert

Doch das wurde bald erheblich schlechter. Zum Teil fehlte komplett der Straßenbelag und wir kamen nur in Schrittgeschwindigkeit voran,

No Pavement / Kein Straßenbelag

hinzu kamen zahlreiche teilweise riesige Schlaglöcher, denen wir ständig ausweichen mussten damit es nicht die Achse unseres kleinen Autos zerriss wenn wir rein fuhren,

Bump holes / Schlaglöcher

nur mit wackeligen Stahlplatten ausgelegte Behelfsbrücken,

Metal plate bridge / Metallplatten-Brücke

und in fast jeder Ortschaft diese vermaledeiten Betonschwellen zur Verkehrsberuhigung vor Schulen und öffentlichen Einrichtungen, die wir ebenfalls größtenteils nur mit Schrittgeschwindigkeit überqueren konnten, wollten wir uns nicht die Ölwanne abreißen. Ich verfluchte mich Innerlich ein wenig, warum ich zu geizig war die paar Euro für einen SUV oder Jeep als Mietwagen für einen Tag ausgegeben zu haben – damit wären wir deutlich schneller voran gekommen.
An einigen dieser Bremsschwellen warteten – trotz des heutigen Sonntages – Schüler in Schuluniform und Plakaten und baten die bremsenden Autofahrer um eine kleine Spende für die Verbesserung ihrer Schulen. Die ersten beiden Mal gab ich noch etwas, aber irgendwann nach dem vierten oder fünften Mal nahm es dann doch überhand.
Der Positive Teil daran war aber, dass man bei angenehmen, nicht zu heißen Wetter viel von der schönen Landschaft genießen konnte, in dem sich die malerischen bunten und teilweise windschiefen Hütten der ärmeren Einheimischen wunderbar einfügten.

04-Hütte

Hütte 2

Außerdem schien der Sonntag bei der Landbevölkerung Waschtag zu sein, überall sah man auf Hecken und Zäunen vor und neben den Häusern die Wäsche der jeweiligen Familien in der Sonne trocknen.

Washing day / Waschtag

Als wir endlich an der Playa La Ensenada ankamen, war es bereits 13:00 Uhr und die Fahrt war anstrengend gewesen, wir waren dreieinhalb Stunden unterwegs gewesen und hatten uns eimal sogar etwas verfahren. Die Nichten waren aber frohen Mutes endlich am Strand angekommen zu sein und stürmten bereits los, während wir noch die Sachen packten und uns vom Parkplatz unter einem schattenspendenden Baum ebenfalls auf den Weg machten.
Es war zwar einiges am Strand los, aber ich sah keinerlei “Gringos” wie mich, die meisten der Gäste hier schienen eher einheimische zu sein. Im hinteren Bereich des Strandes reihte sich ein kleines Restaurant in einer zusammengezimmert wirkenden Hütte an das nächste, davor waren lange Reihen von Tischen mit großen Sonnenschirmen aufgespannt, unter denen Tische zum sitzen einluden.

Playa La Ensenada, - Promenade

Playa La Ensenada - Promenade 2

Sofort bestürmten uns hier, mit Speisekarten wedelnd, die Restaurantbetreiber oder deren Angestellten und forderten uns auf doch an ihren Tischen Platz zu nehmen, wobei sie auf Spanisch die Vorzüge ihrer Lokalität anpriesen. Doch meine Begleiterin, die bereits vor längerem einmal hier gewesen war, ignorierte diese Zurufe konsequent und steuerte ganz zielgenau die Hütte Nummer 17 an, das Restaurant Doña Niurka (Frau Niurka) an, das sie wohl von ihrem letzten Besuch her kannte.

Restaurant Doña Niurka - Playa La Ensenada

Nachdem wir uns einen Platz gesucht, ausgeruht und etwas mit gekühlten Getränken erfrischt hatten, kam ein mit Schwimmreifen bepackter Verkäufer vorbei und die Mädchen bestürmten uns sofort, dass sie unbedingt einen solchen brauchen würden. Und bei gerade mal 150 Pesos, nicht mal drei Euro, pro Stück machten wir ihnen die Freude und kauften den drei jüngeren je einen, die Ältere verzichtete.

Schwimmreifen

Während die Kleinen im Wasser plantschten, machte ich mich auch daran den Strand etwas zu erkunden. Das Besondere an der Playa La Ensenada ist, dass sich vor dem Strand geschätzt ein Kilometer in den Ozean hinein eine flache Sandbank erstreckt, auf der man weit ins wunderbar warme Meer laufen kann ohne je tiefer als bis zur Brust im Wasser zu stehen. Etwas ähnliches hatte ich bisher nur bei meinen beiden Ausflügen nach Saona an der Südküste der Dominikanischen Republik – hier im Januar 2017 und hier zu Ostern 2018 erlebt – aber man hatte mit dem Boot hinfahren müssen.

Playa La Ensenada  - Ocean view

Playa La Ensenada

Playa La Ensenada

Playa La Ensenada Playa La Ensenada - Strand an der Bucht

Direkt hinter dem Strand erstreckte sich über fast die komplette Breite ein schmaler Hain schattenspendender Bäume, unter denen man wunderbar sitzen oder liegen konnte, ohne sich gleich einen Sonnenbrand zu holen.

Playa La Ensenada - Shady trees / Schattige Bäume Playa La Ensenada - Trees at the beach / Bäume am Strand

Playa La Ensenada - Shady trees / Schattige Bäume 2

Dann war es endlich an der Zeit etwas feste Nahrung zu sich zu nehmen. Wir ließen die Speisekarte des Restaurants kommen, die sich aber als recht übersichtlich erwies.

Speisekarte

Nach kurzem Abwägen entschied ich mich schließlich für die Langosta al ajillo, also einen Languste mit Knoblauch. Und die beleibte Wirtin, vielleicht besagte Doña Niurka, rief mich wenig später an die Hütte, um mir “meine” Languste aus den frischen Tieren am Tresen auszusuchen.

Langosto - Dona Nurka - Playa La Ensenada

Ich entschied mich für das zweite Tier von Rechts, es schien mir was Größe und Zustand anging am passendsten.
Die Zubereitung zog sich allerdings etwas hin, wir mussten über eine halbe Stunde auf unsere Gerichte warten, die dann aber alle auf einmal serviert wurden. Neben meiner Languste gab es mehrmals Fisch, eine Krabbe und Pollo frito, also frittiertes Hähnchen – denn die Kinder, meine Begleitung und der Fahrer hatten natürlich auch Hunger.

Langosta de ajillo - Donna Nurka - Playa La Ensenada

Dazu gab es eine riesige Schale mit frittierten Kochbananen-Scheiben (Plataños) und einer Art Polenta-Taschen.

Platano y Polenta - Donna Nurka - Playa La Ensenada

Außerdem scharfe Sauce, Ketchup, Limonen und ander Würzmittel. Und es schien allen zu schmecken. Auch meine Languste mit dem kräftigen, aber nicht zu dominanten Knoblaucharoma und ihrem zarten, saftigen Fleisch ließ nichts zu wünschen übrig.
So zog sich der Nachmittag dahin und ich wagte es sogar, einige hundert Meter weit ins Meer hinaus zu laufen, wobei ich tatsächlich nie tiefer als bis zur Brust einsank. Fotos gibt es davon aber keine, ich wollte meinen Fotoapparat dann doch nicht mit ins Wasser nehmen. 😉
Die Sonne war bereits am Untergehen und die meisten der Budenbetreiber waren am Zusammenpacken, als wir nach 17:30 Uhr schließlich aufbrechen und auf den Rückweg machen zu mussten. Der Weg hierher war zwar beschwerlich gewesen, aber es hatte sich auf jeden Fall gelohnt.

Playa La Ensenada @ dusk

Playa La Ensenada @ dusk 2

Beim nächsten Mal – und das gibt es bestimmt – miete ich mir aber lieber ein geländefähiges Fahrzeug oder lass mich mit dem Boot vor die Küste fahren – mit diesem kleinen Auto mache ich den Weg nur unter Protest noch einmal. Obwohl der Rückweg etwas schneller vonstatten ging und wir nur etwas mehr als zweieinhalb Stunden brauchten. Zuhause angekommen gab es – mal wieder – Pizza für alle zum Abendessen – Massenkompatibel nur mit Salami und Schinken belegt.

Pizza for Dinner

Doch damit sollte der Abend noch nicht zu Ende sein. Wir trödelten aber etwas und machten uns erst kurz vor Mitternacht auf dem Weg, noch einmal auszugehen. Unser erster Weg führte uns nach Puerto Plata, wo die erste Location jedoch vollkommen überlaufen war. An der zweiten Location war nichts los und in die Disco an der Ocean World in Puerto Plata ließ man nach 0:30 Uhr keine neuen Gäste mehr herein. Wir versuchten es noch mal an einem anderen Club am Playa Dorada Resort, aber auch hier war kaum etwas los. Nach geschätzt 60km Fahrt nach sowie kreuz und quer durch Puerto Plata wollten wir schon aufgeben – keiner von uns kam leider auf die Idee wieder ins Kviar am Be Live Marien zu gehen, wo wir ja eine gute Zeit erlebt hatten. Also fuhren wir die dreißig Kilometer in die andere Richtung bis Sosua und gingen zuerst kurz in Golden Reef Casino, das wir ja bereits vom Anfang meiner Reise kannten. Hier konnte nun endlich meine kleine Abschiedsparty steigen. Als es dort leerer wurde, zogen wir weiter und landeten schließlich im Casino der Playa Chiquita im Nordwesten von Sosua,

25-Casino-Playa-Chiquita

das ebenfalls über eine kleine Disco verfügt. Und hier ging noch einmal die Party richtig los.

Disco at Casino - Playa Chiquita - Sosua

Um 4:00 Uhr früh ging dann aber auch hier die Musik aus und das Licht an – es war Zeit nach Hause zurückzukehren. So endete meine letzte Nacht im Oktober in der Dominikanischen Republik doch noch erfolgreich und zufriedenstellend.

Return to the Caribbean – Ausflug nach Rio San Juan [17.10.2018]

Nachdem wir durch die Angst um unsere (bei mir leider nicht vorhandene) schlanke Linie uns selbst aus dem Paradies des All Inklusive Resorts Be Live Collections Marien in Puerto Plata vertrieben hatte, machten wir uns am Folgetag daran, wieder einmal ein wenig die reale Welt der Dominikanischen Republik zu erkunden. Dabei fiel unsere Wahl auf die Ortschaft Rio San Juan, etwas mehr als 70 Kilometer östlich von unserem Wohnort gelegen, die über einen schönen, nicht allzu touristischen Strand verfügen sollte. Bei deutschen Straßenverhältnissen hätte das eine Fahrt von etwa einer Stunde bedeutet, in der Dominikanischen Republik rechnete ich eher mit zwei Stunden oder mehr – und lag recht gut mit meiner Schätzung. Nicht nur die rücksichtslose Fahrweise der meisten Verkehrsteilnehmer, die zahlreichen Motorräder, die sich an keinerlei Verkehrsregeln halten und die schlechten Straßenverhältnisse inklusive der in den Ortschaften regelmässig vorhandenen “Bremshügel” zur Geschwindigkeitsreduktion behindern hier das Vorankommen, es kann mal vorkommen das eine Herde Kühe vor einem über die Straße getrieben wird – und das kann dauern. So wie wir es bereits kurz hinter Cabarete erlebten.

01 - Kuhherde / Herd of cows

Das Wetter war leider nicht ideal, Sonnenschein wechselte sich mit heftigen, aber sehr kurzen Regenschauern ab – aber wir wagten den Weg dennoch. Zumal uns ein erfahrener einheimischer Chauffeur aus der Verwandtschaft meiner Begleitung sich als Fahrer zur Verfügung gestellt hatte. Langsam oder stetig durchquerten wir so die Ortschaft Gasper Hernandez

Gaspar Hernandez

Langsam aber stetig erreichten wir schließlich auch die Ortschaft Rio San Juan, womit unsere Reise aber noch nicht ganz abgeschlossen war.

Entering Rio San Juan

Der gesuchte Strand lag nämlich leider nicht direkt in der Ortschaft, sondern einige Kilometer dahinter. Aber mit der Hilfe der Sprachkenntnisse meiner Begleitung und des Fahrers war es glücklicherweise kein allzu großes Problem den gesuchten öffentlichen Strand zu finden. Die Gegend um Rio San Juan ist im Gegensatz zu Sosua oder Puerto Plata bei weitem nicht so touristisch erschlossen. Hier gibt es wenige Hotelanlagen geschweige denn einen Flughafen. Meine Begleitung bezeichnete die Gegegend passenderweise als “campino”, also ländlich oder besser bäuerlich. Über eine steil abfallende Seitenstraße erreichten wir schließlich einen kleinen, mit Steinen gepflasterten und gepflegt wirkenden Kreiselverkehr in einem tropisch wirkenden Hain, von dem einige Straßen zu angrenzenden Parkplätzen abzweigten.

Kreisel Playa Grande

Kreisel Playa Grande 2

Ein Schild über dem Eingang zeigte uns, nachdem wir uns einen Parkplatz gesucht hatten, dass wir genau dort waren wo wir hin wollten: der Playa Grande.

Eingang / Entry Playa Grande - Rio San Juan

Ein Einheimischer erspähte uns schnell und begrüßte uns freundlich und etwas überschwänglich – bei dem eher durchwachsenen Wetter gab es hier wenig Gäste. Doch noch bevor wir uns Sitzplätze suchen konnten, brach unvermittelt ein kurzer, aber heftiger Schauer los und wir mussten uns alle schnell in eine der kleinen Hütten zurückziehen. Das gab uns auch gleich die Gelegenheit, die hiesige Köchin und ihre Helferin kennenzulernen. Doch so schnell der Regen gekommen war, war er auch wieder vorbei und wir wurden zu einem kleinen Pavillion nahe am Ufer geführt, wo wir Platz nehmen konnten.

07 - Restaurant im Hain / Restaurant at the grove

Pavillion - Playa Grande - Rio San Juan

Hütten / Shacks  - Playa Grande - Rio San Juan

Schnell bekamen wir die Speisekarte vorgelegt und die ersten Getränke serviert. Das Angebot an Speisen war – verständlicherweise aufgrund der nur eingeschränkten Möglichkeiten hier am Strand – war eher übersichtlich: Verschiedene Fischsorten, Langusten, Tintenfisch, Muscheln, Hähnchen und dazu Kochbananen oder Pommes Frites als Beilage. Ich entschied mich für Pescado frito Frittierten Fisch mit Fritten, der dann auch recht schnell serviert wurde. Wir waren zu Beginn die einzigen Gäste, erst etwas später kamen andere Leute dazu.

Gegrillter Fisch mit Pommes Frites / Grilled fish with french fries @ Playa Grande - Rio San Juan

Die Kartoffelstäbchen waren nicht so ganz der Renner, sie waren etwas labberig und hätten ein paar Minuten länger in der Friteuse vertragen, aber mit etwas Ketchup gingen sie einigermaßen. Der im Ganzen frittierte Fisch, zu dem noch frische Limonen zum garnieren serviert wurden, erwies sich aber als wirklich gut gelungen. Das zarte und saftige Fleisch ließ sich äußerst einfach von den Fischknochen lösen und war im Außenbereich so gut wie frei von Gräten.
Nach dem Essen machten wir uns daran die Gegend ein wenig zu erkunden. Direkt unterhalb des Pavillions lag ein Stück felsige Küste, von der aus wir aber den angrenzenden langen Sandstrand bereits erkennen konnen.

Am Ufer / At the shore

Felsige Küste / Rocky shore

Blick auf den Sandstrand / View to sandy beach - Play Grande - Rio San Juan

Ein schmaler Weg führte an der Felsenküste entlang und führte uns nach vielleicht 200 Metern an den Sandstrand, wo man uns sogleich einige Liegen zur Verfügung stellte – vom selben Einheimischen der uns auch im Restaurant bedient hatte.

Weg zum Sandstrand

Das Wetter hätte etwas besser sein können, aber bis auch einen kleineren weiteren Platzregen am späteren Nachmittag blieb es glücklicherweise trocken, so dass wir einen entspannten Tag am Strand genießen konnten

Playa Grande Rio San Juan

und dabei den einen oder anderen Pina Colada genießen konnten. Und das zu Preisen, die deutlich günstiger waren als den typischen Touristenstränden in Sosua oder Cabarete.

Pina Colada - Playa Grande - Rio San Juan

Gegen halb fünf mussten wir uns dann aber auf den Heimweg machen, der ohne erwähnenswerte Ereignisse verlief. Kurz vor dem Ziel hielten wir noch einmal kurz an einer Call-a-Pizza Filiale in Sosua, um uns dort mit Pizza einzudecken.

Call a  Pizza - Sosua

So ließen wir den Tag schließlich bei ein paar Stückchen mit Krabben und Jalapenos belegter Pizza ruhig ausklingen.

Pizza mit Krabben & Jalapenos / Pizza with crabs & jalapenos

Stromboli mit Schinken, Brokkoli & Cheddar – das Rezept

Obwohl ich ja erst am Freitag in unserem Betriebsrestaurant Pizza verzehrt hatte, wollte ich auch am heutigen Samstag mal wieder ein Rezept für eine spezielle Pizza ausprobieren: eine Abwandlung der klassischen Calzone mit Bezeichnung Stromboli. Entstanden ist diese Variante aber wohl nicht in Italien, sondern in den 1950er Jahren in den Vereinigten Staaten, wo gleich zwei Restaurants für sich beanspruchen – siehe dazu auch den oben verlinkten Eintrag in der Wikipedia. Hier in Deutschland habe ich die Stromboli bisher noch auf keiner Restaurant-Speisekarte gesehe, aber das sollte mich natürlich nicht davon abhalten das Rezept dennoch auszuprobieren. 😉 Ich entschied mich dabei für eine spezielle Variante mit Kochschinken und Brokkoli, die ich mit frisch geriebenen Cheddarkäse kombinierte. Mit gerade mal fünf Zutaten ein zugegebenermaßen einfaches Rezept, aber mal wieder sehr lecker. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, dieses Rezept hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 2-3 Portionen?

200g Kochschinken
01 - Zutat Kochschinken / Ingredient boiled ham

200g-250g Brokkoli
02 - Zutat Brokkoli / Ingredient broccoli

200g Cheddar-Käse
03 - Zutat Cheddar / Ingredient cheddar

1 Rolle Pizzateig
04 - Zutat Pizzateig / Ingredient pizza dough

1 kleines Hühnerei
05 - Zutat Hühnerei / Ingredient chicken egg

Beginnen wir damit einen Topf mit Wasser zum blanchieren des frischen Brokkolis aufzusetzen.
06 - Topf mit Wasser aufsetzen / Bring pot of water to a boil

Anschließend zerteilen wir den Brokkoli in kleine Röschen. Ich hatte mir ein etwas größeres Stück besorgt, da ich mir über die nötige Menge unsicher war, aber man kann den blanchierten Brokkoli der überzählig ist ja glücklicherweise auch problemlos einfrieren.
07 - Brokkoli in Röschen zerteilen / Divide broccoli in florets

Außerdem würfeln wir den Kochschinken
08 - Schinken würfeln / Dice ham

und reiben den Cheddar-Käse.
09 - Käse reiben / Grate cheese

Inzwischen dürfte dann auch das Wasser sieden, so dass wir es mit zwei Teelöffeln Salz versehen
10 - Wasser salzen / Salt water

und die Brokkoliröschen ins Wasser geben können
11 - Brokkoli in Topf geben / Put broccoli in pot

um sie für 2-3 Minuten darin zu blanchieren
12 - Brokkoli blanchieren / Blanch broccoli

und anschließend mit kaltem Wasser in einem Sieb abzuschrecken und abtropfen zu lassen.
13 - Brokkoli abschrecken / Refresh broccoli

Während der Ofen dann auf 200 Grad vorheizt, rollen wir den Pizzateig auf ein Backblech aus – das Backpapier ist bei diesen fertigen Pizzateigen ja glücklicherweise inkludiert – und bestreuen die lange Mitte mit etwas geriebenem Käse.
14 - Teigmitte mit Käse bestreuen / Dredge middle of dough with cheese

Auf dem Käse verteilen wir dann den gewürfelten Schinken sowie die blanchierten und abgetropften Brokkoli-Röschen,
15 - Schinken & Brokkoli hinzufügen / Add ham & broccoli

bestreuen das Ganze mit weiterem geriebenen Käse
16 - Mit weiterem Käse bestreuen / Dredge with more cheese

und schneiden dann die links und rechts überstehenden Teiglappen mit Hilfe eines Pizzaschneiders in ungefähr gleich breite Streifen.
17 - Überstehenden Teig mit Pizzaschneider einschneiden / Cut overhanging dough with pizza cutter

Die klappen wir dann – abwechselnd von links und rechts – über die Füllung,
18 - Teigstreifen über Füllung klappen / Put dough stripes over filling

bepinseln die so entstandene Teigrolle mit dem vorher verquirlten Hühnerei
19 - Mit verquirltem Ei bepinseln / Brush with whisked egg

und backen schließlich alles für 15-20 Minuten auf der mittleren Schiene im Ofen.
20 - Im Ofen backen / Bake in oven

Danach sollte der Teig danke der Glasur mit dem Ei eine schöne dunkle Färbung angenommen haben. Ich hatte ja, um ehrlich zu sein, eigentlich damit gerechnet, dass der Käse beim Schmelzen aus der Rolle laufen würde, doch erstaunlicherweise ist sie trotz der Einschnitte für die Streifen erstaunlich dicht geblieben.
21 - Stromboli with ham, broccoli & cheddar - Finished baking / Stromboli mit Schinken, Brokkoli & Cheddar - Fertig gebacken

Damit der Käse sich aber noch etwas festigen kann, lassen wir unsere fertige Stromboli-Teigrolle für einige Minuten ruhen
22 - Stromboli with ham, broccoli & cheddar - Finished baking 2 / Stromboli mit Schinken, Brokkoli & Cheddar - Fertig gebacken 2

bevor wir sie mit Hilfe eines scharfen Messers in ungefähr gleich breite Streifen zerschneiden
23 - In Scheiben schneiden / Cut in slices

und letztendlich servieren und genießen können.
24 - Stromboli with ham, broccoli & cheddar - Served / Stromboli mit Schinken, Brokkoli & Cheddar - Serviert

Obwohl nur aus drei Komponenten, nämlich Kochschinken, Brokkoli und Cheddar, bestehend erwies sich die Füllung meines ersten Stromboli-Pizza dennoch als überaus gut gelungen und sehr lecker. Dabei spielte natürlich positiv mit hinein, dass ich zu frischem, selbst blanchierten Brokkoli, besonders würzigen und selbst geriebenen Cheddar sowie einem Kochschinken mit Honigglasur von der Fleischer-Theke gegriffen hatte. Und in leicht abgekühlter Version eignet sich das Ganze auch noch wunderbar als Fingerfood, das man ohne Besteck essen kann. Also wäre hier auch durchaus die Verwendung in einem Buffet auf einer Party denkbar. Insgesamt mal wieder eine sehr leckere Pizza-Version, die ich bei Gelegenheit unbedingt auch noch mal mit ihrer klassischen Füllung aus Mozzeralla, Salami, Schinken und/oder Pilzen auf Tomaten-Pizzasauce ausprobieren muss. Oder vielleicht auch mal als Stromboli Hawaii mit Ananas. Die Variantionsmöglichkeiten sind hier mal wieder nur durch die eigene Fantasie begrenzt.

25 - Stromboli with ham, broccoli & cheddar - Side view / Stromboli mit Schinken, Brokkoli & Cheddar - Seitenansicht

26 - Stromboli with ham, broccoli & cheddar - Stacked / Stromboli mit Schinken, Brokkoli & Cheddar - Gestapelt

Guten Appetit

Ofenfrische Pizza mit Salami, Champignons & Mozzarella [21.09.2018]

Obwohl heute mal wieder Ofenfrische Pizza mit Salami, Champignons und Mozzarella im Abschnitt Vitality der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants zu finden war, war ich dennoch etwas hin und her gerissen, denn auch die Französische Boulliabaise mit Rui und geröstetem Baguette bei Globetrotter sah nicht übel aus und selbst die Hausgemachte Reiberdatschi mit Apfelmus bei Tradition der Region besaßen ihren gewissen Reiz, denn Reibekuchen sind ja eine der wenigen Süßspeisen, die ich auch mal als Hauptmahlzeit am Mittag akzeptiere. Nur an den Gebratene Mienudeln mit Gemüse in Kokosmilchsauce oder dem San Sei Chop Suey – verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Süß-Sauer-Sauce hatte ich weniger Interesse. Letztlich wählte ich dann aber doch die Pizza – trotz ihrer offensichtlichen Unzulänglichkeiten. Mir war einfach danach. Natürlich garnierte ich sie zusätzlich noch mit reichlich Oregano aus der bereit stehenden Schüssel, nur auf die scharfe Sauce verzichtete ich dieses Mal, denn sie war selbst für meinen Geschmack etwas zu pikant.

Oven fresh pizza with salami, mushrooms & mozzarella / Ofenfrische Pizza mit Salami, Champignons & Mozzarella

Wie man sieht war die heutige Pizza nicht viel besser als die vorherigen Versionen hier oder hier: Die dünne Tomaten-Pizzasauce war nicht mal bis zum Rand verteilt, die Champignons konzentrierten sich alle in der Mitte des runden Teigs und anstatt vieler kleiner Salamischeiben, die sich besser auf dem Teig verteilt hätten, hatte man wieder zu vier großen Scheiben gegriffen. Am meisten störte mich aber wirklich der viel zu breite Teigrand ohne Sauce oder Belag. Zumindest war er dieses Mal nicht wieder steinhart gebacken, sondern essbar, aber es gibt eindeutig besseres als trockenen Pizzateig ohne irgend etwas. Ich versuchte diese “Trockenphase” mit ein paar Pilzstückchen aus der Mitte zu übertünchen und aß die Pizza von außen nach Innen, so dass mir die reichlich belegteren Stellen bis zum Schluß verblieben. Das erinnerte wirklich ein wenig an die billigste Billigpizza aus dem Discounter – dabei hätte man mit wenig Aufwand viel mehr daraus machen können. Geschmacklich war sie zwar in Ordnung, zumal der dünne Teig frisch im restauranteigenen Steinofen gebacken und daher schön knusprig war, aber der Belag war eben, sagen wir mal so: Unvorteilhaft verteilt. Aber das scheint eine Lektion zu sein, die man hier selbst nach Jahren nicht zu lernen scheint. Ich war gesättigt, wäre aber mit der Boulliabaise mit Sicherheit besser bedient gewesen.
Die Unbelehrbarkeit bei der Pizza schien sich dieses Mal auch auf die Allgemeine Beliebtheit auszuwirken, denn obwohl das italienische Teiggericht im vorderen Feld mitspielte, wurde sie dennoch knapp von der Boulliabaise überrundet und konnte sich somit nur den zweiten Platz sichern – und selbst das nur knapp gegen die ebenfalls gern gewählten Reiberdatschi auf dem dritten Platz. Die Asia-Gerichte folgten mit geringem Abstand schließlich auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Pizza: +

Lahmacun mit Salat, Putenfleisch & Dip [17.08.2018]

Obwohl der Lachs in der Folie gegart mit Kartoffeln bei Globetrotter heute auch sehr gut aussah und ich die ganze Woche noch keinen Fisch gegessen hatte, entschied ich mich heute doch recht schnell für den Lahmacun mit Salat, Putenfleisch und Dip, der im Abschnitt Vitality auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants angeboten wurde. Ich hatte die letzten Male, z.B. hier oder hier, einfach zu gute Erfahrungen damit gemacht. Der Milchreis mit heißen Kirschen bei Tradition der Region wäre sowie nichts für mich gewesen und die Asia-Wok-Angebote wie Gebratene Mienudeln mit Gemüse in Kokosmilchsauce oder San Sei Chop Suey – verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Erdnußsauce konnten da auch nicht mithalten.

Lahmacun with salad, turkey & dip / Lahmacun mit Salat, Putenfleisch & Dip

Bereits nach den ersten Bissen durfte ich zufrieden feststellen, dass ich heute eine gute Entscheidung getroffen hatte. Das dünne Fladenbrot, welches mit einer Mischung aus Hackfleisch, Zwiebeln und Tomaten bestrichen war, erschien äußerst frisch und man hätte ihn problemlos rollen können, um den Lahmecun mit den Händen zu verzehren, aber ich entschied mich dann doch dazu, ihn “kultiviert” mit Messer und Gabel zu verzehren. Die Gefahr durch den tropfenden Dip eine kleine Sauerei auf dem Tablett zu veranstalten erschien mir einfach zu groß. Und die Kombination aus Blattsalat, Rotkohlsalat, Putendöner-Fleisch und Joghurt-Kräuter-Dip erwies sich als äußerst gelungene Beilage zum Fladenbrot-Fladen und machte das Gericht im ganzen zum einem überaus leckeren, leicht pikanten und angenehm sättigenden Mittagsmahl. Dass der Teig in der Mitte etwas durchweichte bevor ich dazu kam ihn zu verzehren nahm ich dabei billigend in Kauf. Der Lahmacun ist doch immer wieder eine gute Entscheidung hier in unserem Betriebsrestaurants.
Und auch bei den anderen Gästen erfreute sich diese türkische Pizza großer Beliebtheit und überholte beim Rennen um Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sogar noch den eigentlich als Primärgericht vorgesehenen in Folie gegarten Lachs, der aber nur knapp dahinter auf einem guten zweiten Platz landete. Auf Platz drei sah ich die Asia-Gerichte und wiederum knapp danach folgte der Milchreis auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Lahmacun mit Salat, Putenfleisch & Dip: ++