Spargel-Pizza mit Ajvar & Ziegenfrischkäse – das Rezept
27.04.2013 18:59 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Auf meiner immer währenden Suche nach neuen geschmacklichen Erlebnissen stieß ich dieses Mal auf eine Pizza, die das aktuelle Saison-Gemüse Spargel mit dem Paprikamus Ajvar und Ziegenfrischkäse kombinierte. Traditionell kombiniert man Spargel ja eher mit Sauce Hollandaise oder Bernaise, aber irgendwie gefiel mir die Idee auf Anhieb, daher musste das Ganze heute unbedingt mal ausprobiert werden. Dabei sei noch erwähnt, dass die Menge des Spargels im ursprünglichen Rezept etwas zu groß angesetzt war, weswegen ich etwas zu viel gekauft hatte, aber die Mengenangaben in meinem Rezept sind angepasst und stimmen nun. Aber damit genug der Vorrede, kommen wir nun zum Rezept.
Was brauchen wir also für 1 Blech (4 – 6 Stücke)?
200g grüner Spargel (dünne Stangen)

150g weißer Spargel (dünne Stangen)

120g Ajvar (ich hatte die scharfe Variante gewählt – es gibt sie aber auch in milder Form)

100g Kochschinken (ca. 4 Scheiben)

1 Rolle Pizzateig (TK – 400g) - wer mag kann ihn aber auch gerne selbst machen

sowie Salz & Pfeffer zum würzen
und etwas Öl oder besser noch Butter zum braten
Beginnen wir nun damit, den weißen Spargel zu waschen

seine trockenen Enden großzügig abzutrennen und ihn komplett zu schälen – nur den Kopf lassen wir unangetastet –

und ihn dann in mundgerechte Stücke zu schneiden.

Dann waschen wir den grünen Spargel,

trennen auch hier die trockenen Stilenden ab,

schälen sein unterstes Drittel

und schneiden ihn ebenfalls in kleinere Stücke.

Nun zerlassen wir etwas Butter in einer Pfanne

und braten sowohl den weißen Spargel

als auch den grünen Spargel für jeweils ein bis zwei Minuten kurz auf mittlerer Stufe an.

Jetzt schälen wir unsere Knoblauchzehe, zerkleinern sie sehr fein

und geben sie gemeinsam mit dem Frischkäse und dem Ajvar in eine Schüssel

wo wir alles gründlich miteinander verrühren.

Außerdem waschen wir die Kirschtomaten,

und schneiden den Kochschinken in Rechtecke.

Jetzt ist es an der Zeit den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen, den fertigen Pizzateig aus dem Kühlschrank zu nehmen und ihn auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech aufzurollen, wo wir ihn großzügig mit unserer Mischung aus Ajvar, Frischkäse und Knoblauch bestreichen.

Dann belegen wir ihn mit dem Kochschinken,

fügen den angebratenen Spargel hinzu

und legen dazwischen die halbierten Kirschtomaten auf

um alles kräftig mit Salz und Pfeffer zu würzen

und schließlich mit dem zerbröselten Ziegenfrischkäse zu bestreuen.

Ist der Ofen den vorgeheizt, schieben wir das Backblech auf der zweiten Schiene von unten hinein und lassen alles für 20 bis 25 Minuten backen.

Sobald das Ganze dann fertig gebacken ist, brauchen wir das Blech nur noch zu entnehmen

und die Pizzastücke mit etwas frischem Basilikum garniert zu servieren und zu genießen.

Einfach nur lecker kann ich da nur sagen. Ich hatte befürchtet, dass das scharfe Ajvar zu dominant werden würde und den Geschmack des Spargels überdecken würde, doch da hatte ich mich glücklicherweise geirrt. Viel mehr harmonierte der Geschmack des Spargels wunderbar mit dem fruchtig-scharfen Ajvar-Aroma mit seiner leichten Knoblauch-Note und wurde schließlich durch den würzigen Geschmack des Ziegenfrischkäses und das frische Basilikum, auf das man übrigens keinesfalls verzichten sollte, geschmacklich abgerundet. Und selbst der Fertig-Pizzateig erwies sich als in Ordnung. Vielleicht wäre das Ganze mit einer selbst gemachten, dünnen Ölteig oder einem leckeren Dinkel-Vollkornteig sogar noch einen Deut besser geworden, aber da hatte heute bei mir leider die Faulheit gesiegt.
Werfen wir wie üblich noch einen Blick auf die Nährwerte. Meiner Kalkulation nach liegt das ganze Blech bei ca. 2100kcal, aufgeteilt auf 6 Stücke kommen wir also auf einen Wert von gerade mal 350kcal. Teilt man die Pizza in vier große Teile auf, kämen wir auch nur auf einen Wert von gerade mal 525kcal pro Portion. Für eine Pizza also ein ungewöhnlich leichter Genuss wie ich positiv überrascht feststellen musste. Und lässt man den Kochschinken weg, hat man auch noch ein sehr schmackhaftes vegetarisches Pizzagericht. So bleibt mir nur noch, allen Lesern dieses Rezept wärmstens ans Herz zu legen, denn die Kombination aus Spargel und Ajvar ist ein geschmackliches Erlebnis, das man nicht versäumen sollte.
Guten Appetit

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Wagner Piccolinis Salami – der Kurztest
11.04.2013 22:33 convenience food, kulinarischesUnkommentiert
Heute unterzog ich mal die Wagner Piccolinis in Geschmacksrichtung Salami mit Salami, Edamer und Tomaten einem kurzen, aber genauen Test. Erworben habe ich die Packung zum Preis von 3,99 Euro in einem hiesigen Tengelmann-Markt. Neben dieser Sorte gibt es auch noch die Richtungen
Das Angebot der einzelnen Sorten variiert jedoch je nach Markt.
Unter dem Begriff Piccolinis bietet die Wagner Tiefkühlprodukte GmbH vorgebackene Mini-Pizzen als Gefrier-Fertiggericht an. Natürlich laut Hersteller alles ohne künstliche Aromen und ohne Geschmacksverstärker. Wirft man einen Blick auf die Zutaten findet man dort neben Weizenmehl, Schältomaten, Edamer und Salami auch Rapsöl, Vollmilchpulver, Hefe, Speisesalz, Zucker sowie Sojalecithine als Emulator, Kräuter und Gewürze sowie Dextrose. Zucker und Dextrose, sprich Traubenzucker, in einer Pizza finde ich dabei etwas ungewöhnlich, in Fertigpizzen ist das aber scheinbar Standard.
Im Inneren der Papp-Umverpackung finden sich drei durchsichtige Plastikschläuche mit jeweils drei der Piccolini Mini-Pizzen mit einem Füllgewicht von insgesamt 270g. Die einzelne Verpackung ermöglicht es, die insgesamt neun Minipizzen auch in drei kleinen Portionen zuzubereiten, aber wer will das schon ?
Die einzelnen Piccolinis bestehen dabei scheinbar aus vorgebackenen Teigschälchen, die man mit Tomatenstücken und der sehr klein gewürfelten Salami gefüllt und dann mit einem körnigen Käse bestreut hatte.
Die Zubereitung gestaltet sich wie üblich recht einfach. Während der Backofen auf 200 Grad vorheizt, packt man die Piccolinis aus der Folien-Umverpackung aus und platziert sie auf einem Gitterrost. Im Gegensatz zum Backblech sollten sie hier sowohl von oben als auch von unten angenehm knusprig werden.
Ist der Backofen dann vorgeheizt, schiebt man das Gitterrost auf der mittleren Schiene hinein und lässt sie dort über 9 bis 11 Minuten fertig backen.
Anschließend brauch man sie nur noch entnehmen
und brauch sie nur noch servieren und genießen.
Die Mini-Pizzen waren angenehm knusprig geworden und auch die Füllung aus fruchtigen Tomaten, Salamistückchen erwies sich als überaus gelungen, auch wenn ich der Meinung dass sie ganz leicht versalzen war, aber hier kann mich der Eindruck auch täuschen. Am Käse, der durch das Backen geschmolzen und leicht gebräunt war, gab es aber wieder nichts auszusetzen. Und auch das Mischverhältnis aus Gemüse, Fleisch und Käse erschien mir sehr ausgewogen, hier hatte man nicht unnötig gespart. Ein Querschnitt durch eine der Piccolinis zeigte mir schließlich auch, dass es sich hier wirklich um kleine Schälchen aus knusprigen Hefeteig, und nicht nur um belegte Teigtaler handelte.
In der Summe ein einfaches und angenehm schnell zubereitetes Fertiggericht, das kaum Wünsche offen lässt.
Werfen wir abschließend wie üblich noch einen Blick auf die Nährwerte:
| Nährwerte: | |||
| 100g | 30g (1 Stück) |
270g (9 Stück) |
|
| Brennwert: | 1063 kj 254 kcal |
319 kj 76 kcal |
2870 kj 685 kcal |
| Eiweiß: | 10,2g | 3,7g | 27,5g |
| Fett: davon gesättige Fettsäuren: |
11,2g 4,3g |
3,37g 1,3g |
30,2g 11,6g |
| Kohlehydrate: davon Zucker: |
27,2g 3,9g |
8,5g 1,17g |
73,4g 10,5g |
| Ballaststoffe: | 1,6g | 0,47g | 4,3g |
| Natrium: | 0,56g | 0,19g | 1,52g |
| Broteinheiten: | 2,3g | 0,67g | 6,1g |
Für ein Pizza-Fertiggericht fand ich 685kcal im ersten Moment absolut akzeptabel. Berechnet man aber den Wert für kcal pro Gramm als Vergleichswert für verschiedene Pizzen die ich hier bereits getestet habe, erkennt man schnell, dass sich auch die Piccolinis was die unteren Oberfeld bewegen:
| Pizza | kcal / gr |
| Wagner Backfrische Tradizionale Speciale | 2,000 |
| Dr. Oetker Die Ofenfrische Speziale | 2,072 |
| Vom Feinsten Pizza Hähnchen-Spargel | 2,081 |
| Dr. Oetker Culinaria Turkish Lahmacun Style | 2,130 |
| Costa Meeresfrüchte-Pizza | 2,269 |
| Hasa Italissimo Speciale | 2,360 |
| Wagner Big Pizza Supreme | 2,371 |
| Dr. Oetker Culinaria Chakalaka | 2,375 |
| Wagner Piccolini Salami | 2,537 |
| Dr. Oetker Ristorane Pizza | 2,545 |
| Wagner Unsere Natur Bio Steinofen Salami | 2,594 |
Für ein schnelles warmes Abendbrot muss ich aber sagen, dass sich die Wagner Piccolini trotzdem wunderbar eignen. Mir haben sie jedenfalls sehr gut geschmeckt und ich werde mit Sicherheit auch mal die anderen Sorten bei Gelegenheit testen.
Meine Wertung: 
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Pizza Mafia
21.12.2012 19:54 dinner, kulinarischesUnkommentiert
Heute Abend gönnten wir uns mal nach langer Abstinenz mal wieder eine Pizza vom Bestellservice – dieses Mal vom Lieferservice Islo im nordhessischen Bebra.
Meine Wahl fiel dabei auf die Zubereitung mit Namen Mafia, bestehend aus Tomatensauce, Formschinken, Peperoniwurst, Zwiebeln, Knoblauch, Peproni und Käse. Für 6,50 Euro wurde die Pizza mit einem Durchmesser von 28cm in angenehm kurzer Zeit in weniger als 30 Minuten frei Haus geliefert. Gut, die Verwendung von Formschinken ist natürlich nicht ganz so schön, aber ich muss zugeben dass ich keinen wirklichen Unterschied bemerkte. Viel mehr fanden sich auf dem dünnen Pizzateig unter der Schicht Käses in einer fruchtig, durch die Chili angenehm scharfen Tomatensauce eine überaus pikante Mischung aus milden Zwiebelringen, dem Formschinken und etwas Peperoniwurst in einer deutlichen Note von Knoblauch. Meine größte Befürchtung war ja gewesen, dass die Zwiebeln bei einer solchen Zubereitung zu dominant werden, doch das war hier absolut nicht Fall. Viel mehr waren sowohl ich als auch der Mitesser der sich ebenfalls für diese Zubereitung entschieden hatte sehr zufrieden mit dieser Pizzazubereitung. Kann die Pizza Mafia als – trotz der Verwendung von Formschinkens – überaus weiterempfehlen.

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Dinkelpizza mit Zanderfilet & Tomatenstreifen – das Rezept
24.11.2012 20:37 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Heute war mir irgendwie nach etwas mit Fisch und glücklicherweise hatte ich noch ein Rezept für eine Dinkelpizza mit Zanderfilet und Tomaten in petto, das ich sowieso ausprobieren wollte – also war die Wahl für mein heutiges Kochexperiment schnell getroffen. Beim Einkauf im Supermarkt sah ich sogar, dass es aktuell frisches Zanderfilet an der Fischtheke gab – das erschien mir eine gute Alternative zu TK-Fisch. Jedoch war ich etwas geschockt als ich den Preis sah: fast 16 Euro wollte man für 400 Gramm haben, womit das Ganze nicht gerade ein günstiges Vergnügen werden sollte – aber das war es mir wert und ich finde es hat sich auch wirklich gelohnt. Dabei kommt dieser Süßwasserfisch aus der Familie der Barsche ja, zumindest theoretisch, in allen Gewässern von Rhein bis zum Ural sowie auch in der Ostsee vor. Woher meiner jetzt genau kam weiß ich nicht, bei dem Preis muss er aber wohl eine weitere Reise hinter sich gehabt haben. ![]()
Das Ergebnis war meiner Meinung nach eine wirklich gelungene und mal außergewöhnliche Pizzazubereitung, die mir sehr gut gemundet hat, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das Rezept hier in üblicher Form einmal vorzustellen.
Was brauchen wir also für 4 Pizzen?
Für den Teig
Für den Belag
70g getrockenete Tomaten in Öl

1 Dose (400g) gestückelte Tomaten (wahlweise mit Basilikum)

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen
Beginnen wir nun mit der Zubereitung des Dinkelteigs. Dazu geben wir die beiden Mehlsorten in eine Schüssel

fügen den halben Teelöffel Salz hinzu

und vermengen alles gut miteinander, wobei wir am Ende in der Mitte eine kleine Mulde bilden.

In diese Mulde bröseln wir dann unsere Hefe,

gießen das lauwarme Wasser hinzu

und vermengen alles mit dem Knethaken unseres Handmixers

bis wir schließlich einen gleichmässigen Teig haben.

Diesen lassen wir dann, mit einem Küchentuch abgedeckt, für ca. 30 Minuten an einem warmen Ort gehen. Ich hatte den Backofen kurz auf 75 Grad aufgeheizt und dann abgeschaltet, um den Teig bei leicht geöffneter Klappe darin lagern zu können.

Während der Teig arbeitet, lassen wir die Tomaten abtropfen

und waschen dann unser Rosmarin, schütteln es trocken

und zupfen dann die Blättchen vom Zweig ab

die wir dann sehr fein zerkleinern.

Inzwischen müssten auch unsere getrockneten Tomaten in Öl soweit abgetropft sein, dass wir sie in Streifen schneiden können.

Anschließend überprüfen wir das Zanderfilet auf eventuelle Gräten und entfernen diese mit der Grätenpinzette – ich fand aber gerade dabei mal drei Stück, der Zander scheint ein recht grätenarmer Fisch zu sein.

Dann waschen wir das Fischfilet, tupfen es trocken

und schneiden es schließlich in schmale Streifen.

Außerdem schneiden wir schließlich noch den Mozzarella in Scheiben.

In der Zwischenzeit müsste auch unser Dinkelteig dank der Hefe gut aufgegangen sein, so dass wir ihn aus dem Ofen entnehmen und diesen dann auf 225 Grad vorheizen können,

um den Teig dann in vier gleich große Portionen aufzuteilen

und erst einmal zwei davon auf einer bemehlten Fläche ausrollen können, während die anderen beiden, abgedeckt durch das Küchentuch, in der Schüssel warten.

Die beiden flach ausgerollten Teigstücke geben wir dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech,

wo wir sie mit den gestückelten Tomaten bestreichen

und kräftig mit Salz, Pfeffer und der Hälfte unsere zerkleinerten Rosmarins würzen.

Dann belegen wir sie noch mit der Hälfte der Mozzarella-Scheiben

und backen sie für 15 Minuten auf der untersten Schiene unseres auf 225 Grad vorgeheizten Ofens.

In dieser Zeit können wir die beiden anderen Teigstücke schon einmal auf die gleiche Weise vorbereiten und auf einem zweiten Stück Backpapier bereitstellen.
Ist unsere Pizza nach einer Viertelstunde vorgebacken und er Käse geschmolzen

belegen wir sie schließlich mit der Hälfte der Zanderfilet-Streifen und den getrockneten Tomaten

und schieben sie noch einmal für weitere sieben bis acht Minuten auf der untersten Schiene in den Ofen.

Dann ziehen wir sie samt Backpapier vom Blech und schieben die zwei anderen vorbereiteten Pizzastücke in den Ofen. Die fertigen Pizzen schmecken wir noch einmal mir Salz und Pfeffer ab

und können sie anschließend servieren und genießen. Dabei sollten wir aber natürlich nicht vergessen, die beiden anderen Pizzen ebenfalls auf diese Weise noch zu komplettieren.

Ich hatte ja zuerst gezweifelt dass die paar Minuten ausreichen den Fisch durchzubacken, doch entgegen meiner Befürchtung war das Zanderfilet komplett gar geworden und dabei noch angenehm saftig und zart geblieben. Zusammen mit der gut gewürzten Pizzaiola aus gestückelten Tomaten und den Streifen aus den getrockneten Tomaten ergab sich auf den einigermaßen dünn geratenen, knusprigen Dinkelteig ein wirklich gelungener und außergewöhnlich leckerer Belag, der sich von den sonst üblichen Pizzen die man so ist wirklich geschmacklich positiv hervorhob. Ich war mit dem Ergebnis meines heutigen Kochexperiments mal wieder sehr zufrieden.
Werfen wir abschließend, wie üblich, einen Blick auf die Nährwerte des heutigen Rezepts. Ich komme in meiner überschlägigen Berechnung auf ca. 2500kcal für alle vier Pizzen zusammen, das sind also 625kcal pro Pizza. Ich hatte natürlich mit weniger gerechnet, aber bei Pizzazubereitungen ist es erfahrungsgemäß vor allem das Mehl, das die Werte nach oben treibt. Bei einer alternativen Berechnung mit Weizenmehl(Typ 405 & Vollkorn) kam ich aber auch auf gerade mal 60kcal insgesamt weniger, also 16kcal pro Portion. Und dafür auf den kräftigen Dinkelteig verzichten? Nein danke! Das Zanderfilet selbst ist angenehm mager, einziges Einsparungspotential sehe ich da noch beim Mozzarella – ersetzt man die Standard-Zubereitung durch eine leichte Variante mit 10% Fett kann man noch einmal insgesamt 250kcal, also 62,5kcal pro Portion sparen und käme auf 562,5kcal pro Pizza – geschmacklich dürfte das keinen allzu großen Unterschied machen. Dennoch kann ich das Rezept für jeden Freund von etwas außergewöhnlichen Pizzabelägen vorbehaltlos weiter empfehlen – es lohnt sich was den leckeren Geschmack angeht aus jeden Fall – und das bei angenehm wenig Aufwand.
Guten Appetit

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Sellerie-Apfel-Pizza mit Schinken – das Rezept
23.09.2012 20:03 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Bei der Suche nach Rezepten, in denen ich mein restliches eingefrorenes Stangensellerie verbrauchen könnte stieß ich auf ein Rezept, das mich alleine wegen seiner Kombination von Zutaten schon reizte: eine Sellerie-Apfel-Pizza mit Kochschinken. Auf die Idee Stangensellerie mit Äpfeln zu kombinieren war ich noch nie gekommen, das Ganze klang aber deswegen nicht weniger schmackhaft, daher entschied ich mich schließlich dazu mich an diesem Rezept mal zu versuchen. Zwar sollte hier auch eine nicht unerhebliche Menge Senf mit im Spiel sein und ich bin normalerweise ja kein großer Freund davon, doch meine Neugier überwog schließlich dieser kleinen Abneigung – und ich bin froh das Gericht ausprobiert zu haben, denn das Ergebnis war wirklich sehr gelungen und extrem schmackhaft. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das Rezept hier mal in üblicher Form kurz vorzustellen.
Was brauchen wir also für 4 kleine Pizzen?
2 kleine Äpfel (insgesamt ca. 250g)

180g Stangensellerie (das entspricht etwa zwei bis drei Stielen)

120g Kochschinken (4 Scheiben)

100g geriebenen Emmentaler Käse

Beginnen wir nun mit der Zubereitung und geben das Mehl, 180g vom Quark, die Milch, den halben TL Salz, das Backpulver sowie 4 der 5 EL Öl in eine große Schüssel

und verarbeiten alles mit den Knethaken unseres Mixers zu einem glatten Teig, den wir abgedeckt bei Seite stellen.

Anschließend waschen wir unsere Äpfel, vierteln sie und entfernen die Kerne

um sie dann in dünne Scheiben zu schneiden.

Außerdem schneiden wir unseren Stangensellerie in kurze, etwa 1 cm große Stücke. Sollten wir frisches Sellerie verwenden, müssen wir dieses natürlich vorher noch waschen.

Den verbliebenen Esslöffel Olivenöl geben wir nun in eine Pfanne

und braten unser Sellerie darin für etwa zwei bis drei Minuten an.

Nach etwa der Hälfte der Zeit können wir auch unsere Apfelscheiben mit in die Pfanne geben und etwas mit braten. Anschließend nehmen wir es von der Platte uns lassen es etwas abkühlen.

Die restlichen 170g Quark vermengen wir dann gründlich mit den 5 Esslöffel unseres grobkörnigen Senf und salzen es dabei etwas,

außerdem halbieren wir noch unsere Schinkenscheiben.

Nun ist auch ein guter Zeitpunkt unseren Backofen auf 225 Grad vorzuheizen.
Dann ist es an der Zeit, unseren Teig in vier gleich große Portionen zu teilen

und ihn dann erst einmal zwei der Portionen auf einer bemehlten Arbeitsfläche auszurollen. Leider passen immer nur zwei Pizzen gleichzeitig auf ein normales Backblech, daher müssen wir die anderen beiden Teigstücke erst einmal zwischenlagern.

Die Teigfladen geben wir dann mit etwas Backpapier auf ein Backblech und bestreichen sie großzügig mit unserer Senf-Quark-Mischung

auf die wir dann die angebratenen Apfelscheiben und Selleriestückchen verteilen

und sie mit jeweils zwei halben Schinkenscheiben belegen

um die dann abschließend noch mit dem geriebenen Emmentaler zu bestreuen.

Ist unser Backofen dann vorgeheizt, schieben wir unser Blech auf der untersten Schiene hinein und lassen die Pizzen dort für 15 bis 20 Minuten backen.

In der Zwischenzeit können wir die anderen beiden Teigstücke ausrollen, auf ein weiteres Stück Backpapier geben und wie zuvor gezeigt belegen.

Außerdem können wir auch noch das Schnittlauch waschen, trocken schütteln und in Röllchen schneiden.

Sind unsere ersten beiden Pizzen dann fertig gebacken, ziehen wir sie samt des Backpapiers vom Backblech und geben die nächsten beiden Pizzen darauf um sie ebenfalls zu backen.

Die fertigen Pizzastücke brauchen wir nun nur noch großzügig mit dem Schnittlauch zu garnieren

und können sie dann sofort servieren und genießen.

Ich hatte natürlich befürchtet dass der Geschmack zu sehr durch den Senf dominiert wird, aber diese Befürchtung erwies sich glücklicherweise als grundlos. Es waren eher die schmackhafte Kombination aus Sellerie, Äpfeln und Schinken die das Gericht geschmacklich bestimmten, der Aufstrich aus Quark und Senf gab diesen Komponenten nur noch die richtige Würze. Und auch den dünnen und knusprigen Quark-Öl-Vollkornteig fand ich sehr gelungen – er passte mit seinem leicht kräftigen Gusto wie ich fand wunderbar zu der mit Käse überbackenen Komposition aus Schinken, Apfelscheiben und Sellerie.
Werfen wir abschließend wie üblich noch einen Blick auf die Nährwerte dieses Rezeptes: Meiner Berechnung nach liegen alle Komponenten zusammen bei ca. 2400kcal, aufgeteilt auf vier Pizzen kommen wir also genau auf 600kcal pro Pizza und Portion. Bei einem Quark-Öl-Teig hätte ich auch nichts niedrigeres erwartet, auch wenn er mit Magerquark und Vollkornmehl gemacht wurde. Für ein Hauptgericht aber ein absolut akzeptabler Wert wie ich finde. Insgesamt fand ich das Rezept sehr wohlschmeckend und kann wirklich meine Empfehlung für diese Zubereitung aussprechen – die Kombination von Apfel und Sellerie mag zwar im ersten Moment ungewöhnlich klingen, aber es lohnt sich auf jeden Fall, das Ganze mal auszuprobieren.
Guten Appetit

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