Sellerie-Apfel-Pizza mit Schinken – das Rezept

Bei der Suche nach Rezepten, in denen ich mein restliches eingefrorenes Stangensellerie verbrauchen könnte stieß ich auf ein Rezept, das mich alleine wegen seiner Kombination von Zutaten schon reizte: eine Sellerie-Apfel-Pizza mit Kochschinken. Auf die Idee Stangensellerie mit Äpfeln zu kombinieren war ich noch nie gekommen, das Ganze klang aber deswegen nicht weniger schmackhaft, daher entschied ich mich schließlich dazu mich an diesem Rezept mal zu versuchen. Zwar sollte hier auch eine nicht unerhebliche Menge Senf mit im Spiel sein und ich bin normalerweise ja kein großer Freund davon, doch meine Neugier überwog schließlich dieser kleinen Abneigung – und ich bin froh das Gericht ausprobiert zu haben, denn das Ergebnis war wirklich sehr gelungen und extrem schmackhaft. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das Rezept hier mal in üblicher Form kurz vorzustellen.

Was brauchen wir also für 4 kleine Pizzen?

300g Vollkorn-Weizenmehl
01 - Zutat Vollkornmehl / Ingredient whole grain flour

350g Magerquark
02 - Zutat Magerquark / Ingredient curd

100ml Milch
03 - Zutat Milch / Ingredient milk

5 EL Olivenöl
04 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

1/2 TL Salz
05 - Zutat Salz / Ingredient salt

3 TL Backpulver
06 - Zutat Backpulver / Ingredient baking powder

2 kleine Äpfel (insgesamt ca. 250g)
07 - Zutat Äpfel / Ingredient apples

180g Stangensellerie (das entspricht etwa zwei bis drei Stielen)
08 - Zutat Sellerie / Ingredient celery

120g Kochschinken (4 Scheiben)
09 - Zutat Kochschinken / Ingredient ham

5 EL grobkörniger Senf
10 - Zutat grobkörniger Senf / Ingredient coarse-grained mustard

100g geriebenen Emmentaler Käse
11 - Zutat Emmentaler / Emmenthal cheese

1 Bund Schnittlauch
12 - Zutat Schnittlauch / Ingredient chives

Beginnen wir nun mit der Zubereitung und geben das Mehl, 180g vom Quark, die Milch, den halben TL Salz, das Backpulver sowie 4 der 5 EL Öl in eine große Schüssel
13 - In Schüssel geben / Put into bowl

und verarbeiten alles mit den Knethaken unseres Mixers zu einem glatten Teig, den wir abgedeckt bei Seite stellen.
14 - Teig kneten / Knead dough

Anschließend waschen wir unsere Äpfel, vierteln sie und entfernen die Kerne
15 - Äpfel vierteln und entkernen / Quarter and remove core

um sie dann in dünne Scheiben zu schneiden.
16 - Äpfel in Scheiben schneiden / Cut apples in slices

Außerdem schneiden wir unseren Stangensellerie in kurze, etwa 1 cm große Stücke. Sollten wir frisches Sellerie verwenden, müssen wir dieses natürlich vorher noch waschen.
17 - Sellerie zerkleinern / Cut celery

Den verbliebenen Esslöffel Olivenöl geben wir nun in eine Pfanne
18 - Öl in Pfanne geben / Put oil in pan

und braten unser Sellerie darin für etwa zwei bis drei Minuten an.
19 - Sellerie anbraten / Roast celery

Nach etwa der Hälfte der Zeit können wir auch unsere Apfelscheiben mit in die Pfanne geben und etwas mit braten. Anschließend nehmen wir es von der Platte uns lassen es etwas abkühlen.
20 - Äpfelscheiben mit braten / Roast apple slices

Die restlichen 170g Quark vermengen wir dann gründlich mit den 5 Esslöffel unseres grobkörnigen Senf und salzen es dabei etwas,
21 - Quark & Senf verrühren / Mix curd & mustard

außerdem halbieren wir noch unsere Schinkenscheiben.
24 - Schinken halbieren / Cut ham

Nun ist auch ein guter Zeitpunkt unseren Backofen auf 225 Grad vorzuheizen.

Dann ist es an der Zeit, unseren Teig in vier gleich große Portionen zu teilen
22 - Teig aufteilen / Divide dough

und ihn dann erst einmal zwei der Portionen auf einer bemehlten Arbeitsfläche auszurollen. Leider passen immer nur zwei Pizzen gleichzeitig auf ein normales Backblech, daher müssen wir die anderen beiden Teigstücke erst einmal zwischenlagern.
23 - Teig ausrollen / Roll out dough

Die Teigfladen geben wir dann mit etwas Backpapier auf ein Backblech und bestreichen sie großzügig mit unserer Senf-Quark-Mischung
2 5 -Mit Senf-Quark-Mischung bestreichen / Cover with mustard curd mix

auf die wir dann die angebratenen Apfelscheiben und Selleriestückchen verteilen
26 - Mit Sellerie und Apfel belegen / Seize with celery & apple slices

und sie mit jeweils zwei halben Schinkenscheiben belegen
27 - Schinken addieren / Add ham

um die dann abschließend noch mit dem geriebenen Emmentaler zu bestreuen.
28 - Mit Käse aufstreuen / Add cheese

Ist unser Backofen dann vorgeheizt, schieben wir unser Blech auf der untersten Schiene hinein und lassen die Pizzen dort für 15 bis 20 Minuten backen.
29 - Auf unterster Schiene backen / Bake

In der Zwischenzeit können wir die anderen beiden Teigstücke ausrollen, auf ein weiteres Stück Backpapier geben und wie zuvor gezeigt belegen.
30 - Weitere Pizzen belegen

Außerdem können wir auch noch das Schnittlauch waschen, trocken schütteln und in Röllchen schneiden.
31 - Schnittlauch schneiden / Cut chives

Sind unsere ersten beiden Pizzen dann fertig gebacken, ziehen wir sie samt des Backpapiers vom Backblech und geben die nächsten beiden Pizzen darauf um sie ebenfalls zu backen.
32 - Fertig gebacken / Finished baking

Die fertigen Pizzastücke brauchen wir nun nur noch großzügig mit dem Schnittlauch zu garnieren
33 - Mit Schnittlauch garnieren / Garnish with chives

und können sie dann sofort servieren und genießen.
34 - Sellerie-Apfel-Pizza mit Kochschinken / Celery apple pizza with ham - Serviert

Ich hatte natürlich befürchtet dass der Geschmack zu sehr durch den Senf dominiert wird, aber diese Befürchtung erwies sich glücklicherweise als grundlos. Es waren eher die schmackhafte Kombination aus Sellerie, Äpfeln und Schinken die das Gericht geschmacklich bestimmten, der Aufstrich aus Quark und Senf gab diesen Komponenten nur noch die richtige Würze. Und auch den dünnen und knusprigen Quark-Öl-Vollkornteig fand ich sehr gelungen – er passte mit seinem leicht kräftigen Gusto wie ich fand wunderbar zu der mit Käse überbackenen Komposition aus Schinken, Apfelscheiben und Sellerie.

35 - Sellerie-Apfel-Pizza mit Kochschinken / Celery apple pizza with ham - CloseUp

Werfen wir abschließend wie üblich noch einen Blick auf die Nährwerte dieses Rezeptes: Meiner Berechnung nach liegen alle Komponenten zusammen bei ca. 2400kcal, aufgeteilt auf vier Pizzen kommen wir also genau auf 600kcal pro Pizza und Portion. Bei einem Quark-Öl-Teig hätte ich auch nichts niedrigeres erwartet, auch wenn er mit Magerquark und Vollkornmehl gemacht wurde. Für ein Hauptgericht aber ein absolut akzeptabler Wert wie ich finde. Insgesamt fand ich das Rezept sehr wohlschmeckend und kann wirklich meine Empfehlung für diese Zubereitung aussprechen – die Kombination von Apfel und Sellerie mag zwar im ersten Moment ungewöhnlich klingen, aber es lohnt sich auf jeden Fall, das Ganze mal auszuprobieren.

Guten Appetit

Schweinefiletmedaillons mit Käsespätzle [05.07.2012]

Nachdem ich auf Asia-Gerichte heute keine große Lust hatte, wendete ich meine Aufmerksamkeit der regulären Küche zu, wo die Tortellini al pesto basilico aus der Sektion Vitality zumindest was die Kalorien angeht mit Sicherheit die beste Wahl gewesen wären. Doch dann entdeckte ich neben dem Rinderhacksteak “Mexiko” mit Gemüsesalsa und Country Potatoes in der Sektion Globetrotter auch noch die Gebratenen Schweinefiletmedaillons mit Käsespätzle und Röstzwiebeln bei Tradition der Region. Und obwohl des Gericht nicht gerade einen leichten Genuss versprach, entschied ich mich nach kurzem Abwägen schließlich doch für dieses Gericht, das ich mir noch mit einer Schale Fruchtsalat von der Dessert-Theke ergänzte.

Schweinefiletmedaillons mit Käsespätzle

Zu einer angenehm großen Portion gebratener und mit einer gut abgemessenen, nicht zu großen Menge geschmolzenen Käse versetzten Spätzle, die ich mir großzügig mit knusprigen Röstzwiebeln garniert hatte, fanden sich auf dem Teller genau abgezählt drei zarte, magere und saftige Schweinefilet-Medaillons, welche man in einer leicht würzigen mit Scheiben von Champignons versetzten, aber eher dünnen Sauce garniert hatte. Und alleine diese Medaillons waren es schon wert gewesen, heute mal – zumindest was die Kalorien angeht – zu sündigen, denn das Fleisch war meiner Meinung nach von überaus guter Qualität, auch wenn der visuelle Zuschnitt vielleicht nicht ganz so gelungen erschien. Aber es geht ja um den Geschmack und nur am Rande um das Aussehen. Für ein Betriebsrestaurant: Daumen hoch. Ich fand das Gericht auf jeden Fall sehr lecker. Und auch der Fruchtsalat erwies sich als sehr leckerer Nachtisch, auch wenn er für meinen Geschmack etwas zu Apfellastig erschien. Insgesamt war ich aber mal wieder absolut zufrieden mit meiner heutigen Auswahl.
Bei der Allgemeinheit der Kantinengäste lag heute mit knappen Vorsprung das Rinderhacksteak “Mexico” auf Platz eins der allgemeinen Beliebtheitsskala, aber relativ knapp schon gefolgt von den Schweinfiletmedaillons. Somit konnten die Asia-Gericht heute mal nur den dritten Platz ergattern, eng gefolgt von den für ein vegetarisches Gericht ebenfalls sehr beliebten Tortelloni. Ich hätte ja eigentlich eine größere Tendenz zu den Medaillons vermutet, die meiner Meinung nach noch etwas hochwertiger waren als das Rinderhacksteak, aber hier hat wohl auch die Sättigungsbeilage in Form von frittierten Country Potatoes mit hinein gespielt dass sich mehr Gäste für dieses Gericht entschieden haben.

Mein Abschlußurteil:
Schweinefiletmedaillons: ++
Sauce: +
Käsespätzle mit Röstzwiebeln: ++
Fruchtsalat: ++

Putenfilet auf Tomaten-Lauchrissotto [29.06.2012]

Am heutigen Freitag überlegte ich zuerst, noch einmal auf die Asia-Theke zurückzugreifen, denn das Chang Pao Mua – Schweinfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse und buntem Pfeffer nach Thai China Art, das neben den für Freitag üblichen Ananas und Banane in Backteig dort angeboten wurde klang echt verlockend. Dann aber entdeckte ich neben der traditionell-regionalen Dampfnudel mit Vanillesauce und dem Panierten Seelachsfilet mit Remoulade, Zitronenecke und Kartoffelsalat bei Globetrotter das Gegrillte Putenfilet auf Tomaten-Lauchrisotto mit Brokkoliröschen bei Vitality, das mit gerade mal 509 Kilokalorien pro Portion einen leichten Genuss versprach. Also entschied ich mich für dieses Angebot und ergänzte es noch mit einem Becherchen Fruchtsalat von der Dessert-Theke.

Putenfilet auf Tomaten-Lauchrissotto / Turkey filet on tomato leek risotto

Das gegrillte Putenfilet erwies sich als angenehm saftig und auch noch angenehm heiß und harmonierte sowohl mit der Maßvoll beigefügten, milden und hellen Sauce als auch mit dem leicht würzigen Risotto,das mit vielen Tomaten und etwas Lauch versetzt war. Außerdem hatte man noch einige kleingeschnittene, frische Lauchstücke als Garnitur aufgestreut. Einzig bei den Brokkoliröschen musste ich einige Abstriche machen, denn sie waren leider schon fast kalt und scheinbar nur gedünstet wurden, also vom Geschmack her relativ lasch. Dafür gab es an dem bunten Fruchtsalat, in dem ich Ananas, Melone, Weintrauben, Apfel, Birne und Kiwi entdeckte, wiederum keinerlei Grund zur Kritik. Insgesamt war ich aber sehr zufrieden mit meiner Wahl, auch wenn ich leider beim Brokkoli Punkte abziehen muss.
Ansonsten ergab sich heute mal wieder eine für einen Freitag absolut übliche Platzierung auf der allgemeinen Beliebtheitsskala, die ich wie üblich durch Beobachtung der Vorlieben der anderen Kantinengäste aufstellte: Das Seelachsfilet mit Kartoffelsalat landete auf Platz eins und die Asia-Gerichte auf Platz zwei, gefolgt vom Putenfilet auf Platz drei und der SÜßspeise Dampfnudel schließlich auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Putenfilet: ++
Tomaten-Lauchrisotto: ++
Brokkoliröschen: +/-
Fruchtsalat: ++

Madras Fisch-Curry – das Rezept

Heute war mir mal nach Fisch. Daher entschloss ich mich dazu, endlich mal das Rezept für das Madras Fisch-Curry auszuprobieren, das bei mir noch rum lag. Da ich auch schon länger nichts indisches geschweige den indisch angehauchtes gekocht hatte, kam mir die Gelegenheit natürlich gerade recht. Die Zubereitung las sich im ersten Moment recht simpel, aber die Tücke liegt hier im Detail. Doch dazu später mehr, wenden wir uns nun der Zubereitung zu.

Was brauchen wir also für 2 Portionen?

400g Fischfilet nach Wahl – ich entschied mich für Seelachs den ich noch vorrätig hatte
01 - Zutat Seelachs / Ingredient coalfish

1 kleiner Apfel – säuerliche Sorte
02 - Zutat Apfel / Ingredient apple

2-3 TL Madras-Curry – wenn das nicht im Haus ist, geht notfalls auch gewöhnliches Curry-Pulver, aber ich finde diesen einfach würziger
03 - Zutat Madras-Curry / Ingredient Madras curry powder

1 kleine Zwiebel
04 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

125ml Fleischbrühe
05 - Zutat Fleischbrühe / Ingredient meat stock

1-2 EL Mehl
06 - Zutat Mehl / Ingredient flour

200g Saure Sahne
07 - Zutat Saure Sahne / Ingredient sour cream

etwas Zitronensaft
08 - Zutat Zitronensaft / Ingredient lemon juice

eine Sättigungsbeilage nach Wahl – ich entschied mich für Basmati-Reis
09 - Zutat Basmati Reis / Ingredient basmati rice

sowie etwas Ghee, Butter oder Olivenöl zum anbraten
und bei Bedarf etwas hellen Soßenbinder

Während der Fisch auftaut – ich nahm die Auftaustufe meiner Mikrowelle zur Hilfe – bereiten wir wie üblich die anderen Zutaten vor. Wir schälen und würfeln also die Zwiebel,
10 - Zwiebel würfeln / Dice onion

schälen auch den Apfel,
11 - Apfel schälen / Peel apple

vierteln ihn, entfernen die Kerne und schneiden ihn ebenfalls in mundgerechte Würfel.
12 - Apfel würfeln / Dice apple

Sobald das Fischfilet gut angetaut ist, schneiden wir dieses auch in Würfel – wobei dies leichter geht wenn der Fisch noch leicht gefroren ist -
13 - Seelachs würfeln / Dice coalfish

und beträufeln die Würfel dann mit dem Zitronensaft und salzen sie etwas. Dies lassen wir für mindestens 10 Minuten einwirken.
14 - Salzen und mit Zitronensaft beträufeln / Salt and sprinkle with lemon juice

In der Zwischenzeit können wir das Mehl und das Currypulver in eine kleine Schüssel oder einen Teller geben
15 - Curry zu Mehl geben / Add curry to flour

und vermengen alles gut miteinander.
16 - Curry und Mehl vermengen / Mix curry and flour

Ist der Zitronensaft gut in die Fischwürfel eingezogen, wenden wir diese in der Mehl-Curry-Mischung. Das ist, wie sich herausstellte, eine ziemlich umständliche Aktion, zumal das Mehl dabei an den Fingerspitzen neigt zu verklumpen. Hier muss ich mir mal eine andere Verfahrensweise überlegen – evtl. kann man sie ja mit einem feinen Sieb bestäuben. Aber die Mühe lohnt sich auf jeden Fall.
17 - Fisch in Mehl-Curry-Mischung wälzen / Turn fish in flour curry mix

In einer größeren Pfanne erhitzen wir dann etwas Ghee oder Öl und braten die panierten Fischwürfel rundherum an. Da wir sie nach dem Anbraten wieder entnehmen, können wir hier gerne auch Portionsweise vorgehen.
18 - Fisch anbraten / Fry fish

Im verbliebenen Bratenfett (sollte keines mehr übrig sein geben wir noch etwas frisches dazu) dünsten wir dann zuerst die Zwiebeln an
19 - Zwiebeln andünsten / Stew onion

und geben wenig später auch die Apfelwürfel hinzu. Alles lassen wir für ca. 5 Minuten bei gelegentlichem Wenden in der Pfanne sanft bruzzeln
21 - Apfelwürfel mit dünsten / stew apple dices.

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, den Reis aufzusetzen und nach Packungsanleitung zuzubereiten.
20 - Reis kochen / Cook rice

Sind Apfel und Zwiebel gut angedünstet, gießen wir den Pfanneninhalt mit der Fleischbrühe auf
22 - Mit Fleischbrühe aufgießen / Pour meat stock

geben die Saure Sahne hinzu, verrühren alles gut miteinander
23 - Saure Sahne addieren / Add sour cream

und würzen es mit einem Teelöffel Madras-Currypulver, bei Belieben aber auch gerne etwas mehr.
24 - Mit Curry würzen / Taste with curry

Das Ganze lassen wir dann kurz aufkochen und für mindestens 2-3 Minuten leise vor sich hin köcheln
25 - aufkochen lassen / boil up

bevor wir dann auch die bereits angebratenen Fischwürfel wieder hinzu geben
26 - Fisch hinzufügen / Add fish

und dann weiter köcheln lassen bis die Sauce etwas andickt. Gegebenenfalls können wir hier aber auch gerne etwas hellen Soßenbinder zur Hilfe nehmen.
27 - Köcheln lassen / simmer

Sobald der Reis dann fertig, können wir das Gericht auch sogleich servieren und genießen.
28 - Madras Fisch-Curry / Madras fish curry - Serviert

Auch wenn das panieren der Fischstücken durchaus etwas mehr Aufwand bedeutet, so hatte sich dieser aber geschmacklich auf jeden Fall gelohnt. In ihrer durch das Currypulver leicht scharfen und würzigen Panade ergaben die Fischwürfel gemeinsam mit den Apfelwürfeln, die dem Ganzen eine fruchtige Komponente gaben, ein leckeres und pikantes Currygericht dem man seine indische Note nicht verkennen konnte. Zwar ist Seelachs nicht gerade ein Fisch der in der dortigen Zubereitung üblich ist, aber wer es noch authentischer haben will kann natürlich auch auf eine eher dort heimische Sorte zurückgreifen – ich denke da zum Beispiel an Pangasius. Und der Basmatireis gab dazu eine mehr als passende Sättigungsbeilage ab.

29 - Madras Fisch-Curry / Madras fish curry - CloseUp

Bei der Berechnung der Nährwerte kam ich dabei auf ca. 1200kcal für die komplette Zubereitung inkl. des Reis, das entspricht 600kcal pro Portion. Für ein so sättigendes Hauptgericht wie dieses ein absolut akzeptabler Wert wie ich finde. Hatte nicht gedacht dass man mit nur einer Gewürzmischung, dem fruchtig-pikanten Madras-Curry, ein so leckeres Gericht zaubern kann. Muss mich bei Gelegenheit wirklich mal nach weiteren Zubereitungen damit umsehen – das heutige Kochexperiment hat auf jeden Fall Lust auf mehr gemacht. ;-)

Guten Appetit

Forelle “Müllerin Art” mit Kräuterkartoffeln [02.03.2012]

Nachdem ich ja gestern bereits Asiatisch gespeist hatte, ließ ich das dortige Angebot in Form von Lu Han Zai – Gebratenes Chinagemüse in Spezialsauce und Nua Pad King – Rindfleisch scharf mit Frühlingszwiebeln, Bambus und Ingwer mal außen vor und konzentrierte mich auf die reguläre Küche. Dort fanden sich auch gleich einige verlockende Angebote, von denen ich eigentlich nur die Dampfnudel mit Vanillesauce bei Tradition der Region ablehnte, da ich ja keine Süßspeisen als Hauptgericht mag. Aber sowohl das zusätzliche Tagesangebot in Form von Geflügelgeschnetzeltem mit Knöpfle als auch die Hähnchenbrust gefüllt mit Mangold und Paprika, dazu Wildreismix bei Vitality als auch die in der Abteilung Globetrotter angebotene Forelle “Müllerin Art” mit Kräuterkartoffeln erschienen mir alle sehr verlockend. Dass ich dann zu dem Fischgericht griff lag nicht nur daran dass diese Zusammenstellung eher selten angeboten wird, ich hatte auch irgendwie Lust auf ein Fischgericht. Zwar wollte ich ja eigentlich auf Desserts verzichten, aber da heute mal wieder frischer Obstsalat angeboten wurde machte ich hier mal eine Ausnahme.

Forelle "Müllerin Art" mit Kräuterkartoffeln / Trout meuniere (panfried) with herb potatoes

Darüber dass man die Zitronenscheiben, die auf dem doppelten Forellenfilet ruhten, mit gebraten worden waren kann man ja streiten. Ich bevorzuge es bei Fisch eigentlich eher wenn man sich frische, saftige Zitronenscheiben dazu nehmen kann und anschließend seinen Fisch damit garnieren kann, doch darauf musste ich heute dann doch verzichten. Dafür gab es aber an den beiden knusprigen, zumindest von einer Seite scheinbar mit einer dünnen Panade versehenen Forellenfilets aber zum Glück absolut nichts auszusetzen. Zwar fanden sich einige winzige Gräten, dünner als ein menschliches Haar, darin, aber aufgrund ihrer winzigen und weichen Struktur konnte ich mir das entfernen sparen und sie mit verspeisen. Dazu hatte man als Sättigungsbeilage einige kleinere Salzkartoffeln mit auf den Teller gemacht, die zwar scheinbar ein klein wenig zu lang gekocht worden waren da sie schon etwas zerfielen, aber dafür tatsächlich ein leichtes, angenehmes Kräuterarome aufwiesen. Über die Kartoffeln hatte man schließlich noch eine dünne, mit einigen Tomatenstückchen versehene Sauce gegeben, die aber nur leicht gewürzt war und geschmacklich meiner Meinung nach kaum ins Gewicht fiel. Ich fand die Zusammenstellung auf jeden Fall geschmacklich doch sehr gelungen, auch wenn man an der Präsentation durchaus noch arbeiten könnte. Der Obstsalat, der aus Stücken von Äpfeln, Birnen, Melonen, Orangen und Weintrauben bestand, bot schließlich einen leckeren Abschluss des heutigen Mittagsmahles.
Und obwohl die Asia-Gerichte eng auf lagen, gewann die Forelle nach Müllerin Art (was nur bedeutet dass man sie in Mehl geschwenkt, gebraten und mit Zitronensaft beträufelt hatte) heute das Rennen um den ersten Platz auf der allgemeinen Beliebtheitsskala, die ich wie immer durch die Beobachtung der Vorlieben der anderen Gäste erstellte. Nach den Asia-Thai-Gerichten auf Platz zwei folgte schließlich das Geflügelgeschnetzelte, auf Platz vier die Hähnchenbrust mit Mangold un Paprika. Auf Platz fünf folgte schließlich die Dampfnudel. Somit ergab sich mal wieder eine recht übliche Platzierung die wohl keiner weiteren Erläuterung bedarf.

Mein Abschlußurteil:
Forelle “Müllerin Art”: ++
Kräuterkartoffeln: ++
Sauce: ++
Obstsalat: ++