Bacon-Ei-Spinat-Muffins – das Rezept
30.05.2013 17:51 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Das heutige Kochexperiment ist zwar wohl eher für ein Frühstück oder einen Brunch als für ein Mittagessen geeignet, aber das sollte mich nicht davon abhalten das Ganze dennoch mal auszuprobieren: den Bacon-Ei-Spinat-Muffin. Im ursprünglichen Rezept war hier zwar nur von Bacon und Eiern die Rede gewesen, aber irgendwie erschien es mir sehr passend, das Ganze noch durch etwas pikant gewürzten Spinat zu ergänzen. Und das Ergebnis war ein wirklich sehr leckeres und schnell zuzubereitendes Gericht, dessen Zubereitung ich mit diesem Beitrag nun in gewohnter Form einmal kurz vorstellen möchte.
Was brauchen wir also für ca. 10 Stück?
18 Streifen Frühstücksspeck (Bacon) (das entspricht 2 Päckchen a 100g)

10 Eier (am besten Größe S oder M)

sowie Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen
und etwas Öl oder Butter zum anschwitzen
Beginnen wir damit, den Blattspinat in der Mikrowelle auf der zugehörigen Stufe aufzutauen.
Während dies geschieht, schälen wir die Schalotte und würfeln sie fein.

Außerdem schälen wir die Knoblauchzehe und hacken sie ebenfalls gründlich.

Anschließend schmelzen wir etwas Butter (alternativ Öl) in einem kleinen Topf

und dünsten Schalotte und Knoblauch darin glasig an.

Dann fügen wir den aufgetauten Spinat, den wir vorher etwas ausgedrückt haben, hinzu und kochen ihn für acht bis zehn Minuten

wobei wir ihn nach eigenem Geschmack gut mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen. Ist er fertig, nehmen wir den Topf von der Platte und lassen den Spinat etwas abkühlen.

Nun beginnen wir den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen. Anschließend fetten wir eine Muffinform etwas aus

und legen die Schälchen mit dem Bacon aus. Bei mir reichte die gekaufte Menge von 18 Streifen für 10 Schälchen.

Nachdem wir den Spinat noch einmal etwas in einem Sieb ausgedrückt und von seiner Flüssigkeit weitgehend befreit haben

geben wir etwa einen gehäuften Esslöffel Spinat in jeder der Bacon-Schälchen und drücken es flach an.

Dann schlagen wir je ein Ei in ein Schale auf und lassen es dann vorsichtig in die mit Bacon und Spinat gefüllte Muffin-Vertiefung gleiten. Mir sind dabei leider vier der zehn Eigelbe kaputt gegangen, was zwar geschmacklich keinen Einfluss hat, aber natürlich nicht so schön aussieht – aber so etwas passiert leider. Also bitte vorsichtig sein beim Eier aufschlagen. ![]()

Das Ganze würzen wir dann noch einmal mit etwas Pfeffer.

Ist der Backofen dann aufgeheizt, schieben wir das Muffin-Blech auf der mittleren Schiene hinein und lassen alles für ca. 12bis 15 Minuten backen.

Dann brauchen wir das Blech nur noch zu entnehmen, die Muffins vorsichtig aus den Vertiefungen lösen

und schon können wir sie servieren und genießen.

Sehr lecker kann ich da nur sagen. Zwar eignet sich diese Muffinzubereitung aufgrund des leicht fettigen Bacons weniger als Fingerfood, aber davon abgesehen muss ich feststellen, dass es sich um eine wirklich sehr gelungene und leckere Art handelt, Eier, Speck und Spinat zu genießen. Das Bacon war zwar nicht ganz knusprig geworden, aber er war doch so gut durchgebacken, dass er seinen vollen Geschmack entfaltete. Eventuell kann man beim auslegen der Muffin-Mulden noch ein wenig mehr überstehen lassen, damit zumindest die Spitzen etwas krosser werden. Dazu hatte ich mir noch etwas Krautsalat gegönnt, den ich noch vorrätig gehabt habe, für ein Frühstück wäre hier aber auch ein frisches Stück gebutterter Toast gut denkbar.
Werfen wir wie üblich am Ende einen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichtes. Meiner überschlägigen Berechnung nach komme ich auf 1600kcal für alle 10 Muffins, das entspricht also 160kcal pro Muffin. Rechnen wir mal 3 Stück pro Portion kommen wir also auf gerade mal 480kcal, was mich etwas überraschte, da ich mit deutlich mehr gerechnet hatte. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass eine eventuelle Beilage in Form von Toast oder ähnlichem noch zu addieren ist.
Achtet man darauf die Eigelbe beim aufschlagen der Eier nicht zu zerstören, können diese Muffins beim nächsten Brunch als wirklich zu Eyecatcher werden. Ich hoffe also, mit diesem Beitrag dem einen oder anderen Hobbykoch eine kleine Anregung geben zu können und wünsche:
Guten Appetit

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Flammkuchen aus Filo-Teig (Yufka) – das Rezept
6.04.2013 18:40 kochexperimente, kulinarisches5 Kommentare
Der Filo- (griechisch “Blatt”), Yufka- (türkisch) oder Malsouka- (nordafrikanisch) Teig ein aus der Küche Griechenlands, Arabiens und der Türkei nicht wegzudenkende, einfach Zubereitung aus Mehl, Wasser und Salz, die dem europäischen Strudel- oder Blätterteig ähnlich ist. Früher bekam man es vor allem in türkischen Supermärkten, inzwischen findet er sich aber glücklicherweise auch im Kühlregal jedes gut sortierten westlichen Supermarktes. Verwendet wird er traditionell zum Beispiel beim griechischen Spanakopita oder beim türkischen Börek, man kann ihn aber auch für traditionell mitteleuropäische Gerichte verwenden wie zum Beispiel für einen leckeren Flammkuchen. Und genau das wollte ich heute mal ausprobieren.
Was brauch man also für ein Blech (ca. 6-8 Stück)?
5-6 hauchdünne Blätter Filoteig

1 große oder 2 kleinere Zwiebeln

1 Becher Creme legere oder Creme fraiche – bevorzugt mit Kräutern (125g)

ca. 180g gerieben Käse (z.B. Edamer)

etwas Schnittlauch zum garnieren (optional)

Beginnen wir nun damit, die Zwiebel zu schälen und sie in dünne Spalten zu schneiden.

Dann können wir schon damit beginnen, unseren Backofen auf 180 Grad vorheizen zu lassen.
Sobald wir den Filoteig ausgepackt haben, entnehmen wir eine der dünnen Teigplatten, legen sie – vorsichtig, damit nichts reißt – auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech und pinseln sie mit kalten Wasser ein. Dann folgt, leicht versetzt, die nächste Platte, die wir wieder mit Wasser bepinseln. So fahren wir fort bis wir fünf oder sechs der dünnen Teigscheiben übereinander geschichtet haben. Das ganze sollte möglichst schnell von statten gehen, damit der Teig nicht zu sehr durchweicht.

Anschließend bestreichen wir die Teigplatten vorsichtig mit der Creme legere bzw. Creme fraiche,

belegen alles großzügig mit den Zwiebelspalten

und verteilen darauf noch mit die Würfelchen aus geräuchertem, mageren Speck.

Abschließend bestreuen wir alles mit dem geriebenen Käse. Ich griff wie bereits einleitend erwähnt hier zu geriebenen, würzigen Edamer.

Ist der Backofen dann vorgeheizt, schieben wir unser Blech auf der mittleren Schiene hinein und lassen alles für 15 bis 20 Minuten überbacken.

In der Zwischenzeit können wir den Schnittlauch waschen, trocken schütteln und in feine Röllchen schneiden.
Hat der Käse dann den gewünschten Bräunungsgrad erreicht, entnehmen wir das Blech schließlich wieder

und können unseren unmittelbar zerteilen und mit den Schnittlauchröllchen garniert servieren.

Auch auf dem dünnen, knusprigen Filoteig erwies sich die Kombination aus durch die Kräuter leicht würzigen Creme fraiche, den milden roten Zwiebeln, den knackigen Speckwürfeln und dem ebenfalls angenehm würzigen Käse als wahrer Genuss. Obwohl im Rohzustand bestrichen, war der Teig – wohl aufgrund der mehrfachen Schichtung – dabei wirklich größtenteils angenehm knusprig gebacken und erwies sich als sehr gelungene Alternative zum Blätter- oder dem traditionellen dünnen Brotteig. Die Garnitur aus frischem Schnittlauch rundete das ganze schließlich geschmacklich sehr gelungen ab. Und nicht nur als warmes Hauptgericht, sondern auch kalt und als Fingerfood z.B. auf einer Party serviert eignet sich dieses Rezept wirklich vorzüglich.
Werfen wir abschließend wie üblich einen kurzen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichts. Meiner Kalkulation nach liegt der Gesamtwert des Bleches dank des mageren Specks und der leichten Creme legere bei ca. 1600kcal. Aufgeteilt auf 6 Stücke liegt ein Stück also bei etwa 267kcal. Das ist für einen Flammkuchen wie ich finde mehr als akzeptabel. Der Belag ist dabei natürlich beliebig variierbar – ich könnte mir auch gut noch etwas blanchiertes Lauch, ein paar Pilze oder vorher leicht angebratene Paprikastreifen darauf vorstellen. Der eigenen Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Mal schauen was es noch so an Rezepten mit Filoteig gibt – denn dies war bestimmt nicht das letzte Mal dass ich diese Teigvariante in einem meiner Kochexperimente verwendet habe.
Guten Appetit

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Rosenkohl-Quiche mit karamellisierten roten Sherry-Zwiebeln – das Rezept
16.03.2013 20:13 kochexperimente, kulinarisches1 Kommentar
Bei meiner ewig währenden Suche nach neuen interessanten Rezepten stieß ich vor kurzem auf diesen Rosenkohl-Quiche, der sich vor allem dadurch abhob dass er mit karamellisierten roten Zwiebeln in eingekochtem Sherry zubereitet wurde. Das klang überaus lecker, zumal ich schon länger nichts mehr mit Rosenkohl zubereitet hatte – daher machte ich mich heute nun daran, das Rezept einmal auszuprobieren. Anstatt wie üblich bei meinen Quiches fertigen Blätterteig zu verwenden, entschied ich mich dieses Mal für einen Mürbeteig. Leider stehe ich mit Teigen ja manchmal etwas auf Kriegsfuß, aber heute gelang dieser mir wirklich wunderbar. Insgesamt kam so ein sehr leckeres Gericht heraus, welches ich nun in gewohnter Weise hier einmal kurz vorstellen möchte.
Was brauchen wir also für einen Quiche (ca. 4-5 Portionen)?
Für den Teig
Für die Füllung
700g Rosenkohl (ich entschied mich für TK-Ware)

150g magerer geräucherter Speck (optional – lässt man ihn weg hat man ein vegetarisches Gericht)

sowie Salz und Pfeffer zum würzen
Für den Guß
125g Creme fraiche mit Kräutern

sowie Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen
Beginnen wir nun damit, erst einmal den Teig zuzubereiten. Dazu geben wir Mehl, Butter, Salz und Ei in eine Schüssel

und verkneten alles zu einem homogenen Teig. Das braucht etwas Geduld beim Kneten, denn zu Beginn krümeln Butter und Mehl eher als dass sie einen wirklichen Teig bilden. Erst nach einigem Kneten, wenn die Butter sich komplett mit dem Mehl vereint hat, erhält man etwas, das man wirklich als Teig bezeichnen kann.

Den so entstandenen Teig wickeln wir nun in etwas Frischhaltefolie und legen ihn für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank.

Dann beginnen wir einen Topf Wasser zum kochen zu bringen

und nutzen die Zeit bis das Wasser heiß ist dazu, unsere roten Zwiebeln zu schälen und in Spalten zu schneiden – also die Zwiebel so lange immer wieder zu halbieren bis wir schmale Streifen erhalten.

Kocht das Wasser dann, salzen wir es mit zwei Teelöffeln Salz

und geben dann den Rosenkohl hinein, um ihn über ca 10 Minuten bissfest zu blanchieren.

Anschließend gießen wir ihn in ein Sieb ab und lassen ihn abtropfen.

In einer Pfanne erhitzen wir nun zwei Esslöffel Olivenöl

und dünsten unsere in Spalten geschnittenen roten Zwiebeln darin an

wobei wir den Teelöffel Zucker einstreuen und die Zwiebel langsam daran karamellisieren lassen.

Dann beginnen wir, nach und nach die zehn Esslöffel Sherry zu den Zwiebeln zu geben und ihn dabei immer wieder komplett einkochen zu lassen – das gibt ihnen einen unvergleichlich schmackhafte Note und macht sie angenehm zart.
Abschließend würzen wir dann noch alles mit etwas Salz und Pfeffer.

Nachdem wir die Zwiebeln dann entnommen haben, geben wir – eventuell mit etwas zusätzlichem Olivenöl – den Speck in die Pfanne und braten ihn rundherum an. Ist er gut durchgebraten, entnehmen wir ihn und legen ihn bei Seite.

Nun wenden wir uns dem Guss zu. Dazu geben wir die vier Eier zu der Sahne,

und verrühren alles sehr gründlich

wobei wir es kräftig mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen.

Nun ist auch ein guter Zeitpunkt, unseren Backofen auf 200 Grad vorzuheizen.
Als nächstes können wir dann den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und ihn auf einer bemehlten Fläche ausrollen. Am Anfang erwies es sich dabei als etwas brüchig, aber auch hier half etwas Beharrlichkeit, ihn schließlich in die gewünschte Form zu bringen.

Nachdem wir dann unsere Quiche-Form ausgefettet und mit etwas Mehl ausgestreut haben

passen wir den Mürbeteig ein und entfernen die Ränder mit einem scharfen Messer.

Darauf verteilen wir dann den angebratenen Speck gleichmäßig

und geben dann zwei Drittel der karamellisierten Sherry-Zwiebeln darauf

die wir dann mit dem blanchierten Rosenkohl bedecken

und die restlichen Zwiebeln darauf verteilen

um alles abschließend mit unserem Guss aus Sahne, Creme fraiche und Eiern gleichmäßig zu übergießen.

Die Menge reichte, zumindest bei meiner Quiche-Form, ganz genau, um die Zwischenräume perfekt aufzufüllen. Jetzt sollten wir nun beim tragen zum Backofen natürlich vorsichtig sein damit nichts überschwappt. ![]()

Ist der Ofen dann vorgeheizt, schieben wir unseren Quiche auch der mittleren Schiene hinein und lassen ihn für mindestens 40 Minuten backen.

Danach entnehmen wir ihn und lassen ihn für weitere fünf Minuten ruhen, damit sich die durch die Hitze des Backens leicht aufgeblähte Füllung etwas setzen kann – das erleichtert das zerteilen etwas.

Danach können wir ihn aber sofort servieren und genießen.

Neben dem angenehm bissfesten Rosenkohl, den übrigens zu einem meiner Lieblingsgemüse zählt, waren eindeutig die karamellisierten und in Sherry gebratenen roten Zwiebeln eines der Highlights des Gerichtes. Sie waren unglaublich zart und aromatisch geworden und harmonisierten mit ihrem Geschmack wunderbar mit dem leicht herben Rosenkohl. Dazu noch der angebratene Speck und die angenehm würzige Füllung aus Ei, Sahne und Creme fraiche mit Kräutern ergab sich ein wahrer Genuss. Der dünne Mürbeteig tat sein übriges und rundete das Gericht sozusagen ab – obwohl ich mir einen solchen Quiche durchaus auch mit Blätterteig vorstellen könnte. Eventuell mische ich aber das nächste Mal Rosenkohl, Zwiebeln und Speck, anstatt sie zu schichten.
Werfen wir wie üblich abschließend einen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichtes. Meiner Kalkulation nach liegt der Inhalt der Quiche-Form bei ca. 2800kcal. Das entspricht bei vier Portionen 700kcal pro Portion, bei fünf Portionen immer noch 560kcal. Für ein Hauptgericht gerade noch akzeptabel, aber leicht verbesserungswürdig. Dabei nimmt alleine der Mürbeteig mit seinen 75g Butter 1130kcal ein – hier hätte Blätterteig mit knapp 900kcal schon mal etwa 230kcal eingespart. Rosenkohl und Zwiebeln sind auf die Gesamtmasse gesehen zu vernachlässigen, allerdings könnte man auch den Speck mit seinen 250kcal hier noch weglassen, zumal er geschmacklich keine so große Rolle spielt wie ich fand. Und durch das Ersetzen von Creme fraiche durch Creme legere könnte man noch einmal 140kcal reduzieren. Mit diesen Maßnahmen (Blätterteig, kein Speck und Creme legre) kämen wir auf 2180kcal, das wären bei 4 Portionen 545kcal und bei fünf Portionen sogar nur 436kcal. Das aber als kleines Gedankenspiel nur am Rande erwähnt, da ich nicht garantieren kann dass das Ergebnis geschmacklich dem hier gezeigten Rezept noch entspricht.
Also hoffe ich auch heute, mit meinem kleinen Kochexperiment dem einen oder anderen Hobbykoch eine kleine Anregung gegeben zu haben und wünsche wie immer:
Guten Appetit

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Wildschwein-Gulasch mir Rotkraut & Spätzle – das Rezept
3.03.2013 22:19 kochexperimente, kulinarisches4 Kommentare
Heute wollte ich nun endlich mal kochtechnisch an Wild versuchen und hatte mir dazu gestern bereits ein wenig Wildschweinfleisch besorgt. Mit acht Euro für ein halbes Kilo ist das zwar nicht gerade günstig, aber das war es mir wert. Daraus sollte heute nun ein Gulasch entstehen und bei der Suche nach einem passendem Rezept stellte ich fest, dass es viele Wege gab ein solches Gericht zuzubereiten. Also suchte ich mir verschiedene Aspekte zusammen und kombinierte mir ein eigenes Rezept, das ich heute erfolgreich ausprobieren konnte. Gemüse und Sättigungsbeilage dazu sind natürlich variabel – hier sind z.B. Klöße, Semmelknödel, Spätzle oder Kartoffeln bzw Rotkraut, Blumenkohl, Rosenkohl und auch Sauerkraut denkbar. Ich entschied mich für die klassische Kombination aus Spätzle und Rotkraut. Und das Ergebnis war wirklich sehr gelungen, so dass ich es natürlich nicht versäumen möchte, das Rezept hier einmal kurz in der gewohnten Form vorzustellen.
Was brauchen wir also für 2-3 Portionen?
Zum Würzen Salz, Pfeffer, Majoran & Thymian

sowie etwas Butter zum anbraten.
Beginnen wir nun damit, die Zwiebel zu schälen und zu zerkleinern – ich verwendete dazu meine kleine manuelle Küchenmaschine (Blitzhacker), alternativ kann man natürlich auch ein Messer verwenden.

Dann waschen wir das Wildschweinfleisch gründlich, tupfen es trocken

und zerkleinern es in mundgerechtere Stücke.

In einer größeren Pfanne erhitzen wir nun die beiden Esslöffel Rapskernöl auf erhöhter Stufe

und braten das Wildschweinfleisch darin scharf an.

Parallel erhitzen wir den Wildschweinfond und halten ihn warm.

Das Fleisch würzen wir nun großzügig mit Salz, Pfeffer, Majoran und Thymian

und braten die zerkleinerten Zwiebeln dann ebenfalls mit an.

Nun ist es auch an der Zeit, die zweieinhalb Esslöffel Tomatenmark mit hinzu zu geben

und es ebenfalls mit anzuschwitzen.

Außerdem streuen wir das Mehl mit ein und braten es ebenfalls mit an.

Wenig später ist es dann an der Zeit, den Wein nach und nach aufzugießen

und jeweils komplett einkochen zu lassen.

Ist dies geschehen, können wir auch die Lorbeerblätter und die Nelken mit in die Pfanne geben

und gießen etwas vom Wildfond hinzu

um alles dann für eine bis eineinviertel Stunden auf reduzierter Stufe vor sich hin schmoren lassen.

In der Zwischenzeit waschen wir die Champignons

und reinigen die Pfifferlinge mit einem feuchten Tuch,

dann vierteln wir die Champignons

und zerkleinern auch die Pfifferlinge etwas.

Während der Vorbereitung der Pilze sollten wir natürlich nicht vergessen, immer wieder etwas vom Wildfond nachzugießen

und das ganze auch immer wieder gut umzurühren.

In einer kleinen Pfanne schmelzen wir nun etwas Butter oder Margarine

und lassen den Speck darin gründlich aus.

Dann entnehmen wir den angebratenen Speck

und braten die Pilze im verbliebenen Fett für drei bis vier Minuten an, wobei wir sie mit etwas Salz und Pfeffer würzen.

sowie die angebratenen Pilze hinzu

und rühren schließlich die beiden Esslöffel Creme double unter

um alles dann weiter köcheln zu lassen.

In einer weiteren Pfanne schmelzen wir dann wieder etwas Butter

und braten die Spätzle darin für etwas 5 bis 6 Minuten darin an.

Außerdem bereiten wir den Rotkohl gemäß Packungsbeschreibung zu.

Nachdem wir dann die Lorbeerblätter aus der Gulaschzubereitung entfernt haben

können wir das Gericht schließlich servieren und genießen.

Die Kombination aus geschmorten Wildschwein-Fleisch mit gut durchgebratenen Pilzen in der unglaublich sahnigen und gleichzeitig angenehm würzigen Sauce erwies sich schon mal als überaus gelungen und für meinen ersten Versuch mit Wildfleisch dieser Art als wirklich großer Erfolg. Gemeinsam mit den angebratenen Spätzle und dem würzigen Rotkraut ein wirklich sehr gelungenes und dabei nicht sonderlich aufwändiges Gericht, dass ich wirklich sehr genoss und vorbehaltlos weiter empfehlen kann.
Was die Nährwerte angeht, handelte sich hierbei jedoch nicht gerade um ein leichte Zubereitung. Meiner Kalkulation nach komme ich auf 1700kcal für die gesamte Zubereitung, das heißt aufgeteilt auf 2 Portionen auf 850kcal, bei 3 Portionen sind es immer noch 567kcal pro Portion. Dabei ist es weder die Creme double noch das Wildschweinfleisch, welche die Werte nach oben treibt, sondern eher die Kombination aus Eier-Spätzle und allen anderen Komponenten. Aber für einen Sonntag war es mir das einfach mal wert – so lange man solche kalorienreichen Gerichte nicht zu Regel werden lässt, geht das hin und wieder schon einmal.
Guten Appetit

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Jägerschnitzel & Rosenkohl [03.02.2013]
3.02.2013 13:39 kulinarisches, lunchtime1 Kommentar
Heute entschieden wir uns für eine Kombination aus Schweineschnitzel Wiener Art an einer Jägersauce mit frischen Champignons und Speck, dazu gab es frischen Rosenkohl und eine kombinierte Sättigungsbeilage aus Röstis, Bratkartoffeln und Schupfnudeln.
Die Schnitzel waren zum platzsparenden Braten nach dem flach Klopfen halbiert worden und dann in verquirltem Ei gewendet, mit Salz und Pfeffer gewürzt und schließlich in Semmelbröseln gewendet. Außerdem wurden Champignons in Scheiben geschnitten und mit gewürfeltem Speck angebraten, um schließlich in einer dunklen Rahmsauce geköchelt zu werden. Dazu der gekochte und in Mehlschwitze angemachten Rosenkohl als Gemüsebeilage und schließlich ein paar in der Pfanne gebratene Kartoffelröstis, Kartoffelscheiben und Schupfnudeln – Resteverwertung. Ein überaus gelungenes und leckeres, wenn auch nicht gerade kalorienarmes Mittagsmahl. Aber Sonntag geht das schon mal.
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