Gebratene Scholle “Finkenwerder Art” mit Sauce Bernaise, Broccoli & Bratkartoffeln [20.07.2018]

Obwohl ich auch mit den Reiberdatschi mit Apfelmus, welche am Abschnitt Tradition der Region auf der heutigen Speisekarte unseres Betriebsrestaurants angeboten wurden, hätte leben könne, waren meine Favoriten doch andere Gerichte. Zum einen die Gebratene Scholle “Finkenwerder Art” mit Sauce Bernaise, Broccoli und Bratkartoffeln aus dem Abschnitt Globetrotter und das Gebratenes Putenschnitzel in Pfeffer-Honigsoße Pariser Karotten und Herzoginkartoffel bei Vitality. Die Asia-Wok-Angebote wie Gebratene Bandnudeln mit Gemüse und Kokosmilchsauce oder San Sei Chop Suey – verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezialsauce zog ich wiederum nicht näher in Betracht. Und obwohl ich erst letzten Freitag ja Scholle verzehrt hatte – als Ersatz für den ausverkauften Bonito, wir erinnern uns vielleicht – fiel meine Wahl doch auf das Fischgericht. Einmal in der Woche sollte man ja Fisch essen, so von wegen Eiweiß und so… Außerdem hatte ich mit der “Finkenwerder Art” in Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht.

Baked plaice with sauce bernaise, broccoli & fried potatoes / Gebratene Scholle "Finkenwerder Art" mit Sauce Bernaise, Broccoli und Bratkartoffel

Eigentlich gehört es ja zur “Finkenwerder Art”, dass man Speck, Zwiebeln und Garnelenfleisch über die Scholle gibt, allerdings war ich hier nicht so ganz sicher ob in dieser Mischung, in der ich meinte Speck und Zwiebeln deutlich erkennen zu können, auch wirklich Garnelen dabei waren. Aber auch so passte die das Topping wunderbar zu der zarten und saftigen Scholle, die man dieses Mal fast ohne Panade gebacken hatte. Und auch an der milden und cremigen Sauce Bernaise sowie den heißen und knackig gedünsteten Broccoli-Stücken gab es nichts auszusetzen – außer dass man beim Broccoli vielleicht etwas großzügiger hätte sein können. Nur die gebratenene Kartoffeln ließen teileweise leider etwas zu wünschen übrig, denn sie waren zum Teil bereits matschig geworden, was den Genuss natürlich etwas minderte. Dennoch insgesamt ein sehr leckeres Gericht und glücklicherweise auch nicht zu schwer – also genau das richtige für einen sommerlichen Freitag wie diesen.
Als wir heute etwas verspätet gegen 12:30 Uhr den Speiseraum des Betriebsrestaurants betraten, waren nur ein Bruchteil der verfügbaren Tische besetzt. Es war Freitag, also waren einige Wochenendpendler schon abgereist, außerdem Sommerferien hier in Bayern und mit 28 Grad auch ziemlich warm. Daher fiel es mir aml wieder etwas schwer eine klare Allgemeine Beliebtheitsskala aufzustellen. Ich würde aus den wenigen Beobachtungen aber sagen, dass die Scholle ganz knapp vor dem Putenschnitzel lag und sich den ersten Platz sichern konnte. Die Asia-Gerichte sah ich auf dem dritten Platz und wiederum sehr knap dhinter folgten die Reiberdatschi.

Mein Abschlußurteil:
Scholle “Finkenwerder Art”: ++
Sauce Bernaise: ++
Broccoli: ++
Bratkartoffeln: +

Gebackene Scholle mit Remoulade & Rosmarinkartoffeln [13.07.2018]

Eigentlich freute ich mich heute auf dem Weg in den Speiseraum unseres Betriebsrestaurants auf einen In Olivenöl gebratener Bonito auf mediteranem Gemüse, Rosamarinkartoffeln und Kräuterdip, der laut Speisekarte im Intranet im Bereich Vitality angeboten werden sollte. Doch aufgrund äußerer Umstände, auf die ich keinerlei Einfluss besaß, waren wir erst um 12:30 Uhr zum Essen aufgebrochen und als wir ankamen musste ich mit großer Enttäuschung feststellen, dass der Bonito inzwischen leider aus war. Sehr schade, denn ich hätte diesen Fisch aus der Familie der Makrelen und Thunfische gerne mal probiert. Ersatzweise hatte man nun gebackene Scholle auf die Speisekarte gesetzt, die man wahlweise mit Rosmarinkartoffeln oder Kartoffelsalat serviert bekam. Außerdem gab es noch Milchreis mit Waldbeeren und Zimt-Zucker bei Tradition der Region, ein Gebackenes Putenschnitzel mit Preiselbeeren und Kartoffelsalat im Abschnitt Globetrotter sowie Gebratene Mienudeln mit asiatischem Gemüse, Kokosmilch und rotem Curry oder San Sei Chop Suey – verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial Sauce an der Asia-Wok-Theke. Aber da ich mich innerlich bereits auf Fisch eingestellt hatte, griff ich zur Gebackenen Scholle mit Remoulade und Rosmarinkartoffeln, die ich mir natürlich noch mit einer Zitronenecke garnierte. Außerdem gönnte ich mir noch ein Schälchen Krautsalat, der bei mir ja zu fast jedem Hauptgericht geht.

Baked plaice with remoulade & rosemary potatoes / Gebackene Scholle mit Remoulade & Rosmarinkartoffeln

Die Rosmarinkartoffeln, die wohl noch vom Bonito übrig gewesen waren, erwiesen sich heute als besonders gut gelungen, sie waren fest, besaßen durch das zusätzliche anbraten leckere Röstaromen und zusätzlich eine angenehme Rosmarinnote, die durch das mit-abraten frischer Rosmarinzweige verursacht worden war. Und auch an der Scholle selbst gab es nichts relevantes auszusetzen. Die dünnen Ränder des panierten Fischfilets waren mal wieder etwas knuspriger als man es sich vielleicht wünscht, aber der Rest erwies sich als angenehm zart, saftig und natürlich frei von Gräten. Garniert mit dem Saft der Zitronenecke und der sehr großzügig aufgebrachten Remoulade eine akzeptable Alternative zum Bonito. Und auch der knackige und leicht säuerliche Krautsalat passte gut in die geschmackliche Gesamtkomposition.
Leider waren heute aufgrund unseres späten Erscheinens und dem bevorstehenden Wochenende so wenig Gäste im Betriebsrestaurant, dass es kaum möglich war eine vollständige Beliebtheitsskala aufzustellen. Zumal das wichtigste Gericht, der Bonito, ja inzwischen aus war. Ich sah zwar besonders viele Teller mit Fisch, sprich der Scholle, so dass ich hier wohl einen ersten Platz vergeben kann, aber beim Rest muss ich heute mal passen.

Mein Abschlußurteil:
Scholle: ++
Remoulade: ++
Rosmarinkartoffeln: ++
Krautslaat: ++

Abgebräunter Leberkäs mit Spiegelei, Bratensauce & Röstkartoffeln [02.07.2018]

Diese Woche fanden sich, nach den Australischen Spezialitäten in den vergangenen fünf Werktagen, wieder nurStandard-Gerichte auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants. An der Asia-Wok-Theke lockte man mit Gebackene
Frühlingsrollen
, Asiatischen Hähnchenkeulen mit Gemüse oder Gebratenes Schweinefleisch mit asiatischem Gemüse in Austernsauce, während die reguläre, westlich orientierte Küche im Abschnitt Vitality Curryreis mit ZucchiniKarottenragout, bei Tradition der Region einen Abgebräunten Leberkäs mit Spiegelei und Bratensauce, dazu Röstkartoffeln sowie bei Globetrotter Gebratene Hähnchenbrust “Picatta Milanese” mit Tomatensugo und Butternudeln anbot. Die Asiatischen Hähnchenkeulen klangen schon mal nicht schlecht und sahen auch recht verlockend aus, aber wenn Leberkäse und dann auch noch mit Spiegelei auf der Speisekarte steht, gibt es für mich kein Halten mehr. Ich liebe nun mal Leberkäse. Leider schien aktuell irgend ein Seminar bei uns stattzufinden, denn der Speiseraum erwies sich als Übervoll und es hatten sich vor allen drei Theken sowie an drei Kassen bereits mehr oder weniger lange Schlangen gebildet. Aber da mussten wir eben durch. Als ich endlich den Leberkäse auf dem Tablett hatte, entschied ich mich noch dazu ihn mit etwas Mischgemüse von der Gemüsetheke zu ergänzen. So ausgestattet machten wir uns auf die Suche nach einem freien Tisch, die jedoch erfolglos blieb, so dass wir letztlich an einem mit nur einer Person besetzten Tisch, natürlich nach Rückfrage, Platz nahmen und beginne konnten unsere Speisen zu verzehren.

Browned bavarian meat loaf with fried egg, gravy & roast potatoes / Abgebräunter Leberkäs mit Spiegelei, Bratensauce & Röstkartoffeln

Die Röstkartoffeln waren dieses Mal durchgehend fest und knackig, aber durchgekocht, aber leider fehlte bei ihnen etwas Salz, was sich aber mit dem am Tisch bereit stehenden Salzstreuer leicht beheben ließ. Das Highlight war aber die (männer-)daumendicke, angebratene Leberkäsescheibe, die zwar nur noch lauwarm war was ihren guten Geschmack aber zum Glück nicht minderte. Kombiniert mit dem Spiegelei, insbesondere dem noch flüssigen Eigelb, und der würzigen und dickflüssigen Bratensauce ein wahrer Genuss. Und auch die Gemüsemischung aus Erbsen, Möhren, Blumenkohl, grünen Bohnen und etwas Kohlrabi erwies sich als gute Wahl, denn das Gemüse war noch ausreichend heiß und weder zerkocht noch matschig. Definitiv keine leichte Kost, aber immer wieder lecker.
Der Kampf um den ersten Platz fand heute zwischen Leberkäse und Hähnchenbrust statt und es fiel mir wirklich schwer einen klaren Favoriten auszumachen. Aber unter Berücksichtigung der Teller auf den Tabletts in den Rückgabewagen, die etwas mehr Reste von Tomatensauce aufzeigten, billige ich dem Picatta Milanese diesen Platz zu. Somit landete der Leberkäse auf einem guten zweiten Platz, gefolgt von den Asia-Gerichten auf Platz drei und den mexikanischen Chili-Linsen schließlich auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Leberkäse: ++
Spiegelei: ++
Bratensauce: ++
Röstkartoffeln: ++
Mischgemüse: ++

Gegrillte Forelle mit Rosmarinkartoffeln & Kräuterbutter [20.06.2018]

Was die Angeote auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants anging erwies sich der heutige Mittwoch mal wieder eher als Durststrecke mit vielen Standardgerichten wie der Hausgemachte Semmelknödel mit Rahmschwammerl und frischen Kräutern bei Tradition der Region oder dem Putensteak “Picatta Milanese” mit Tomatensugo und Butternudeln bei Globetrotter oder dem Gebratener Tofu mit frischem Gemüse und Spezialsauce und Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce an der Asia-Wok-Theke. Einzig die Gegrillte Forelle “griechische Art” mit Rosmarinkartoffeln und Kräuterbutter bei Vitality schien etwas hervorzustechen. Sah zwar visuell nicht allzu ansprechend aus, aber erschien mir die beste Alternative heute. Dazu gesellte sich noch ein Schälchen Rotkraut-Apfel-Salat aus dem heutigen Angebot der Salattheke.

Grilled trout with rosemary potatoes & herb butter / Gegrillte Forelle mit Rosmarinkartoffeln & Kräuterbutter

Die Kräuterbutter konnte ich zwar problemlos entdecken, aber was die Griechische Art an der Forelle ausmachen sollte erschloss sich mir nicht. Dennoch erwies sich der angenehm große gerillte Fisch, der wie üblich ohne Rückgrat serviert wurde und erfreulich wenig Gräten enthielt als gut gelungen. Die Ausbeute an würzigen und zartem Fleisch war überaus ergiebig und die Kräuterbutter tat ihr übriges um dem Fisch eine zusätzliche angenehme geschmackliche Note zu geben. Die Kartoffeln als Sättigungsbeilage waren dahingegen eher ernüchternd, denn ihre Konsistenz lag zwischen leicht matschig bis hin zu hart und gerade so durchgekocht. Und von Rosmarin konnte ich daran nichts entdecken. Und auch von dem Salat aus rohem Rotkohl mit kleinen Apfelstückchen in einem geschmacklich unauffälligen Öldressing hatte ich mir irgendwie mehr erwartet. Er war frisch und knackig, aber geschmacklich eher unauffällig, denn die Apfelnote kam kaum zur Geltung und ein Spritzer Essig hätte ihm bestimmt auch gut getan. Insgesamt also eher ernüchternd, aber akzeptabel – zumindest die Forelle war gut gelungen.
Bei den anderen Gästen lag heute ohne Zweifel das Putensteak mit Tomatensauce und Nudeln am höchsten in der Gunst und konnte sich mit klarem Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf dem zweiten Platz sah ich die Asia-Gericht, knapp gefolgte vom Semmelknödel mit Rahmschwammerln auf Platz drei. Erst kurz danach auf dem vierten Platz folgte schließlich die Forelle.

Mein Abschlußurteil:
Gegrillte Forelle: ++
Rosmarinkartoffeln: +
Rotkohl-Apfelsalat: +

Frischer Spargel mit Sauce Hollandaise, Kartoffeln & kleinem Putenschnitzel [11.06.2018]

Zwar galt mein erster Blick heute den Bifteki mit frischen Zwiebeln und Tzaziki, dazu Tomatenreis aus dem Abschnitt Globetrotter, aber das Gericht besaß einfach zu viele Parallelen mit meinem Gyros-Tomatenreis-Auflauf, den ich am Wochenenede zubereitet hatte, als dass ich mich entgültig dafür begeistern konnte. Der Gemüsestrudel mit Ratatouille und Quarkdip bei Vitality wäre da schon mal eine gute Alternative gewesen und auch mit den Gebratenes Hühnerfleisch mit asiatischem Gemüse in Kokosmilch und rotem Thaicurry oder den Gebackenen Frühlingsrollen von der Asia-Thai-Theke hätte ich gut leben können, aber am allerbesten gefiel mir letztlich doch der Frischer Spargel mit Sauce Hollandaise, Kartoffeln und kleinem Putenschnitzel bei Tradition der Region. Dass das Gericht selbst im leicht reduzierten Preis noch über sieben Euro kostete, nahm ich dabei billigend in Kauf. Spargel, zumindest in guter Qualität, ist nun mal leider kein billiger Spaß.

Fresh asparagus with sauce hollandaise, potatoes & small turkey steak / Frischer Spargel mit Sauce Hollandaise, Kartoffeln und kleinem Putenschnitzel

Dass die vier riesigen Spargelstangen nicht alle in die selbe Richtung auf dem Teller lagen, weckte zwar ein wenig den Monk in mir, aber ich konnte mich gerade noch zurückhalten den Fehler zu korrigieren. 😉 Zumindest war die Qualität des Spargels seinem Preis entsprechend wirklich sehr hochwertig und man hatte sich offensichtlich auch große Mühe beim Schälen gegeben, denn ich fand keine fasrigen Reste an den unteren Enden des Stangen: sie erwiesen sich durchgehend als wirklicher Genuss, vor allem wenn man sie mit der milden Sauce Hollandaise kombinierte. Dazu gab es eine ausreichend große Portion kleiner Salzkartoffeln, an denen zwar etwas Salz fehlte, aber das ließ sich glücklicherweise mit Hilfe des am Tisch bereit stehenden Salzstreuers schnell beheben. Last but not least war da noch das wirklich kleine, aber dennoch ausreichende, panierte Putenschnitzel mit seiner etwas verwinkelten Form, aber einer guten Ausbeute an zarten und saftigen Putenfleischs. Kein günstiger Spaß, aber dennoch sehr lecker – ich war zufrieden mit meiner Wahl.
Aufgrund des Preis des Spargelgerichts hatte ich ja eher vermutet, dass heute die Bifteki das Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich entscheiden würde. Doch obwohl sie im führenden Feld lagen, konnte der Spargel sie dennoch überrunden und auf einen guten Platz zwei verweisen. Auf dem dritten Platz sah ich die Asia-Gerichte und der Gemüsestrudel folgte schließlich auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Spargel: ++
Sauce Hollandaise: ++
Kartoffeln: ++
Putenschnitzel: ++