Indisches Hähnchen-Früchtecurry aus dem Ofen – das Rezept

Nach meiner positiven Erfahrung mit dem im Ofen geschmorten Giouvétsi Arní vom letzten Wochenende, hatte ich mich dieses Wochenende dazu entschlossen ein weiteres Ofengericht auszuprobieren. Dabei fiel meine Wahl auf ein Indisches Hähnchen-Früchtecurry, dessen Rezept sich schon länger in der Liste der Gerichte befand die ich kochen möchte: ein Indisches Hähnchen-Früchtecurry aus dem Ofen. Die Kombination aus Fleisch und Früchten hatte ich ja bereits mehrfach erfolgreich zubereitet, jedoch noch nie als Ofengericht. Und mein Gespür sollte sich nicht getäuscht haben, denn das Ergebnis war ein Gericht das sich mal wieder als überaus gelungen erwies. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das zugehörige Rezept hier einmal in der gewohnten Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

900g Hähnchenbrustfilet
01 - Zutat Hähnchenbrüste / Ingredient chicken breasts

2 große Zwiebeln
02 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

3 Knoblauchzehen
03 - Zutat Knoblauchzehen / Ingredient garlic cloves

3 Äpfel
04 - Zutat Äpfel / Ingredient apples

1 Dose Ananas in Stücken
05 - Zutat Ananas / Ingredient pineapple

120g Rosinen
06 - Zutat Rosinen / Ingredient raisins

4-5 Esslöffel Weizenmehl
14 - Zutat Mehl / Ingredient flour

3 Teelöffel Currypulver
07 - Zutat Curry / Ingredient curry

2 Teelöffel Kreuzkümmel
08 - Zutat Kreuzkümmel / Ingredient cumin

2 Esslöffel Worcester-Sauce
09 - Zutat Worcester-Sauce / Ingredient worcester sauce

1 Esslöffel Honig
10 - Zutat Honig / Ingredient honey

300ml Gemüsebrühe
11 - Zutat Hühnerbrühe / Ingredient chicken broth

1 Bio-Orange
12 - Zutat Orange / Ingredient orange

150g Saure Sahne
13 - Zutat Saure Sahne / Ingredient sour cream

220g Basmatireis
15 - Zutat Basamatireis / Ingredient basmati rice

sowie etwas Öl, bevorzugt Erdnussöl, zum braten
etwas Pfeffer, Salz und eine Prise Chiliflocken zum würzen
und etwas Butter für den Reis

Vor der eigentlichen Zubereitung müssen wir wie üblich erst einmal die verschiedenen Zutaten vorzubereiten. Dazu schälen und würfeln wir zunächst einmal die Zwiebeln,
16 - Zwiebeln würfeln / Dice onions

und schälen und zerkleinern die Knoblauchzehen.
17 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

Außerdem schälen wir die Äpfel,
18 - Äpfel schälen / Peel apples

entkernen sie und schneiden sie dann in grobe Würfel.
19 - Äpfel würfeln / Dice apples

Dann waschen wir die Hähnchenbrüste, trocknen sie
20 - Hähnchenbrüste waschen / Wash chicken breasts

und schneiden sie dann ebenfalls in Würfel, wobei wir auch gleich Fett und eventuelle Knochenreste entfernen.
21 - Hähnchenbrust würfeln / Dice chicken breasts

Die gewürfelte Hähnchenbrust wenden wir anschließend in Mehl, um sie rundherum damit zu bedecken. Dies soll später verhindern, dass das Geflügelfleisch im Ofen zu trocken wird.
22 - Hähnchenbrust im Mehl wenden / Turn chicken brast dices in flour

Zuletzt gießen wir noch die Ananasstücke in ein Sieb und lassen sie abtropfen.
23 - Ananas abtropfen lassen / Drain pineapple

Jetzt können wir endlich mit der Zubereitung beginnen und erhitzen etwas Öl, ich empfehle Erdnussöl wegen seines unvergleichlichen Aromas, auf erhöhter Stufe in einer Pfanne.
24 - Öl in Pfanne erhitzen / Heat up oil in pan

In das heiße Öl geben wir mehlierten Hähnchenbrustwürfel
25 - Hähnchenbrustwürfel in Pfanne geben / Put chicken dices in pan

und braten sie rundherum scharf an, so dass sie leicht braun werden und sich Röstaromen entwickeln können. Sie müssen dazu nicht unbedingt geanz durchgebraten werden, da sie später sowieso geschmort werden.
26 - Hähnchenbrustwürfel rundherum scharf anbraten / Sear chicken dices

Die gebratenen Hähnchenbrustwürfel entnehmen wir anschließend wieder der Pfanne uns stellen wie bei Seite.
27 - Hähnchenbrustwürfel aus Pfanne entnehmen / Remove chicken dices

In das verbliebene Bratenfett geben wir, nachdem wir die Hitzezufuhr auf mittlere Stufe reduziert haben, dann die zerkleinerten Zwiebeln
28 - Zwiebeln in Bratfett geben / Add onions in dripping

und dünsten sie gemeinsam mit dem Knoblauch an.
29 - Knoblauch hinzufügen / Add garlic

Anschließend addieren wir die gewürfelten Äpfel,
30 - Apfelwürfel in Pfanne geben / Put apple dices in pan

die Rosinen
31 - Rosinen addieren / Add raisins

sowie die Ananasstücke,
32 - Ananas dazu geben / Add pineapple

bestreuen alles mit den beiden Teelöffeln Kreuzkümmel,
33 - Kreuzkümmel hinzufügen / Add cumin

den drei Teelöffeln Curry,
34 - Curry einstreuen / Intersperse curry

den beiden Esslöffeln Worcester-Sauce
35 - Worcestersauce addieren / Add worcester sauce

und dem Esslöffel Honig
36 - Mit Honig würzen / Season with honey

um anschließend alles zu vermischen und für einige weitere Minuten gemeinsam anzudünsten.
37 - Einige Minuten anbraten / Braise some minutes

Das Ganze löschen wir dann mit der Hühnerbrühe ab
38 - Mit Hühnerbrühe ablöschen / Deglaze with chicken stock

und schmecken alles mit Salz, Pfeffer
39 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Season with pepper & salt

sowie einer Prise Chiliflocken ab. Die Pfanne nehmen wir dann von Kochplatte.
40 - Mit Chiliflocken abschmecken / Taste with chili flakes

Während der Backofen auf 180 Grad aufheizt, geben wir die angebratenen Hähnchenbrustwürfel in eine Auflaufform oder eine andere ofenfeste Form – bevorzugt mit Deckel, jedoch besaß ich keine Form in passender Größe –
41 - Hähnchenbrustwürfel in Auflaufform geben / Put chicken dices in casserole

und bedecken alles mit unserer gewürzten Früchtemasse.
42 - Mit Fruchtmasse bedecken / Cover with fruit mix

Nachdem wir die Auflaufform mit etwas Alufolie abgedeckt haben, schieben wir sie in den Ofen und lassen alles für 2 Stunden schmoren.
43 - Abgedeckt im Ofen backen / Bake covered in oven

Etwa fünf Minuten bevor diese Zeit abgelaufen ist, setzen wir einen Topf mit einem Liter Wasser auf und beginnen damit ihn zum kochen zu bringen.
44 - Waser für Reis aufsetzen / Bring water for rice to a boil

Schließlich entnehmen wir nach den zwei Stunden die Auflaufform, entfernen die Alufolie und geben die Saure Sahne hinzu
45 - Saure Sahne hinzufügen / Add sour cream

und verrühren sie gründlich mit dem restlichen Inhalt der Auflaufform.
46 - Saure Sahne verrühren / Stir in sour cream

Dann schieben wir die Auflaufform für weitere fünfzehn Minuten offen zurück in den Ofen.
47 - Offen weiter im Ofen backen / Continue baking open in oven

Inzwischen müsste auch das Wasser kochen, so dass wir es mit einem Telöffel Salz versehen
48 - Kochendes Wasser salzen / Salt cooking water

und den Basmati-Reis darin kochen können. Das bedeutet die Kochplatte auf niedrigste Stufe stellen und den Reis bei geschlossenem Deckel gar ziehen lassen.
49 - Reis hinzufügen / Add rice

Währenddessen können wir die Orange schon einmal in Scheiben schneiden.
50 - Orangen in Scheiben schneiden / Cut orange in slices

Sobald der Reis fertig gekocht ist, gießen wir das restliche Wasser ab und lockern den Reis etwas auf, um anschließend etwa einen Esslöffel Butter unterzuheben.
51 - Butter in Reis unterheben / Stir in butter with rice

Jetzt brauchen wir nur noch das fertige gegarte Hähnchen-Früchtecurry aus dem Ofen zu entnehmen
52 - Indian chicken fruit curry - Finished baking / Indisches Hähnchen-Früchtecurry - Fertig gebacken

und können es schließlich gemeinsam mit dem Reis und den Orangenscheiben servieren und genießen.
53 - Indian chicken fruit curry - Served / Indisches Früchtecurry - Serviert

Durch das lange geschlossene schmoren waren die Äpfel zwar komplett zerfallen, aber das war auch so beabsichtigt gewesen. Im Gegenzug waren die Hähnchenbrustwürfel dank ihrer Mehl-Panade schön saftig geblieben und zerfielen regelrecht auf der Zunge. Dabei erwiesen sich die Kombination aus süßen Früchten, Curry und einer leichten Schärfe dank der Chiliflocken als eine geschmackliche Offenbarung und machten dieses indische Hähnchen-Früchtecurry zum einem wirklichen Erlebnis. Gemeinsam mit dem Basmatireis und dem Fruchtfleisch der Orangenscheiben ein unvergleichlicher Genuss. Ich war sehr zufrieden mit dem Ergebnis meines heutigen Kochexperiments.

54 - Indian chicken fruit curry - Side view / Indisches Hähnchen Früchtecurry - Seitenansicht

Guten Appetit

1/2 Grillhendl mit Pommes Frites [16.02.2017]

Wie üblich drohte der Donnerstag mal wieder sehr kalorienreich zu werden. Ich hätte zwar beim Rührei mit Rahmspinat und Salzkartoffeln bei Vitality zugreifen können, aber das hiesige Rührei sieht mir zu sehr nach aus Trockenei hergestellt aus. Oder beim Schweineschnitzel “Zigeuner Art” mit Reis bei Globetrotter oder den Asia-Wok-Gerichten wie Tofu gebacken mit Bratgemüse in Koriandersauce oder Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsoße. Aber das 1/2 Grillhendl mit Pommes Frites aus dem Abschnitt Tradition der Region war eindeutig das verlockenste der heutigen Angebote. Alternativ hätte man, als unangekündigtes Zusatzangebot, die Pommes Frites auch mit einem Cordon Bleu vom Schwein haben können, aber mir lag der Geschmack mehr nach Geflügel – auch wenn es bereits das dritte Mal in Folge diese Woche war. Dazu gesellte sich noch ein Schälchen des selben Mischgemüses, das ich bereits gestern genossen hatte.

1/2 chicken with french fries / 1/2 Hähnchen mit Pommes Frites

Das halbe Hähnchen erwies sich als wirklich riesig und auch die Fleischausbeute war sehr gut. Dabei war das magere Fleisch größtenteils recht saftig, aber leider hatte ich ein Tier erwischt das recht verwachsen und dadurch gestaltete sich das Ablösen des Fleischs von den Knochen etwas schwerer als nötig gestaltete. Aber das lasse ich mal nicht in die Endnote einfließen, denn das hat nichts mit der Qualität zu tun, sondern ist einfach Pech. Und auch an den knusprigen, frischen und heißen Pommes Frites, die ich mir natürlich mit Ketchup garniert hatte, gab es nichts auszusetzen. Dem Mischgemüse aus Erbsen, Möhren, Blumenkohl und grünen Bohnen schließlich merkte man zwar ein klein wenig an, dass sie vielleicht bereits gestern in der Wärmetheke gestanden hatte, aber es kam knapp an einem Punktabzug vorbei.
Bei den anderen Gästen lag das Gericht mit Pommes Frites natürlich wie üblich am höchsten in der Gunst, jedoch schienen Cordon bleu und Hähnchen etwa gleich verteilt zu sein, so dass ich beiden Gerichten gemeinsam den ersten Platz zubillige. Auf dem zweiten Platz sah ich die Asia-Gerichte, gefolgte vom Rührei mit Spinat, das für ein vegetarisches Gericht wie häufig zuvor auch schon ungewöhnlich gern genommen worden war. Aber der Abstand zum Zigeunerschnitzel mit Reis auf dem vierten Platz war nicht sonderlich groß.

Mein Abschlußurteil:
1/2 Hähnchen: ++
Pommes Frites: ++
Mischgemüse: ++

Chicken Biryani [01.02.2017]

Zum heutigen Mittwoch fanden sich auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants gleich zwei Gerichte, die mein näheres Interesse weckten. Zum einen war dies das Chicken Biryani – Gebratener Basmatireis mit gebackenen Hühnchen, Mandeln, Cashewkernen und Kokosmilch bei Globetrotter, ein Gericht dass ich schon häufiger, z.B. hier oder hier, probiert und für exzellent befunden hatte. Zum anderen die Gnocchi mit Lachswürfeln in Limonensauce bei Vitality, die meines Kenntnisstandes nach heute Premiere hatten, also das erste Mal angeboten wurden. Eigentlich hätte ich ja den Neuling probieren sollen, aber meine Erinnerungen an das hiesige Biryani waren so gut, dass ich mich schließlich doch für das Reisgericht entschied und damit gleichzeitig gegen meine weitere Angewohnheit verstieß, nach Möglichkeit nicht zwei mal die selbe Sättigungsbeilage an aufeinander folgenden Tagen zu essen – denn ich hatte ja gestern bereits gebratenen Reis verzehrt. Den Schweinebraten in Dunkelbiersauce mit hausgemachten Krautsalat und Kartoffelknödel bei Tradition der Region sowie die Asia-Thai-Angebote wie Gebratene Mienudeln mit verschiedenen Gemüse in Hoi Sin Sauce oder Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce kamen nicht in die nähere Auswahl.

Chicken Biryani

Die gebackenen panierten Hähnchenstücke waren auch dieses Mal wieder etwas kleinteilig und bestanden aus viel Panade und wenig Fleisch – ein Problem das ich schon beim letzten Mal bemängelt hatte. Die Reiszubereitung, sprich das Biryani, war aber auch heute wieder vorzüglich gelungen und konnte mit ihrer Gewürzkombination, dem Gemüse und den Nüssen auch dieses Mal bei mir punkten. Und die würzige, leicht scharfe Sauce ergänzte Hähnchen und Reis wunderbar und komplettierte das Gericht sehr gelungen. Ich war trotz kleinerer Mängel auch heute wieder sehr zufrieden mit meiner Wahl.
Sah man sich bei den anderen Gästen um, sah man heute dass sich Biryani und Schweinebraten ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala lieferten. Ich war am Ende aber der Meinung, dass sich der Schweinebraten mit hauchdünnem Vorsprung durchsetzen konnte – wobei ich aber auch berücksichtigte dass sich, als ich den Speiseraum verließ, eine kleine Schlange vor der Braten-Theke gebildet hatte, während vor der anderen Ausgabetheke kaum Leute warteten. Auf dem dritten Platz folgten die Gnocchi mit Lachs und Platz vier belegten heute die Asia-Gerichte.

Mein Abschlußurteil:
Hähnchen: +
Sauce: ++
Biryani: ++

Bayahibe und Ausflug auf die Insel Saona [07.01.2017]

Es war so gegen 9:00 Uhr morgens, als wir unsere kleine Ferienhütte neben dem Hotel Bayahibe verließen, um uns eine Bar oder ein Café zum Frühstücken zu suchen.

110 - Hotel Bayahibe

Doch noch bevor wir etwas fanden, wurden wir von einem Mann angesprochen, der uns eine Tour auf die Insel Saona verkaufen wollte. Normalerweise bin ich ja kein Freund davon, solche Dinge einfach auf der Straße zu kaufen, doch dieses Mal ließ ich mich dennoch breit schlagen und wir erwarben zwei Tickets für einen solchen Ausflug zum Preis von 1.600 Pesos pro Person, also ca. 32 Euro. Darin inbegriffen waren die Anreise mit dem Boot sowie alle Getränke, ein Mittagessen auf der Insel und natürlich die Rückreise nach Bayahibe. Nach dem Erwerb erhielten wir die Tickets, die uns in Form von Armbändern um die Handgelenke geklebt wurden.

20160107Armband-Ausflug-Saona

Jetzt blieb uns aber nur noch wenig Zeit zum Frühstücken, denn wir mussten erst einmal ein paar Sachen zusammenpacken für den Strandaufenthalt. Danach versuchten wir noch, in einem Café etwas zu Essen zu bekommen, doch die Bedienung war einfach zu behäbig, so dass wir ohne Essen schließlich zum Abfahrtsort am Strand von Bayahibe gingen. Hier warteten bereits Menschenmassen von einheimischen und ausländischen Touristen, die offensichtlich das selbe Ziel hatten.

112 - Wartende Touristen - Bayahibe 111 - Abfahrt am Strand von Bayahibe

Der Einheimische, der uns die Tickets am verkauft hatte, erkannte uns sofort wieder und winkte uns heran, so dass wir schon bald auf eines der Schnellboote steigen konnten, die uns aus dem Hafen hinaus fuhren. Ich nahm zuerst an, dass wir die komplette Tour mit dem Schnellboot fahren würden, doch das Boot brachte uns nur etwa einen Kilometer aufs offene Meer, wo ein großer Katamaran auf uns wartete, in den wir umstiegen.

113 - Fahrt zum Katamaran
Auf dem Schnellbott

Der Kapitän des Bootes war ein großer, breit gebauter dunkelhäutiger Einheimischer (oben auf dem Bild stehend zu sehen), der sich uns unter dem Namen “Black and White” vorstellte und uns ein paar wenige Verhaltensregeln für das Schiff gab, bevor sich dieses schließlich mit Motorantrieb in Richtung Süden in Bewegung setzte. In der Mitte des Schiffes befand sich eine Bar, an der Bier, Rum, Cola und andere alkoholische und nicht-alkoholische Getränke kostenlos ausgeschenkt wurden, während aus den Lautsprechern einheimische Musik tönte. Es war inzwischen kurz nach 10:00 Uhr.

114 - Auf dem Katamaran

Ich hatte aufgrund der Menschenmassen am Strand ja befürchtet, dass wir in vollkommen überfüllten Booten nach Saona geschippert werden würde, doch die Anzahl von Personen pro Boot hielt sich wie man auf dem Foto sieht in Grenzen und wir hatten genug Platz, um die Fahrt zu genießen. So fuhren wir also an der Küste der Halbinsel entlang

117 - An der Küste entlang 03
116 - An der Küste entlang  02 115 - An der Küste entlang  01

während uns die Crew mit Getränken versorgte und teilweise auch zum tanzen animierte. So stelle ich mir Urlaub vor. 🙂

118 - Party auf dem Katamaran 01

119 - Party auf dem Katamaran 02

Gegen 12:00 Uhr erreichten wir schließlich die Insel Saona und gingen vor ihrer Küste vor Anker. Mehrere Schnellboote kamen von der Küste, um uns zum Strand zu bringen.

118 - Erreichen des Insel Saona

120a - Fahrt zum Strand

Dort rief uns noch einmal ein Mann aus der Crew des Katamarans zusammen und erklärte uns, dass es ab ca. 13:00 Uhr Mittagessen an den überdachten Sitzgelegenheiten im hinteren Bereich des Strandes geben würde und man sich an der kleinen blauen Bar im Vordergrund mit Freigetränken versorgen könne.

121 - Am Strand von Saona

Also zogen wir uns auf ein paar freie Liegen zurück und entspannten erst einmal etwas, bis es schließlich Essen geben sollte. Natürlich tummelten sich auch hier Verkäufer für handgemachten Schmuck, Zigarren und ähnliches, aber sie waren bei weitem nicht so aufdringlich und häufig, wie an anderen Stränden wie in Sosua oder Boca Chica.
Gegen kurz nach eins begaben wir uns schließlich zur Essensausgabe, wo sich aber bereits eine lange Schlange gebildet hatte.

122 - Schlange zur Essensausgabe

Aber diese bewegte sich relativ schnell voran und nachdem wir uns mit Papiertellern und Plastikbesteck versorgt hatten, ließen wir uns von den Servicekräften an der kleinen Ausgabetheke die Teller mit allem voll Laden, was diese so anbot. Es gab Spaghetti, Reis, verschiedene Fleischsorten und Karotffelpüree mit Möhren.

123 - Buffet am Stand von Saona

An einer zweiten Theke konnte man sich in Selbstbedienung außerdem mit Weißbrot, verschiedenen Salaten und Obst in Form von Ananas versorgen.

124 - Buffet am Strand von Saona 02

Das waren jetzt natürlich keine kulinarischen Highlights, aber für einen Strandausflug wie diesen vollkommen angemessen.
Nach dem Essen blieben uns noch etwa eineinhalb Stunden, um weiter am Strand zu relaxen und ggf. auch mal ins kristallblaue, angenehm warme Wasser zu gehen. Dabei konnten wir uns weiterhin mit freien Getränken an der Bar versorgen. Von ein paar dunklen Wolken, die zeitweise vorbei zogen, ließen wir uns nicht verdrießen.

125 - Am Strand von Saona 02 127 - Am Strand von Saona 04

126 - Am Strand von Saona 03 128 - Am Strand von Saona 05
Am Strand von Saona

Um kurz nach 15:00 Uhr machten wir uns schließlich auf den Rückweg, dieses Mal aber nicht mit Katamaran, sondern mit dem Schnellboot. Dabei machten wir noch einen kleinen Zwischenstopp an einer Sandbank, wo wir vom Boot in das gerade einmal hüfttiefen Wasser steigen konnten.

129 - An der Sandbank 01
130 - An der Sandbank 02 131 - An der Sandbank 03
Auf der Sandbank

Nach einer halben bis dreiviertel Stunde Aufenthalt ging es schließlich weiter und zurück nach Los Melones / Bayahibe, wo uns das Schnellboot im Hafen wieder bis nah an den Strand brachte. Es war inzwischen etwa 16:45 Uhr.

132 - Zurück im Hafen von Bayahibe

Nun gingen wir zurück in unsere kleine Ferienhütte, wo wir erst uns einmal frisch machten. Außerdem hatte der Fahrtwind des Bootes die Frisur meiner Begleitung ziemlich durcheinander gebracht, so dass diese erst einmal für über eine Stunde in einen nahen Friseursalon verschwand, um sich dort die Haare richten zu lassen.
Erst später am Abend, es war inzwischen bereits gegen 21:00 Uhr, konnten wir uns dazu durchringen, noch einmal aufzubrechen und uns eine nette Location zum Abendessen zu suchen. Nachdem wir einige Zeit durch Bayahibe gelaufen waren, fiel unsere Wahl schließlich auf das kleine Restaurant Mare Nuestro direkt neben dem Capitan Kidd, das wir ja gestern Abend beehrt hatten. Das kleine zweistöckige Holzgebäude mit großer Dachterrasse sprach uns einfach am meisten an.

133 - Restaurant Mare Nuestro

134 - Restaurant Mare Nuestro 02
Lounge & Restaurante Mare Nuestro

Zuerst suchten wir uns einen Platz im Erdgeschoss, doch hier schien sich keiner um uns kümmern zu wollen. Wir wollten schon wieder gehen, als uns ein Angestellter aus einem kleinen Küchenfenster zurief, dass nur auf der Dachterrasse bedient würde. Also begaben wir uns nach oben und fanden trotz vieler Gäste dort glücklicherweise noch einen freien Platz mit wunderbaren Blick auf den nahen Hafen von Bayahibe.

135 - Im Restaurant Mare Nuestro 136 - Blick auf den Hafen von Los Melones - Restaurant Mare Nuestro

Gegenüber des Restaurants fand zur gleichen Zeit eine große Party statt, wie man mir erzählte handelte es sich dabei um eine sogenannte Quinceañera, eine Feier die in vielen lateinamerikanischen Ländern zum 15ten Geburtstag eines Mädchens üblich ist und den Übergang der Gefeierten vom Kind zur jungen Frau darstellt. Das Ganze war wirklich prachtvoll und pompös gestaltet und ich hatte so etwas noch nie vorher gesehen, daher erwähne ich es einfach mal in diesem Beitrag.

139 - Quinceanera
Quinceañera auf der anderen Straßenseite

Ganz wie der Name des Restaurants vermuten ließ, war die Karte sehr stark Gerichte mit Fisch und Meeresfrüchte ausgelegt. Vor allem die Variationen von Pasta mit unterschiedlichsten Fisch- und Meeresfrüchten umfasste gleich mehrere Seiten. Noch während wir das umfangreiche Angebot studierten und versuchten unsere Wahl zu treffen, brachte man uns zwei Bruschetta als kleine kostenlose Vorspeise.

137 - Bruschetta - Restaurant Mare Nuestro

Ich entschied mich schließlich für die Spaghetti con Langosta zum Preis von 800 Pesos, während meine Begleitung die Spaghetti con Camarónes wählte. Ich hatte ja erwartet dass man die Langosta, also den Hummer, einfach in der Sauce verarbeitet haben würde. Doch als das Gericht schließlich serviert wurde, wurde ich eines besseren belehrt.

138 - Spaghetti Langosta - Restaurant Mare Nuestro

Auf einer großen Portion Spaghetti mit einer Tomaten-Meeresfrüchte-Sauce thronten zwei kleine halbierte, gegrillte Hummer, bei denen ich nun selbst mit Messer und Gabel das zarte Hummerfleisch aus ihrer Schale befreien musste. Zum Glück brachte die Bedienung dazu noch einen zusätzlichen Teller, denn hätte ich das auf den Spaghetti versucht, wäre es wahrscheinlich zu einer Sauerei gekommen. 😉
Im Verzehr war das Gericht also etwas aufwändiger, aber es lohnte sich alle Mal, denn frisches Hummerfleisch gilt nicht umsonst als Delikatesse. Der Saft einiger Spalten von Limonen, die ich mir noch bringen ließ, rundeten das ganze Geschmacklich schließlich sehr gelungen ab.
Wir gingen anschließend noch einmal ein Stück nach Bayahibe hinein und genossen in einer Bar an der Straße noch ein großes Presidente-Bier, bevor wir schließlich in unsere Ferienhütte zurückkehrten und uns zu Bett begaben. Nach dem erlebnisreichen Tag waren wir schnell eingeschlafen.

Jahreswechsel in der Dominikanischen Republik [31.12.2016 – 01.01.2017]

Am Abend des Jahreswechsels stärkte ich mich erst einmal mit einem Yaroba, einem in der Dominikanischen Republik typischen Fast Food, bestehend aus frittierten Pommes Frites, die mit krümelig angebratenen Hackfleisch bedeckt und dann – meist in der Mikrowelle – mit Käse überbacken werden. Danach werden sie meist mit Ketchup und Mayo gewürzt. Nicht gerade leichte Kost, aber immer wieder lecker.

10 - Yaroba

Den Jahreswechsel selbst verbrachten wir noch zu Hause, erst danach brachen wir mit einigen Freunden und bekannten in eine Freiluft-Bar auf, um dort den Jahreswechsel noch ein wenig weiter zu feiern. Dazu gibt es jedoch keine Bilder, die ich hier veröffentlichen möchte – ich bitte um Verständnis. 😉
Am ersten Januar ging die Feierei aber weiter. Gegen Mittag fuhren wir noch mal nach Puerto Plata, um dort einige Dinge zu erledigen und besorgten uns dort auch gleich etwas Pizza in der bereits aus der letzten Reise bekannten Pizzeria San Fernando als Mittagsmahl.

11 - Pizza - Pizzaeria San Fernando - Puerto Plata

Außerdem ist es an diesem Tag hier üblich, dass die Kinder neue Kleider geschenkt bekommen und daher an vielen Orten in neuem Shirt, Hose, Kleid und Schuhen herum laufen. Dazu wird bereits ab dem frühen Nachmittag ein mit 8%Vol Alkohol relativ leichter, süßer Rotwein ausgeschenkt, der gekühlt und mit Eiswürfeln versetzt sowohl von den Erwachsenen als auch den Kindern genossen wird. Die Stimmung ist entsprechend ausgelassen und zu den Klängen von Merengue und Bachata-Musik, die überall laut aus den aufgestellten Lautsprechen klingt wird auf viel getanzt und weiter der Jahreswechsel gefeiert. Später werden dann auch härtere Dinge wie Rum (mit oder ohne Cola) ausgeschenkt. Ich hielt mich vorerst aber noch zurück, da ich noch genug vom Vorabend hatte.
Zum Abendbrot gab es schließlich ein paar gebratene Hähnchenteile mit frittierten Bananen.

12 - Chicken & Banana

Erst spät am Abend brachen wir dann schließlich in einen Club im kleinen Ort Cangrejo nahe des Flughafens von Puerto Plata auf, wo wir den Rest des Abend verbringen wollten.

13 - Club Cangrejo

Bei lauter Musik verbrachten wir hier den Abend mit weiteren Presidente-Bier und etwas Rum mit Cola – dazu wurde natürlich auf der in der Mitte des Clubs liegenden, eigentlich ständig stark frequentierten Tanzfläche getanzt.

14 - Dance floor - Club Cangrejo

Eine sehr angenehme Art den Jahreswechsel zu verbringen muss ich sagen – und das bei bis weit nach Mitternacht sommerlichen Temperaturen von über 20 Grad. 😀