Abgebräunter Leberkäse mit Spiegelei & Bratensauce [25.02.2019]

Zwar sah der Tortilla-Wrap mit Curryfüllung, dazu kleiner Salat aus dem Abschnitt Globetrotter heute auch nicht schlecht aus, aber ich hatte mehr Lust auf den Abgebräunten Leberkäse mit Spiegelei und Bratensauce bei Tradition der Region, der mit Röstkartoffeln serviert wurde. An den Penne al Arrabiata bei Vitality oder den Asia-Thai-Gerichten wie Gebackene Frühlingsrollen hatte ich heute kein Interesse. Leider entdeckte ich weder an der Salat- noch an der Gemüsetheke etwas passendes dazu, daher blieb es letztlich nur beim Hauptgericht.

Bavarian meat loaf with fried egg & gracy / Abgebräunter Leberkäse mit Spiegelei & Bratensauce

Beim leicht angebratenen Leberkäse hatte man mich mit einer besonders dicke Scheibe bedacht und auch das kleine Spiegelei mit seinem weichen, flüssigen Dotter reichte von der Größe vollkommen für die Menge des Leberkäses aus. Garniert mit Eidotter und der milden Bratensauce sehr gelungen. Obwohl man die Bratensauce noch viel eher für die ebenfalls großzügig bemessene Portion heute leider teilweise etwas matschig geratenen Röstkartoffeln benötigte. Ein häufig serviertes Standardgericht hier in der Betriebsrestaurant, das heute gutes Mittelmaß, aber auch nicht mehr, erreichte. Ich bereute meine Entscheidung nicht.
Sah man sich auf den Tabletts der anderen Gäste um, erkannte man schnell dass auch hier der Leberkäse eine kleine, aber klare Dominanz aufzeigte und sich so den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnte. Auf dem zweiten Platz sah ich die Asia-Gerichte, den dritten Platz belegten wohl die Penne und knapp dahinter auf Platz vier folgte schließlich der Wrap mit Salat.

Mein Abschlußurteil:
Leberkäse: ++
Spiegelei: ++
Bratensauce: ++
Röstkartoffeln: +

Hausgemachtes Fleischpflanzerl mit Bratensauce & Röstkartoffeln [11.02.2019]

Hätte ich nicht bereits letzte Woche zwei Mal Gerichte mit Reis gehabt – hier und hier – hätte ich heute vielleicht beim Putengeschnetzeltes “Riz Casimir” mit Langkornreis aus dem Abschnitt Globetrotter der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants zugegriffen. Am Zusatzangebot in Form von Spinat-Ricotta-Lasagne mit Bechamelsauce, Reste von letzter Woche, hatte ich ebenfalls keine Lust und die Safranbandnudeln mit Meerrettichspinat bei Vitality kamen wegen meiner Abneigung für Meerrettich in Frage. Blieben also noch die Asia-Gerichte wie Gebackene Frühlingsrollen oder Gebratenes Putenfleisch mit Thaigemüse in Kokosmilch und gelbem Thaicurry und das Hausgemachte Fleischpflanzerl mit Bratensauce und Röstkartoffeln bei Tradition der Region. Und obwohl die Fleischpflanzerl etwas dunkel aussah, fiel meine Wahl doch auf die Frikadelle. Leider entdeckte ich weder an der Salat- noch an der Gemüsetheke etwas passendes dazu, daher musste ich auf Grünzeug heute verzichten.

Homemade meatball with gravy & roast potatoes / Hausgemachtes Fleischpflanzerl mit Bratensauce & Röstkartoffeln

Unter einer sehr kross gebratenen und dünnen Kruste mit vielen Röstaromen fand sich beim Fleischpflanzerl angenehm lockeres und gut gewürztes Hack, das sich sowohl pur als auch mit der würzigen Bratensauce garniert als wahrer Genuss herausstellte.

Homemade meatball - Lateral cut / Hausgemachtes Fleischpflanzerl - Querschnitt

Und auch an den vermutlich zuerst als Salzkartoffeln gekochten und anschließend gerösteten kleinen Kartoffeln gab es nichts auszusetzen, sie erwiesen sich als überaus passende Sättigungsbeilage mit Biss und einer zusätzlichen Röstaroma-Note. Genau das richtige für die aktuelle kalte Jahreszeit – ich bereute meine Entscheidung nicht.
Und auch bei den anderen Gästen erfreute sich das Fleischpflanzel großer Beliebtheit und konnte sich somit mit einem deutlichen Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf dem zweiten Platz sah ich die das Riz Casimir, knapp gefolgt von den Asia-Gerichten auf Platz drei und den ebenfalls gern genommenen vegetarische Safranbandnudeln auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Fleischpflanzerl: ++
Bratensauce: ++
Röstkartoffeln: ++

Kartoffelsuppeneintopf mit Wiener Würstchen & Bauernbrot [30.01.2019]

Mein erster Blick galt heute natürlich der Pulled Duck – Gezupftes Entenfleisch im Briochesemmel mit Rotkrautsalat und Pommes Frites, die man am Abschnitt Globetrotter auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants anbot. Etwas ähnliches hatte man hier oder hier schon mal angeboten und meine Bewertungen waren immer recht gut gewesen – aber ich habe aktuell einfach keinen Appetit auf Fritten. Habe mich wahrscheinlich daran überfressen. Gut, ich hätte den Burger auch einzeln ohne Pommes nehmen können, aber ich bin eher ein Freund kompletter Gerichte und die Alternativen schienen mir gar nicht mal so übel. Gut, auf die Asia-Wok-Gerichte wie Gebratene Mie- Nudeln mit frischem Gemüse in süß-saurer Sauce oder Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce hatte ich nicht so großen Appetit, aber sowohl der Kartoffelsuppeneintopf mit Wiener Würstchen und Bauernbrot bei Tradition der Region als auch das Gebackener Hoki auf KartoffelBohnenpfanne bei Vitality erschienen mir durchaus Alternativen zu sein. Da beide Gerichte an der selben Theke ausgegeben wurde, überlegte ich bis zur letzten Sekunde bevor ich an der Reihe war, bei welchem der Gerichte ich zugreifen sollte. Letztlich fiel meine Wahl auf den Kartoffeleintopf, der schien mir besser zum aktuellen Winterwetter zu passen.

Potato stew with vienna sausages / Kartoffelsuppeneintopf mit Wiener Würstchen

Dieses Mal hatte ich sogar an Messer und Gabel gedacht, die notwendig waren um die beiden leider leicht wässrig wirkenden, aber dennoch schmackhaften Wiener Würstchen in mundgerechte Stücke zu zerteilen. Mit dem Löffel läuft man dabei zu sehr Gefahr, sich einzusauen – darauf kann ich verständlicherweise gut verzichten. 😉 Der Eintopf selbst war sehr gelungen mit zahlreichen Kräutern schmackhaft gewürzt und bestand neben den offensichtlichen Kartoffeln auch aus Möhren, Zwiebeln und etwas Lauch. Positiv fiel mir dabei auf, dass man nicht einfach den kompletten Eintopf püriert hatte, sondern einen Teil der Kartoffelwürfel entfernt und nach dem pürieren wieder hinzugefügt hatte – oder separat gekocht, ich habe dem Koch ja nicht über die Schulter schauen können. Sie gaben dem Eintopf auf jeden Fall zusätzlich Biss, was ich überaus positiv bewertete. Dazu gab es schließlich noch, als zusätzliche Sättigungsbeilage, eine Scheibe einigermaßen frischen Bauernbrots. Man merkte ihm an, dass es einige Zeit an der frischen Luft verbracht hatte, weswegen die Schnittfläche auf der Oberfläche leicht trocken wirkte, aber die Kruste war noch recht knusprig und man merkte ihm an, dass es sich hier nicht um allzu altes Brot handelte. Wäre aus meiner Sicht für die Sättigung nicht unbedingt nötig gewesen, aber schadete auch nicht. Vor allem konnte man es nutzen, um auch die letzten Reste des wirklich leckeren Eintopfs aus dem Teller zu wischen. Ich war mit meiner Entscheidung sehr zufrieden, auch wenn ich damit bereits zum dritten Mal zu Hausmannskost gegriffen hatte. Mal schauen war es morgen gibt, ich sollte mir da vielleicht mal etwas Abwechslung verschaffen.
Beim Gros der anderen Gäste sah ich, und das war auch nicht anders zu erwarten gewesen, natürlich den Pulled Duck Burger mit Fritten auf den Tabletts, was diesem Gericht unangefochten den ersten Platz auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala bescherte. Auf dem zweiten Platz sah ich den Kartoffelsuppeneintopf, aber nur mit einem hauchdünnen Vorsprung vor den ebenfalls gern genommenen Asia-Gerichten. Somit verbleibt nur ein vierter Platz, wenn auch ein äußerst guter, für den Hoki mit Kartoffel-Bohnenpfanne. Ich persönlich finde Hoki ja inzwischen nicht mehr ganz so gut, da es deutlich geschmacksintensivere Fischsorten gibt, aber wenn er gut zubereitet ist, würde ich natürlich jederzeit wieder zugreifen.

Mein Abschlußurteil:
Kartoffelsuppeneintopf: ++
Wiener Würstchen: +
Bauernbrot: ++

Putenschnitzel mit Waldpilzen & Mozzarella gratiniert [18.12.2018]

Heute war eigentlich nichts auf der Karte, was mich unmittelbar gereizt hätte. Der Curryreis mit Zucchini und Karotten bei Vitality klang eher langweilig und dsah auch so aus, der Paprikagulasch vom Schwein mit Butternudeln bei Tradition zu Region war mir zu “kantinig” und das Gebratenes Putenschnitzel mit Waldpilzen und Mozzarella gratiniert, dazu Sauce Bernaise und Bratkartoffeln bei Globetrotter lehnte ich wegen der Bratkartoffeln ab, die mich mit ihrer matschigkeit schon so häufig enttäuscht hatten. Ich war drauf und dran beim Seelachs mit verschiedenem Gemüse in süß-saurer Sauce zuzugreifen, der neben Gebratenem Gemüse in Massamansauce an der Asia-Thai-Theke angeboten wurde, doch dann hörte ich das Schaben der Kartoffelscheiben der Bratkartoffeln aneinander, als sie auf einen Teller serviert wurden. Das machte Hoffnung dass sie heute doch mal knusprig sein könnten, daher schwenkte ich noch ganz kurzentschlossen um und griff beim Putenschnitzel zu. Und obwohl ja schon Pilze dabei waren, ergänzte ich das Gericht noch zusätzlich mit etwas Rosenkohl von der Gemüsetheke, der heute mal außergewöhnlich frisch und knackig aussah.

Turkey escalope gratinated with wild mushrooms & mozzarella / Putenschnitzel mit Waldpilzen & Mozzarella gratiniert

Und tatsächlich waren die Bratkartoffeln heute mal nicht so matschig wie hier oder hier, sondern ein wenig knusprig gebraten, aber man merkte ihnen dennoch deutlich an dass es sich um aufgetaute TK-Ware handelte. Fast schon akzeptabel, aber bei weitem nicht perfekt. Ein größerer Lichtblick war da schon der Rosenkohl, der heute Mal wirklich frisch und knackig von der Gemüstheke gekommen war – leider eher eine Seltenheit. Am mit einer dicken Schicht Pilze und etwas Käse überbackenen Putenschnitzel gab es ebenfalls nichts auszusetzen, es war angenehm mager, saftig und das Fleisch harmonierte Geschmacklich wunderbar mit den Pilzen. Die milde, cremige Sauce Bernaise war daher mehr für die Kartoffelscheiben, sprich Bratkartoffeln, wichtig, denn sie waren dieses mal zwar etwas knuspriger, dafür natürlich auch etwas trocken. Aber mit der Sauce genießbar. Ich denke es war in Anbetracht des Angebotes wohl die beste Wahl heute gewesen.
Beim Kampf um Platz eins würde das Putenschnitzel fast von dem Paprikagulasch überholte, konnte sich auf der Zielgerade aber dann doch noch auf den ersten Platz retten. Nach dem somit zweitplatzierten Paprika-Schweinegulasch mit Butternudeln folgten die Asia-Gerichte auf einem guten dritten Platz und der Curryreis schließlich auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Putenschnitzel: ++
Waldpilze: ++
Sauce Bernaise: ++
Bratkartoffeln: +
Rosenkohl: ++

Gebratene Scholle “Finkenwerder Art” mit Sauce Hollandaise, Broccoli & Bratkartoffeln [23.11.2018]

Einen kurzen Moment liebäugelte ich heute mit den Reiberdatschi mit Apfelmus die im Bereich Tradition der Region angeboten wurden, denn die Pizza Hawaii mit Schinken, Ananas und Mozzarella bei Vitality mit ihren im Zentrum konzentrtierten Zutaten und dem bereiten Rand sah nicht sehr verlockend aus. Pizza ist nun mal nicht das Kerngeschäft dieses Betriebsrestaurants. Und bei der Gebratene Scholle “Finkenwerder Art” mit Sauce Hollandaise, Broccoli und Bratkartoffeln Aus dem Abschnitt Globetrotter hatte ich leichte vorbehalte da ich damit zum vierten Mal in Folge Kartoffeln als Sättigungsbeilage haben würde und die Bratkartoffeln ausßerdem verdächtig denen ähnelte, die ich gestern bereits zum Zwiebelrostbraten gehabt hatte. Und auf Gebratenes Asiagemüse in grüner Kokossauce oder Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse und rotem Thaicurry in Kokosmilchsauce – der typischen Freitags-Resteverwertung an der Asia-Wok-Theke – hatte ich auch keine große Lust. Letztlich erschien mir die Scholle dann aber doch am verlockensten, daher überwand ich meine Vorbehalte und griff bei diesem Angebot zu.

Baked plaice with sauce hollandaise, broccoli & fried potatoes /Gebratene Scholle "Finkenwerder Art" mit Sauce Hollandaise, Broccoli & Bratkartoffeln

Was die Bratkartoffeln anging schien sich meine Vermutung zu bewahrheiten, denn frisch waren diese Kartoffelscheiben keinesfalls, eher etwas labberig und außerdem nur noch maximal lauwarm. Genießbar waren sie noch, so ist es nicht, aber frisch zubereitet wären sie natürlich um einiges schmackhafter gewesen. Ein wenig entschädigte mich dafür aber die überaus gut gelungene, gebackene Scholle mit ihrem Topping nach Finkenwerder Art aus Speck und Krabben. Sie war anagenehm zart, saftig und vollkommen grätenfrei. Nur etwas größer hätte sie gern seien können. Und auch beim mit Mandeln zubereiteten, noch leicht knackigen Broccoli hätte man gerne noch etwas großzügiger sein können. Die Menge der leider nicht sonderlich geschmacksintensiven Sauce Hollandaise war aber genau richtig abgemessen. Abgesehen von der Sättigungsbeilage also eine durchaus gute Wahl.
Scholle und Pizza lieferten sich heute ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen beim Kampf um Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala und ich war bei genauerem Hinsehen der Meinung, dass die Pizza dabei mit einer Nasenlänge Vorsprung den Sieg davon trug. Aber nur knapp nach dem somit zweitplatzierten Fischgericht folgten auch schon die Reiberdatschi auf einem ebenfalls guten dritten Platz. Asia-Gerichte wurden natürlich ebenfalls verzehrt, aber für mehr als Platz vier reichte es dort heute nicht.

Mein Abschlußurteil:
Scholle “Finkenwerder Art”: ++
Broccoli: ++
Sauce Hollandaise: +
Bratkartoffeln: +/-