Pute, Rind & Schwein in Kokosmilchsauce [18.02.2013]

Zwar klangen sowohl das Schweineschnitzel mit Jägersauce und Kroketten bei Globetrotter als auch der Linseneintopf mit Wiener Würstchen und Bauernbrot bei Tradition der Region überaus lecker und selbst mit dem Bunten Kräuter-Ofengemüse mit Kressedip bei Vitality hätte ich, trotz des auch heute deutlich sichtbaren Gestrüpps leben können, aber nachdem ich aufgrund der vielen Fischangebote letzte Woche komplett auf Asia-Thai-Gerichte verzichtet hatte, wollte ich diese Woche diesen Angeboten mal verstärkt meine Aufmerksamkeit zuwenden und mit Gebratenes Pute, Rind- und Schweinfleisch mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce fand ich auch gleich etwas passendes, das ich mir noch mit einigen der Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen kombinierte. Alternativ hääte ich natürlich auch beim Moo Pad Prik Bai Kaprao – Schweinefleisch mit scharfem Basilikum und Thaigemüse in Austernsauce zuschlagen können, aber das Gericht mit gleich drei Fleischsorten erschien mir doch etwas verlockender. Mit einer Schale Reis als Sättigungsbeilage komplettierte ich schließlich das heutige Mittagsgericht.

Pute, Rind & Schwein in Kokosmilchsauce / Turkey, beef & pork in coconut milk sauce

Zwar waren die zahlreichen Stücke von Pute, Rinder- und Schweinefleisch relativ groß geschnitten, aber das ließ sich glücklicherweise mit Hilfe des Messers problemlos beheben. Gemeinsam mit der wie üblich sehr bunten Zusammenstellung von verschiedenen Gemüsesorten wie Blumenkohl, Lauch, Paprika, Frühlingszwiebel, Stangensellerie und Chinakohl (Möhren und Zucchini entdeckte ich heute mal keine) und der für eine Kokosmilchsauce angenehm würzig geratenen Kokosmilchsauce auch heute eine überaus leckere Kombination. Und die drei mit Gemüse gefüllten, knusprigen Frühlingsröllchen waren eine schmackhafte Ergänzung dazu. Komplettiert wurde alles durch den leicht klebrigen Reis, den ich mir mit einem Esslöffel süß-scharfen Chilisauce garniert hatte, als Sättigungsbeilage.
Bei den anderen Gästen lag natürlich wie zu erwarten das Schweineschnitzel mit Jägersauce und Kroketten mit deutlichem Vorsprung am höchsten in der Gunst und belegte unangefochten den ersten Platz der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten aber schon die Asia-Gerichte, die sich mit knappen Vorsprung gegen den ebenfalls sehr beliebten Linseneintopf behaupten konnte. Auf Platz vier folgte schließlich das Kräuter-Ofengemüse. Eine dem Angebot entsprechend sehr übliche Platzierung, der ich glaube ich nichts hinzuzufügen brauche.

Mein Abschlußurteil:
Frühlinsgröllchen: ++
Pute, Rind & Schwein in Kokosmilchsauce: ++
Reis: ++

Pichelsteiner Eintopf mit Bauernbrot [10.12.2012]

Zwar überlegte ich heute einen Moment lang, bei den Asia-Thai-Gerichten zuzuschlagen wo neben Phoaxao – Gebratene Reisnudeln mit Thai-Gemüse nach Namainh-Art auch Gaeng Massaman Moo – Gebratenes Schweinefleisch mit fischem Gemüse und Kartoffeln in Massaman Curry und – was mich am meisten reizte – Gebackenes Hühnerfleisch mit verschiedenem Gemüse in Erdnuss-Sauce aus der Karte stand. Die Gemüsepfanne auf mediterrane Art mit Kräuterrisotto vom Weichweizen in der Sektion Vitality sprach mich visuell nicht an und das heutige Zusatzangebot in Form einer Dampfnudel mit Vanillesauce – wohl Reste vom Freitag – kam wegen seines Charakters als Süßspeise für mich nicht in Frage. Blieben also noch 3 Stück Bifteki mit Tzatziki, frischen Zwiebeln und Kräuterreis bei Globetrotter und der Pichelsteiner Eintopf mit Bauernbrot in der Abteilung Tradition der Region. Kurzentschlossen fiel meine Wahl schließlich auf den Pichelsteiner Eintopf, denn dieses Gericht erschien mir für einen so kalten Wintertag wie heute, an dem Bayern tief eingeschneit lag, genau das richtige. Dazu gesellte sich dann noch ein Becherchen Zitronen-Mousse auf mein Tablett.

Pichelsteiner Eintopf mit Bauernbrot / Bavarian stew with meat & vegetables and farmhouse bread

Neben einer leider nicht mehr ganz knusprig-frischen Scheibe Grau- bzw. Bauernbrots hatte man hier ein Gericht serviert, der wie ich meine tatsächlich die drei traditionell in einem solchen Gericht gehörenden Fleischsorten von Schwein, Rind und Hammel zu enthalten schien, wobei Schwein und Rind überwogen und ich leider nur ein etwas größeres Stück entdeckte, das meiner Meinung nach vom Hammel stammte. Dazu waren Möhren, Kartoffeln, Wirsing, Zwiebeln und wohl auch etwas Lauch mit hinein gegeben worden. Ein angenehm deftiges und überaus schmackhaftes Gericht, dass meine Erwartungen an ein solches Gericht vollends erfüllte. Einzig beim Bauernbrot muss ich einen kleinen Abzug in der Wertung geben. Aber am luftig-lockeren Zitronenmousse mit einer Garnitur aus Schokostreuseln und einer dünnen Scheibe Zitrone gab es glücklicherweise nichts auszusetzen – die Süße war mit dem Sauren der Zitrone meiner Meinung nach sehr gut abgewogen worden, was dieses Dessert zu einem überaus gelungenen Abschluss des heutigen Mittagsmahls machte.
Als ich mich auf den Tabletts der anderen Gäste umsah, stellte sich schnell heraus dass es heute wohl keinen klaren Sieger beim Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala gab. Sowohl der Pichelsteiner Eintopf als auch die Bifteki schienen gleich beliebt zu sein, weswegen ich wohl beiden Gerichten zu gleichen Teilen diesen Platz zubilligen muss. Auf Platz zwei folgten dann die Asia-Gericht, gefolgt von der vegetarischen Gemüsepfanne auf Weiweizen auf Platz vier und schließlich der Dampfnudel auf Platz fünf.
Bei dem Pichelsteiner Eintopf scheint es sich des weiteren um eine erneute Premiere zu handeln, denn ich konnte seit ich in dieser Location esse noch keinen Tag entdecken an dem dieses Gericht ebenfalls angeboten wurde. Aufgrund der guten Resonanz bei den Gästen bleibt also zu hoffen, dass dieses Gericht in der kalten Jahreszeit nun häufiger mal auf der Speisekarte zu finden ist – ich würde es auf jeden Fall sehr begrüßen wenn es sich dabei nicht nur um ein einmaliges Angebot gehandelt haben sollte. Allerdings kann man in Zukunft die Menge an Hammelfleisch gerne noch etwas erhöhen… ;-)

Mein Abschlußurteil:
Pichelsteiner Eintopf: ++
Bauernbrot: +
Zitronenmousse: ++

Ungarischer Gulaschsuppeneintopf mit Baguette [26.11.2012]

Das Angebot am heutigen Montag war leider weniger berauschend. Einen Moment überlegte ich noch an der Asia-Thai-Theke zuzugreifen, wo u.a. Pud Pak Ruam Mit – Gebratenes frisches Gemüse in Austernsauce und Gaeng Panang Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kaffir Limetten in rotem Panang Curry auf der Karte standen, dann aber entdeckte ich neben dem Curryreis mit Zucchini-Möhrenragout bei Vitality und einem Putenschnitzel in Zwiebelrahmsauce und Spätzle bei Tradition der Region auch noch den Ungarischen Gulaschsuppeneintopf mit Kartoffelwürfeln Paprikastreifen und Baguette in der Sektion Globetrotter. Das erschien mir eine akzeptable Alternative, zumal ich soweit ich mich entsinnen konnte, dieses Gericht bisher hier noch nicht probiert hatte. Also griff ich hier zu und ergänzte es noch mit einem Becherchen Milchreis mit Johannisbeergelee von der Dessert-Theke.

Ungarischer Gulascheintopf mit Baguette / Hungarian goulash stew with baguette

Die Gulaschsuppe, für einen Eintopf fand ich sie dann doch etwas dünn geraten, erwies sich als angenehm scharf, so wie es mag. Aber leider haderte es an anderen Ecken, denn es fanden sich zwar reichlich Kartoffelwürfel, dafür hatte man an den kleinen Rindfleischstücken wiederum etwas zu sehr gespart. Aber gemeinsam mit den Stücken von roter und grüner Paprika, geschälten Tomatenstücken, der dicklichen, würzigen Flüssigkeit und natürlich den angenehm frischen und knusprigen Stück Baguette ergab alles ein schmackhaftes und überaus sättigendes, wenn auch nicht perfektes Mittagsgericht, das ich mit dem nicht allzu stark gesüßten Milchreis mit seiner mit zahlreichen Beeren versehenen Fruchtgeleegarnitur abschloss.
Auf den heutigen Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala schaffte es heute jedoch mit einem kleinen, aber dennoch deutlichen Vorsprung das Putenschnitzel in Zwiebelrahmsauce, gefolgt vom ungarischen Gulaschsuppeneintopf auf Platz zwei und, knapp dahinter, den Asia-Gerichten auf Platz drei. Platz vier belegte, wie für vegetarische Gerichte üblich, der Curryreis mit Zucchini-Möhrenragout.

Mein Abschlußurteil:
Gulaschsuppeneintopf: +
Baguette: ++
Milchreis mit Johannisbeergelee: ++

Lomo Salteado con choclo [08.11.2012]

Auch zum heutigen Donnerstag stand mit, als aus der Küche Ecuadors stammend, ein Lomo Salteado con choclo – Rindfleischstreifen mit Tomaten-Zwiebelgemüse, Maiskolben und Wedges im Bereich Globetrotter wieder ein überaus verlockend klingendes Gericht auf der Karte, das ich nicht versäumen wollte. Damit kamen der Pikante Bohnengulasch bei Vitality, das Zusatzangebot in Form eines Schnitzel “Wiener Art” mit Kartoffelsalat oder die Allgäuer Käsespätzle mit Röstzwiebeln bei Tradition der Region heute ebenso wenig für mich in Frage wie die Asiatischen Gerichte in Form eines Gebratenen Curry-Gemüses nach Thai-Art oder eines Gaeng Dang Nua – Gebratenes Rindfleisch mit frischem Paprika, Zucchini und Bambussprossen in scharfem roten Curry. Zu dem ecuadorianischen Gericht gesellte sich schließlich noch ein Becherchen Limetten-Mousse von der Dessert-Theke auf mein Tablett.

Lomo Salteado con choclo

Das kleine Stück wohl gekochten Maiskolbens erwies sich schon mal als ganz lecker, auch wenn es sich mit Messer und Gabel schwer verzehren ließ – aber nahm man die Hände zur Hilfe funktionierte es recht gut. Dazu gab es eine meiner Meinung nach etwas klein, aber gerade noch ausreichend große Portion Rindergeschnetzeltes in einer fruchtig-scharfen Sauce, in der sich außer den angekündigten Tomaten und Zwiebeln auch einige Streifen Paprika fanden. Bis auf die etwas schärfere Würze entdeckte ich aber keinen besonders erwähnenswerten Unterschied zu einem regulären Rindergeschnetzelten – was nicht bedeuten soll das es schlecht schmeckte, aber ich hatte mir etwas mehr erwartet. Da ich meine wahrscheinlich übersteigerten Erwartungen natürlich schlecht in die Note einfließen lassen kann, gibt es natürlich keinerlei Punktabzug. Und auch die knusprigen, noch sehr heißen Kartoffelspalten bzw. Wedges gaben keinerlei Grund zur Kritik. Gemeinsam mit dem süßlich-sauren Limetten-Mousse ergab alles somit ein durchaus schmackhaftes und durchaus gelungenes Mittagsmahl.
Und auch bei den anderen Kantinengästen lagen die ecuadorianischen Rindfleischstreifen heute am höchsten in der Gunst und belegten somit den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Ihr folgten die Asia-Gerichte auf Platz zwei, aber eng gefolgt vom auch heute sehr populären Schnitzels auf Platz drei, den Käsespätzle auf Platz vier und dem vegetarischen Bohnengulasch auf einem guten fünften Platz. Damit scheint aber die nur drei Tage währende, südamerikanische Woche scheinbar schon vorüber – morgen habe ich nichts in dieser Richtung mehr auf der Karte entdecken können. Aber das muss noch nichts heißen – ich lass mich einfach mal überraschen. ;-)

Mein Abschlußurteil:
Rindfleischstreifen mit Tomaten-Zwiebelgemüse: ++
Maiskolben: ++
Kartoffel-Wedges: ++
Limetten-Mousse: ++

Gaeng Pad Nua [11.09.2012]

Im Bereich der regulären Küche hätte ich mich heute maximal für die Hähnchenbrust in der Knusperpanade auf Gemüsereis bei Tradition der Region erweichen können, weder die Gefüllte Aubergine mit Gemüse-Zartweizen bei Vitality (ich mag Auberginen nicht gerne in so großen Mengen) noch das Rinderlendensteak “Strindberg” mit Kartoffelkroketten bei Globetrotter (ich mag die Strindberg-Art mit ihrer Kombination aus Zwiebeln und viel Senf nicht – siehe dazu auch hier) konnte mich besonders begeistern. Aber zwei Mal hintereinander Geflügel und Reis wollte ich auch nicht, also schaute ich mich an der Asia-Theke um, wo ich neben Gaeng Kiew Wan Pak – Gebratenes frisches Gemüse in grünem Thaicurry und Gebratene Schweinefleischstreifen mit verschiedenem Gemüse in Hoi Sin Sauce auch mal wieder Gaeng Pad Nua – Gebratenes Rindfleisch mit frischem Gemüse, Bambussprossen und Kokosmilch in scharfem roten Curry entdeckte. Dies schien genau das richtige für heute, also griff ich bei diesem Gericht zu und ergänzte es mit etwas Reis als Sättigungsbeilage.

Gaeng Pad Nua

Das zahlreich vorhandene, in lange dünne Streifen geschnittene Rindfleisch schien zwar heute etwas zäher als sonst, aber dies erwies sich nicht also so schlimm als dass ich es negativ in die Wertung einfließen lassen müsste. Gemeinsam mit der wie üblich bunten Gemüsemischung, in der ich Bambussprossen, Kohl, Möhren, Paprika, Broccoli, Zucchini, Blumenkohl, einige wenige Auberginenstücke und Frühlingszwiebeln entdeckte, sowie der würzigen, aber nicht sonderlich scharfen Sauce aus Kokosmilch und roten Curry und natürlich dem Reis ergab das Ganze wie üblich ein überaus schmackhaftes und sättigendes Mittagsgericht. Ich war insgesamt wirklich zufrieden.
Beim Gros der anderen Kantinengäste lag heute die Hähnchebrust in Knusperpanade mit deutlichem Vorsprung auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala, gefolgt vom Rinderlendensteak “Strindberg” auf Platz zwei, den Asia-Gerichten auf Platz drei und der Gefüllten Aubergine schließlich auf Platz vier. Ich war zwar nicht sicher gewesen, ob aufgrund der Kroketten das Rinderlendensteak nicht doch auf Platz eins landen könnte, ansonsten entsprach die Platzierung eigentlich meiner Erwartung und dem aktuellen Trend.

Mein Abschlußurteil:
Gaeng Pad Nua: ++
Reis: ++