Tiroler Gröstel mit Spiegelei [05.02.2018]

Die Auswahl auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurant am heutigen Montag ließ mal wieder wünschen übrig. Mein erster Blick galt erst mal dem Putenschnitzel “Zigeuner Art” mit Kroketten, das im Abschnitt Globetrotter angeboten wurde. Auf die Pappadelle mit Blattspinat und Meerrettich bei Vitality hatte ich aufgrund meiner leichten Abneigung gegen Kren auf jeden Fall keine Lust und auch die Asia-Thai-Angebote wie Gebackene FrühlingsrollenGebratenes Hühnerfleisch mit Thaigemüse in Austernsauce rissen mich nicht so vom Hocker. Dann aber erweckte noch das Tiroler Gröstel mit Spiegelei bei Tradition der Region mein Interesse, denn in der Präsentation auf dem großen Bildschirm gleich neben dem Eingang sah es gar nicht mal so schlecht aus – auch wenn es eigentlich ein typisches Restegericht ist. Daher entschied ich mich kurzfristig dann noch noch um und griff zum Geröstel.

Tiroler Gröstel mit Spiegelei

Leider entsprach das Gericht das serviert wurde dann doch nicht ganz meinen Erwartungen. Das Verhältnis von recht vielen kleinen Würfeln recht durchwachsenen aus Schweine- und Rindfleisch zu relativ wenigen kleinen Salzkartoffeln war alles andere als Optimal gewählt, von der eher homöopathischen Menge an Lauch mal ganz abgesehen. Außerdem war das Fleisch auch teilweise etwas zu knusprig angebraten wie ich meinte. Zum Glück gab es die dickliche und würzige Bratensauce, die das Gericht glücklicherweise noch etwas retten konnte. Und bis auf die Größe – wo bitte bekommt man heute noch solche XS-Eier? – war auch das Spiegelei ohne nennenswerten Tadel – vor allem weil das Eigelb noch wunderbar flüssig war, so wie ich es mag. Aber das letzte Mal war es auch nicht besser gewesen. Wenn schön Gröstel, dann doch lieber das nächste Mal das Kartoffel-Gröstel mit Lauch und Schafskäse.
Bei den anderen Gästen lag natürlich, wie nicht anders zu erwarten, das Putenschnitzel “Zigeuner Art” mit Kroketten am höchsten in der Gunst und konnte sich somit unangefochten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Um den zweiten Platz lieferten sich das unerwarteter Weise doch gern gewählte Nudelgericht mit Blattspinat und Meerrettich sowie die Asia-Gerichte einen enges Kopf-an-Kopf-Rennen, ich würde aber letztlich sagen dass die Asia-Gerichte doch ein klein wenig häufiger auf den Tabletts zu sehen waren und somit diese Platzierung verdienten. Somit landeten die Pappadelle auf Platz drei und das Tiroler Gröstl auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Tiroler Gröstel: +/-
Bratensauce: ++
Spiegelei: ++

Pikantes Rindercurry mit Gewürzreis – das Rezept

Irgendwie hatte ich dieses Wochenende mal wieder Appetit auf Rindfleisch, daher entschied ich mich dazu mal ein Rindercurry zuzubereiten und es mit etwas Gewürzreis zu servieren. Dabei nutzte ich für die Zubereitung des Gewürzreis mal eine neue Methode des Reiskochens, die sich als überaus effizient erwies. Doch dazu später mehr. Der Arbeitsaufwand für die eigentliche Zubereitung kann man auf jeden Fall als akzaptabel bezeichnen, nur das schmoren des Gerichts nimmt etwas mehr Zeit in Anspruch – aber es lohnt sich, denn das Ergebnis ist ein überaus leckeres und deutlich pikantes Rindfleischgericht, das ich als sehr gelungen bezeichnen möchte. Daher will ich es natürlich nicht versäumen, das zugehörige Rezept hier einmal kurz in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir für 3-4 Portionen?

Für das Rindfleischcurry

650g mageres Rindfleisch
01 - Zutat mageres Rindfleisch / Ingredient lean beef

1 große oder 2 kleine Zwiebeln
02 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2 Zehen Knoblauch
03 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1 etwas mehr als daumengroßes Stück frische Ingwerknolle
04 - Zutat Ingwer / Ingredient ginger

1 Esslöffel Garam Masala
05 - Zutat Garam Masala / Ingredient garam masala

1 Teelöffel Kurkuma
06 - Zutat Kurkuma / Ingredient curcuma

2 Teelöffel Curry
07 - Zutat Curry / Ingredient curry

2 Esslöffel Tomatenmark
08 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

300ml Gemüsebrühe
09 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable broth

100g Creme fraiche
10 - Zutat Creme fraiche / Ingredient creme fraiche

einige Spritzer Sojasauce
11 - Zutat Sojasauce / Ingredient soy sauce

sowie etwas Erdnussöl zum braten
und etwas Salz & Pfeffer zum würzen
evtl. 1-2 Stiele Frühlingszwiebel zum garnieren

Für den Gewürzreis

200g Langkornreis
12 - Zutat Langkornreis / Ingredient rice

Chili, Kreuzkümmel, Koriander und Zimt
13 - Zutat Gewürze / Ingredient spices

sowie 375ml Wasser zum kochen
etwas Salz
und etwas Butterschmalz zum braten

Beginnen wir nun damit, die Zwiebel zu schälen und in Spalten zu schneiden.
14 - Zwiebeln in Spalten schneiden / Cut onion in slices

Anschließend schälen wir den Ingwer,
15 - Ingwer schälen / Peel ginger

reiben ihn
16 - Ingwer reiben / Grate ginger

und schälen die Knoblauchzehen
17 - Knoblauch schälen / Peel garlic

um sie zum Ingwer zu pressen.
18 - Knoblauch zu Ingwer pressen / Squeeze garlic to ginger

Danach waschen wir das Rindfleisch, trocknen es,
19 - Rindfleisch waschen / Wash beef

schneiden es in mundgerechte Würfel
20 - Rindfleisch würfeln / Dice beef

und würzen diese rundherum mit Salz und Pfeffer.
21 - Rindfleisch mit Salz & Pfeffer würzen / Season beef with salt & pepper

Schließlich erhitzen wir etwas Erdnussöl – ersatzweise können wir auch Butterschmalz nehmen – in einer Pfanne oder besser noch einem Wok auf erhöhter Stufe
22 - Erdnussöl in Wok erhitzen / Bring peanut oil to a boil

geben das gewürfelte und gewürzte Rindfleisch hinein
23 - Rindfleisch in Wok geben / Put beef in wok

und braten es scharf rundherum an, so dass einige Röstaromen entstehen
24 - Rindfleisch scharf anbraten / Sear beef

um es dann wieder zu entnehmen und erst einmal bei Seite zu stellen.
25 - Fleisch aus Pfanne entnehmen / Remove beef from pan

Nun reduzieren wir die Temperaturzufuhr auf eine mittlere Stufe und dünsten erst einmal die Zwiebelspalten darin an.
26 - Zwiebeln andünsten / Braise onions

Dann geben wir die Ingwer-Knoblauch Mischung hinzu, dünsten sie ebenfalls ein bis zwei Minuten mit an,
27 - Ingwer & Knoblauch addieren / Add ginger & garlic

streuen das Garam Masala, den Kurkuma und das Curry ein,
28 - Gewürze einstreuen / Add spices

addieren die beiden Esslöffel Tomatenmark
29 - Tomatenmark hinzufügen / Add tomato puree

und vermischen alles miteinander, wobei wir es weiter andünsten bis sich der Geruch der Gewürze leicht in der Küche verteilt.
30 - Anbraten / Fry

Jetzt ist es an der Zeit, das angebratene Rindfleisch wieder hinzu zu geben,
31 - Rindfleisch wieder hinzufügen / Add beef

alles mit der Gemüsebrühe abzulöschen
32 - Mit Gemüsebrühe ablöschen / Delaze with vegetable broth

und verrühren alles gründlich, wobei wir es kurz aufkochen lassen.
33 - Verrühren & aufkochen lassen / Mix & bring to a boil

Anschließend reduzieren wir die Hitzezufuhr auf eine reduzierte Stufe und lassen alles geschlossen – abhängig von der Qualität und Faserigkeit des Fleisches – für eineinhalb bis zwei Stunden leise schmoren,
34 - Geschlossen schmoren lassen / Simmer closed

wobei wir es natürlich zwischendurch immer mal wieder umrühren sollten, damit nichts anbrennt.
35 - Gelegentlich umrühren / Stir from time to time

Nach etwa einer Stunde wenden wir uns dem Reis zu. Zuerst spülen wir den trocknen Reis (200g) in einem Sieb ab, um überflüssige Stärke abzuwaschen,
36 - Reis in Sieb abspülen / Rinse rice in sieve

geben den Reis in einen kalten Topf,
37 - Reis in Topf geben / Put rice in pot

gießen etwa 375ml Wasser hinzu,
38 - Wasser addieren / Add water

salzen dieses
39 - Wasser salzen / Salt water

und bringen es dann geschlossen zum kochen.
40 - Geschlossen zum kochen bringen / Bring to a boil closed

Sobald das Wasser sieded, schalten wir auf die kleinste Stufe hinunter und lassen den Reis, wieder bei geschlossenem Deckel, über ca. 20 Minuten ausquellen. Dabei sollten wir ihn ein bis zwei Mal umrühren, damit nichts am Boden anbrennen kann.
41 - Reis auf niedriger Stufe ausquellen lassen / Let rice soak on low cooking level

Sollte am Ende noch etwas Wasser im Topf übrig sein, gießen wir dieses vorsichtig ab, lockern den Reis mit einer Gabel aus und lassen ihn ausdünsten.

Vorher geben wir aber noch die Creme fraiche zu unserem geschmorten Rindfleisch,
42 - Creme fraiche hinzufügen / Add creme fraiche

verrühren sie gründlich,
43 - Gründlich verrühren / Mix well

und schmecken alles final noch einmal mit etwas Salz, Pfeffer
44 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Season with salt & pepper

sowie einigen Spritzern heller Sojasauce ab. Aber vorsichtig: bitte nur sparsam mit der Sojasauce vorgehen.
45 - Mit Sojasauce abschmecken / Taste with soy sauce

Inzwischen müsste dann auch der Reis fertig gekocht sein, so dass wir ihn wie oben beschrieben ausdünsten lassen können und parallel etwas Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen,
46 - Butterschmalz in Pfanne erhitzen / Heat up ghee in pan

darin Kreuzkümmel, Koriander, Chili und eine Prise Zimt andünsten, bis sie beginnen ihren Geruch zu verströmen
47 - Gewürze anbraten / Fry spices

und schließlich den Reis darin anbraten und dabei gründlich mit den Gewürzen vermischen. Bei Bedarf salzen wir ihn hier auch noch etwas nach.
48 - Reis mit Gewürzen anbraten / Fry rice with spices

Dann können wir das Gericht auch schon – wer mag garniert es mit einigen Frühlingszwiebel-Ringen – servieren und genießen.
49 - Zesty beef curry with spiced rice - Served / Pikantes Rindercurry mit Gewürzreis - Serviert

Das Rindfleisch war durch das schmoren wunderbar zart geworden und zerfiel regelrecht auf der Zunge, während die Sauce ihm ein ein exotisch-würziges, angenehm scharfes Aroma gab. Die Schärfe von Ingwer ist dabei nicht so aufdringlich wie die von Chilis, sondern entwickelt sich erst langsam beim Verzehr, was ich als sehr angenehm empfinde. Im Grunde genommen erinnerte das ganze an einen asiatisch-indisch gewürzten Gulasch, zu dem natürlich der mit Kreuzkümmel, Koriander, etwas Chili und einer Prise Zimt gewürzte Reis wunderbar passte. Durch das vorherige abspülen war der Reis dabei sehr körnig geworden, weswegen es sich nicht ganz so leicht formen ließ wie der Reis den ich sonst so mache und dabei auch noch mit Butter verfeinere. Aber auch diese Variante hat eindeutig ihre Daseinsberechtigung und ist eine schmackhafte Alternative, nicht nur zu deftigen Gerichten wie diesem.

50 - Zesty beef curry with spiced rice - Side view / Pikantes Rindercurry mit Gewürzreis - Seitenansicht

Guten Appetit

Texas Jalapeno Chili [11.07.2017]

Als ich in der Speisekarte las, das es heute bei Globetrotter ein Texanisches Chili mit Mais, Kidneybohnen und Rindfleisch, dazu Sour Cream und Jalapenos gab, war ich eigentlich schon fast sicher, dass ich bei diesem Gericht zugreifen würde. Gut, das Hausgemachte Fleischpflanzerl mit Bratensauce und Röstkartoffeln bei Tradition der Region besaß ebenso seinen Reiz wie dem Griechische Wrap mit mediterranem Gemüse, Feta und Joghurtdip, dazu gemischten Salat bei Vitality oder die Asia-Thai-Gerichte wie Gebackener Seelachs mit Thaigemüse in Austernsauce, aber ich liebe nun einmal Chilis in jeglicher Form, daher blieb ich letztlich dabei.

Texas Jalapeno Chili

Wie man sieht hatte man zu diesem Chili nicht nur mit der angekündigten Sour Cream und einige Jalapenos, sondern auch mit Tortille Chips und ein Stück frischem Baguette serviert. Das Chili selber aus Mais, Kidneybohnen und einigen kleinen Rindfleischstreifen in einer eher wässerigen Tomatensauce fand ich zwar etwas dünn geraten, aber geschmacklich erwies es sich als durchaus gelungen. Ich weiß ja inzwischen, dass man den Einsatz von Saucenbindern oder auch nur Mehl zum eindicken von Speisen hier in unserem Betriebsrestaurant prinzipiell ablehnt. Vor allem die Jalapenos gaben dem Gericht eine angenehme milde, aber nicht übertriebene Schärfe. Insgesamt kein Meister-Chili, aber mal eine gelungene Abwechslung vom sonst üblichen Chili con Carne.
Die anderen Göste hatten heute natürlich dem Fleischpflanzerl den Vorzug gegeben und ihm unangefochten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala beschert. Aber auf den zweiten Platz folgte ihm schon das texanische Chili, auch wenn es diesen Platz nur mit knappen Vorsprung vor dem ebenfalls sehr beliebten Asia-Gerichten verteidigen musste. Der vegetarische Wrap mit Salat folgte schließlich auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Texas Jalapeno Chili: ++
Baguette: ++

Texas Jalapeno Chili [21.03.2017]

Als ich heute einen Blick auf die Speisekarte unseres Betriebsrestaurants warf, entdeckte ich gleich das Texas Chili mit Jalapenos in der Sektion Globetrotter das mein Interesse weckte. Zuerst hatte ich sogar vermutet, dass es sich hier um ein neues Gericht handelte, doch es hatte mit einem Texas Jailhouse Chili vor etwa einem Jahr schon mal zumindest etwas ähnliches hier in unserem Betriebsrestaurant gegeben und selbst gekocht hatte ich in diesem Beitrag so etwas auch schon einmal. Wie dem auch sei, meine Wahl des heutigen Gerichts stand auf jeden Fall damit fest, denn ich liebe nun einmal Chilis in jeglicher Form. Daher ignorierte ich das Gebackene Kotelette mit Preiselbeeren und Kartoffelsalat bei Tradition der Region, den Gebackenen marinierten Tofu mit Ingwer-Currygemüse bei Vitality sowie die Asia-Thai-Gerichte wie Gebratenen Eierreis mit verschiedenem Gemüse oder Gebackenen Seelachs mit Thaigemüse in Masamansauce und steuerte mit dem Chili schnurstracks die Kasse an.

Texas Jalapeno Chili

Heute hatte mich sich mit dem Anrichten besondere Mühe gegeben, denn man hatte das Gericht nicht nur mit Jalapenos, sondern auch mit einigen Tortilla-Chips garniert. Und das Chili aus Rindfleischstücken, Kidneybohnen, Mais und Tomaten war überaus gut gelungen und war, wenn ich mich nicht ganz verschmeckt hatte, sogar mit einer leichten Schokonote versehen. Leider war man bei der Schärfe nicht sonderlich mutig gewesen und es nur leicht pikant abgeschmeckt sowie auch nur milde Jalapenos für die Garnitur verwendet. Aber dennoch sehr lecker, ich zumindest war sehr zufrieden. Außerdem gab es noch ein frisches, knuspriges und noch heißes, mit Kräuterbutter garniertes Stück Baguette dazu, welches das Gericht nicht nur wunderbar abrundete, sondern sich auch wunderbar zum ausputzen des Tellers eignete, so dass nichts von diesem schmackhaften Chili verloren ging.
Und auch auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala konnte sich das Chili durchsetzen und sich mit einem klaren Vorsprung den ersten Platz sichern, auch wenn ihm das Kotelette einigermaßen dicht auf den Fersen war und einen guten zweiten Platz erreichte. Den dritten Platz belegten die Asia-Gerichte und auf Platz vier folgte schließlich der Tofu.

Mein Abschlußurteil:
Texas Jalapeno Chili: ++
Baguette mit Kräuterbutter: ++

Kokkinisto – Geschmortes Rindfleisch in pikanter Tomatensauce [06.02.2017]

Diese Woche stand wieder ein kleines Special in unserem Betriebsrestaurant an, denn es sollte eine Griechische Woche mit jeweils einem anderes griechisches Gericht auf dem Speiseplan stattfinden. Und Griechisch lanciert zumindest in der Top 5 meiner Lieblingsessensherkunftsländer, man denke da nur an so leckere Dinge wie Gyros, Tzatziki oder Krautsalat, von Souvlaki, Stifado oder Moussaka mal ganz abgesehen. Den Anfang machte heute ein Kokkinisto – Geschmortes Rindfleisch in pikanter Tomatensauce und Strozzapreti, das im Bereich Globetrotter angeboten wurde. Über die Tatsache dass man die angekündigten Strozzapreti durch grüne Tagliatelle ersetzt hatte, sah ich großzügig hinweg. Außerdem standen be Vitality ein Kartoffelgeröstel mit Lauch und Schafskäse, bei Tradition der Region Nürnberger Rostbratwürste mit Bratensauce, Sauerkraut und Kartoffelpüree, ein Zusatzangebot in Form einer Mini-Schweinshaxe mit Sauerkraut und Karotffelpüree sowie an der Asia-Thai-Theke Asiatische Gemüse, herzhaft gebraten, mit Thaicurry in Kokosmilchsauce oder Gaeng Gai Ma Plao On – Hähnchenstreifen gebraten in roter Kokosnussauce auf der heutigen Speisekarte. Aber wenn es schon mal griechische Spezialangebote gab, wollte ich es nicht versäumen dort zuzugreifen – auch wenn ich offen und ehrlich zugeben muss, dass ich vorher noch nie etwas von Kokkinisto gehört hatte, aber eine kurze Suche bei Google zeigte mir, dass es sich hier tatsächlich um eine griechische Version des Gulasch handelte und nicht um eine Erfindung unseres Betriebsrestaurants. 😉 Dazu nahm ich mir noch ein Schälchen grüne Bohnen mit Kirschtomaten aus dem heutigen Angebot der Gemüsetheke, denn das war das einzige was zumindest einigermaßen zu diesem Gericht zu passen schien.

Kokkinisto

In der dunklen, durchaus würzigen und leicht tomatig-fruchtigen Sauce, die sich allerdings nicht ganz so pikant wie angekündigt erwies, fanden sich neben zahlreichen geschmorten Rindfleischstücken vor allem Möhrenstückchen. Bis auf die etwas exotischere Würze handelte es sich aber tatsächlich um nichts anderes als einen Rindergulasch, wobei ich allerdings feststellen musste dass die Fleischstückchen zwar mager, aber teilweise noch etwas zäh waren. Wahrscheinlich hatte man das Fleisch nach dem anbraten nicht lange genug auf niedriger Flamme geschmort. Letztlich führte dies dazu, dass ich hier leider nur ein gut, kein sehr gut vergeben kann. An den Tagliatelle gab es aber nichts auszusetzen. Und obwohl die Bohnen bereits etwas abgekühlt waren, erwiesen sie sich dennoch als noch leicht knackig und nicht zu sehr zerkocht, wobei sie außerdem gut gewürzt waren. Daher sehe ich hier mal knapp von einem Punktabzug ab. Insgesamt erwies sich das Kokkinisto aber als recht gelungenes Gericht und ich bereute es nicht, hier zugegriffen zu haben.
Der Gros der anderen Gäste war heute allerdings weniger dazu bereit gewesen, mal etwas neues auszuprobieren und hatte zu den Nürnberger Rostbratwürstchen gegriffen, die daher großem Vorsprung vor allen anderen Gerichten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich beanspruchen konnten. Aber zumindest auf dem zweiten Platz konnte sich das Kokkinisto noch retten, auch wenn ihm die Asia-Thai-Gerichte eng auf dem Fersen waren. Die Schweinshaxe schließlich, der ich eigentlich auch großes Potential zugebilligt hatte, landete schließlich gemeinsam mit dem Kartoffel-Lauch-Geröstel auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Kokkinisto: +
Tagliatelle: ++
Grüne Bohnen: ++