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gut & günstig Paella – der Kurztest

Saturday, November 14th, 2020

Leider bin ich gesundheitlich gerade etwas angeschlagen, daher entschied ich mich am heutigen Samstag mal nicht zu kochen sondern mit einfach nur eine TK-Paella zuzubereiten. Diese hatte ich vor einiger Zeit in einer nahen Edeka-Filiale erworben und stammte von der dortigen Hausmarke gut & günstig. Ich hatte ja bereits die Paellas von Frosta (dem Platzhirsch) und von Iglo sowie von Pfanntastico (Aldi Hausmarke) getestet, wobei ich von letztere nicht so extrem begeistert war. Mal schauen wie die sich die Edeka-Hausmarke so macht.
01 - gut & günstig Paella -  Packaging front / Packung vorne

02 - gut & günstig Paella -  Packaging back / Packung hinten
Für den 750g Beutel zahlt man hier übrigens gerade mal 1,96 Euro, ist also sowohl günstiger als auch um die Hälfte größer als bei Frosta oder Iglo. Aber ob das so von Vorteil ist, sei mal so dahin gestellt, denn ich halte 500g genau für die richtige “Männerportion”, 375g wären recht wenig wenn man den Beutel in zwei Portionen aufteilt. Für einen Erwachsenen oder ein Kind wäre es ideal, für einen Single-Haushalt weniger – außer die Person hat nicht so großen Hunger. 😉
Was ist also drin in dieser Paella-Zubereitung? Zu 41% besteht sie aus vorgegartem und mit Kurkuma gelb gefärbten Reis, 33% fallen auf die Gemüsemischung aus Tomaten, Zwiebeln, Erbsen, Gemüsepaprika und Romanobohnen, gerade mal 8% aus Alaska-Seelachsfilet, 5% aus Miesmuschelfleisch, 4% aus vorgegartem Hähnchenbrustfilet und 3% aus Garnelen. Das wären dann insgesamt 94%, die restlichen 6% verteilen sich also wohl auf Fischfond, Kräuter, Knoblauch und etwas Rapsöl. (alles Angaben des Herstellers)
Für die Zubereitung stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Zum einen in der Mikrowelle und zum anderen in der Pfanne. Ich entschied mich für die Pfanne, das erschien mir die bessere Methode und deckt sich außerdem auch mit meinen anderen, oben erwähnten Tests. Dazu erhitzen wir also 2 Esslöffel Öl oder Wasser in einer Pfanne,
03 - Heat oil in pan / Öl in Pfanne erhitzen
geben den noch gefrorenen Inhalt es Beutels in die Pfanne
04 - Put bag content in pan / Beutelinhalt in Pfanne geben
und erhitzen ihn für etwa eine Minute auf höchster Stufe.
06 - Heat on high level / Auf hoher Stufe erhitzen
Ich nutzte die Gelegenheit auch gleich mal, um mir die noch gefrorene Paella mal näher anzuschauen.
05 - Bag content CloseUp / Beutelinhalt Nahaufnahme
Die Rate an Fisch und Meeresfrüchte sah hier gar nicht so schlecht aus, wie es zunächst laut Packungsbeschreibung geklungen hatte, aber mal sehen wie es nach dem erhitzen aussah. Gefrorener Fisch neigt ja dazu beim anbraten zu zerfallen, mal sehen ob das hier auch so ist.
Nach dem Erhitzen aus höchster Stufe lassen wir das Gericht für 13-15 Minuten bei mittlerer Hitzezufuhr fertig garen,
07 - Let simmer / Köcheln lassen
gerne auch mit geschlossenem Deckel, denn der Hitzerückstau verspricht ein gleichmässigeres Garen.
Zwischendurch sollten wir es natürlich auch hin und wieder mal umrühren, damit nichts anbrennen kann.
08 - Stir from time to time / Zwischendurch umrühren
Anschließend können wir das fertige Fertiggericht auch schon servieren und genießen.
09 - gut & günstig Paella -   Served / Serviert
Das Alaska-Seelachsfilet war trotz häufigeren Umrühren erstaunlich stabil geblieben und nicht ein kleine Stücke zerfallen so wie ich es befürchtet hatte. Insgesamt besaß diese Paella-Zubereitung auch eine angenehm “fischige” Note und die Kombination aus reichlich Gemüse Fisch und Meeresfrüchten erwies sich als recht schmackhaft, allerdings fand ich sie insgesamt doch recht lasch gewürzt. Salz, Pfeffer und Kräuter reichten aus dass es akzeptabel schmeckte, aber es fehlte irgendwie die Aha-Note, die das Ganze abrundete – irgend etwas fehlte hier meiner Meinung nach noch. Vielleicht lag es daran dass man hier kein Safran verwendet hatte, das ja normalerweise in eine gute Paella gehört, vielleicht hätte aber auch etwas mehr Schärfe den letzten Kick gegeben.
10 - gut & günstig Paella - Side view / Seitenansicht
Die Paella von gut & günstig also durchaus eine preiswerte Alternative zu den großen Platzhirschen dieses Fertiggericht-Genres, es empfiehlt sich aber doch sie nach dem Auftauen in der Pfanne noch einmal final zusätzlich mit Gewürzen abzuschmecken, da man hier wohl beim Hersteller doch etwas zu zurückhaltend vorgegangen war.

Schlemmerfilet á la Bordelaise mit Salzkartoffeln & Pfannengemüse – das Kurzrezept

Saturday, August 29th, 2020

Eigentlich wollte ich heute etwas anderes kochen, doch als ich am Vormittag zum einkaufen ging stieß ich im Tiefkühl-Bereich auf das Schlemmerfilet á la Bordelaise von Iglo, das ich als Kind und Jugendlicher sehr geschätzt hatte, aber schon seit Jahren nicht mehr verzehrt hatte. Daher entschied ich mich kurzfristig dazu meinen Speiseplan für heute umzustellen und mir ein solches Seelachsfilet mit Knusperkruste zuzubereiten. Dazu soltle es Salzkartoffeln als Sättigungsbeilage und ein wenig französisches TK-Pfannengemüse geben.

Was benötigen wir also für 1 Portion?

  • 1 Packung Iglo Schlemmerfilet á la Bordelaise
  • 170g festkochende Kartoffeln
  • 150g Tk-Pfannengemüse
  • 1/2 Esslöffel Öl
  • 2 Teelöffel Salz
  • Etwas Zitrone zum garnieren
  • Während der Ofen mit einem Backblech darin auf 210 Grad vorheizt, holen wir das Schlemmerfilet aus dem Tiefkühlfach
    01 - Schlemmerfilet á la Bordelaise - Package / Verpackung

    und befreien es von der Papp-Umverpackung. Früher wurde das Schlemmerfilet wie zum Beispiel hier noch in Aluschalen geliefert, aber inzwischen ist man da offensichtlich Umweltfreundlicher geworden und auf Pappschalen umgestiegen.
    02 - Schlemmerfilet é la Bordelaise - Frozen / Gefroren

    Sobald der Ofen dann Betriebstemperatur erreicht hat, schieben wir das noch gefrorene Schlemmerfilet hinein und backen es für ca. 45 Minuten.
    03 - Bake frozen gourmet fillet in preheated oven / Schlemmerfilet gefroren in vorgeheizten Ofen

    In der Zwischenzeit schälen die die Kartoffeln,
    04 - Peel potatoes / Kartoffeln schälen

    bedecken sie in einem Topf knapp mit kaltem Wasser
    05 - Cover potatoes with water / Kartoffeln knapp mit Wasser bedecken

    und bringen sie dann auf dem Herd zum kochen.
    06 - Bring water with potatoes to a boil / Kartoffeln zum kochen aufsetzen

    Sobald das Wasser beginnt zu sieden, versehen wir es außerdem mit 2 Teelöffeln Salz.
    07 - Salt water / Kartoffelwasser salzen

    Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, einen halben Esslöffel Öl in einer kleinen Pfanne zu erhitzen und das gefrorene Gemüse hinein zu geben
    08 - Put frozen vegs in pan / TK-Gemüse in Pfanne geben

    um es darin aufzutauen und über 7-8 Minuten zu garen.
    09 - Braise vegetables / Gemüse garen

    Haben die Kartoffeln 12-15 Minuten – abhängig von der Größe – gekocht, können wir sie mit der Gabel prüfen ob sie gar sind. Sticht sie ohne merklichen Widerstand bis zur Mitte durch und lässt sich dann auch ohne Probleme wieder hinaus ziehen, sind die Kartoffeln durchgekocht.
    10 - Check potatoes with fork / Kartoffeln mit Gabel prüfen

    Ist dies der Fall, können wir sie in ein Sieb abgießen und abtropfen lassen.
    11  Drain potatoes / Kartoffel abgießen

    Nach einer Dreiviertelstunde sollte dann auch das Schlemmerfilet á la Bordelaise durchgebacken und oben auf schön gebräunt sein, so dass wir es aus dem Ofen entnehmen
    12 - Gourmet fillet - Finished baking / Schlemmerfilet - Fertig gebacken

    und gemeinsam mit Kartoffeln und Gemüse servieren und genießen können. Zum Fisch passt gut frisch gepresster Zitronensaft zum garnieren.
    13 - Gourmet fillet á la Bordelaise with potatoes & pan vegs - Served / Schlemmerfilet á la Bordelaise mit Salzkartoffeln & Pfannengemüse  - Serviert

    Die gewohnt erwies sich das Schlemmerfilet á la Bordelaise auch dieses Mal als wirklicher Genuss. Man hatte wirklich nicht übertrieben als man “knusprig kross” auf die Verpackung gedruckt hatte, denn der Belag aus Semmelbröseln, Kräutern, Gewürzen und Fett war tatsächlich wunderbar knusprig geworden, allerdings ohne dabei seine lockere Konsistenz zu verlieren. Allerdings war dieser Belag auch wirklich ungewöhnlich dick geraten:
    15 - Gourmet fillet á la Bordelaise with potatoes & pan vegs - CloseUp / Schlemmerfilet á la Bordelaise mit Salzkartoffeln & Pfannengemüse  - Nahaufnahme
    Beim genaueren Hinsehen schien es mir fast so, als ob der Semmelbrösel-Belag etwa die Hälfte der gesamten Höhe ausmachte. Nun, Semmelbrösel sind eben billiger als Fischfilet. 🤗 Und ein Blick auf die Inhaltsbeschreibung der Verpackung zeigt auch, dass ich hier nicht ganz falsch lag, denn der Hersteller gibt an dass “nur” 52% davon aus Alaska-Seelachsfilet besteht. Warum dann vorne noch mal 100% Filet wie auf Verpackung aufgedruckt war, erschloss sich mir jedoch nicht ganz. 😉 Die Menge ist somit aber dennoch durchaus akzeptabel und ausreichend Dazu passte natürlich wunderbar die Salzkartoffeln und auch das französische Pfannengemüse aus Erbsen, Mais, Paprika, kleinen Silberzwiebeln, Pilzen und Möhren-Scheiben fügte sich meiner Meinung nach gut in die geschmackliche Gesamtkomposition ein. Ein bisschen vermisste ich die “Schmatze”, also die Flüssigkeit, die früher beim Backen immer in größeren Mengen als dieses Mal aus dem Fischfilet ausgetreten war und die ich sonst immer genutzt habe, um die Kartoffeln damit – ähnlich einem Saucen-Ersatz – zusätzlich zu garnieren. Aber geschmeckt hat es natürlich auch ohne.

    14 - Gourmet fillet á la Bordelaise with potatoes & pan vegs - Side view / Schlemmerfilet á la Bordelaise mit Salzkartoffeln & Pfannengemüse  - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Gebackener Seelachs mit Remoulade & Röstkartoffeln [14.02.2020]

    Friday, February 14th, 2020

    Nachdem es Mittwochs ja anscheinend keinen Fisch mehr in der regulären Küche gibt und ich am Dienstag den Fisch an der Asia-Wok-Theke verschmäht hatte, bot sich mit dem Gebackenen Seelachs mit Remoulade + drei Komponenten nach Wahl im Abschnitt Daily auf der heutigen Tageskarte unseres Betriebsrestaurants die einzige Möglichkeit, diese Woche mal Fisch zu essen. Mal davon abgesehn dass es ja sowieso christliche Tradition ist. 😉 Und die Alternativen waren auch nicht so verlockend, als dass ich davon abweichen wollte. Gut, die Truthhahnspitzen mit Chilisgo und Mie-Nudeln bei Vital klangen zwar auf dem Papier bzw. dem Bildschirm gut, aber das was man unter dieser Bezeichnung servierte fand ich dann doch nicht ganz so ansprechend. Das Gefüllte Pfannkuchen mit Waldbeeren und Vanillesauce bei Veggie kam wegen seines Charakters als Süßspeise für mich nicht als Hauptmahlzeit in Frage und auf Gebratenes Gemüse in Hoi-Sin-Sauce oder Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse und Austernsauce von der Asia-Wok-Theke hatte ich auch keine große Lust. Also blieb nur noch der Fisch. Dazu gesellten sich (neben der Zitronenecke, die glücklicherweise nicht als eigenständige Komponente galt) dann noch, um die anderen beiden Komponenten neben den Röstkartoffeln voll zu kriegen, ein Krautsalat von der Salattheke sowie ein Becherchen Caramelcreme aus dem heutigen Angebot der Desserttheke.

    Baked coalfish with remoulade / Gebackener Seelachs mit Remoulade

    Bei den Röstkartoffeln hatte ich ja in letzter Zeit immer eher Pech gehabt, denn sie waren häufig matschig oder nicht richtig durchgekocht gewesen – aber heute war es der Küche offensichtlich endlich mal gelungen alle Kartoffeln auf den richtigen Punkt zu garen. Und auch an dem in Panade gebackenen Seelachsfilet gab es nichts auszusetzen: Die dünne Hülle war schön knusprig und der Fisch im Inneren saftig, zart und vor allem grätenfrei. Garniert mit Zitronensaft und würziger Remoulade durchaus lecker. Dazu passte erstaunlich gut der knackige, leicht säuerliche Krautsalat – auch wenn er bestimmt nicht hausgemacht war. Die mit Knuspersstückchen und Caramelcreme garnierte, nicht zu süße Caramelcreme-Dessert schloss das heutige Mittagsmahl schließlich sehr gelungen ab. Da konnte man nicht meckern, für die 6,30 Euro hatte man schon einiges bekommen.
    Und auch bei den anderen Gästen konnte sich das Seelachs-Gericht großer Beliebtheit erfreuen und somit auch den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf Platz zwei sah ich die Truthahnspitzen, knapp gefolgt von den Asia-Gerichten auf dem dritten Platz und den gefüllten Pfannkuchen, wiederum knapp dahinter, auf Platz vier.

    Mein Abschlußurteil:
    Seelachs: ++
    Remoulade: ++
    Röstkartoffeln: ++
    Krautsalt: ++
    Caramelcreme: ++

    Seelachs mit Remoulade & Lauchkartoffeln [08.11.2019]

    Friday, November 8th, 2019

    Nach einem größeren Frühstück in Form einer Fleischpflanzerlsemmel – ich komme leider derzeit noch nicht ganz los davon –

    Meatball & Coffee / Fleischpflanzerl & Kaffee

    hatte ich heute Mittag eigentlich geplant beim Dönerfleisch von der Pute mit Fladenbrot, Rohkostsalat und Tzaziki aus dem Abschnitt Vital zuzugreifen. Doch da ein Kollege noch eine Telefonkonferenz hatte, warteten wir noch etwas und gingen erst gegen 12:30 Uhr ins Betriebsrestaurant. Auf dem Bildschirm neben dem Eingang wurde das Putendöner auch noch angezeigt, sogar mit Pommes Frites anstatt des ursprünglich angekündigten Fladenbrots. Doch an der Theke fehlte die Beschriftung auf der Tafel über der Theke, daher konnte ich ahnen dass ich zu spät war: Das Gericht war bereits ausverkauft. Und auf Apfelstrudel mit Vanillesauce aus dem Abschnitt Veggie, der ebenfalls an dieser Theke ausgegeben wurde, hatte ich keinen Appetit. Kurz überlegte ich noch, ob ich vielleicht beim Gebratenen Eierreis mit frischem Gemüse in Hoi-Sin-Sauce zugreifen sollte, der gemeinsam mit San Sei Chop Suey – verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial Sauce an der Asia-Wok-Theke angeboten wurde, dann aber entschied ich mich doch dazu in den sauren Apfel zu beißen und die 6,30 Euro für das Gebackene Seelachsfilet mit Remoulade + 3 Komponenten nach Wahl bei Daily zu investieren. Komponente eins waren die Lauchkartoffeln, die wohl vom Kartoffelgeröstl von gestern übrig geblieben waren. Als zweite Komponente gesellte ich eine Kartoffel-Kürbis-Suppe hinzu und den dritten Komponentenplatz füllte ich mit einem Becherchen Blutorangencreme aus der Dessert-Theke. Ich hatte zwar auch die Salat- und Gemüsetheke geprüft, aber an beiden leider nichts passendes gefunden.

    Pollack with remoulade & leek potatoes / Seelachs mit Remoulade & Lauchkartoffeln

    Die Vorsuppe, in der auch noch einige Kartoffelwürfel schwammen, war leider für meinen Geschmack etwas lasch geraten. Der Ansatz war zwar gut gewesen, auch wenn ich das Kürbisaroma noch etwas kräftiger gemacht hätte, aber beim würzen war man leider offensichtlich etwas zu vorsichtig vorgegangen. Mit etwas Salz und Pfeffer aus den Streuern am Tisch konnte man zwar noch etwas den Geschmack intensivieren, aber volle Punktzahl kann ich da natürlich nicht geben.
    Das Hauptgericht in Form des Seelachs mit Remoulade und Lauchkartoffeln war wiederum insgesamt ganz gut geraten. Den Kartoffeln merkte man nicht an, dass sie von gestern aufgewärmt worden waren, evtl. waren sie auch frisch aus übrig gebliebenen Kartoffeln zubereitet, zumindest waren sie nicht matschig wie ich es zuvor schon einige Male erlebt habe. Und der Lauch passte auch erstaunlich gut in die Gesamtkomposition, das kann man gerne auch in Zukunft beibehalten. Die Remoulade gab ja sowieso noch nie Grund zur Kritik, nur beim ansonsten saftigen und zarten Seelachsfilet war die Panade an einigen Stellen am schmalen Rand etwas hart gebacken, aber ich verzichte hier mal auf einen Punktabzug, da es minimal war.
    Den Abschluß bildete schließlich der wirklich kleine Becher mit der schaumigen Blutorangen-Creme. Bis auf eine dünne Schicht ganz oben, die durch den Luftkontakt etwas ausgetrocknet war, erwies sich diese als ebenfalls sehr schmackhaft, wobei sie angenehm fruchtig und nicht zu süß schmeckte. Damit war ich dann aber auch wirklich mehr als nur satt. Zum Abend gibt es nur noch eine Kleinigkeit. 😉
    Wie Freitags üblich war recht wenig im Betriebsrestaurant los und die späte Zeit an der wir dort gegessen hatten, hatte das noch verstärkt. Hinzu kommt dass eines der Gerichte bereits ausverkauft war. Daher ist die Aussage, dass der Seelachs zu meiner Besuchszeit eindeutig am beliebtesten war nicht sehr aussagekräftig und ich verzichte heute mal auf die sonst übliche Beliebtheitsskala.

    Mein Abschlußurteil:
    Kartoffel-Kürbis-Suppe: +
    Seelachsfilet: ++
    Remoulade: ++
    Lauchkartoffeln: ++
    Blutorangencreme: ++

    Gnocchi in Limonensauce mit Lachswürfeln & Spinat [06.11.2019]

    Wednesday, November 6th, 2019

    Der heutige Vormittag sollte, mal wieder, größtenteils von einem mindestens zweistündigen Meeting ausgefüllt werden. Das bedeutet ich musste mich vorher etwas stärken und besorgte mir daher bereits bei meiner Ankunft im Kantinenbistro etwas frischen Kaffee und eine Semmel mit Fleischpflanzerl.

    Bun & coffee / Semmel & Kaffee

    Vielleicht lag es daran dass ich schon länger keine mehr gegessen hatte, aber die Fleischpflanzerlsemmel fand ich heute besonders gelungen, denn die Frikadelle war ganz besonders saftig und das Brötchen angenehm frisch und knusprig. Und auch der frisch ausgebrühte Kaffee erfüllte meine Anforderungen vollends.
    Gegen 12:00 Uhr nach dem Meeting ging es dann fast direkt ins Betriebsrestaurant. Hätte ich nicht gefrühstückt, wäre vielleicht das Cordon Bleu vom Schwein + 3 Komponenten nach Wahl bei Daily, das man natürlich mit Pommes Frites servierte, in Frage gekommen. So aber wollte ich eher etwas nicht ganz so mächtiges und umfangreiches. Daher nahm ich die Gnocchi mit Limonensauce, dazu Lachswürfel und Spinat bei Vital und die Hähnchenkeule süß sauer mit frischem Gemüse von der Asia-Wok-Theke in die nähere Auswahl. Obwohl auch die Gebratene Mienudeln mit Gemüse in rotem Thaicurry von dort, mit denen ich ja hier bereits gute Erfahrungen gemacht hatte, ebenfalls nicht schlecht aussahen. Nur mit dem Gebratener Tofu mit asiatischem Gemüse und Ingwer bei Veggie konnte ich mich heute nicht so ganz anfreunden. Letztlich fiel meine Wahl dann auf die Gnocchi, die Kombination mit Lachs, Spinat und Limonensauce klang einfach zu interessant.

    Gnocchi in lime sauce with salmon dices & spinach / Gnocchi in Limonensauce mit Lachswürfel & Spinat

    Natürlich sah ich sofort, dass es sich hier offensichtlich nicht um echten, sondern – mal wieder – nur um Seelachs handelte. Und Seelachs ist, wie wir ja wissen, kein echter Lachs aus der Familie der Salmoniden sondern stammt vom Köhlerfisch, der ja zur Familie der Dorsche gehört. Aber mit echtem Lachs wäre es bei dieser Menge an Fischfilet-Würfeln auch schwierig gewesen, das Gericht für gerade mal 4,20 Euro zu verkaufen. In der mit einer leichten, aber nicht zu dominaten Limonen-Aroma versehenen Spinat-Sahnesauce machten sie auf jeden Fall einen guten Eindruck und sorgten für die richtige Fischnote. An einem einzigen Würfel biss auch dabei auf zwei kleine Gräten, aber darüber kann man problemlos hinwegsehen. Geschmacklich war das Gericht eher von der milden Sorte, aber hätte man es kräftiger gewürzt wäre das Limonenaroma wahrscheinlich untergegangen, daher war es gut so wie es war. Und Spinat und Fisch passen ja sowieso immer zusammen. Die Sauce hätte zwar etwas dickflüssiger sein können, aber das ist ja wie bereits gestern erwähnt eher eine persönliche Vorliebe.
    Wie nicht anders zu erwarten erfreute sich heute natürlich das Cordon Bleu mit Pommes der größten Beliebtheit bei den anderen Gästen und konnte sich mit einem kleinen, aber deutlichen Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Aber die Gnocchi mit Limonensauce waren ihnen enger auf den Fersen als man vielleicht gedacht hätte, wobei sie sich ihren zweiten Platz wiederum nur mit einem knappen Vorsprung vor den Asia-Gerichten, im speziellen der Hähnchenkeule, sichern konnten. Diese landeten somit auf Platz drei und für den vegetarischen Tofu blieb daher nur noch ein guter vierter Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Gnocchi in Limonensauce mit Lachs & Spinat: ++

    Seelachsfilet mit Remoulade & Röstkartoffeln [11.10.2019]

    Friday, October 11th, 2019

    Zwar klang der Hähnchenschenkel mit Spinat und Reis der auf der heutigen Tageskarte im Abschnitt Vital angeboten wurde gar nicht mal so übel, aber mir war doch eher nach dem Gebackenen Seelachsfilet mit Remoulade + drei Komponenten nach Wahl bei Daily, das mit Röstkartoffeln serviert wurde, auch wenn es etwas teurer war. Am Kirschmichel bei Veggie oder den Asia-Wok-Gerichten wie Gebratenen Mie-Nudeln mit verschiedenem Gemüse oder San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial-Sauce hatte ich weniger Interesse. Leider fand ich weder an der Salat- noch an der Gemüsetheke eine passende Beilage und noch eine Suppe dazu wäre mir zu viel gewesen. Also nahm ich mir noch ein Dessert und ein Getränk dazu, um die beiden fehlenden Komponenten zu nutzen. Leider musste ich erfahren dass Getränke nicht als Komponente gelten und ich musste es extra zahlen. Na ja, wieder was gelernt…

    Seelachsfilet mit Remoulade & Röstkartoffeln

    Das Beste am Hauptgericht war wohl noch die würzige Remoulade. Die Röstkartoffeln waren, ähnlich wie die Rosmarinkartoffeln vom Mittwoch, leider wieder zum teil etwas matschig geworden und wurden nur von ihrer hart gerösteten Hülle zusammengehalten. Und beim Fischfilet erlebte ich eine besondere Überraschung: Man stelle sich vor dass jeweils ein halber Zentimeter rundherum an den schmalen Rändern der Panade-Hülle nur mit Luft gefüllt war, so als wäre das Filet bei Backen in der Hülle extrem zusammengeschrumpft – was bei gutem Fischfilet eigentlich nicht passieren dürfte. Hinzu kam dass das Filet selbst extrem “bröselig” war, so dass es teilweise schon in kleine Stücke zerfiel wenn man es nur mit der Gabel antippte. Die konnte man dann mit der Remoulade binden und in den Mund befördern. Es schmeckte zwar einigermaßen, war aber keine Meisterleistung unseres Betriebsrestaurants – und alles trotz der Tatsache dass wir relativ früh essen gegangen waren und somit nicht nur noch die Reste abbekommen hatten. Am Dessert in Form eines leicht cremigen Himbeerschaums gab es aber nichts auszusetzen.
    Vielleicht hatte ich ja auch einfach nur Pech gehabt und eine schlechte Fuhre erwischt, denn trotz der o.g. Mängel erfreute sich das Seelachsfilet heute mit klarem Vorsprung der größten Beliebtheit bei den anderen Gästen und konnte sich den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf dem zweiten Platz sah ich die Asia-Gerichte, die ein klein wenig häufiger zu sehen waren als der somit drittplatzierte Hähnchenschenkel mit Spinat. Der Kirschmichel folgte schließlich auf einem guten vierten Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Seelachsfilet: +
    Remoulade: ++
    Röstkartoffeln: +
    Dessert: ++

    Seelachsfilet Bordolaise Art mit Salzkartoffeln & Safransauce [23.08.2019]

    Friday, August 23rd, 2019

    Mit dem Japanisches Ingwersteak mit Bratensauce + drei Komponenten nach Wahl bei aus dem Abschnitt Daily auf der Tageskarte unseres Betriebsrestaurant, welches natürlich mit Honigkarotten und Kartoffelplätzceh serviert wurde, hatte ich in Vergangenheit, z.B. hier oder hier, eigentlich immer gute Erfahrungen gemacht, aber es war wieder der deutlich erhöhte Preis der mich abhielt, bei diesem Angebot zuzugreifen. Leider war der Apfelstrudel mit Vanillesauce in der Sektion Veggie nicht das richtige, ich akzeptiere nur begrenzt Süßspeisen als Hauptgericht, aber ich überlegte kurz ob ich nicht beim Gebratener Eierreis mit verschiedenem Gemüse in Hoi-Sin-Sauce, der gemeinsam mit Verschiedenen Fleischsorten mit Gemüse in Spezialsauce an der Asia-Wok-Theke angeboten wurde, vielleicht das richtige wäre, entschied mich dann aber doch für das Seelachfilet Bordolaise Art mit Salzkartoffeln und Safransauce im Abschnitt Vital – obwohl es mir etwas wiederstrebte zum dritten Mal in Folge Salzkartoffeln zu verzehren. Natürlich handelte es sich beim Seelachs Bordolaise hier nicht das TK-Original von I*lo (das “BordElaise” geschrieben wird und dass ich u.a. hier schon mal getestet habe), aber ich war mit der Vergangenheit auch mit dieser Betriebsrestaurant-Version immer ganz gut gefahren. Wobei hier waren sie sehr authentisch gewesen. Dazu hätte ich gerne noch etwas Gemüse oder Salat genommen, aber irgendwie fand ich weder an Gemüse- noch Salattheke etwas passendes. Kurz liebäugelte ich zwar mit einem Rote-Beete-Salat, entschied mich dann aber doch dagegen.

    Colafish filet bordolaise style with potatoes & saffron sauce / Seelachsfilet Bordolaise Art mit Salzkartoffeln & Safransauce

    Was natürlich zuerst auffiel waren die vielen, größtenteils roten Flocken mit denen man das Gericht garniert hatte. Ich dachte zuerst an Chili- oder Paprikaflocken, aber ich habe sie einzeln probiert und konnte keinen nennenswerten Eigengeschmack feststellen. Es handelte sich wohl wirklich nur um Dekoration. Das Seellachsfilet mit seiner dünnen, leicht knusprigen Semmelbrösel-Kräuter-Kruste erwies sich heute glücklicherweise als überaus gut gelungen. Und auch wenn es nicht nach viel aussah war die Menge an Fisch absolut ausreichend für eine durchschnittle Männerportion. Dazu passte sehr gut die milde Safransauce, die man dieses Mal mit Bedacht aufgebracht zu haben schien, so dass Fisch und Kartoffeln nicht darin ertranken, die Menge aber dennoch vollkommen ausreichte. Zur Sättigung trugen dabei natürlich besonders die Kartoffeln bei, die auch heute wieder durchgehend bissfest aber nicht zu matschig gekocht waren. Hätte nur noch etwas Gemüse gefehlt, um das Gericht gelungen abzurunden, aber satt wurde man natürlich auch ohne. Ich war sehr zufrieden mit meiner Wahl und fand die 4,92 Euro die das Gericht gekostet hatte gut investiert.
    Den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala konnte sich heute das Ingwersteak sichern, aber es lag nur eine nasenlänge vor dem ebenfalls gern gewählten Seelachfilet a la Bordolaise, das somit einen guten Platz zwei belegte. Auf dem dritten Platz sah ich den Apfelstrudel und ganz knapp dahinter die Asia-Gerichte auf Platz vier.

    Mein Abschlußurteil:
    Seelachsfilet á la Bordolaise: ++
    Safransauce: ++
    Salzkartoffeln: ++

    Spanische Paella mit Meeresfrüchten, Hühnchen & Seelachs [01.08.2019]

    Thursday, August 1st, 2019

    Nachdem ich mich gerstern ja mal wieder mit Resten von zu Hause begnügt hatte, entschied ich mich heute dazu unserem Betriebsrestaurant erneut einen Besuch abzustatten. Und es war Donnerstag, da stand mal bei Daily wieder ein Fritten-Gericht auf der Karte, heute Currywurst + drei Komponenten nach Wahl (Sättigungsbeilage, Gemüsebeilage, Suppe, Dessert oder Salat 180 gr.), das natürlich mit Pommes Frites serviert wurde. Aber für mich eindeutig zu mächtig und schwer, ich hatte ja beim Hackbraten am Dienstag eigentlich schon sehr “gesündigt”. Außerdem war der Preis mit 6,30 Euro recht deftig. Daher sah ich mich nach Alternativen um. Die Safranbandnudeln mit Meerrettichspinat bei Veggie waren auf jedenfall schon mal nichts für mich, denn ich mag ja keinen Meerrettich oder wie man hier in Bayern sagt: Kren. Blieben also noch das Gebratene Hühnerfleisch mit Gemüse in Massamansauce, das neben Gebackener Ananas und Banane mit Honig an der Asia-Wok-Theke angeboten wurde oder eben die Spanische Paella mit Meeresfrüchten, Hühnchen und Seelachs mit Safranreis aus dem Abschnitt Vital der heutigen Tageskarte. Und da erschien mir die Paella doch am Interessantesten.

    Spanish paella with seafood, chicken & coalfish / Spanische Paella mit Meeresfrüchten, Hühnchen & Seelachs

    Der große Renner an diesem Gericht waren eindeutig die vier Chickenwings. Unter einer dünnen, pikant-rauchig marinierten Haut fand sich hier reichlich zwartes und saftiges Hähnchenfleisch, das sich auch noch angenehm leicht mit Messer und Gabel von den Knochen lösen ließ. Die Paella selbst fand ich eher mittelmäßig, denn der größte Teil bestand aus nur marginal gewürztem Reis, der in fast homöopathischen Mengen winzigen Stücken von Muscheln und Tintenfisch sowie ein wenig Gemüse versetzt war. Einzig beim leider etwas trocken wirkenden, gewürfelten Seelachs war man etwas großzügiger vorgangen. Aber ich hatte natürlich auch keine Meister-Paella erwartet, von daher passte es schon.
    Bei den anderen Gästen lag trotz der Peiserhöhung – ich berichtete – die Currywurst natürlich wieder der große Renner und konnte sich mit klarem Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebheitsskala sichern. Auf Platz zwei sah ich die Asia-Gerichte, die noch etwas häufiger auf den Tabletts der anderen Gäste auftauchten als die Paella, die somit Platz drei belegte. Die Bandnudeln mit Kren-Spinat folgten auf einem guten vierten Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Chicken Wings: ++
    Paella: +