Maronen-Steinpilz-Risotto – das Rezept
10.03.2013 19:43 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Dieses Wochenende habe ich es irgendwie mit Reis, denn nach dem Djuvec-Reis mit Hähnchenbrust, Paprika & Zucchini von gestern entschloss ich mich heute dazu, mal ein Risotto mit Maronen, also Esskastanien, und Steinpilzen zuzubereiten. Da ich ja ein großer Fan von Maronen bin, bin ich auch immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten sie zu verarbeiten und die Idee sie gemeinsam mit Steinpilzen in einem Risotto zu verarbeiten kam mir da gerade recht.
Was brauchen wir also für 2-3 Portionen?
200g Maronen (vorgekocht und vakuumverpackt)

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen
Beginnen wir damit, die Steinpilze in etwas lauwarmen Wasser einzuweichen.

Außerdem schälen und zerkleinern wir die Zwiebel, wahlweise mit dem Messer oder einer Küchenmaschine (Blitzhacker),

schälen und hacken die Knoblauchzehen

Nun erwärmen wir den Gemüsefond und halten ihn warm,

anschließend erhitzen wir in einem Topf oder einer Pfanne etwas Olivenöl

und dünsten Zwiebel und Knoblauch darin etwas an.

Dann geben wir den Reis in die Pfanne

und dünsten ihn darin so lange an bis er glasig wird

um ihn dann mit dem Weißwein aufzugießen

und diesen komplett einkochen lassen.

Es folgt eine kräftiger Schluck des warm gehaltenen Gemüsefonds, den wir ebenfalls komplett einkochen lassen.

Nun geben wir die eingeweichten Steinpilze samt des Einweichwassers hinzu

und addieren anschließend die zerkleinerten Maronen.

Außerdem würzen wir alles kräftig mit Salz und Pfeffer und lassen alles dann für ca. 20 Minuten auf mittlerer Stufe köcheln.

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, die Petersilie zu waschen, trocken zu schütteln,

die Blättchen von den Stielen abzuzupfen

und mit einem Messer gründlich zu zerkleinern.

Zwischendurch sollten wir natürlich nicht vergessen, immer mal wieder das Risotto umzurühren und etwas von dem Gemüsefond nachzugießen.

Außerdem dürfen wir natürlich nicht vergessen, auch noch den Parmesan zu reiben.

Ist der Gemüsefond aufgebraucht, beginnen wir die Hühnerbrühe zum Reis zu gießen bis der Reis schließlich gar ist.

Sobald der Reis die gewünschte Bissfestigkeit erreicht hat, stellen wir die Platte aus und nutzen die Resthitze, das Parmesan unterzuheben und schmelzen zu lassen

sowie die Petersilie einzurühren.

Anschließend probieren wir unsere Kreation und schmecken es ggf. noch einmal mit Salz und Pfeffer ab.

Anschließend können wir das Gericht auch schon servieren und genießen.

Während die Maronen, die durch das Garen angenehm weich geworden waren, dem Gericht eine leicht nussige Note gaben, sorgten die Steinpilze für ein angenehmes Aroma und der Parmesan gab ihm eine würzige Note. Die Befürchtung dass alles etwas zu lasch werden würde, erwies sich dabei glücklicherweise als vollkommen unbegründet. Viel mehr war ich von dem angenehm würzigen Geschmack positiv überrascht. Auch ohne Fleisch ein wirklich schmackhaftes und sättigendes Gericht.
Und auch was die Nährwerte angeht konnte sich das Gericht überaus sehen lassen. Meiner Berechnung nach liegt die gesamte Zubereitung bei 1600kcal, aufgeteilt auf drei Portionen erreichen wir also 533kcal pro Portion. Für ein Hauptgericht ein angenehm niedriger Wert wie ich finde. Den größten Teil nimmt dabei natürlich der Reis ein, aber auch die Maronen sollte man nicht außer acht lassen. Zwar haben Edelkastanien wenig Fett, aber sie beinhalten doch relativ viele Kohlehydrate, Stärke und Saccharose, sprich Zucker. Dass das Gericht dennoch einigermaßen leicht geraten ist, kann ich dabei natürlich nur begrüßen.
Guten Appetit

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Lasagna al cavallo (Pferde-Lasagne / Pferdefleisch-Lasagne) – das Rezept
23.02.2013 23:21 kochexperimente, kulinarisches7 Kommentare
Pferdefleisch ist mit seinem geringen Fettanteil von gerade mal 2 bis 4 Prozent, seinem hohen Anteil an Eisen, Calcium, Proteinen und ungesättigten Fettsäuren, elf verschiedenen Aminosäuren (z.B. Lysin, Arginin, Leucin, Methionin, Isoleucin und Valin) sowie seinen wasserlöslichen Vitaminen B12, B6 und B3 eigentlich ein sehr gesundes Nahrungsmittel. Doch leider erfreut es sich hier in Deutschland nicht nur keiner großen Verbreitung, es ist aktuell durch den sogenannten Pferdefleischskandal sogar unverdienterweise etwas in Verruf geraten. Im kompetenten Fachhandel erworben, ist es aber eine wirkliche Alternative zu Rind oder Schwein.
Und glücklicherweise findet sich hier in München mit der Pferdemetzgerei Kaspar Wörle am Viktualienmarkt ein solches Geschäft, dem ich heute Vormittag gleich mal einen Besuch abstattete und mich mit einigen der dort angebotenen Dinge einzudecken. Dabei ist Fleisch vom Pferd auch nicht sonderlich teuer wie ich erfreut feststellen durfte.
Also entschloss ich mich heute dazu, mal eine Lasagne mit Pferdehackfleisch zuzubereiten. Das Rezept von Findus habe ich dazu zwar nicht gefunden – ist bestimmt Betriebsgeheimnis
– aber ich kombinierte einfach einige bereits bekannte Aspekte der Lasagne al Forno und einige eigene Ideen zu einem Gericht, das meiner Meinung nach geschmacklich sehr gelungen war und dessen Zubereitung ich mit diesem Beitrag nun in der gewohnte Form vorstellen möchte
Was brauchen wir also für 3 bis 4 Portionen?
Für die Füllung
(Alternativ kann man natürlich 450g Pferdehack nehmen)
75 geräucherter Speck in Würfeln

1 Dose geschälte Tomaten (400g)

4-5 TL Italienische Kräuter (TK)

außerdem einen Esslöffel Olivenöl zum braten
sowie zum Würzen Salz, Pfeffer, Muskatnuss und etwas edelsüßes Paprikapulver
Für die Béchamel-Sauce
2,5 gestrichene EL Mehl (Typ 405)

sowie Salz, weißer Pfeffer und Muskatnuss zum würzen
Außerdem benötigen wir
Beginnen wir nun damit, die getrockneten Steinpilze für mindestens 30 Minuten in etwas lauwarmen Wasser einzuweichen.

Während die Pilze im Wasser liegen, können wir die Zeit nutzen und uns um die anderen Zutaten kümmern. Wir schälen also die große Zwiebel und würfeln sie (wahlweise mit Messer oder Küchenmaschine),

schälen und hacken das Knoblauch sehr fein,

und zerkleinern dann beides mit einer elektrischen Küchenmaschine

bis von beidem nur noch feine Gemüsestückchen übrig sind.

In einer größeren Pfanne erhitzen wir nun einen Esslöffel Olivenöl

und lassen darin die Speckwürfel aus.

Anschließend dünsten wir Zwiebel und Knoblauch darin glasig an,

um dann das Rinder- und Pferde-Hackfleisch hinzu zu geben

und es krümelig anzubraten, wobei wir es etwas mit Salz und Pfeffer würzen. Glücklicherweise funktioniert das mit Pferdehackfleisch genau so gut wir mit anderen Sorten.

Ist das Hackfleisch gut durchgebraten, geben wir das zerkleinerte Knollensellerie

und braten alles für einige Minuten mit an

wobei wir auch gleich das Tomatenmark mit einrühren und ebenfalls kurz mit anbraten.

Nun gießen wir den trockenen Rotwein hinzu

und lassen ihn langsam einkochen.

Während der Wein kocht, zerkleinern wir die inzwischen gut durchgeweichten Steinpilze etwas,

waschen die Petersilie, schütteln sie trocken,

zupfen die Blättchen von den Stielen

und zerkleinern sie gründlich.

Ist der Wein dann eingekocht, geben wir die Steinpilze hinzu

und addieren dann die geschälten Tomaten samt Saft,

die wir mit Hilfe des Kochlöffels auch gleich etwas zerkleinern.

Nun fügen wir die zerkleinerte Petersilie hinzu

und gießen alles mit der Gemüsebrühe auf

um es dann kurz aufkochen zu lassen und die italienischen Kräuter einstreuen

sowie kräftig mit Salz, schwarzem Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken. Das Ganze lassen wir dann für ca. 45 Minuten auf niedriger Stufe vor sich hin köcheln.

In der Zwischenzeit können wir uns um die Béchamel-Sauce kümmern. Dazu schälen wir die kleine Zwiebel und spicken sie mit den Nelken und dem Lorbeerblatt,

dann schmelzen wir die Butter in einem Topf

und rühren vorsichtig unter Vermeidung von Klümpchenbildung nach und nach das Mehl mit einem Schneebesen ein.

und legen die gespickte Zwiebel hinein.

Dann reduzieren wir die Temperatur der Herdplatte auf die niedrigste Stufe und lassen die Sauce über ca. 25 bis 30 Minuten bei regelmäßigem Umrühren langsam eindicken. Dabei geben Zwiebel, Nelken und Lorbeer ein angenehmes Aroma in die Sauce ab.

Hat die Sauce eine angenehm dickliche Konsistenz erreicht, entnehmen wir die Zwiebel wieder

und verfeinern unsere Béchamelsauce mit der Sahne

um sie dann mit Salz, Muskatnuss und weißem Pfeffer abzuschmecken. Kurz lassen wir es noch weiter köcheln, dann nehmen wir die fertige Sauce von der Kochplatte.

Nachdem wir den Backofen auf 200 Grad vorgeheizt und dann den Mozzarella in Scheiben geschnitten haben,

fetten wir eine Auflaufform aus

und bedecken den Boden mit etwas von der Sauce

die wir dann mit einer Schicht Lasagneplatten belegen.

Darauf verteilen wir eine Schicht der Gemüse-Fleisch-Mischung aus der Pfanne,

bedecken diese mit Bechamelsauce

und legen wieder Lasagneplatten auf.

Genau in dieser Reihenfolge machen wir nun weiter und fahren fort mit der Fleisch-Gemüse-Mischung

dem Rest der Fleisch-Gemüsemischung

und dem Rest der Bechamelsauce.

Darauf verteilen wir noch die Mozzarella-Scheiben

und überbacken dann alles für 35 bis 40 Minuten auf der mittleren Schiene im Ofen

bis der Käse schließlich den gewünschten Bräunungsgrad erreicht hat.

Nun brauchen wir die fertige Lasagne noch zu zerteilen und zu servieren.

Geschmacklich ein überaus interessantes Erlebnis muss ich sagen, denn Pferd liegt wohl etwa zwischen Rindfleisch und Wild, hat aber auch etwas eigenes, das ich nicht so recht umschreiben kann. In Kombination mit der fruchtigen Gemüsemischung mit Rotwein und den italienischen Kräutern sowie der überaus gelungenen, sehr aromatischen Béchamelsauce ergab sich so ein Gericht von ungewohntem, aber überaus schmackhaftem Gusto. Kann ich jedem, der Mal ein neues Geschmackserlebnis erfahren möchte, auf jeden Fall sehr empfehlen.
Und auch was die Nährwerte angeht, kann sich das Gericht noch sehen lassen. Ich komme bei meiner Berechnung auf 2500kcal für alle Zutaten, das wären dann auf 4 Portionen aufgeteilt 625kcal pro Portion – für ein so reichhaltiges Hauptgericht ein akzeptabler, wenn auch nicht wirklich leichter Wert. Hätten wir nur Rinderhack genommen, wären wir schon bei fast 3000kcal, also 750kcal pro Portion gewesen. Dabei ist es aber weniger das Fleisch als die Lasagneplatten, welche die Kalorienwerte mit ihren 550kcal mit dem höchsten Einzelwert in die Höhe treiben. Nudeln, egal in welcher Form, sind nun mal leider keine leichte Kost. ![]()
Wer also mal Pferdefleisch in Form einer Lasagne ausprobieren möchte, dem kann ich dieses Rezept wärmstens ans Herz legen. Mir hat es auf jeden Fall geschmeckt und es wird mit Sicherheit nicht das letzte Gericht mit Pferdefleisch sein, dass ich ausprobiere.
Guten Appetit

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Kräuter-Hähnchenbrust mit mediterranem Gemüse – das Rezept
8.12.2012 19:17 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Die Zubereitung mit dem Bratschlauch zählt eindeutig zu den schonenden und gleichzeitig recht einfach anzuwendenden Methoden, Fleisch und Gemüse zuzubereiten. In meiner inzwischen auf über 200 Rezepte angewachsenen Sammlung hier habe ich – Asche auf mein Haupt – diese Methode aber noch nie gezeigt geschweige denn erwähnt. Daher wurde es höchste Zeit, die mal nachzuholen. Und das heutige Rezept für eine Kräuter-Hähnchenbrust auf mediterranem Gemüse im Bratschlauch hatte ich extra für diesen Zweck ausgewählt. Der große Vorteil am Bratschlauch ist es aus meiner Sicht, dass man alles einfach hinein tut und sich dann um nichts mehr weiter kümmern muss – alle Bestandteile werden schonend darin sowohl im eigenen Saft als auch der wahlweise zugegebenen Flüssigkeit gegart. Und ich war mit dem heutigen Ergebnis mal wieder überaus zufrieden, so dass ich es natürlich nicht versäumen möchte, das Rezept in der gewohnten Form hier einmal vorzustellen.
Was brauchen wir also für 2 Portionen?
400g Hähnchenbrust (2 mal ca. 200g)

1 Dose Artischockenherzen (400g – 240g Abtropfgewicht)

1 – 2 Zehen Knoblauch (je nach eigenem Geschmack)

125ml trockener Weißwein (Alternativ geht auch die gleiche Menge Geflügelbrühe)

sowie Salz und Pfeffer zum würzen
Fangen wir also damit an, einen Topf mit Wasser aufzusetzen und ihn zum kochen zu bringen.

Während dies geschieht, schälen wir unsere Kartoffeln

und schneiden sie in etwa 3 Zentimeter große Würfel.

Außerdem waschen wir Petersilie und Rosmarin, schütteln es trocken,

zupfen dann die Nadeln bzw. Blättchen von den Zweigen

und hacken diese dann sehr fein.

Sobald das Wasser kocht, fügen wir etwas Salz hinzu

und kochen die vorbereiteten Kartoffelwürfel darin auf mittlerer Stufe für etwa 6 Minuten.

Während die Kartoffeln vor sich hin koche, lassen wir unsere Artischockenherzen gut abtropfen

und wenden uns dann den Tomaten zu, die wir zuerst gut waschen, abtrocknen,

mit einem Messer die Stielansätze entfernen,

und schließlich noch entkernen.

Zwischenzeitlich sollten wir nicht vergessen, einen Blick auf die Zeit zu werfen und die Kartoffeln nach sechs Minuten abzugießen.

Schließlich schälen und zerkleinern wir unsere Knoblauchzehen

und halbieren abschließend noch die Artischockenherzen.

Kartoffeln, Tomaten, Artischockenherzen und Knoblauch geben wir dann in eine Schüssel

fügen einen bis eineinhalb Esslöffel Olivenöl hinzu

und vermischen dann alles gut miteinander, wobei wir es kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.

Zuletzt waschen wir noch unsere Hähnchenbrust gründlich unter fließendem Wasser, tupfen sie trocken

und würzen sie dann von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer

um sie dann in den gehackten Kräutern zu wenden.

Nun ist ein guter Zeitpunkt, unseren Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorzuheizen. Bei Umluft empfehle ich 160 Grad und bei Gas Stufe 2 bis 3.
Von der Rolle mit dem Bratbeutel schneiden wir nun ein mindestens 35cm großes Stück ab und verschließen ihn laut Packungsbeschreibung auf einer Seite. Bei meinem Bratschlauch lag dazu eine kleine Bindelasche bei, es gibt aber auch andere Varianten wie ein einen Folienstreifen, Küchengarn oder ähnliches.

In den einseitig verschlossenen Bratschlauch füllen wir dann unser Gemüse ein,

legen die gekräuterten Hähnchenbrüste darauf

und gießen schließlich vorsichtig und so dass nichts heraus laufen kann den Weißwein hinzu

bevor wir dann auch die andere Seite verschließen

und den Bratschlauch vorsichtig auf ein Backblech ziehen, wo wir ihn mit einigen Öffnungen im oberen Bereich versehen, damit er nicht im schlimmsten Falle durch die Dampfentwicklung platzt. Ich verwendete eine Schere, aber im Nachhinein gesehen ist eine Nadel oder ein Zahnstocher vollkommen ausreichend.

Ist der Ofen dann vorgeheizt, schieben wir das Backblech auf der untersten Schiene hinein und lassen alles für etwa 60 Minuten im eigenen Saft und dem hinzugefügten Weißwein vor sich hin garen.

Ist die Stunde rum, entnehmen wir das Backblech samt Bratschlauch wieder vorsichtig

schneiden den Bratschlauch auf der Oberseite großzügig auf, wobei wir aber keinesfalls so weit schneiden sollten dass irgendwo an der Seite eventuell verbliebene Flüssigkeit heraus laufen kann,

und entnehmen uns dann Gemüse und Hähnchenbrust, um es zu servieren und zu genießen.

Alleine die angenehm saftige Hähnchenbrust mit ihrem Mantel aus Petersilie und Rosmarin, die sanft im Weißwein gegart worden war, erwies sich schon als sehr gelungen – in Kombination mit den auf die gleiche Weise zubereiteten Kartoffeln, den Artischockenherzen und natürlich den fruchtigen Tomatenstücken ergab alles aber schließlich erst eine vollwertige und schmackhafte, aber angenehm leichte Mahlzeit mit deutlich mediterranem Touch, der durch das überall eingeflossene Knoblauchnote sehr gelungen abgerundet wurde.
Und auch was die Nährwerte angeht, konnte sich das Gericht mal wieder sehen lassen. Meiner Kalkulation nach schlägt der gesamte Inhalt der Bratschlauchs mit 940kcal zu Buche, aufgeteilt auf zwei Portionen ergibt das 470kcal pro Portion. Leichte mediterrane Küche eben, die man nicht nur im Sommer sondern auch jetzt im Winter vorbehaltlos genießen kann. Dabei ist die Auswahl der Gemüsesorten natürlich jedem freigestellt – ich könnte mir hier zum Beispiel auch gut Champignons, Auberginen oder sogar Spargel gut dazu vorstellen. Eigentlich passt hier alles, was in 60 Minuten gedünstet werden kann – und wenn es länger brauchen sollte kann man es ja, wie ich bei den Kartoffeln, einfach vorkochen. Der eigenen Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. So ein Bratschlauch ist schon wirklich eine feine Sache – ich werde bei Gelegenheit ihn auf jeden Fall erneut einsetzen – zum Beispiel für ein leckeres Fischgericht oder vielleicht auch mal Wild. Sollte es dazu kommen und das Rezept gelingen – wovon ich mal ausgehe – werde ich natürlich hier darüber berichten.
Guten Appetit

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Rührei mit Artischockenherzen & Kirschtomaten – das Rezept
11.11.2012 18:48 kochexperimente, kulinarisches6 Kommentare
Nach der gestrigen Schlemmerei mit dem Hähnchen wollte ich heute etwas einfacher und leichter halten, daher entschied ich mich für ein vegetarisches Rezept mit Artischockenherzen, Kirschtomaten und Schafskäse. Gleich einleitend muss ich aber erwähnen, dass ich damit eigentlich ein Omelett bzw. einen Tortilla anfertigen wollte, dieser mir aber leider beim Wenden zerbröselt ist. Da sich das Rezept aber alleine wegen seiner Zusammenstellung als sehr lecker erwies, habe ich mich von diesem kleinen Malheur nicht entmutigen lassen und einfach den Titel des Beitrages an das Ergebnis angepasst.
Was braucht man für 2 Portionen?
1 Dose Artischockenherzen (220g Abtropfgewicht)

75g Schafskäse (gerne auch mehr)

6 EL fettarme Milch (1,5% Fett)

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen
Beginnen wir nun damit, die Artischockenherzen in ein Sieb zu gießen und gut abtropfen zu lassen.

Während diese abtropfen schälen wir die Zwiebel und Würfeln sie fein

und schälen das Knoblauch und zerkleinern es ebenfalls gut.

In der Zwischenzeit müssten unsere Artischocken dann soweit abgetropft sein, dass wir sie halbieren können.

Dann waschen wir noch die Tomaten

Außerdem waschen wir die Petersilie, schütteln sie trocken,

und zerkleinern diese dann gründlich.

Anschließend schlagen wir die Eier in ein passendes Behältnis auf,

fügen sechs Esslöffel Milch hinzu

und würzen alles gut mit Salz und Pfeffer

und dabei noch 2/3 der Petersilie sowie das Tomatenmark unterheben.

Jetzt erhitzen wir den Esslöffel Öl in einer beschichteten Pfanne und dünsten darin Zwiebeln und Knoblauch an.

Ist beides gut angedünstet, geben wir die halbierten Artischockenherzen hinzu und lassen sie für einige Minuten mit anbraten,

gefolgt von den Tomaten, die ebenfalls ein bis zwei Minuten angedünstet werden.

Schließlich schalten wir die Platte etwas herunter und gießen unsere Ei-Mischung mit in die Pfanne

wo wir sie sechs bis acht Minuten stocken lassen sollten.

Eigentlich wollte ich danach das ganze Omelett auf einen Teller gleiten lassen und von dort umgedreht wieder auf die Pfanne bugsieren, um so auch die andere Seite anzubraten. Doch wie einleitend erwähnt ist mir meine Variante an dieser Stelle zerbröselt, womit aus dem Omelett ein Rührei wurde – aber vielleicht hat der eine oder andere an dieser Stelle ja mehr Glück.

Nach dem wenden braten wir auch die andere Seite für vier bis fünf Minuten auf leicht reduzierter Stufe an.

In der Zwischenzeit können wir auch unseren Schafskäse würfeln

und ihn noch in der Pfanne auf dem Gericht zu verteilen

Anschließend brauchen wir das Gericht nur noch mit der restlichen Petersilie garniern und servieren.

Auch wenn das Gericht als vollständiges Omelett visuell mit Sicherheit mehr hergegeben hätte, brauchte es sich was den Geschmack anging absolut nicht zu verstecken. Die Kombination aus knackigen angebratenen Artischockenherzen, fruchtigen Kirschtomaten, würziger Eimasse und der Garnitur aus leicht salzigem Schafskäse erwies sich als überaus gelungen und lecker. Dabei zeigte sich, das die Zugabe von Tomatenmark der Eimasse ein ebenfalls leicht fruchtiges Aroma verpasste, das wunderbar mit den anderen Zutaten harmonierte. Ich war mit dem Ergebnis auf jeden Fall sehr zufrieden.
Und auch was die Nährwerte angeht, kann sich dieses Gericht sehen lassen. Meiner Berechnung nach kommt die Zubereitung auf 630kcal, bei zwei Portionen kommen wir also auf gerade mal 315kcal pro Portion. Dabei war es aber trotzdem angenehm sättigend wie ich feststellen durfte. Somit kann ich trotz des kleinen Unglücks beim Wenden auch mit dem Ergebnis heutigen Kochexperiments wieder durchaus zufrieden und das Rezept vorbehaltlos weiterempfehlen.
Guten Appetit

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Hähnchen mit Polentafüllung an Paprika-Kartoffelspalten – das Rezept
10.11.2012 21:35 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Ich habe ja schon viel verschiedene Gerichte mit Geflügel gekocht und dabei vor allem Hähnchenbrust und Schenkel verwendet, aber noch nie hatte ich mich daran gewagt ein ganzes Tier zu verarbeiten. Daher hatte ich mir für diesen Samstag in den Kopf gesetzt, dieses Versäumnis nun endlich zu korrigieren. Meine Wahl fiel dabei auf ein Rezept für ein mit Polenta und Mais gefülltes Hähnchen, das ich mit einigen in Paprika und Knoblauch gewendete Backofenkartoffeln zum heutigen Gericht ergänzte. Und auch wenn sich Aufwand als etwas größer erwies, war das Ergebnis die Mühe auf jeden Fall wert gewesen. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das Rezept in üblicher Form hier einmal kurz vorzustellen.
Was brauchen wir also für ein Gericht (ca. 3-4 Portionen)?
1 Hähnchen (küchenfertig – 1 bis 1,2kg)

Für das Hähnchen und die Füllung
1 Dose Mais (300g Füllgewicht)

1 EL Rapsöl (oder ein anderes neutrales Pflanzenöl)

2 EL Kochsahne (fettreduziert)

sowie Salz, Pfeffer und edelsüßes Paprika zum würzen
Für die Kartoffelspalten
750g festkochende Kartoffeln (größere Exemplare)

sowie Salz und Pfeffer zum würzen
Beginnen wir also damit, die Füllung für das Hähnchen vorzubereiten. Dazu schälen wir die Zwiebel und zerkleinern sie – wahlweise mit dem Messer oder einer Küchemaschine.

Dann erhitzen wir den Esslöffel Rapsöl in einem kleinen Topf

und dünsten die zerkleinerte Zwiebel darin kräftig an.

Dann gießen wir die Gemüsebrühe hinzu

um dann nach und nach unter ständigen rühren die Polenta einzustreuen.

Das ganze lassen wir dann auf reduzierter Stufe bei regelmäßigen umrühren etwa acht bis neun Minuten vor sich hin köcheln

wobei wir es gleich ein wenig mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Während die Polenta vor sich hin köchelt, waschen wir die Petersilie

zupfen die Blättchen von den Stilen

Am Ende des Garprozesses rühren wir schließlich die Petersilie in die Polenta und nehmen den Topf von der Platte, um ihn etwas abkühlen zu lassen.

Während die Polenta abkühlt, lassen wir den Mais abtropfen

und schälen wir die Kartoffeln

um sie sie dann in etwa 2-3 Zentimeter große Stücke zu schneiden.

Ist die Temperatur der Polenta dann etwas herunter gegangen, fügen wir den Mais hinzu

und rühren das Hühnerei unter.

Dann ist es an der Zeit, den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen und beginnen. Anschließend waschen wir das Hähnchen von innen und außen gründlich ab, trocknen es mit Küchentüchern

und reiben es dann von sowohl von außen als auch von Innen mit Salz und Paprikapulver ein.

Anschließend verschließen wir die Halsöffnung mit einem Zahnstocher,

geben die Polenta in einen Einweg-Spritzbeutel

und befüllen dann das Innere unseres Hähnchens mit soviel Polenta wie möglich. Den Rest stellen wir bei Seite.

Dann verschließen wir auch die untere Öffnung des Hähnchens mit einigen Zahnstochern

und binden die Schenkel mit etwas Küchengarn zusammen.

Ist das erledigt, geben wir das Hähnchen mit der Brust nach unten in eine passende Auflaufform und gießen 220ml Wasser hinzu

und schieben die Form dann auf der untersten Schiene in unseren vorgeheizten Backofen.

Während das Hähnchen für 30 Minuten im Ofen backt, können wir uns weiter um die Sättigungsbeilage kümmern. Dazu schälen wir die Knoblauchzehen und zerkleinern sie sehr fein

und geben den Knoblauch dann mit den Kartoffeln und zwei Esslöffeln Olivenöl in eine Schüssel

würzen alles mit dem Esslöffel Paprikapulver sowie Salz und Pfeffer

und vermischen alles gründlich miteinander damit alles gut mit Öl und Gewürzen bedeckt wird.

Die so vorbereiteten Kartoffelstücke verteilen wir dann auf einem mit Backpapier ausgelegtes Backblech.

Nach 30 Minuten im Ofen entnehmen wir die Auflaufform mit dem Hähnchen

und bepinseln es gründlich mit dem Apfelsaft

wobei wir es wenden und auf den Rücken drehen. Gegebenenfalls können wir auf dieser Seite jetzt noch etwas Paprikapulver uns Salz hinzu geben.

Dann reduzieren wir die Temperatur unseres Backofens auf 180 Grad und geben das Hähnchen zurück hinein

um dann das Blech mit den Kartoffelstücken auf die mittlere Schiene ebenfalls in den Ofen zu schieben und für weitere 30 Minuten zu backen.

Die verbliebene Polenta geben wir nun in eine kleine Auflaufform

und schieben sie 10 Minuten nach dem Hähnchen ebenfalls in den Ofen, um sie für mindestens 20 bis 25 Minuten mit zu garen.

Sind die 30 Minuten verstrichen, entnehmen wir die Auflaufform mit dem Hähnchen erneut, betten das Tier auf ein Stück Alufolie um,

Formen eine kleine Schale um die Flüssigkeit des Hähnchens aufzufangen und legen es dann, nachdem wir etwas Platz geschaffen haben, auf das Blech mit den Kartoffelstückchen.

Den Bratensud aus der Auflaufform füllen wir dann in eine kleine Pfanne oder einen Topf um und erhitzen ihn.

Außerdem vermengen wir die Speisestärke mit drei Esslöffeln lauwarmen Wassers – dadurch verhindern wir die Bildung von Klümpchen –
und rühren dann zuerst die beiden Esslöffel Kochsahne

sowie die aufgelöste Speisestärke mit in den Sud ein.

Das Ganze lassen wir dann einige Minuten vor sich hin köcheln

und schmecken es dabei noch einmal mit Salz und Pfeffer ab.

Schließlich können wir das Backblech mit dem Hähnchen und den Kartoffelspalten entnehmen, die Zahnstocher und das Küchengarn vorsichtig entfernen

Nun brauchen wir das Tier nur noch zu tranchieren und es mit den Kartoffelspalten, ein wenig Polentafüllung sowie etwas der aus dem Bratensud hergestellten Sauce in Portionen aufteilen.

Ich hatte mich für ein Stückchen Hähnchenbrust und einen der eher kleinen Schenkel entschieden, die sich beide als angenehm zart und saftig sowie sehr gut gewürzt erwiesen. In Kombination mit der überaus leckeren Bratensauce, den knusprigen Kartoffelspalten und der würzigen Polentafüllung ergab sich ein überaus gelungenes und schmackhaftes Gericht, das den etwas größeren Aufwand bei seiner Zubereitung mehr als wert gewesen war.
Bei der Berechnung der Nährwerte tat ich mir heute etwas schwer, denn ich konnte nicht genau bestimmen wie viel des Hähnchens aus Fleisch und wie viel Knochen waren. Daher lasse ich diesen Punkt heute mal außen vor, möchte aber anmerken dass ich durch den nur sparsamen Einsatz von Öl sowohl bei den Kartoffelspalten als auch bei dem Hähnchen sicher bin, dass die Kalorien absolut im akzeptablen Rahmen für ein Hauptgericht bewegten. Somit bleibt mir nichts weiteres zu sagen, als noch einmal meine ausdrückliche Empfehlung für dieses leckere Rezept auszusprechen – es lohnt sich wirklich.
Guten Appetit

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