Mongolisches Rindfleisch im Slow Cooker – das Rezept

Dieses Wochenende kam ich nun endlich dazu, wieder einmal für mich selbst zu kochen. Und für diese Gelegenheit hatte ich mir etwas ganz besonderes herausgesucht: Mongolisches Rindfleisch, das ich in meinem Slow Cooker zubereiten wollte – gefunden hatte ich das Rezept bei The chunky chef. Zugegebenermaßen ist es ein sehr einfaches Rezept und ob es wirklich original mongolisch ist, sei auch mal so dahin gestellt, aber das Ergebnis war ein überaus schmackhaftes Rinfleisch-Curry, das mir sehr gut gemundet hat. Das letzte Mal hatte ich vor 12 Jahren mongolisch gegessen, damal im Garden of Tranquility in San Francisco. Geschmacklich kam mein mongolisches Rindfleisch hier zumindest ran. Doch damit genug der langen Vorrede, kommen wir nun zum heutigen Rezept, dass ich natürlich in der gewohnten Form vorstellen werde.

Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

650g Rindfleisch zum schmoren
(Eigentlich wollte ich Flankensteak nehmen wie um ursprünglichen Rezept vorgeschlagen, doch das hatte ich nirgendwo bekommen, daher griff ich auf Roastbeef zurück)
01 - Zutat Roastbeef / Ingredient roast beef

100g Maisstärke
02 - Zutat Maisstärke / Ingredient corn starch

2-3 Möhren
03 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

3-4 Knoblauchzehen
04 - Zutat Knoblauchzehen / Ingredient garlic

1 1/2 Daumen großes Stück Ingwer (Sollte gerieben etwa 2 Teelöffel ergeben)
05 - Zutat frischer Ingwer / Ingredient fresh ginger

150ml helle Sojasauce
07 - Zutat helle Sojasauce / Ingredient light soy sauce

100g brauner Zucker
06 - Zutat brauner Zucker / ingredient brown sugar

2-3 Esslöffel Srirache-Sauce
08 - Zutat Sriracha-Sauce / Ingredient sriracha sauce

180-200g Basmati-Reis
09 - Zutat Basmati-Reis / Ingredient basmati rice

sowie evtl. etwas Frühlingszwiebeln und Sesam zum garnieren
und bei Bedarf etwas Butter zum verfeinern des Reis

Beginnen wir damit, die Möhren zu schälen
10 - Möhren schälen / Peel carrots

und sie in Stifte zu schneiden.
11 - Möhren in Stifte schneiden / Cut carrots into strips

Anschließend waschen wir das Roastbeef, tupfen es trocken und schneiden es in kurze, etwas breitere Streifen,
12 - Roastbeef in Streifen schneiden / Cut beef in stripes

die wir in einen Gefrierbeutel legen, die Maisstärke dazu geben
13 - Fleisch & Maisstärke in Beutel geben / Put beef & cornstarch in bag

und alles dann bei verschlossenen Beutel gründlich durchschütteln, so dass alle Fleischstücke rundherum mit der Maisstärke benetzt sind.
14 - Beutel kräftig schütteln / Shake bag well

Außerdem schälen wir den Ingwer,
15 - Ingwer schälen / Peel ginger

zerreiben ihn
16 - Ingwer reiben / Grate ginger

und schälen schließlich noch die Knoblauchzehen.
17 - Knoblauch schälen / Peel garlic

Nun geben wir die Sojasauce und ca. 100ml Wasser in unseren Slow Cooker,
18 - Sojasauce & Wasser in Slow Cooker geben / Put soy sauce & water in slow cooker

addieren den geriebenen Ingwer,
19 - Ingwer hinzufügen / Add ginger

geben den braunen Zucker hinzu,
20 - Zucker addieren / Add sugar

schreddern die Knoblauchzehen hinein – wer keinen Knoblauch-Zerkleinerer wie ich meinen Garlic Master besitzt, kann sie auch vorher manuell zerschneiden –
21 - Knoblauch dazu schreddern / Mince garlic

fügen noch zwei bis drei Esslöffel Sriracha-Sauce dazu
22 - Sriracha-Sauce hinzufügen / Add sriracha sauce

und verrühren alles gründlich miteinander.
23 - Gründlich verrühren / Stir well

In diese Mischung geben wir zuerst die panierten Rindfleisch-Streifen,
24 - Rindfleisch dazu geben / Add beef

addieren die in Stifte zerkleinerten Möhren,
25 - Möhrenstifte addieren / Add carrots

vermischen alles gründlich miteinander, so dass alles mit der Sauce bedeckt ist
26 - Vermischen / Mix

und lassen es dann geschlossen auf HIGH für 2 1/2 – 3 Stunden garen
27 - Geschlossen schmoren / Braise closed

wobei wir es hin und wieder natürlich auch mal umrühren – obwohl die Gefahr dass etwas anbrennt beim Slow Cooker eher gering ist.
28 - Zwischendurch umrühren / Stir in between

Etwa eine Viertelstunde bevor unser mongolisches Rindfleisch fertig gegart ist, setzten wir einen Topf mit 360 – 400 ml Wasser (je nach verwendeter Reismenge – es gilt doppelte Menge Wasser wie Reis) auf, bringen dieses zum kochen,
29 - Wasser in Topf erhitzen / Heat up water in pot

salzen das kochende Wasser mit einem Teelöffel Salz
30 - Wasser salzen / Salt water

und geben dann den Reis hinein, um ihn gemäß Packungsbeschreibung geschlossen und auf niedriger Flamme gar ziehen zu lassen. Bei Basamati dauert das in der Regel sieben bis acht Minuten.
31 - Reis kochen / Cook rice

Wer mag, kann den fertig gekochten Reis nach dem Auflockern mit einer Gabel noch mit einem Stück Butter verfeinern, indem man sie man unter Verwendung der Resthitze der Platte im heißen Reis zergehen lässt und mit ihm verrührt.
32 - Gekochten Reis mit Butter verfeinern / Refine cooked rice with butter

Anschließend können wir den Reis gemeinsam mit dem Rindfleisch servieren, wobei wir das Rindfleisch am besten noch mit etwas Sesam und einigen Ringen Frühlingszwiebeln garnieren.
33 - Mongolian beef / Mongolisches Rindfleisch - Served / Serviert

Wie es beim schonenden schmoren im Slow Cooker nicht anders erwartet, war das Rindfleisch wunderbar mürbe und zart geworden, wobei es beim Verzehr regelrecht auf der Zunge zerfiel. Dabei hatte es neben seinem Eigengeschmack auch viel von der pikanten, aber auch süßlichen Sauce angenommen. Erinnerte stark an die Beschreibung des Gerichtes, dass ich damals im einleitend erwähnten mongolischen Restaurant in San Francisco verzehrt hatte, also ließe sich die These es handele sich um ein mongolisches Gericht auch durchaus aufrecht erhalten. Vielleicht hätte ich noch eine in Halbringe geschnittene Gemüsezwiebel hinzu geben können, außerdem würde ich beim nächsten Mal die Möhren erst etwas später unterheben, damit sie nicht ganz so weich gekocht werden, aber prinzipiell durfte ich mit Genugtuung feststellen, dass mein erstes mongolisches Gericht wirklich gut gelungen war. Außerdem wäre noch zu überlegen, den zum garnieren verwendeten Sesam vorher noch etwas ohne Öl in einer Pfanne anzurösten, damit sein Aroma noch deutlicher zur Geltung kommt – aber das ist dann wirklich schon der Feinschliff.

34 - Mongolian beef / Mongolisches Rindfleisch - Seitenansicht

Wie meine Recherche außerdem ergeben hat, isst man in der Mongolei eher fettreich und mit viel Fleisch und wenig Gemüse – das Land ist eben kein typischer Agrarstaat, sondern eher die Heimat von Nomaden, die mit und von ihren Tieren leben. Verbreitet sind was Gemüse angeht vor allem Zwiebeln, Möhren und Kohl, der sich auch über den Winter gut lagern lässt. Außerdem gibt es viele verschiedene Käsesorten und sogar alkoholische Getränke wie Airag (auch Kumys genannt) aus vergorener Stutenmilch. Das hier vorgestellte Rezept ist also vielleicht doch gar nicht so unauthentisch, was die mongolische Herkunft angeht – auch wenn man in einer Jurte mitten in der mongolischen Steppe bestimmt keine Zeit mit einem Slow Cooker vergeuden würde. Das Rezept ist aus meiner Sicht aber auf jeden Fall empfehlenswert und schmeckt mit Sicherheit auch mit Lamm, Pferd, Kamel oder dem in der Mongolei ebenfalls sehr beliebten Murmeltier sehr gut. Für den westlichen Magen sollte Rind oder vielleicht noch Lamm aber erst einmal ausreichen, um einen Erstkontakt mit der mongolischen Küche herzustellen.

Guten Appetit

Tiroler Gröstel mit Spiegelei [05.02.2018]

Die Auswahl auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurant am heutigen Montag ließ mal wieder wünschen übrig. Mein erster Blick galt erst mal dem Putenschnitzel “Zigeuner Art” mit Kroketten, das im Abschnitt Globetrotter angeboten wurde. Auf die Pappadelle mit Blattspinat und Meerrettich bei Vitality hatte ich aufgrund meiner leichten Abneigung gegen Kren auf jeden Fall keine Lust und auch die Asia-Thai-Angebote wie Gebackene FrühlingsrollenGebratenes Hühnerfleisch mit Thaigemüse in Austernsauce rissen mich nicht so vom Hocker. Dann aber erweckte noch das Tiroler Gröstel mit Spiegelei bei Tradition der Region mein Interesse, denn in der Präsentation auf dem großen Bildschirm gleich neben dem Eingang sah es gar nicht mal so schlecht aus – auch wenn es eigentlich ein typisches Restegericht ist. Daher entschied ich mich kurzfristig dann noch noch um und griff zum Geröstel.

Tiroler Gröstel mit Spiegelei

Leider entsprach das Gericht das serviert wurde dann doch nicht ganz meinen Erwartungen. Das Verhältnis von recht vielen kleinen Würfeln recht durchwachsenen aus Schweine- und Rindfleisch zu relativ wenigen kleinen Salzkartoffeln war alles andere als Optimal gewählt, von der eher homöopathischen Menge an Lauch mal ganz abgesehen. Außerdem war das Fleisch auch teilweise etwas zu knusprig angebraten wie ich meinte. Zum Glück gab es die dickliche und würzige Bratensauce, die das Gericht glücklicherweise noch etwas retten konnte. Und bis auf die Größe – wo bitte bekommt man heute noch solche XS-Eier? – war auch das Spiegelei ohne nennenswerten Tadel – vor allem weil das Eigelb noch wunderbar flüssig war, so wie ich es mag. Aber das letzte Mal war es auch nicht besser gewesen. Wenn schön Gröstel, dann doch lieber das nächste Mal das Kartoffel-Gröstel mit Lauch und Schafskäse.
Bei den anderen Gästen lag natürlich, wie nicht anders zu erwarten, das Putenschnitzel “Zigeuner Art” mit Kroketten am höchsten in der Gunst und konnte sich somit unangefochten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Um den zweiten Platz lieferten sich das unerwarteter Weise doch gern gewählte Nudelgericht mit Blattspinat und Meerrettich sowie die Asia-Gerichte einen enges Kopf-an-Kopf-Rennen, ich würde aber letztlich sagen dass die Asia-Gerichte doch ein klein wenig häufiger auf den Tabletts zu sehen waren und somit diese Platzierung verdienten. Somit landeten die Pappadelle auf Platz drei und das Tiroler Gröstl auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Tiroler Gröstel: +/-
Bratensauce: ++
Spiegelei: ++

Pikantes Rindercurry mit Gewürzreis – das Rezept

Irgendwie hatte ich dieses Wochenende mal wieder Appetit auf Rindfleisch, daher entschied ich mich dazu mal ein Rindercurry zuzubereiten und es mit etwas Gewürzreis zu servieren. Dabei nutzte ich für die Zubereitung des Gewürzreis mal eine neue Methode des Reiskochens, die sich als überaus effizient erwies. Doch dazu später mehr. Der Arbeitsaufwand für die eigentliche Zubereitung kann man auf jeden Fall als akzaptabel bezeichnen, nur das schmoren des Gerichts nimmt etwas mehr Zeit in Anspruch – aber es lohnt sich, denn das Ergebnis ist ein überaus leckeres und deutlich pikantes Rindfleischgericht, das ich als sehr gelungen bezeichnen möchte. Daher will ich es natürlich nicht versäumen, das zugehörige Rezept hier einmal kurz in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir für 3-4 Portionen?

Für das Rindfleischcurry

650g mageres Rindfleisch
01 - Zutat mageres Rindfleisch / Ingredient lean beef

1 große oder 2 kleine Zwiebeln
02 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2 Zehen Knoblauch
03 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1 etwas mehr als daumengroßes Stück frische Ingwerknolle
04 - Zutat Ingwer / Ingredient ginger

1 Esslöffel Garam Masala
05 - Zutat Garam Masala / Ingredient garam masala

1 Teelöffel Kurkuma
06 - Zutat Kurkuma / Ingredient curcuma

2 Teelöffel Curry
07 - Zutat Curry / Ingredient curry

2 Esslöffel Tomatenmark
08 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

300ml Gemüsebrühe
09 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable broth

100g Creme fraiche
10 - Zutat Creme fraiche / Ingredient creme fraiche

einige Spritzer Sojasauce
11 - Zutat Sojasauce / Ingredient soy sauce

sowie etwas Erdnussöl zum braten
und etwas Salz & Pfeffer zum würzen
evtl. 1-2 Stiele Frühlingszwiebel zum garnieren

Für den Gewürzreis

200g Langkornreis
12 - Zutat Langkornreis / Ingredient rice

Chili, Kreuzkümmel, Koriander und Zimt
13 - Zutat Gewürze / Ingredient spices

sowie 375ml Wasser zum kochen
etwas Salz
und etwas Butterschmalz zum braten

Beginnen wir nun damit, die Zwiebel zu schälen und in Spalten zu schneiden.
14 - Zwiebeln in Spalten schneiden / Cut onion in slices

Anschließend schälen wir den Ingwer,
15 - Ingwer schälen / Peel ginger

reiben ihn
16 - Ingwer reiben / Grate ginger

und schälen die Knoblauchzehen
17 - Knoblauch schälen / Peel garlic

um sie zum Ingwer zu pressen.
18 - Knoblauch zu Ingwer pressen / Squeeze garlic to ginger

Danach waschen wir das Rindfleisch, trocknen es,
19 - Rindfleisch waschen / Wash beef

schneiden es in mundgerechte Würfel
20 - Rindfleisch würfeln / Dice beef

und würzen diese rundherum mit Salz und Pfeffer.
21 - Rindfleisch mit Salz & Pfeffer würzen / Season beef with salt & pepper

Schließlich erhitzen wir etwas Erdnussöl – ersatzweise können wir auch Butterschmalz nehmen – in einer Pfanne oder besser noch einem Wok auf erhöhter Stufe
22 - Erdnussöl in Wok erhitzen / Bring peanut oil to a boil

geben das gewürfelte und gewürzte Rindfleisch hinein
23 - Rindfleisch in Wok geben / Put beef in wok

und braten es scharf rundherum an, so dass einige Röstaromen entstehen
24 - Rindfleisch scharf anbraten / Sear beef

um es dann wieder zu entnehmen und erst einmal bei Seite zu stellen.
25 - Fleisch aus Pfanne entnehmen / Remove beef from pan

Nun reduzieren wir die Temperaturzufuhr auf eine mittlere Stufe und dünsten erst einmal die Zwiebelspalten darin an.
26 - Zwiebeln andünsten / Braise onions

Dann geben wir die Ingwer-Knoblauch Mischung hinzu, dünsten sie ebenfalls ein bis zwei Minuten mit an,
27 - Ingwer & Knoblauch addieren / Add ginger & garlic

streuen das Garam Masala, den Kurkuma und das Curry ein,
28 - Gewürze einstreuen / Add spices

addieren die beiden Esslöffel Tomatenmark
29 - Tomatenmark hinzufügen / Add tomato puree

und vermischen alles miteinander, wobei wir es weiter andünsten bis sich der Geruch der Gewürze leicht in der Küche verteilt.
30 - Anbraten / Fry

Jetzt ist es an der Zeit, das angebratene Rindfleisch wieder hinzu zu geben,
31 - Rindfleisch wieder hinzufügen / Add beef

alles mit der Gemüsebrühe abzulöschen
32 - Mit Gemüsebrühe ablöschen / Delaze with vegetable broth

und verrühren alles gründlich, wobei wir es kurz aufkochen lassen.
33 - Verrühren & aufkochen lassen / Mix & bring to a boil

Anschließend reduzieren wir die Hitzezufuhr auf eine reduzierte Stufe und lassen alles geschlossen – abhängig von der Qualität und Faserigkeit des Fleisches – für eineinhalb bis zwei Stunden leise schmoren,
34 - Geschlossen schmoren lassen / Simmer closed

wobei wir es natürlich zwischendurch immer mal wieder umrühren sollten, damit nichts anbrennt.
35 - Gelegentlich umrühren / Stir from time to time

Nach etwa einer Stunde wenden wir uns dem Reis zu. Zuerst spülen wir den trocknen Reis (200g) in einem Sieb ab, um überflüssige Stärke abzuwaschen,
36 - Reis in Sieb abspülen / Rinse rice in sieve

geben den Reis in einen kalten Topf,
37 - Reis in Topf geben / Put rice in pot

gießen etwa 375ml Wasser hinzu,
38 - Wasser addieren / Add water

salzen dieses
39 - Wasser salzen / Salt water

und bringen es dann geschlossen zum kochen.
40 - Geschlossen zum kochen bringen / Bring to a boil closed

Sobald das Wasser sieded, schalten wir auf die kleinste Stufe hinunter und lassen den Reis, wieder bei geschlossenem Deckel, über ca. 20 Minuten ausquellen. Dabei sollten wir ihn ein bis zwei Mal umrühren, damit nichts am Boden anbrennen kann.
41 - Reis auf niedriger Stufe ausquellen lassen / Let rice soak on low cooking level

Sollte am Ende noch etwas Wasser im Topf übrig sein, gießen wir dieses vorsichtig ab, lockern den Reis mit einer Gabel aus und lassen ihn ausdünsten.

Vorher geben wir aber noch die Creme fraiche zu unserem geschmorten Rindfleisch,
42 - Creme fraiche hinzufügen / Add creme fraiche

verrühren sie gründlich,
43 - Gründlich verrühren / Mix well

und schmecken alles final noch einmal mit etwas Salz, Pfeffer
44 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Season with salt & pepper

sowie einigen Spritzern heller Sojasauce ab. Aber vorsichtig: bitte nur sparsam mit der Sojasauce vorgehen.
45 - Mit Sojasauce abschmecken / Taste with soy sauce

Inzwischen müsste dann auch der Reis fertig gekocht sein, so dass wir ihn wie oben beschrieben ausdünsten lassen können und parallel etwas Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen,
46 - Butterschmalz in Pfanne erhitzen / Heat up ghee in pan

darin Kreuzkümmel, Koriander, Chili und eine Prise Zimt andünsten, bis sie beginnen ihren Geruch zu verströmen
47 - Gewürze anbraten / Fry spices

und schließlich den Reis darin anbraten und dabei gründlich mit den Gewürzen vermischen. Bei Bedarf salzen wir ihn hier auch noch etwas nach.
48 - Reis mit Gewürzen anbraten / Fry rice with spices

Dann können wir das Gericht auch schon – wer mag garniert es mit einigen Frühlingszwiebel-Ringen – servieren und genießen.
49 - Zesty beef curry with spiced rice - Served / Pikantes Rindercurry mit Gewürzreis - Serviert

Das Rindfleisch war durch das schmoren wunderbar zart geworden und zerfiel regelrecht auf der Zunge, während die Sauce ihm ein ein exotisch-würziges, angenehm scharfes Aroma gab. Die Schärfe von Ingwer ist dabei nicht so aufdringlich wie die von Chilis, sondern entwickelt sich erst langsam beim Verzehr, was ich als sehr angenehm empfinde. Im Grunde genommen erinnerte das ganze an einen asiatisch-indisch gewürzten Gulasch, zu dem natürlich der mit Kreuzkümmel, Koriander, etwas Chili und einer Prise Zimt gewürzte Reis wunderbar passte. Durch das vorherige abspülen war der Reis dabei sehr körnig geworden, weswegen es sich nicht ganz so leicht formen ließ wie der Reis den ich sonst so mache und dabei auch noch mit Butter verfeinere. Aber auch diese Variante hat eindeutig ihre Daseinsberechtigung und ist eine schmackhafte Alternative, nicht nur zu deftigen Gerichten wie diesem.

50 - Zesty beef curry with spiced rice - Side view / Pikantes Rindercurry mit Gewürzreis - Seitenansicht

Guten Appetit

Texas Jalapeno Chili [11.07.2017]

Als ich in der Speisekarte las, das es heute bei Globetrotter ein Texanisches Chili mit Mais, Kidneybohnen und Rindfleisch, dazu Sour Cream und Jalapenos gab, war ich eigentlich schon fast sicher, dass ich bei diesem Gericht zugreifen würde. Gut, das Hausgemachte Fleischpflanzerl mit Bratensauce und Röstkartoffeln bei Tradition der Region besaß ebenso seinen Reiz wie dem Griechische Wrap mit mediterranem Gemüse, Feta und Joghurtdip, dazu gemischten Salat bei Vitality oder die Asia-Thai-Gerichte wie Gebackener Seelachs mit Thaigemüse in Austernsauce, aber ich liebe nun einmal Chilis in jeglicher Form, daher blieb ich letztlich dabei.

Texas Jalapeno Chili

Wie man sieht hatte man zu diesem Chili nicht nur mit der angekündigten Sour Cream und einige Jalapenos, sondern auch mit Tortille Chips und ein Stück frischem Baguette serviert. Das Chili selber aus Mais, Kidneybohnen und einigen kleinen Rindfleischstreifen in einer eher wässerigen Tomatensauce fand ich zwar etwas dünn geraten, aber geschmacklich erwies es sich als durchaus gelungen. Ich weiß ja inzwischen, dass man den Einsatz von Saucenbindern oder auch nur Mehl zum eindicken von Speisen hier in unserem Betriebsrestaurant prinzipiell ablehnt. Vor allem die Jalapenos gaben dem Gericht eine angenehme milde, aber nicht übertriebene Schärfe. Insgesamt kein Meister-Chili, aber mal eine gelungene Abwechslung vom sonst üblichen Chili con Carne.
Die anderen Göste hatten heute natürlich dem Fleischpflanzerl den Vorzug gegeben und ihm unangefochten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala beschert. Aber auf den zweiten Platz folgte ihm schon das texanische Chili, auch wenn es diesen Platz nur mit knappen Vorsprung vor dem ebenfalls sehr beliebten Asia-Gerichten verteidigen musste. Der vegetarische Wrap mit Salat folgte schließlich auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Texas Jalapeno Chili: ++
Baguette: ++

Pikantes Rinder-Ragout mit Ingwer auf Paprikaspätzle – das Rezept

An diesem Wochenende kombinierte ich zwei Rezepte, die ich unbedingt ausprobieren wollte: Ein Pikantes Rinder-Ragout, das mit Ingwer zubereitet wurde und als Sättigungsbeilage dazu selbst gemachte Paprika-Spätzle. Dazu gab es noch etwas Gemüse in Form von Rotkraut aus dem Glas. Mich reizte dabei vor allem das Rinder-Ragout, das zwar visuell an Gulasch erinnerte, aber entgegen der gewöhnlichen Vorgehensweise mit Ingwer und Chilis zubereitet wurde. Und ich sollte nicht enttäuscht werden, denn sas Ergebnis war ein überaus schmackhaftes Gericht, das ich nun mit diesem Beitrag einmal in der gewohnten Form vorstellen möchte.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

Für das Rinder-Ragout

1000g mageres Rindfleisch
(z.B. aus der Schulter – ich hatte mir bereits gewürfeltes Fleisch beim Metzger gekauft)
01 - Zutat mageres Rindfleisch / Ingredient fatless beef

1 große Zwiebel
02 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2 Zehen Knoblauch
03 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

80g frischen Ingwer
04 - Zutat Ingwer / Ingredient ginger

3-4 getrocknete Chilis
05 - Zutat getrocknete Chilis / Ingredient dried chilis

1 gehäufter Esslöffel Mehl
06 - Zutat Mehl / Ingredient flour

1 Glas trockener Rotwein
07 - Zutat trockener Rotwein / Ingredient dry red wine

500ml Gemüsebrühe
08 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable broth

200g Kirschtomaten
09 - Zutat Kirschtomaten / Ingredient cherry tomatoes

2 Esslöffel Tomatenmark
10 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

sowie Olivenöl zum braten
außerdem Salz, Pfeffer & Kreuzkümmel zum würzen

Für die Paprika-Spätzle

500g Weizenmehl
(Ich hatte mir dazu mal spezielles Spätzle- & Pastamehl besorgt, was sich als leicht gelblich erwies)
11 - Zutat Mehl / Ingredient flour

2 kleinere Paprika (z.B. rot und gelb)
12 - Zutat Paprika / Ingredient bell pepper

1 kleinere Zwiebel
13 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

4 Hühnereier
14 - Zutat Eier / Ingredient eggs

1 gehäufter Teelöffel geräuchertes Paprikapulver
15 - Zutat geräuchertes Paprika / Ingredient smoked paprika

1 gehäufter Teelöffel edelsüßes Paprikapulver
16 - Zutat edelsüßes Paprika / Ingredient sweet paprika

1 Esslöffel Tomatenmark
10 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

30ml Milch
17 - Zutat Milch / Ingredient milk

1 Esslöffel Olivenöl
13 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

etwas Butter zum anbraten
18 - Zutat Butter / Ingredient butter

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen

Außerdem benötigen wir

1 Glas Rotkraut
19 - Zutat Rotkraut / Ingredient red cabbage

Beginnen wir wie üblich mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten. Wir ziehen also die Zwiebel ab und würfeln sie,
20 - Zwiebel würfeln / Dice onion

schälen und zerkleinern die Knoblauchzehen,
21 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

schälen die Ingwerknollen
22 - Ingwer schälen / Peel ginger

und reiben ihn,
23 - Ingwer reiben / Grate ginger

halbieren die Kirschtomaten
24 - Kirschtomaten halbieren / Half cherry tomatoes

und zerkleinern die getrockneten Chilischoten.
25 - Chilis zerkleinern / Mince chilis

Dann erhitzen wir etwas Olivenöl auf erhöhter Stufe in einer Pfanne,
26 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

geben das gewürfelte Rindfleisch – am besten in zwei Durchgängen mit jeweils der Hälfte – hinein,
27 - Rindfleisch in Pfanne geben / Put beef in pan

braten es rundherum scharf an
28 - Rindfleisch scharf anbraten / Sear beef

und entnehmen es dann wieder aus der Pfanne, um es sogleich mit Pfeffer und Salz zu würzen.
29 - Rindfleisch mit Salz & Pfeffer würzen / Season beef with salt & pepper

Zum Bratensatz geben wir, nachdem wir die Platte auf eine mittlere Stufe zurück geschaltet haben, wieder etwas Olivenöl,
30 - Olivenöl zum Bratensatz geben / Add some olive oil

addieren die gewürfelte Zwiebel
31 - Zwiebel hinzufügen / Add onion

und dünsten sie darin an, wobei wir versuchen den Bratensatz etwas vom Boden zu lösen und an die Zwiebel zu binden.
32 - Zwiebel andünsten / Braise onion

Dann geben wir auch die zerkleinerten Knoblauchzehen hinzu,
33 - Knoblauch addieren / Add garlic

addieren die zerkleinerten Chilischoten
34 - Chilis addieren / Add chilis

und geben die beiden Esslöffel Tomatenmark ebenfalls in die Pfanne
35 - Tomatenmark hinzufügen / Add tomato puree

um dieses für einige Minuten mit anzurösten.
36 - Tommatenmark anrösten / Raost tomato puree

Jetzt bestäuben wir alles mit dem Esslöffel Mehl,
37 - Mehl einstreuen / Intersperse flour

löschen das Ganze mit dem trocknen Rotwein ab
38 - Mit Rotwein ablöschen / Deglaze with red wine

und lassen diesen kurz etwas einkochen
39 - Rotwein einkochen lassen / Let red wine reduce

bevor wir schließlich auch die Gemüsebrühe dazu gießen.
40 - Gemüsebrühe hinzufügen / Add vegetable broth

Außerdem geben wir die halbierten Kirschtomaten hinzu,
41 - Kirschtomaten dazu geben / Add cherry tomatoes

würzen alles mit Salz und Pfeffer,
42 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Season with salt & pepper

bringen es kurz zum aufkochen
43 - Aufkochen lassen / Bring to a boil

und lassen es anschließend für etwa 10 Minuten geschlossen vor sich hin köcheln.
44 - Geschlossen köcheln lassen / Simmer closed

Danach nehmen wir unseren Zauberstab zur Hand und pürieren die Sauce gründlich.
45 - Sauce pürieren / Blend sauce

Jetzt ist es an der Zeit, das Fleisch zurück in die Sauce zu geben,
46 - Rindfleisch hinzufügen / Add beef

den geriebenen Ingwer hinzu zu geben,
47 - Geriebenen Ingwer addieren / Add grated ginger

alles gründlich zu verrühren
46 - Verrühren & köcheln lassen / Stir & let simmer

und dabei noch einmal mit Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel abzuschmecken.
49 - Mit Gewürzen abschmecken / Taste with seasonings

Noch einmal bringen wir das Gericht kurz zum aufkochen
50 - Aufkochen lassen / Bring to a boil

und lassen es dann für etwa eine Stunde geschlossen auf niedriger Stufe vor sich hin köcheln.
51 - Geschlossen schmoren lassen / Stew closed

Nun ist es Zeit sich den Paprikaspätzle zuzuwenden. Dazu waschen wir die Paprika, entkernen sie
52 - Paprika entkernen / Decore bell pepper

und zerkleinern sie grob.
53 - Paprika grob zerkleinern / Hackle bell pepper

Außerdem schälen wir die zerkleinerte Zwiebel und zerkleinern sie ebenfalls grob.
54 - Zwiebel grob zerkleinern / Hackle onion

Dann geben Paprika, Zwiebel, einen Esslöffel Tomatenmark
55 - Paprika, Zwiebel & Tomatenmark in Schüssel geben / Put bell pepper, onion, & tomato puree in bowl

sowie die Milch in eine höhere Schüssel
56 - Milch addieren / Add milk

und pürieren alles sehr gründlich.
57 - Alles gründlich pürieren / Blen thoroughly

Zu diesem Püree geben wir dann das Mehl,
58 - Mehl hinzufügen / Add flour

den Esslöffel Olivenöl,
59 - Olivenöl addieren / Add olive oil

die beiden Teelöffel geräuchertes und edelsüßes Paprikapulver,
60 - Paprika dazu geben / Add paprika

die vier Eier
61 - Eier aufschlagen / Add eggs

sowie eine kräftige Portion Salz und Pfeffer
62 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Season with salt & pepper

und verrühren dann alles zu einem Spätzle-Teig. Den Teig lassen für mindestens 15 bis 20 Minuten abgedeckt ruhen.
63 - Zu Teig verrühren / Stir to dough

Diese Zeit können wir nutzen, einen Topf mit Wasser zum kochen der Spätzle aufzusetzen.
64 - Wasser in Topf erhitzen / Heat up water in pot

Dabei sollten wir nicht vergessen, das Rinder-Ragout zwischendurch hin und wieder umzurühren.
65 - Ragout umrühren / Stir ragout

Inzwischen müsste dann auch das Wasser in unserem Topf kochen, so dass wir es mit einem bis zwei Teelöffeln Salz versehen
66 - Wasser salzen / Salt water

und den Spätzle Teig in das heiße Wasser hobeln zu können.
67 - Spätzle-Teig in Wasser hobeln / Shred spaetzle dough in water

Sobald die Spätzle an die Oberfläche steigen, sind sie fertig gekocht und wir können sie abschöpfen
68 - Oben schwimmende Spätzle abschöpfen / Skim off spaetzle

und in einem Sieb abtropfen lassen.
69 - Spätzle abtropfen lassen / Drain spaetzle

Außerdem können wir das Rotkraut in einen weiteren Topf geben und unter Zugabe von etwas Wasser erhitzen. Bei Bedarf schmecken wir es außerdem noch mit zusätzlichen Gewürzen ab.
70 - Rotkraut erhitzen / Heat up red cabbage

Ist der ganze Spätzle-Teig verbraucht, erhitzen wir etwas Butter in einer zweiten Pfanne
71 - Butter in Pfanne erhitzen / Melt butter in pan

und braten die abgetropften Spätzle darin etwas an. Wenn nötig ist jetzt auch Gelegenheit, sie noch mit etwas Salz und Pfeffer nachzuwürzen.
72 - Spätzle in Butter anbraten / Brown spaetzle in butter

Die letzten zehn bis fünfzehn Minuten können wir das Rinder-Ragout offen köcheln lassen, damit sich die Sauce etwas weiter reduzieren kann.
73 - Übersicht / Overview

Sind alle Spätzle angebraten und das Rotkraut genügend erhitzt, können wir Spätzle, Rinder-Ragout und Rotkohl auch schon servieren und genießen.
74 - Spicy beef ragout with ginger on bell pepper spaetzle - Served / Pikantes Rinderragout mit Ingwer auf - Serviert

Die Spätzle mit ihrem leichten, aber nicht zu dominanten Paprika-Aroma waren schon einmal eine wirklich gut gelungene Sättigungsbeilage, die man nicht jeden Tag bekommt. Das Highlight des Gerichts war aber eindeutig das angenehm pikante RInder-Ragout, das nicht nur mit einer würzigen und scharfen Sauce aufwartete, sondern auch die Schärfe von Chilis und Ingwer sehr gelungen kombinierte, ohne das der Ingwer zu dominant wirkte. Viel mehr besaß es dank der Kirschtomaten und des Tomatenmarks eine zusätzlich schmackhafte fruchtige Note, die das leicht mürbe geschmorte und dennoch zarte Rindfleisch in ausreichender Menge einschloss. Und der Rotkohl, auch wenn es hier sich “nur” um eine vorbereitet Variante aus dem Glas handelte, passte gut dazu und rundete das Gericht als überaus gut passende Gemüsebeilage gelungen ab. Auch wenn die Zubereitung etwas mehr Zeit in Anspruch genommen hatte, war ich mit dem Ergebnis überaus zufrieden. Der Aufwand hatte sich auf jeden Fall gelohnt und ich kann meine vorbehaltlose Empfehlung für dieses Rezept aussprechen.

75 - Spicy beef ragout with ginger on bell pepper spaetzle - Side view / Pikantes Rinderragout mit Ingwer auf - Seitenansicht

Guten Appetit