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Burgunder-Braten mit Blaukraut & Spätzle [24.04.2019]

Wednesday, April 24th, 2019

Gestern hatte ich den ganzen Tag Meeting und leider nur wenig Zeit zum Essen, da hatte ich doch glatt vergessen das übliche Foto zu machen. Soviel sei aber gesagt: Ich hatte mich für Kartoffel-Frischkäsetaschen mit Quarkdip und Ratatouille und sie waren in Ordnung. Beim Blick auf die heutige Tageskarte unseres Betriebsrestaurants fand ich gleich mehrere Gerichte die wirklich interessant klangen. Das Gebackene Putenschnitzel mit Preiselbeeren, dazu wahlweise Pommes Frites oder hausgemachten Kartoffelsalat bei Globetrotter war dabei mit Sicherheit der große Favorit unter den Gerichten, vor allem wegen der Fritten. Aber auch der Burgunder-Braten mit Blaukraut
und Spätzle
bei Tradition der Region klang nicht nur gut, sondern sah auf den Fotos, die auf dem großen Bildschirm am Eingang gezeigt wurden wirklich vorzüglich aus. Doch da ich erst am Wochenende Blaukraut zu meinem Gulasch gehabt hatte, neigte ich eher dazu bei den Spaghetti mit Seelachswürfel in Bärlauchsauce bei Vitality zuzugreifen. Gebratener Eierreis mit frischem Gemüse mit Kokosnuß und gelben Thaicurry und noch mehr das Putenfleisch gebraten mit verschiedenen Gemüse und grüner Kokosmilchsauce von der Asia-Wok-Theke wären natürlich auch gegangen. Aber als ich an der Ausgabetheke für Spaghetti und Burgunderbraten anstand und die Person vor mir den Burgunderbraten mit diesen wirklich wunderbar zart aussehenden Bratenscheiben wählte, konnte ich nicht anders als ebenfalls bei diesem Gericht zuzugreifen.

Burgundy roast with red cabbage & spaetzle / Burgunder Braten mit Blaukraut und Spätzle

Natürlich probierte ich als erstes die Bratenscheiben und die linke davon entsprach auch hundertprozentig meinen Erwartungen: wunderbar zart, unglaublich saftig und mit wunderbaren Rinderaroma. Nur die zweite Scheibe war am oberen Ende – warum auch immer – etwas dunkel und trocken geworden, was den Genuss natürlich etwas minderte. Aber zum Glück handelte es sich nur um ein kleines Stück. Ob die dazu servierte dickflüssige und würzige Rotweinsauce wirklich mit Burgunder zubereitet worden war, erschloss sich mir dabei zwar nicht, aber sie war nicht nur etwas zu großzügig aufgetragen worden, weswegen man aufpassen musste dass sie nicht über den Tellerrand schwappte, sie besaß meiner Meinung auch eine leichte Note als wäre sie angebrannt, aber zum Glück nicht so schlimm dass ich Punkte abziehen muss. Dazu passten wunderbar die Spätzle oder besser gesagt Knöpfle, die einen Teil der Sauce aufnahmen und banden. Das Rotkraut war nicht ganz so würzig und leider ohne bemerkbare Apfelnote, aber eignete sich dennoch wunderbar als Gemüsebeilage zu Burgunderbraten und Knöpfle. Ich war sehr zufrieden, auch wenn das ganz mit Sicherheit kein leichter Genuss gewesen ist.
Die anderen Gäste schienen heute auch sehr hin und her gerissen zu sein, denn die drei Gerichte der westlichen Küche lagen sehr eng beieinander. Mit knappen Vorsprung den allergrößten Zuspruch fand dabei wohl, wie vom Kantinenbetreiber beabsichtigt, das Putenschnitze, das bevorzugt mit Pommes Frittes gewählt worden war. Damit belegte es den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Um Platz zwei lieferten sich nur knapp dahinter die Spaghetti mit Seelachswürfeln in Bärlauchsauce und der Burgunderbraten ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Bei genaueren Hinsehen und einem Blick in die Rückgabewagen würde ich letztlich den Spaghetti diese Position zubilligen, womit der Burgunderbraten – meiner Meinung nach vollkommen unverdient – nur einen guten dritten Platz belegte. Die Asia-Gerichte folgten auf einem ebenfalls guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Burgunderbraten: ++
Sauce: ++
Spätzle: ++
Blaukraut: ++

Saftig-zartes Rindergulasch mit Rotkohl & Kartoffelklößen – das Rezept

Sunday, April 21st, 2019

Für die Osterfeiertage wollte ich natürlich etwas kochen, was sonst nicht so häufig auf meinem Speiseplan zu finden ist. Ich war lange hin und her gerissen, was nun in meiner Küche entstehen sollte, entschied mich aber letztlich für einen saftigen Rindergulasch, den ich mit Rotkohl und Kartoffelklößen ergänzen wollte. Bei der Suche nach einem passenden Rezept stieß ich auf unzählige Varianten dieses leckere Schmorgericht zuzubereiten und ich wählte verschiedene Aspekte aus unterschiedlichen Rezepten, die letztlich zu der für mich ideal erscheinende Zubereitung zu gelangen. Wichtig und so ziemlich allen Variationen gleich war dabei die große Menge an Zwiebeln, die dazu benötigt werden, einige sprachen sogar von einem 1:1 Verhältnis von Fleisch zu Zwiebeln, aber das erschien mir letztlich doch etwas zu viel – obwohl gerade die Menge der Zwiebeln wichtig ist, um eine besonders sämige Sauce ohne Saucenbinder zu bekommen. Ich fand aber ein gutes Mittelmaß und erhielt so einen sehr gelungenen und leckeren Gulasch, der genau das richtige war um ein schönes Osterfest mit einem guten Mahl zu krönen.

Was benötigen wir also für 4-5 Portionen?

  • 1000g Rindfleisch (z.B. aus der Schulter)
  • 750g Zwiebeln
  • 150g durchwachsener Speck
  • 1 gehäufter Teelöffel Kümmelsamen
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 Bio-Zitrone
  • 2 Esslöffel edelsüßes Paprika
  • 2 Teelöffel geräuchertes Paprika
  • 1 Zweig frischer Rosmarin
  • 3-4 Stängel frischer Thymian
  • 2-3 Lorbeerblätter
  • 3 ganze Nelken
  • 250ml trockener Rotwein
  • 400ml Rinderfond
  • Salz, Pfeffer & Chiliflocken zum würzen
  • etwas Butterschmalz zum braten
  • 1 großes Glas Rotkohl (680g)
  • 1 kleine Zimtstange
  • 3 Wacholderbeeren
  • 750g Kloßteig
  • Beginnen wir also damit, die Zwiebel
    01 - Zwiebeln würfeln / Dice onions

    und den durchwachsenen Speck zu würfeln
    02 - Speck würfeln / Dice bacon

    sowie das Rindfleisch in mundgerechte Stücke zu schneiden.
    03 - Rindfleisch würfeln / Dice beef

    Anschließend geben wir den gehäuften Esslöffel Kümmelsamen ohne Fett in eine Pfanne
    04 - Kümmelsamen in Pfanne geben / Put caraway seeds in pan

    und rösten ihn bis die Samenkapseln beginnen in der Pfanne zu springen und sich ihr Geruch beginnt auszubreiten.
    05 - Kümmelsamen ohne Öl rösten / Roast caraway seeds without oil

    Die so gerösteten Samen geben wir dann in einen Mörser,
    06 - Kümmelsamen in Mörser geben / Put caraway seeds in mortar

    geben die zerkleinerten Knoblauchzehen hinzu,
    07 - Knoblauch zerkleinern & in Mörser geben / Hackle garlic & put in mortar

    addieren schließen noch einige Zesten von der Schale unserer Bio-Zitrone,
    08 - Zitronenzesten addieren / Add lemon zests

    geben noch etwas Salz hinzu
    09 - Etwas Salz hinzufügen / Add some salt

    und zerstoßen alles gründlich zu einer Paste.
    10 - Alles zu Paste zerstoßen / Crush everythinng to paste

    Anschließend erhitzen wir etwas Butterschmalz in einer großen Pfanne,
    11 - Butterschmalz in Pfanne erhitzen / Heat up ghee inn pan

    geben den gewürfelten durchwachsenen Speck hinein,
    12 - Speckwürfel in Pfanne geben / Put diced bacon in pan

    braten ihn goldbraun an
    13 - Speckwürfel knusprig anbraten / Sear diced bacon crispy

    und entnehmen ihn dann wieder, um ihn erst einmal bei Seite zu stellen.
    14 - Speckwürfel aus Pfanne entnehmen / Remove diced bacon from pan

    Als nächstes geben wir in mehreren kleinen Portionen das Rindfleisch in die Pfanne so dass es sich nicht berührt oder gar übereinander liegt
    15-  Rindfleischwürfel portionsweise in Pfanne geben / Put  diced beef in portions in pan

    und braten es nach und nach an, so dass Röstaromen entstehen. Dazu sollten wir ihm etwas Zeit geben, es also nicht gleich anfangen es mit dem Kochlöffel herum zu stubsen, sondern es etwas ruhen lassen. Es muss nicht durchgebraten sein, nur eben angeröstet – gar wird es später beim schmoren auf jeden Fall.
    16 - Rindfleischwürfel scharf anbraten / Sear diced beef

    Die angebratenen Rindfleischwürfel entnehmen wir dann ebenfalls wieder und stellen sie ebenfalls bei Seite.
    17 - Rindfleischwürfel entnehmen & bei Seite stellen / Remove diced beef from pan & put aside

    Nun erhitzen wir etwas mehr Butterschmalz, lösen gegebenenfalls die Röst-Rückstände mit dem Kochlöffel etwas vom Pfannenboden,
    18 - Butterschmalz erhitzen / Heat up ghee

    und geben die gewürfelten Zwiebeln hinein
    19 - Zwiebelwürfel in Pfanne geben / Put diced onion in pan

    um sie glasig und leicht bräunlich anzudünsten.
    20 - Zwiebelwürfel andünsten / Braise diced onions

    Die Zwiebel bestreuen wir dann mit dem beiden Esslöffeln edelsüßen Paprika
    21 - Edelsüßes Paprika einstreuen / Add sweet paprika

    und den beiden Teelöffeln geräucherten Paprika,
    22 - Geräuchertes Paprika addieren / Add smoked paprika

    geben die 2-3 Esslöffel Tomatenmark
    23 - Tomatenmark hinzufügen / Add tomato puree

    sowie die zuvor hergestellte Paste aus Kümmel, Knoblauch und Zitronenschalen-Zesten hinzu
    24 - Kümmelpaste in Pfanne geben / Add caraway paste in pan

    und dünsten alles gemeinsam für 2-3 weitere Minuten an.
    25 - Gemeinsam andünsten / Braise together

    Außerdem binden wir 4 Stengel Thymian und einen kleinen Zweig Rosmarin zu einem kleinen Bouqet Garni zusammen.
    26 - Rosmarin & Thymian zu Bouquet Garni binden / Bundle  rosemary & thyme to bouquet garni

    Anschließend geben wir die angerösteten Speckwürfel zurück in die Pfanne
    27 - Speckwürfel zurück in Pfanne geben / Put diced bacon back in pan

    und löschen alles mit dem trockenen Rotwein ab, den wir etwas einkochen lassen.
    28 - Mit Rotwein ablöschen / Deglaze with red wine

    Als nächstes geben wir auch die Rindfleischwürfel samt des eventuell ausgetretenen Bratensafts ebenfalls zurück in die Pfanne,
    29 - Rindfleisch zurück in Pfanne geben / Put beef back in pan

    gießen alles mit dem Rinderfond auf,
    30-  Rinderfond aufgießen / Pour in beef broth

    schmecken es mit Salz, Pfeffer und etwas Chiliflocken ab,
    31 - Mit Salz, Pfeffer & Chiliflocken abschmecken / Taste with salt, pepper & chili flakes

    geben Nelken, das Bouquet Garni sowie die Lorbeerblätter hinein
    32 - Kräuter, Nelken & Lorbeerblätter dazu geben / Add herbs, cloves & bay leaves

    und lassen alles geschlossen und auf verminderter Stufe für mindestens 90 Minuten vor sich hin schmoren.
    33 - Geschlossen schmoren lassen / Braise closed

    Dabei sollten wir natürlich nicht vergessen, es zwischendurch immer mal umzurühren damit nichts anbrennt.
    34 - Gelegentlich umrühren / Stir from time to time

    Etwa eine halbe Stunde vor dem Ende der Garzeit beginnen wir uns um die Beilagen zu kümmern und kneten den Kloßteig einmal gründlich durch
    35 - Kloßteig durchkneten / Knead dumpling dough

    um darauf mit angefeuchteten Händen sechs Kartoffelknödel zu formen.
    36 - Klöße formen / Form dumplings

    Außerdem entfernen wir den Deckel von unserem Gulasch, damit sich die Sauce noch etwas reduzieren kann.
    37 - Offen köcheln lassen / Simmer open

    Parallel bringen wir einen Topf mit Wasser zum kochen,
    38 - Topf mit Wasser aufsetzen / Bring pot with water to a boil

    geben zwei Teelöffel Salz hinzu
    39 - Wasser salzen / Salt water

    und legen die zuvor geformten Knödel hinein, um sie über ca. 25 Minuten auf leicht reduzierter Stufe gar sieden zu lassen.
    40 - Klöße in Wasser geben / Put dumplings in water

    Dann geben wir den Rotkohl in einen weiteren, kleineren Topf, addieren etwas Wasser,
    41 - Rotkohl in Topf geben / Put red cabbage in pot

    geben eine kleine Zimtstange, ein Lorbeerblatt sowie drei Wacholderbeeren dazu
    42 - Lorbeerblatt, Zimtstange & Wacholderbeeren addieren / Add bay leaf, cinnamon stick & juniper berries

    und lassen es bei gelegentlichem umrühren heiß werden während der Gulasch weiterhin offen schmort und die Klöße vor sich hin sieden.
    43 - Köcheln lassen / Let simmer

    Schließlich entfernen wir die Kräuter sowie die Lorbeerblätter aus dem Gulasch
    44 - Kräuter & Lorbeerblätter entfernen / Remove herbs & bay leaves

    und schmecken ihn noch einmal final mit den Gewürzen ab.
    45 - Gulasch mit Gewürzen abschmecken / Taste goulash with seasonings

    Jetzt brauchen wir nur noch die Klöße abzugießen und in einem Sieb abtropfen zu lassen,
    46 - Knödel abgießen / Drain dumplings

    dann können wir alles gemeinsam auch schon servieren und genießen.
    47 - Tender beef goulash with red cabbage & dumplings - Served / Saftig-zartes Rindergulasch mit Rotkohl & Klößen - Serviert

    Die Gulaschzubereitung traf genau das, was ich von einem guten Gulasch erwarte: Saftiges und durch das schmoren butterzartes Rindfleisch in einer dunklen, würzigen und sämigen Sauce mit vielen Röstaromen, welche zu einem guten Gulasch einfach dazu gehören. Und auch das Maß an Gewürzen war sehr gut gelungen, vor allem die leichte Kümmelnote aus den fettfrei gerösteten Kümmelsamen gab der Sauce sozusagen ihren letzten Feinschliff. Dazu passten wunderbar das mit Lorbeer, Zimt und Wacholder verfeinerte Rotkraut. Und als Sättigungsbeilage zu Gulasch gibt es meiner Meinung nach nichts besseres als Kartoffelknödel. Ein sehr gelungenes Ostermahl, ich war auf jeden Fall sehr zufrieden mit dem Ergebnis meines Kochexperiments.

    48 - Tender beef goulash with red cabbage & dumplings - Side view / Saftig-zartes Rindergulasch mit Rotkohl & Klößen - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Flammkuchen mit Räucherlachs, Blattspinat & Pinienkernen – das Rezept

    Friday, April 19th, 2019

    Zum heutigen Karfreitag sollte es natürlich ein Gericht mit Fisch bei mir geben. Nach kurzer Suche nach einem passenden Gericht stieß ich dabei auf ein verlockend klingendes Rezept für einen Flammkuchen mit Räucherlachs, Blattspinat und Pinienkernen. Das klang lecker, daher entschied ich mich dazu es am heutigen Feiertag zuzubereiten.

    Was benötigen wir also für 2-3 Portionen?

  • 1 Rolle Flammkuchenteig
  • 200g Räucherlachs
  • 200g Blattspinat
  • 150g Creme fraiche
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1/2 Bund frischer Dill
  • 20-25g Pinienkerne
  • etwas Butter
  • Salz, Pfeffer & Muskatnuss zum würzen
  • Beginnen wir damit den Blattspinat zu waschen. Er war zwar verpackt verkauft worden, aber schaden kann es auf jeden Fall nicht.
    01 - Blattspinat waschen / Wash leaf spinach

    Anschließend erhitzen wir etwas Butter, vielleicht einen bis eineinhalb Esslöffel, in einer Pfanne,
    02 - Butter in Pfanne erhitzen / Heat up butter in pan

    geben nach und nach den gewaschenen und abgetropften Blattspinat hinein,
    03 - Spinat in Pfanne geben / Put spinach in pan

    lassen ihn unter gelegentlichem Rühren zusammenfallen
    04 - Spinat zusammenfallen lassen / Let spinach reduce

    und würzen ihn dabei gleich etwas mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss.
    05 - Mit Salz, Pfeffer & Muskatnuss würzen / Season with salt, pepper & nutmeg

    Während der Blattspinat danach etwas abkühlt, geben wir die Creme fraiche in eine Schüssel
    06 - Creme fraiche in Schüssel geben / Put creme fraiche in bowl

    pressen die Knoblauchzehe hinzu
    07 - Knoblauch dazu pressen / Squeeze garlic

    und verrühren alles schön cremig
    08 - Cremig rühren / Stir creamy

    wobei wir alles mit wiederum etwas Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken.
    09 - Mit Salz, Pfeffer & Muskatnuss abschmecken / Taste with salt, pepper & nutmeg

    Während der Ofen auf 250 Grad vorheizt, rollen wir den Flammkuchenteig auf einem Backblech auf und verteilen gleichmässig unsere Creme fraiche Mischung darauf.
    10 - Flammkuchenteig mit Creme fraiche bestreichen / Spread dough with creme fraiche

    Als nächstes verteilen wir den frisch zubereiteten Blattspinat auf der Creme fraiche,
    11 - Blattspinat auflegen / Add leaf spinach

    bestreuen alles mit den Pinienkernen
    12 - Mit Pinienkerne bestreuen / Dredge with pine nuts

    und schieben das Blech dann für 5-6 Minuten auf die zweitunterste Schiene in den Ofen.
    13 - Im Ofen backen / Bake in oven

    In der Zwischenzeit waschen wir den halben Bund Dill, ziehen die Fähnchen von den Stielen und zerkleinern sie etwas.
    14 - Dill zerkleinern / Mince dill

    Schließlich nehmen wir das Blech erst einmal wieder aus dem Ofen und legen erst jetzt den Räucherlachs auf – das verhindert dass er beim Backen zu trocken wird –
    15 - Mit Räucherlachs belegen / Add smoked salmon

    bestreuen den Lachs mit dem zuvor zerkleinerten frischen Dill
    16 - Mit Dill bestreuen / Dredge with dill

    und schieben das Blech für weiter 7-8 Minuten auf der zweituntersten Schiene in den Ofen.
    17 - Weiter im Ofen backen / Continue bake in oven

    Sobald der Teig gebräunt und durchgebacken ist, können wir das Blech entnehmen und lassen es für 3-4 Minuten ruhen, damit sich die Creme fraiche etwas festigen kann
    18 - Tarte flambée with smoked salmon, leaf spinach & pine nuts - Finished baking / Flammkuchen mit Räucherlachs, Blattspinat & Pinienkernen - Fertig gebacken

    bevor wir den Flammkuchenteig schließlich mit dem Pizzaroller in sechs etwa gleich große Stücke zerteilen, ggf. mit etwas mehr Dill garniert servieren und genießen können.
    19 - Tarte flambée with smoked salmon, leaf spinach & pine nuts - Served / Flammkuchen mit Räucherlachs, Blattspinat & Pinienkernen - Serviert

    Die Kombination aus Fisch und Blattspinat kann man ja fast schon als klassisch bezeichnen und erwies sich auch als Belag auf einem dünnen und knusprigen Flammkuchenteig als überaus gut gelungenes Geschmackserlebnis. Und auch die gewürzte Creme fraiche mit der leichten Knoblauchnote passte wie ich fand wunderbar in die geschmackliche Gesamtkomposition. Der Dill und die zusätzliche leicht nussige Note der Pinienkerne rundete dieses einfache, aber dennoch sehr leckere Karfreitagsgericht sehr gelungen ab. Sowohl in heißem Zustand als auch bereits abgekühlt ein wahrer Genuss. Leider hat nichts davon den Karfreitag überlebt, ich konnte mich einfach nicht zurückhalten. Dieses Flammkuchenrezept werde ich aber auf jeden Fall im Hinterkopf behalten und bei Gelegenheit wiederholen.

    20 - Tarte flambée with smoked salmon, leaf spinach & pine nuts - Side view / Flammkuchen mit Räucherlachs, Blattspinat & Pinienkernen - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Lahamacun mit frischem Salat & Putendöner [18.06.2019]

    Thursday, April 18th, 2019

    Zum letzten Tag vor dem verlängerten Osterwochenende hatte unser Betriebsrestaurant noch ein kleines Schmanckerl auf die Speisekarte gesetzt, das zu einem meiner Lieblingsgerichte hier gehört: Lahmacum mit frischem Salat, Putendönerfleisch und Joghurtdip stand im Abschnitt Vitality geschrieben, da brauchte ich also nicht lange zu überlegen wo ich zugreifen würde. Daher erwähne ich nur der Vollständigkeit halber, dass bei Tradition der Region ein Rührei mit Rahmspinat und Salzkartoffeln, bei Globetrotter ein Putensteak “Picatta Milanese ” mit Tomatensauce und Butternudeln sowie an der Asia-Wok-Theke Gebackene Banane und Ananas mit Honig und/oder Gebratenes Schweinefleisch mit Gemüse in Massamansauce angeboten wurde. Mein Weg führte mich aber schnurstracks zur Lahmacun-Theke.

    Lahmacun

    Das zugrunde liegende Fladenbrot mit seinem Belag aus Tomatensauce und Rinderhack war dieses Mal leider nicht ganz so gut gelungen, denn es war vor allem am Rand etwas zu hart gebacken, so dass man es kaum noch beißen konnte. Ich entdeckte aber schnell einen Trick: Man bestrich den Rand einfach mit etwas Joghurt-Dip und wartete etwas, dann war er zumindest wieder mit gesunden Zähnen beißbar. Am Topping aus angenehm viel pikant gewürztem Putendöner, gemischten Salatblättern, Karottenstreifen, Krautsalat und eben besagtem Joghurtdip. Die Idee den sonst üblichen Rotkohlsalat mit weißem Krautsalat mit Kümmelsamen zu ersetzen fand ich recht gelungen. Auf Zitronenecken hatte man dieses Mal leider verzichtet, dafür gab es in Selbstbedienung rote Zwiebelringe und Petersilie zum garnieren an der Theke. Trotz des kleinen Mankos mit dem hart gebackenen Rand aber trotzdem ein sehr leckeres Mittagsgericht. Ich war sehr zufrieden und würde jederzeit wieder zugreifen – auch wenn es bestimmt zahlreiche Dönerbuden gibt die besseres Lahmacun herstellen. Nur leider nicht hier in der Nähe, daher nehme ich das was angeboten wird. 😉
    Bei den anderen Gästen lieferten sich Lahmacun und Putenbrust heute ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz eins auf der Allgemeinen Beliebheitsskala, ich würde aber letztlich sagen dass die Putenbrust mit geringem Vorsprung das Rennen machte und das Lahmacun somit auf einen guten zweiten Platz verwies. Die Asia-Gericht belegten dann Platz drei und mit wiederum geringem Abstand folgte das Rührei mit Spinat auf einem guten vierten Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Fladenbrot mit Hackfleisch-Tomaten-Bestrich: +
    Toppings: ++

    Kabeljau auf sizilianische Art mit Kartoffelwürfeln & Oliven [17.04.2019]

    Wednesday, April 17th, 2019

    Die Spaghetti all arrabiatta mit Grand Padano aus dem Abschnitt Globetrotter der heutigen Tageskarte unseres Betriebsrestaurants waren zwar weniger etwas für mich, aber die Gebratene Ente mit Gemüse in rotem Curry von der Asia-Wok-Theke klang schon mal recht gut, während mir beim Gebratener Gorengreis mit verschiedenem Gemüse nach Peking Art das Fleisch etwas fehlte. besser aber klang natürlich noch das Cordon Bleu vom Schwein mit Zitronenecke und Pommes Frites aus der Sektion Tradition der Region, ein Klassiker der hiesigen Speisekarte, auch wenn die Qualität von Fritten und Cordon bleu ja immer etwas schwankten. Aber mir war heute dann doch nicht nach so schwerer Kost, obwohl ich bis zum letzten Moment hin und her gerissen war. Aber letztlich löste ich mich aus der Cordon bleu Warteschlange und reihte mit an der anderen Theke ein, um zum Kabeljau auf sizilianische Art mit Kartoffelwürfeln und Oliven aus dem Abschnitt Vitality zu greifen. Dazu gab es wie üblich ein Stück Ciabatta-Brot.

    Codfish sicilian style with potato dices & olives / Kabeljau auf sizilianische Art mit Kartoffelwürfel & Oliven

    Obwohl wir heute recht früh um Viertel nach 12:00 Uhr in die Räumlichkeiten des Betriebsrestaurants aufgebrochen waren, erwies sich die Suche nach einem Sitzplatz im großen Speisesaal heute als wahres Ding der Unmöglichkeit. Daher musste wir auf einen Nebenraum, genannt die Alte Cafeteria, ausweichen, wo wir zwar nicht die ersten waren, aber glücklicherweise noch ein Tischchen fanden, das gerade frei wurde als wir eintrafen. Jetzt so kurz vor Ostern hätte ich ja eher erwartet, dass einige Kollegen – vor allem die mit Kindern in den Osterferien – bereits Urlaub machen, doch da hatte ich mich wohl verschätzt. Aber glücklicherweise hatten wir ja letztlich doch noch einen Platz gefunden, um unser Mittagsmahl zu uns zu nehmen.
    Der Fisch sah im ersten Moment etwas trocken aus, aber der Eindruck täuschte glücklicherweise: er erwies sich als wunderbar zart, saftig und mit einem angenehmen Aroma. Außerdem war das wahrscheinlich gedünstete Kabeljaufilet auch angenehm groß geraten. Dazu passte wunderbar die fruchtige, leicht pikant angemachte Gemüsemischung, die neben Kartoffelwürfeln und sowohl schwarzen als auch grünen Oliven primär aus Tomatenmasse bestand. Außerdem fanden sich noch Zwiebeln und kleine Mengen von Möhren darin. Sehr lecker und geschmacklich sehr gut mit dem Kabeljau harmonierend. Dem Ciabatta hingegen merkte man deutlich an, dass es schon einige Zeit offen an der frischen Luft verbracht hatte, denn es war gerade an den Schnittkanten bereits etwas eingetrocknet. Dennoch schien es ursprünglich wohl frisch gewesen zu sein, auch wenn die Knusprigkeit aus zuvor genannten Gründen etwas gelitten hatte. Dennoch war es vollkommen ausreichend, um es in die Gemüsemischung zu tunken und am Ende die Reste davon vom Teller zu wischen. Mit 522 kcal außerdem ein deutlich leichterer Genuss als das Cordon bleu. Ich war mit meiner Entscheidung zufrieden und bin auch gut satt geworden.
    Die Allgemeinheit der Gäste hatte heute natürlich – wie sollte es auch anders sein? – beim Cordon bleu zugegriffen und bescherte ihm mit großem Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei sah ich die Asia-Gerichte, die aber nur einen hauchdünnen Vorsrprung vor den ebenfalls gern gewählten und somit drittplatzierten Spaghetti all Arrabiatta besaßen. Der von mir bevorzugte sizilianische Kabeljau landete somit nur auch einem guten vierten Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Kabeljau: ++
    Sizilianische Gemüsemischung: ++
    Ciabatta: +