Schwabenteller – Minutensteak mit Röstzwiebeln, Schwammerlsauce & Käsespätzle [29.01.2019]

Auch wenn sich heute auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants mal wieder im Abschnitt Globetrotter das von mir sehr geschätzte Chili con Carne mit Mais und Kidneybohnen, dazu Semmel fand, wurde ich meinem bisherigen Prinzip immer bei diesem Gericht zuzugreifen ausnahmsweise mal untreu, denn die Alternative, ein “Schwabenteller” – Minutensteak vom Schwein mit Röstzwiebeln und Schwammerlsauce, dazu Käsespätzle im Abschnitt Tradition der Region war einfach zu verlockend und ich hatte gerade heute sehr große Lust darauf. Vielleicht lag es an den Röstzwiebeln, die ich bei den Bratwürsten gestern ja leider vermisst hatte – aber genau lässt sich das nicht mehr sagen. 😉 Die Alternativen wären eine (mir persönlich etwas trocken erscheinende) Schupfnudelpfanne mit Spitzkohl und Apfelwürfeln bei Vitality oder die Asia-Wok-Angebote wie Gebratenes Thaigemüse in Erdnußsauce bzw. Pla Rad Prik – Gebackener Seelachs mit frischem Gemüse in Kokosmilchsauce gewesen, doch das erwähne ich nur der Vollständigkeit halber – ich hatte mich ja bereits auf den Schwabenteller festgelegt.

Swabian dish - Minute pork steak with fried onions, mushroom sauce & cheese spaetzle / Schwabenteller - Minutensteal vom Schwein mit Röstzwiebeln, Schwammerlsauce & Käsespätzle

Laut meiner Statistik wäre das heute mein zwölfter Schwabenteller seit das Gericht das erste Mal im Februar 2014 auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants aufgetaucht war. Das erste Mal hatte ich beim zweiten Auftauchen im März dieses Jahres zugegriffen. Angeboten wurde es seit 2014 aber weitaus öfter – in den Zeiten in denen ich nicht im Urlaub oder anderweitig verhindert war fast 40 Mal – aber ich konnte mich nicht immer dazu durchringen – immerhin handelt es sich bei diesem Gericht um eine ziemliche Kalorienbombe. Außerdem gab etwas ähnliches ein Mal mit Kroketten statt Käsespätzle angeboten – aber danach nie wieder. Käsespätzle passen einfach viel besser. Damit aber genug Statistik für heute.
Dieses Mal waren die Käsespätzle scheinbar mit einem anderen Käse zubereitet worden, denn zwischen den Spätzle fanden sich kleine Bröckchen wie von Hüttenkäse oder Frischkäse, der sich nicht vollständig aufgelöst hatte. Geschmacklich war nichts zu bemerken, da der Käse nicht sonderlich geschmacksintensiv erschien, aber dennoch gab es an den Käsespätzle soweit nichts zu bemängeln. Ebenso wenig an dem fingerdicken und handtellergroßen Minutensteak, das sich als angenehm mager und zart erwies. Für ein echtes Minutensteak war es zwar etwas dick, denn traditionell werden Minutensteaks ja eher dünn geschnitten damit sie nach 30 Sekunden Bratzeit pro Seite durchgebraten sind, aber wir sind da ja nicht so. *g* Dazu passte wunderbar die dickflüssige, cremige und mild gewürzte Sauce mit ihren zahlreichen Champignons-Scheibchen. Die Röstzwiebeln, mit denen man die Käsespätzle serviert hatte, hätten schließlich noch etwas knuspriger sein können, einige der größeren Stücke waren innen sogar nur angebraten und nicht knusprig – aber ihren Hauptzweck dem Gericht eine Zwiebelnote mit Röstaroma zu geben erfüllten sie dennoch ausreichend. Für die kalte Jahreszeit und den großen Hunger genau das richtige, und dabei mit dem (für mich reduzierten) Preis von 4,34 Euro auch nicht allzu teuer. Ich war mit meiner Wahl sehr zufrieden, auch wenn ich deswegen meinem Chili con Carne ausnahmsweise mal untreu gewesen war.
Bei den anderen Gästen erschien das Chili aber weiterhin den Vorrang vor einem Gericht wie dem Schwabenteller zu genießen, denn dieses Gericht konnte sich mit kleinem, aber dennoch deutlichen Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Erst auf Platz zwei folgte der Schwabenteller. Den dritten Platz belegten die Asia-Gerichte und auch die vegetarische Schupfnudelpfanne hatte nicht wenige Abnehmer gefunden, auch wenn dennoch nur für einen Platz vier ausreichte. Wie sich herausstellte gab es optional noch eine Kräutersauce dazu, die die Trockenheit etwas kompensierte – aber das hätte meine Entscheidung dennoch nicht beeinflussen können.

Mein Abschlußurteil:
Minutensteak vom Schwein: ++
Röstzwiebeln: ++
Schwammerlsauce: ++
Käsespätzle: ++

Cremiger Alfredo Nudelauflauf mit Sriracha-Hähnchen, Spinat & Pilzen – das Rezept

Bei der Durchsicht meiner alten Rezepte war ich auf den Chicken Alfredo Bubble Up gestoßen und hatte mich sofort an diese überaus leckere Sauce mit Knoblauch und Parmesan erinnert. Dabei spielte natürlich auch die Pizza Alfredo mit hinein, die ich vor kurzem während meines Urlaubs verzehrt hatte. Daher wollte ich dieses Wochenende unbeding etwas in diese Richtung machen und suchte daher im Internet nach Rezepten mit Alfredo-Sauce. Und davon gibt es, vor allem in Kochblogs aus den Vereinigten Staaten, wo diese Sauce scheinbar weitaus bekannter ist als hier, gleich mehrere hundert und in verschiedensten Variationen. Da ich aber nicht einfach nur ein Rezept nachkochen wollte, sammelte ich verschiedene Aspekte aus Rezepten zusammen und ergänzte sie durch eigene Ideen. Dadurch entstand der wohl der cremigste und gleichzeitig einer der wohl leckersten Nudelauflauf den ich bis zum jetzigen Zeitpunkt hier im Blog vorgestellt habe: der Alfredo Nudelauflauf mit Sriracha-Hähnchen, Spinat & Pilzen. Ja, ganz richtig gehört: Ich hatte es gewagt eine italo-amerikanische Käse-Sahne-Nudelsauce mit in thailändischer Chilisauce marinierten Huhn zu kombinieren – eine Entscheidung die ich bis heute nicht bereue, sondern die nicht unerheblich zum Erfolg dieses Kochexperimente beitrug. Doch damit genug der langen Vorrede, kommen wir nun zum eigentlichen Rezept.

Was benötigen wir also für 4-5 Portionen?

600g Hähnchenbrustfilet
01 - Zutat Hähnchenbrustfilet / Ingredient chicken breast filet

4-5 Esslöffel Sriracha-Sauce
02 - Zutat Sriracha-Sauce / Ingredient sriracha sauce

200g braune Champignons
03 - Zutat Champignons / Ingredient mushrooms

200g Baby-Blattspinat
04 - Zutat Blattspinat / Ingredient leaf spinach

110g frischen Parmesan
05 - Zutat Parmesan / Ingredient parmesan

3-4 Zehen Knoblauch
06 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

60g Butter
07 - Zutat Butter / Ingredient butter

2 gehäufte Esslöffel Mehl
08 - Zutat Mehl / Ingredient flour

350ml Hühnerbrühe
09 - Zutat Hühnerbrühe / Ingredient chicken broth

250ml Schlagrahm (Schlagsahne)
10 - Zutat Schlagsahne (-rahm) / Ingredient heavy cream

500g Nudeln nach Wahl (z.B. Vermcelli)
11 - Zutat Pasta / Ingredient pasta (Vermicelli)

500ml Milch
12 - Zutat Milch / Ingredient milk

120g Frischkäse
13 - Zutat Frischkäse / Ingredient cream cheesee

200g Sauerrahm
14 - Zutat Sauerrahm / Ingredient sour cream

2 Esslöffel italienische Kräuer
15 - Zutat italienische Kräuter / Ingredient italian herbs

1-2 Teelöffel Basilikum
16 - Zutat Basilikum / Ingredient basil

2 Teelöffel Oregano
17 - Zutat Oregano / Ingredient oregano

sowie etwas Olivenöl zum braten
und Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen

Beginnen wir damit, die Hähnchenbrustfilets zu waschen, trocken zu tupfen
18 - Hähnchenbrust waschen / Wash chicken breasts

und in mundgerechte, nicht allzu große Würfel zu schneiden.
19 - Hähnchenbrust würfeln / Dice chicken breasts

Die Hähnchenbrustwürfel geben wir dann in eine Schüssel, würzen sie mit etwas Salz und Pfeffer,
20 - Hähnchenbrustwürfel mit Salz & Pfeffer würzen / Season chicken with salt & pepper

geben die vier Esslöffel Sriracha-Sauce hinzu
21 - Sriracha-Sauce addieren / Add sriracha sauce

und vermischen alles gründlich miteinander. Die Schüssel decken wir dann mit etwas Frischhaltefolie ab und lassen alles im Kühlschrank etwas durchziehen.
22 - Gründlich vermengen / Mix well

Außerdem reinigen wir die Chamignons
23 - Champignons abspülen / Clean mushrooms

und schneiden sie in dünne Scheiben,
24 - Pilze in Scheiben schneiden / Cut mushrooms in slices

schälen und würfeln die Knoblauchzehen,
25 - Knoblauch würfeln / Dice garlic

reiben den Parmesan
26 - Parmesan reiben / Grate parmesan

und waschen den Blattspinat.
27 - Spinat waschen / Wash spinach

Anschließend zerlassen wir etwa 20g der Butter in einer hohen Pfanne, bevorzugt eine für die wir einen Deckel besitzen,
28 - Etwas Butter in Pfanne zerlassen / Melt some butter in pan

geben die Champignon-Scheiben hinzu,
29 - Champignon-Scheiben in Pfanne geben / Put mushroom slices in pan

dünsten sie goldbraun an, wobei wir sie etwas mit Salz und Pfeffer würzen
30 - Andünsten & mit Salz & Pfeffer würzen / Braise & season with salt & pepper

und entnehmen sie dann wieder, um sie erst einmal beiseite zu stellen.
31 - Champignons bei Seite stellen / Put mushrooms aside

In die nun wieder leere Pfanne geben wir jetzt, evtl. unter Verwendung von etwas Olivenöl, nach und nach den kompletten gewaschenen Blattspinat,
32 - Blattspinat in Pfanne geben / Add leaf spinach to pan

lassen ihn zusammenfallen, würzen ihn dabei mit ein wenig Salz, Pfeffer sowie etwas mehr frisch geriebener Muskatnuss
33 - Spinat zusammenfallen lassen & würzen / Reduce & season spinach

und entnehmen ihn dann ebenfalls wieder uns stellen ihn bei Seite.
34 - Spinat bei Seite stellen / Put spinach aside

Als nächstes geben wir, gemeinsam mit etwas Olivenöl, unserr marinierten Sriracha-Hähnchenbrustwürfel in die Pfanne,
35 - Srirachi-Huhn in Pfanne geben / Put srirachi chicken to pan

braten sie für einige Minuten rundherum an bis das Fleisch durchgebraten ist
36 - Hähnchenbrustwürfel rundherum anbraten / Fry diced chicken

und stellen sie wiederum beiseite.
37- Hähnchenbrustwürfel entnehmen & bei Seite stellen / Remove & put aside diced chicken

Im Anschluß zerlassen wir die restlichen 40g Butter in der Pfanne,
38 - Restliche Butter in Pfanne zerlassen / Melt remaining butter in pan

geben die gewürfelten Knoblauchzehen hinzu,
39 - Knoblauchwürfel in Pfanne geben / Add diced garlic to pan

dünsten sie kurz etwas an
40 - Knoblauch andünsten / Braise garlic

und rühren schließlich noch die beiden Esslöffel Mehl vorsichtig ohne möglichst ohne Klümpchenbildung ein.
41 - Mehl einrühren / Stir in flour

Das Ganze löschen wir dann mit der Hühnerbrühe ab,
42 - Mit Hühnerbrühe ablöschen / Deglaze with chicken broth

geben den Schlagrahm dazu
43 - Schlagrahm addieren / Add heavy cream

und addieren die Milch
44 - Milch dazu gießen / Add milk

um alles dann bei gelegentlichem Rühren heiß werden zu lassen.
45 - Verrühren & heiß werden lassen / Stir & let get hot

Nachdem wir dann die beiden Esslöffel getrocknete italienische Kräuter eingestreut haben
46 - Mit italienischen Kräutern würzen / Season with italian herbs

geben wir die Nudeln in die Flüssigkeit
47 - Ungekochte Nudeln in Pfanne geben / Put uncooked noodles in pan

und würzen alles noch einmal mit etwas Pfeffer und Salz.
48 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Taste with pepper & salt

Auf reduzierter Stufe lassen wir dann alles geschlossen für 9-10 Minuten vor sich hin köcheln bis die Nudeln gar sind,
49 - Geschlossen köcheln lassen / Simmer closed

wobei wir es aber zwischendurch immer mal umrühren, damit nichts anbrennt.
50 - Zwischendurch umrühen / Stir from time to time

Sollte die Flüssigkeitsmenge dabei zu gering werden, können wir außerdem auch gerne etwas warmes Wasser dazu geben.
51 - Bei Bedarf Wasser hinzufügen / Add water if necessary

Sobald die Nudeln dann gar gekocht aber noch ein wenig al dente sind, heben wir den Frischkäse und den Sauerrahm unter,
5 2 -Frischkäse & Sauerrahm unterheben / Fold in cream cheese & sour cream

lassen etwa zwei Drittel des Parmesans in der Sauce schmelzen,
53 - Parmesan einrühren / Stir in parmesan

geben Champignons, Spinat
54 - Champignons & Spinat zu Nudeln geben / Add mushrooms & spinach to noodles

sowie die Sriracha-Hähnchenbrustwürfel hinzu
55 - Hähnchenbrustwürfel addieren / Add diced chicken

und verrühren alles gründlich miteinander, um die hinzugefügten Zutaten dann über einige Minuten wieder heiß werden zu lassen.
56 - Verrühren & heiß werden lassen / Stir & let get hot

Dabei schmecken wir die Sauce auch gleich noch einmal final mit Salz, Pfeffer, Basilikum und Oregano ab.
57 - Mit Salz, Pfeffer, Basilikum & Oregano abschmecken / Taste with salt, pepper, basil & oregano

Eigentlich hätten ich das Gericht jetzt bereits verzehren können, aber ich entschloss es noch einmal etwas zu überbacken.

Während der Backofen also auf 180 Grad vorheizt, geben wir den Pfanneninhalt in eine entsprechend große Auflaufform, streichen alles einigermaßen glatt,
58 - Nudeln in Auflaufform geben / Put noodles in casserole

bestreuen es mit dem verbliebenen geriebenen Parmesan
59 - Mit restlichen Parmsan bestreuen / Dredge with remaining parmesan

und schieben die Auflaufform dann für 10-12 Minuten auf der mittleren Schiene in den Ofen.
60 - Im Ofen backen / Bake in oven

Sobald der Käse geschmolzen und die Oberfläche schön gebräunt ist, können wir unser Gericht dann wieder aus dem Backrohr entnehmen
61 - Creamy Sriracha Chicken Alfredo Pasta Casserole with spinach & mushrooms - Finished baking / Cremiger Alfredo Nudelauflauf mit Sriracha-Hähnchen, Spinat & Pilzen - Fertig gebacken

und unmittelbar servieren und genießen.
62 - Creamy Sriracha Chicken Alfredo Pasta Casserole with spinach & mushrooms - Served / Cremiger Alfredo Nudelauflauf mit Sriracha-Hähnchen, Spinat & Pilzen - Serviert

Wie bereits einleitend erwähnt, schlug dieser Nudelauflauf was die Cremigkeit der Sauce anging, alles was ich in meinem bisherigen Leben als ambitionierter Hobbykoch produziert hatte. Doch nicht nur was die Konsistenz sondern auch was den Geschmack anging brauchte sich dieses Gericht nicht zu verstecken. Die cremige und kräftig gewürzte Knoblauch-Parmsan-Sauce ging eine wunderbare Fusion mit dem Spinat und den Champignons ein. Dazu passten auch erstaunlich gut die in Sriracha-Sauce marinerten, zarten und saftigen Hähnchenbrustwürfel, die mit ihrer ganz leicht scharfen Note einen weiteren interessanten geschmacklichen Aspekt in die Gesamtkomposition dieses Nudelauflaufs brachten. Alles in allem beuge ich mich wohl nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte dass dies eines der leckersten Gerichte war, die ich bisher in meiner Küche produziert habe. Bei all der Sahne, Butter, Rahm und Käse ist natürlich klar, dass es sich hier um keine leichte Kost handelt, aber die paar mehr Kalorien sind den Geschmack alle mal wert. Man kocht so etwas ja nicht täglich. 😉

63 - Creamy Sriracha Chicken Alfredo Pasta Casserole with spinach & mushrooms - Side view / Cremiger Alfredo Nudelauflauf mit Sriracha-Hähnchen, Spinat & Pilzen - Seitenansicht

Guten Appetit

Putenschnitzel mit Waldpilzen & Mozzarella gratiniert [18.12.2018]

Heute war eigentlich nichts auf der Karte, was mich unmittelbar gereizt hätte. Der Curryreis mit Zucchini und Karotten bei Vitality klang eher langweilig und dsah auch so aus, der Paprikagulasch vom Schwein mit Butternudeln bei Tradition zu Region war mir zu “kantinig” und das Gebratenes Putenschnitzel mit Waldpilzen und Mozzarella gratiniert, dazu Sauce Bernaise und Bratkartoffeln bei Globetrotter lehnte ich wegen der Bratkartoffeln ab, die mich mit ihrer matschigkeit schon so häufig enttäuscht hatten. Ich war drauf und dran beim Seelachs mit verschiedenem Gemüse in süß-saurer Sauce zuzugreifen, der neben Gebratenem Gemüse in Massamansauce an der Asia-Thai-Theke angeboten wurde, doch dann hörte ich das Schaben der Kartoffelscheiben der Bratkartoffeln aneinander, als sie auf einen Teller serviert wurden. Das machte Hoffnung dass sie heute doch mal knusprig sein könnten, daher schwenkte ich noch ganz kurzentschlossen um und griff beim Putenschnitzel zu. Und obwohl ja schon Pilze dabei waren, ergänzte ich das Gericht noch zusätzlich mit etwas Rosenkohl von der Gemüsetheke, der heute mal außergewöhnlich frisch und knackig aussah.

Turkey escalope gratinated with wild mushrooms & mozzarella / Putenschnitzel mit Waldpilzen & Mozzarella gratiniert

Und tatsächlich waren die Bratkartoffeln heute mal nicht so matschig wie hier oder hier, sondern ein wenig knusprig gebraten, aber man merkte ihnen dennoch deutlich an dass es sich um aufgetaute TK-Ware handelte. Fast schon akzeptabel, aber bei weitem nicht perfekt. Ein größerer Lichtblick war da schon der Rosenkohl, der heute Mal wirklich frisch und knackig von der Gemüstheke gekommen war – leider eher eine Seltenheit. Am mit einer dicken Schicht Pilze und etwas Käse überbackenen Putenschnitzel gab es ebenfalls nichts auszusetzen, es war angenehm mager, saftig und das Fleisch harmonierte Geschmacklich wunderbar mit den Pilzen. Die milde, cremige Sauce Bernaise war daher mehr für die Kartoffelscheiben, sprich Bratkartoffeln, wichtig, denn sie waren dieses mal zwar etwas knuspriger, dafür natürlich auch etwas trocken. Aber mit der Sauce genießbar. Ich denke es war in Anbetracht des Angebotes wohl die beste Wahl heute gewesen.
Beim Kampf um Platz eins würde das Putenschnitzel fast von dem Paprikagulasch überholte, konnte sich auf der Zielgerade aber dann doch noch auf den ersten Platz retten. Nach dem somit zweitplatzierten Paprika-Schweinegulasch mit Butternudeln folgten die Asia-Gerichte auf einem guten dritten Platz und der Curryreis schließlich auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Putenschnitzel: ++
Waldpilze: ++
Sauce Bernaise: ++
Bratkartoffeln: +
Rosenkohl: ++

Schweineschnitzel “Jäger Art” mit Spätzle [27.11.2018]

Nach dem Homeoffice-Tag gestern war ich heute wieder – trotz des Schneefalls über Nacht – regulär im Büro in der Firma tätig. Ist mir auch lieber, denn so hat man direkteren Kontakt mit den Kollegen und kann sich besser austauschen als wenn man zu Hause sitzt. Außerdem kann man im Betriebsrestaurant speisen, was ich ebenfalls als Vorzug sehe – obwohl ich manchmal denke ob es nicht besser wäre sich mittags nur mit einer geschmierten Stulle oder einer anderen Kleinigkeit zufrieden zu geben und Abends dann hochwertig selbst zu kochen. Aber auf der anderen Seite will ich mich nach einem langen Arbeitstag auch nicht noch eine Stunde oder länger an den Herd stellen bevor ich essen kann. Dabei bleibt es wohl vorerst bei Überlegungen diesbezüglich.
Als ich die Speisekarte des heutigen Tages las, fiel mir natürlich zuerst das von mir so geschätzte und immer wieder gern gewählte Chili con Carne mit Baguette im Abschnitt Globetrotter ins Auge. Aber ich hatte erst am Wochenende und gestern ein Gericht mit Hackfleisch, Tomaten und Kidneybohnen – in Form meiner Gebackenen Spaghetti – verzehrt. Daher war mir doch, entgegen meines sonst üblichen Verhaltens bei der Chili über allem steht, nach etwas Abwechslung. Der Gemüsestrudel mit Ratatouille und Joghurtdip der heute schon wieder bei Vitality auf der Karte stand wäre eine gesunde Alternative gewesen. Und auch der Gebratenes Putenfleisch mit frischem Gemüse in Kokosmilchsauce, das neben Gebratenem Thaigemüse in Masamansauce an der Asia-Wok-Theke angeboten wurde sah nicht schlecht aus, aber am meisten reizte mich dann doch das Schweineschnitzel “Jäger Art” mit Spätzle bei Tradition der Region. Und obwohl Pilze in der Sauce waren, also bereits Gemüse zum Gericht gehörte, gesellte sich noch ein Schälchen Rosenkohl aus dem heutigen Angebot der Gemüsetheke dazu.

Pork escalope in mushroom sauce with spaetzle / Schweineschnitzel "Jäger Art" mit Spätzle

Wie nicht anders erwartet war der Rosenkohl natürlich nicht mehr so ganz frisch und knackig wie man ihn sich vielleicht gewünscht hätte, sondern bereits etwas weich geworden, aber das hatte ich auch nicht anders erwartet. Beim Hauptgericht stach vor allem das dünne, sehr gut gewürzte und trotzdem zarte und einigermaßen saftige, unpanierte Schweineschnitzel hervor, dass sich auf dem Foto fast komplett unter einer Schicht der mild-würzigen, cremigen Sauce mit ihren ganzen Dosenchampignons verbirgt. Sehr gelungen, lange nicht mehr ein so gutes Schnitzel hier verzehrt. Und auch an den Spätzle (oder besser gesagt Knöpfle), die hier die Sättigungsbeilage bildeten, gab es nichts auszusetzen. Sie waren noch schön heiß, von bissfester Konsistenz und in ausreichender Menge vorhanden. Ich bereite meine Entscheidung heute mal aufs Chili con Carne zu verzichten auf jeden Fall nicht.
Dennoch gelang es dem Chili con Carne heute, mit einem kleinen Vorsprung sich den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zu sichern, während sich die Asia-Gerichte unerwarteter Weise den zweiten Platz ergatterten – knapp vor dem Schweineschnitzel, das somit auf Platz drei landete. Der Gemüsestrudel folgte schließlich auf einem guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Schweineschnitzel: ++
Jägersauce: ++
Spätzle: ++
Rosenkohl: +

Ofenfrische Pizza mit Salami, Champignons & Mozzarella [21.09.2018]

Obwohl heute mal wieder Ofenfrische Pizza mit Salami, Champignons und Mozzarella im Abschnitt Vitality der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants zu finden war, war ich dennoch etwas hin und her gerissen, denn auch die Französische Boulliabaise mit Rui und geröstetem Baguette bei Globetrotter sah nicht übel aus und selbst die Hausgemachte Reiberdatschi mit Apfelmus bei Tradition der Region besaßen ihren gewissen Reiz, denn Reibekuchen sind ja eine der wenigen Süßspeisen, die ich auch mal als Hauptmahlzeit am Mittag akzeptiere. Nur an den Gebratene Mienudeln mit Gemüse in Kokosmilchsauce oder dem San Sei Chop Suey – verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Süß-Sauer-Sauce hatte ich weniger Interesse. Letztlich wählte ich dann aber doch die Pizza – trotz ihrer offensichtlichen Unzulänglichkeiten. Mir war einfach danach. Natürlich garnierte ich sie zusätzlich noch mit reichlich Oregano aus der bereit stehenden Schüssel, nur auf die scharfe Sauce verzichtete ich dieses Mal, denn sie war selbst für meinen Geschmack etwas zu pikant.

Oven fresh pizza with salami, mushrooms & mozzarella / Ofenfrische Pizza mit Salami, Champignons & Mozzarella

Wie man sieht war die heutige Pizza nicht viel besser als die vorherigen Versionen hier oder hier: Die dünne Tomaten-Pizzasauce war nicht mal bis zum Rand verteilt, die Champignons konzentrierten sich alle in der Mitte des runden Teigs und anstatt vieler kleiner Salamischeiben, die sich besser auf dem Teig verteilt hätten, hatte man wieder zu vier großen Scheiben gegriffen. Am meisten störte mich aber wirklich der viel zu breite Teigrand ohne Sauce oder Belag. Zumindest war er dieses Mal nicht wieder steinhart gebacken, sondern essbar, aber es gibt eindeutig besseres als trockenen Pizzateig ohne irgend etwas. Ich versuchte diese “Trockenphase” mit ein paar Pilzstückchen aus der Mitte zu übertünchen und aß die Pizza von außen nach Innen, so dass mir die reichlich belegteren Stellen bis zum Schluß verblieben. Das erinnerte wirklich ein wenig an die billigste Billigpizza aus dem Discounter – dabei hätte man mit wenig Aufwand viel mehr daraus machen können. Geschmacklich war sie zwar in Ordnung, zumal der dünne Teig frisch im restauranteigenen Steinofen gebacken und daher schön knusprig war, aber der Belag war eben, sagen wir mal so: Unvorteilhaft verteilt. Aber das scheint eine Lektion zu sein, die man hier selbst nach Jahren nicht zu lernen scheint. Ich war gesättigt, wäre aber mit der Boulliabaise mit Sicherheit besser bedient gewesen.
Die Unbelehrbarkeit bei der Pizza schien sich dieses Mal auch auf die Allgemeine Beliebtheit auszuwirken, denn obwohl das italienische Teiggericht im vorderen Feld mitspielte, wurde sie dennoch knapp von der Boulliabaise überrundet und konnte sich somit nur den zweiten Platz sichern – und selbst das nur knapp gegen die ebenfalls gern gewählten Reiberdatschi auf dem dritten Platz. Die Asia-Gerichte folgten mit geringem Abstand schließlich auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Pizza: +