Schweineschnitzel “Jäger Art” mit Spätzle [27.11.2018]

Nach dem Homeoffice-Tag gestern war ich heute wieder – trotz des Schneefalls über Nacht – regulär im Büro in der Firma tätig. Ist mir auch lieber, denn so hat man direkteren Kontakt mit den Kollegen und kann sich besser austauschen als wenn man zu Hause sitzt. Außerdem kann man im Betriebsrestaurant speisen, was ich ebenfalls als Vorzug sehe – obwohl ich manchmal denke ob es nicht besser wäre sich mittags nur mit einer geschmierten Stulle oder einer anderen Kleinigkeit zufrieden zu geben und Abends dann hochwertig selbst zu kochen. Aber auf der anderen Seite will ich mich nach einem langen Arbeitstag auch nicht noch eine Stunde oder länger an den Herd stellen bevor ich essen kann. Dabei bleibt es wohl vorerst bei Überlegungen diesbezüglich.
Als ich die Speisekarte des heutigen Tages las, fiel mir natürlich zuerst das von mir so geschätzte und immer wieder gern gewählte Chili con Carne mit Baguette im Abschnitt Globetrotter ins Auge. Aber ich hatte erst am Wochenende und gestern ein Gericht mit Hackfleisch, Tomaten und Kidneybohnen – in Form meiner Gebackenen Spaghetti – verzehrt. Daher war mir doch, entgegen meines sonst üblichen Verhaltens bei der Chili über allem steht, nach etwas Abwechslung. Der Gemüsestrudel mit Ratatouille und Joghurtdip der heute schon wieder bei Vitality auf der Karte stand wäre eine gesunde Alternative gewesen. Und auch der Gebratenes Putenfleisch mit frischem Gemüse in Kokosmilchsauce, das neben Gebratenem Thaigemüse in Masamansauce an der Asia-Wok-Theke angeboten wurde sah nicht schlecht aus, aber am meisten reizte mich dann doch das Schweineschnitzel “Jäger Art” mit Spätzle bei Tradition der Region. Und obwohl Pilze in der Sauce waren, also bereits Gemüse zum Gericht gehörte, gesellte sich noch ein Schälchen Rosenkohl aus dem heutigen Angebot der Gemüsetheke dazu.

Pork escalope in mushroom sauce with spaetzle / Schweineschnitzel "Jäger Art" mit Spätzle

Wie nicht anders erwartet war der Rosenkohl natürlich nicht mehr so ganz frisch und knackig wie man ihn sich vielleicht gewünscht hätte, sondern bereits etwas weich geworden, aber das hatte ich auch nicht anders erwartet. Beim Hauptgericht stach vor allem das dünne, sehr gut gewürzte und trotzdem zarte und einigermaßen saftige, unpanierte Schweineschnitzel hervor, dass sich auf dem Foto fast komplett unter einer Schicht der mild-würzigen, cremigen Sauce mit ihren ganzen Dosenchampignons verbirgt. Sehr gelungen, lange nicht mehr ein so gutes Schnitzel hier verzehrt. Und auch an den Spätzle (oder besser gesagt Knöpfle), die hier die Sättigungsbeilage bildeten, gab es nichts auszusetzen. Sie waren noch schön heiß, von bissfester Konsistenz und in ausreichender Menge vorhanden. Ich bereite meine Entscheidung heute mal aufs Chili con Carne zu verzichten auf jeden Fall nicht.
Dennoch gelang es dem Chili con Carne heute, mit einem kleinen Vorsprung sich den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zu sichern, während sich die Asia-Gerichte unerwarteter Weise den zweiten Platz ergatterten – knapp vor dem Schweineschnitzel, das somit auf Platz drei landete. Der Gemüsestrudel folgte schließlich auf einem guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Schweineschnitzel: ++
Jägersauce: ++
Spätzle: ++
Rosenkohl: +

Ofenfrische Pizza mit Salami, Champignons & Mozzarella [21.09.2018]

Obwohl heute mal wieder Ofenfrische Pizza mit Salami, Champignons und Mozzarella im Abschnitt Vitality der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants zu finden war, war ich dennoch etwas hin und her gerissen, denn auch die Französische Boulliabaise mit Rui und geröstetem Baguette bei Globetrotter sah nicht übel aus und selbst die Hausgemachte Reiberdatschi mit Apfelmus bei Tradition der Region besaßen ihren gewissen Reiz, denn Reibekuchen sind ja eine der wenigen Süßspeisen, die ich auch mal als Hauptmahlzeit am Mittag akzeptiere. Nur an den Gebratene Mienudeln mit Gemüse in Kokosmilchsauce oder dem San Sei Chop Suey – verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Süß-Sauer-Sauce hatte ich weniger Interesse. Letztlich wählte ich dann aber doch die Pizza – trotz ihrer offensichtlichen Unzulänglichkeiten. Mir war einfach danach. Natürlich garnierte ich sie zusätzlich noch mit reichlich Oregano aus der bereit stehenden Schüssel, nur auf die scharfe Sauce verzichtete ich dieses Mal, denn sie war selbst für meinen Geschmack etwas zu pikant.

Oven fresh pizza with salami, mushrooms & mozzarella / Ofenfrische Pizza mit Salami, Champignons & Mozzarella

Wie man sieht war die heutige Pizza nicht viel besser als die vorherigen Versionen hier oder hier: Die dünne Tomaten-Pizzasauce war nicht mal bis zum Rand verteilt, die Champignons konzentrierten sich alle in der Mitte des runden Teigs und anstatt vieler kleiner Salamischeiben, die sich besser auf dem Teig verteilt hätten, hatte man wieder zu vier großen Scheiben gegriffen. Am meisten störte mich aber wirklich der viel zu breite Teigrand ohne Sauce oder Belag. Zumindest war er dieses Mal nicht wieder steinhart gebacken, sondern essbar, aber es gibt eindeutig besseres als trockenen Pizzateig ohne irgend etwas. Ich versuchte diese “Trockenphase” mit ein paar Pilzstückchen aus der Mitte zu übertünchen und aß die Pizza von außen nach Innen, so dass mir die reichlich belegteren Stellen bis zum Schluß verblieben. Das erinnerte wirklich ein wenig an die billigste Billigpizza aus dem Discounter – dabei hätte man mit wenig Aufwand viel mehr daraus machen können. Geschmacklich war sie zwar in Ordnung, zumal der dünne Teig frisch im restauranteigenen Steinofen gebacken und daher schön knusprig war, aber der Belag war eben, sagen wir mal so: Unvorteilhaft verteilt. Aber das scheint eine Lektion zu sein, die man hier selbst nach Jahren nicht zu lernen scheint. Ich war gesättigt, wäre aber mit der Boulliabaise mit Sicherheit besser bedient gewesen.
Die Unbelehrbarkeit bei der Pizza schien sich dieses Mal auch auf die Allgemeine Beliebtheit auszuwirken, denn obwohl das italienische Teiggericht im vorderen Feld mitspielte, wurde sie dennoch knapp von der Boulliabaise überrundet und konnte sich somit nur den zweiten Platz sichern – und selbst das nur knapp gegen die ebenfalls gern gewählten Reiberdatschi auf dem dritten Platz. Die Asia-Gerichte folgten mit geringem Abstand schließlich auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Pizza: +

Schweinegeschnetzeltes “Zurcher Art” mit Kroketten [09.07.2018]

Ich überlegte heute zwar sogar etwas länger als nur einen Moment, ob ich nicht beim Pikanten Kartoffel- Paprikagulasch aus dem Abschnitt Vitality der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants zugreifen sollte, denn dieser sah wirklich nicht übel aus, dann jedoch verspürte ich doch einen deultichen Appetit auf Fleisch. Damit fielen dann leider auch die Gnocchi alla Carbonara mit Kirschtomaten und geriebenen Hartkäse bei Globetrotter, die man sogar zusätzlich mit Ruccola garniert hatte, aus. Gut, ich hätte vielleicht bei dem Gebratenen Hühnerfleisch mit Thaigemüse in grünem Thaicurry oder dem Gebratenen Schweinefleisch süß-sauer mit Gemüse und Ananas, die neben Knusprigen Frühlingsrollen an der Asia-Wok-Theke angeboten wurden, auch meine Erfüllung gefunden, aber das Schweinegeschnetzeltes “Zurcher Art” mit frischen Champignons und Kroketten bei Tradition der Region reizte mich einfach noch mehr – auch wegen der Kroketten. Also griff ich hier zu und ergänzte das Gericht noch durch ein Schälchen bayrischen Krautsalats aus dem heutigen Angebot der Salattheke.

Pork chop "zurich style" with croquettes / Schweinegeschnetzeltes "Zurcher Art" mit Kroketten

Von den angekündigten frischen Champignons fand ich leider nichts im Geschnetzelten, die kleinen ganzen und in Scheiben geschnittenen größeren Pilze sahen mir eher danach aus, als stammten sie aus dem Glas bzw. der Dose. Und auch das Fleisch erwies sich, mal wieder, als äußerst kleinteilig. Mir ist klar, dass man Fleisch in Geschnetzelten auch schnetzeln muss, aber es könnten ruhig ein klein wenig größere Teile sein, dann sieht das Gericht nicht so nach Resteverwertung von Verschnitt-Teilen aus. Aber obwohl es visuell nicht allzu viel her machte, erwies es sich als Geschmacklich doch durchaus gut gelungen und das Fleisch war trotz seiner Kleinteiligkeit einigermaßen zart und saftig. Und auch an den genau abgezählten fünf Kroketten gab es nichts zu kritisieren, sie waren heiß und mit knuspriger Außenhülle, während sich ihr inneres als schön weich und kartoffelig präsentierte. Und auch der mit reichlich Kümmelsamen versetzte Krautsalat erwies sich als gute Wahl, er war knackig und würzig und hatte sogar fast genug Essig im Dressing – aber eben nur fast, zumindest was meinen Geschmack angeht. Insgesamt also, wie so häufig, ein gutes, aber nicht ganz perfektes Mittagsgericht. Ich war dennoch zufrieden.
Die Geschmäcker der anderen Gäste waren heute mal wieder recht durchwachsen und es sah zuerst danach aus, als würden die Gnocchi heute das Rennen um Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich entscheiden, denn als ich den Speiseraum betrat schienen besonders viele Gäste dieses Gericht auf dem Tablett zu haben, dann aber begann sich das Verhältnis etwas zu Gunsten des Geschnetzelten zu verschieben. Am Ende lagen Beide so eng auf, dass sie sich den ersten Platz teilen durften, denn ich konnte keinen klaren Favoriten bestimmen. Um Platz zwei lieferten sich die Asia-Gerichte und der Kartoffelgulasch ebenfalls ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei hier der Pikante Kartoffelgulasch sich diesen mit einem dünnen Vorsprung schließlich sichern konnte und die Asia-Gerichte auf einen guten dritten Platz verwies. So breit gefächert wie heute sind die Geschmäcker der anderen Gäste wirklich sehr selten – aber bei einem so durchschnittlichen Angebot ist das auch nicht ungewöhnlich.

Mein Abschlußurteil:
Schweinegeschnetzeltes mit Champignons: +
Kroketten: ++
Krautsalat: ++

One Pot Gnocchi mit Hähnchen, Blattspinat & Champignons – das Rezept

Dieses Wochenende stand mir der Appetit irgendwie nach einem Gericht mit Gnocchi. Dazu hatte ich während meiner Recherche auch einige interessante Rezepte gelesen, entschied mich dann aber dazu meiner Kreativität freien Lauf zu lassen. So entstand dieses One Pot Rezept für Gnocchi mit Hähnchen, Blattspinat & Champignons in einer würzigen Käse-Sahne-Sauce. Als Käse verwendete ich dieses mal Gran Pandano, bei dem es sich, abgesehen vielleicht von Parmesan, ja um eine der beliebtesten italienischen Hartkäse-Sorten handelt und der dem Gericht eine zusätzliche würzige Note gab. Und das Ergebnis erwies sich als wirklicher Genuss, weswegen ich es natürlich nicht versäumen möchte, das so entstandene Rezept hier einmal kurz in gewohnter Weise vorzustellen.

Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

550g Hähnchenbrustfilet
01 - Zutat Hähnchenbrustfilet / Ingredient chicken breast filet

100g Baby-Blattspinat
02 - Zutat Blattspinat / Ingredient leaf spinach

250g braune Champignons
03 - Zutat Champignons / Ingredient mushrooms

1 mittelgroße Zwiebel
04 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2 große oder 3 kleine Zehen Knoblauch
05 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

100g Gran Pandano
06 - Zutat Gran Pandano / Ingredient gran pandano

500g Gnocchi
07 - Zutat Gnocchi / Ingredient gnocchi

250ml Hühnerbrühe
08 - Zutat Hühnerbrühe / Ingredient chicken broth

200ml Sahne
09 - Zutat Sahne / Ingredient cream

1 Esslöffel Maisstärke
10 - Zutat Maisstärke / Ingredient corn starch

50-60g Butter zum braten
11 - Zutat Butter / Ingredient butter

sowie Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Paprika (am besten geräuchertes) zum würzen

Wie fast alle Rezepte beginnt auch dieses mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten – eine leidiges, aber notwendige Aufgabe. Wir schälen also die Zwiebel und würfeln sie,
12 - Zwiebel würfeln / Dice onion

schälen und zerkleinern die Knoblauchzehen,
13 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

brausen die Champignons ab, trocknen sie,
14 - Pilze abbrausen / Wash mushrooms

schneiden die trocknen Stilenden ab und sie dann in Scheiben,
15 - Pilze in Scheiben schneiden / Cut mushrooms in slices

und reiben unseren Gran Pandano.
16 - Käse reiben / Grate cheese

Außerdem waschen wir die Hähnchenbrustfilets, trocknen sie,
17 - Hähnchenbrustfilet waschen / Wash chicken breasts

schneiden sie in mundgerechte Würfel
18 - Hähnchenbrustfilet in mundgerechte Stücke schneiden / Cut chicken breasts in bit-sized dices

und würzen diese mit Salz, Pfeffer
19 - Hähnchenwürfel mit Salz & Pfeffer würzen / Season chicken dices with salt & pepper

sowie etwas geräuchertem Paprikapulver. Sollte dies nicht im Haus sein, tut es auch edelsüßes Paprika. Nachdem wir die Gewürze von allen Seiten aufgestreut haben, wälzen wir die Hähnchenbrustwürfel am besten ein wenig darin, damit es sich rundherum auf ihnen verteilt.
20 - Hähnchenbrustwürfel mit geröstetem Paprika bestreuen / Season chicken dices with smoked paprika

Des weiteren sollten wir noch unseren Blattspinat etwas waschen, abtropfen lassen und bei Bedarf putzen.
21 - Blattspinat waschen / Wash leaf spinach

Dann können wir endlich mit der eigentlichen Zubereitung beginnen. Dazu erhitzen wir zuerst einmal zwei Esslöffel der Butter in einer Pfanne,
22 - Butter in Pfanne erhitzen / Melt butter in pan

geben die in Scheiben geschnittenen Pilze hinein
23 - Pilze in Pfanne geben / Put mushrooms in pan

und dünsten sie für drei bis vier Minuten rundherum an
24 -Pilze anbraten / Braise mushrooms

um sie dann erst einmal wieder zu entnehmen und bei Seite zu stellen.
25 - Pilze entnehmen & bei Seite stellen / Remove & put aside mushrooms

In die nun wieder leere Pfanne geben wir – ggf. unter Zugabe von etwas mehr Butter, denn die Pilze saugen diese regelrecht auf – die gewürzten Hähnchenbrustwürfel,
26 - Hähnchenbrust in Pfanne geben / Put chicken dices in pan

braten sie scharf von allen Seiten an bis sie komplett durchgebraten sind
27 - Hähnchenbrustwürfel anbraten / Fry chicken dices

und entnehmen sie dann ebenfalls wieder, um sie bei Seite neben die Pilze zu stellen.
28 - Hähnchenbrustwürfel aus Pfanne entnehmen & bei Seite stellen / Remove chicken dices from pan & put aside

Als nächsten dünsten wir Zwiebel und wenig später auch das Knoblauch in unserer Pfanne an bis die Zwiebel glasig geworden ist,
29 - Zwiebel & Knoblauch andünsten / Braise onion & garlic

addieren die Gnocchi, die wir wiederum für einige Minuten mit anbraten,
30 - Gnocchi in Pfanne geben & anbraten / Add & fry gnocchi

um schließlich auch, nach und nach, den gewaschenen und abgetropften Blattspinat dazu zu geben
31 - Blattspinat addieren / Add leaf spinach

und ihn unter gelegentlichem rühren zusammenfallen zu lassen. Sieht bei Spinat am Anfang immer sehr viel aus, aber nach dem Erhitzen bleibt nur wenig davon übrig – das nächste Mal würde ich eventuell sogar etwas mehr als nur 100g nehmen.
32 - Blattspinat zusammenfallen lassen / Let leaf spinach reduce

In der Zwischenzeit können wir den Esslöffel Maisstärke und einem Schuss Sahne oder Hühnerbrühe in eine Schüssel geben und beides klumpenfrei verrühren.
33 - Maisstärke in Sahne auflösen / Dissolve cornstarch in cream

Anschließend löschen wir den Pfanneninhalt mit der Hühnerbrühe ab,
34 - Mit Hühnerbrühe ablöschen / Deglaze with chicken broth

geben die Sahne ebenfalls hinzu
35 - Sahne hinzufügen / Add cream

und verrühren alles gründlich miteinander, wobei wir es kurz aufkochen lassen.
36 - Verrühren & aufkochen lassen / Mix & bring to boil

Jetzt geben wir auch die angerührte Maisstärke in die Pfanne, verrühren sie gründlich
37 - Maisstärke hinzufügen / Add cornstarch

und schmecken alles schon einmal mit etwas Salz, Pfeffer
38 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Season with salt & pepper

sowie etwas frisch geriebener Muskatnuss.
39 - Mit Muskatnuss abschmecken / Taste with nutmeg

Ich war überrascht, wie schnell das bisschen Maisstärke die beträchtliche Menge Sauce in eine cremige und dickflüssige Masse verwandelte, ohne dass ich lange köcheln und reduzieren lassen musste. Da ich erst seit kurzem mit Maisstärke arbeite (die in der nordamerikanischen Küche weitaus verbreiteter ist als hier in Europa) war mir das nicht bekannt und ich werde ich mir das auf jeden Fall für die Zukunft merken – eine einfache und vor allem schnelle Möglichkeit zum eindicken von Saucen – obwohl ich glaube dass auch Kartoffelstärke eine ähnliche Wirkung hätte.

Als nächstes geben wir die angebratenen Champignons in die Pfanne, verrühren sie
40 - Champignons addieren / Add mushrooms

und streuen dann nach und nach den geriebenen Gran Pandano ein,
41 - Käse einstreuen / Intersperse cheese

um ihn unter rühren schmelzen zu lassen.
42 - Käse verrühren & schmelzen lassen / Stir & let melt cheese

Dann ist es an der Zeit auch die angebratenen Hähnchenbrustwürfel zum den anderen Zutaten zu geben,
43 - Hähnchenbrustwürfel hinzufügen / Add chicken dices

sie – wie üblich – gründlich zu verrühren
44 - Hähnchenbrustwürfel unterheben / Stir in chicken dices

und lassen alles noch einige Minuten weiter köcheln, bis das Hähnchen wieder heiß geworden ist. Bei Bedarf können wir das Gericht auch noch mal mit den Gewürzen abschmecken – ich entschied zum Beispiel noch ein paar Chiliflocken hinzuzufügen, um dem Gericht noch zusätzliche Schärfe zu geben.
45 - Köcheln lassen / Simmer

Dann können wir das Gericht – vielleicht garniert mit etwas mehr geriebenen Käse und/oder etwas Petersilie – servieren und genießen.
46 - One Pot Gnocchi with chicken, spinach & mushrooms - Served / One Pot Gnocchi mit Hähnchen, Spinat & Pilzen - Serviert

Zarte und saftige Hähnchenbrustwürfel, knackige Pilze und gehaltvoller Spinat in einer wunderbar cremigen und unglaublich würzigen Käse-Sahne-Sauce machten dieses One Pot Gnocchi Gericht zu einem wirklichen Überraschungs-Hit für mich. Wie bereits einleitend erwähnt, hatte ich meiner Kreativität hier ja etwas freien Lauf gelassen und das hätte genau so gut schiefgehen können – trotz meiner inzwischen mehrjährigen Erfahrung als Hobbykoch. Doch ich hatte mit dieser Kreation genau ins Schwarze getroffen, zumindest was meinen Geschmack angeht. Eventuell hätte man die Gnocchi zwar noch etwas knuspriger anbraten können, aber davon mal abgesehen stimmte aus meiner Sicht bei diesem Gericht alles perfekt. Und das alles in nur einem Topf bzw. einer Pfanne – obwohl das bei Verwendung von Gnocchi aus dem Kühlregal auch keine große Kunst ist. 😉 Das habe ich bestimmt nicht zum letzten Mal gekocht – auch wenn ich nicht versprechen kann dass ich es beim nächsten Mal doch noch einmal etwas abwandle. Obwohl ich aktuell, abgesehen von goldbraun gebratenen Gnocchis und etwas mehr Blattspinat noch keine konkrete Idee hab was ich noch verbessern könnte.

47 - One Pot Gnocchi with chicken, spinach & mushrooms - Side view / One Pot Gnocchi mit Hähnchen, Spinat & Pilzen - Seitenansicht

48 - One Pot Gnocchi with chicken, spinach & mushrooms / One Pot Gnocchi mit Hähnchen, Spinat & Pilzen - CloseUp

Guten Appetit

Chüglipastetli mit Bratkügli & Waldpilzen in Weinrahmsauce dazu Wildkräutersalat [07.03.2018]

Das heutige Gericht der Schweizer Woche in unserem Betriebsrestaurant, Chüglipastetli gefüllt mit Bratkügli und Waldpilzen in Weinrahmsauce dazu Wildkräutersalat hatte mit einem Gefüllten Spießbraten vom Schwein mit Dunkelbiersauce und geschmorten Kraut, dazu Kartoffelklöße im Bereich Tradition der Region schwere Konkurrenz bekommen während die 3 Matjesfilets in einerSauce aus saurer Sahne, Frühlingszwiebeln, Apfelwürfel und frischen Kräutern, dazu Bratkartoffeln aus dem Abschnitt Globetrotter schon aus zu sein schien. Ich musste dabei an ein früheres Matjesfilet denken, das ich probiert und für vollkommen ungenießbar deklariert hatte. Jetzt fragt sich ob das heutige einfach zu knapp kalkuliert, überaus beliebt oder vorsorglich aus dem Verkehr gezogen war. 😉 Ich hätte es eh nicht genommen, denn ich hatte mich ja auf die schweizerischen Gerichte eingeschossen, davon konnten mich auch die Asia-Thai-Angebote wie Gebratene Mienudeln mit Gemüse in Hoi-Sin-Sauce oder nicht abhalten. Allerdings wurde der Salat zu den Chüglipastetli wie üblich ohne Dressing serviert, so dass ich mich an der Salattheke noch mit einem Dressing meiner Wahl versorgen musste. Dabei entschied ich mich für Balsamico, da kann man meiner Meinung nach nicht viel falsch machen.

Swiss pastry with meatballs & mushrooms in white wine sauce & wild herbs salad / Chüglipastetli mit Bratkügli & Waldpilzen in Weinrahmsauce dazu Wildkräutersalat

Und ich hatte mich gut entschieden, dann das Balsamico-Aroma des Dressings passte wunderbar zu dem knackigen und äußerst frischen Grünzeug, das hier in mehr als ausreichendem Umfang zu den gefüllten Pasteten serviert wurde. Dabei konnte ich allerdings nicht beurteilen, ob es sich hier wirklich um einen Wildkräutersalat handelte, bin normalerweise nicht so der Salatesser – es sah aber deutlich anders aus als der deutsche Standard-Salat. Ich musste mit meinem weißen Hemd nur aufpassen, mich nicht mit Spritzern des Balsamico zu beflecken. Viel wichtiger als der Salat waren aber die beiden etwa kinderfaustgroßen, wunderbar knusprigen und frischen Pasteten, die mit einer Mischung aus kleinen Mettkügelchen und Pilzen, vornehmlich Champignons, in einer cremigen, würzigen und mit Kräutern versehenen Cremesauce gefüllt und mit je einem Cracker garniert worden waren.

Swiss pastry - Lateral cut / Chüglipastetli - Querschnitt

Sehr lecker, eindeutig eines der besseren Schweizer Gerichte diese Woche – ich war sehr zufrieden mit meiner Wahl. Und das obwohl ich ja eigentlich nich so der Salat-Fan bin.
Bei den anderen Gästen lag natürlich, wie nicht anders zu erwarten, natürlich der gefüllte Schweinebraten am höchsten in der Gunst und konnte sich mit klarem Vorsprung Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Und auch beim zugegebenermaßen engen Kampf um Platz zwei konnten sich die Pasteten nicht gegen die ebenfalls sehr gern gewählten Asia-Gerichte durchsetzen und landeten somit auf einem sehr guten, aber dritten Platz. Die Matjesfilets konnte ich nirgendwo entdecken, daher werden sie in der Wertung nicht berücksichtigt.

Mein Abschlußurteil:
Chüglipastetli: ++
Wildkräutersalat: ++