Seelachs in Hoi-Sin-Sauce [25.04.2013]
25.04.2013 18:38 kulinarisches, lunchtimeUnkommentiert
Obwohl heute auf der Speisekarte der westlichen Küche mit einem Putenschnitzel mit Spargel und Sauce Hollandaise überbacken und Thymiankartoffeln bei Globetrotter das erste Spargelgericht der Saison in unserem Betriebsrestaurant auf der Karte stand, das Rinderhacksteak “Mexico” mit Gemüsesalsa und Country Potatoes in der Sektion Tradition der Region überaus verlockend aussah und mit einem Griechischen Gemüsetopf mit Schafskäse und Fladenbrot bei Vitality wieder ein leichtes und schmackhaft wirkendes vegetarisches Gericht zur Verfügung stand, wollte ich den heutigen Donnerstag dennoch dazu nutzen endlich der Asia-Thai-Theke meinen gebührenden Respekt zu zollen. Und mit Gebackenen Seelachs mit verschiedenem Gemüse in Hoi Sin Sauce fand sich dort neben Chop Suey – Gemischtes Asia-Gemüse mit gelben Thai Curry und Hoi Sin Sauce und Gaeng Phet Gai – Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce auch gleich das richtige Gericht. Dazu noch ein Schälchen Reis und fertig war mein heutiges Mittagsmahl.
Hinter dem Begriff Hoi Sin oder Hoisin verbirgt sich eine dickflüssige, süßlich und recht kräftig schmeckende Sauce, die vor allem aus der südchinesischen und vietnamsischen Küche bekannt ist und dort bei Fleischgerichten aller Art eingesetzt wird. Sie besteht vor allem aus fermentierte rote Sojabohnen, Zucker, Weizenmehl, Knoblauch, Essig und Chilis, außerdem finden sich auch häufig Salz, Sesamöl und Süßkartoffeln darin. Der Begriff Hoisin bezeichnet dabei eine Transkription aus dem Kantonesischen, die wortwörtlich übersetzt Meeresfrücht bedeutet – und das obwohl sie nicht zu den Zutaten gehören. Vielleicht heißt sie ja so, weil sie besonders gut zu Fisch und Meeresfrüchten passt, wie ich heute mal wieder feststellen durfte. In der dicklichen, kräftigen und angenehm scharfen Sauce fanden sich neben den zahlreichen, in Panade gebackenen, zarten und grätenfreien Seelachsfilet-Stückchen auch wie üblich eine bunte Mischung verschiedener, teilweise etwas grob geschnittener, aber gut durchgebratener Gemüsesorten wie Blumenkohl, Zucchini, Möhren, Paprika, Lauch, Chinakohl, Keimlingen, Stangensellerie und Zwiebeln – um nur die zu nennen, die ich eindeutig und in größerer Menge identifizieren konnte. Gemeinsam mit dem leicht klebrigen, den ich mir wie üblich mit einem Esslöffel süß-scharfer Chilisauce garniert hatte ergab sich somit mal wieder ein Mittagsgericht, an dem es absolut nichts auszusetzen gab. Ich war sehr zufrieden.
Beim Rennen um den ersten Platz auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala zeichnete sich ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Rinderhacksteak “Mexico” und dem Putenschnitzel mit Spargel ab. Mit knappen Vorsprung gelang es aber schließlich dem Rinderhacksteak, diese Ehre für sich zu sichern und das Geflügelgericht auf den zweiten Platz zu verdrängen – was zum Teil wohl auch den knusprigen, verlockend aussehenden Country Potatoes zu verdanken ist, die mit ihm als Sättigungsbeilage serviert wurden. Auf einem guten dritten Platz folgten schließlich die Asia-Gerichte und auch der vegetarische Gemüsetopf erfreute sich einer recht großen Beliebtheit, was ihn dennoch nur auf Platz vier brachte. Damit entsprach die Rangliste auch den bisherigen Erwartungs- und Erfahrungswerten und ich denke, dem nichts mehr hinzufügen zu müssen.
Mein Abschlußurteil:
Seelachs in Hoisin-Sauce: ++
Reis: ++
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Spaghetti mit Balsamico-Linsen & Rucola [14.03.2013]
14.03.2013 19:04 kulinarisches, lunchtimeUnkommentiert
Während die Asia-Thai-Theke heute mit Gerichten wie Gebratenes Curry-Gemüse nach Thai-Art und Gaeng Daeng Nue – Gebratenes Rindfleisch mit frischem Paprika, Zucchini und Bambussprossen in scharfem roten Curry sowie erneut Gebackener Seelachs mit verschiedenem Gemüse in Chilisauce lockte, fanden sich unter den Angeboten der westlichen Küche ebenfalls sehr verlockende Speisen wie vegetarische Spaghetti mit Balsamico-Linsen bei Vitality, Szegedinger Gulasch vom Rind mit Salzkartoffeln bei Tradition der Region oder ein Putenschnitzel in Kräuterrahmsauce und Spätzle bei Globetrotter. Klang alles sehr verlockend wie ich zugeben muss – vor allem reizte mich das Putenschnitzel. Doch in meinem steten bestreben meinen Kalorienkonsum etwas in Maßen zu halten entschloss ich mich schließlich dazu, den Spaghetti mit Balsamico-Linsen, die man wie üblich noch mit etwas Rucola garniert hatte, den Vorzug zu geben. Denn bei 531kcal pro Portion konnte ich den kleinen Becher Caramel-Mousse von der Dessert-Theke auch noch besser verantworten.
Zu einer angenehm großen Portion al dente gekochter Spaghetti-Nudeln fand sich unter einer reichhaltigen Schicht frischer Rucola-Blätter eine durch das Balsamico leicht säuerliche und gleichzeitig fruchtig-scharfe, grobe Gemüsesauce, in der neben den braunen Linsen aus dem Menutitel auch zahlreiche andere Gemüsesorten wie Möhren, Stangensellerie, grüne Peperoni, Paprika und Tomaten fanden. Mal wieder sehr lecker muss ich sagen und letztlich gut auf die Menge der Nudeln abgemessen. Da gab es wirklich nichts zu meckern, denn ich wurde auf sehr schmackhafte Weise überaus satt. Und auch der kleine Becher luftig-lockeren Mousses mit Caramel-Mousses mit seiner Garnitur aus einem einzelnen Choco-Crossie gab mir keinen Grund irgendwelche Kritik anzubringen. Auch heute war konnte ich mich also wieder überaus zufrieden mit meiner Wahl zeigen.
Sah man sich auf den Tabletts der anderen Gäste um, erkannte man schnell dass heute eindeutig der Putensteak in Kräutersauce, mit dem ich ja auch kurz geliebäugelt hatte, das beliebteste aller Gerichte war und somit ohne jeden Zweifel den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala belegte. Auf Platz zwei folgten dann die heute ebenfalls sehr beliebten Asia-Gerichte, aber sie konnten sich nur knapp gegen den Szegediner Gulasch vom Rind behaupten, zu dem auch viele gegriffen hatten. Die Spaghetti mit Balsamico-Linsen hatten natürlich auch ihre Liebhaber gefunden – einer von denen war ja ich gewesen – aber für mehr als den vierten Platz reichte es für das vegetarische Gericht auch heute leider nicht.
Mein Abschlußurteil:
Spaghetti: ++
Balsamico-Linsen-Sauce: ++
Rucola: ++
Caramel-Mousse: ++
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Lasagna al cavallo (Pferde-Lasagne / Pferdefleisch-Lasagne) – das Rezept
23.02.2013 23:21 kochexperimente, kulinarisches7 Kommentare
Pferdefleisch ist mit seinem geringen Fettanteil von gerade mal 2 bis 4 Prozent, seinem hohen Anteil an Eisen, Calcium, Proteinen und ungesättigten Fettsäuren, elf verschiedenen Aminosäuren (z.B. Lysin, Arginin, Leucin, Methionin, Isoleucin und Valin) sowie seinen wasserlöslichen Vitaminen B12, B6 und B3 eigentlich ein sehr gesundes Nahrungsmittel. Doch leider erfreut es sich hier in Deutschland nicht nur keiner großen Verbreitung, es ist aktuell durch den sogenannten Pferdefleischskandal sogar unverdienterweise etwas in Verruf geraten. Im kompetenten Fachhandel erworben, ist es aber eine wirkliche Alternative zu Rind oder Schwein.
Und glücklicherweise findet sich hier in München mit der Pferdemetzgerei Kaspar Wörle am Viktualienmarkt ein solches Geschäft, dem ich heute Vormittag gleich mal einen Besuch abstattete und mich mit einigen der dort angebotenen Dinge einzudecken. Dabei ist Fleisch vom Pferd auch nicht sonderlich teuer wie ich erfreut feststellen durfte.
Also entschloss ich mich heute dazu, mal eine Lasagne mit Pferdehackfleisch zuzubereiten. Das Rezept von Findus habe ich dazu zwar nicht gefunden – ist bestimmt Betriebsgeheimnis
– aber ich kombinierte einfach einige bereits bekannte Aspekte der Lasagne al Forno und einige eigene Ideen zu einem Gericht, das meiner Meinung nach geschmacklich sehr gelungen war und dessen Zubereitung ich mit diesem Beitrag nun in der gewohnte Form vorstellen möchte
Was brauchen wir also für 3 bis 4 Portionen?
Für die Füllung
(Alternativ kann man natürlich 450g Pferdehack nehmen)
75 geräucherter Speck in Würfeln

1 Dose geschälte Tomaten (400g)

4-5 TL Italienische Kräuter (TK)

außerdem einen Esslöffel Olivenöl zum braten
sowie zum Würzen Salz, Pfeffer, Muskatnuss und etwas edelsüßes Paprikapulver
Für die Béchamel-Sauce
2,5 gestrichene EL Mehl (Typ 405)

sowie Salz, weißer Pfeffer und Muskatnuss zum würzen
Außerdem benötigen wir
Beginnen wir nun damit, die getrockneten Steinpilze für mindestens 30 Minuten in etwas lauwarmen Wasser einzuweichen.

Während die Pilze im Wasser liegen, können wir die Zeit nutzen und uns um die anderen Zutaten kümmern. Wir schälen also die große Zwiebel und würfeln sie (wahlweise mit Messer oder Küchenmaschine),

schälen und hacken das Knoblauch sehr fein,

und zerkleinern dann beides mit einer elektrischen Küchenmaschine

bis von beidem nur noch feine Gemüsestückchen übrig sind.

In einer größeren Pfanne erhitzen wir nun einen Esslöffel Olivenöl

und lassen darin die Speckwürfel aus.

Anschließend dünsten wir Zwiebel und Knoblauch darin glasig an,

um dann das Rinder- und Pferde-Hackfleisch hinzu zu geben

und es krümelig anzubraten, wobei wir es etwas mit Salz und Pfeffer würzen. Glücklicherweise funktioniert das mit Pferdehackfleisch genau so gut wir mit anderen Sorten.

Ist das Hackfleisch gut durchgebraten, geben wir das zerkleinerte Knollensellerie

und braten alles für einige Minuten mit an

wobei wir auch gleich das Tomatenmark mit einrühren und ebenfalls kurz mit anbraten.

Nun gießen wir den trockenen Rotwein hinzu

und lassen ihn langsam einkochen.

Während der Wein kocht, zerkleinern wir die inzwischen gut durchgeweichten Steinpilze etwas,

waschen die Petersilie, schütteln sie trocken,

zupfen die Blättchen von den Stielen

und zerkleinern sie gründlich.

Ist der Wein dann eingekocht, geben wir die Steinpilze hinzu

und addieren dann die geschälten Tomaten samt Saft,

die wir mit Hilfe des Kochlöffels auch gleich etwas zerkleinern.

Nun fügen wir die zerkleinerte Petersilie hinzu

und gießen alles mit der Gemüsebrühe auf

um es dann kurz aufkochen zu lassen und die italienischen Kräuter einstreuen

sowie kräftig mit Salz, schwarzem Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken. Das Ganze lassen wir dann für ca. 45 Minuten auf niedriger Stufe vor sich hin köcheln.

In der Zwischenzeit können wir uns um die Béchamel-Sauce kümmern. Dazu schälen wir die kleine Zwiebel und spicken sie mit den Nelken und dem Lorbeerblatt,

dann schmelzen wir die Butter in einem Topf

und rühren vorsichtig unter Vermeidung von Klümpchenbildung nach und nach das Mehl mit einem Schneebesen ein.

und legen die gespickte Zwiebel hinein.

Dann reduzieren wir die Temperatur der Herdplatte auf die niedrigste Stufe und lassen die Sauce über ca. 25 bis 30 Minuten bei regelmäßigem Umrühren langsam eindicken. Dabei geben Zwiebel, Nelken und Lorbeer ein angenehmes Aroma in die Sauce ab.

Hat die Sauce eine angenehm dickliche Konsistenz erreicht, entnehmen wir die Zwiebel wieder

und verfeinern unsere Béchamelsauce mit der Sahne

um sie dann mit Salz, Muskatnuss und weißem Pfeffer abzuschmecken. Kurz lassen wir es noch weiter köcheln, dann nehmen wir die fertige Sauce von der Kochplatte.

Nachdem wir den Backofen auf 200 Grad vorgeheizt und dann den Mozzarella in Scheiben geschnitten haben,

fetten wir eine Auflaufform aus

und bedecken den Boden mit etwas von der Sauce

die wir dann mit einer Schicht Lasagneplatten belegen.

Darauf verteilen wir eine Schicht der Gemüse-Fleisch-Mischung aus der Pfanne,

bedecken diese mit Bechamelsauce

und legen wieder Lasagneplatten auf.

Genau in dieser Reihenfolge machen wir nun weiter und fahren fort mit der Fleisch-Gemüse-Mischung

dem Rest der Fleisch-Gemüsemischung

und dem Rest der Bechamelsauce.

Darauf verteilen wir noch die Mozzarella-Scheiben

und überbacken dann alles für 35 bis 40 Minuten auf der mittleren Schiene im Ofen

bis der Käse schließlich den gewünschten Bräunungsgrad erreicht hat.

Nun brauchen wir die fertige Lasagne noch zu zerteilen und zu servieren.

Geschmacklich ein überaus interessantes Erlebnis muss ich sagen, denn Pferd liegt wohl etwa zwischen Rindfleisch und Wild, hat aber auch etwas eigenes, das ich nicht so recht umschreiben kann. In Kombination mit der fruchtigen Gemüsemischung mit Rotwein und den italienischen Kräutern sowie der überaus gelungenen, sehr aromatischen Béchamelsauce ergab sich so ein Gericht von ungewohntem, aber überaus schmackhaftem Gusto. Kann ich jedem, der Mal ein neues Geschmackserlebnis erfahren möchte, auf jeden Fall sehr empfehlen.
Und auch was die Nährwerte angeht, kann sich das Gericht noch sehen lassen. Ich komme bei meiner Berechnung auf 2500kcal für alle Zutaten, das wären dann auf 4 Portionen aufgeteilt 625kcal pro Portion – für ein so reichhaltiges Hauptgericht ein akzeptabler, wenn auch nicht wirklich leichter Wert. Hätten wir nur Rinderhack genommen, wären wir schon bei fast 3000kcal, also 750kcal pro Portion gewesen. Dabei ist es aber weniger das Fleisch als die Lasagneplatten, welche die Kalorienwerte mit ihren 550kcal mit dem höchsten Einzelwert in die Höhe treiben. Nudeln, egal in welcher Form, sind nun mal leider keine leichte Kost. ![]()
Wer also mal Pferdefleisch in Form einer Lasagne ausprobieren möchte, dem kann ich dieses Rezept wärmstens ans Herz legen. Mir hat es auf jeden Fall geschmeckt und es wird mit Sicherheit nicht das letzte Gericht mit Pferdefleisch sein, dass ich ausprobiere.
Guten Appetit

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Sellerie-Apfel-Pizza mit Schinken – das Rezept
23.09.2012 20:03 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Bei der Suche nach Rezepten, in denen ich mein restliches eingefrorenes Stangensellerie verbrauchen könnte stieß ich auf ein Rezept, das mich alleine wegen seiner Kombination von Zutaten schon reizte: eine Sellerie-Apfel-Pizza mit Kochschinken. Auf die Idee Stangensellerie mit Äpfeln zu kombinieren war ich noch nie gekommen, das Ganze klang aber deswegen nicht weniger schmackhaft, daher entschied ich mich schließlich dazu mich an diesem Rezept mal zu versuchen. Zwar sollte hier auch eine nicht unerhebliche Menge Senf mit im Spiel sein und ich bin normalerweise ja kein großer Freund davon, doch meine Neugier überwog schließlich dieser kleinen Abneigung – und ich bin froh das Gericht ausprobiert zu haben, denn das Ergebnis war wirklich sehr gelungen und extrem schmackhaft. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das Rezept hier mal in üblicher Form kurz vorzustellen.
Was brauchen wir also für 4 kleine Pizzen?
2 kleine Äpfel (insgesamt ca. 250g)

180g Stangensellerie (das entspricht etwa zwei bis drei Stielen)

120g Kochschinken (4 Scheiben)

100g geriebenen Emmentaler Käse

Beginnen wir nun mit der Zubereitung und geben das Mehl, 180g vom Quark, die Milch, den halben TL Salz, das Backpulver sowie 4 der 5 EL Öl in eine große Schüssel

und verarbeiten alles mit den Knethaken unseres Mixers zu einem glatten Teig, den wir abgedeckt bei Seite stellen.

Anschließend waschen wir unsere Äpfel, vierteln sie und entfernen die Kerne

um sie dann in dünne Scheiben zu schneiden.

Außerdem schneiden wir unseren Stangensellerie in kurze, etwa 1 cm große Stücke. Sollten wir frisches Sellerie verwenden, müssen wir dieses natürlich vorher noch waschen.

Den verbliebenen Esslöffel Olivenöl geben wir nun in eine Pfanne

und braten unser Sellerie darin für etwa zwei bis drei Minuten an.

Nach etwa der Hälfte der Zeit können wir auch unsere Apfelscheiben mit in die Pfanne geben und etwas mit braten. Anschließend nehmen wir es von der Platte uns lassen es etwas abkühlen.

Die restlichen 170g Quark vermengen wir dann gründlich mit den 5 Esslöffel unseres grobkörnigen Senf und salzen es dabei etwas,

außerdem halbieren wir noch unsere Schinkenscheiben.

Nun ist auch ein guter Zeitpunkt unseren Backofen auf 225 Grad vorzuheizen.
Dann ist es an der Zeit, unseren Teig in vier gleich große Portionen zu teilen

und ihn dann erst einmal zwei der Portionen auf einer bemehlten Arbeitsfläche auszurollen. Leider passen immer nur zwei Pizzen gleichzeitig auf ein normales Backblech, daher müssen wir die anderen beiden Teigstücke erst einmal zwischenlagern.

Die Teigfladen geben wir dann mit etwas Backpapier auf ein Backblech und bestreichen sie großzügig mit unserer Senf-Quark-Mischung

auf die wir dann die angebratenen Apfelscheiben und Selleriestückchen verteilen

und sie mit jeweils zwei halben Schinkenscheiben belegen

um die dann abschließend noch mit dem geriebenen Emmentaler zu bestreuen.

Ist unser Backofen dann vorgeheizt, schieben wir unser Blech auf der untersten Schiene hinein und lassen die Pizzen dort für 15 bis 20 Minuten backen.

In der Zwischenzeit können wir die anderen beiden Teigstücke ausrollen, auf ein weiteres Stück Backpapier geben und wie zuvor gezeigt belegen.

Außerdem können wir auch noch das Schnittlauch waschen, trocken schütteln und in Röllchen schneiden.

Sind unsere ersten beiden Pizzen dann fertig gebacken, ziehen wir sie samt des Backpapiers vom Backblech und geben die nächsten beiden Pizzen darauf um sie ebenfalls zu backen.

Die fertigen Pizzastücke brauchen wir nun nur noch großzügig mit dem Schnittlauch zu garnieren

und können sie dann sofort servieren und genießen.

Ich hatte natürlich befürchtet dass der Geschmack zu sehr durch den Senf dominiert wird, aber diese Befürchtung erwies sich glücklicherweise als grundlos. Es waren eher die schmackhafte Kombination aus Sellerie, Äpfeln und Schinken die das Gericht geschmacklich bestimmten, der Aufstrich aus Quark und Senf gab diesen Komponenten nur noch die richtige Würze. Und auch den dünnen und knusprigen Quark-Öl-Vollkornteig fand ich sehr gelungen – er passte mit seinem leicht kräftigen Gusto wie ich fand wunderbar zu der mit Käse überbackenen Komposition aus Schinken, Apfelscheiben und Sellerie.
Werfen wir abschließend wie üblich noch einen Blick auf die Nährwerte dieses Rezeptes: Meiner Berechnung nach liegen alle Komponenten zusammen bei ca. 2400kcal, aufgeteilt auf vier Pizzen kommen wir also genau auf 600kcal pro Pizza und Portion. Bei einem Quark-Öl-Teig hätte ich auch nichts niedrigeres erwartet, auch wenn er mit Magerquark und Vollkornmehl gemacht wurde. Für ein Hauptgericht aber ein absolut akzeptabler Wert wie ich finde. Insgesamt fand ich das Rezept sehr wohlschmeckend und kann wirklich meine Empfehlung für diese Zubereitung aussprechen – die Kombination von Apfel und Sellerie mag zwar im ersten Moment ungewöhnlich klingen, aber es lohnt sich auf jeden Fall, das Ganze mal auszuprobieren.
Guten Appetit

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Asiatische Hühnchenpfanne mit Wasserkastanien – das Rezept
22.09.2012 20:02 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Nachdem ich länger schon nichts Asiatisches mehr gekocht hatte, wollte ich mich heute nun endlich mal wieder an einem solchen Rezept versuchen. Dabei fiel meine Wahl auf eine Asiatische Hühnchenpfanne mit Wasserkastanien, die ich mit ein paar Mie-Nudeln als Sättigungsbeilage kombinierte. Ich liebe ja Wasserkastanien alleine wegen ihrer knackigen Struktur die auch nach langem Kochen erhalten bleibt und ihren etwas nussigen und leicht süßlichen Geschmack. Offiziell handelt es sich dabei übrigens nicht um eine Kastanienart, sondern die Knolle eines Wassergrases die im asiatischen Raum schon vor langem kultiviert wurde und in der dortigen Küche Verwendung findet. Europäische Gerichte damit sind mir damit aber bisher nicht bekannt, daher griff ich also zu einem asiatischen Rezept. Und das Ergebnis meines heutigen Kochexperiments konnte sich durchaus schmecken lassen, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das Rezept in der üblichen Form hier einmal kurz vorzustellen.
Was brauchen wir also für 3-4 Portionen?
100g Stangensellerie (da ich keine frische beim Einkauf bekam, griff ich auf eingefrorene zurück)

170g Wasserkastanien (Abtropfgewicht)

1 große Gemüsezwiebel (ca. 150 bis 170g)

sowie 3-4 EL Rapsöl zum braten

Kommen wir nun zur Zubereitung. Dazu geben wir erst einmal die Mungobohnenkeimlinge und die Wasserkastanien in ein Sieb und lassen sie abtropfen.

Anschließend waschen wir die Hähnchenbrust gründlich

um sie dann in mundgerechte Streifen zu schneiden

und in eine Schüssel zu geben, wo wir sie mit 2 EL Sojasauce übergießen

und mit 2 gestrichenen Teelöffeln Speisestärke bestäuben

um dann alles gut miteinander zu vermischen und für mindestens 30 Minuten abgedeckt im Kühlschrank einziehen zu lassen.

In der Zwischenzeit können wir den Stangensellerie in ca. 1 cm große Stücke schneiden,

die Zwiebel schälen und mit dem Messer oder der Küchenmaschine zerkleinern

und schließlich noch die Knoblauchzehen schälen und ein kleine Stücke schneiden.

In einer größeren Pfanne oder (wenn vorhanden) einem Wok erhitzen wir nun 1,5 bis 2 EL Öl

und dünsten die Zwiebeln darin glasig an.

Dann geben wir den gehackten Knoblauch

und den Stangensellerie hinzu und braten sie für 2-3 Minuten mit an

bevor wir dann auch das Asia-Gemüse,

die Mungobohnenkeimlinge und die Wasserkastanien addieren

und sie für weitere vier bis fünf Minuten bei gelegentlichem rühren anbraten lassen.

Während das Gemüse in der Pfanne bruzzelt, kümmern wir uns um die Mie-Nudeln, die wir gemäß Packungsanleitung zubereiten. Da ich Instant Mie-Nudeln hatte, brauchte ich sie nur mit kochendem Wasser übergießen und fünf Minuten ziehen zu lassen.

Schließlich entnehmen wir das Gemüse aus der Pfanne und stellen es bei Seite

um den Rest des Öls in die Pfanne zu geben

und dann die marinierten Hähnchebruststreifen darin scharf rundherum anzubraten.

Sind die Mie-Nudeln fertig durchgezogen, geben wir sie in ein Sieb und lassen sie abtropfen.

Sobald das Fleisch schließlich gut durchgebraten ist, reduzieren wir die Hitze wieder auf mittlere Stufen und geben das Gemüse zurück in die Pfanne, um es einige Minuten mit dem Fleisch in der Pfanne weiter zu braten

bevor wir dann die abgetropften Mie-Nudeln hinzufügen, gut mit dem restlichen Pfanneninhalt verrühren und für 2-3 Minuten mit anbraten.

Dann gießen wir die Geflügelbrühe auf

und lassen alles für weitere fünf bis sechs Minuten bei gelegentlichem rühren vor sich hin braten. Dabei können wir es auch gleich mit etwas Sojasauce abschmecken

bis wir mit dem Geschmack schließlich zufrieden sind, was wir durch einfaches probieren schnell herausfinden können.

Nun lassen wir es weiter braten bis die Gemüsebrühe vollständig eingekocht ist,

dann können wir das Gericht sogleich servieren und genießen.

Und ich war mit dem Ergebnis wirklich zufrieden, denn die marinierten Hähnchenbruststreifen erwiesen sich als angenehm zart und saftig und in Kombination mit den zahlreichen Gemüsesorten inklusive den knackigen Wasserkastanien als kleines Highlight auch als sehr schmackhaft. Die beigefügten Mie-Nudeln taten als Sättigungsbeilage ihr übriges. Einziger Verbesserungsvorschlag wäre es, die Wasserkastanien das nächste Mal zu halbieren oder zu vierteln, denn sie erwiesen sich im Ganzen als doch recht groß. Eine Gefahr dass sie dann schneller zerkochen besteht bei diesem Gemüse ja glücklicherweise nicht.
Werfen wir abschließend wie üblich natürlich noch einen Blick auf die Nährwerte: Meiner Berechnung nach kommt die komplette Zubereitung auf ca. 1700kcal, das heißt aufgeteilt auf 3 Portionen kommen wir auf ca. 560kcal pro Portion, teilen wir es in realistischere 4 Portionen auf liegen wir schließlich bei 425kcal pro Portion. Für ein Hauptgericht sind das meiner Meinung nach absolut akzeptable Werte. Die Nudeln durch Reis zu ersetzen bringt meiner Berechnung nach übrigens nichts, das spart gerade mal 70kcal auf die gesamte Zubereitung. In der Summe also eine schnell zubereitet und leichte Mahlzeit, die ich absolut weiter empfehlen kann – mir auf jeden Fall hat sie sehr gut geschmeckt.
Guten Appetit

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