Archive for Juni, 2018

Lachs in cremiger Spinat-Knoblauch-Sauce mit getrockneten Tomaten – das Rezept

Samstag, Juni 30th, 2018

Als ich dieses Rezept für entdeckte, hatte ich mich sofort darin verliebt, denn es war einfach und las sich was seine Zusammenstellung anging einfach nur lecker – auch wenn der Name Lachs in cremiger Spinat-Knoblauch-Sauce mit getrockneten Tomaten vielleicht etwas sperrig klingt. Doch ich wollte es unbedingt mal zubereiten – allerdings nur für 2 Personen. Leider traute ich den falschen Forenbeiträgen im Internet, in denen steif und fest behauptet wurde, dass man bei Fisch pro Portion mit 200-250g rechnen muss. Also ging ich heute früh los und besorgte mir eine frische Lachsloin mit etwas mehr als 500g Gewicht, denn mit TK-Lachs habe ich beim Anbraten schlechte Erfahrung gemacht, da er dabei leicht zerfällt. Doch bereits an der Fischtheke kam mir das Stück etwas zu groß vor, doch ich ließ die Verkäuferin gewähren (und zahlte über 30 Euro für das Stück oO). Aber 250g sind absoluter Quatsch, 150g reichen da vollkommen aus. Also entschied ich mich doch vier Portionen daraus zu machen – zum Glück hatte ich auch genug der anderen Zutaten dafür vorrätig. Als Sättigungsbeilage entschied ich mich wegen der großen Menge an Sauce die bei diesen Rezept zu entstehen drohte für Knoblauchbaguette, das sich wunderbar eignen würde die restlich Sauce vom Teller zu wischen. Aber auch Reis oder Pasta wäre hier durchaus denkbar. Oder für die Freunde von Low-Carb vielleicht auch nur einen gemischten Salat.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

500-550g Lachsfilet / Lachsloin
01 - Zutat Lachsloin / Ingredient salmon loin

100g Blattspinat
02 - Zutat Baby-Blattspinat / Ingredient baby leaf spinach

50g Parmesan
03 - Zutat Parmesan / Ingredient parmesan

120g Sonnengetrocknete Tomaten in Öl (abgetropft)
04 - Zutat getrocknete Tomaten in Öl / Ingredient dries tomatoes in oil

1 mittelgroße Zwiebel
05 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

4 große Knoblauchzehen
06 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

450ml Sahne
07 - Zutat Sahne / Ingredient cream

80ml trockener Weißwein
08 - Zutat trockener Weißwein / Ingredient dry white wine

1 Teelöffel Maisstärke
09 - Zutat Maisstärke / Ingredient corn starch

2 Teelöffel italienische Kräuter (getrocknet)
10 - Zutat italienische Kräuter / Ingredient italian herbs

1-2 Esslöffel Mehl
11 - Zutat Weizenmehl / Ingredient flour

2 Kräuter- oder Knoblauchbaguettes (TK)
12 - Zutat Knoblauchbaguette / Ingredient garlic baguette

3-4 Esslöffel Erdnussöl (Zum braten des Fisch)
05 - Zutat Erdnussöl / Ingredient peanut oil

2 Esslöffel Butter (Für alles andere zum braten – wegen des Geschmacks)
10 - Zutat Butter / Ingredient butter

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen

Wie üblich beginnen wir die Zubereitung mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten. Dazu schälen wir die Zwiebel und würfeln sie,
13 - Zwiebel würfeln / Dice onion

reiben den Parmesan,
14 - Parmesan reiben / Grate parmesan

schälen die Knoblauchzehen, um sie dann gründlich zu zerkleinern
15 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

und schneiden die abgetropften getrockneten Tomaten in Streifen, wobei wir längere Streifen am besten noch einmal halbieren.
16 - Getrocknete Tomaten in Streifen schneiden / Cut dries tomatoes in stripes

Anschließend waschen wir das Lachsfilet,
17 - Lachs waschen / Wash salmon

tupfen es mit einem Papier-Küchentuch rundherum trocken,
18 - Lachs trocken tupfen / Pat salmon dry

schneiden es in vier gleich große Stücke,
19 - Lachs vierteln / Quarter salmon

würzen die Stücke von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer
20 - Lachs mit Salz & Pfeffer würzen / Season salmon with salt & pepper

und wenden sie abschließend in Weizenmehl, so dass sie nur dünn damit bedeckt sind. Das soll verhindern dass der Lachs beim anbraten in der Pfanne haften bleibt – wobei ich nicht sicher bin ob das bei modernen Teflon-Pfannen noch wirklich nötig ist. Aber schaden kann es jedenfalls nicht.
21 - Lachs in Mehl wenden / Turn salmon in flour

Außerdem waschen wir noch unseren Blattspinat und lassen ihn abtropfen.
22 - Spinat waschen / Wash spinach

Zum braten des Fisches verwendete ich Erdnussöl, denn dies hat einen viel höheren Rauchpunkt als z.B. Butter und eignet sich daher deutlich besser zum scharfen anbraten. Alternativ könnte man aber auch Butterschmalz verwenden, das würde den selben Zweck erfüllen.

Wir erhitzen also drei bis vier Esslöffel Erdnussöl auch höchster Stufe in einer Pfanne
23 - Erdnussöl in Pfanne erhitzen / Heat up peanut oil in pan

und prüfen dabei mit einem Holz-Kochlöffel, wann die richtige Temperatur erreicht ist. Sobald blasen am Löffel aufsteigen, schalten wir die Kochplatte auf mittlere Stufe hinunter
24 - Temperatur prüfen / Check temperature

und legen die Lachsfilets in die Pfanne
25 - Lachs in Pfanne geben / Put salmon in pan

um sie von jede Seite für fünf Minuten anzubraten.
26 - Lachs beidseitig anbraten / Fry salmon on both sides

Die fertig gebratenen Lachsfilets lassen wir auf Küchenpapier abtropfen und stellen sie erst einmal bei Seite.
27 - Lachs auf Küchenkrepp abtropfen lassen / Let salmon drain on kitchen paper

Nun geben wir die beiden Esslöffel Butter in die Pfanne, lassen diese schmelzen,
28 - Butter in Pfanne erhitzen / Melt butter in pan

geben die zerkleinerten Knoblauchzehen hinein
29 - Knoblauch in Pfanne geben / Put garlic in pan

und dünsten sie für etwa eine Minute an, bis sich sein Geruch verbreitet und der Knoblauch leicht goldbraun wird.
30 - Knoblauch andünsten / Braise garlic

Jetzt geben wir auch die gewürfelte Zwiebel hinzu
31 - Zwiebel addieren / Add onion

und dünsten sie für weitere zwei Minuten mit an, bis sie leicht glasig wird.
32 - Zwiebel andünsten / Braise onion

Das Ganze löschen wir dann mit dem trockenen Weißwein ab,
33 - Mit Weißwein ablöschen / Deglaze with white wine

den wir sich etwas reduzieren und einkochen lassen
34 - Weißwein einkochen lassen / Let white wine reduce

bevor wir schließlich auch unsere sonnengetrockneten und in Streifen geschnittenen Tomaten addieren
35 - Getrocknete Tomaten hinzufügen / Add dried tomatoes

und sie für ein bis zwei Minuten andünsten, damit sie ihre Aromen frei geben können.
36 - Getrocknete Tomaten andünsten / Braise dried tomates

Den Ofen beginnen wir außerdem auf 200 Grad vorzuheizen, damit wir das Baguette backen können.

Dann reduzieren wir die Wärmezufuhr um eine Stufe und löschen erneut alles mit der Sahne ab,
37 - Mit Sahne ablöschen / Deglaze with cream

die wir unter häufigem rühren zum Sieden, aber nicht zum Kochen (das mit den Blubberbläschen), bringen,
38 - Verrühren & zum sieden bringen / Stir & bring to a boil

und dabei gleich noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken
39 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Season with salt & pepper

sowie die italienischen Kräuter einstreuen.
40 - Italienische Kräuter einstreuen / Add italien herbs

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt den abgetropften Blattspinat nach und nach in die Pfanne zu geben
41 - Blattspinat in Pfanne geben / Put leaf spinach in pan

und zusammenfallen zu lassen.
42 - Blattspinat zusammenfallen lassen / Let leaf spinach reduce

Außerdem streuen wir den geriebenen Parmesan ein und lassen ihn unter rühren schmelzen.
43 - Parmesan einstreuen / Intersperse parmesan

Sollte die Sauce danach immer noch zu dünn erscheinen – und ich persönlich bin ein großer Freund dickflüssiger Saucen – geben wir einen Teelöffel Maisstärke in ein Schälchen, addieren ein bis eineinhalb Esslöffel Wasser,
44 - Wasser zu Maisstärke geben / Add water to corn starch

lösen die Maisstärke durch rühren in dem Wasser auf
45 - Maisstärke auflösen / Dissolve corn starch

und rühren die so entstandene Mischung dann in unsere Sauce ein.
46 - Aufgelöste Maisstärke zu Sauce geben / Add dissolved corn starch to sauce

Inzwischen dürfte auch der Backofen Betriebstemperatur erreicht haben, so dass wir unser Baguette hinein schieben und gemäß Beschreibung (auf-)backen können – bei mir sollte das 9-10 Minuten dauern.
47 - Knoblauchbaguette im Ofen backen / Bake garlic baguette in oven

Dann legen wir die zuvor angebratenen Lachsfilets in die Sauce
48 - Lachsfilets in Sauce geben / Put salmon filet in sauce

und lassen sie unter geringster Wärmezufuhr (Stufe 1 am E-Herd) langsam wieder heiß werden
49 - Salmon filet in creamy sauce with dried tomatoes, spinach & garlic - Let reheat salmon / Lachsfilet in cremiger Spinat-Knoblauch-Sauce mit getrockneten Tomaten - Lachs heiß werden lassen

wobei wir sie ggf. auch noch einmal mit etwas Sauce begießen können.
50 - Lachs mit Sauce bedecken / Cover salmon with sauce

Sobald der Baguette dann fertig gebacken ist, brauchen wir es nur noch an den vorgegebenen Stellen in Scheiben zu schneiden
51 - Knoblauchbaguette zerteilen / Divide garlic baguette

und können es dann als Sättigungsbeilage zum unserem Lachs in cremiger Spinat-Knoblauch-Sauce mit getrockneten Tomaten servieren und genießen. Wer mag kann das Ganze natürlich noch mit etwas Petersilie garnieren.
52 - Salmon filet in creamy sauce with dried tomatoes, spinach & garlic - Served / Lachsfilet in cremiger Spinat-Knoblauch-Sauce mit getrockneten Tomaten - Serviert

Natürlich sind Fisch und Spinat sowie Spinat und Tomaten eigentlich bereits klassische Kombinationen von Zutaten, aber bringt man sie noch mit einer tatsächlich wunderbar cremigen und würzigen Knoblauch-Sahne-Sauce in Verbindung, werden sie zu einem unvergleichlichen Genuss. Die getrockneten Tomaten gaben der Sauce einen wunderbar fruchtiges, aber nicht zu dominates Tomatenaroma, dass auch den Spinat und den Knoblauch zur Geltung kommen ließen. Dabei war der wunderbar zarte und saftige Lachs, der regelrecht auf der Zunge zerfiel, die Krönung des ganzen Gerichts. Ich bereute nicht, ein paar Euro mehr für gute, grätenfreie Lachsloin ausgegeben zu haben. Und auch die Wahl des Knoblauchbaguette als Beilage erwies sich aus meiner Sicht als gute Wahl, denn es passte wunderbar dazu und ließen mich auch problemlos auch die letzten Reste der Sauce vom Teller wischen, so dass nichts verschwendet wurde. Ein wirklich sehr leckeres und äußerst empfehlenswertes Rezept, das ich mir auch gut mit Forelle oder einem anderen hellen und festen Fischfilet gut vorstellen könnte.

53 - Salmon filet in creamy sauce with dried tomatoes, spinach & garlic - Side view / Lachsfilet in cremiger Spinat-Knoblauch-Sauce mit getrockneten Tomaten - Seitenansicht

Guten Appetit

Känguru-Steak mit Bratenjus & Pommes Frites [29.06.2018]

Freitag, Juni 29th, 2018

Eigentlich wäre die Australien-Woche ja gestern bereits vorbei gewesen, doch ich hätte auf der anderen heute vor dem Dilemma gestanden das es laut Intranet-Speisekarte wirklich nichts gab, was auch nur ansatzweise mein Interesse weckte. Wäre es eine reguläre Woche gewesen, hätte ich höchstwahrscheinlich zu den Seelachswürfeln in Weißweinsauce und Dijonsenf, dazu Spaghetti aus dem Abschnitt Globetrotter gegriffen, aber ich widersetzte mich irgendwie innerlich, zwei mal hintereinander Nudeln mit Fisch zu verzehren. Und der Chicken Ceasar Salad – Romanasalat mit Kirschtomaten und Croutons, dazu gebratene Hähnchenbrust und Parmesandressing bei Vitality war auch nicht so das wahre für mich, wäre aber wahrscheinlich meine Not-Wahl gewesen, denn der Hausgemachter Kaiserschmarrn mit Apfelmus bei Tradition der Region oder die Asia-Thai-Angebote wie Gebratene Bandnudeln mit asiatischem Gemüse und Kokosmilch oder San Sei Chop Suey – verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial Sauce waren mir auch nicht so ganz das Wahre. Doch als ich trotz der Vorbehalte den Speiseraum betrat, konnte ich auf dem großen Bildschirm am Eingang entdecken, dass man Alternativ noch ein Känguru-Steak mit Bratenjus und Pommes Frites auf die Speisekarte gesetzt hatte, wohl Reste vom Mittwoch. Dafür aber auch nur für 5,30 Euro, also akzeptabel. Somit war mein Mittagessen gerettet, denn das Känguru war wirklich vorzüglich gewesen. So landete also dieses Gericht auf meinem Tablett und auf den Pommes durfte natürlich eine ordentliche Portion Ketchup nicht fehlen.

Canguru steak with gravy & french fries / Känguru-Steak mit Bratenjus & Pommes Frites

Das kleine, etwas dunklere Stück Känguru war wohl etwas länger gegrillt und dadurch leider etwas trockener, aber geschmacklich auch noch vollkommen in Ordnung, besser aber war noch das andere, große Stück, das wieder im ganzen wunderbar zart und saftig war sowie mit dem kräftigen und würzigen Geschmack daher kam, den ich schon vom Mittwoch her kannte. Ein ganz klein wenig merkte man ihm zwar auch an, dass es nicht mehr hundertprozentig frisch war, aber darüber konnte man meiner Meinung nach noch hinweg sehen. Und auch die würzige, mit Thymian versetzte Bratensauce passte gut zum Känguru-Fleisch. Bei den Pommes Frites musste ich allerdings ein paar Abstriche hinnehmen. Zwar war man hier was die Portion anging besonders großzügig vorgegangen, aber das half wenig darüber hinweg dass sie leicht übersalzen, etwas zu knusprig und bereits ein klein wenig abgestanden waren. Genießbar, aber wirklich gute Pommes waren das leider nicht. Daher ließ ich auch ein klein wenig davon übrig. Insgesamt war ich aber froh über dieses Resteangebot gewesen, dass mir die Austalische Woche in unserem Betriebsrestaurant dann doch noch bis zum Freitag verlängert hatte.
Bei den anderen Gästen schien man sich heute aber eher wieder auf Seelachswürfel in Weißwein-Senf-Sauce gestürzt zu haben, denn diese waren mit kleinem Vorsprung das am häufigsten gewählte Gericht und konnte sich somit den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf Platz zwei sah ich den Chicken Ceasar Salad und den dritten Platz teilten sich wohl Asia-Gerichte und Känguru-Steak. Aber die Besucherzahlen waren am heutigen Freitag, wie so häufig an diesem Wochentag, nur sehr niedrig, was das erstellen einer klaren Beliebtheitsskala leider etwas erschwerte. Aber alle Angaben hier sind ja sowieso immer rein subjektiv und ohne jegliche Gewähr.

Mein Abschlußurteil:
Känguru-Steak: ++
Bratensauce: ++
Pommes Frites: +/-

Bondi Beach Seafood Pasta – Linguine mit Garnelen, Barramundi & Sepien mit Spinat, Kirschtomaten & Macadamiapesto [28.06.2018]

Donnerstag, Juni 28th, 2018

Die Australien-Woche in unserem Betriebsrestaurant endete am heutigen Donnerstag fast so wie sie begonnen hatte: mit einem Nudelgericht. Es stand eine Bondi Beach Seafood Pasta – Linguine mit Garnelen, Barramundi, Sepien mit Spinat, Kirschtomaten und Macadamiapesto auf der Speiskarte. Klang gut, sah im ersten Moment aber nicht ganz so verlockend aus wie der Red Snapper vom Dienstag oder die Grillplatte vom Mittwoch und lag mit etwas mehr als 8 Euro pro Portion auch wieder im oberen Preissegment. Zumal ich ja auch gestern schon Spinat zum Australian bite hatte. Ich überlegte wirklich lange, ob ich nicht lieber bei den Cevapcici mit frischen Zwiebeln und Tzaziki, dazu Pommes Frites bei Globetrotter zugreifen sollte. Die Geschmorte Hähnchenkeule mit Thymiansauce und Reis bei Tradition der Region reizte mich, obwohl man den Reis noch mit ein paar Erbsen und Möhren aufgewertet hatte, weniger. Das gleich galt für die Asia-Thai-Angebote wie Gebackene Banane und Ananas mit Honig oder Gebratenes Schweinefleisch mit Gemüse in Erdnußsauce. Ich war eigentlich schon dabei mich in die Schlange für der Cevapcici-Theke einzureihen, als ich mir dann doch einen Ruck gab und mich für die Bondi Beach Seafood Pasta umentschied. Immerhin hatte ich die ganze Woche schon australische Spezialitäten Spezialitäten (oder das was unser Betriebsrestaurant dafür ausgibt) verzehrt, da wollte ich heute nicht verzichten.

Bondi Beach Seafood Pasta - Linguine with shrimps, barramundi, sepia, spinach, cherry tomatoes & macadamia pesto / Linguine mit Garnelen, Barramundi & Sepien mit Spinat, Kirschtomaten & Macadamiapesto

An Fischfilet-Stücken hatte man bei dieser Pastazubereitung auf jeden Fall schon mal nicht gespart, es fanden sich viele große und noch mehr kleinere Stücke Barramundi im Gericht. Dahingegen musste man die Sepien wirklich suchen und neben den beiden Riesengarnelen fanden sich noch einige, aber nicht viele, kleine Exemplare im der Sauce, die auf einer Mischung aus normalen beigen und schwarzen Linguine serviert worden war. Außer den Spinat fanden sich außerdem , zusätzlich zu den drei Cherrytomaten, noch Tomatenstück und größere und kleinere Stücke von Macadamia-Nüssen in der Sauce. Letztere gaben dieser auch einen leicht süsslichen, nussigen Geschmack, bei dem ich erst einen zweiten oder dritten Bissen brauchte bis ich mich daran gewöhnt hatte und ihn sogar für gut befand. Über Nüsse in Pastasaucen kann man ja streiten, aber Macadamia passt meiner Meinung nach wunderbar in eine Sauce mit Fisch und Meeresfrüchten. Ein ungewöhnliches, aber nach kurzer Gewöhnungsphase doch sehr leckeres Geschmackserlebnis. Ob der hohe Preis trotz Barramundi und Macadamia gerechtfertigt war, sei natürlich so dahin gestellt, aber ich bereute letztlich meine Entscheidung nicht – auch wenn das Gericht insgesamt mit Sicherheit dem Cavapcici mit Pommes was die Kalorien angeht kaum in etwas nachstanden. Macadamia-Nüsse sind ja mit 750kcal pro 100g echte Fettfallen, schmecken aber eben leider auch sehr gut. Nicht das beste der australischen Gericht, der Red Snapper bleibt mein Favorit, gefolgt von der etwas durch das misslungene Rindersteak im Genuss geminderte Grillplatte von gestern. Aber mit dem Krodkodilgulasch zog es zumindest gleich und war geschmacklich sogar noch etwas ungewöhnlicher.
Beim Gros der anderen Gäste waren heute natürlich die Cevapcici mit Pommes mit großem Vorsprung das beliebteste Gericht und konnten sich unangefochten den ersten Platz sichern. Auf Platz zwei sah ich die Hähnchenkeule mit Reis, gefolgt von den Asia-Gerichten auf dem dritten Platz und der Bondi Beach Seafood Pasta schließlich auf einem guten vierten Platz. Ich hoffe dennoch, dass uns das Betriebsrestaurant trotz des nicht so einschlagenden Erfolgs der Australien-Woche, was bei den Preisen aber auch nicht verwunderlich war, dennoch bald wieder mit einem kleinen Special beehrt. Nur vielleicht dann nicht ganz so hochpreisig.

Mein Abschlußurteil:
Bondi Beach Seafood Pasta: ++

The great autralian bite – Gegrilltes Känguru-, Strauß- & Rindersteak mit Kräuterbutter, Blattspinat & Kartoffelgratin [27.06.2018]

Mittwoch, Juni 27th, 2018

Mit „The great australian bite“ – Känguru- Strauß und Rindersteak vom Grill auf Blattspinat und Kräuterbutter, dazu Kartoffelgratin stand heute wohl der Höhepunkt der aktuellen Australian-Woche auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants – aber mit 10,32 Euro pro Portion gleichzeitig auch das Teurste. Leider war man in der Restaurantverwaltung so unklug gewesen, nicht nur Allgäuer Käsespätzle mit Röstzwiebeln bei Tradition der Region und Spaghetti Bologenese mit Hartkäse bei Globetrotter sondern zusätzlich auch noch Gyros vom Schwein mit Tzatziki und Pommes Frites als unangekündigtes Sonderangebot entgegen zu setzen. Dass man da nicht viel verkaufen würde, dürfte wohl selbst dem schlechtesten Marketingspezialisten der Welt bewußt gewesen sein. 😉 Außerdem gab es noch Gebratener Tofu mit Gemüse in Spezialsauce oder Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce an der Asia-Wok-Theke. Doch da ich sehr neugierig war und meinen Lesern natürlich auch hin und wieder einmal etwas außergewöhnliches bieten möchte, wenn ich kann, griff ich trotz all der verlockenden Widrigkeiten selbst natürlich zum „Australian bite“ – der Down Under Grillplatte.

"The great australian bite" - Canguru, ostrich & beef steak with herb butter, leaf spinach & potato gratin / Känguru-, Strauß- & Rindersteak mit Kräuterbutter, Blattspinat & Kartoffelgratin

Neben den bereits erwähnten Komponenten fanden sich auch noch eine größere Menge einer dunklen, dickflüssigen und würzigen Bratensauce sowie für den farblichen Kontrast eine Grilltomate auf dem etwas überladen wirkenden Teller. Dabei war das Kartoffelgratin heute mal als fester kompakter Haufen konzipiert worden, den man im ganzen auf die „Grundierung“ aus Bratensauce getan hatte. Die Kartoffelscheiben, die darin verarbeitet worden waren, hätten zwar gerne etwas dünner geschnitten gewesen sein können, aber geschmacklich gab es nichts daran auszusetzen. Und auch am mit Zwiebeln und Gewürzen wie Muskatnuss versetzten Blattspinat gab es weder geschmacklich noch Mengenmäßig irgend etwas zu kritisieren. Bei den drei Fleischstücken war der Eindruck jedoch im wahrsten Sinne des Wortes sehr durchwachsen.

Canguru, ostrich & beef steal - Lateral cut / Känguru-, Strauß- und Rindersteak - Querschnitt

Das Rindersteak, das man ganz rechts erkennen kann, erwies sich zum Beispiel als herbe Enttäuschung, denn es war zäh und so stark durchwachsen, dass man nur kleine Teile davon überhaupt kauen und verzehren konnte. Vermutlich hatte ich das Schlechteste aller Stücke Rind erwischt – das war wirklich Pech. Da half auch die Kräuterbutter wenig. Um Welten besser war da schon das mittige Straußensteak, dessen Geschmack eindeutig an Geflügel erinnerte und das mild im Geschmack und von der Konsistenz angenehm zart und saftig war. Der große Renner und sozusagen die Offenbarung war aber das Känguru-Steak, das wir ganz links sehen können und das glücklicherweise auch das größte Stück Fleisch auf dem Teller war – der Eindruck auf dem ersten Foto täuscht, da die Hälfte des Stücks vom Strauß und vom Rind verdeckt werden. Ich habe selten ein so geschmacksintensives und gleichzeitig leckeres Stück unglaublich zartes Fleisch verzehrt. Die leichte Schärfe, die dabei im Mund entstand, ließ allerdings den Verdacht aufkommen, dass man es zusätzlich noch mit etwas Piri Piri gewürzt hatte, denn beim Känguru dass ich damals in Karlsruhe verzehrt hatte war der Geschmack bei weitem nicht so intensiv. Dennoch versöhnte mich dieses Stück Fleisch nach dem sehr enttäuschenden Rindersteak wieder mit dem Gericht und ließ mich deutlich weniger bereuen, hierfür zehn Euro ausgegeben zu haben.
Sah man sich auf den anderen Tabletts um, erkannte man schnell dass hier der größte Anteil der Gäste heute wohl zu den Spaghetti Bolognese gegriffen hatte, denen somit eindeutig Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala gebührte. Auf dem zweiten Platz sah ich das Gyros mit Pommes, das aber nur knapp vor den Asia-Gerichten auf Platz drei und den Käsespätzle auf dem vierten Platz lag. Die australische Grillplatte belegte somit nur den fünften Platz, was aber wie bei dieser breiten Menge an interessanten Alternativangeboten und dem hohen Preis auch nicht verwunderlich ist. Aber vielleicht war auch einfach nur die eingekaufte Menge begrenzt, so dass man die Nachfrage durch diese Angebote bremsen wollte – ich weiß es nicht und werde es wahrscheinlich auch nie erfahren. Dennoch kann ich versuchen, dem Manager der die Speiskarte zusammenstellt den Tipp zu geben, beim Tagesangebot etwas mehr auf Ausgewogenheit zu achten. 😉

Mein Abschlußurteil:
Känguru-Steak: +++
Strauß-Steak: ++
Rindersteak: –
Bratensauce: ++
Blattspinat: ++
Kartoffelgratin: ++

Red Snapper „Piri Piri“ auf süß saurem Gemüserelish mit Pfefferananas & Kartoffelrösti [26.06.2018]

Dienstag, Juni 26th, 2018

Am heutigen Dienstag ging die Australische Woche in unserem Betriebsrestaurant weiter und mit dem Gebratenen Red Snapper „Piri Piri“ auf süß saurem Gemüserelish und Pfefferananas, dazu Kartoffelrösti und Sour Creme hatte man ein wirklich überaus interessantes, lecker aussehendes aber auch recht kostspieliges Gericht auf die Karte gesetzt. Obwohl ich Fisch liebe und auch die Zusammenstellung überaus verlockend und interessant fand, waren 9,24 Euro doch ein recht stolzer Preis. Und mit einem Wiener Backhend´l mit Bratkartoffeln stand im Abschnitt Globetrotter ein altbekanntes, schmackhaftes und deutlich günstigeres Gericht auf der Speisekarte. Mit dem Paprikarahmgulasch vom Schwein mit Butternudeln bei Tradition der Region konnte ich wiederum weniger anfreunden, er war einfach dem Krokodilgulasch von gestern zu ähnlich. Das Pia Pad Prik – Gebackener Seelachs mit frischem Gemüse in süß-sauer Sauce, das neben Gebratenes Thaigemüse in Massamansauce an der Asia-Wok-Theke angeboten wurde, wäre allerdings eine wirklich Alternative gewesen, denn es handelte sich um süß-sauren Fisch wie beim Red Snapper – wenn auch nur mit deutlich billigeren Seelachs. Aber wer mich kennt, weiß natürlich dass mich preisliche Überlegungen selten davon abbringen können, bei besonderen Mittagsangeboten nicht zuzugreifen. Daher landete trotz des stolzen Preises schließlich der Red Snapper auf meinem Tablett.

Red snapper "Piri Piri" on sweet sour vegetable relish & pepper pineapple with hash brown & sour cream / Red Snapper "Piri Piri" auf süß saurem Gemüserelish und Pfefferananas, Kartoffelröst & Sour Cream

Wie ich erfreut feststellen durfte, hatte beim Fisch dieses Mal wirklich nich gegeizt und mir angenehm große Portion des mit Haut gebratenen Red Snappers auf den Teller getan. Und das absolut grätenfreie Filet erwies sich als angenehm zart, nicht zu trocken und von fester Konsistenz, wobei es es kräftiges, angenehmes Aroma besaß. Und auch beim heiß servierten, süß-sauer angemachten Gemüserelish, welcher hauptsächlich aus aus Tomaten, Möhren und Lauch bestand, hatte man was die Menge anging nicht gegeizt. Außerdem passte geschmacklich auch noch wunderbar zum Fisch. Der Begriff Piri Piri, wobei Piri in Suaheli „Pfeffer“ bedeutet, bezieht sich dabei auf kleine roten Chilischoten und eine daraus hergestellte Gewürzsauce, die sowohl in der portugisieschen als auch der afrikanischen Küche weit verbreitet ist. Davon hatte man wohl auch etwas am Fisch und im Relish verarbeitet, aber es hätte für meinen Geschmack gerne etwas mehr sein können, denn die Schärfe war aus meiner Sicht nur marginal. Und auch an der gebratenen Scheibe Ananas, die natürlich perfekt zum süß-sauren Gemüsereslih passte, hatte man offensichtlich etwas Piri Piri verarbeitet. Als Sättigungsbeilage gab es dazu einen etwa (männer-)handtellergroßen, dicken Rösti, der allerdings innen leicht labbrig war und gerne noch etwas länger hätte gebraten werden können. Außerdem fand sich noch eine größere Portion mit Kräutern versetzter Sour Cream auf dem Teller, die man wunderbar sowohl mit dem Rösti als auch mit Fisch und Relish kombinieren konnte. Insgesamt ein wunderbares und sehr leckeres Gericht, einziger kleiner Kritikpunkt war eine dünne Fettschicht zwischen Fischhaut und dem eigentlichen Filet, die sich als leider recht zäh und gummiartig erwies – aber die Menge war so gering dass man darüber hinweg sehen konnte. Ich war sehr zufrieden und bereute es nicht, dass ich den Red Snapper nicht durch einfachen Seelachs oder gebackenes Hähnchen ersetzt hatte.
Bei den anderen Gästen hatte der Preis natürlich wieder für etwas Zurückhaltung beim australischen Fischgericht gesorgt und dem Backhend’l zu einem klaren Platz eins auf der allgemeinen Beliebtheitsskala verholfen. Auf dem zweiten Platz sah ich den Paprikarahmgulasch, gefolgt von den Asia-Gerichten auf Platz drei und dann erst dem Red Snapper mit Gemüserelish auf einem guten, aber dennoch vierten Platz.

In Deutschland darf übrigens nur der Malabar-Snapper (Lutjanus malabaricus) unter der Bezeichnung „Red Snapper“ vermarktet werden. Ich habe mich natürlich mal informiert und gesehen, dass man ein Kilo Red Snapper für Preise zwischen 15 und 35 Euro bekommen kann – und das sind Endverbraucher-Preise, eine Großküche wie unser Betriebsrestaurant bekommt bestimmt noch bessere Konditionen. Nehmen wir an dass das Stück Fischfilet etwa 300g hatte, liegt der Preis hierfür mit (nehmen wir einen Mittelwert, da es sich hier um wirklich hochwertiges Fischfilet gehandelt hatte) 2,50 Euro pro hundert Gramm bei 7,50 Euro. Rechnen wir noch die anderen Zutaten dazu, sind die etwas mehr als 9 Euro also wirklich nicht übertrieben und bei dieser Fischart durchaus gerechtfertigt.

Mein Abschlußurteil:
Red Snapper: ++
Süß-saures Gemüserelish: ++
Kartoffelrösti: +
Sour Cream mit Kräutern: ++

Geschmortes Krokodilgulasch mit Champignons & Cranberrys [25.06.2018]

Montag, Juni 25th, 2018

Diese Woche wartete unser Betriebsrestaurant mit einem kleinen Australien-Special auf und eröffnete den Reigen an exotischen Gerichten von Down Under mit einem Geschmortes Krokodilgulasch mit Champignons und Cranberrys, dazu Parpadelle und gehobelten Parmesan. Wäre da nicht der (bereits reduzierte) Preis vom 8,68 Euro pro Portion gewesen, hätte ich natürlich bedenkenlos zugegriffen, denn ich probiere ja gerne mal etwas neues und außergewöhnliches. Hinzu kam, dass man mit einem Schwabenteller – Minutensteak vom Schwein mit Schwammerlsauce und Röstzwiebeln, dazu Käsespätzle im Abschnitt Tradition der Region eine wirklich verlockend klingende und aussehende Alternative bot. An den ansonsten ebenfalls auf der Tageskarte befindlichen Spinat-Frischkäsetortellini mit Tomatensugo bei Globetrotter oder den Asia-Wok-Angeboten wie Gebackene Frühlingsrollen oder Gebratenes Hühnerfleisch mit Gemüse in Kokosmilchsoße und rotem Thaicurry hatte ich allerdings weniger Interesse. Letztlich siegte aber doch meine Neugier und mein Bestreben, meinen Lesern hier hin und wieder auch mal exotisches zu bieten, die mich dann doch zum Krokodilgulasch greifen ließ.

Braised  crocodile goulash with mushrooms & cranberries / Geschmortes Krokodilgulasch mit Champignons & Cranberrys Australian Week

Es ist nun bereits etwas mehr acht Jahre her, dass ich im thailändischen Restaurant Rim Wang in Karlsruhe mal Känguru probiert hatte und mir gesagt hatte, dass ich Krokodil auf „später mal“ verschiebe. Dass es dann so lange dauern würde, hatte ich nicht gedacht, aber heute war es nun endlich soweit: Ich verzehrte das erste Mal bewußt das Fleisch eines Reptils – denn selbst von den Gurkenkrokodilen auf den elterlichen Buffets meiner Kindheit hatte ich früher die Finger gelassen, da ich keine Salatgurken mochte. 😉 Und bevor die Frage aufkommt: Nein, ich habe bisher auch noch nie Schildkröte oder ähnliches probiert, nicht mal in Suppenform. Die Konsistenz der recht grob geschnittenen, mageren Fleischwürfel war ein wenig faserig, aber dennoch erwies es sich als angenehm saftig und besaß einen wohlschmeckendes Aroma. Die Marmorierung zog sich dabei von hell bis hin zu einem rotbraun.

Braised  crocodile goulash - Close up / Geschmortes Krokodilgulasch - Nahaufnahme

Ich würde nicht sagen, dass es nach Hähnchen, Rind oder Schwein schmeckte, es besaß irgendwie seinen eigenen, angenehmen Geschmack. Und auch was die Menge anging konnte man nicht meckern, man hatte hier wirklich nicht gegeizt – was bei dem Preis aber auch eine Frechheit gewesen wäre. 😉 Angerichtet war das Fleisch in einer mild-würzigen, mit Möhrenscheiben und ganzen kleinen Dosen-Champignons versetzten Sauce, der einige ebenfalls darin verarbeitete Cranberries noch zusätzlich eine leicht süße Note gaben. Das ganze war keine gourmettechnische Höchstleistung, aber geschmacklich in Ordnung und ließ – trotz des reichlich hinzugefügten Parmesans – dem Krokodilfleisch genügend Raum sich geschmacklich entfalten zu können. Die Entscheidung es mit Bandnudeln wir den Parpadelle zu kombinieren erwies sich aber als nicht ganz so glücklich, denn zum aufrollen auf die Gabel sind diese zu breit und will man sie nur aufnehmen, sind sie meist so lang, dass sie durch ihr Eigengewicht wieder von der Gabel rutschen. Bleibt also nichts anderes, als sie in mundgerechte Stücke zu zerschneiden und dann mit der Gabel aufzuspießen, was natürlich etwas mehr aufwand beim Verzehr bedeutet. Das aber nur am Rande erwähnt. Insgesamt war ich mit dem Krokodilgulasch letztlich doch zufrieden und bereute die Entscheidung dazu, endlich mal echtes Reptil zu probieren nicht.
Wie nicht anders erwartet, konnte sich das Krokodil auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala heute natürlich aufgrund seiner Exotik und des Preises nicht durchsetzen. Der Schwabenteller konnte sich hier mit deutlichem Vorsprung vor allen anderen Gerichten unangefochten Platz eins sichern, gefolgt von den für ein vegetarisches Gericht ebenfalls sehr beliebten Spinat-Frischkäsetortellini auf dem zweiten Platz. Erst auf dem dritten Platz kam schließlich das Krokodil, dass sich aber nur knapp gegen die Asia-Gerichte durchsetzen konnte.

Mein Abschlußurteil:
Krokodilgulasch mit Champignons & Cranberrys: ++
Parpadelle: ++
Parmesan: ++

Räucherlachs-Krabben-Pizza mit Ranch Dressing – das variierte Rezept

Sonntag, Juni 24th, 2018

Bereits am Ende des gestrigen Beitrag über die Hähnchen-Knoblauch-Pizza mit Ranch Dressing hatte ich ja bereits überlegt ob man das Topping nicht auch mit Räucherlachs und Krabben variieren könnte. Eigentlich wollte ich ja noch ein paar Tage warten, aber dann habe ich mich doch dazu entschlossen diese leicht abgewandelte Pizza-Version schon heute zuzubereiten. Zum Glück hatte ich die benötigten Zutaten bereits eingekauft.

Ich bestrich also, wie gestern, den Boden erst einmal mit dem selbst zubereiteten Ranch Dressing – das Rezept dazu gabs ja bereits im gestrigen Beitrag –
01 - Pizzateig mit Ranch Dressing bestreichen / Spread ranch dressing on pizza dough

und bestreute alles mit etwas frisch geriebenen Gran Pandano, den ich ja noch von meinem Gnocchi-Rezept vom letzten Wochenende vorrätig hatte.
02 - Mit Gran Pandano bestreuen / Dredge with gran pandano

Darauf verteilte ich dann 200g Räucherlachs, der entgegen meiner Befürchtung wunderbar ausreichte,
03 - Räucherlachs auflegen / Put on smoked salmon

und verteilte darauf die 150g Krabben.
04 - Krabben hinzufügen / Add shrimps

Es folgten wieder, wie gestern auch, entkernte und gewürfelte Tomaten
05 - Tomatenwürfel addieren / Add diced tomatoes

sowie einige Frühlingszwiebel-Ringe – ebenfalls die Reste des Bundes vom gestrigen Rezept.
06 - Frühlingszwiebeln dazu geben / Add scallions

Nachdem ich das Topping etwas angedrückt hatte, bestreute ich alles mit meiner bewährten Mischung aus geriebenen Mozzarella und Cheddar
07 - Mit Käse bestreuen / Dredge with cheese

und schob es dann für 15-20 Minuten in den auf 200 Grad vorgeheizten Backofen.
08 - Im Ofen backen / Bake in oven

Die fertige Pizza entnehmen wir dem Ofen und lassen sie für etwa fünf Minuten ruhen, damit der Käse sich etwas festigen kann,
09 - Smoked salmon shrimp pizza with ranch dressing - Finished baking / Räucherlachs-Krabben-Pizza mit Ranch Dressing - Fertig gebacken

bevor wir sich schließlich in Portionen zerteilen, mit Frühlingszwiebeln garnieren, servieren und letztlich genießen können.
10 - Smoked salmon shrimp pizza with ranch dressing - Served / Räucherlachs-Krabben-Pizza mit Ranch Dressing - Serviert

Wie ich bereits nach den ersten Bissen feststellen durfte, handelte es sich dabei um eine wiederum sehr gelungene Abwandlung des gestern vorgestellten Rezepts, denn das Ranch Dressing harmonierte auch hier wunderbar mit dem würzigen Räucherlachs und den knackigen Krabben, wobei die Tomatenwürfel noch eine zusätzliche fruchtige Note dazu gaben, die sehr gut in die geschmackliche Gesamtkonzeption passte. Hätte mich auch gewundert, wenn ein Dressing mit Dill darin nicht auch zu Fisch und Meeresfrüchten passen würde. Kann auch dieses Rezept sehr empfehlen – dieses Ranch Dressing ist wirklich ein geschmackliches Multitalent. Vielleicht probiere ich es ja zuletzt dann auch noch einmal mit etwas Salat, ein wenig ist immer noch übrig. 😉

11 - Smoked salmon shrimp pizza with ranch dressing - Side view / Räucherlachs-Krabben-Pizza mit Ranch Dressing - Seitenansicht

12 - Smoked salmon shrimp pizza with ranch dressing - Close up / Räucherlachs-Krabben-Pizza mit Ranch Dressing - Nahaufnahme

Guten Appetit

Hähnchen-Knoblauch-Pizza mit Ranch Dressing – das Rezept

Samstag, Juni 23rd, 2018

Wer mein kleines Blog hier schon etwas länger verfolgt, dürfte wissen dass ich ein großer Freund von Pizzavariationen und pikanten Kuchen aller Art bin und immer nach neuen Geschmackserlebnissen in dieser Richtung suche. Und mit dem Rezept für eine Hähnchen Knoblauch Pizza in einem amerikanischen Blog (wie üblich viel zu viel mit Werbung überladen) schien ich mal wieder etwas interessantes entdeckt zu haben, was sich es wert erschien ausprobiert zu werden. Nicht nur das Topping war dabei etwas ungewöhnlich, besonders der Austausch der sonst üblichen Pizza-Tomatensauce gegen ein Ranch Dressing machte dieses Rezept äußerst interessant für mich. Auch wenn es nicht das erste Mal für mich war – ich hatte bei meinem Hähnchen-Pommes-Auflauf ja auch schon ein American Dressing verwendet – war vor allem der Gedanke ein eigentlich für einen Salat vorgesehenes Dressing auf einer Pizza aufzubringen. Doch ich konnte mich erstaunlich schnell mit dem Gedanken anfreunden und mein Riecher hatte mich nicht getäuscht, denn das Ergebnis war eine Pizzazubereitung mit einem unvergleichlich leckeren Geschmack. Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen, das verwendete Ranch Dressing selbst zuzubereiten, bei Pizzateig und dem Hähnchenfilet griff ich allerdings auf fertige Ware zurück. Und ich stellte gleich etwas mehr Ranch Dressing her, dass sich im Kühlschrank ja einige Zeit hält, die Mengen hier im Rezept habe ich aber etwas nach unten korrigiert, damit die Menge des Dressings ungefähr für ein Blech ausreichen dürfte.

Was benötigen wir also für 1 Blech (ca. 4 Portionen)?

Für das Ranch Dressing

125g Sauerrahm
01 - Zutat Sauerrahm / Ingredient sour cream

100-120ml Buttermilch
02 - Zutat Buttermilch / Ingredient buttermilk

125g Mayonaise
03 - Zutat Mayonaise / Ingredient mayonaise

1/2 Bund Dill
04 - Zutat Dill / Ingredient dill

1/2 Bund Petersilie
05 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

1/2 Bund Schnittlauch
06 - Zutat Schnittlauch / Ingredient chives

2-3 Zehen Knoblauch (Evtl. mehr)
07 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1 große Schalotte
08 - Zutat Schalotte / Ingredient shallot

Einige Spritzer Zitronensaft
09 - Zutat Zitrone / Ingredient lemon

1-1,5 Esslöffel Weißwein-Essig
10 - Zutat Weißweinessig / Ingredient white wine vinegar

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen

Außerdem benötigen wir

3-4 frische Tomaten
11 - Zutat Tomaten / Ingredient tomatoes

4-5 Frühlingszwiebeln (Wir brauchen für die Pizza vor allem das weiße und hellgrüne, können den Rest aber zum garnieren nehmen)
12 - Zutat Frühlingszwiebeln / Ingredient scallions

250g Hähnchenbrustfilet
13 - Zutat Hähnchenfilet / Ingredient chicken filet

100g gewürfelter Speck
14 - Zutat Speckwürfel / Ingredient dices bacon

1 Rolle Pizzateig
15 - Zutat Pizzateig / Ingredient pizza dough

200g geriebenen Mozzarella & ca. 60g geriebenen Cheddar
16 - Zutat geriebener Käse / Ingredient grated cheese

Beginnen wir also mit der Zubereitung des Ranch Dressings, der wohl aufwändigsten Sache beim ganzen Rezept. Wir waschen also die Petersilie, schütteln sie trocken und zupfen die Blättchen von den Stielen
17 - Petersilienblättchen abzupfen / Pick parsley leaflets

um sie dann gründlich zu zerkleinern.
18 - Petersilie zerkleinern / Mince parsley

Ebenso waschen wir den Dill, trocknen ihn, zupfen die Fähnchen von den Stielen
19 - Dillfähnchen abzupfen / Pick dill leaflets

und zerkleinern auch diese sehr gründlich.
20 - Dill zerkleinern / Hackle dill

Und auch den Schnittlauch waschen wir und schneiden ihn dann in feine Röllchen.
21 - Schnittlauch in Röllchen schneiden / Cut chives in rolls

Des weiteren schälen und Würfeln wir die Schalotte
22 - Schalotte würfeln / Dice shallot

und zerkleinern die Knoblauchzehen.
23 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

Nun geben wir Sauerrahm und Mayonnaise in eine Schüssel,
24 - Sauerrahm & Mayonnaise in Schüssel geben / Put sour cream & mayo in bowl

geben erst einmal etwas mehr als die Hälfte der Buttermilch dazu
25 - Buttermilch dazu geben / Add buttermilk

und verrühren erst einmal alles gründlich
26 - Gründlich verrühren / Mix well

und fügen dann Schalotten- und Knoblauchwürfel,
27 - Schalotten & Knoblauch in Schüssel geben / Put shallot & garlic in bowl

jeweils drei Esslöffel Petersilie, Dill und Schnittlauch,
28 - Petersilie, Dill & Schnittlauch addieren / Add parsley, dill & chives

einen bis eineinhalb Esslöffel Weißweinessig
29 - Weißweinessig eingießen / Pour white wine vinegar

sowie einige Spritzer Zitronensaft hinzu.
30 - Zitronensaft einpressen / Squeeze lemon juice

Nachdem wir dann alles erneut gründlich verrührt haben
31 - Gut verrühren / Mix well

schmecken wir alles mit etwa einem Teelöffel Salz sowie etwas frisch geriebenen schwarzen Pfeffer ab. Wer mag kann zusätzlich auch noch mit etwas Zwiebelpulver und Knoblauchgranulat nachwürzen.
32 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste with salz & pepper

Schließlich decken wir alles mit etwas Klarsichtfolie luftdicht ab und lassen es im Kühlschrank für mindestens dreißig Minuten durchziehen, damit sich die Kräuter, Schalotte und Knoblauch entfalten können.
33 - Mit Klarsichtfolie abdecken & im Kühlschrank durchziehen lassen / Cover with foil & let infuse in fridge

Diese Zeit können wir nutzen, um die anderen Zutaten für den späteren Belag vorzubereiten. Dazu braten wir die Speckwürfel an und lassen sie dann wieder abkühlen.
34 - Speckwürfel anbraten / Fry diced bacon

Außerdem waschen wir die Tomaten, vierteln sie,
35 - Tomaten vierteln / Quarter tomatoes

entfernen die Kerne mit Hilfe eines Löffels – dieses Glibberzeugs will ja niemand auf seiner Pizza –
36 - Tomaten entkernen / Decore tomatoes

und schneiden das übriggebliebene feste Fruchtfleisch in kleine Würfel.
37 - Tomaten würfeln / Dice tomatoes

Nachdem wir dann die Hähnchenfilets ebenfalls in kleine Würfel geschnitten haben,
38 - Hähnchenfilet würfeln / Dice chicken filet

waschen wir auch noch die Frühlingszwiebeln
39 - Frühlingszwiebeln waschen /

und schneiden sie in schmale Ringe. Wir bereits erwähnt sollten wir nur das weiße und hellgrüne für den Belag verwenden, können die dunkelgrünen Bestandteile aber zur Seite legen und später für die Garnitur der fertigen Pizza benutzen.
40 - Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden / Cut scallions in rings

Jetzt beginnen wir den Ofen auf 200 Grad vorzuheizen und rollen den Pizzateig, der ja bereits mit Backpapier geliefert wurde, auf einem Backblech aus, wo wir ihn mit einer großzügigen Schicht unseres Ranch-Dressing bestreichen, das wir zuvor aus dem Kühlschrank genommen und noch einmal kräftig durchgerührt haben, damit sich auch die schweren Bestandteile wie Schalottenwürfel gleichmässig verteilen.
41 - Pizzateig mit Ranch Dressing bestreichen / Spread pizza dough with ranch dressing

Auf dem Dressing verstreuen wir etwas des geriebenen Mozzarellas,
42 - Mit etwas Mozzarella bestreuen / Dredge with some mozzarella

verteilen darauf die Hähnchenfilet-Würfel,
43 - Hähnchenfilet-Würfel verteilen / Deploy diced chicken filet

verstreuen dazwischen unsere angebratenen Speckwürfel
44 - Speckwürfel dazwischen verteilen / Add diced bacon

sowie die gewürfelten Tomaten
45 - Tomatenwürfel addieren / Add diced tomatoes

und verteilen zusätzlich noch die Frühlingszwiebel-Ringe gleichmässig darauf.
46 - Frühlingszwiebeln aufstreuen / Add scallions

Nachdem wir alles ein wenig angedrückt haben
47 - Belag etwas andrücken / Flatten toppings

bestreuen wir unsere Pizza noch großzügig mit Mozzarella und Cheddar
48 - Mit Mozzarella & Cheddar bestreuen / Dredge with mozzarella & cheddar

und backen sie dann für 15-20 Minuten auf der mittleren Schiene im Ofen.
49 - Im Ofen backen / Bake in oven

Sobald der Käse nach dieser Zeit zerlaufen ist und die richtige Bräunung angenommen hat, können wir das Blech wieder entnehmen und lassen es vielleicht fünf Minuten ruhen
50 - Chicken Garlic Pizza with Ranch Dressing - Finished baking / Hähnchen Knoblauch Pizza mit Ranch Dressing - Fertig gebacken

bevor wir unsere Pizza schließlich zerschneiden und garniert mit den restlichen dunkelgrünen Frühlingszwiebel-Ringen servieren und genießen können.
51 - Chicken Garlic Pizza with Ranch Dressing  - Served / Hähnchen Knoblauch Pizza mit Ranch Dressing - Serviert

52 - Chicken Garlic Pizza with Ranch Dressing - Side view / Hähnchen Knoblauch Pizza mit Ranch Dressing - Seitenansicht

Natürlich hatte ich das Ranch-Dressing während seiner Zubereitung probiert und wusste dass es alleine schon sehr gut gelungen war, aber wie es auf der Pizza und in Kombination mit dem Belag aus Hähnchenfilet, Tomaten und Frühlingszwiebeln sowie dem Käse wirken würde, wurde mir erst bewusst als ich das erste Stück dieser Pizza verzehrte. Und es war eine wahre Offenbarung, denn die Zusammenstellung erwies sich als mehr als nur lecker. Der Knoblauch-Kräutergeschmack des Ranch-Dressings harmonierte wunderbar mit den zarten und saftigen Geflügelfleisch, den fruchtigen Tomatenstücken und den noch leicht knackigen Frühlingszwiebel-Ringen. Dazu noch der mild-würzige Käse und fertig war eine Pizzakombination, die geschmacklich ihres gleichen wohl lange suchen dürfte. Ich musste mir gleich noch ein zweites Stück holen und durfte dabei erfreut feststellen, dass sie auch im leicht abgekühlten Zustand überaus schmackhaft war, was den Einsatz als Fingerfood an einem Buffet denkbar machen dürfte. Ich kann da nur meine vorbehaltlose Empfehlung für dieses Rezept aussprechen, es lohnt sich auf jeden Fall diese Pizzakombination mal auszuprobieren. Ich habe es nicht bereut.

53 - Chicken Garlic Pizza with Ranch Dressing - Close Up / Hähnchen Knoblauch Pizza mit Ranch Dressing - Nahaufnahme

Natürlich stellt sich mir noch die Frage, ob man dieses Ranch Dressing nicht auch mit anderen Belägen kombinieren könnte, vielleicht irgend etwas mit Meeresfrüchten. Glücklicherweise habe ich etwas mehr davon hergestellt, ich denke ich werde also noch probieren können ob man es auch noch anderweitig einsetzen kann. 😉

Guten Appetit