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Einfache Dan Dan Nudeln mit Rinderhack – das Rezept

Saturday, March 7th, 2020

Heute wollte ich mal ein einfaches, aber sehr lecker klingendes Rezept aus der asiatischen Küche ausprobieren: Dan Dan Nudeln. Das Rezept stammt ursprünglich aus der Küche der chinesischen Provinz Szechuan und zeichnet sich vor allem durch die würzige Sauce auszeichnet, die im Original mit Sesam- und Chiliöl sowie Szechuan-Pfeffer hergestellt wird. Die Variante die ich heute ausprobierte war jedoch eher eine amerikanisch-europäisch angepasste Version mit Sriracha-Sauce und Erdnussbutter, die sich aber nicht als minder lecker erwies. Wie so häufig bei Asiatischen Gerichten war es vor allem die Sauce, die viel am Geschmack des Gerichts ausmachte. Und diese Sauce erwies sich als wahre geschmackliche Offenbarung, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das zugehörige Rezept hier einmal kurz in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

  • 250g Mie-Nudeln
  • 70g Erdnussbutter
  • 50ml helle Sojasauce
  • 1 – 1 1/2 Esslöffel Sriracha-Sauce
  • 1 1/2 Esslöffel geröstetes Sesamöl
  • 1 1/2 Esslöffel Maisstärke
  • 1 Esslöffel Reis-Essig
  • 1 Esslöffel brauner Zucker
  • 350ml Hühnerbrühe
  • 1 1/2 Esslöffel geriebenen Ingwer
  • 2-3 Zehen Knoblauch
  • 450g Rinderhackfleisch
  • ca. 2/3 Teelöffel Salz
  • Frühlingszwiebeln oder Koriander zum garniern
  • Beginnen wir damit, die Knoblauchzehen zu schälen und zu zerkleinern
    01 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

    sowie den frischen Ingwer zu schälen und fein zu reiben.
    02 - Ingwer schälen & reiben / Peel & grate ginger

    Anschließend wenden wir uns der Sauce zu. Dazu geben wir die Erdnussbutter in eine Schüssel, gießen die Sojasauce hinzu,
    03 - Sojasauce zu Erdnussbutter in Schüssel geben / Add soy sauce to peanut butter in bowl

    addieren einen Esslöffel Sriracha-Sauce (wer es schärfer mag auch gerne mehr),
    04 - Sriracha-Sauce addieren / Add sriracha sauce

    streuen einen Esslöffel Maisstärke ein,
    05 - Maisstärke hinzufügen / Add corn starch

    geben einen Esslöffel Reis-Essig hinzu,
    06 - Reis-Essig dazu geben / Add rice vinegar

    fügen einen Esslöffel dunkles geröstetes Sesamöl hinzu,
    07 - Sesamöl addieren / Add sesame oil

    addieren einen Esslöffel braunen Zucker,
    08 - Braunen Zucker einstreuen / Intersperse brown sugar

    gießen alles mit der noch heißen Hühnerbrühe auf
    09 - Hühnerbrühe eingießen / Add chicken broth

    und verrühren dann alles gründlich mit Hilfe eines Schneebesens bis die Erdnussbutter sich komplett in der Flüssigkeit aufgelöst hat.
    10 - Gründlich verrühren / Stir well

    In einer größeren Pfanne erhitzen wir dann etwas Öl auf leicht erhöhter Stufe, bröseln das Rinderhackfleisch hinein,
    11 - Rinderhackfleisch in Pfanne bröseln / Crumble ground beef in pan

    würzen es sogleich mit ca. 2/3 Teelöffel Salz,
    12 - Mit Salz würzen / Season with salt

    und braten es dabei krümelig an.
    13 - Hackfleisch krümelig anbraten / Fry ground beef crumbly

    Parallel legen wir die Mie-Nudeln in einen Topf oder ein anderes hitzebeständiges Behältnis, übergießen sie mit kochendem Wasser z.B. aus einem Wasserkocher und lassen sie 4-5 Minuten ziehen.
    14 - Mie-Nudeln mit heißem Wasser aufgießen / Pour boiling water on mie noodles

    Ist das Hackfleisch dann weitgehend durchgebraten, reduzieren wir die Hitzezufuhr auf mittlere Stufe, addieren wir den zerkleinerten Knoblauch und den geriebenen Ingwer
    15 - Knoblauch & Ingwer zu Hackfleisch geben / Add garlic & ginger to ground meat

    und dünsten beides gemeinsam mit dem Hackfleisch für mindestens 2-3 Minuten mit an.
    16 - Knoblauch & Ingwer andünsten / Braise garlic & ginger

    Außerdem ziehen wir die Mie-Nudeln mit Hilfe einer Gabel etwas auseinander
    17 - Mie-Nudeln mit Gabel auseinanderziehen / Pull noodles apart with fork

    und lassen sie dann in einem Sieb abtropfen.
    18 - Mie-Nudeln abtropfen lassen / Drain mie noodles

    Nachdem wir sie noch einmal kurz mit dem Schneebesen durchgerührt haben, geben wir die zuvor hergestellte Saucenmischung dann zum Hackfleisch in die Pfanne
    19 - Saucenmischung zum Hackfleisch geben / Add sauce mix to ground meat

    und lassen sie unter gelegentlichem Rühren heiß werden.
    20 - Sauce heiß werden lassen / Let sauce get hot

    Anschließend geben wir die abgetropften Nudeln hinzu,
    21 - Mie-Nudeln in Sauce geben / Add mie noodles to sauce

    vermischen Nudeln und Sauce gründlich miteinander und lassen die Nudeln dabei wieder heiß werden.
    22 - Nudeln mit Sauce vermengen / Mix noodles and sauce

    Dann können wir das fertige Gericht auch schon, garniert mit einigen Frühlingszwiebeln oder etwas Koriander, servieren und sofort genießen.
    23 - Dan Dan noodles with beef - Served / Dan Dan Nudeln mit Rinderhackfleisch - Serviert

    Die Sauce mit ihrem deutlich pikanten Erdnussaroma, das wunderbar mit der Sesamnote harmonierte, war wahrlich eine geschmackliche Offenbarung. Wer Erdnuss-Sauce mag wird diese Variante auf jeden Fall sofort lieben. Dazu das krümelig angebratene Hackfleisch als Fleischeinlage und die Mie-Nudeln als Sättigungskomponente machten diese Variante der Dan Dan Nudeln zu einem wirklichen Genuss. Am Grundrezept würde ich nichts mehr ändern wollen, allerdings überlege ich beim nächsten Mal vielleicht doch etwas mehr Gemüse mit in das Gericht zu geben. Im Original aus Szechuan werden in Essig eingelegte Senfpflanzen, genannt Zha Cai (榨菜) oder Ya Cai (芽菜), dazu im Gericht verarbeitet, da man so etwas wohl nur schwierig hier in Deutschland bekommt würde ich eventuell auf irgend eine Kohlart, z.B. Pak Choi, zurückgreifen wollen. Und auch ein paar angedünstete Zwiebelspalten, Frühlingszwiebeln oder Mu-Err-Pilze würden sich bestimmt gut darin tun. Fest steht auf jeden Fall, dass das bestimmt nicht das letzte Mal war, dass ich Dan Dan Nudeln zubereitet habe – auch wenn ich die Zutaten durchaus noch variieren werden. Aber die Sauce ist so lecker, dass dazu wohl fast alles schmeckt. 😉

    24 - Dan Dan noodles with beef - Side view / Dan Dan Nudeln mit Rinderhackfleisch - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Köttbullar – Schwedische Hackbällchen in Pilz-Sahnesauce – das Rezept

    Saturday, November 9th, 2013

    Nachdem ich in letzter Zeit bereits zwei Mal Fertiggerichte mit dem schwedischen Nationalgericht Köttbullar verzehrt hatte, war es heute nun endlich mal an der Zeit, mich selbst an diesem Gericht zu versuchen. Wie ich bei meiner anschließenden Recherche feststellte, gibt es auch hier unzählige Varianten und viele davon werden natürlich als “Original Schwedisch” bezeichnet. Ich habe daher einfach mal verschiedene Aspekte kombiniert und so mein eigenes Rezept kreiert, das ich hier nun mit diesem Beitrag vorstellen möchte. Zum Köttbullar gibt es wie in Schweden üblich Preiselbeergelee, einzig bei der Sättigungsbeilage habe ich mich anstatt für das traditionelle Kartoffelpüree für Backofen-Kroketten entschieden, die ebenfalls wunderbar dazu passen.

    Was brauchen wir also für 3-4 Portionen?

    Für die Fleischbällchen

    1 mittlere Zwiebel
    01 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

    125ml Milch
    02 - Zutat Milch / Ingredient milk

    4 EL Semmelbrösel
    03 - Zutat Semmelbrösel / Ingredient breadcrumbs

    1 EL Kartoffelmehl
    04 - Zutat Kartoffelmehl / Ingredient potato flour

    500g Hackfleisch halb & halb (Alterntiv: Rinderhack oder noch besser Elch-Hackfleisch)
    05 - Zutat Hackfleisch / Ingredient ground meat

    1 kleines Hühnerei
    06 - Zutat Hühnerei / Ingredient chicken egg

    3-4 Stiele Petersilie
    08 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

    sowie Butter oder Butterschmalz zum braten
    und Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen

    Für die Sauce

    350g frische Champignons
    07 - Zutat Champignons / Ingredient mushrooms

    200ml Sahne
    09 - Zutat Sahne / Ingredient cream

    200ml Milch
    10 - Zutat Milch / Ingredient milk

    1 EL Weizenmehl
    11 - Zutat Mehl / Ingredient flour

    sowie ebenfalls Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen
    und evtl. etwas Saucenbinder

    Außerdem benötigen wir:
    einige Preisebeeren im Glas
    12 - Zutat Preiselbeeren / Ingredient cowberries

    eine Sättigungsbeilage nach Wahl, z.B. Kartoffelpüree, Kroketten oder Salzkartoffeln

    Beginnen wir nun mit der Zubereitung. Dazu geben wir die 125ml Milch in eine kleine Schüssel
    13 - Milch in Schüssel geben / Pour milk in bowl

    fügen die vier Esslöffel Semmelbrösel
    14 - Semmelbrösel addieren / Add breadcrumbs

    sowie den Esslöffel Kartoffelmehl hinzu
    15 - Kartoffelmehl hinzufügen / Add potato flour

    und verrühren alles gut miteinander, um es dann für mindestens 10 Minuten quellen zu lassen.
    16 - Gut verrühren / Mix well

    In der Zwischenzeit schälen wir die Zwiebel, würfeln sie möglichst fein
    17 - Zwiebel würfeln / Dice onion

    und erhitzen dann etwas Butterschmalz in einer Pfanne
    18 - Butterschmalz zerlassen / Melt butter oil

    und dünsten die gewürfelte Zwiebel darin glasig an
    19 - Zwiebeln andünsten / Braise onions lightly

    um sie anschließend bei Seite zu stellen und etwas abkühlen zu lassen.
    20 - Abkühlen lassen / Cool down

    Dann waschen wir die Petersilie, schütteln sie trocken
    21 - Petersilie waschen / Wash parsley

    und zupfen die Blätter von den Stielen, um sie möglichst fein zu zerkleinern.
    22 - Petersilie zerkleinern / Mince parsley

    Außerdem reinigen wir unsere Champignons,
    23 - Champignons waschen / Clean mushrooms

    kürzen die Stielenden, vierteln oder achteln sie – je nach Größe –
    24 - Pilze zerkleinern / Quarter mushrooms

    und braten sie schließlich für für einige Minuten in einer Pfanne an. Dann stellen wir auch sie bei Seite.
    25 - Pilze anbraten / Braise mushrooms

    Nun ist es an der Zeit, die Fleischbällchen anzufertigen. Dazu geben wir das Hackfleisch in eine Schüssel und geben die inzwischen dickflüssig gewordene Mischung aus Milch, Kartoffelmehl und Semmelbröseln hinzu.
    26 - Hackfleisch und Milch-Mix in Schüssel geben / Put ground meat and milk-mix in bowl

    Außerdem schlagen wir das Hühnerei auf und geben seinen Inhalt hinzu,
    27 - Ei hinzufügen / Add egg

    addieren die angedünsteten Zwiebeln,
    28 - Zwiebel addieren / Add onions

    streuen die gehackte Petersilie ein
    29 - Petersilie beifügen / Add parsley

    und vermengen alles dann gründlich miteinander
    30 - Gut vermengen / Mix well

    wobei wir es mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
    31 - Hackfleisch würzen / Season ground meat

    Aus der so angefertigten Masse formen wir dann mit angefeuchteten Händen Fleischbällchen mit 2 bis 3cm Durchmesser.
    32 - Fleischbällchen formen / Make meatballs

    In einer Pfanne – ich nahm eine mit höherem Rand, damit das Fett nicht zu sehr spritzte – zerlassen wir wiederum etwas Butterschmalz
    33 - Butterschmalz zerlassen / Melt butter oil

    und geben die Fleischbällchen hinein
    34 - Hackbällchen hinzufügen / Add meatballs

    um sie auf leicht erhöhter Stufe rundherum anzubraten.
    35 - Rundherum anbraten / Fry

    Die Zeit während die Fleischbällchens braten können wir den Ofen vorheizen und die Kroketten in den Ofen schieben.
    42 - Kroketten in den Ofen schieben / Put croquetts in oven

    Sind sie gut durchgebraten, entnehmen wir die Fleischbällchen und stellen sie bei Seite, wobei wir sie mit Alufolie abdecken und warm halten.
    36 - Fleischbällchen bei Seite stellen & warm halten / Remove meatballs & keep warm

    Den verbliebenen Bratsatz bestäuben wir mit einem Esslöffel Weizenmehl
    37 - Bratsatz mit Mehl bestäuben / Dredge pan drippings with flour

    und löschen dann alles mit der Milch
    38 - Mit Milch ablöschen / Deglaze with milk

    und der Sahne ab. Mit dem Kochlöffel versuchen wir nun den Bratsatz etwas vom Boden zu lösen.
    39 - Sahne hinzufügen / Add cream

    Anschließend geben wir die angebratenen Champignons hinzu
    40 - Pilze addieren / Add mushrooms

    und schmecken die Sauce mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss ab.
    41 - Sauce würzen / Season sauce

    Dann können wir auch die Fleischbällchen zur Sauce in die Pfanne geben und wieder richtig heiß werden lassen.
    43 - Hackbällchen hinzufügen / Add meatballs

    Nach einigen Minuten probieren wir unsere Kreation
    44 - Sauce probieren / Try

    und schmecken es gegebenenfalls noch einmal mit den Gewürzen ab.
    45 - Mit Gewürzen abschmecken / Season

    Abschließend lassen wir die Sauce auf leicht verminderter Stufe auf die gewünschte Konsistenz reduzieren.
    46 - Sauce reduzieren lassen / Reduce sauce

    Sobald die Kroketten fertig gebacken sind, können wir das Gericht gemeinsam mit den Preiselbeeren servieren und genießen.
    47 - Köttbullar - Schwedische Hackbällchen in Pilz-Sahnesauce - serviert / Swedish meatballs in mushroom cream sauce - Served

    Wohl durch die Mischung aus Milch, Kartoffelmehl und Semmelbrösel waren die Fleischbällchen angenehm locker und “fluffig” geworden, so wie es sein sollte. Dazu passte wunderbar die angenehm cremig-würzige Sauce mit ihren zahlreichen Champignons, die durch das vorherige anbraten angenehm bissfest geblieben waren. Gemeinsam mit den außen knusprigen und innen weichen Kroketten und den Preiselbeer-Kompott ergab sich so ein überaus gelungenes Gericht, das ich vorbehaltlos weiter empfehlen kann.

    48 - Köttbullar - Schwedische Hackbällchen in Pilz-Sahnesauce - Seitenansicht / Swedish meatballs in mushroom cream sauce - Side view

    49 - Köttbullar - Schwedische Hackbällchen in Pilz-Sahnesauce - Querschnitt / Swedish meatballs in mushroom cream sauce - Lateral cut

    Ich hätte das Gericht ja gerne mal mit Original Elch-Hackfleisch ausprobiert, aber leider ist so etwas selbst in einer Großstadt wie München so gut wie gar nicht zu bekommen. Aber auch mit dem Faschierten aus halb Schwein und halb Rind konnte ich letztlich sehr zufrieden sein. Dabei hatte ich die Sauce noch mit etwa einem Esslöffel Saucenbinder etwas dickflüssiger gemacht, da ich die Sauce so dünnflüssig mag – aber das muss jeder selbst für sich entscheiden. Ich hoffe aber, mit diesem Rezept dennoch möglichst nah an das schwedische Original heran gekommen zu sein – mit jedenfalls hat es sehr gut geschmeckt.

    Guten Appetit

    Pilzcremesuppe mit Champignons, Steinpilzen & Thymian – das Rezept

    Sunday, October 28th, 2012

    Nachdem ich gestern ja etwas umfangreicher gekocht hatte, wollte ich es heute mal etwas einfacher halten. Daher entschloss ich mich dazu, mal eine leckere Pilzcremesuppe mit Champignons, Steinpilzen & Thymian zuzubereiten. Pilze sind, wie ich finde, immer eine sehr schmackhafte Zutat und überaus vielseitig verwendbar wie man bei meinen bisherigen Kochexperimenten ja sehen kann – ich denke da nur an die Gebratenen Austernpilze mit Kohlrabigemüse, das Rinderfilet-Ragout mit Champignons in Sauerrahm auf Tagliatelle al spinaci oder das Pfifferling-Pilzgemüse an Kichererbsenpüree um nur einige zu nennen – aber eine Suppe hatte ich daraus bisher noch nicht gemacht. Das holte ich heute nun endlich nach und das Ergebnis erwies sich als wirklich sehr gelungene Verwendung von braunen Champignons und Steinpilzen, so dass ich es natürlich nicht versäumen möchte das Rezept in gewohnter Form hier einmal kurz vorzustellen.

    Was brauchen wir also für 2-3 Portionen?

    300g braune Champignons (ich empfehle hier die Verwendung von kleineren Pilzen)
    01 - Zutat Champignons / Ingredient mushrooms

    5g getrocknete Steinpilze (ca. 5-6 Stück)
    02 - Zutat getrocknete Steinpilze / Ingredient dried porcini yellow boletus

    1 mittelgroße Zwiebel
    03 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

    1-2 Zehen Knoblauch
    04 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

    2-3 Zweige frischer Thymian
    05 - Zutat Thymian / Ingredient thyme

    500ml Gemüsebrühe
    06 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

    2 EL Olivenöl
    07 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

    75ml Sojacreme (Alternativ, aber kalorienreicher: Sahne)
    08 - Zutat Sojacreme / Ingredient soy cream

    1 kleine Zitrone
    09 - Zutat Zitrone / Ingredient lemon

    sowie Salz & Pfeffer zum würzen

    Als erstes erhitzen wir etwas Wasser, z.B. in einem Wasserkocher, und messen davon 250ml ab, in denen wir die Steinpilze für ca. 15 Minuten einweichen.
    10 - Steinpilze einweichen / Soak porcini

    Anschließend beginnen wir damit die anderen Zutaten vorzubereiten. Wir waschen also unsere Champignons
    11 - Champignons waschen / Clean mushrooms

    entfernen die trockene Stielspitze und vierteln sie dann.
    12 - Champignons vierteln / Quarter mushrooms

    Außerdem schälen und zerkleinern wir unsere Zwiebel, zerkleinern sie dann mit dem Messer oder einer Küchenmaschine,
    13 - Zwiebel hacken / Grind onion

    schälen und hacken unsere Knoblauchzehe(n) fein
    14 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

    und waschen schließlich unseren Thymian, schütteln ihn trocken
    15 - Thymian waschen / Wash thyme

    und zupfen dann die Blättchen ab.
    16 - Blättchen abzupfen / Pick leafes

    Während in einem Topf ein Esslöffel Olivenöl auf Brattemperatur erhitzt wird
    17 - Öl erhitzen / Heat up oil

    lassen wir unsere eingeweichten Steinpilze abtropfen und fangen dabei das Einweichwasser auf.
    18 - Steinpilze abtropfen lassen / Drain porcini

    Ist das Öl heiß genug, geben wir die geviertelten Champignons in den Topf
    19 - Pilze hinzufügen / Add mushrooms

    und braten sie darin scharf für einige Minuten an
    20 - Champignons anbraten / Roast mushrooms

    bevor wie sie wieder entnehmen und bei Seite stellen.
    21 - Champignons entnehmen / Remove mushrooms

    Mit dem zweiten Esslöffel Olivenöl dünsten wir dann Zwiebeln und Knoblauch auf mittlerer Stufe glasig an
    22 - Zwiebeln & Knoblauch andünsten / Braise onion & garlic lightly

    und fügen dann wieder die Champignons
    23 - Champignons wieder hinzufügen / Add mushrooms again

    sowie unsere abgezupften Thymianblätter in den Topf hinzu. Alles lassen wir für weitere drei bis vier Minuten bei gelegentlichem umrühren etwas anbraten.
    24 - Thymian addieren / Add thyme

    In der Zwischenzeit können wir die eingeweichten Steinpilze noch einmal etwas ausdrücken und dann grob zerkleinern.
    25 - Steinpilze grob zerkleinern / Grind porcini

    Schließlich geben wir das aufgefangene Steinpilz-Einweichwasser durch ein feines Sieb in den Topf
    26 - Einweichwasser addieren / Add soaking water

    und würzen alles schon einmal etwas mit Salz und Pfeffer.
    27 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Taste with salt & pepper

    Dann fügen wir noch die zerkleinerten Steinpilze hinzu
    28 - Steinpilze hinzufügen / Add porcini

    und gießen schließlich alles mit der Gemüsebrühe auf.
    29 - Gemüsebrühe addieren / Drain vegetable stock

    Nachdem wir den Topfinhalt kurz haben aufkochen lassen
    30 - Aufkochen lassen / Boil up

    lassen wir ihn dann für 20 Minuten auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln, wobei wir ihn gelegentlich umrühren.
    31 - Köcheln lassen / Simmer

    Nach den zwanzig Minuten Kochzeit separieren wir etwa die Hälfte des Topfinhalts in ein anderes Gefäß
    32 - Hälfte der Suppe separieren / Seperate 1/2 of soup

    und pürieren ihn darin mit dem Pürierstab – Alternativ kann man die Suppe dazu natürlich auch in einen Mixer geben –
    33 - Pürieren / Blend

    und geben die pürierte Masse dann wieder zurück in den Topf
    34 - Zur Suppe geben / Add to soup

    wo wir es noch einmal kurz aufkochen lassen.
    35 - Aufkochen lassen / Boil up

    Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, unsere Zitrone auszupressen.
    36 - Zitrone auspressen / Squeeze lemon

    Dann geben wir 75ml Sojacreme in den Topf, verrühren sie
    37 - Sojacreme hinzufügen / Add soy cream

    und schmecken unsere Suppe dann noch einmal mit Salz & Pfeffer
    39 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste with salt & pepper

    sowie 1-2 EL Zitronensaft ab.
    38 - Mit Zitronensaft würzen / Taste with lemon juice

    Nachdem wir dann geschmacklich mit unserer Kreation zufrieden sind, was wir recht einfach durch probieren herausfinden können,
    40 - Probieren / Try

    können wir sie schließlich servieren und genießen. Dazu passt sehr gut eine Scheibe kräftiges Vollkornbrot.
    41 - Pilzcremesuppe mit Champignons, Steinpilzen & Thymian / Mushroom cream soup with mushrooms, porcini & thyme - Serviert

    Die Mischung von braunen Champignons und Steinpilzen, deren Geschmack dank der Verwendung des Einweichwassers trotz der geringen Menge verstärkt wurde und deutlich zu bemerken war, erwies sich als überaus schmackhaft und würzig. Da nur die Hälfte der Suppe püriert worden war, fanden sich außerdem auch noch zahlreiche leckere Pilzstücke darin, die den Geschmack insgesamt noch einmal intensivierten und der Suppe den gewissen Biss gab. Kräftig mit Salz und Pfeffer gewürzt, mit der leichten Note von Thymian versehen und dem Zitronensaft geschmacklich abgerundet ein überaus leckeres Gericht, dass sich sowohl als Vorspeise als auch als leichtes Hauptgericht wunderbar eignet.

    42 - Pilzcremesuppe mit Champignons, Steinpilzen & Thymian / Mushroom cream soup with mushrooms, porcini & thyme - CloseUp

    Werfen wir abschließend wie üblich noch einen Blick auf die Nährwerte: Wie für Suppen üblich, wartete auch diese Pilzcremesuppe mit einem angenehm niedrigen Kalorienwert auf. Ich kam bei meiner Berechnung auf 388kcal für den gesamten Topf, aufgeteilt auf 2 Portionen kommen wir also auf gerade mal 194kcal pro Suppenteller, bei drei Portionen liegt der Wert sogar nur bei 130kcal – natürlich exklusiv des dazu servierten Brots gerechnet. Nach der Schlemmerei mit der Makkaroni-Torte von gestern kommt mir das natürlich gerade recht. Ansonsten gibt es eigentlich nichts mehr, was ich zu den bisherigen Ausführungen hinzuzufügen hätte, daher bleibt mir nur noch eines zu sagen:

    Guten Appetit

    Bärlauch-Schinken-Rösti – das Rezept

    Sunday, May 6th, 2012

    Von meinem Kochexperiment vom ersten Mai, dem Grünen Spargel im Kartoffel-Schinken-Mantel, hatte ich noch etwas Bärlauch übrig, das ich noch zu verwenden gedachte. Wenn man Bärlauch richtig lagert, zum Beispiel in einer geschlossenen Tupperdose, hält es sich ja ein paar Tage, aber spätestens heute musste es nun dringend verbraucht werden. Ansonsten hätte ich ihn natürlich auch einfrieren können, aber ich entschied dazu, es heute bei ein der Zubereitung von paar Bärlauch-Schinken-Röstis zu verwenden – einer leckeren und deftigen Variation eines Kartoffelröstis und die wie ich fand sehr gut gelungen waren. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das Rezept hier wie üblich vorzustellen:

    Was brauchen wir für 2-3 Portionen?

    500g Kartoffeln
    01 - Zutat Kartoffeln / Ingredient poatoes

    200g Kochschinken am Stück
    02 - Zutat Kochschinken / Ingredient ham

    einen 3/4 Bund Bärlauch
    03 - Zutat Bärlauch / Ingredient bear's garlic

    1 große Zwiebel
    04 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

    2 Eier
    05 - Zutat Eier / Ingredient eggs

    2 EL Mehl
    06 - Zutat Mehl / Ingredient flour

    sowie Pflanzenöl zum braten
    und Salz, Pfeffer, Muskatnuss und etwas Kümmel zum würzen

    Beginnen wir nun damit, unsere Kartoffeln zu schälen
    07 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

    und mit der groben Seite einer Küchenreibe grob zu zerkleinern.
    08 - Kartoffeln reiben / Grate potatoes

    Anschließend geben wir die so entstandenen Kartoffelmasse in ein Sieb und lassen sie abtropfen.
    09 - Abtropfen lassen / Drain

    Während die geriebenen Kartoffeln abtropfen, schälen und würfeln wir nun die Zwiebel,
    10 - Zwiebel würfeln / Dice onion

    waschen das Bärlauch gründlich ab und zerkleinern es
    11 - Bärlauch zerkleinern / Cut bear's garlic

    und würfeln schließlich auch noch den Kochschinken
    12 - Schinken würfeln / Dice ham

    um ihn dann kurz rundherum anzubraten.
    13 - Schinken anbraten / Roast ham

    Dann stellen wir ihn bei Seite und lassen ihn etwas abkühlen.
    14 - abkühlen lassen / cool down

    Inzwischen müssten auch unsere geriebenen Kartoffeln gut abgetropft sein. Man sollte hier nicht davor zurückschrecken, noch einmal mit den Händen zuzugreifen um mehr Flüssigkeit herauszupressen, denn wenn die Masse zu feucht ist werden die Röstis sehr instabil beim braten.
    15 - Kartoffelsaft / potato juice

    Das Kartoffelwasser gießen wir dann weg, spülen die Schüssel aus, trocknen sie etwas und geben die Kartoffelmasse zurück hinein. Dann schlagen wir die Eier dazu
    16 - Eier aufschlagen / Add eggs

    fügen Zwiebelwürfel
    17 - Zwiebel addieren / Add onions

    und Bärlauch hinzu
    18 - Bärlauch hinzufügen / Add bear's garlic

    und vermengen alles dann gründlich.
    19 - Vermengen / Mix

    Sind die Schinkenwürfel einigermaßen abgekühlt, heben wir auch sie unter,
    20 - Schinken beigeben / Add ham

    würzen alles kräftig mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und – wer mag – einer Prise Kümmel
    21 - Würzen / Taste

    und geben schließlich das Mehl zum abbinden dazu.
    22 - Mehl hinzufügen / Add flour

    Zum Schluss vermengen wir alles noch einmal gründlich.
    23 - Unterheben / Fold in

    Dann kann es endlich ans braten gehen. Dazu erhitzen wir etwas Pflanzenöl in einer größeren Pfanne
    24 - Öl erhitzen / Heat up oil

    und geben sobald das Öl heiß genug ist einige Portionen der Kartoffelmasse hinein, die wir flach drücken
    25 - In Pfanne portionieren / Put in pan

    und von beiden Seiten knusprig anbraten. Dabei sollte man lieber kleinere Portionen nehmen, denn zu große Röstis neigen dazu beim ersten Wenden zu zerbrechen. Außerdem ist Vorsicht geboten, denn das Fett spritzt nicht nur, auch einzelne Stücke des Schinkens die sich von der Röstimasse gelöst haben springen regelrecht aus der Pfanne. So etwas hatte ich vorher noch nie gesehen – ich vermute dass hier eine kleine Fettblase entsteht, die beim Platzen den Kochschinken wegkatapultiert.
    26 - Beidseitig braten / Roast both sides

    Die fertig gebratenen Röstis geben wir dann auf etwas Küchenpapier um das Fett etwas abtropfen zu lassen.
    27 - Fett abtropfen lassen / Drain fat

    Sind alle Röstis gebraten, brauchen wir sie nur noch servieren und genießen.
    28 - Bärlauch-Schinken-Rösti - Serviert / Bear's garlic ham potato pancake - Served

    Das Ergebnis waren knusprige, angenehm deftige und gut gewürzte Röstis, die durch den leicht knoblauchartigen Geschmack des beigefügten Bärlauchs eine angenehme, aber nicht allzu penetrante Note bekamen. Auch wenn sie pur schon sehr lecker waren, so experimentierte ich ein wenig mit verschiedenen Dips und Saucen als Garnitur herum. Dabei erstellte sich Sour cream als sehr passend heraus, aber auch Ketchup passte wie ich fand recht gut zu den Bärlauch-Schinken-Röstis. Und sogar etwas Basilikumpesto harmonierte geschmacklich wunderbar damit. Das muss aber jeder natürlich selbst ausprobieren. 😉

    29 - Bärlauch-Schinken-Rösti / Bear's garlic ham potato pancake - CloseUp

    Da die Röstis in nicht gerade wenig Pflanzenöl gebraten worden waren, tat ich mir heute schwer einen Kalorienwert für dieses Gericht zu bestimmen. Wenn ich mit überschlägig 6 Esslöffeln rechne, komme ich auf ca. 1500kcal für alles, das entspräche 500kcal bei drei Portionen, bei zwei Portionen kämen wir auf 750kcal. Das wäre für ein Hauptgericht ein recht akzeptabler Wert, aber ich befürchte dass hier eventuell – trotz abtropfen lassens nach dem Braten – etwas mehr Öl zurückgeblieben sein könnte. Leider ist Öl beim Braten aber nun mal notwendig – zumindest wenn man etwas rösten und nicht verbrennen möchte. Zumindest kenne ich aktuell keinen anderen Weg. Aber für ein so leckeres Gericht nehme ich das gerne billigend in Kauf – zumal ich so eine weitere sehr schmackhafte Verwendungsmöglichkeit für Bärlauch gefunden habe. Mal schauen ob ich mir nicht noch etwas mehr davon besorge und noch weitere Variationen teste – ich bin langsam wirklich auf den Geschmack dieses Wildgemüses gekommen.

    In diesem Sinne: Guten Appetit