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Seelachwürfel in Weißweinsauce auf Pappardelle [16.01.2015]

Friday, January 16th, 2015

Leider wich das heutige Angebot unseres Betriebsrestaurants etwas etwas von dem ursprünglichen Speiseplan ab, so dass ich meinen ursprünglichen Plan im Bereich Vitality bei der Hühnerbrust mit Kartoffelselleriestampf und Honig-Pfeffer-Sauce zugreifen. Doch leider hatte man dieses Angebot durch Hähnchenbrust gefüllt mit Paprika und Mangold dazu Reis ersetzt, einem Gericht das mit weniger zusagte denn ich liebe vor allem den Kartoffelselleriestampf. Daher sah ich mich anderweitig um und da weder der Milchreis mit Waldbeeren und Zimt-Zucker bei Tradition der Region noch die Asia-Gerichte wie Gebackene Ananas und Banane oder Nua Pad King – Rindfleisch scharf mit Frühlingszwiebeln, Bambus und Ingwer sonderlich reizten, griff ich schließlich zum heutigen Globetrotter Gericht: Seelachswürfel in Weißweinsauce mit Tagliatelle – auch wenn man die Taglia- durch Pappardelle ersetzt hatte, was mich wiederum nicht störte. Nudeln sind nun mal Nudeln. Dazu nahm ich mir noch etwas Gemüse von der Gemüsetheke und einen Waldbeerenpudding aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Diced coalfish in white wine sauce on pappardelle / Seelachwürfel in Weißweinsauce auf Pappardelle

Die mit etwas Dill und den gewürfelten Seelachsfilet versehene Weißwein-Sahnesauce war zwar nur sehr mild gewürzt, erwies sich in Kombination mit den breiten, al dente gekochten Pappardelle aber als überaus schmackhaft. Da gab es trotz einer einzelnen kleinen Gräte in einem der Fischwürfel nichts wirklich relevantes zu meckern. Die Gemüsemischung aus Erbsen, Pariser Möhren, Zucchini und Lauch in einer cremig-würzigen Sauce war zwar etwas ungewöhnlich, erwies sich aber ebenfalls als überaus schmackhaft. Und der kleine Becher mild gesüßten Puddings mit zahlreichen Waldbeeren-Fruchtstückchen schloss das heutige Mittagsmahl sehr gelungen ab. Ich war sehr zufrieden mit meiner Entscheidung.
Als ich mich auf den Tabletts der anderen Gäste umsah, meinte ich zu erkennen dass die Hähnchenbrust mit Mangold und Paprika und die Seelachswürfel in Weißweinsauce sich heute ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala lieferten. Letztlich konnte sich aber die Hähnchenbrust durchsetzen und das Fischgericht auf Platz zwei verweisen. Auf dem dritten Platz folgten schließlich die Asia-Gerichte und Platz vier belegte schließlich der Milchreis.

Mein Abschlußurteil:
Seelachswürfel in Weißweinsauce: ++
Pappardelle: ++
Gemüsemix: ++
Waldbeerenpudding: ++

Schollenröllchen in Senf-Vanillesauce – das Rezept

Saturday, March 1st, 2014

Nachdem ich diese Woche bisher noch nicht dazu gekommen war, etwas mit Fisch oder Meeresfrüchten zu essen, wollte ich das heute mal nachholen und entschied mich dazu, mal ein paar Schollenröllchen mit Räucherlachs in Senf-Vanillesauce zuzubereiten. Dabei reizte mich vor allem die aus meiner Sicht eher ungewöhnliche Geschmackskombination aus Senf und Vanille, die ich so zuvor meines Wissens noch nie probiert hatte. Vanille kennt man ja sonst eher von Süßspeisen her, aber wie sich mit diesem Rezept heraus stellte, lässt es sich auch wunderbar in Saucen für Hauptgerichte verwenden. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das verwendete Rezept hier einmal in der gewohnten Form einmal kurz vorzustellen.

Was benötigen wir also für 2 Portionen?

4 Schollenfilets ohne Haut (ca. 330 – 350g)
01 - Zutat Schollenfilet / Ingredient filet of plaice

80-100g Räucherlachs
02 - Zutat Räucherlachs / Ingredient smoked salmon

1/2 – 3/4 Bund Dill
03 - Zutat frischer Dill / Ingredient fresh dill

2-3 TL Dijon-Senf (ja nachdem ob man es mild oder würzig mag)
04 - Zutat Dijon-Senf / Ingredient dijon mustard

1 Becher Schlagsahne (200g)
05 - Zutat Schlagsahne / Ingredient whipping cream

1 Vanilleschote
06 - Zutat Vanilleschote / Ingredient vanilla bean

100ml Wasser
07 - Zutat Wasser / Ingredient water

etwas Limonensaft
08 - Zutat Limonensaft / Ingredient lemon juice

4 TL kalte Butter
09 - Zutat kalte Butter / Ingredient cold butter

etwas Salz und Pfeffer sowie eine Prise Zucker zum würzen

Außerdem eine Sättigungsbeilage nach Wahl, ich entschied mich für ein
180g Pappardelle
10 - Zutat Pappardelle / Ingredient pappardelle

Beginnen wir damit, den Dill unter fließendem Wasser zu waschen, ihn trocken zu schütteln,
11 - Dill waschen / Wash dill

die Fähnchen von den Stielen zu zupfen
12 - Fähnchen abzupfen / Pick leaflets

und diese dann gründlich zu zerkleinern.
13 - Dill zerkleinern / Mince dill

Außerdem schneiden wir die Vanilleschote längs auf
14 - Vanilleschote aufschneiden / Slice vanilla bean

und schaben mit einem scharfen Messer das Vanillemark heraus.
15 - Vanillemark heraus kratzen / Scrape out vanilla pulp

Dann würzen wir die Schollenfilets von beiden Seiten mit ein Salz und Pfeffer, wobei wir mit dem Salz etwas sparsam umgehen sollte, da der Räucherlachs auch Salz mit sich bringt,
16 - Schollenfilets mit Pfeffer & Salz würzen / Season plaice filets with salt & pepper

belegen die “Hautseite”, also die Seite von der die Haut entfernt worden ist, mit je einer dünnen Scheibe Räucherlachs – ich kombinierte hier jeweils zwei Schollenfilets zu einer und verband sie mit Hilfe des Räucherlachs –
17 - Scholle mit Räucherlachs belegen / Place smoked salmon on plaice filets

und bestreuen sie außerdem noch mit etwas vom zerkleinerten Dill,
18 - Mit Dill bestreuen / Sprinkle with dill

um sie schließlich von der Schwanzseite in Richtung Kopf aufzurollen.
19 - Schollenfilets aufrollen / Roll up plaice filets

Anschließend schneiden wir uns etwas Backpapier zu, weichen es ggf. für circa fünf Minuten in Wasser ein, um es geschmeidiger zu machen, legen dann die Schollenfilets mittig darauf
20 - Auf Backpapier geben / Put on baking paper

und rollen das Backpapier in Bonbonform zusammen, wobei wir die Enden mit etwas Küchengarn verschließen.
21 - Zu Bonbons formen & mit Küchengarn verschließen / Bring to bonbon form and close with kitchen yarn

Die fertigen Päckchen legen wir dann in eine (oder mehrere) passende Auflaufform(en). Das ist auch dringend notwendig, da die Schollenröllchen beim garen “schwitzen”, sprich Flüssigkeit verlieren – und die wollen wir natürlich ungern am Boden des Backofens haben.
22 - In Auflaufform legen / Put in casserole

Nun heizen wir den Backofen auf 160 Grad vor und setzen auch schon einmal einen Topf mit Wasser für die Nudeln auf. Das Wasser braucht ja etwas, um heiß zu werden.
23 - Wasser für Nudeln aufsetzen / Heat up water for noodles

Sobald der Ofen vorgeheizt ist, schieben wir die Auflaufform(en) mit den Fischpäckchen auf der mittleren Schiene hinein und garen alles für ca. 20 Minuten.
24 - Fisch im Ofen garen / Cook fish in oven

In einem kleineren Topf erhitzen wir nun den Becher Schlagsahne, die wir zuvor mit den 100ml Wasser vermischt haben,
25 - Sahne & Wasser in Topf erhitzen / Heat up cream & water in pot

geben dann das aus der Schote gekratzte Vanillemark hinzu,
26 - Vanillemark dazu geben / Add vanilla pulp

verrühren alles gut miteinander und lassen alles auf reduzierter Stufe für acht bis zehn Minute leise köchelnd ziehen, wobei wir das gelegentliche umrühren natürlich nicht vergessen sollten.
27 - Verrühren & ziehen lassen / Stir & leave to draw

Sobald das Nudelwasser dann kocht, geben wir etwas Salz hinzu
28 - Wasser salzen / Salt water

und kochen darin die Pappardelle gemäß Packungsbeschreibung.
29 - Nudeln kochen / Cook noodles

Schließlich geben wir zwei bis drei leicht gehäufte Esslöffel Dijon-Senf in unsere Schlagsahne-Vanille-Mischung,
30 - Dijon-Senf addieren / Add Dijon mustard

verrühren alles mit einem Schneebesen gründlich miteinander und lassen es dann weiter auf niedriger Flamme ziehen. Es sollte ab nun aber nicht mehr kochen, da der Senf sonst gerinnen könnte.
31 - Gut verrühren / Mix well

Die Sauce schmecken wir nun mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker ab,
32 - Mit Salz, Pfeffer & Zucker abschmecken / Taste with salt, pepper & sugar

geben ein wenig Limonensaft hinzu
33 - Limonensaft addieren / Add lemon juice

und addieren schließlich die vier Teelöffel kalter Butter, die wir schmelzen lassen
34 - Kalte Butter unterheben / Stir in cold butter

um alles schließlich mit dem Schneebesen etwas schaumig zu schlagen.
35 - Mit Schneebesen schaumig schlagen / Whisk with eggbeater

Dann gießen wir noch die Nudeln in ein Sieb ab,
36 - Pappardelle abtropfen lassen / Drain pappardelle

außerdem entnehmen wir den Fisch aus dem Ofen und entpacken ihn.
37 - Schollenfilets aus dem Ofen nehmen & auspacken / Take plaice from oven & unwrap

Schließlich können wir das Gericht mit dem restlichen Dill garniert servieren und genießen.
38 - Schollenröllchen in Senf-Vanillesauce / Rolled plaice in mustard vanilla sauce - Serviert

Alleine die herrlich zarten und saftigen Schollenröllchen mit Räucherlachs und Dill waren eine zugegebenermaßen einfache, aber sehr leckere Kombination. Aber gemeinsam mit der schaumig-cremigen Sauce, die sehr gelungen das Aroma einer frischen Vanilleschote mit der würzigen Schärfe von Dijon-Senf kombinierte ergab sich ein Gericht, dass man nicht jeden Tag zu sich nimmt. Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich ein paar Zweifel an der Kombination gehegt hatte, aber zum Glück hatte die Neugier über diese Bedenken gesiegt und mir letztlich diese überaus leckere Senf-Vanillesauce beschert. Und auch an der von mir gewählten Sättigungsbeilage breiten Bandnudeln, auch Pappardelle genannt, gab es natürlich nichts auszusetzen. Ingesamt sehr gelungen. Und die Sauce kann ich vor allem zu Fischgerichten wirklich weiter empfehlen, denn sie erwies sich als eine tatsächlich sehr interessante Geschmackskombination.

39 - Schollenröllchen in Senf-Vanillesauce / Rolled plaice in mustard vanilla sauce - Seitenansicht

Werfen wir abschließend noch einen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichts. Die Scholle und der Räucherlachs sind zwar angenehm leichte Zutaten, aber die Schlagsahne mit ihren dreißig Prozent Fettgehalt wiegt das wieder auf, so dass wir exklusive der Sättigungsbeilage auf einen Gesamtwert von etwa 1300kcal kommen, das sind also 650kcal pro Portion. Rechnen wir noch etwa 60g Nudeln (Trockengewicht) pro Portion hinzu kommen, so kommen noch einmal jeweils ca. 220kcal hinzu, womit wir bei einer Summe von 870kcal wären. Also kein wirklich leichtes Gericht, und das vor allem dank der Sauce. Wer hier sparen will, kann vielleicht zu fettreduzierter Sahne greifen und die Menge der Butter etwas reduzieren, aber ich kann dabei natürlich nicht dafür garantieren dass das geschmackliche Endergebnis dem hier vorgestellten Rezept entspricht. Allen anderen kann ich dieses Gericht natürlich nur wärmstens ans Herz legen, denn die Kombination von Senf und Vanille sollte man unbedingt mal versucht haben.

Guten Appetit

Französische Entenbrust auf Pappardelle in Thymian-Pfeffer-Sauce – das Rezept

Sunday, February 9th, 2014

Am heutigen Sonntag wollte ich mich mal an etwas heran wagen, das ich hier im Blog noch nie zubereitet hatte: Entenbrust. Zum Glück hat mein Haus- und Hofmetzger immer französische Entenbrust vorrätig, so dass ich mich spontan dazu entschließen konnte und diese nicht vorbestellen musste. Leider ist es auch kein billiger Spaß, denn so eine Entenbrust kostet schon mal zwischen acht und zehn Euro, je nach Größe und Qualität – aber das war es mir wert. Dazu sollte es Pappardelle, also breite Bandnudeln und eine Thymian-Pfeffer-Sauce mit Lauch geben. Das zugehörige Rezept möchte ich nun mit diesem Beitrag in der gewohnten Art und Weise einmal kurz vorstellen und hoffe, dass es Anklang findet.

Was benötigen wir also für 2 Portionen?

1 Entenbrust (ca. 350g)
01 - Zutat Entenbrust / Ingredient duck breast

1 kleine Stange Lauch
02 - Zutat Lauch / Ingredient leek

2 Schalotten (ca. 80g)
03 - Zutat Schalotten / Ingredient shallots

2-3 Zweige frischer Thymian
04 - Zutat frischer Thymian / Ingredient fresh thyme

250ml Gemüsebrühe
05 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

100ml trockener Weißwein
06 - Zutat trockener Weißwein / Ingredient dry white wine

1 gehäufter Teelöffel grüne Pfefferkörner
07 - Zutat grüne Pfefferkörner / Ingredient green peppercorns

180g Pappardelle
08 - Zutat Pappardelle / Ingredient pappardelle

sowie einen Teelöffel dunklen Saucenbinder
und etwas Salz und Pfeffer zum würzen.

Beginnen wir wie üblich damit, die Schalotten zu schälen und fein zu würfeln.
09 - Schalotten würfeln / Dice shallots

Außerdem waschen wir die Stange Lauch,
10 - Lauch waschen / Clean leek

schneiden sie in dünne Ringe
11 - Lauch in Ringe schneiden / Cut leek in rings

und waschen den Thymian, schütteln ihn trocken
12 - Thymian waschen / Wash thyme

und zupfen die Blättchen von den Stielen.
13 - Blättchen abzupfen / Pick leaflets

Dann waschen wir die Entenbrust, tupfen sie trocknen
15 - Entenbrust waschen / Wash duck breast

und ritzen die Hautseite kreuzförmig ein, wobei wir allerdings versuchen sollten nicht das Fleisch zu verletzen.
16 - Hautseite kreuzförmig einritzen / Scratch skin side in a cross pattern

Nachdem wir dann eine Pfanne auf Temperatur gebracht haben, legen wir die Entenbrust ohne Zugabe von Fett oder Öl mit der Hautseite nach unten hinein und braten sie für fünf Minuten an. Das Fett tritt beim Braten aus der Entenbrust selbst aus, also keine Sorge dass etwas anbrennt. Aber vorsicht, das Fett spritzt etwas! Außerdem können wir beginnen, den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen.
17 - Hautseite ohne Fett anbraten / Brown skin side without fat

Parallel können wir auch schon mal einen Topf mit Wasser für die Pappardelle aufsetzen und beginnen, das Wasser zum kochen zu bringen.
18 - Topf mit Wasser aufsetzen / Bring pot with water to boil

Ist die Hautseite nach etwa fünf Minuten schön knusprig gebraten, drehen wir die Entenbrust auf die Fleischseite und braten sie für weitere zwei bis drei Minuten an.
19 - Fleischseite anbraten / Brown meat-side

Ist die Entenbrust rundherum angebraten, geben wir sie in eine ofenfeste Auflaufform
30 - Entenbrust in ofenfeste Form geben / Put duck breast in ovenproof casserole

um sie dann darin für weitere 15 bis 18 Minuten im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad fertig zu garen.
31 - Entenbrust im Ofen weiter garen / Continue roasting duck breast in oven

Im verbliebenen Bratenfett – ggf. können wir aber auch noch etwas Olivenöl dazu geben – dünsten wir nun zuerst die gewürfelten Schalotten an.
32 - Schalotten andünsten / Braise shallots lightly

Nach ein bis zwei Minuten geben wir dann das Lauch hinzu und dünsten es ebenfalls einige Minuten mit an.
33 - Lauch mit andünsten / Braise leek

Anschließend löschen wir alles mit dem trockenen Weißwein ab
34 - Mit Wein ablöschen / Deglaze with wine

und geben die Gemüsebrühe hinzu.
35 - Gemüsebrühe addieren / Add vegetable stock

Inzwischen müsste auch unser Nudelwasser kochen, so dass wir etwas Salz hinzugeben
36 - Wasser salzen / Salt water

und die Pappardelle darin gemäß Packungsbeschreibung kochen können.
37 - Nudeln ins Wasser geben / Put noodles in water

Mit Hilfe der flachen Seite eines Messers drücken wir dann die grünen Pfefferkörner an, damit sie etwas aufbrechen
38 - Pfefferkörner andrücken / Press on pepper corns

und geben sie dann in unsere Sauce.
39 - Pfefferkörner dazu geben / Add green pepper

Außerdem rühren wir die Thymian-Blättchen ein.
40 - Thymian addieren / Add thyme

Ist die Entenbrust dann nach etwas mehr als einer Viertelstunde fertig gegart, entnehmen wir sie samt der Auflaufform
41 - Entenbrust aus dem Ofen entnehmen / Take duck breast from oven

und wickeln sie in ein Stück Alufolie, um sie für fünf Minuten ruhen zu lassen.
42 - Entenbrust in Alufolie wickeln / Wrap duck breast in tin foil

Den Bratensatz aus der Form geben wir dann zu unserer Sauce.
43 - Bratensatz zur Sauce geben / Add gravy to sauce

Jetzt müssten auch die Pappardelle gut sein, so dass wir sie in ein Sieb abgießen und dort abtropfen lassen können.
44 - Pappardelle abgießen & abtropfen lassen / Drain pappardelle

Dann rühren wir einen bis eineinhalb Teelöffel dunklen Saucenbinder in die Sauce,
45 - Dunklen Saucenbinder einrühren / Stir in dark sauce thickener

probieren sie kurz
46 - Probieren / Try

und schmecken sie noch einmal mit etwas Salz und Pfeffer ab.
47 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste with salt & pepper

Dann brauchen wir nur noch die Entenbrust aus der Alufolie zu nehmen und in Scheiben zu schneiden
48 - Entenbrust in Scheiben schneiden / Cut duck breast in slices

und schon können wir unser Gericht servieren und genießen.
49 - Entenbrust auf Pappardelle in Pfeffer-Thymian-Sauce - Serviert / Duck breast on pappardelle in thyme pepper sauce - Served

Alleine schon die Entenbrust mit dem zarten Fleisch und der knusprigen Haus war ein wahrer Genuss. Aber auch die würzige Sauce aus Lauch, Schalotten, Thymian und grünem Pfeffer erwies sich als überaus lecker und passte meiner Meinung nach wunderbar zum Fleisch und den schön al dente gekochten Pappardelle. Zugegebenermaßen ein relativ simples Gericht, aber geschmacklich sehr gelungen. Ich war mit dem Ergebnis des heutigen Kochexperiments überaus zufrieden.

50 - Entenbrust auf Pappardelle in Pfeffer-Thymian-Sauce - Seitenansicht / Duck breast on pappardelle in thyme pepper sauce - Side view

Leider ist Entenbrust nicht gerade ein leichtes Gericht, was sich dann auch gleich in den Nährwerten zu diesem Rezept niederschlug. Meiner Kalkulation nach liegt die gesamte Zubereitung bei 1660kcal, also 840kcal pro Portion. Dabei entfallen alleine 1025kcal auf die 350g Entenbrust, was aber bei der Menge von Fett die beim Braten austritt auch nicht gerade verwunderlich ist. Aber da Entenbrust ja auch keine Gericht ist, dass man sich häufiger gönnt, halte ich das für ein solches Hauptgericht für durchaus akzeptabel.

In diesem Sinne: Guten Appetit

Pappardelle con salvia & Kürbiscremesuppe [04.12.2012]

Tuesday, December 4th, 2012

Obwohl ich gestern ja schon Asiatisch gespeist hatte, überlegte ich auch heute kurz erneut dort zuzuschlagen, denn es zeigte sich dass die Verlagerung des Asiatischen Fischgerichtes vom Mittwoch auf den Dienstag jetzt zur regelmäßigen Einrichtung geworden ist, da neben dem vegetarischen Taohoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse in Koriandersauce heute auch Pla RadPrik – Knusprig gebackener Fisch mit frischem Gemüse in süß-saurer Sauce auf der Speisekarte stand. Aber dann entdeckte ich in der regulär-westlichen Küche neben einem Schweineschnitzel “Wiener Art” mit Zitronenecke und Pommes Frites bei Globetrotter (was mir zu kalorienreich erschien) sowie den traditionell-regionalen Schupfnudeln auf Rahmsauerkraut mit gebackenen Speckwürfel (was eigentlich auch ganz lecker klang) bei Vitality die Papardelle con salvia mit Salbei und Truthahnschinken (womit natürlich Pappardelle gemeint waren), die man noch sehr ansprechend mit frischem Rucola garniert hatte. So entschloss ich mich schließlich, den Nudeln mit ihren 539kcal pro Portion eine Chance zu geben und ergänzte sie noch mit einem Schälchen Kürbiscremesuppe aus dem täglichen Suppenangebot.

Pappardelle con salvia & turchia

Die Kürbiscremesuppe erwies sich zwar als geschmacklich in Ordnung, mehr aber dann auch leider nicht. Meiner Meinung nach fehlte ihr irgendwie der gewürztechnische Pepp und ich fand sie leicht geschmacksarm und fast schon fad, so dass ich hier leider etwas von der Wertung abziehen muss. Mit meiner selbst gekochten Kürbis-Möhren-SUppe mit Cheddar, Bratapfel und Kürbiskernen konnte sich so etwas bei weitem nicht messen, aber selbst wenn man keine so hohen Maßstäbe ansetzt bestand hier eindeutig noch Verbesserungsbedarf. Ganz anders glücklicherweise beim Hauptgericht, den Pappardelle con salvia: unter den zahlreichen Blättern frischen Ruccolas, den ich zwar etwas stengelig fand aber nicht negativ berücksichtigen möchte, fanden sich zahlreiche angenehm al dente gekochte breite Bandnudeln (Pappardelle), die mit einer würzigen Sauce aus klein geschnittenen Truthahnschinken, etwas cremiger Flüssigkeit und schließlich einer leichten, aber deutlich wahrnehmbaren Salbei-Note versehen worden war – was wohl auch auf die Stücke von frischem Salbei zurückzuführen war die ich in der Mischung entdeckte. Zuerst sah es zwar so aus, als wäre auf die Menge der Nudeln gesehen zu wenig Sauce dabei, aber das stellte sich dann glücklicherweise als Fehleinschätzung heraus, so dass ich diesem meiner Recherche nach heute zum ersten Mal servierten Gericht eine überaus gelungene Premiere und somit eine volle Punktzahl bescheinigen darf.
Und auch die anderen Gäste schienen den Pappardelle nicht abgeneigt, auch wenn dieses Gericht natürlich den Schweineschnitzel “Wiener Art” mit Pommes nicht den ersten Platz auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala streitig machen konnte. Aber es reichte, was für ein Vitality-Gericht wirklich selten ist, doch für einen zweiten Platz – mit knappen, aber dennoch erkennbaren Vorsprung vor den Asia-Gerichten, die heute nur Platz drei erreichten und den ebenfalls gern gewählten, aber dennoch nur viertplatzierten Schupfnudeln mit Rahmkraut. Somit bleibt zu hoffen, dass dieses Gericht in Zukunft mal wieder auf der Speisekarte auftaucht und dauerhaft Einzug in den sich leicht unregelmäßig wiederholenden Gerichtezyklus dieses Betriebsrestaurants hält – mich würde dies auf jeden Fall sehr freuen und ich denke dass ich da nicht der einzige unter den Gästen bin. 😉

Mein Abschlußurteil:
Kürbiscremesuppe: +
Pappardelle con salvia mit Truthahnschinken & Rucola: ++