Giouvétsi Arní – Griechischer Lammauflauf – das Rezept

Angelehnt an die griechische Woche die in unserem Betriebsrestaurant stattgefunden hatte, wollte ich mich an diesem Wochenende auch mal wieder an einem griechischen Rezept versuchen: einem Giouvétsi Arní, also einem griechischen Lamm-Nudelauflauf, den ich natürlich mit Kritharaki zubereitete. Je nach Region bezeichnet man solche Gerichte auch als Juvétsi, Jouvetsi oder Youvetsi. Das besondere an diesem Rezept war für mich, dass man hier sowohl das Fleisch zuerst im Ofen schmorte als auch die Sättigungsbeilage in Form der griechischen Reisnudeln anschließend im Ofen garen sollte. Dennoch hat das Gericht natürlich eine kleine Ähnlichkeit mit meinem Griechischen Hackauflauf. Das Ergebnis war auf jeden Fall ein sehr leckeres Auflaufgericht mit deutlich griechischer Note und dessen Rezept möchte ich nun mit diesem Beitrag einmal kurz in der gewohnten Form vorstellen.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

2 mittelgroße Zwiebeln
01 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

3 Knoblauchzehen
02 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1 große Möhre
03 - Zutat Möhre / Ingredient carrot

2 Stangen Staudensellerie
04 - Zutat Stangensellerie / Ingredient celery

2 kleine Paprika
05 - Zutat Paprika / Ingredient bell pepper

3 Frühlingszwiebeln
06 - Zutat Frühlingszwiebeln / Ingredient scallions

650g Lammfleisch aus der Hüfte
07 - Zutat Lammfleisch / Ingredient lamb meat

800g geschälte Tomaten
08 - Zutat geschälte Tomaten / Ingredient peeled tomatoes

1 kleine Zimtstange
09 - Zutat Zimtstange / Ingredient cinnamon stick

3 Nelken
10 - Zutat Nelken / Ingredient cloves

2 kleine Lorbeerblätter (oder 1 großes)
11 - Zutat Lorbeerblätter / Ingredient bayleafs

1 gehäufter Teelöffel geräuchertes Paprika
12 - Zutat geräuchertes Paprika / Ingredient smoked paprika

3-4 getrockenete Chilis (je nach gewünschtem Schärfegrad)
13 - Zutat getrocknete Chilis / Ingredient dried chilis

150ml trockener Weißwein
14 - Zutat trockener Weißwein / Ingredient dry white wine

2 Esslöffel Tomatenmark
15 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

400g Kritharaki
16 - Zutat Kritharaki / Ingredient kritharaki

500ml Gemüsebrühe
17 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

120g geriebenen Käse (ich wählte Gouda, den ich noch vorrätig hatte)
18 - Zutat geriebener Käse / Ingredient grated cheese

120g gewürfelten Feta
19 - Zutat Feta / Ingredient feta

sowie Salz, Pfeffer und Rosmarin zum würzen
und etwas Olivenöl zum braten

Beginnen wir wie üblich damit, die einzelnen Zutaten vorzubereiten. Dazu schälen und vierteln wir erst einmal die Zwiebeln,
20 - Zwiebel schälen & vierteln / Peel & quarter onion

um sie anschließend zu würfeln.
21 - Zwiebel würfeln / Dice onion

Außerdem schälen wir die Knoblauchzehen
22 - Knoblauch schälen / Peel garlic

und zerkleinern sie.
23 - Knoblauch zerkleinern / Hackle garlic

Des weiteren schälen wir die Möhre
24 - Möhre schälen / Peel carrot

und würfeln sie,
25 - Möhre würfeln / Dice carrot

waschen die Staudensellerie
26 - Staudensellerie waschen / Wash celery

und zerkleinern sie,
27 - Staudensellerie zerkleinern / Chop celery

entkernen schließlich auch die Paprika
28 - Paprika entkernen / Decore bell pepper

um diese zu würfeln.
29 - Paprika würfeln / Dice bell pepper

Anschließend waschen wir das Lammfleisch, trocknen es
30 - Lammfleisch waschen / Wash lamb meat

und schneiden es in grobe Würfel.
31 - Lammfleisch würfeln / Dice lamb meat

Des weiteren entkernen und zerkleiner wir die getrockneten Chilis
32 - Chilis zerkleinern / Mince chilis

und waschen die Frühlingszwiebeln
33 - Frühlingszwiebeln waschen / Wash scallions

um sie in Ringe zu schneiden.
34 - Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden / Cut scallions in rings

Nun erhitzen wir etwas Olivenöl in einer Pfanne auf erhöhter Stufe,
35 - Olivenöl in Pfanne erhitzen / Heat up olive oil in pan

geben das gewürfelte Lammfleisch hinein
36 - Lammfleisch in Pfanne geben / Put lamb meat in pan

und braten es rundherum scharf an, so dass ein paar Röstaromen enstehen können.
37 - Lammfleisch scharf anbraten / Sear lamb meat

Dann schalte wir die Kochplatte auf mittlere Stufe hinunter und geben Zwiebeln und Knoblauch hinzu, um es mit anzudünsten.
38 - Zwiebeln Knoblauch mit andünsten / Braise onion & garlic lightly

Außerdem geben wir die Staudensellerie,
39 - Staudensellerie addieren / Add celery

die Möhre,
40 - Möhre dazu geben / Add carrot

die gewürfelten Paprika
41 - Paprika in Pfanne geben / Put bell pepper in pan

sowie die Frühlingszwiebeln mit in die Pfanne
42 - Frühlingszwiebeln addieren / Add scallions

und dünsten alles für etwa fünf Minuten mit an.
43 - Gemüse andünsten / Braise vegetables

Jetzt geben wir die geschälten Tomaten hinzu
44 - Geschälte Tomaten dazu geben / Add pealed tomatoes

und verrühren sie mit Fleisch und Gemüse, wobei wir die Tomaten auch gleich etwas zerkleinern.
45 - Tomaten verrühren & zerkleinern / Stir & mince tomatoes

Das Ganze würzen wir denn mit Salz und Pfeffer,
46 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Season with pepper & salt

geben die getrockneten und zerkleinerten Chilis hinzu,
47 - Getrocknete Chilis addieren / Add dried chilis

streuen den Teelöffel geräuchertes Paprika ein,
48 - Geräuchertes Paprika einstreuen / Add smoked paprika

schmecken es mit Rosmarin ab
49 - Mit Rosmarin abschmecken / Taste with rosemary

und geben Nelken, Zimtstange und die Lorbeerblätter hinzu.
52 - Nelken, Zimt & Lorbeerblätter addieren / Add cloves, cinnamon & bayleafs

Während die Mischung fünf bis sechs Minuten vor sich hin köchelt, geben wir das Tomatenmark zum Weißwein
50 - Tomatenmark zu Weißwein geben / Add tomato puree to white wine

und verrühren beides gründlich miteinander.
51 - Tomatenmark & Weißwein gründlich verrühren / Mix wine & tomato puree well

Dann schalten wir die Kochplatte aus, heben die Weißwein-Tomatenmark-Mischung unter
53 - Wein-Tomatenmark-Mischung addieren / Add wine tomato puree mix

und geben dann alles in ein ofenfestes Behältnis, zum Beispiel eine Auflaufform. Hätte ich einen Römertopf, hätte der sich auch sehr gut dazu geeignet.
54 - Masse in Auflaufform geben / Put in casserole

Nun decken wir alles mit Alufolie ab,
56 - Mit Alufolie abdecken / Cover with tin foil

stellen es in den noch kalten Backofen und beginnen diesen dann auf 200 Grad aufzuheizen. Sobald die Temperatur erreicht ist, lassen wir unsere Mischung für eine Stunde im Ofen schmoren.
57 - Auflaufform in kalten Ofen stellen / Put casserole in cold oven

Nach dieser Stunde entnehmen wir die Auflaufform wieder, drehen den Ofen auf 175 Grad hinunter
58 - Auflaufform aus Ofen entnehmen / Take casserole from oven

und geben die ungekochten Kritharaki hinzu,
59 - Kritharaki hinzufügen / Add kritharaki

die wir mit etwas drei Viertel der Gemüsebrühe aufgießen
60 - Gemüsebrühe aufgießen / Add vegetable stock

und dann gründlich mit der Fleisch-Gemüse-Tomatenmasse vermischen.
61 - Gründlich verrühren / Mix well

Dabei entfernen wir auch gleich die Lorbeerblätter
62 - Lorbeerblätter entfernen / Remove bayleaf

die Zimtstange und die Nelken – insofern wir sie entdecken können. 😉
63 - Zimtstange entnehmen / remove cinnamon stick

Für weitere zwanzig Minuten wandert die wieder mit der Alufolie abgedeckte Auflaufform in den Ofen,
64 - Weiter im Ofen backen / Continue bake in oven

wobei wir sie nach etwa der Hälfte der Zeit aber noch einmal kurz entnehmen und kräftig durchrühren
65 - Gründlich umrühren / Stir well

sowie bei Bedarf etwas Gemüsebrühe addieren sollten.
66 - Mehr Gemüsebrühe addieren / Add more vegetable stock

Nach den restlichen zehn Minuten, die die Auflaufform wieder abgedeckt im Ofen verbracht hat,
67 - Weiter abgedeckt backen / Continue baking covered

entnehmen wir sie erneut, entfernen die Alufolie endgültig und bestreuen alles mit dem geriebenen Käse
68 - Mit Käse bestreuen / Dredge with cheese

und dem gewürfelten Feta.
69 - Feta hinzufügen / Add feta

Ein letztes Mal wandert die Auflaufform, dieses Mal offen, für weitere zehn Minuten zurück in den Ofen, um alles mit dem Käse zu gratinieren.
70 - Im Ofen überbacken / Gratinate in oven

Sobald der Käse den gewünschten Bräunungsgrad erreicht hat, können wir das Behältnis schließlich wieder aus dem Ofen entnehmen
71 - Juvétsi - Finished Baking / Fertig gebacken

und das fertige Gericht unmittelbar servieren und genießen.
72 - Juvétsi - Served / Serviert

Dass Lammfleisch war durch das lange schmoren im Ofen wunderbar zart geworden und zerfiel beim Verzehr regelrecht auf der Zunge, ohne dabei aber an Geschmack eingebüßt zu haben. In Kombination mit den verschiedenen Gemüsesorten, bei denen vor allem die Paprika und die Stangensellerie maßgeblich waren, der lecker gewürzten, leicht pikanten Tomatensauce und natürlich den ofengegarten Kritharaki ergab sich ein sehr leckeres Auflaufgericht, das durch geriebenen Gouda und Feta wunderbar abgerundet wurde. Ich konnte daher nicht anders als mir gleich noch einen Nachschlag zu holen. Und das bedeutet schon einiges.

743 - Giouvétsi Arní - Side view / Seitenansicht

Alternativ kann man das Gericht natürlich auch mit anderen Fleischsorten zubereiten. Ich habe bei der Recherche zu diesem Kochexperiment sowohl Rezepte mit Lamm als auch mit Rind, Schwein und sogar Geflügel gesehen, wobei die Schmorzeiten natürlich abhängig von der Fleischsorte etwas variieren können. Eine weitere Alternative war die Zubereitung mit Reis, den man ebenso wie die Kritharaki auch im Ofen zubereiten kann. Das Rezept ist also wunderbar variabel und lässt sich nicht nur gut vorbereiten, sondern auch einfach an die jeweiligen Vorlieben anpassen.

Guten Appetit

Spaghetti mit Balsamico-Linsen & Rucola [14.03.2013]

Während die Asia-Thai-Theke heute mit Gerichten wie Gebratenes Curry-Gemüse nach Thai-Art und Gaeng Daeng Nue – Gebratenes Rindfleisch mit frischem Paprika, Zucchini und Bambussprossen in scharfem roten Curry sowie erneut Gebackener Seelachs mit verschiedenem Gemüse in Chilisauce lockte, fanden sich unter den Angeboten der westlichen Küche ebenfalls sehr verlockende Speisen wie vegetarische Spaghetti mit Balsamico-Linsen bei Vitality, Szegedinger Gulasch vom Rind mit Salzkartoffeln bei Tradition der Region oder ein Putenschnitzel in Kräuterrahmsauce und Spätzle bei Globetrotter. Klang alles sehr verlockend wie ich zugeben muss – vor allem reizte mich das Putenschnitzel. Doch in meinem steten bestreben meinen Kalorienkonsum etwas in Maßen zu halten entschloss ich mich schließlich dazu, den Spaghetti mit Balsamico-Linsen, die man wie üblich noch mit etwas Rucola garniert hatte, den Vorzug zu geben. Denn bei 531kcal pro Portion konnte ich den kleinen Becher Caramel-Mousse von der Dessert-Theke auch noch besser verantworten.

Spaghetti mit Balsamico-Linsen & Rucola / Spaghetti with balsamico lentils & rucola

Zu einer angenehm großen Portion al dente gekochter Spaghetti-Nudeln fand sich unter einer reichhaltigen Schicht frischer Rucola-Blätter eine durch das Balsamico leicht säuerliche und gleichzeitig fruchtig-scharfe, grobe Gemüsesauce, in der neben den braunen Linsen aus dem Menutitel auch zahlreiche andere Gemüsesorten wie Möhren, Stangensellerie, grüne Peperoni, Paprika und Tomaten fanden. Mal wieder sehr lecker muss ich sagen und letztlich gut auf die Menge der Nudeln abgemessen. Da gab es wirklich nichts zu meckern, denn ich wurde auf sehr schmackhafte Weise überaus satt. Und auch der kleine Becher luftig-lockeren Mousses mit Caramel-Mousses mit seiner Garnitur aus einem einzelnen Choco-Crossie gab mir keinen Grund irgendwelche Kritik anzubringen. Auch heute war konnte ich mich also wieder überaus zufrieden mit meiner Wahl zeigen.
Sah man sich auf den Tabletts der anderen Gäste um, erkannte man schnell dass heute eindeutig der Putensteak in Kräutersauce, mit dem ich ja auch kurz geliebäugelt hatte, das beliebteste aller Gerichte war und somit ohne jeden Zweifel den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala belegte. Auf Platz zwei folgten dann die heute ebenfalls sehr beliebten Asia-Gerichte, aber sie konnten sich nur knapp gegen den Szegediner Gulasch vom Rind behaupten, zu dem auch viele gegriffen hatten. Die Spaghetti mit Balsamico-Linsen hatten natürlich auch ihre Liebhaber gefunden – einer von denen war ja ich gewesen – aber für mehr als den vierten Platz reichte es für das vegetarische Gericht auch heute leider nicht.

Mein Abschlußurteil:
Spaghetti: ++
Balsamico-Linsen-Sauce: ++
Rucola: ++
Caramel-Mousse: ++

Jambalaya – das Rezept

Heute wollte ich mal einen Ausflug in die kreolische Küche wagen und ein Jambalaya zubereiten. Unter diesem Begriff versteht man kein bestimmtes Gericht, sondern eine ganze Gruppe von auf Reis basierender Gerichte, daher gibt es auch unzählige Rezepte die als Jambalaya bezeichnet werden. Maßgebliche Bestandteile dieser im US-Staat Louisiana und vor allem in New Orleans heimischen kreolischen Küche sind dabei, dass zum einen Reis und Gemüse zusammen geschmort wird und dass die “Heilige Dreifaltigkeit” (Holy trinity) der kreolischen Küche aus Zwiebeln, Paprika und Staudensellerie verwendet werden. Üblicher ist dabei zwar die grüne Gemüsepaprika, aber ich hatte noch eine rote Vorrätig und verwendete diese. Ansonsten handelt es sich bei diesem Rezept aus einer Kombination verschiedener Rezepte, die ich im Rahmen meiner Recherchen zum Thema kreolische Küche gefunden hatte sowie etwas eigener Kreativität. Das Ergebnis erwies sich schließlich als überaus gelungen, so dass ich nicht versäumen möchte das Ganze hier in üblicher Weise kurz vorzustellen.

Was brauchen wir also für 3-4 Portionen?

250g Langkornreis
01 - Zutat Langkornreis / Ingredient rice

100g Chorizo (Spanische Paprikawurst)
02 - Zutat Chorizo / Ingredient chorizo

100g Shrimps
03 - Zutat Shrimps / Ingredient shrimps

125g Flusskrebse – ich griff passenderweise zu Louisiana Flusskrebsen
04 - Zutat Flusskrebse / Ingredient crawfish

1 große Paprika
05 - Zutat Paprika / Ingredient paprika

3 Frühlingszwiebeln
06 - Zutat Frühlingszwiebeln / Ingredient spring onions

2 Stangen Staudensellerie
07 - Zutat Staudensellerie / Ingredient celeriac

1 rote Zwiebel
08 - Zutat rote Zwiebel / Ingredient red onion

2-3 Zehen Knoblauch
09 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1 kleine Habanero Chili
10 - Zutat Habanero / Ingredient habanero

200g Tomaten (stückig)
11 - Zutat Tomaten / Ingredient Tomatoes

250ml Hühnerbrühe
12 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient chicken stock

3-4 Zweige Thymian
13 - Zutat Thymian / Ingredient thyme

1 Bund Petersilie
14 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen
und 1-2 EL Olivenöl zum braten

Wie üblich beginnen wir damit, die einzelnen Zutaten erst einmal vorzubereiten. Wir schälen und würfeln also die Zwiebel
15 - Zwiebel würfeln / Dice onion

waschen und entkernen die Paprika und schneiden sie in Streifen,
16 - Paprika schneiden / Cut paprika

waschen die Staudensellerie und schneiden sie in Scheibchen,
17 - Staudensellerie zerteilen / Cut celeriac

waschen und schneiden die Frühlingszwiebeln,
18  -Frühlingszwiebeln schneiden / Cut spring onions

entfernen die Schale von der Chorizo, schneiden sie in dicke Scheiben und vierteln oder achteln sie dann.
19 - Chorizo achteln / Cut chorizo

und entkernen wir die Habanero und schneiden sie in winzige Stückchen.
20 - Habnero würfeln / Cut habanero

In eine großen Pfanne erhitzen wir dann etwas Olivenöl und dünsten die Zwiebelwürfel darin glasig an
21 - Zwiebeln andünsten / roast onions

bevor wir das Knoblauch hinzu pressen
22 - Knoblauch dazu pressen / Add garlic

und anschließend die Habanerostückchen einige Zeit mit dünsten.
23 - Habanero mit dünsten / Add habanero

Jetzt können wir auch die Chorizo-Stückchen mit hinzu geben und kurz mit braten
24 - Chorizo mitbraten / roast chorizo

bevor wir auch die Paprikastreifen
25 - Paprika hinzufügen / Add paparika

die Frühlingszwiebeln,
26 - Frühlingszwiebeln addieren / Add spring onions

und die Selleriestücke hinzugeben
27 - Sellerie beigeben / Add celeriac

und einige Minuten bei gelegentlichem wenden anbraten lassen bis sie etwas Farbe bekommen.
28 - anbraten / roast

Nun geben wir den trockenen Reis in zu dem Gemüse in die Pfanne,
29 - Reis dazu / Add rice

gießen alles mit der Hühnerbrühe auf
30 - Hühnerbrühe aufgießen / Add chicken stock

und fügen die Dosentomaten noch hinzu
31 - Tomaten hinzufügen / Add tomatoes

um dann alles kurz aufkochen zu lassen und lassen es köcheln um den Reis zu garen.
32 - aufkochen lassen / boil up

Sollte das Wasser knapp werden – der Reis saugt es ja regelrecht auf – gießen wir noch etwas nach, da wir sonst Gefahr laufen dass der Reis anbrennt.
33 - ggf Wasser nachgießen / Add water

In der Zwischenzeit können wir auch die Blätter von den Thymianzweigen zupfen und sie zerkleinern
34 - Thymian zerkleinern / Cut thyme

um sie dann unter den restlichen Pfanneninhalt zu heben.
35 - Thymian unterheben / fold in thyme

Außerdem würzen wir alles natürlich auch kräftig mit Salz und Pfeffer.
36 - würzen / taste

Ist der Reis einigermaßen gar, geben wir auch die Shrimps
37 - Shrimps addieren / Add shrimps

und die Flusskrebse mit in die Pfanne
38 - Flusskrebse hinein / Add crawfish

und lassen alles für ungefähr zehn Minuten weiter köcheln.
39 - Köcheln lassen / simmer

In dieser Zeit können wir auch die Petersilie waschen, trocken schütteln und klein schneiden
40 - Petersilie zerkleinern / Cut parsley

um sie dann ebenfalls mit dem restlichen Pfanneninhalt zu verrühren.
41 - Petersilie hinzufügen / Add parsley

Abschließend probieren wir alles noch einmal und schmecken es ggf. noch einmal mit Salt und Pfeffer ab.
41 - probieren / try

Dann können wir es sogleich servieren und genießen.
42 - Jambalaya - serviert

Die Kreation erwies sich als angenehm scharf, was wohl nicht nur der Chorizo sondern vor allem der verwendeten Habanero zu verdanken war. Der Reis ergab gemeinsam mit den Paprika, den Staudensellerie und den Frühlingszwiebeln sowie der Wurst, den Shrimps und den Flusskrebsen als Fleischeinlage ein sehr leckeres Gericht, das wirklich dem entsprach was ich unter kreolischer Küche verstehe. Hinzu kam, dass es sehr gut sättigte, ohne dabei besonders schwer zu sein.

43 - Jambalaya - CloseUp

Mit ca. 1700kcal für die ganze Pfanne, das entspricht pro Portion also 567kcal bei drei Portionen und sogar nur 425kcal bei 4 Portionen erwies sich das Gericht trotz seiner Mächtigkeit als angenehm leicht. Somit kann ich diesen für mich ersten Versuch ein kreolisch angehauchtes Gericht zu kochen als vollen Erfolg verbuchen. Mir hat es auf jeden Fall sehr gut geschmeckt und die von mir so geschätzte Schärfe war auch mehr als genug vorhanden. Wer es eher mild mag, kann die Habanero weg lassen, das sollte dem Gericht den größten Teil seiner Schärfe nehmen.

Guten Appetit

Fischfilet in Chilisauce [15.06.2011]

Natürlich war auch der heutige Mittwoch wieder traditionell mein Fisch- und Meeresfrüchte-Tag. Zwar stand in der regulären Küche neben dem traditionell-regionalen Allgäuer Käsespätzle mit Röstzwiebeln (die ich hier schon probiert habe) und dem Piccata Milanese von der Pute auf Gabelspaghetti mit Tomatensauce bei Globetrotter (das ich hier schon mal verzehrt hatte) heute bei Vitality ein recht vielversprechend klingendes Barschfilet aus dem Dunst in Weißweinsauce, dazu Bouillionkartoffeln auf der Karte, aber ich entschied mich dann doch für das Fischfilet mit verschiedenen Gemüse in Chilisauce aus der Asia-Thai-Abteilung, welches wie üblich mit einer Schale Reis verzehrt wurde.

Fischfilet in Chilisauce / Fish filet in chili sauce

Das Fischfilet war zwar angenehm zart und schmackhaft, aber das Gemüse hatte ich mir etwas anders vorgestellt. Die zahlreichen Zucchini-Stücke waren viel zu groß geschnitten und irgendwie zu matschig, die Staudensellerie-Stückchen waren wiederum etwas zu bissfest geraten und auch einige Stücke der Frühlingszwiebeln hätten gerne etwas länger gebraten werden können. Außerdem fand sich noch Paprika, Salat und kleine Chilischoten-Scheiben in der Zusammenstellung. Prinzipiell in Ordnung, aber beim Gemüse hätte man sich etwas mehr Mühe geben können wie ich fand. Am Reis wiederum gab es wie üblich natürlich nichts auszusetzen. So etwas ist zwar selten, aber hin und wieder scheint das eine oder andere Asia-Gericht nicht so ganz zu gelingen.
Bei der Allgemeinheit der Kantinengäste lag heute recht eindeutig das Piccata Milanese ganz oben und somit auf Platz eins der Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten meiner Meinung nach die Käsespätzle, knapp gefolgt von den Asia-Gerichten und schließlich dem Barschfilet. Im Nachhinein gesehen hätte ich wohl doch eher auch bei dem Barschfilet zuschlagen sollen, aber man kann ja nicht immer das Beste aus dem Angebot wählen.

Mein Abschlußurteil:
Fischfilet: ++
Gemüse: +/-
Chilisauce: +
Reis: ++

Hähnchenbrust mit Mangold und Paprika [20.05.2011]

Heute fiel mir die Wahl recht leicht, denn weder die Dampfnudel mit Vanillesauce bei den traditionell-regionalen Gerichten sowie der Gebackene Seelachs mit Kartoffelsalat und Remoulade bei Globetrotter waren schon mal eindeutig nichts für mich. Blieben noch die die Hähnchenbrust gefüllt mit Mangold und Paprika, dazu Wildreismix bei Vitality – etwas gleichartiges hatte ich hier schon einmal verzehrt – oder eines der Angebote an der Asia-Thai-Theke, wo heute u.a. Lu Han Zai – Gebratenes Chinagemüse in Spezialsauce und Nue Pad King – Rindfleisch scharf mit Frühlingszwiebeln, Bambus und Ingwer (was ich hier und hier schon mal versucht hatte). Nach kurzem abwägen fiel die Wahl schließlich auf die gefüllte Hähnchenbrust, die ich mir noch mit einer kleinen Schale Spinatcremesuppe ergänzte.

Chicken breast filled with paprika and mangold + spinach cream soup / Hähnchenbrust, gefült mit Paprika und Mangold + Spinatcremesuppe

Hauptkomponente dieses Gerichtes war eindeutig das saftig-zarte Hähnchenbrustfilet, das nicht nur mit einem zarten Paprikasteifen und etwas Mangold gefüllt war, sondern auch mit einer leckeren Kombination aus Paprikapulver und weiteren Gewürzen garniert war. Und neben der Sättigungsbeilage aus normalen geschälten und wilden Reis fand sich auch noch eine würzige-pikante Mischung aus klein geschnittenen Zucchini-, Möhren- und Staudensellerie-Gemüse. auf dem Teller. Alles zusammen eine sehr leckere Kombination, bei der ich nichts zu bereuen brauchte. Zur Sättigung war das würzig-cremige Spinatsüppchen mit reichlich Blattspinat nicht mehr unbedingt nötig gewesen, aber dennoch sehr lecker.
Bei der Allgemeinheit der Kantinengäste lag heute meiner Meinung nach aber der Seelachs mit Kartoffelsalat am höchsten in der Gunst und belegte so den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei würde ich die Asia-Gerichte einordnen, knapp gefolgt von der Hähnchenbrust mit Mangold und schließlich der Dampfnudel mit Vanillesauce. Auch zum Wochenabschluss hier mal wieder keine Überraschungen, diese Verteilung entsprach genau dem was ich erwartet hatte.

Mein Abschlußurteil:
Hähnchenbrust mit Paprika und Mangold: ++
Wildreis-Mix: ++
Gemüsemischung: ++
Spinatcremesuppe: ++