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Hähnchen Burger mit Pommes Frites [11.03.2020]

Wednesday, March 11th, 2020

Ich hätte zwar noch Reste meiner Dan Dan Nudeln gehabt, aber die Menge war nur noch gering gewesen und ich habe sie einfach gestern zum Abend verzehrt, so dass heute der Weg für meinen ersten Besuch im Betriebsrestaurant diese Woche frei war. Dort sah ich dann auch das erste Mal, dass man aufgrund der derzeitigen Corona-Epedemie einige Maßnahmen getroffen hatte, um die Infektionsgefahr zu reduzieren: Zum ersten gab es keine Selbstbedienungstheken mehr, man bekam Salat, Gemüse oder auch Dessert von einem Mitarbeiter gereicht bzw. zusammengestellt. Außerdem hatte man die Besteckkästen an den Kassen abgeschafft und reichte das Besteck nun direkt an der Essensausgabe und die Saucencontainer für Ketchup oder Mayonaise wurden auch nun direkt an den Theken bedient. Last but not least stand an jedem Eingang ein Desinfektionsgel-Spender für die Gäste. Aber kommen wir nun zum heutigen Angebot. Die Tageskarte bot, aus meiner Sicht, gleich zwei Gerichte die mein Interesse weckten. Zum einen war dies der Hähnchen Burger mit Eisbergsalat, Zwiebeln und Hamburgersauce + drei Komponenten nach Wahl bei Daily, der mit Pommes Frites serviert wurde, zum anderen der Viktoriabarsch in Parmesan- Eihülle, dazu Tomatensugo und Pasta bei Vital. Da kamen das Hausgemachtes vegetarisches Moussaka bei Veggie leider nicht ganz heran und auch die auf Asia-Gerichte konnten mich nicht wirklich überzeugen, zumal sie zwar noch angeboten aber nicht mehr auf der Speisekarte namentlich aufgeführt werden. Im Asia-Veggie-Bereich gab es wohl etwas mit Mie-Nudeln, außerdem irgend etwas mit viel Gemüse und irgend welchem dunklen Fleisch, vermutlich Rind. Nach kurzem Abwägen entschied ich mich nach zwei Tagen Abstinenz heute mal auf dem vollen zu schöpfen und wählte den teureren Hähnchen-Burger, den ich noch mit einem Schälchen Mischgemüse sowie einem Joghurt ergänzte. Damit waren dann auch alle drei Komponenten ausgereizt. War aber schon komisch als ich mir das Gemüse nicht selbst portionieren konnte, sondern es die Thekenkraft für mich erledigte. Und sogar den Joghurt konnte ich mir nicht selbst nehmen, sondern bekam ihn samt einem Löffel gereicht. Was für ein Mehraufwand – aber wenn es der Eindämmung dient, soll es eben so sein.

Chicken burger with french fries / Hähnchen Burger mit Pommes Frites

Die Fritten erwiesen sich, bezogen auf diese Location, als qualitativ leicht überdurchschnittlich, denn sie waren knusprig, ausreichend gewürzt und sogar noch einigermaßen frisch – obwohl ich die Reste bekommen hatte, kurz bevor eine neue Lieferung aus der Küche gekommen war. Und auch der Burger erwies sich als einfach, aber doch wirklich gut gelungen. Das lag wohl auch daran, dass das gebratene Hähnchenfilet in seiner Mitte wunderbar zart und saftig geblieben war. Und es war eirklich ein Filet-Stück, keine Patty aus Hackfleisch, was das ganze meiner Meinung nach zusätzlich aufwertete. In Kombination mit der Mischung aus Eisbergsalat-Streifen, rohen Zwiebeln und Hamburgersauce auf der unteren Brötchenhälfte, die dem Ganzen noch etwas mehr “Schmatz” gaben, gar nicht mal übel, vor allem wenn man es zusätzlich noch in den reichlich vorhandenen Ketchup tunkte.

Chicken burger - Lateral cut / Hähnchenburger - Querschnitt

Die Mischung aus Erbsen, Pariser Möhren, grünen Bohnen und einigen Spargelspitzen passte erstaunlich gut dazu, zumal es auch noch angenehm frisch erschien und mit einer leichten und leckeren Knoblauchnote aufwartete. Als Dessert gab es schließlich einen Becher Joghurt mit Mango-Litschi-Geschmack der Firma Bauer – hier hatte man von den sonst offenen Bechern auf hygienisch verschlossene Industrieware gewechselt, wahrscheinlich um auch hier die Infektionsgefahrt möglichst gering zu halten. Und der Joghurt war auch so durchaus lecker – auch wenn ich ohne die Beschriftung nicht hätte sagen können ob es sich um Mango-Litschi oder Pfirsich-Maracuja gehandelt hätte – fruchtig war es aber alle mal und außerdem auch nicht zu süß. Ich war zufrieden mit meiner Wahl, die 6,39 Euro waren gut investiert.
Und auch bei den anderen Gästen erfreute sich der Hähnchen Burger heute extrem großer Beliebtheit, so dass ihm unangefochten der erste Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala gebührte. Auf dem zweiten Platz sah ich den Viktoriabarsch, der sich auch relativ großer Beliebtheit erfreute. Somit konnte ich zwischen Asia-Gerichten und Moussaka keine klare Platzierung erkennen, weswegen Beide sich den dritten Platz teilen.

Mein Abschlußurteil:
Hähnchen Burger: ++
Pommes Frites: ++
Mischgemüse: ++
Joghurt: ++

Reuben Pasta Bake (Reuben Nudelauflauf) – das Rezept

Saturday, February 22nd, 2020

Ich hatte vor einiger Zeit das ja bereits einmal das vor allem in den USA sehr beliebte und überaus leckere Thousand Island Dressing selbst hergestellt und damit, gemeinsam mit Corned Beef und Sauerkraut eine Reuben Pizza angefertigt. Über die Herkunft des Begriffs “Reuben” habe ich mich ja bereits ausgiebig im Beitrag zur Reuben Pizza ausgelassen, daher spare ich mir das hier. Wie dem auch sie: Diese “reifaltigkeit” wollte ich dieses Wochenende nun noch einmal neu in einem Auflauf kombinieren. Es gibt im Netz ein paar Rezepte für Reuben Aufläufe, doch meist sind diese mit Roggenbrot oder ganz ohne Sättigungsbeilage, ich wollte aber die Gelegenheit auch gleichzeitig nutzen meinen riesigen Vorrat an Nudeln weiter abzubauen und kreierte daher ein eigenes Rezept. Außerdem probierte ich auch ein etwas einfacheres Rezept für ein Thousand Island Dressing aus und ließ u.a. gekochtes Ei und Paprika diesmal weg, fügte aber noch Paprikapulver hinzu. Das Ergebnis war genau so gut, wenn nicht sogar noch besser, als mein erstes Dressing dieser Art. Und auch über das endgültige Resultat dieses Kochexperiments kann ich nur positives berichtigen. Aber damit genug der langen Vorrede, kommen wir zum eigentlichen Rezept.

Was benötigen wir also für 4-5 Portionen?

Für das Thousand Island Dressing:

  • 160g Mayonaise
  • 100g griechischen Joghurt (8-10% Fett)
  • 60g Ketchup
  • 2-3 Cornichons
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 mittelgroße Schalotte
  • 1 Esslöffel Apfelweinessig
  • 1 Teelöffel Paprika edelsüß
  • Einige Spritzer Chilisauce (z.B. Sriracha)
  • Etwas Zitronensaft
  • Salz und Pfeffer
  • Außerdem benötigen wir:

  • 450g Fusilli (oder andere Nudeln nach Wahl)
  • 500g Sauerkraut
  • 450-500g Corned Beef
  • 1 mittlere Zwiebel
  • 150ml Milch
  • 200g geriebenen Käse
  • Kümmelsamen zum garnieren (optional)
  • Beginnen wir damit, das 1000 Island Dressing zuzubereiten. Das machen wir am besten am Morgen oder noch besser am Vorabend, denn es benötigt einige Zeit um durchzuziehen und seinen Geschmack richtig zu entwickeln.
    Dazu schneiden wir die Cornichons (oder jede andere Gewürzgurke) in Scheiben und anschließend in feine Würfel,
    01 - Gewürzgurken zerkleinern / Dice gherkin

    würfeln die Schalotte ebenso fein
    02 - Schalotte fein würfeln / Dice shallot

    und zerkleinern die Knoblauchzehe gründlich.
    03 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

    Anschließend geben wir Mayonaise, griechischen Joghurt und Ketchup in eine Schüssel,
    04 - Mayonaise, Joghurt & Ketchup in Schüssel geben / Put mayonaise, yogurt & ketchup in bowl

    addieren den Esslöffel Apfelweinessig,
    05 - Apfelweinessig addieren / Add apple cider vinegar

    geben Gewürzgurke, Schalotte und Knoblauch dazu
    06 - Gurke, Schalotte & Knoblauch addieren / Add shallot, gherkin & garlic

    und verrühren alles gründlich miteinander,
    07 - Gründlich verrühren / Mix well

    wobei wir es mit einigen kräftigen Spritzern Chilisauce,
    08 - Mit Chilisauce abschmecken / Taste with chili sauce

    etwas Salz und Pfeffer,
    09 - Mit Salz& Pfeffer abschmecken / Taste with salt & pepper

    etwas frischem Zitronensaft
    10 - Zitronensaft hinzufügen / Add lemon juice

    sowie einem Teelöffel edelsüßen Paprikapulver abschmecken.
    11 - Paprika addieren / Add paprika

    Das Ganze decken wir dann mit etwas Frischhaltefolie ab und lassen es am besten über Nacht im Kühlschrank durchziehen, damit sich das Aroma richtig entwickeln kann.

    Am nächsten Tag, wenn es dann an die eigentliche Zubereitung geht, setzen wir erst einen Topf mit Wasser zum kochen der Nudeln auf und beginnen damit es zum kochen zu bringen.
    12 - Topf mit Wasser aufsetzen / Bring water in pot to a boil

    Bis es soweit ist, lassen wir das Sauerkraut abtropfen,
    13 - Sauerkraut abtropfen lassen / Drain sauerkraut

    würfeln das Corned Beef
    14 - Corned Beef würfeln / Dice corned beef

    und zerkleinern die Zwiebel.
    15 - Zwiebel zerkleinern / Mince onion

    Sobald das Wasser dann kocht geben wir zwei Teelöffel Salz dazu
    16 - Wasser salzen / Salt water

    und kochen die Fusilli darin gemäß Packungsbeschreibung – in der Regel reichen hier 5-6 Minuten aus.
    17 - Fusilli kochen / Cook fusilli

    Parallel erhitzen wir etwas Butterschmalz in einer höheren Pfanne
    18 - Butterschmalz in Pfanne erhitzen / Heat ghee in pan

    geben die zerkleinerte Zwiebel hinein
    19 - Zwiebelwürfeln in Pfanne geben / Put diced onion in pan

    und dünsten sie etwas an bis sie glasig werden.
    20 - Zwiebel andünsten / Braise onion

    Inzwischen dürften dann auch die Nudeln gar sein, so dass wir sie in ein Sieb gießen und abtropfen lassen können.
    21 - Fusilli abtropfen lassen / Drain fusilli

    Nun geben wir das gewürfelte Corned Beef zu den Zwiebelwürfeln
    22 - Corned Beef in Pfanne geben / Put corned beef in pan

    und dünsten es etwas mit an, wobei es wohl etwas zerfallen wird.
    23 - Corned Beef andünsten / Braise corned beef

    Als nächstes geben wir auch das gut abgetropfte und gut ausgedrückte Sauerkraut hinzu,
    24 - Sauerkraut hinzufügen / Add sauerkraut

    verrühren es mit dem restlichen Pfanneninhalt und lassen es dabei heiß werden.
    25 - Sauerkraut heiß werden lassen / Let sauerkraut get hot

    Schließlich geben wir das gut durchgezogene Thousand Island Dressing hinzu,
    26 - Thousand Island Dressing dazu geben / Add thousand island dressing

    verdünnen alles mit 150ml Milch (oder Sahne)
    27 - Mit Milch aufgießen / Add milk

    und verrühren wiederum alles gründlich miteinander wobei wir es heiß werden lassen.
    28 - Verrühren & heiß werden lassen / Stir & let get hot

    Außerdem streuen wir etwa die Hälfte des geriebenen Käses ein,
    29 - Geriebenen Käse einstreuen / Add grated cheese

    lassen ihn schmelzen
    30 - Käse schmelzen lassen / Let cheese melt

    und schmecken alles noch einmal (bei Bedarf) mit Salz und Pfeffer ab.
    31 - Mit Gewürzen abschmecken / Taste with seasonings

    Nun können wir die gekochten und abgetropften Fusilli zur Sauce in die Pfanne geben,
    32 - Fusili in Pfanne geben / Put fusili in pan

    vermischen alles gründlich miteinander
    33 - Nudeln & Sauce vermischen / Mix pasta with sauce

    und geben dann alles in eine große Auflaufform.
    34 - Mischung in Auflaufform geben / Put pasta mix in casserole

    Außerdem beginnen wir den Ofen auf 180 Grad vorzuheizen.

    Nachdem wir die Nudeln dann gleichmässig verteilt und etwas glatt gestrichen haben
    35 - Nudeln glatt streichen / Flatten pasta

    bestreuen wir alles mit dem restlichen geriebenen Käse
    36 - Mit restlichem Käse bestreuen / Dredge with remaining cheese

    und garnieren es anschließend noch mit ein wenig Kümmelsamen. Kümmel und Sauerkraut gehören einfach zusammen find ich immer. 🙂
    37 - Mit Kümmelsamen bestreuen / Dredge with caraway seeds

    Die Auflaufform schieben wir dann für 20-25 Minuten auf der mittleren Schiene in den vorgeheizten Ofen
    38 - Im Ofen backen / Bake in oven

    bis der Käse geschmolzen ist und der Inhalt leicht zu blubbern begonnen hat. Danach entnehmen wir alles wieder, lassen es für 5-7 Minuten ruhen
    39 - Reuben Pasta Bake - Fertig gebacken / Finished baking

    bevor wir unseren Reuben Nudelauflauf schlußendlich servieren und genießen können.
    40 - Reuben Pasta Bake - Serviert / Served

    Die Kombination aus Corned Beef, Sauerkraut, Käse und Thousand Island Dressing hat sich unter ihrer Bezeichnung Reuben ja bereits auf Sandwiches und als Pizza als überaus lecker erwiesen. Daher war es natürlich nicht verwunderlich dass sie sich auch vermischt mit Pasta als geschmackliche Offenbarung erwies. Ich hatte etwas Bedenken gehabt als das Corned Beef beim Erhitzen in der Pfanne zerfiel, doch das erwies sich letztlich sogar als Vorteil, weil sich das Fleisch so viel besser verteilte.
    Wie ich jetzt erst feststellte, gibt es übrigens einen deutlichen Unterschied zwischen deutschem und britischen bzw. amerikanischem Corned Beef, denn bei uns wird dem Corned Beef Aufschnitt wie ich ihn hier verwendet hatte noch Gelatine hinzugesetzt um bessere Schnittfestigkeit zu erreichen, was bei der britisch-amerikanischen Variante scheinbar nicht der Fall ist, denn sie wird meist frisch hergestellt und in Metzgereien und Delikatessgeschäften angeboten. Gelatine ist zwar geschmacksneutral, aber sie wirkt sich natürlich auf die Konsistenz beim erhitzen aus, denn sie zerfließt einfach und gibt die darin enthaltenen Fleischstücke frei. Aber wie dem auch sei, geschmeckt hat mein Reuben Nudelauflauf alle mal, egal ob er nun mit anglizistischem oder deutschem Corned Beef hergestellt wurde.
    Der Kümmelsamen aus der Garnitur rundete das ganze im übrigen geschmacklich sehr gelungen ab. Ich überlege ob ich beim nächsten Mal nicht sogar noch etwas davon zum Sauerkraut gebe, so dass diese Kümmelnote gleichmäßiger im Auflauf verteilt ist. Das Rezept gehört zwar nicht zum Sterne-Gastronomie, aber es handelt sich um gute und vor allem leckere Hausmannskost und für so etwas bin ich ja immer zu haben. 😉

    41 - Reuben Pasta Bake - Seitenansicht / Side view

    Guten Appetit

    Abgebräunter Leberkäs mit Bratkartoffeln [15.01.2015]

    Thursday, January 15th, 2015

    Nachdem ich heute auf Asia-Thai-Gerichte wie Ko Lo Zai – Gebratenes Gemüse in süß-saurer Sauce mit Ananas oder Moo Pad Takaii – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chili-Zitronengrassaucemal wieder keine Lust verspürte und mich auch die Penne al Pesto Genovese aus dem Bereich Vitality nicht sonderlich reizten, blieben letztlich noch der Abgebräunte Leberkäs mit Bratkartoffeln aus dem Bereich Globetrotter und das 1/2 Grillhendl mit Pommes Frites bei Tradition der Region zwischen denen ich wählen konnte. Letztlich war es wohl die lange Schlange vor dem Hähnchengericht, die mich dazu bewog beim Leberkäse zuzugreifen, welcher übrigens mit einer dickflüssigen Bratensauce serviert wurde. Ohne wäre es wohl auch etwas trocken gewesen. Dazu fehlte mir noch etwas Gemüse, allerdings passte das Angebot heute mal wieder nicht ganz zum Speiseangebot, so dass ich nach kurzem Abwägen schließlich zu einer Bohnen-Mais-Mischung mit Broccoli griff. Außerdem gesellte sich noch ein Becherchen Joghurt mit Fruchtsalat auf mein Tablett.

    Leberkäse mit Bratensauce & Röstkartoffeln / Meat loaf with gravy & roast potatoes

    Wie bereits gestaltete sich das Hauptgericht heute denkbar einfach: Eine große, von beiden Seiten angebratene Scheibe Leberkäse, etwas dunkle, dickflüssige und würzige Bratensauce sowie schließlich einer mehr als ausreichend großen Portion kleiner, mit einigen Kräutern angebratener Salzkartoffeln. Einzig am Leberkäse muss ich monieren, dass er bereits leicht abgekühlt war, allerdings nicht so stark dass ich hier zu einem Punktabzug greifen muss. An der im Geschmack heute mal sehr kräftigen Bratensauce oder den kleinen, festen Kartoffeln gab es nichts auszusetzen – auch wenn ich diese eher als Röstkartoffeln denn als Bratkartoffeln bezeichnet hätte. Aber der Name ist natürlich eine individuelle Entscheidung der Betriebsrestaurants-Leitung. Und auch das Gemüse, das aus weißen Riesenbohnen, Mais, roten Kidneybohnen und Broccoli in einer milden hellen Sauce bestand, erwies sich als überaus schmackhaft – eine ungewöhnliche, aber doch ganz gut passende Beilage. Der kleine Becher mild gesüßten, mit einer bunten Mischung verschiedener Obstsorten versetztem Naturjoghurts schloss das Mittagsmahl schließlich sehr gelungen ab.
    Natürlich war es heute das Grillhendl mit Pommes Frites, das mit großem Vorsprung vor allen anderen Gerichten sich den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnte. Auf Platz zwei folgte der Leberkäse mit Bratkartoffeln, gefolgt von den Asia-Gerichten auf dem dritten Platz und – nur knapp dahinter – den Penne mit Pesto Genovese. Hier also mal wieder keine Überraschungen, denn die Platzierung entspricht genau den Erfahrungswerten. 😉

    Mein Abschlußurteil:
    Leberkäse: ++
    Bratensauce: ++
    Bratkartoffeln: ++

    Hähnchen-Paprikasch mit Röstkartoffeln – das Rezept

    Saturday, September 27th, 2014

    Heute wollte ich mich mal an ein Paprikasch heran wagen, einem Gericht dass sowohl aus der ungarischen als auch der serbokroatischen Küche bekannt ist und die, wie der Name bereits vermuten lässt, Paprika als wichtige Zutat beinhalten. Dabei entschied ich mich für ein Rezept mit Hähnchenschenkeln, das ich mit ein paar Röstkartoffeln zu einem überaus leckeren Gericht kombinierte. Im ursprünglichen Rezept war zwar von Reis als Sättigungsbeilage die Rede gewesen, aber ich hatte noch einige Kartoffeln vorrätig und wollte diese verbrauchen, was sich als gute Entscheidung heraus stellte.

    Was benötigen wir also für 3 Portionen?

    Für das Paprikasch

    3 Hähnchenschenkel
    06 - Zutat Hähnchenschenkel / Ingredient chicken legs

    1 Esslöffel Paprika edelsüß
    03 - Zutat Paprika edelsüß / Ingredient sweet paprika

    1 Esslöffel Paprika rosenscharf
    04 - Zutat Paprika scharf / Ingredient hot paprika

    1 Teelöffel Kümmel-Samen
    01 - Zutat Kümmel / Ingredient caraway

    1 Teelöffel Salz
    02 - Zutat Salz / Ingredient salt

    3 Zehen Knoblauch
    05 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

    400-450g frische Paprika
    07 - Zutat Paprika / Ingredient bell pepper

    180g Zwiebeln
    08 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

    300ml Wasser
    09 - Zutat Wasser / Ingredient water

    200g Sahne-Joghurt
    10 - Zutat Joghurt / Ingredient yogurt

    125g Creme fraiche
    11 - Zutat Creme fraiche / Ingredient creme fraiche

    1 Esslöffel Tomatenmark
    12 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

    1 Esslöffel Weizenmehl
    13 - Zutat Mehl / Ingredient flour

    einige Stiele Petersilie
    14 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

    2 Esslöffel Olivenöl
    12 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

    sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

    Für die Röstkartoffeln

    800g Kartoffeln – festkochende Sorte
    15 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

    1 mittlere Zwiebel
    16 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

    1-2 Esslöffel Olivenöl
    09 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil
    sowie auch hier etwas Salz & Pfeffer zum würzen

    Beginnen wir heute mal damit, eine Marinade für die Hähnchenschenkel zuzubereiten. Dazu geben wir den Kümmel und das Salz in einen Mörser
    17 - Kümmel & Salz in Mörser geben / Put caraway & salt in mortar

    und zerstoßen sie dann gründlich. Dabei müssen die Körner nicht vollkommen zermahlen werden, wichtig ist dass die Körner sich öffnen und ihr Aroma frei geben. Das Salz verhindert dabei, dass sich die ätherischen Stoffe daran binden und nicht an den Wänden des Mörsers absetzen.
    18 - Kümmel mörsern / Pestle caraway

    Die gemörserten Kümmelkörner geben wir dann in eine Schüssel,
    19 - Gemörstern Kümmel in Schüssel geben / Put grinded caraway to bowl

    pressen die Knoblauchzehen hinzu
    20 - Knoblauch dazu pressen / Add garlic

    addieren die Esslöffel mit edelsüßem und rosenscharfem Paprikapulver,
    21 - Paprikas addieren / Add paprikas

    geben noch zwei bis drei Esslöffel Wasser hinzu
    22 - Wasser hinein geben / Add water

    und vermengen alles zu einer Paste.
    23 - Gründlich vermengen / Mix well

    Anschließend waschen wir die Hähnchenschenkel, tupfen sie trocken
    24 - Hähnchenschenkel waschen / Wash chicken legs

    und bestreichen sie von allen Seiten mit der Paste,
    25 - Hähnchenschenkel mit Paste bestreichen / Spread chicken legs with marinade

    um sie anschließend in ein verschließbares Behältnis, um sie geschlossen um Kühlschrank für mindestens 30 Minuten zu marinieren.
    26 - Hähnchenschenkel marinieren / Marinate chicken legs

    In der Zwischenzeit würfeln wir die für das Paprikasch vorgesehenen Zwiebeln,
    27 - Zwiebeln würfeln / Dice onions

    Außerdem waschen wir die Paprikas, reiben sie trocken,
    28 - Paprika waschen / Wash bell pepper

    vierteln und entkernen sie
    29 - Paprika entkernen / Decore bell pepper

    und schneiden sie dann in mundgerechte Stücke.
    30 - Paprika würfeln / Dice bell pepper

    Des weiteren können wir auch schon die Kartoffeln schälen
    31 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

    und sie dann in etwa gleich große Würfel schneiden. Diese legen wir in kaltes Wasser, was ihnen einen Teil ihrer Stärke entzieht und sie später knuspriger werden lässt.
    32 - Kartoffeln würfeln / Dice potatoes

    In einer größeren Pfanne erhitzen wir nun zwei Esslöffel Olivenöl
    33 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

    und dünsten die zerkleinerte Paprika darin für etwa fünf Minuten an, bis sie etwas Farbe bekommen.
    34 - Paprika andünsten / Braise bell pepper

    Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, damit zu beginnen den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen.

    Anschließend entnehmen wir die Paprika aus der Pfanne, stellen sie bei Seite und geben die marinierten Hähnchenschenkel hinein
    35 - Hähnchenschenkel in Pfanne geben / Put chicken legs in pan

    um sie dann rundherum anzubraten.
    36 - Hähnchenschenkel rundherum anbraten / Fry chicken legs all around

    Die angebratenen Hähnchenschenkel geben wir dann in eine Auflaufform,
    37 - Hähnchenschenkel in Auflaufform geben / Put chicken legs in casserole

    dünsten die gewürfelte Zwiebel darin an, wobei wir auch den zurückgebliebenen Bratensatz lösen,
    38 - Zwiebeln andünsten / Braise onions lightly

    geben dann 200ml Wasser hinzu, dass wir kurz aufkochen lassen
    39 - Wasser addieren & aufkochen lassen / Add water & bring to boil

    und geben sie dann zu den Hähnchenschenkeln in die Auflaufform.
    40 - Zwiebeln zu Schenkeln geben / Add onions to chicken legs

    Sobald der Ofen Betriebstemperatur erreicht hat, schieben wir die Auflaufform auf der zweiten Schiene von unten hinein und lassen den Inhalt erst einmal für 30 Minuten garen.
    41 - Im Ofen backen / Bake in oven

    In der Zwischenzeit geben wir Joghurt und Creme fraiche – ich hatte solche mit Kräutern verwendet, die ich noch vorrätig hatte – in eine Schüssel,
    42 - Joghurt & Creme fraiche in Schüssel geben / Put yogurt & creme fraiche in bowl

    addieren den Esslöffel Tomatenpüree
    43 - Tomatenmark addieren / Add tomato puree

    sowie den Esslöffel Weizenmehl,
    44 - Mehl hinzufügen / Add flour

    verrühren alles gründlich miteinander
    45 - Gründlich verrühren / Mix well

    wobei wir es mit den verbliebenen 100ml Wasser verdünnen
    46 - Mit Wasser verdünnen / Thin with water

    um dann die angebratenen Paprikawürfel hinzufügen
    47 - Paprika addieren / Add bell pepper

    und alles mit etwas Salz und Pfeffer abzuschmecken.
    48 - Mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste with salt & pepper

    Kurz vor Ablauf der ersten dreißig Minuten Garzeit für die Hähnchenschenkel erhitzen wir wieder ein bis zwei weitere Esslöffel Olivenöl auf erhöhter Stufe in der Pfanne
    49 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

    und schütten die Kartoffelwürfel in ein Sieb ab, um sie abtropfen zu lassen.
    50 - Kartoffeln abtropfen lassen / Drain potatoes

    Dann entnehmen wir die Hähnchenschenkel aus dem Ofen
    51 - Hähnchenschenkel aus Ofen entnehmen / Take chicken legs from oven

    übergießen alles mit unserer Joghurt-Paprika-Mischung
    52 - Mit Joghurtsauce übergießen / Douse with yoghurt sauce

    und verrühren dann alles mit der bereits in der Auflaufform befindlichen Zwiebelsauce – wobei wir auch darauf achten, dass keine Paprikastücke auf den Hähnchen liegen bleiben, da sie sonst drohen im Ofen anzubrennen –
    53 - Verrühren / Mix

    bevor wir alles zurück in den Ofen schieben und für weitere dreißig Minuten backen.
    54 - Weiter im Ofen backen / Continue bake in oven

    Dann geben wir die abgetropften Kartoffelwürfel in die inzwischen heiße Pfanne
    55 - Kartoffelwürfel in Pfanne geben / Add potatoes to pan

    und schließen dann sofort den Deckel, um sie auf weiterhin erhöhter Stufe anbraten zu lassen.
    56 - Geschlossen braten / Fry closed

    Insgesamt müssen die Kartoffelwürfel etwa 30 bis 35 Minuten geschlossen garen – aber erst nach fünf Minuten wenden wir das erste Mal den Pfanneninhalt. Danach schließen wir sofort wieder den Deckel, haben aber weiterhin eine Auge auf die Kartoffeln, damit sie nicht anbrennen, ggf. vemindern wir die Temperatur zwischendurch auch etwas.
    59 - Kartoffeln umrühren / Stir potatoes

    Außerdem würfeln wir die Zwiebel
    57 - Zwiebel würfeln / Dice onion

    und waschen die Petersilie, zupfen sie Blätter von den Stielen und zerkleinern sie.
    58 - Petersilie zerkleinern / Grind parsley

    Zehn Minuten vor Ablauf der Garzeit für die Kartoffelwürfel geben wir schließlich die gewürfelte Zwiebel zu den Kartoffeln, heben sie aber nicht sofort unter
    60 - Zwiebeln addieren / Add onions

    sondern schließen den Deckel und lassen die Zwiebeln durch den eingeschlossenen Dampf gar ziehen.
    61 - Geschlossen dünsten / Braise closed

    Erst am Ende vermischen wir Kartoffelwürfel und Zwiebel
    62 - Zwiebeln unterheben / Stir in onions

    und schmecken sie dann auch gleich mit etwas Salz und Pfeffer ab.
    63 - Mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste with salt & pepper

    Außerdem entnehmen wir nun auch die Hähnchenschenkel, die inzwischen schön knusprig geworden sein müssten,
    64 - Hähnchenpaprikasch - Fertig gebacken / Chicken Paprikasch - Finished baking

    und können sie gemeinsam mit den Kartoffelwürfeln und garniert mit der Sauce und der frischen Petersilie.
    65 - Hähnchenpaprikasch - Serviert / Chicken Paprikasch - Served

    Zu Beginn hatte ich ja befürchtet, dass ich viel zu viel Sauce gemacht hatte und diese auch viel zu dünn geworden wäre – doch all diese Sorgen erwiesen sich glücklicherweise als unbegründet. Viel mehr reichte die Sauce genau aus, passte geschmacklich wunderbar zu den würzigen Hähnchenschenkeln mit ihrer schön knusprigen Außenhaut und dem zarten und saftigen Fleisch im Inneren und hatte sich noch durch die letzten 30 Minuten im Ofen noch etwas eingedickt. Der Kümmel war dabei zwar ganz leicht Präsent, aber absolut nicht dominant, sondern passte sich gut in die gesamte Gewürzkombination ein. Also auch etwas für Leute, die eigentlich nicht so sehr auf Kümmel stehen. Dazu passten auch sehr gut die teilweise schön knusprig gewordenen Kartoffelwürfel. Ein sehr leckeres Gericht, ich war sehr zufrieden.

    66 - Hähnchenpaprikasch - Seitenansicht / Chicken Paprikasch - Side view

    Guten Appetit

    Murgh Makhani – Indisches Butterhuhn – das Rezept

    Sunday, July 27th, 2014

    Heute wollte ich mich mal wieder der indischen Küche zuwenden und entschied mich dazu, ein Murgh Makhani zubereiten, ein indisches Butterhuhn. Die relativ komplexe Abstimmung verschiedener Gewürze gibt, wie in der indischen Küche üblich, dem Gericht auch hier einen wirklich einzigartigen Geschmack so wie ich ihn ja überaus schätze. Und ich bin sicher, dass diese Zusammenstellung auch andere Freund der indischen Küche ansprechen wird, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das verwendete Rezept hier einmal kurz in der gewohnten Form vorzustellen.

    Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

    1 mittelgroße Zwiebel
    01 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

    2-3 Chilis
    02 - Zutat Chilis / Ingredient chilis

    1 Schalotte
    03 - Zutat Schalotte / Ingredient shallot

    550g Hähnchebrust-Filet
    04 - Zutat Hähnchenbrust / Ingredient chicken breast

    500g passierte Tomaten
    05 - Zutat passierte Tomaten / Ingredient tomatoes

    1 Stück frischer Ingwer (etwas mehr als daumengroß)
    06 - Zutat Ingwer / Ingredient ginger

    60g Butter
    07 - Zutat Butter / Ingredient butter

    5 Teelöffel Garam Masala
    08 - Zutat Garam Masala / Ingredient garam masala

    2 Teelöffel Cayenne-Pfeffer
    09 - Zutat Cayennepfeffer / Ingredient cayenne pepper

    1 Teelöffel Kreuzkümmel
    10 - Zutat Kreuzkümmel / Ingredient cumin

    1/2 Teelöffel Bockshornklee-Samen

    1 Lorbeerblatt
    11 - Zutat Lorbeerblatt / Ingredient bay leaf

    1 kleine Limette
    12 - Zutat Limone / Ingredient lime

    100g Schmand
    13 - Zutat Schmand / Ingredient sour cream

    120g Joghurt
    (am besten eine Sorte mit hohem Fettanteil, damit er nicht flockt)
    14 - Zutat Joghurt / Ingredient yoghurt

    1 Hand voll Cashew-Kerne
    15 - Zutat Cashew-Kerne / Ingredient cashew

    2-3 Esslöffel Erdnuss-Öl
    14 - Zutat Erdnussöl / Ingredient peanut oil

    200g Basamti-Reis
    16 - Zutat Basmati-Reis / Ingredient basmati rice

    sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

    Beginnen wir wie üblich damit, die einzelnen Zutaten vorzubereiten. Dazu ziehen wir die Zwiebel ab und würfeln sie,
    17 - Zwiebel würfeln / Dice onion

    schälen die Schalotte und würfeln sie ebenfalls,
    18 - Schalotte würfeln / Dice shallots

    schälen und zerkleinern die Knoblauchzehen,
    19 - Knoblauch hacken / Mince garlic

    schälen und zerkleinern den Ingwer,
    20 - Ingwer zerkleinern / Cut ginger

    entkernen die Chilis
    21 - Chilis entkernen / Decore chilis

    und zerkleinern sie gründlich,
    22 - Chili zerkleinern / Chop chilis

    pressen die Limone aus
    23 - Limone auspressen / Squeeze lime

    und geben schließlich die Cashew-Nüsse in eine Mühle
    24 - Cashewnüsse in Mühle geben / Put cashews in mill

    und zermahlen sie.
    25 - Cashewnüsse mahlen / Grind cashew

    Ich hatte zuerst geschaut ob ich irgendwo bereits gemahlene Cashew-Nüsse kaufen könne, aber war dabei erfolglos gewesen. Aber zum Glück hatte ich noch diese alte elektrische Kaffeemühle im Schrank und verwendete zu diesem Zweck. Aber vorsicht: Mahlt man Cashew-Nüsse zu lange werden sie von lockerem Mehl zu einer Paste, man muss also aufpassen genau den richtigen Zeitpunkt abzupassen.

    Anschließend waschen wir noch die Hähnchenbrust, tupfen sie trocken
    26 - Hühnerbrust waschen / Wash chicken breast

    und schneiden sie in mundgerechte Stücke.
    27 - Hühnerbrust in mundgerechte Stücke schneiden / Cut chicken breast in dices

    In einem Topf erhitzen wir nun ein bis zwei Esslöffel Erdnussöl
    28 - Erdnussöl erhitzen / Heat up peanut oil

    und dünsten darin Zwiebel, Knoblauch und Schalotte an.
    29 - Zwiebeln, Knoblauch & Schalotten andünsten / Braise onion, garlic & shallots

    Sobald alles glasig angedünstet ist, geben wir die Butter hinzu, lassen sie schmelzen
    30 - Butter hinzufügen / Add butter

    und geben dann die Chilis hinein,
    31 - Chilis hinzufügen / Add chilis

    addieren den zerkleinern Ingwer,
    32 - Ingwer addieren / Add ginger

    gießen etwa die Hälfte des Limonensafts hinzu,
    33 - Limettensaft angießen / Add lime juice

    streuen drei der Teelöffel Garam Masala ein
    34 - Garam Masala einstreuen / Dredge with garam masala

    und geben schließlich noch das Lorbeerblatt
    35 - Lorbeerblatt hinzufügen / Add bay leaf

    sowie den halben Teelöffel Bockshornklee hinzu.
    36 - Bockshornkleesamen addieren / Add fenugreek

    Alles dünsten wir für zwei bis drei Minuten bei gelegentlichem umrühren an,
    37 - Gewürze kurz mit anbraten / Braise seasoning

    löschen es dann mit den passierten Tomaten ab
    38 - Mit Tomaten ablöschen / Deglaze with tomatoes

    und verrühren alles gründlich miteinander und lassen es für vier bis fünf Minuten auf mittlerer Stufe köcheln.
    39 - Verrühren & köcheln lassen / Stir & simmer

    Anschließend reduzieren wir die Hitzezufuhr etwas und geben dann den Joghurt
    40 - Joghurt hinzufügen / Add yoghurt

    und den Schmand mit in den Topf,
    41 - Schmand addieren / Add sour cream

    verrühren wieder alles gründlich miteinander,
    42 - Gut verrühren / Stir well

    würzen es mit einem Teelöffel Cayennepfeffer
    43 - Mit Cayennepfeffer würzen / Season with cayenne pepper

    sowie einem Teelöffel Kreuzkümmel
    44 - Kreuzkümmel hinzufügen / Add cumin

    und schmecken die Sauce dann auch gleich mit etwas Salz und Pfeffer ab. Dann lassen wir es für etwa zehn Minuten auf auf reduzierter Stufe und bei gelegentlichem umrühren vor sich hin köcheln.
    45 - Mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste with pepper & salt

    In einer Pfanne erhitzen wir dann ein bis zwei weitere Esslöffel Erdnussöl
    46 - Erdnussöl erhitzen / Heat up olive oil

    und geben die gewürfelte Hähnchenbrust hinzu
    47 - Hähnchenwürfel hinzufügen / Add chicken dices

    um sie über sieben bis acht Minuten rundherum anzubraten.
    48 - Rundherum anbraten / Fry all around

    Außerdem ist jetzt auch ein guter Zeitpunkt, einen Topf mit Wasser für den Reis aufzusetzen.
    49 - Wasser für Reis aufsetzen / Bring water for rice to cook

    Sobald das Hähnchenfilet in der Pfanne anfängt leicht zu bräunen, geben wir zwei bis drei Kellen der Sauce hinzu
    50 - Etwas Sauce hinzufügen / Add some sauce

    vermischen sie mit dem angebratenen Geflügelfleisch
    51 - Mit Fleisch verrühren / Mix wit meat

    und bestäuben es dann mit den verbleibenden beiden Teelöffeln Garam Masala sowie dem Teelöffel Cayennepfeffer.
    52 - Mit Garam Masala & Cayennepfeffer würzen / Season with garam masala & cayenne pepper

    Alles zusammen braten wir ein bei gelegentlichem rühren ein paar weitere Minuten mit an.
    53 - Gemeinsam anbraten / Fry

    Inzwischen müsste auch das Wasser kochen, so dass wir es mit etwas Salz versehen
    54 - Wasser salzen / Salz water

    und den Reis darin gemäß Packungsbeschreibung kochen können.
    55 - Reis kochen / Cook rice

    Während der Reis köchelt, geben wir das angebratene Hähnchenfleisch in den Topf
    56 - Fleisch in Sauce geben / Add meat in sauce

    vermengen sie mit der Sauce
    57 - Gut vermischen / Mix well

    und binden diese dann ein wenig mit den gemahlenen Cashewnüssen. Alles lassen wir auf niedriger Stufe weiter köcheln und schmecken es eventuell noch einmal mit etwas mehr Limonensaft ab.
    58 - Mit Cashewkern-Mehl binden / Thicken with cashew flour

    Sobald der Reis dann fertig gekocht ist, können wir das Gericht auch schon mit etwas Joghurt garniert servieren und genießen.
    59 - Murgh Makhani - Indisches Butterhuhn - Serviert / Indian butter chicken - Served

    Die Sauce kombinierte sehr gelungen den fruchtigen Geschmack der Tomaten mit der kräftigen Schärfe aus Cayennepfeffer und Chilis und der Cremigkeit von Schmand und Joghurt. Und die gemahlenen Cashew-Nüsse gaben dem Gericht zusätzlich noch eine leicht nussige Note. Gemeinsam mit den zarten und saftigen Würfeln Hähnchenbrust ein wahrer Genuss. Dabei war das Gericht wirklich sehr scharf geraten, ohne dass aber diese Schärfe zu sehr über die anderen geschmacklichen Aspekte der Zubereitung dominierte – etwas das ich an der indischen Küche ja sehr schätze. Jenen die es nicht so scharf mögen sei dabei noch gesagt, dass man die Schärfe durch etwas zusätzlichen Joghurt als Garnitur etwas abmildern kann. Ein sehr leckeres Gericht, das ich mal wieder vorbehaltlos weiter empfehlen kann.

    60 - Murgh Makhani - Indisches Butterhuhn - Seitenansicht / Indian butter chicken - Side view

    Werfen wir, wie üblich, abschließend noch einen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichtes. Nach meiner Kalkulation liegt die reine Butterhuhn-Zubereitung bei etwa 2000kcal, also 500kcal pro Portion. Dazu kommen aber noch etwa 700kcal für die Sättigungsbeilage in Form des Basmati-Reis, also noch einmal 175kcal pro Portion. Damit liegen wir bei 675kcal, was zwar nicht gerade wenig ist, aber für ein Hauptgericht gerade noch am oberen Rand des Akzeptablen liegt. Wer dennoch reduzieren möchte, kann vielleicht versuchen die Menge der Butter etwas zu reduzieren – zumal ich eh nicht sicher bin welche Rolle hier die Butter in der Gesamtkomposition spielt, ich habe mich in dieser Hinsicht einfach an das Rezept gehalten. Aber da Fett ja auch ein Geschmacksträger ist, wird sie schon ihre Daseinsberechtigung haben. Mit hat es auf jeden Fall in dieser Zusammenstellung sehr gut geschmeckt.

    Guten Appetit

    Lasagne Bolognese [12.06.2014]

    Thursday, June 12th, 2014

    Das heutige Angebot in unserem Betriebsrestaurant war für einen Donnerstag leider eher dürftig gestrickt. nachdem die Mediterrane Gemüsepfanne auf Ebly bei Vitality mich visuell nicht so ansprach und ich heute keine große Lust auf Asia-Gerichte wie den Gebackenen Seelachs mit verschiedenem Gemüse und Ananas in süß-saurer Sauce verspürte, blieben noch die Lasagne Bolognese aus der Sektion Globetrotter und der Pikante Wurstgulasch bei Tradition der Region, welche in die nähere Auswahl kamen. Und nach kurzem Abwägen entschied ich mich schließlich für die Lasagne Bolognese, die ich schließlich noch mit einem kleinen Becher Aprikosenjoghurt aus dem heutigen Dessert-Angebot ergänzte.

    Lasagne Bolognese

    Zwischen insgesamt fünf Schichten Lasagneblätter fand sich reichlich der Bolognese-Sauce aus krümelig angebratenen Hackfleisch und einer cremigen, leicht fruchtigen Tomatensauce, die meiner Meinung nach noch etwas mehr Würze mit Kräutern hätte vetragen können. Das ganze war mit einem nicht näher zu identifizierenden Käse gratiniert worden. Keine Meister-Lasagne, aber absolut essbar. Und der Aprikosenjoghurt mit seinen Fruchtstückchen gab ebenfalls keinen Grund zur Kritik.
    Es war heute jedoch nicht die Lasagne sondern die Asia-Gerichte, die mit einem knappen Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnte. Erst auf Platz zwei folgte die Lasagne Bolognese, gefolgt vom Wurstgulasch auf dem dritten Platz und Gemüsepfanne schließlich auf Platz vier.

    Lasagne Bolognese: +
    Aprikosenjoghurt: ++

    Pizza Diavolo [12.03.2014]

    Wednesday, March 12th, 2014

    Auch wenn am heutigen Mittwoch, eigentlich der Tag an dem ich traditionell zu Fisch und/oder Meeresfrüchten greife, mit Gedünstetem Seelachs im Tomatenbett mit Blattspinat und Kartoffel bei Vitality ein überaus akzeptables Gericht auf der Karte stand, sollte ich mich doch anders entscheiden. Aber es waren weder die Angebote an der Asia-Thai-Theke wie Gebratene Mie-Nudeln mit verschiedenem Asia-Gemüse in Hoi Sin Sauce, Gebratene Pute mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce oder Gebackene Ente mit gebratenem Gemüse in Spezialsauce noch die Currywurst (rot oder weiß) mit Pommes Frites aus der Abteilung Tradition der Region, die mich zu dieser Entscheidung bewog, sondern viel mehr die Pizza Diavolo mit scharfer Salami und Peperoni bei Globetrotter, die im restauranteignen Steinofen frisch für die Gäste gebacken und anschließend noch auf Wunsch mit Kräutern und Olivenöl garniert wurde. Die Zubereitung dauerte zwar ein paar Minuten etwas länger als an den anderen Theken, aber das nahm ich gerne in Kauf. Dazu gesellte sich noch ein Becher Fruchtjoghurt aus dem heutigen Dessert-Angebot.

    Pizza Diavolo

    Der frei gelassene Rand der Pizza war zwar für meinen Geschmack etwas breit geraten, aber ansonsten erwies sich der schön dünne und knusprige Boden als sehr gelungen. Der Belag aus Tomatensauce, Salamischeiben, Käse, grünen Peperoni, Kräutern und Olivenöl war ebenfalls geschmacklich zwar absolut in Ordnung, nur von Schärfe war hier überhaupt nichts zu bemerken. Weder die sehr milden Peperoni noch die Salami besaßen auch nur den Hauch davon, was mich letztlich trotz des guten Gesamtqualität der Pizza dazu bewog, einen kleinen Abzug in der Wertung zu vollziehen. Ich hätte es ja noch verstanden, wenn man es aufgrund der “Massenkompatibilität” nicht ganz so heftig scharf zubereitet hätte, aber ein komplettes Fehlen einer zugesicherten Eigenschaft lässt mir hier keine andere Wahl. Der mit etwas Schokosauce garnierte Joghurt mit Mandarinengeschmack schließlich war zwar recht dünn, erfüllte aber alle an ihn gestellten Anforderungen.
    Natürlich war es heute trotz des verlockenden Angebotes mit der Pizza die Currywurst mit Pommes, die mit deutlichem Vorsprung vor allen anderen Gerichten den ersten Platz für sich bestimmen konnte. Und auch der zweite Platz wurde der Pizza von den Asia-Gerichten weggeschnappt, so dass sie sich schließlich mit Platz drei zufrieden geben musste. Das lag aber weniger an Qualitätsmerkmalen – die fehlende Schärfe sah man ihr ja nicht an – sondern viel mehr an der Geschwindigkeit, mit der die Pizza aus dem Ofen kamen. Wäre man hier etwas schneller gewesen, hätte dieses Gericht mit Sicherheit noch einen Platz gut machen können. Obwohl hier mit Sicherheit auch das Asia-Gericht mit Ente eine gewisse Rolle gespielt hat. Der Seelachs im Tomatenbett mit Blattspinat landete schließlich nur auf Platz vier – bei so viel kalorienreicheren Alternativen war das aber auch nicht anders zu erwarten gewesen.

    Mein Abschlußurteil:
    Pizza Diavolo: +
    Mandarinenjoghurt: ++

    Chili con Carne & Baguette [16.01.2014]

    Thursday, January 16th, 2014

    Heute machte mir unser Betriebsrestaurant mal wieder ein Angebot, das ich unmöglich ablehnen konnte, denn es fand sich im Bereich Globetrotter mal wieder mein hoch geschätztes Chili con Carne mit Baguette auf dem Speiseplan. Da konnten weder der Champignongulasch mit Vollkornspaghetti bei Vitality noch der Schweinebraten in Dunkelbiersauce, dazu Kartoffelknödel und Krautsalat bei Tradition der Region meine Meinung umstimmen. Einzig das Gebackene Seelachsfilet mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce, das neben Ko Lo Zai – Gebratenes Gemüse in süß-saurer Sauce mit Ananas nach Peking Art und Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chili-Zitronengrassauce an der Asia-Thai-Theke angeboten wurde, wäre theoretisch noch eine Alternative gewesen. Aber eben nur Theoretisch. 😉 Zum Chili gesellte sich schließlich noch ein Becherchen Mandarinenquark aus dem heutigen Dessert-Angebot.

    Chili con Carne & Baguette

    Zwar bestand die Zubereitung wie üblich nur aus den (meiner Meinung nach) Minimalzutaten wie krümelig angebratenem Rinderhackfleisch, roten Kidneybohnen, Mais, Zwiebeln und Tomaten, aber diese waren heute mit einer angenehmen leichten Schärfe zubereitet, die geschmacklich wie ich fand wunderbar mit der fruchtigen Note der Tomaten harmonierte. Ich persönlich würde ja noch Paprika und einige Erbsen vielleicht sogar etwas geraspelte Zartbitterschokolade mit hinzu geben – aber das trifft wohl nicht unbedingt den Allgemeingeschmack. Zum Chili gab es wie üblich eine Scheibe Baguette, die dieses Mal nicht nur schön groß geraten war, sondern sich auch als überaus frisch erwies. Ich konnte insgesamt also auch heute sehr zufrieden mit dem Hauptgericht sein, das ich mit dem kleinen Becherchen mild gesüßtem, fruchtigen Mandarinenjoghurt abschloss.
    Und auch bei den anderen Gästen lag das Chili heute ganz weit vorne, aber wenn man genauer hinsah musste man erkennen, dass es noch um Haaresbreite vom Schweinebraten in Dunkelbiersauce überholt wurde, welcher sich somit den ersten Platz auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala sicherte und das Chili auf einen sehr guten zweiten Platz verdrängte. Auf Platz drei folgten schließlich die Asia-Gerichte und Platz vier belegte, wie nicht anders zu erwarten, das vegetarische Angebot in Form des Champignongulasch mit Vollkornspaghetti.

    Mein Abschlußurteil:
    Chili con Carne: ++
    Baguette: ++
    Mandarinenjoghurt: ++