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Schupfnudeln mit Pute in Frischkäse-Minz-Sauce – Resteverbrauch [18.11.2019]

Monday, November 18th, 2019
Potato dumplings with turkey in cream cheese mint sauce - Leftovers / Schupfnudeln mit Pute in Frischkäse-Minz-Sauce - Resteverbrauch

Natürlich hatte ich, ganz wie vermutet, auch heute noch genügend von meinen Schupfnudeln mit Pute in Frischkäse-Minz-Sauce übrig um mit eine großzügige Portion davon mit an die Arbeit nehmen zu können. Aufgewärmt in der winzigen 600 Watt Mikrowelle in der hiesigen Betriebsküche erwiesen sie sich auch in aufgewärmter Form noch als überaus lecker. Und der Minzgeschmack hatte sich glücklicherweise nicht intensiviert, sondern war etwa auf dem gleichen Level wie im Frisch zubereiteten Gericht geblieben, so dass die Minznote weiterhin wunderbar mit der geschmacklichen Gesamtkomposition harmonierte. Nur zwei Randnotizen an dieser Stelle noch: Zum einen hätte ich gerne auch etwas weniger Fleisch nehmen können, denn ich fand es war im Verhältnis zu den anderen Zutaten einfach zu viel davon im Gericht und zum anderen hätte ich die Fleischstücke gerne auch noch etwas kleiner schneiden können. Ich hatte ja mit einem stärkeren Schrumpfen beim braten des Fleisches gerechnet, aber bei magerer Pute ist die Schrumpfrate dann scheinbar doch nicht ganz so groß. Alles in allem aber auch in aufgewärmter Form sehr gelungen.
Im Betriebsrestaurant verpasste ich heute glücklicherweise nicht allzu viel. Der Rindergulascheintopf mit Paprika und Bauernbrot bei Vital klang ganz nett, aber ich hätte wohl eher bei den Blumenkohl-Käsemedaillion mit Salzkartoffeln und Gorgonzolasoße aus dem Abschnitt Veggie zugegriffen. An Spaghetti Bolognese mit Grana Padano+ 3 Komponenten nach Wahl im Abschnitt Daily hätte ich, trotz fehlendem Frühstück, keinen Appetit gehabt und auch Gebackene Frühlingsrollen oder ebratenes Schweinefleisch mit Thaigemüse und Süß- Sauer-Sauce war nicht dazu angetan größere Interesse bei mir zu wecken. Aber das nur der Vollständigkeit halber, ich hatte ja mit meinen Schupfnudeln bereits gut vorgesorgt gehabt. 😉

Saftig-zartes Rindergulasch mit Rotkohl & Kartoffelklößen – das Rezept

Sunday, April 21st, 2019

Für die Osterfeiertage wollte ich natürlich etwas kochen, was sonst nicht so häufig auf meinem Speiseplan zu finden ist. Ich war lange hin und her gerissen, was nun in meiner Küche entstehen sollte, entschied mich aber letztlich für einen saftigen Rindergulasch, den ich mit Rotkohl und Kartoffelklößen ergänzen wollte. Bei der Suche nach einem passenden Rezept stieß ich auf unzählige Varianten dieses leckere Schmorgericht zuzubereiten und ich wählte verschiedene Aspekte aus unterschiedlichen Rezepten, die letztlich zu der für mich ideal erscheinende Zubereitung zu gelangen. Wichtig und so ziemlich allen Variationen gleich war dabei die große Menge an Zwiebeln, die dazu benötigt werden, einige sprachen sogar von einem 1:1 Verhältnis von Fleisch zu Zwiebeln, aber das erschien mir letztlich doch etwas zu viel – obwohl gerade die Menge der Zwiebeln wichtig ist, um eine besonders sämige Sauce ohne Saucenbinder zu bekommen. Ich fand aber ein gutes Mittelmaß und erhielt so einen sehr gelungenen und leckeren Gulasch, der genau das richtige war um ein schönes Osterfest mit einem guten Mahl zu krönen.

Was benötigen wir also für 4-5 Portionen?

  • 1000g Rindfleisch (z.B. aus der Schulter)
  • 750g Zwiebeln
  • 150g durchwachsener Speck
  • 1 gehäufter Teelöffel Kümmelsamen
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 Bio-Zitrone
  • 2 Esslöffel edelsüßes Paprika
  • 2 Teelöffel geräuchertes Paprika
  • 1 Zweig frischer Rosmarin
  • 3-4 Stängel frischer Thymian
  • 2-3 Lorbeerblätter
  • 3 ganze Nelken
  • 250ml trockener Rotwein
  • 400ml Rinderfond
  • Salz, Pfeffer & Chiliflocken zum würzen
  • etwas Butterschmalz zum braten
  • 1 großes Glas Rotkohl (680g)
  • 1 kleine Zimtstange
  • 3 Wacholderbeeren
  • 750g Kloßteig
  • Beginnen wir also damit, die Zwiebel
    01 - Zwiebeln würfeln / Dice onions

    und den durchwachsenen Speck zu würfeln
    02 - Speck würfeln / Dice bacon

    sowie das Rindfleisch in mundgerechte Stücke zu schneiden.
    03 - Rindfleisch würfeln / Dice beef

    Anschließend geben wir den gehäuften Esslöffel Kümmelsamen ohne Fett in eine Pfanne
    04 - Kümmelsamen in Pfanne geben / Put caraway seeds in pan

    und rösten ihn bis die Samenkapseln beginnen in der Pfanne zu springen und sich ihr Geruch beginnt auszubreiten.
    05 - Kümmelsamen ohne Öl rösten / Roast caraway seeds without oil

    Die so gerösteten Samen geben wir dann in einen Mörser,
    06 - Kümmelsamen in Mörser geben / Put caraway seeds in mortar

    geben die zerkleinerten Knoblauchzehen hinzu,
    07 - Knoblauch zerkleinern & in Mörser geben / Hackle garlic & put in mortar

    addieren schließen noch einige Zesten von der Schale unserer Bio-Zitrone,
    08 - Zitronenzesten addieren / Add lemon zests

    geben noch etwas Salz hinzu
    09 - Etwas Salz hinzufügen / Add some salt

    und zerstoßen alles gründlich zu einer Paste.
    10 - Alles zu Paste zerstoßen / Crush everythinng to paste

    Anschließend erhitzen wir etwas Butterschmalz in einer großen Pfanne,
    11 - Butterschmalz in Pfanne erhitzen / Heat up ghee inn pan

    geben den gewürfelten durchwachsenen Speck hinein,
    12 - Speckwürfel in Pfanne geben / Put diced bacon in pan

    braten ihn goldbraun an
    13 - Speckwürfel knusprig anbraten / Sear diced bacon crispy

    und entnehmen ihn dann wieder, um ihn erst einmal bei Seite zu stellen.
    14 - Speckwürfel aus Pfanne entnehmen / Remove diced bacon from pan

    Als nächstes geben wir in mehreren kleinen Portionen das Rindfleisch in die Pfanne so dass es sich nicht berührt oder gar übereinander liegt
    15-  Rindfleischwürfel portionsweise in Pfanne geben / Put  diced beef in portions in pan

    und braten es nach und nach an, so dass Röstaromen entstehen. Dazu sollten wir ihm etwas Zeit geben, es also nicht gleich anfangen es mit dem Kochlöffel herum zu stubsen, sondern es etwas ruhen lassen. Es muss nicht durchgebraten sein, nur eben angeröstet – gar wird es später beim schmoren auf jeden Fall.
    16 - Rindfleischwürfel scharf anbraten / Sear diced beef

    Die angebratenen Rindfleischwürfel entnehmen wir dann ebenfalls wieder und stellen sie ebenfalls bei Seite.
    17 - Rindfleischwürfel entnehmen & bei Seite stellen / Remove diced beef from pan & put aside

    Nun erhitzen wir etwas mehr Butterschmalz, lösen gegebenenfalls die Röst-Rückstände mit dem Kochlöffel etwas vom Pfannenboden,
    18 - Butterschmalz erhitzen / Heat up ghee

    und geben die gewürfelten Zwiebeln hinein
    19 - Zwiebelwürfel in Pfanne geben / Put diced onion in pan

    um sie glasig und leicht bräunlich anzudünsten.
    20 - Zwiebelwürfel andünsten / Braise diced onions

    Die Zwiebel bestreuen wir dann mit dem beiden Esslöffeln edelsüßen Paprika
    21 - Edelsüßes Paprika einstreuen / Add sweet paprika

    und den beiden Teelöffeln geräucherten Paprika,
    22 - Geräuchertes Paprika addieren / Add smoked paprika

    geben die 2-3 Esslöffel Tomatenmark
    23 - Tomatenmark hinzufügen / Add tomato puree

    sowie die zuvor hergestellte Paste aus Kümmel, Knoblauch und Zitronenschalen-Zesten hinzu
    24 - Kümmelpaste in Pfanne geben / Add caraway paste in pan

    und dünsten alles gemeinsam für 2-3 weitere Minuten an.
    25 - Gemeinsam andünsten / Braise together

    Außerdem binden wir 4 Stengel Thymian und einen kleinen Zweig Rosmarin zu einem kleinen Bouqet Garni zusammen.
    26 - Rosmarin & Thymian zu Bouquet Garni binden / Bundle  rosemary & thyme to bouquet garni

    Anschließend geben wir die angerösteten Speckwürfel zurück in die Pfanne
    27 - Speckwürfel zurück in Pfanne geben / Put diced bacon back in pan

    und löschen alles mit dem trockenen Rotwein ab, den wir etwas einkochen lassen.
    28 - Mit Rotwein ablöschen / Deglaze with red wine

    Als nächstes geben wir auch die Rindfleischwürfel samt des eventuell ausgetretenen Bratensafts ebenfalls zurück in die Pfanne,
    29 - Rindfleisch zurück in Pfanne geben / Put beef back in pan

    gießen alles mit dem Rinderfond auf,
    30-  Rinderfond aufgießen / Pour in beef broth

    schmecken es mit Salz, Pfeffer und etwas Chiliflocken ab,
    31 - Mit Salz, Pfeffer & Chiliflocken abschmecken / Taste with salt, pepper & chili flakes

    geben Nelken, das Bouquet Garni sowie die Lorbeerblätter hinein
    32 - Kräuter, Nelken & Lorbeerblätter dazu geben / Add herbs, cloves & bay leaves

    und lassen alles geschlossen und auf verminderter Stufe für mindestens 90 Minuten vor sich hin schmoren.
    33 - Geschlossen schmoren lassen / Braise closed

    Dabei sollten wir natürlich nicht vergessen, es zwischendurch immer mal umzurühren damit nichts anbrennt.
    34 - Gelegentlich umrühren / Stir from time to time

    Etwa eine halbe Stunde vor dem Ende der Garzeit beginnen wir uns um die Beilagen zu kümmern und kneten den Kloßteig einmal gründlich durch
    35 - Kloßteig durchkneten / Knead dumpling dough

    um darauf mit angefeuchteten Händen sechs Kartoffelknödel zu formen.
    36 - Klöße formen / Form dumplings

    Außerdem entfernen wir den Deckel von unserem Gulasch, damit sich die Sauce noch etwas reduzieren kann.
    37 - Offen köcheln lassen / Simmer open

    Parallel bringen wir einen Topf mit Wasser zum kochen,
    38 - Topf mit Wasser aufsetzen / Bring pot with water to a boil

    geben zwei Teelöffel Salz hinzu
    39 - Wasser salzen / Salt water

    und legen die zuvor geformten Knödel hinein, um sie über ca. 25 Minuten auf leicht reduzierter Stufe gar sieden zu lassen.
    40 - Klöße in Wasser geben / Put dumplings in water

    Dann geben wir den Rotkohl in einen weiteren, kleineren Topf, addieren etwas Wasser,
    41 - Rotkohl in Topf geben / Put red cabbage in pot

    geben eine kleine Zimtstange, ein Lorbeerblatt sowie drei Wacholderbeeren dazu
    42 - Lorbeerblatt, Zimtstange & Wacholderbeeren addieren / Add bay leaf, cinnamon stick & juniper berries

    und lassen es bei gelegentlichem umrühren heiß werden während der Gulasch weiterhin offen schmort und die Klöße vor sich hin sieden.
    43 - Köcheln lassen / Let simmer

    Schließlich entfernen wir die Kräuter sowie die Lorbeerblätter aus dem Gulasch
    44 - Kräuter & Lorbeerblätter entfernen / Remove herbs & bay leaves

    und schmecken ihn noch einmal final mit den Gewürzen ab.
    45 - Gulasch mit Gewürzen abschmecken / Taste goulash with seasonings

    Jetzt brauchen wir nur noch die Klöße abzugießen und in einem Sieb abtropfen zu lassen,
    46 - Knödel abgießen / Drain dumplings

    dann können wir alles gemeinsam auch schon servieren und genießen.
    47 - Tender beef goulash with red cabbage & dumplings - Served / Saftig-zartes Rindergulasch mit Rotkohl & Klößen - Serviert

    Die Gulaschzubereitung traf genau das, was ich von einem guten Gulasch erwarte: Saftiges und durch das schmoren butterzartes Rindfleisch in einer dunklen, würzigen und sämigen Sauce mit vielen Röstaromen, welche zu einem guten Gulasch einfach dazu gehören. Und auch das Maß an Gewürzen war sehr gut gelungen, vor allem die leichte Kümmelnote aus den fettfrei gerösteten Kümmelsamen gab der Sauce sozusagen ihren letzten Feinschliff. Dazu passten wunderbar das mit Lorbeer, Zimt und Wacholder verfeinerte Rotkraut. Und als Sättigungsbeilage zu Gulasch gibt es meiner Meinung nach nichts besseres als Kartoffelknödel. Ein sehr gelungenes Ostermahl, ich war auf jeden Fall sehr zufrieden mit dem Ergebnis meines Kochexperiments.

    48 - Tender beef goulash with red cabbage & dumplings - Side view / Saftig-zartes Rindergulasch mit Rotkohl & Klößen - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Entenkeule mit Blaukraut & Kartoffelklößen [25.10.2018]

    Thursday, October 25th, 2018

    Als ob mich unser Betriebsrestaurant für die gestern entgangene Lammhaxe entschädigen wollte, hatte sie heute wieder ein kleines kulinarisches Highlight auf die Speisekarte gesetzt und bot im Bereich Tradition der Region eine Geschmorte Entenkeule mit Apfelblaukraut und Kartoffelklößen an – ein Gericht dass ich sonst eher an Feiertagen zu essen gewohnt bin. Alternativ gab es noch Spaghetti alla puttanesca mit Kapern, Sadellen und schwarzen Oliven bei Vitality – aber mit Sardellen und Kapern kann man mich jagen 😉 -, Schweinegeschnetzeltes in Pfefferrahmsauce, dazu Butternudeln bei Globetrotter und Gebackene Ananas oder Banane oder Gebratenes Rindfleisch mit frischem Gemüse und gelben Thaicurry an der Asia-Thai-Theke – aber das blendete ich aufgrund der Entekeule aus. Aufgrund der Erlebnisse von gestern waren wir auch gleich etwas früher losgegangen und als ich an der Ausgabetheke ankam, sah es zumindest was die Verfügbarkeit anging wirklich gut aus. Ich bekam meine Entenkeule ohne Probleme.

    Duck leg with red cabbage & dumplings / Entenkeule mit Blaukraut & Klößen

    Leider waren meine Erwartungen bezüglich der Keule dann wohl doch etwas überzogen gewesen, denn war dort auf dem Teller lag sah ein wenig verschrumpelt und nicht besonders ansehnlich aus. Die Haut war dann auch entsprechend knusperig, allerdings erwies sich die Ausbeute an Fleisch an der Keule als recht gering, wobei sie aber gerade noch akzeptabel war. Außerdem schien sie etwas zu lange im Ofen gewesen zu sein, denn vor allem an der Rändern war die etwas zu knusprig und konnte nur noch gelutscht, aber nicht mehr gekaut werden. 😉 Außerdem war das Fleisch leicht trocken, die dünne, aber würzige Sauce glich das glücklicherweise aber einigermaßen aus. Am fruchtigen Apfel-Rotkraut gab es aber nichts auszusetzen und auch die beiden kleinen Klöße waren soweit in Ordnung – auch wenn sie bestimmt nicht handgemacht waren. Aber mir hätte klar sein müssen, dass mich hier kein Festtagsmahl erwartet. Für hiesige Verhältnisse dennoch absolut in Ordnung.
    Der Entenkeule gelang es trotz ihres eher mickrig wirkenden Aussehens, sich mit knappen Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebheitsskala des Tages zu sichern. Aber warum auch nicht? sie war die beste Alternative! Auf Platz sah ich die Asia-Gerichte, aber knapp gefolgt vom Schweinegeschnetzelten auf dem dritten Platz. Der Rotbarsch folgte eng dahinter auf einem sehr guten vierten Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Entenkeule: +
    Sauce: +
    Blaukraut: ++

    Schweinebraten mit Krautsalat, Kartoffelknödel & Dunkelbiersauce [13.06.2017]

    Tuesday, June 13th, 2017

    Die Asia-Gerichte, inbesondere der Gebackene Seelachs mit Thaigemüse in Austernsauce, der neben Knusprigen Frühlingsröllche an unserer Wok-Theke angeboten wurde, sahen heute doch mal irgendwie verlockend aus, aber auch der Ofenfrische Schweienbraten mit Kartoffelknödel und Dunkelbiersauce bei Tradition der Region war überaus verlockend. Ich hätte wohl auch mit dem Pikanten Bohnengulasch mit Baguette bei Vitality oder der Spinat-Ricottalasagne bei Globetrotter leben können, aber letztlich fiel meine Wahl dann doch auf den Schweinebraten, der mit Krautsalat serviert wurde.

    Pork roast with cole slaw, potato dumplings & dark beer sauce / Ofenfrischer Schweinebraten mit Krautsalat, Kartoffelknödel & Dunkelbiersauce

    Mit dem Krautsalat hatte ich bei frühreren Varianten ja schon mal schlechte Erfahrungen machen müssen, aber dieses Mal war der leicht säuerlich angemachte, mit Kümmelsamen versetzte kleine Salat glücklicherweise gut gelungen. Die etwa fingerdicke, durchwachsene Scheibe Schweinebraten erwies sich auch als überaus schmackhaft, einzig eine etwas hart gebackene Stelle an einer Ecke der Scheibe trübte den Genuss etwas. Die dazu servierte Sauce erwies sich leider als dünn wie Wasser, was ich ja persönlich nicht so mag, war aber dennoch gut gewürzt und erfüllte ihren Zweck den Schweinebraten etwas mehr Feuchte zu geben alle mal. Dazu gab es schließlich noch zwei Kartoffelknödel, die sich zwar als ein ganz klein wenig zäh erwiesen und die mit Sicherheit Fertigware waren, aber auch sie erfüllten ihre Funktion als Sättigungsbeilage alle mal. Kein herausragendes, aber zufriedenstellendes Mittagsgericht.
    Ganz entgegen meiner Vermutung, die eindeutig den Braten hatte vorne gesehen, hatte ein großer Anteil der anderen Gäste heute zur vegetarischen Spinat-Ricotta-Lasagne gegriffen und diesem Gericht den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala des Tages verholfen. Erst auf dem zweiten Platz folgte der Schweinebraten, den dritten Platz belegten die Asia-Gerichte und auf einem guten vierten Platz folgte der ebenfalls vegetarische Bohnengulasch.

    Mein Abschlußurteil:
    Schweinebraten: ++
    Dunkelbiersauce: +
    Kartoffelknödel: +
    Krautsalat: ++

    Weihnachtsbuffet [25.12.2016]

    Sunday, December 25th, 2016

    Am heutigen ersten Weihnachtsfeiertag waren wir zu einer Familienfeier eingeladen, bei dem man uns mit einem Buffet in der Gasttstätte Am Gänsemarkt in Alheim-Heinebach verköstigen wollte.
    Während das eigentliche Buffet aufgebaut wurde, wurde den Gästen als Entrée eine Rinderkraftbrühe mit Eierstich serviert.

    Beef bouillion with royale / Rinderkraftbrühe mit Eierstich

    Reichlich Gemüse und Eierstich-Würfel sowie ein klein wenig Rindfleisch in einer mit viel Pfeffer pikant gewürzten Rinderbrühe boten einen schmackhaften Einstieg ins heutige Schlemmen.
    Als wir mit der Rinderkraftbrühe fertig waren, war auch das komplette Buffet aufgefahren und vorbereitet.

    Buffet @ Am Gänsemarkt - Alheim-Heinebach

    Ich begann mit dem Lachs auf Spinat, den ich mit mit einigen Herzoginkartoffeln ergänzte.

    Salmon on leaf spinach / Lachs auf Blattspinat

    Das Fischfilet war angenehm saftig und zart und passte gut zur klassischen Gemüsebeilage in Form von würzigen, mit Zwiebeln versetzten Blattspinat.
    Als nächstes war ein Schnitzel vom deutschen Hausschwein an der Reihe, zu dem ich mir einige angebratene Spätzle sowie etwas Mischgemüse aus Erbsen, Möhren und Spargel nahm. Außerdem garnierte ich mir sowohl das Schnitzel als auch die Spätzle mit der optional bereit stehenden Pilzsauce.

    Pork escalope with Spätzle, vegetables & mushroom sauce / Schweineschnitzel mit Spätzle, Gemüse & Pilzsauce

    Und es war gut, dass ich noch etwas Sauce hinzu genommen hatte, denn sowohl das Schnitzel als auch die Spätzle waren meiner Meinung nach ein klein wenig trocken geraten. Die Sauce selbst, in der neben Dosenchampignons auch ein klein wenig Speck zu finden war, war allerdings für meinen Geschmack recht dünn geraten. War ok, aber hätte noch ein klein wenig besser sein können.
    Eigentlich war ich nun schon fast satt, dennoch wollte ich es mir nicht nehmen lassen auch noch ein klein wenig von den Rinderrouladen zu probieren, zu denen ich mir natürlich einen Kartoffelknödel und etwas Rotkraut nahm. Zum Glück hatte man hier keine ganzen Rouladen serviert, sondern diese in kleinere Scheiben geschnitten, was das Portionieren etwas vereinfachte.

    Beef roualdes with red cabage & dumpling / Rinderroulade mit Rotkraut & Knödel

    Die gut durchgeschmorte Rinderroulade war sehr pikant gewürzt, wobei ich nicht genau feststellen konnte ob es an zu viel Pfeffer oder einfach einem sehr scharfen Senf im Inneren lag – ich tippe mal aber eher darauf dass die Köchin bzw. der Koch hier sehr großzügig mit dem Pfeffer umgegangen war. Dazu das fruchtige Rotkraut bot keinen Grund zu weiterer Kritik, warum man allerdings die Kartoffelknödel mit einer kräftigen Portion Knoblauch versehen hatte, erschloss sich mir nicht ganz. Ich mag ja Knoblauch und verwende es für viele Dinge, aber Kartoffelknödel damit zu versehen ist mir hier das erste Mal untergekommen.
    Insgesamt ein reichhaltiges Buffet aus guter deutscher Hausmannskost, mit dem wir alle relativ zufrieden waren.

    Gefüllte Klöße mit Specksauce & Sauerkraut (Gefillde) – das Rezept

    Sunday, April 24th, 2016

    Heute wollte ich mich mal einem typischen Gericht der saarländischen Küche zuwenden und mich an Gefillde versuchen: Gefüllten Kartoffelklößen, die traditionell mit Specksauce und Sauerkraut serviert werden. Nur auf das außerdem üblich Apfelmus habe ich jedoch verzichtet. Für die Füllung gibt es laut meiner Recherche verschiedene Rezepte, viele davon mit Pfälzer Leberwurst, ich wählte für meine Version eine Variante mit Hackfleisch, Lauch und angerösteten Brötchenwürfeln. Das Ergebnis war ein überaus schmackhaftes Gericht, dessen Rezept ich mit diesem Beitrag in der gewohnten Form einmal vorstellen möchte.

    Was benötigen wir also für 3 Portionen?

    1 Päckchen Kloßteig (750g)
    01 - Zutat Kloßteig / Ingredient dumpling dough

    1 kleine Stange Lauch
    02 - Zutat Lauch / Ingredient leek

    250g gemischtes Hackfleisch
    03 - Zutat Hackfleisch / Ingredient ground meat

    1/2 altbackenes Brötchen
    04 - Zutat altbackenes Brötchen / Ingredient stale bun

    2 Teelöffel Instant-Gemüsebrühe
    05 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient instant vegetable stock

    250g Sahne
    05 - Zutat Sahne / Ingredient cream

    100g gewürfelter Speck
    06 - Zutat Speck / Ingredient bacon

    1 kleine Dose Sauerkraut
    07 - Zutat Sauerkraut / Ingredient sauerkraut

    sowie etwas Milch
    und zum würzen Salz, Pfeffer und Majoran

    Beginnen wir damit, das halbe altbackene Brötchen zu würfeln.
    08 - Brötchen würfeln / Dice bun

    Anschließend waschen wir den Lauch,
    09 - Lauch waschen / Wash leek

    schneiden ihn in Ringe
    10 - Lauch in Ringe schneiden / Cut leek in rings

    und halbieren die Ringe gleich noch einmal. Den weißen Teil der Lauchstange verwenden wir für die Füllung, den grünen Teil können wir in der Sauce verarbeiten.
    11 - Lauchringe halbieren / Cut leek rings in halfs

    Nun erhitzen wir etwas Butter in einer Pfanne
    12 - Butter in Pfanne erhitzen / Heat up butter in pan

    und rösten die Brötchenwürfel darin goldgelb an.
    13 - Brötchenwürfel anrösten / Rpast bread cubes

    Nachdem wir die Brötchenwürfel entnommen und bei Seite gestellt haben, geben wir das Hackfleisch in die Pfanne,
    14 - Hackfleisch in Pfanne geben / Put ground meat in pan

    braten es rundherum an und würzen es dabei mit Salz, Pfeffer und Majoran.
    15 - Hackfleisch anbraten & würzen / Fry & season ground meat

    Anschließend geben wir auch das Lauch mit in die Pfanne,
    16 - Lauch hinzufügen / Add leek

    dünsten es einige Minuten mit an
    17 - Lauch anbraten / Braise leek

    und geben dann 2 bis 3 Esslöffel Milch hinzu,
    18 - Milch hinzufügen / Add milk

    die wir etwas einkochen lassen. Dann nehmen wir die Pfanne von der Platte und lassen alles etwas abkühlen.
    19 - Milch einkochen lassen / Let milk reduce

    Die angebratenen Brotwürfel geben wir nun zum Hackfleisch
    20 - Brotwürfel zu Hackfleisch geben / Add bread cubes to ground meat

    und vermischen beides gründlich miteinander.
    21 - Gut vermischen / Mix well

    Außerdem setzen wir einen großen Topf mit Wasser zum kochen der Klöße auf.
    22 - Wasser für Klöße erhitzen / Heat up water for dumplings

    Nun teilen wir den Kloßteig in drei gleich große Portionen á 250g,
    23 - Kloßteig in drei Portionen teilen / Part dumpling dough in three portions

    drücken den Kloßteig platt,
    24 - Kloßteig flach drücken / Flatten dumpling dough

    geben etwas von der Füllung aus Hackfleisch, Lauch und Brötchenwürfel in die Mitte
    25 - Füllung in Mitte geben / Put stuffing in middle

    und schließen mit angfeuchteten Händen den Kloßteig darum
    26 - Kloß schließen / Close dumpling

    bis wir schließlich drei gefüllte Klöße vor uns liegen haben. Ein Kloß sollte dabei die Größe haben, um einen Erwachsenen satt zu machen – im Saarland sagt man sie sollen Kindskäbb groß sein. 😉
    27 - Klöße fertig geformt / Dumplings finished

    In der Pfanne lassen wir anschließend den gewürfelten Speck aus,
    28 - Speck auslassen / Fry bacon

    geben das grüne das Lauch hinzu und dünsten es einige Minuten mit an.
    29 - Lauch hinzufügen / Add leek

    Inzwischen müssten auch das Wasser für die Klöße kochen, so dass wir etwas Salz
    30 - Wasser salzen / Salt water

    sowie die zwei Teelöffel Instant-Gemüsebrühe hinzu geben
    31 - Gemüsebrühe hinzufügen / Add vegetable broth

    und die gefüllten Klöße für 25 – 30 Minuten darin bei reduzierter Wärmezufuhr kochen können.
    32 - Klöße kochen / Cook dumplings

    Nun geben wir Sahne zu den Speckwürfeln und dem Lauch in die Pfanne,
    33 - Sahne hinzufügen / Add cream

    lassen sie kurz aufkochen und würzen sie dabei mit etwas Pfeffer, um sie anschließend auf verminderter Stufe etwas einreduzieren zu lassen. Salz ist nocht notwendig, da die geräucherten Speckwürfel genügend Salz mitbringen.
    34 - Sauce aufkochen lassen & würzen / Bring sauce to a boil & season

    Außerdem geben wir das Sauerkraut in einen kleinen Topf und erhitzen es für 12 bis 15 Minuten bei gelegentlichem umrühren.
    35 - Sauerkraut erhitzen / Heat up sauerkraut

    Sollte die Specksauce etwas zu dickflüssig werden, können wir sie mit einem Schuss Milch wieder verdünnen.
    36 - Sauce bei Bedarf mit Milch verdünnen / Thin sauce with milk if necessary

    Sind die Klöße fertig gekocht, lassen wir sie kurz abtropfen
    37 - Klöße abtropfen lassen / Drain potato dumplings

    und können sie anschließend mit Specksauce und Sauerkraut servieren und genießen.
    38 - Stuffed potato dumplings with bacon sauce & sauerkraut - Served / Gefüllte Klöße mit Specksauce & Sauerkraut - Serviert

    Ein überaus deftiges und gleichzeitig sehr sättigendes Gericht, dass ich da heute zubereitet hatte. Aber von der saarländischen Küche hatte ich auch nichts anderes erwartet, denn es heißt dort nicht umsonst “Hauptsach, gudd gess!“. Die mit Hackfleisch und Lauch gefüllten Kartoffelknödel harmonierten wunderbar mit der sehr würzigen, cremigen Specksauce und auch das Weinsauerkraut passte wunderbar in die geschmackliche Gesamtkomposition. Vor allem die Idee, die Klöße in Gemüsebrühe zu kochen, hatten diesen eine zusätzliche angeneheme Note gegeben. Und dabei war der Aufwand, dieses Gericht zuzubereiten relativ gering gewesen.

    39 - Stuffed potato dumplings with bacon sauce & sauerkraut - Side view / Gefüllte Klöße mit Specksauce & Sauerkraut - Seitenansicht

    Das macht auf jeden Fall Lust auf mehr, ich werde in absehbarer Zukunft mit Sicherheit auch noch andere Varianten der gefüllten Klöße ausprobieren, denn die Variationsmöglichkeiten sind hier wirklich sehr vielfältig. Neben der bereits einleitend erwähnten Verwendung von Pfälzer Leberwurst könnte ich mir auch gut vorstellen, rohes Hackfleisch in die Mitte eines solchen Kloßes zu packen und es dann im Wasser gar ziehen zu lassen. Und auch bei der Sauce kann man einiges Variieren. Ich werde in der nächsten Zeit mal recherchieren, was da so alles noch möglich ist.

    Guten Appetit

    4-Gang-Menu im Kulturbahnhof Bad Homburg [11.12.2015]

    Friday, December 11th, 2015

    Die Weihnachtsfeier-Saison hat mal wieder begonnen und die Eröffnung machte (für mich) heute eine Veranstaltung im Kulturbahnhof in Bad Homburg bei Frankfurt. Das setzte zwar etwas Fahrerei voraus, aber ich war mir sicher dass es dies Wert war. Und ich sollte nicht enttäuscht werden, denn man wartete dort mit einem gelungenen 4-Gang-Menu auf. Natürlich standen schon vorher verschiedene frische Brotsorten und etwas Butter an den Tischen bereits, um die Wartezeit auf den ersten Gang zu versüßen.
    Den Beginn machte ein Vitello tonnato mit Tomaten und Ruccola, ein aus Piemont stammendes Antipasto, das aus in Weißwein gekochten, erkalteten und dünn aufgeschnittenen Kalbsfleisch besteht, das mit einer Paste aus Thunfisch überzogen wird. Dies hatte man noch zusätzlich mit Kirschtomaten, Oliven, Chicoree, Ruccola und etwas Parmesan garniert.

    Vitello Tonnato mit Tomaten & Ruccola

    Wenn ich vorher gewusst hätte was Vitello tonnato genau ist, hätte ich es eventuell nicht probiert, aber so bin ich froh es getan zu haben denn die Kombination erwies sich als überaus lecker. Dass Thunfisch und Kalbfleisch so gut zusammen passen hätte ich nicht gedacht, aber man lernt ja nie aus.
    Nach einer angemessenen Pause wurde dann der zweite Gang serviert: eine Tomatencremesuppe die man mit Creme fraiche und einem Streifen Spinat garniert hatte.

    Tomato cream soup / Tomatencremesuppe

    Schon lange hatte ich keine so fruchtige Tomatencremesuppe mehr gegessen. Die gut gewürzte, schön heiße Suppe strotze nur so von Tomatenaroma und war außerdem auch noch mit einigen halbierten Kirschtomaten versetzt, die dem ganzen noch zusätzlichen Biss gaben. Sehr lecker.
    Als Hauptgang gab es dann, wieder nach einer gut, aber nicht zu lang bemessenen Pause, Polnischen Gänsebraten mit Rotkohl und Klößen.

    Polish roast goose with red cabbage & dumplings / Polnischer Gänsebraten mit Rotkohl & Klößen

    Hier muss ich, zumindest auf meine Portion bezogen, etwas Kritik anbringen, denn das das Gänsefleisch war teilweise etwas trocken und die mit zahlreichen Kräutern pikant gewürzte Haut stellenweise ein klein wenig zu knusprig geraten. Hinzu kam, dass man bei der würzigen Sauce etwas gegeizt hatte, so dass man das trockene Fleisch damit nicht ganz ausgleichen konnte. Am würzigen Rotkohl und den beiden Kartoffelklößen gab es aber nichts auszusetzen.
    Damit war ich eigentlich schon überaus satt, aber es gab nach einer weiteren Pause schließlich noch Nachtisch in Form von Maronencreme an lauwarmen Pflaumenragout, das noch zusätzlich mit frischen Erdbeeren, Sahne, Pistaziensplitter und zwei Nussbällchen kunstvoll garniert worden war.

    Sweet chestnut cream with lukewarm plum ragout / Maronencreme an lauwarmen Pflaumenragout

    Die in in einem kleinen Schälchen servierte Maronencreme war wunderbar nussig und harmonierte geschmacklich sehr gut sowohl mit den beiden Nusskügelchen als auch mit dem fruchtigen, lauwarmen Pflaumenragout mit vielen Fruchtstückchen. Der Rest war eigentlich nur schmückendes Beiwerk, aber rundete diesen kleinen, aber feinen Nachtisch dennoch sehr gelungen ab.
    Lange nicht mehr so viel an einem Abend gegessen. Hätte ich das selber besser geplant, hätte ich wohl besser auf die Calamari heute Mittag verzichtet.

    Apfel-Kalbsgulasch mit Klößen – das Rezept

    Sunday, October 25th, 2015

    Das Rezept das ich heute vorstellen möchte, hatte mich vor allem wegen seiner Kombination aus Fleisch, Früchten und Kräutern gereizt, mit denen ich ja bereits in früheren Gerichten gute Erfahrungen gemacht hatte. Beim Fleisch war ich zu Beginn unsicher, ob ich zu Rind, Schwein, eine Kombination aus beiden oder Kalb greifen sollte, entschied mich dann aber trotz des etwas höheren Preises für Kalbsfleisch, das ich mir beim Metzger bereits klein schneiden ließ. Und zu Gulasch, so dachte ich bei mir, passen als Sättigungsbeilage wunderbar Kartoffelknödel, da ich aber nicht den Aufwand betreiben wollte sie selbst zuzubereiten, griff ich hier einfach zu fertigen Knödelteig. Das sehr leckere Ergebnis diesen kleinen Kochexperimentes möchte ich mit diesem Beitrag nun einmal kurz in der gewohnten Form vorstellen.

    Was benötigen wir also für 4 Portionen?

    230-250g Zwiebeln
    01 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

    2 Zehen Knoblauch
    02 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

    120g Knollensellerie
    03 - Zutat Knollensellerie / Ingredient celeriac

    5-6 Stiele frischen Majoran
    04 - Zutat Majoran / Ingredient majoram

    200g Möhren
    05 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

    750g Kalbfleisch
    06 - Zutat Kalbfleisch / Ingredient veal

    450ml Fleischbrühe
    07 - Zutat Fleischbrühe / Ingredient meat broth

    3 kleine oder 2 große Lorbeerblätter
    08 - Zutat Lorbeerblätter / Ingredient bay leafs

    450g Äpfel (säuerliche Sorte – z.B. Boskop)
    09 - Zutat Äpfel / Ingredient apples

    200ml Sahne
    10 - Zutat Sahne / Ingredient cream

    1/2 Esslöffel Honig
    11 - Zutat Honig / Ingredient honey

    3/4 Esslöffel Weizenmehl
    12 - Zutat Mehl / Ingredient flour

    1 Päckchen Kloßteig (750g)
    13 - Zutat Kloßteig / Ingredient dumpling dough

    etwas Butterschmalz zum braten
    sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

    Beginnen wir wie üblich mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten. Dazu schälen und würfeln wir die Zwiebeln,
    14 - Zwiebel würfeln / Dice onion

    schälen und zerkleinern die Knoblauchzehen
    15 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

    und schälen den Knollensellerie, um ihn grob zu reiben.
    16 - Knollensellerie reiben / Grate celeriac

    Dann erhitzen wir etwas Butterschmalz in einem Topf oder einer Pfanne,
    17 - Butterschmalz erhitzen / Heat up ghee

    geben das gewürfelte Kalbfleisch hinein – ich hatte es bereits beim Metzger würfeln lassen –
    18 - Kalbfleisch in Pfanne geben / Put veal in pan

    und braten es auf leicht erhöhter Stufe rundherum an. Sollte dabei zu viel Flüssigkeit austreten, gießen wir diese ab.
    19 - Kalbfleisch rundherum anbraten / Fry veal

    Dann geben wir die Zwiebeln, das Knoblauch
    20 - Zwiebeln & Knoblauch hinzufügen / Add onions & garlic

    und wenig später auch das geriebene Knollensellerie mit in die Pfanne
    21 - Knollensellerie addieren / Add celeriac

    und braten alles für einige Minuten mit an.
    22 - Zutaten andünsten / Braise ingredients

    Anschließend löschen wir alles mit der Fleischbrühe ab, so dass die Zutaten knapp bedeckt sind,
    23 - Mit Fleischbrühe ablöschen / Deglaze with meat broth

    geben die Lorbeerblätter hinzu
    24 - Lorbeerblätter hinzufügen / Add bay leafs

    und lassen alles für 60 Minuten geschlossen köcheln, wobei wir es hin und wieder mal umrühren.
    25 - Geschlossen köcheln lassen / Simmer closed

    In der Zwischenzeit können wir schon mal die Möhren schälen und würfeln
    26 - Möhren schälen & würfeln / Peel & dice carrots

    und das Majoran waschen, trocken schütteln,
    27 - Majoran waschen / Wash majoram

    die Blättchen von den Stielen zupfen und diese gründlich zerkleinern.
    28 - Majoran zerkleinern / Mince majoram

    Außerdem setzen wir einen Topf mit Wasser für die Klöße auf, kneten wir den Kloßteig durch
    29 - Kloßteig durchkneten / Kneat dumpling dough

    und formen mit feuchten Händen Klöße daraus.
    31 - Klöße formen / Shape dumplings

    Ist die Stunde um, geben wir die gewürfelte Möhren
    32 - Möhren addieren / Add carrots

    und den zerkleinerten Majoran in die Pfanne,
    33 - Majoran dazu geben / Add majoram

    verrühren alles gut miteinander
    34 - Gründlich verrühren / Mix well

    und lassen alles für weitere 15 Minuten geschlossen köcheln.
    35 - Weiter geschlossen köcheln lassen / Continue to simmer closed

    Inzwischen müsste auch das Wasser für die Klöße kochen, so dass wir es salzen
    36 - Wasser salzen / Salt water

    und die Klöße darin auf reduzierter Stufe gar ziehen lassen können.
    37 - Klöße kochen / Cook dumplings

    Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt, die Äpfel zu schälen, zu vierteln
    38 - Äpfel schälen & vierteln / Peel & quarter apples

    und in mundgerechte Würfel zu schneiden.
    39 - Äpfel würfeln / Dice apples

    Sind die zusätzlichen 15 Minuten vorbei, geben wir auch die gewürfelten Äpfel mit in die Pfanne,
    40 - Apfelwürfel hinzufügen / Add apple dices

    verrühren sie gründlich mit den restlichen Zutaten
    41 - Gründlich verrühren / Mix well

    und lassen alles für noch einmal 15 Minuten geschlossen köcheln.
    42 - Weiter geschlossen köcheln lassen / Continue to simmer closed

    Nach insgesamt 90 Minuten geben wir dann auch die Sahne hinzu
    43 - Sahne hinzufügen / Add cream

    vermischen alles wieder gut miteinander
    44 - Gut verrühren / Mix well

    und rühren dann den Esslöffel Mehl ein, um die Sauce etwas zu binden.
    45 - Sauce mit Mehl binden / Thicken sauce with flour

    Anschließend würzen wir alles mit Salz und Pfeffer,
    46 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Season with pepper & salt

    probieren unsere bisherige Kreation
    47 - Probieren / Try

    und schmecken dann alles noch mit etwas Honig ab. Die Menge sollte dabei davon abhängen, wie stark sich das säuerliche Aroma der Äpfel auf den Gesamtgeschmack auswirkt.
    48 - Mit Honig süßen / Sweet with honey

    Sobald die Klöße oben schwimmen, also fertig gekocht sind,
    49 - Klöße fertig gekocht / Dumplings finished cooking

    können wir das Gericht auch schon servieren und genießen.
    50 - Apple veal goulash with dumplings - Served / Apfel-Kalbsgulasch mit Klößen - Serviert

    Das durch das lange köcheln angenehm zart gewordene Kalbfleisch harmonierte geschmacklich wirklich wunderbar mit dem Aroma des frischen Majoran und dem fruchtigen Geschmack der Apfelstücke und auch das Knollensellerie und Möhren passten gut in das geschmackliche Gesamtbild. Die Kombination aus würzigen und fruchtigen Komponenten ergaben für einen Gulasch einen ungewöhnliches, aber doch sehr gelungenen Geschmack, der mir persönlich sehr zusagte. Dazu passte auch sehr gut der Kartoffelkloß, obwohl ich mir das Gericht auch gut mit Salzkartoffeln oder ähnlichem vorstellen könnte. Ggf. könnte man auch ganz auf eine Sättigungsbeilage verzichten. Ich hatte noch überlegt, ob ich zusätzlich eine Gemüsebeilage wie zum Beispiel Rotkraut dazu reiche, doch es war gut dass ich es nicht getan hatte, denn es hätte einfach nicht gepasst. Mal wieder eine sehr gelungenes Rezept, ich war mit dem Ergebnis überaus zufrieden.

    51 - Apple veal goulash with dumplings - Side view / Apfel-Kalbsgulasch mit Klößen - Seitenansicht

    Werfen wir wie üblich zum Abschluss noch einen kurzen Blick auf Nährwerte dieses Gerichtes. Die Gulaschzubereitung kommt meiner Kalkulation nach auf 1700kcal, also 425kcal pro Portion. Dazu kommen noch die Kartoffelknödel, die mit 107kcal pro 100g zu Buche schlagen. Bei einem Teigpäckchen von 750g bei 6 Knödeln sind das 125g pro Knödel sind das also etwa 134kcal pro Knödel. Bei einem Knödel pro Portion kommen wir also auf eine Summe 557kcal pro Portion. Für ein Hauptgericht ein absolut akzeptabler Wert finde ich. Da gibt es aus meiner Sicht keine Notwendigkeit zu überlegen, ob man diesen Wert irgendwie reduzieren kann.

    Guten Appetit