Schweinebraten mit Krautsalat, Kartoffelknödel & Dunkelbiersauce [13.06.2017]

Die Asia-Gerichte, inbesondere der Gebackene Seelachs mit Thaigemüse in Austernsauce, der neben Knusprigen Frühlingsröllche an unserer Wok-Theke angeboten wurde, sahen heute doch mal irgendwie verlockend aus, aber auch der Ofenfrische Schweienbraten mit Kartoffelknödel und Dunkelbiersauce bei Tradition der Region war überaus verlockend. Ich hätte wohl auch mit dem Pikanten Bohnengulasch mit Baguette bei Vitality oder der Spinat-Ricottalasagne bei Globetrotter leben können, aber letztlich fiel meine Wahl dann doch auf den Schweinebraten, der mit Krautsalat serviert wurde.

Pork roast with cole slaw, potato dumplings & dark beer sauce / Ofenfrischer Schweinebraten mit Krautsalat, Kartoffelknödel & Dunkelbiersauce

Mit dem Krautsalat hatte ich bei frühreren Varianten ja schon mal schlechte Erfahrungen machen müssen, aber dieses Mal war der leicht säuerlich angemachte, mit Kümmelsamen versetzte kleine Salat glücklicherweise gut gelungen. Die etwa fingerdicke, durchwachsene Scheibe Schweinebraten erwies sich auch als überaus schmackhaft, einzig eine etwas hart gebackene Stelle an einer Ecke der Scheibe trübte den Genuss etwas. Die dazu servierte Sauce erwies sich leider als dünn wie Wasser, was ich ja persönlich nicht so mag, war aber dennoch gut gewürzt und erfüllte ihren Zweck den Schweinebraten etwas mehr Feuchte zu geben alle mal. Dazu gab es schließlich noch zwei Kartoffelknödel, die sich zwar als ein ganz klein wenig zäh erwiesen und die mit Sicherheit Fertigware waren, aber auch sie erfüllten ihre Funktion als Sättigungsbeilage alle mal. Kein herausragendes, aber zufriedenstellendes Mittagsgericht.
Ganz entgegen meiner Vermutung, die eindeutig den Braten hatte vorne gesehen, hatte ein großer Anteil der anderen Gäste heute zur vegetarischen Spinat-Ricotta-Lasagne gegriffen und diesem Gericht den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala des Tages verholfen. Erst auf dem zweiten Platz folgte der Schweinebraten, den dritten Platz belegten die Asia-Gerichte und auf einem guten vierten Platz folgte der ebenfalls vegetarische Bohnengulasch.

Mein Abschlußurteil:
Schweinebraten: ++
Dunkelbiersauce: +
Kartoffelknödel: +
Krautsalat: ++

Weihnachtsbuffet [25.12.2016]

Am heutigen ersten Weihnachtsfeiertag waren wir zu einer Familienfeier eingeladen, bei dem man uns mit einem Buffet in der Gasttstätte Am Gänsemarkt in Alheim-Heinebach verköstigen wollte.
Während das eigentliche Buffet aufgebaut wurde, wurde den Gästen als Entrée eine Rinderkraftbrühe mit Eierstich serviert.

Beef bouillion with royale / Rinderkraftbrühe mit Eierstich

Reichlich Gemüse und Eierstich-Würfel sowie ein klein wenig Rindfleisch in einer mit viel Pfeffer pikant gewürzten Rinderbrühe boten einen schmackhaften Einstieg ins heutige Schlemmen.
Als wir mit der Rinderkraftbrühe fertig waren, war auch das komplette Buffet aufgefahren und vorbereitet.

Buffet @ Am Gänsemarkt - Alheim-Heinebach

Ich begann mit dem Lachs auf Spinat, den ich mit mit einigen Herzoginkartoffeln ergänzte.

Salmon on leaf spinach / Lachs auf Blattspinat

Das Fischfilet war angenehm saftig und zart und passte gut zur klassischen Gemüsebeilage in Form von würzigen, mit Zwiebeln versetzten Blattspinat.
Als nächstes war ein Schnitzel vom deutschen Hausschwein an der Reihe, zu dem ich mir einige angebratene Spätzle sowie etwas Mischgemüse aus Erbsen, Möhren und Spargel nahm. Außerdem garnierte ich mir sowohl das Schnitzel als auch die Spätzle mit der optional bereit stehenden Pilzsauce.

Pork escalope with Spätzle, vegetables & mushroom sauce / Schweineschnitzel mit Spätzle, Gemüse & Pilzsauce

Und es war gut, dass ich noch etwas Sauce hinzu genommen hatte, denn sowohl das Schnitzel als auch die Spätzle waren meiner Meinung nach ein klein wenig trocken geraten. Die Sauce selbst, in der neben Dosenchampignons auch ein klein wenig Speck zu finden war, war allerdings für meinen Geschmack recht dünn geraten. War ok, aber hätte noch ein klein wenig besser sein können.
Eigentlich war ich nun schon fast satt, dennoch wollte ich es mir nicht nehmen lassen auch noch ein klein wenig von den Rinderrouladen zu probieren, zu denen ich mir natürlich einen Kartoffelknödel und etwas Rotkraut nahm. Zum Glück hatte man hier keine ganzen Rouladen serviert, sondern diese in kleinere Scheiben geschnitten, was das Portionieren etwas vereinfachte.

Beef roualdes with red cabage & dumpling / Rinderroulade mit Rotkraut & Knödel

Die gut durchgeschmorte Rinderroulade war sehr pikant gewürzt, wobei ich nicht genau feststellen konnte ob es an zu viel Pfeffer oder einfach einem sehr scharfen Senf im Inneren lag – ich tippe mal aber eher darauf dass die Köchin bzw. der Koch hier sehr großzügig mit dem Pfeffer umgegangen war. Dazu das fruchtige Rotkraut bot keinen Grund zu weiterer Kritik, warum man allerdings die Kartoffelknödel mit einer kräftigen Portion Knoblauch versehen hatte, erschloss sich mir nicht ganz. Ich mag ja Knoblauch und verwende es für viele Dinge, aber Kartoffelknödel damit zu versehen ist mir hier das erste Mal untergekommen.
Insgesamt ein reichhaltiges Buffet aus guter deutscher Hausmannskost, mit dem wir alle relativ zufrieden waren.

Gefüllte Klöße mit Specksauce & Sauerkraut (Gefillde) – das Rezept

Heute wollte ich mich mal einem typischen Gericht der saarländischen Küche zuwenden und mich an Gefillde versuchen: Gefüllten Kartoffelklößen, die traditionell mit Specksauce und Sauerkraut serviert werden. Nur auf das außerdem üblich Apfelmus habe ich jedoch verzichtet. Für die Füllung gibt es laut meiner Recherche verschiedene Rezepte, viele davon mit Pfälzer Leberwurst, ich wählte für meine Version eine Variante mit Hackfleisch, Lauch und angerösteten Brötchenwürfeln. Das Ergebnis war ein überaus schmackhaftes Gericht, dessen Rezept ich mit diesem Beitrag in der gewohnten Form einmal vorstellen möchte.

Was benötigen wir also für 3 Portionen?

1 Päckchen Kloßteig (750g)
01 - Zutat Kloßteig / Ingredient dumpling dough

1 kleine Stange Lauch
02 - Zutat Lauch / Ingredient leek

250g gemischtes Hackfleisch
03 - Zutat Hackfleisch / Ingredient ground meat

1/2 altbackenes Brötchen
04 - Zutat altbackenes Brötchen / Ingredient stale bun

2 Teelöffel Instant-Gemüsebrühe
05 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient instant vegetable stock

250g Sahne
05 - Zutat Sahne / Ingredient cream

100g gewürfelter Speck
06 - Zutat Speck / Ingredient bacon

1 kleine Dose Sauerkraut
07 - Zutat Sauerkraut / Ingredient sauerkraut

sowie etwas Milch
und zum würzen Salz, Pfeffer und Majoran

Beginnen wir damit, das halbe altbackene Brötchen zu würfeln.
08 - Brötchen würfeln / Dice bun

Anschließend waschen wir den Lauch,
09 - Lauch waschen / Wash leek

schneiden ihn in Ringe
10 - Lauch in Ringe schneiden / Cut leek in rings

und halbieren die Ringe gleich noch einmal. Den weißen Teil der Lauchstange verwenden wir für die Füllung, den grünen Teil können wir in der Sauce verarbeiten.
11 - Lauchringe halbieren / Cut leek rings in halfs

Nun erhitzen wir etwas Butter in einer Pfanne
12 - Butter in Pfanne erhitzen / Heat up butter in pan

und rösten die Brötchenwürfel darin goldgelb an.
13 - Brötchenwürfel anrösten / Rpast bread cubes

Nachdem wir die Brötchenwürfel entnommen und bei Seite gestellt haben, geben wir das Hackfleisch in die Pfanne,
14 - Hackfleisch in Pfanne geben / Put ground meat in pan

braten es rundherum an und würzen es dabei mit Salz, Pfeffer und Majoran.
15 - Hackfleisch anbraten & würzen / Fry & season ground meat

Anschließend geben wir auch das Lauch mit in die Pfanne,
16 - Lauch hinzufügen / Add leek

dünsten es einige Minuten mit an
17 - Lauch anbraten / Braise leek

und geben dann 2 bis 3 Esslöffel Milch hinzu,
18 - Milch hinzufügen / Add milk

die wir etwas einkochen lassen. Dann nehmen wir die Pfanne von der Platte und lassen alles etwas abkühlen.
19 - Milch einkochen lassen / Let milk reduce

Die angebratenen Brotwürfel geben wir nun zum Hackfleisch
20 - Brotwürfel zu Hackfleisch geben / Add bread cubes to ground meat

und vermischen beides gründlich miteinander.
21 - Gut vermischen / Mix well

Außerdem setzen wir einen großen Topf mit Wasser zum kochen der Klöße auf.
22 - Wasser für Klöße erhitzen / Heat up water for dumplings

Nun teilen wir den Kloßteig in drei gleich große Portionen á 250g,
23 - Kloßteig in drei Portionen teilen / Part dumpling dough in three portions

drücken den Kloßteig platt,
24 - Kloßteig flach drücken / Flatten dumpling dough

geben etwas von der Füllung aus Hackfleisch, Lauch und Brötchenwürfel in die Mitte
25 - Füllung in Mitte geben / Put stuffing in middle

und schließen mit angfeuchteten Händen den Kloßteig darum
26 - Kloß schließen / Close dumpling

bis wir schließlich drei gefüllte Klöße vor uns liegen haben. Ein Kloß sollte dabei die Größe haben, um einen Erwachsenen satt zu machen – im Saarland sagt man sie sollen Kindskäbb groß sein. 😉
27 - Klöße fertig geformt / Dumplings finished

In der Pfanne lassen wir anschließend den gewürfelten Speck aus,
28 - Speck auslassen / Fry bacon

geben das grüne das Lauch hinzu und dünsten es einige Minuten mit an.
29 - Lauch hinzufügen / Add leek

Inzwischen müssten auch das Wasser für die Klöße kochen, so dass wir etwas Salz
30 - Wasser salzen / Salt water

sowie die zwei Teelöffel Instant-Gemüsebrühe hinzu geben
31 - Gemüsebrühe hinzufügen / Add vegetable broth

und die gefüllten Klöße für 25 – 30 Minuten darin bei reduzierter Wärmezufuhr kochen können.
32 - Klöße kochen / Cook dumplings

Nun geben wir Sahne zu den Speckwürfeln und dem Lauch in die Pfanne,
33 - Sahne hinzufügen / Add cream

lassen sie kurz aufkochen und würzen sie dabei mit etwas Pfeffer, um sie anschließend auf verminderter Stufe etwas einreduzieren zu lassen. Salz ist nocht notwendig, da die geräucherten Speckwürfel genügend Salz mitbringen.
34 - Sauce aufkochen lassen & würzen / Bring sauce to a boil & season

Außerdem geben wir das Sauerkraut in einen kleinen Topf und erhitzen es für 12 bis 15 Minuten bei gelegentlichem umrühren.
35 - Sauerkraut erhitzen / Heat up sauerkraut

Sollte die Specksauce etwas zu dickflüssig werden, können wir sie mit einem Schuss Milch wieder verdünnen.
36 - Sauce bei Bedarf mit Milch verdünnen / Thin sauce with milk if necessary

Sind die Klöße fertig gekocht, lassen wir sie kurz abtropfen
37 - Klöße abtropfen lassen / Drain potato dumplings

und können sie anschließend mit Specksauce und Sauerkraut servieren und genießen.
38 - Stuffed potato dumplings with bacon sauce & sauerkraut - Served / Gefüllte Klöße mit Specksauce & Sauerkraut - Serviert

Ein überaus deftiges und gleichzeitig sehr sättigendes Gericht, dass ich da heute zubereitet hatte. Aber von der saarländischen Küche hatte ich auch nichts anderes erwartet, denn es heißt dort nicht umsonst “Hauptsach, gudd gess!“. Die mit Hackfleisch und Lauch gefüllten Kartoffelknödel harmonierten wunderbar mit der sehr würzigen, cremigen Specksauce und auch das Weinsauerkraut passte wunderbar in die geschmackliche Gesamtkomposition. Vor allem die Idee, die Klöße in Gemüsebrühe zu kochen, hatten diesen eine zusätzliche angeneheme Note gegeben. Und dabei war der Aufwand, dieses Gericht zuzubereiten relativ gering gewesen.

39 - Stuffed potato dumplings with bacon sauce & sauerkraut - Side view / Gefüllte Klöße mit Specksauce & Sauerkraut - Seitenansicht

Das macht auf jeden Fall Lust auf mehr, ich werde in absehbarer Zukunft mit Sicherheit auch noch andere Varianten der gefüllten Klöße ausprobieren, denn die Variationsmöglichkeiten sind hier wirklich sehr vielfältig. Neben der bereits einleitend erwähnten Verwendung von Pfälzer Leberwurst könnte ich mir auch gut vorstellen, rohes Hackfleisch in die Mitte eines solchen Kloßes zu packen und es dann im Wasser gar ziehen zu lassen. Und auch bei der Sauce kann man einiges Variieren. Ich werde in der nächsten Zeit mal recherchieren, was da so alles noch möglich ist.

Guten Appetit

4-Gang-Menu im Kulturbahnhof Bad Homburg [11.12.2015]

Die Weihnachtsfeier-Saison hat mal wieder begonnen und die Eröffnung machte (für mich) heute eine Veranstaltung im Kulturbahnhof in Bad Homburg bei Frankfurt. Das setzte zwar etwas Fahrerei voraus, aber ich war mir sicher dass es dies Wert war. Und ich sollte nicht enttäuscht werden, denn man wartete dort mit einem gelungenen 4-Gang-Menu auf. Natürlich standen schon vorher verschiedene frische Brotsorten und etwas Butter an den Tischen bereits, um die Wartezeit auf den ersten Gang zu versüßen.
Den Beginn machte ein Vitello tonnato mit Tomaten und Ruccola, ein aus Piemont stammendes Antipasto, das aus in Weißwein gekochten, erkalteten und dünn aufgeschnittenen Kalbsfleisch besteht, das mit einer Paste aus Thunfisch überzogen wird. Dies hatte man noch zusätzlich mit Kirschtomaten, Oliven, Chicoree, Ruccola und etwas Parmesan garniert.

Vitello Tonnato mit Tomaten & Ruccola

Wenn ich vorher gewusst hätte was Vitello tonnato genau ist, hätte ich es eventuell nicht probiert, aber so bin ich froh es getan zu haben denn die Kombination erwies sich als überaus lecker. Dass Thunfisch und Kalbfleisch so gut zusammen passen hätte ich nicht gedacht, aber man lernt ja nie aus.
Nach einer angemessenen Pause wurde dann der zweite Gang serviert: eine Tomatencremesuppe die man mit Creme fraiche und einem Streifen Spinat garniert hatte.

Tomato cream soup / Tomatencremesuppe

Schon lange hatte ich keine so fruchtige Tomatencremesuppe mehr gegessen. Die gut gewürzte, schön heiße Suppe strotze nur so von Tomatenaroma und war außerdem auch noch mit einigen halbierten Kirschtomaten versetzt, die dem ganzen noch zusätzlichen Biss gaben. Sehr lecker.
Als Hauptgang gab es dann, wieder nach einer gut, aber nicht zu lang bemessenen Pause, Polnischen Gänsebraten mit Rotkohl und Klößen.

Polish roast goose with red cabbage & dumplings / Polnischer Gänsebraten mit Rotkohl & Klößen

Hier muss ich, zumindest auf meine Portion bezogen, etwas Kritik anbringen, denn das das Gänsefleisch war teilweise etwas trocken und die mit zahlreichen Kräutern pikant gewürzte Haut stellenweise ein klein wenig zu knusprig geraten. Hinzu kam, dass man bei der würzigen Sauce etwas gegeizt hatte, so dass man das trockene Fleisch damit nicht ganz ausgleichen konnte. Am würzigen Rotkohl und den beiden Kartoffelklößen gab es aber nichts auszusetzen.
Damit war ich eigentlich schon überaus satt, aber es gab nach einer weiteren Pause schließlich noch Nachtisch in Form von Maronencreme an lauwarmen Pflaumenragout, das noch zusätzlich mit frischen Erdbeeren, Sahne, Pistaziensplitter und zwei Nussbällchen kunstvoll garniert worden war.

Sweet chestnut cream with lukewarm plum ragout / Maronencreme an lauwarmen Pflaumenragout

Die in in einem kleinen Schälchen servierte Maronencreme war wunderbar nussig und harmonierte geschmacklich sehr gut sowohl mit den beiden Nusskügelchen als auch mit dem fruchtigen, lauwarmen Pflaumenragout mit vielen Fruchtstückchen. Der Rest war eigentlich nur schmückendes Beiwerk, aber rundete diesen kleinen, aber feinen Nachtisch dennoch sehr gelungen ab.
Lange nicht mehr so viel an einem Abend gegessen. Hätte ich das selber besser geplant, hätte ich wohl besser auf die Calamari heute Mittag verzichtet.

Apfel-Kalbsgulasch mit Klößen – das Rezept

Das Rezept das ich heute vorstellen möchte, hatte mich vor allem wegen seiner Kombination aus Fleisch, Früchten und Kräutern gereizt, mit denen ich ja bereits in früheren Gerichten gute Erfahrungen gemacht hatte. Beim Fleisch war ich zu Beginn unsicher, ob ich zu Rind, Schwein, eine Kombination aus beiden oder Kalb greifen sollte, entschied mich dann aber trotz des etwas höheren Preises für Kalbsfleisch, das ich mir beim Metzger bereits klein schneiden ließ. Und zu Gulasch, so dachte ich bei mir, passen als Sättigungsbeilage wunderbar Kartoffelknödel, da ich aber nicht den Aufwand betreiben wollte sie selbst zuzubereiten, griff ich hier einfach zu fertigen Knödelteig. Das sehr leckere Ergebnis diesen kleinen Kochexperimentes möchte ich mit diesem Beitrag nun einmal kurz in der gewohnten Form vorstellen.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

230-250g Zwiebeln
01 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

2 Zehen Knoblauch
02 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

120g Knollensellerie
03 - Zutat Knollensellerie / Ingredient celeriac

5-6 Stiele frischen Majoran
04 - Zutat Majoran / Ingredient majoram

200g Möhren
05 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

750g Kalbfleisch
06 - Zutat Kalbfleisch / Ingredient veal

450ml Fleischbrühe
07 - Zutat Fleischbrühe / Ingredient meat broth

3 kleine oder 2 große Lorbeerblätter
08 - Zutat Lorbeerblätter / Ingredient bay leafs

450g Äpfel (säuerliche Sorte – z.B. Boskop)
09 - Zutat Äpfel / Ingredient apples

200ml Sahne
10 - Zutat Sahne / Ingredient cream

1/2 Esslöffel Honig
11 - Zutat Honig / Ingredient honey

3/4 Esslöffel Weizenmehl
12 - Zutat Mehl / Ingredient flour

1 Päckchen Kloßteig (750g)
13 - Zutat Kloßteig / Ingredient dumpling dough

etwas Butterschmalz zum braten
sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Beginnen wir wie üblich mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten. Dazu schälen und würfeln wir die Zwiebeln,
14 - Zwiebel würfeln / Dice onion

schälen und zerkleinern die Knoblauchzehen
15 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

und schälen den Knollensellerie, um ihn grob zu reiben.
16 - Knollensellerie reiben / Grate celeriac

Dann erhitzen wir etwas Butterschmalz in einem Topf oder einer Pfanne,
17 - Butterschmalz erhitzen / Heat up ghee

geben das gewürfelte Kalbfleisch hinein – ich hatte es bereits beim Metzger würfeln lassen –
18 - Kalbfleisch in Pfanne geben / Put veal in pan

und braten es auf leicht erhöhter Stufe rundherum an. Sollte dabei zu viel Flüssigkeit austreten, gießen wir diese ab.
19 - Kalbfleisch rundherum anbraten / Fry veal

Dann geben wir die Zwiebeln, das Knoblauch
20 - Zwiebeln & Knoblauch hinzufügen / Add onions & garlic

und wenig später auch das geriebene Knollensellerie mit in die Pfanne
21 - Knollensellerie addieren / Add celeriac

und braten alles für einige Minuten mit an.
22 - Zutaten andünsten / Braise ingredients

Anschließend löschen wir alles mit der Fleischbrühe ab, so dass die Zutaten knapp bedeckt sind,
23 - Mit Fleischbrühe ablöschen / Deglaze with meat broth

geben die Lorbeerblätter hinzu
24 - Lorbeerblätter hinzufügen / Add bay leafs

und lassen alles für 60 Minuten geschlossen köcheln, wobei wir es hin und wieder mal umrühren.
25 - Geschlossen köcheln lassen / Simmer closed

In der Zwischenzeit können wir schon mal die Möhren schälen und würfeln
26 - Möhren schälen & würfeln / Peel & dice carrots

und das Majoran waschen, trocken schütteln,
27 - Majoran waschen / Wash majoram

die Blättchen von den Stielen zupfen und diese gründlich zerkleinern.
28 - Majoran zerkleinern / Mince majoram

Außerdem setzen wir einen Topf mit Wasser für die Klöße auf, kneten wir den Kloßteig durch
29 - Kloßteig durchkneten / Kneat dumpling dough

und formen mit feuchten Händen Klöße daraus.
31 - Klöße formen / Shape dumplings

Ist die Stunde um, geben wir die gewürfelte Möhren
32 - Möhren addieren / Add carrots

und den zerkleinerten Majoran in die Pfanne,
33 - Majoran dazu geben / Add majoram

verrühren alles gut miteinander
34 - Gründlich verrühren / Mix well

und lassen alles für weitere 15 Minuten geschlossen köcheln.
35 - Weiter geschlossen köcheln lassen / Continue to simmer closed

Inzwischen müsste auch das Wasser für die Klöße kochen, so dass wir es salzen
36 - Wasser salzen / Salt water

und die Klöße darin auf reduzierter Stufe gar ziehen lassen können.
37 - Klöße kochen / Cook dumplings

Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt, die Äpfel zu schälen, zu vierteln
38 - Äpfel schälen & vierteln / Peel & quarter apples

und in mundgerechte Würfel zu schneiden.
39 - Äpfel würfeln / Dice apples

Sind die zusätzlichen 15 Minuten vorbei, geben wir auch die gewürfelten Äpfel mit in die Pfanne,
40 - Apfelwürfel hinzufügen / Add apple dices

verrühren sie gründlich mit den restlichen Zutaten
41 - Gründlich verrühren / Mix well

und lassen alles für noch einmal 15 Minuten geschlossen köcheln.
42 - Weiter geschlossen köcheln lassen / Continue to simmer closed

Nach insgesamt 90 Minuten geben wir dann auch die Sahne hinzu
43 - Sahne hinzufügen / Add cream

vermischen alles wieder gut miteinander
44 - Gut verrühren / Mix well

und rühren dann den Esslöffel Mehl ein, um die Sauce etwas zu binden.
45 - Sauce mit Mehl binden / Thicken sauce with flour

Anschließend würzen wir alles mit Salz und Pfeffer,
46 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Season with pepper & salt

probieren unsere bisherige Kreation
47 - Probieren / Try

und schmecken dann alles noch mit etwas Honig ab. Die Menge sollte dabei davon abhängen, wie stark sich das säuerliche Aroma der Äpfel auf den Gesamtgeschmack auswirkt.
48 - Mit Honig süßen / Sweet with honey

Sobald die Klöße oben schwimmen, also fertig gekocht sind,
49 - Klöße fertig gekocht / Dumplings finished cooking

können wir das Gericht auch schon servieren und genießen.
50 - Apple veal goulash with dumplings - Served / Apfel-Kalbsgulasch mit Klößen - Serviert

Das durch das lange köcheln angenehm zart gewordene Kalbfleisch harmonierte geschmacklich wirklich wunderbar mit dem Aroma des frischen Majoran und dem fruchtigen Geschmack der Apfelstücke und auch das Knollensellerie und Möhren passten gut in das geschmackliche Gesamtbild. Die Kombination aus würzigen und fruchtigen Komponenten ergaben für einen Gulasch einen ungewöhnliches, aber doch sehr gelungenen Geschmack, der mir persönlich sehr zusagte. Dazu passte auch sehr gut der Kartoffelkloß, obwohl ich mir das Gericht auch gut mit Salzkartoffeln oder ähnlichem vorstellen könnte. Ggf. könnte man auch ganz auf eine Sättigungsbeilage verzichten. Ich hatte noch überlegt, ob ich zusätzlich eine Gemüsebeilage wie zum Beispiel Rotkraut dazu reiche, doch es war gut dass ich es nicht getan hatte, denn es hätte einfach nicht gepasst. Mal wieder eine sehr gelungenes Rezept, ich war mit dem Ergebnis überaus zufrieden.

51 - Apple veal goulash with dumplings - Side view / Apfel-Kalbsgulasch mit Klößen - Seitenansicht

Werfen wir wie üblich zum Abschluss noch einen kurzen Blick auf Nährwerte dieses Gerichtes. Die Gulaschzubereitung kommt meiner Kalkulation nach auf 1700kcal, also 425kcal pro Portion. Dazu kommen noch die Kartoffelknödel, die mit 107kcal pro 100g zu Buche schlagen. Bei einem Teigpäckchen von 750g bei 6 Knödeln sind das 125g pro Knödel sind das also etwa 134kcal pro Knödel. Bei einem Knödel pro Portion kommen wir also auf eine Summe 557kcal pro Portion. Für ein Hauptgericht ein absolut akzeptabler Wert finde ich. Da gibt es aus meiner Sicht keine Notwendigkeit zu überlegen, ob man diesen Wert irgendwie reduzieren kann.

Guten Appetit