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Toad in the hole mit karamellisierter Zwiebelsauce – das Rezept

Freitag, April 15th, 2022

Eigentlich wäre für den heutigen Karfreitag traditionell eher ein Fischgericht angebracht gewesen, doch ich hatte mich anders entschieden und wollte statt dessen einen Klassiker der britischen Küche zubereiten: Toad in the hole mit einer würzigen Sauce aus karamellisierten Zwiebeln sowie einigen Erbsen als Beilage. Toad in the hole, also Kröte im Loch klingt erst mal nicht so verlockend, ist aber eine seit Jahrhunderten in England sehr beliebtes Gericht aus Bratwürstchen vom Schwein die in einem Teig für Yorkshire-Pudding gebacken werden. Dazu gehört traditionell eine würzige Sauce, bevorzugt mit Zwiebeln. Im englischen Original werden dazu sogenannte Banger verwendet, das sind dicke Schweinewürstchen die vor alle beim typischen britischen Frühstück zum Einsatz kommen, allerdings sind die hier in Deutschland nur schwer zu bekommen weswegen ich hier ersatzweise auf Nürnberger Rostbratwürstchen zurückgegriffen habe. Das Ergebnis konnte sich aber trotzdem schmecken lassen, ich war auf jeden Fall sehr zufrieden mit einer ersten selbst gemachten Kröte im Loch und der dazu servierten Sauce mit karamellisierten Zwiebeln. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das verwendete Rezept hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 4 große oder 6 kleine Portionen?

  • 500g kleine Schweinewürstchen / Bratwürstchen
  • Für den Teig

  • 150g Weizenmehl
  • 4 Eier
  • 250ml Milch (3,5% Fett)
  • 4-5 Zweige frischer Thymian
  • 1,5 Teelöffel Senf
  • 1/2 Teelöffel Backpulver
  • je 1 Teelöffel Salz & Pfeffer
  • Für die Zwiebelsauce

  • 2 mittelgroße rote Zwiebeln
  • 2 Teelöffel brauner Zucker
  • 1 Esslöffel Öl
  • 1 Esslöffel Butter
  • 2 Esslöffel Mehl
  • 500ml Rinderfond
  • 1 Lorbeerblatt
  • je einige Spritzer Worcestersauce & Balsamico
  • je etwas Salz & Pfeffer zum würzen
  • Für das Erbsengemüse

  • 320g Erbsen (TK)
  • 1 Esslöffel Butter
  • 1 gehäufter Esslöffel Petersilie (TK)
  • Salz, Pfeffer und Zucker zum würzen
  • Da der Teig vor der Verwendung etwas ruhen sollte beginnen wir mit der Zubereitung von eben diesen. Dazu geben wir das Mehl in eine Schüssel, geben die vier Eier hinzu,
    01 - Put flour in bowl / Mehl in Schüssel geben 02 - Add eggs / Eier hinzufügen

    verrühren beides gründlich miteinander
    03 - Mix well / Gründlich vermischen

    und gießen anschließend die Milch hinzu um alles schließlich zu einem Teig zu mixen
    04 - Add milk / Milch hinzufügen 05 - Stir well / Gründlich verrühren

    und dann abgedeckt für mindestens eine Stunde – gerne aber auch über Nacht – im Kühlschrank zu lagern.
    06 - Cover & put into fridge / Abdecken & im Kühlschrank lagern

    In der Zwischenzeit können wir uns um die Sauce kümmern. Dazu schneiden wir die geschälten und halbierten roten Zwiebeln in Streifen
    07 - Cut red onions in stripes / Rote Zwiebeln in Streifen schneiden

    und erhitzen dann je einen Esslöffel Öl sowie Butter auf mittlerer Stufe in einem Topf oder einer Pfanne.
    08 - Heat oil in pan / Öl in Pfanne erhitzen 09 - Add butter / Butter dazu geben

    Sobald Öl sowie Butter heiß und geschmolzen sind geben wir die Zwiebelstreifen hinzu, dünsten sie für einige Minuten an bis sie weich werden
    10 - Put onions in pan / Zwiebeln in Pfanne geben 11 - Braise onions / Zwiebeln andünsten

    und bestreuen dann alles mit den beiden Teelöffeln braunen Zuckers um diesen Schmelzen und die Zwiebeln darin auf leicht reduzierter Stufe bei gelegentlichem Rühren über 6-7 Minuten karamellisieren zu lassen.
    12 - Intersperse brown sugar / Braunen Zucker einstreuen 13 - Let onions caramelize ( Zwiebeln karamellisieren lassen

    Die Zeit in der die Zwiebeln karamellisieren können wir dazu nutzen die Thymian-Blättchen von den Zweigen zu streifen und sie zu zerkleinern.
    14 - Hackle thyme / Thymian zerkleinern

    Außerdem beginnen wir den Ofen auf 220 Grad vorzuheizen. Dann pinseln wie eine große Auflaufform mit etwas Öl aus, legen die Würstchen hinein
    15 - Brush casserole with oil / Auflaufform mit Öl auspinseln 16 - Put sausages in casserole / Würstchen in Form legen

    bestreichen diese wiederum mit etwas Pflanzenöl und schieben sie dann für 15-20 Minuten in den Ofen.
    17 - Brush sausages with oil / Würstchen mit Öl bepinseln 18 - Bake sausages in oven / Würstchen im Ofen backen

    Inzwischen dürften dann auch unsere Zwiebeln soweit karamellisiert sein dass wir sie mit den beiden Esslöffeln Öl bestreuen und dieses etwas mit andünsten können.
    19 - Dust onions with flour / Zwiebeln mit Mehl bestäuben 20 - Braise flour / Mehl andünsten

    Nachdem wir das etwas klein gebrochene Lorbeerblatt hinzu gegeben haben
    21 - Add bayleaf / Lorbeerblatt dazu geben

    löschen wir alles mit dem Rinderfond ab, verrühren ihn gründlich und lassen ihn aufkochen um anschließend die Sauce auf niederer Stufe vor sich hin köcheln zu lassen.
    22 - Deglaze with beef broth / Mit Rinderbrühe ablöschen 23 - Stir & let simmer / Verrühren köcheln lassen

    Nach etwa 10 Minuten sollten wir außerdem die Würstchen im Ofen wenden, damit sie von gleichmässig bräunen können.
    24 - Turn sausages / Würstchen wenden

    Nun können wir auch den Teig aus dem Kühlschrank nehmen um ihn mit je einem Teelöffel Salz und Pfeffer, eineinhalb Teelöffeln Senf,
    25 - Season dough with salt & pepper / Teig mit Salz Pfeffer würzen 26 - Add mustard / Senf in Teig geben

    einem halben Teelöffel Backpulver sowie dem zerkleinerten frischen Thymian zu versehen
    27 - Add baking powder / Backpulver in Teig geben 28 - Add hackled thyme / Zerkleinerten Thymian addieren

    und alles wiederum gründlich miteinander verrühren.
    29 - Stir well / Gründlich verrühren

    Schließlich entnehmen wir die Form mit den Würstchen wieder aus dem Ofen
    30 - Take casserole from oven / Auflaufform aus Ofen entnehmen

    und verteilen zwischen ihnen gleichmässig den Teig um alles dann für weitere 25-30 Minuten im Ofen zu backen.
    31 - Spread dough between sausages / Teig zwischen Würstchen verteilen 32 - Continue bake in oven / Weiter im Ofen backen

    Wenden wir uns jetzt dem Erbsengemüse zu. Hierfür blanchieren wir erst einmal die TK-Erbsen für ca. 3 Minuten in heißem Wasser (ich hatte sie dazu einfach mit kochendem Wasser auf dem Wasserkocher übergossen) und lassen sie anschließend in einem Sieb abtropfen.
    33 - Blanch peas in cooking water / Erbsen in kochendem Wasser blanchiere 34 - Drain peas / Erbsen abtropfen lassen

    Im Topf zerlassen wir dann etwas Butter, geben die blanchierten Erbsen hinzu,
    35 - Melt butter in pot / Butter in Topf zerlassen 36 - Put peas back in pot / Erbsen zurück in Topf geben

    geben zwei Teelöffel TK-Petersilie hinzu und schmecken schließlich alles mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker ab um alles dann auf niedrigster Stufe bei geschlossenem Deckel warm zu halten.
    37 - Add parsley / Petersilie einstreuen 38 - Taste peas with salt, pepper & a pinch of sugar  /Erbsen mit Salz, Pfeffer & Prise Zucker abschmecken

    Außerdem verfeinern wir unsere Sauce noch mit einigen Spritzer Worcestershire-Sauce sowie einigen Tropfen Balsamico und schmecken es dann final noch mit etwas Salz und Pfeffer ab.
    40 - Refine sauce with Worcestersauce & balsamico / Sauce mit Worscestersauce & Balsamico verfeinern 39 - Taste sauce with salt & pepper / Sauce mit Salz & Pfeffer abschmecken

    Ist der Teig nach 25-30 Minuten schließlich durchgebacken und die Würstchen schön gebräunt entnehmen wir die Auflaufform wieder aus dem Ofen
    41 - Toad in the hole & onion gravy - Finished baking / Fertig gebacken

    und können anschließend gleich unseren Toad in the hole mit der Zwiebelsauce sowie den Erbsen servieren und genießen.
    42 - Toad in the hole & onion gravy - Served / Serviert

    Der Teig in dem die Würstchen eingebettet waren war schön luftig-locker geworden und besaß seiner Würze mit Senf und frischem Thymian auch ein sehr angenehmes Aroma, allerdings hätte ich es mir gewünscht dass er beim Backen noch etwas mehr hätte aufgehen können. Vielleicht hätte ich hier etwas mehr Backpulver verwenden sollen, obwohl die meisten Rezepte die ich mir hierzu angesehen hatte gar kein Backpulver verwendet hatten. Vielleicht war aber auch nur die Auflaufform zu groß, so dass sich der Teig zu sehr verteilt hatte. Das tat letztlich aber dem Genuss in Verbindung mit der mild-würzigen, dickflüssigen Zwiebelsauce sowie dem Erbsengemüse keinen Abbruch, alles zusammen erwies sich als überaus lecker. Schon verständlich warum dieses Gericht sich auf der britischen Insel so großer Beliebtheit erfreut.

    43 - Toad in the hole & onion gravy - Side view / Seitenansicht

    44 - Toad in the hole & onion gravy - CloseUp / Nahaufnahme

    Guten Appetit

    McCain Street Fries Cheese & Bacon – der Test

    Donnerstag, Februar 10th, 2022

    Schon länger hatte ich keine Fertiggerichte hier im Blog getestet, was aber nicht daran lag dass ich diese nicht mehr esse sondern eher dass ich einfach nichts interessantes gefunden habe was es mir wert erschien hier getestet zu werden. Doch das hat sich nun geändert, denn ich habe das Produkt Street Fries des kanadischstämmigen Food-Konzerns McCain im Tiefkühlregal entdeckt und sogleich erworben. Ich möchte dabei anmerken dass dies KEIN bezahlter Content ist und ich nur meine persönliche Meinung zu dem Produkt äußern werde. Laut der Webseite des Unternehmens gibt es die Street Fries derzeit in drei Ausführungen: „Smoked BBQ Beef“, „Cheese & Bacon“ und „Pulled Pork Honey Mustard“. Hätte ich die Wahl gehabt hätte ich bestimmt zu einem der beiden anderen „Geschmacksrichtungen“ für meinen ersten Test gegriffen, doch leider war im Supermarkt meiner Wahl nur Cheese & Bacon verfügbar, daher blieb mir nichts übrig als diese Variante zu testen. 🤷‍♂️
    Wie meine Recherchen zeigten handelt es sich bei diesen Street Fries um eine vereinfachte Form des kanadischen Nationalgerichts (schon wieder ein Nationalgericht – wir hatten ja gerade erst das dänische) Poutine, das traditionell mit doppelt frittierten Pommes Frites, Bratensauce und Käsebruch (Cheese curds) serviert wird. Ich überlegte auch kurz ob ich noch geriebenen Käse oder so etwas dazu geben sollte, aber zum einen hätte dies den Test eher verfälscht und zum anderen halte ich Käse unter einer Käsesauce für eher unsinnig. 😉
    Die 300g Packung dieser McCain Street Fries lag preislich bei 2,99 Euro für eine 300g Packung, was ich als akzeptabel ansah.
    01 - McCain Street Fries Cheese & Bacon - Package front /Packung vorne 02 - McCain Street Fries Cheese & Bacon - Package back /Packung hinten
    nach dem entfernen der Pappmanschette und der Folienverpackung finden sich drei ineinander gestapelte Komponenten darin: Eine große rechteckige Schale mit dem tiefgefrorenen Pommes Frites, eine kleinere rechteckige Schale mit einem Block der ebenfalls tiefgefrorenen Käse-Speck-Sauce und schließlich noch ein kleines Tütchen mit einigen Röllchen Schnittlauch und ein paar roten Zwiebeln zum späteren garnieren.
    03 - McCain Street Fries Cheese & Bacon -  Content /Packungsinhalt
    Für die Zubereitung gibt es nun drei Möglichkeiten: Zum einen im (Umluft-)Backofen bei 180 Grad über 22-25 Minuten, dann in der Heißluftfritteuse bei 180 Grad über 16 Minuten oder in der 950 Watt, am besten mit Grillfunktion, über 6 Minuten. Da ich nur einen normalen E-Backofen ohne Umluft habe und daher die Temperatur daher wohl auf 200 Grad hätte erhöhen müssen – was bei der Umrechnung von Umluft- auf Normal-Ofen die Regel ist – und ich da auch keine Erfolgsgarantie hatte, da auf der Verpackung explizit Umluft angegeben war, kam dies für mich nicht in Frage. Meine Mikrowelle hat leider nur 800 Watt und keine Grillfunktion, daher fiel das für mich auch aus – mal davon abgesehen dass meine Erfahrungen mit Mikrowellen-Pommes eher durchwachsen sind, da sie nicht wirklich knusprig werden. Blieb also nur die Heißluftfritteuse, die sich bei mir in letzter Zeit immer mehr zu einem meiner bevorzugten Küchengeräte zu entwickeln scheint.
    Laut Anleitung – bei Youtube gibt es sogar ein Video dazu – stellt man die Schale mit den vorher aufgelockerten Pommes und die Saucenschale einfach in den Frittierkorb, mischt alles nach der Hälfte der angegebenen Zeit durch und fertig. Klingt einfach, doch die Probleme fingen bei mir schon beim Füllen des Frittierkorbs an.
    Der Frittierkorb meiner Heißluftfritteuse ist rund, daher passt zwar die Pommes-Schale gerade so hinein, aber dann ist kein Platz für die zweite Schale mit Käse-Sauce. Daher musste ich etwas herumfriemeln um beides hinein zu bekommen. Aber letztlich ging es irgendwie dass die Saucenschale gerade stand, so dass nach dem auftauen nichts heraus laufen konnte – doch leider war die Pommes-Schale nun etwas verformt. Ging aber leider nicht anders – und sollte sich später auch minimal rächen.
    04 - McCain Street Fries Cheese & Bacon - Put in air fryer / In Heißluftfritteuse geben
    Dann wird der Korb in die Fritteuse geschoben und alles für 16 Minuten bei 180 Grad Heißluft-Frittiert.
    05 - McCain Street Fries Cheese & Bacon - Sixteen minutes at 180 degrees /Sechzehn Minuten bei 180 Grad
    Im Video heißt es man soll es nach der Hälfte der Zeit einmal „durchmischen“ wobei dort nur die Fritten gewendet werden, in der Realität empfiehlt es sich aber mindestens zwei Mal in diesen 16 Minuten nicht nur die Pommes zu mischen sondern auch die Sauce durchzurühren, da sich bereits nach wenigen Minuten eine leicht braune Schicht oben bildet die ansonsten anzubrennen droht. Außerdem garantiert dies meiner Ansicht nach auch am besten dass sie Sauce am Ende durchgehend heiß ist.
    06 - McCain Street Fries Cheese & Bacon - Shake fries & stir sauce / Pommes durchschütteln Sauce umrühren
    Nach zwei Mal Pommes durchmischen und Sauce umrühren innerhalb von sechzehn Minuten hatte ich schließlich das vorzeitige Endergebnis vor mir.
    07 - McCain Street Fries Cheese & Bacon - Finished deep-fried / Fertig frittiert
    Die Pommes Frites waren auf den ersten Blick sehr knusprig geworden, aber schienen noch akzeptabel und auch die Sauce sah, von dunklen Rändern im Inneren der Schale mal abgesehen, einigermaßen gut aus.
    Leider entschied sich die Sonne, nachdem sich sich in den letzten Tagen ja leider eher rar gemacht hatte, genau jetzt in voller Kraft durch das große Fenster in meiner Küche auf den Arbeitsbereich zu scheinen, daher bitte ich die etwas verminderte Bildqualität an dieser Stelle zu entschuldigen.
    Ich entschied mich die Fritten jetzt noch mit einer Prise Salz zu würzen und mit einer kleinen Gabel oder Löffel noch mal durchzumischen. Dann gießen wir die heiße Sauce über die Pommes und versuchen uns dabei die Finger nicht zu verbrennen
    08 - McCain Street Fries Cheese & Bacon - Pour sauce on fries / Sauce über Pommes gießen
    und garnieren dann alles mit der inzwischen aufgetauten Mischung aus Schnittlauch-Röllchen und roten Zwiebeln.
    09 - McCain Street Fries Cheese & Bacon -  Garnish with herbs / Mit Kräutern garnieren
    Leider hatte ich diese Kräutermischung in der kleinen Plastiktüte auftauen lassen, was sich als schlechte Idee erwies da das aufgetaute und feuchte Schnittlauch nun am Tüteninneren „klebte“ und sich nur schwer lösen lies. Hier würde es sich empfehlen die noch gefrorene Mischung VOR dem auftauen zu entnehmen und etwas ausgebreitet offen auftauen zu lassen, vielleicht auf einem Küchentuch, damit sie sich später besser streuen lassen. Oder man legt sie ins Gefrierfach und streut sie gefroren auf die Sauce deren Hitze sie dann auftaut. Aus der Tüte heraus könnte ich auf jeden Fall maximal 2/3 der Mischung erfolgreich entnehmen, der Rest klebte einfach zu fest in den Winkeln und Ecken. 🙁
    Schließlich hatte ich aber das Endergebnis vor mir und konnte es endlich genießen.
    10 - McCain Street Fries Cheese & Bacon - Served / Serviert
    Wie befürchtet waren die Pommes Frites wirklich sehr knusprig geworden, aber hier kam die Sauce zur Hilfe und weichte sie wieder etwas auf so dass es beim Verzehr fast schon wieder genau richtig war. Aber eben nur fast, ich würde mir beim nächsten Mal überlegen die vielleicht zwei bis drei Minuten kürzer in der Heißluftfritteuse zu belassen. Wobei das Ergebnis vermutlich auch von Gerät zu Gerät unterschiedlich sein dürfte – ist eher ein Erfahrungswert. Die Käsesauce mit Cheddar, Appenzeller und Gouda erwies sich geschmacklich aber als recht gut gelungen, wobei meiner Meinung vor allem der etwas würzigere Appenzeller herauszuschmecken war. Aber da kann ich mich auch irren, immerhin bestanden nur 3,7% des gesamten Gerichts aus Käse, 55,4% waren die Kartoffeln in Form der Pommes. Außerdem stand noch Sahne auf der Zutatenliste vor dem Käse, also ist anzunehmen dass die Sauce größtenteils daraus bestand. Die geräucherten Bacon-Stücke waren vorhanden und man musste sich nicht suchen, aber auch sie nahmen nur 2% der gesamten Masse ein, hier war auch eindeutig eine teure Zutat eher sparsam verwendet worden. aber geschmacklich war es letztlich in Ordnung, wenn auch nicht überragend gut. Die Menge der Sauce reicht gerade so für die Menge der Pommes Frites, hätte aber auch gerne noch etwas mehr sein dürfen. Und die insgesamte Portionsgröße ist auch eher etwas für den kleineren Hunger, schlägt aber mit 189kcal pro 100g, also 567kcal pro 300g Portion doch gut zu B(a)uche. 😉
    11 - McCain Street Fries Cheese & Bacon - Side view / Seitenansicht
    Etwas ärgerlich war außerdem, dass sie die Pommes-Schale etwas verformt hatte, da ich sie ja beim einlegen in den Frittierkorb etwas hatte stauchen müssen damit auch die zweite Schale mit der Sauce Platz hatte. Durch das anschließende frittieren mit Heißluft hatte die Schale sich noch etwas gefestigt und war letztlich in dieser leicht „malträtierten“ Form fixiert worden. Zum Glück war sie dadurch nicht instabil geworden und hatte weiterhin noch einen guten Stand, so dass es letztlich primär ein visuelles Problem war.
    Alles in allem eine interessante Idee für einen einigermaßen schnell zubereiteten größeren Snack oder eine kleinere Mahlzeit. Sollte ich eine der anderen beiden Varianten, also Smoked BBQ Beef oder Pulled Pork Honey Mustard irgendwo entdecken, wäre ich nicht abgeneigt sie ebenfalls zu testen – natürlich unter Berücksichtigung meiner Erkenntnisse aus diesem Test.
    Alternativ überlege ich natürlich auch mir selbst mal Poutine aus frischen Kartoffeln und mit selbst gekochter Bratensauce – am besten mit Fleisch – sowie zusätzlichem Käse zuzubereiten. Hier hätte ich allerdings das Problem dass Pommes zu den Sättigungsbeilagen gehören, die man besser nicht aufwärmen sollte. Da man aber von so einer Sauce nicht nur eine Portion kocht, wäre es hier wohl empfehlenswert nur die Sauce aufzuwärmen und die Pommes jedes Mal frisch zu machen. Oder einen Teil des Sauce auch einzufrieren, da vier Tage hintereinander Pommes Frites zu mittag nicht gerade gesund klingt. 😋
    Mal sehen ob und wie ich das machen werde – auf jeden Fall ist mein Interesse am kanadischen Nationalgericht Poutine und Pommes mit Sauce im Allgemeinen durch diesen kleinen Test geweckt worden. Man kann Fritten ja auch mal nicht nur mit Ketchup und/oder Mayo verzehren…

    Pizza Texas mit Rinderhack, BBQ-Sauce, roten Zwiebeln & Bacon [09.10.2021]

    Samstag, Oktober 9th, 2021

    Die letzten Tage bin ich leider nicht zum kochen gekommen und habe mich größtenteils von Sandwich & Brot ernährt. Und auch heute hatte ich irgendwie keine Lust mich an den Herd zu stellen. Aber nach über drei Monaten war es einfach mal wieder an der Zeit dass ich mir eine Pizza nach Hause bestellte. Ich hätte mir zwar auch selbst eine machen können, doch ich hatte irgendwie mal wieder Lust auf eine Bestell-Pizza. 😉 Dazu wählte ich wieder den Pizzaservice den ich schon mit der Pizza Shanghai und der Pizza Regina dieses Jahr zwei mal getestet und für gut befunden hatte: den Pizza Blitz. Dieses Mal entschied ich mich für eine Pizza Texas mit BBQ-Sauce, Texas-Beef, Bacon, roten Zwiebeln und Mozzarella. Mit 11,95 Euro für eine 32cm Version nicht gerade billig, aber einmal alle zwei bis drei Monate geht das schon mal. Ich hatte eben Lust auf eine „Männerportion“. 😉 Nach nicht mal zwanzig Minuten wurde die Pizza dann auch schon geliefert.
    Pizza Texas with beef, red onions, bacon, bbq sauce & mozzarella
    Leider war sie nicht vorgeschnitten – das hätte ich wohl extra angeben müssen – aber da ich ja glücklicherweise einen Pizzaroller besitze war das Problem in kürzester Zeit behoben und ich konnte die Pizza anschließend per Hand verzehren.
    Hinter dem Begriff Texas-Beef verbarg sich ganz wie erwartet angebratenes Rinderhackfleisch was eindeutig auch die dominanteste unter den Fleischzutaten war. Was daran „Texas“ war erschloss sich mir allerdings nicht, für mich war es einfach krümelig angebratenes Hack vom Rind. Der Bacon war ebenfalls vorhanden, nahm aber eher eine untergeordnete Rolle ein. Aber in Kombination mit viel rauchiger BBQ-Sauce, noch leicht knackigen roten Zwiebeln und viel Käse erwies sich diese Pizza als deftige aber überaus leckere Variante. Erinnert von der Zusammenstellung an die Pizza Conchita von Joey’s Pizza die ich 2009 mal in Jena probiert hatte – allerdings war da der Bacon weitaus dominanter und auch deutlicher sichtbar. Ist eben die teuerste Zutat, daher wird hier am ehesten gespart.
    Pizza Texas - Side view / Seitenansicht
    Insgesamt eine sehr leckere Pizza, allerdings erwies sich der Rand dieses Mal als etwas zu hart gebacken, weswegen ich am Ende genau diesen Teil der Pizza leider entsorgen musste:
    Pizza Texas - Rinds / Ränder
    Da es sich aber um eine Pizza mit 32cm Durchmesser gehandelt hatte, war das glücklicherweise zu verschmerzen – ich bin auch so mehr als nur satt geworden.

    Wagner Rustipani Hähnchenbrust auf Frischkäse-Creme – der Kurztest

    Donnerstag, Februar 19th, 2015

    Vor kurzem entdeckte ich in einem der Münchner Tengelmann-Supermärkte ein neues TK-Fertiggericht, das es mir Wert schien getestet zu werden: Das Rustipani von der zum Nestlé-Konzern gehörigen Firma Wagner. Der Preis für die 180g Packung liegt – zumindest bei Tengelmann – bei gerade mal 1,99 Euro. Hinter dem Kunstbegriff Rustipani, der vermutlich aus den Worten Rustikal und Panini kombiniert worden ist, steckt ein Fladen aus hellem Sauerteig-Ofenbrot, der aktuell mit fünf verschiedenen Belägen angeboten wird. Neben dem hier vorgestellten Hähnchenbrust auf Frischkäse-Creme gibt es laut Webseite des Herstellers noch die Sorten Geräucherter Käse auf Ricotta-Crem, Salami auf Tomaten-Basilikum-Sauce, Marinierte Tomaten auf Kräuterpesto und Schinken & Spargel auf Ricotta-Creme. Gesehen habe ich bei Tengelmann nur noch die Sorte mit Salami, aber das Angebot variiert sicherlich von Supermarkt zu Supermarkt. Wie im Stile der Zeit üblich, wird das Produkt natürlich ohne Geschmacksverstärker oder künstliche Aromen hergestellt.

    01 - Wagner Rustipani Hähnchenbrust auf Frischkäse-Creme / Chicken breast on cream cheese - Packung vorne / Package back
    Packung vorne

    02 - Wagner Rustipani Hähnchenbrust auf Frischkäse-Creme / Chicken breast on cream cheese - Packung hinten / Package back
    Packung hinten

    Die Verpackung hat auf der linken Vorderseite eine kleine Öffnung, die den Blick auf etwas frei gibt, das im ersten Moment wie ein Stück braunen Packpapier wie man es aus Bäckereien kennt aussieht. Spätestens wenn man es aber aus der Papp-Verpackung entnimmt, erkennt man aber dass es sich hier nur um entsprechend bedruckte Plastikfolie handelt. Das wäre im TK-Bereich und aus hygienischen Gründen aber wohl auch kaum anders möglich.

    03 - Wagner Rustipani Hähnchenbrust auf Frischkäse-Creme / Chicken breast on cream cheese - Rohling eingepackt / Wrapped
    Rustipani in Folie

    In der Plastikfolie finden wir schließlich den vorgebackenen und dann tiefgefrorenen Teigfladen. Dieser ist laut Hersteller mit gewürztem und gegartem Hähnchenbrustfleisch (8%), Gegrillter gelber Paprika (8%), Frischkäse der Doppelrahmstufe (8%), schnittfestem Mozzarella (6%) und roten Zwiebeln (4%) belegt. Außerdem erkennt man noch Schnittlauch im Frischkäse.

    04 - Wagner Rustipani Hähnchenbrust auf Frischkäse-Creme / Chicken breast on cream cheese - Rohling gefroren / Frozen
    Rustipani – Tiefgefroren

    Die Zubereitung ist wie üblich denkbar einfach. Man muss nur den Backofen auf 200 Grad vorheizen, das noch tiefgefrorene Rustipani auf einem Rost auf der mittleren Schiene hinein schieben und für 12-15 Minuten backen.

    05 - Wagner Rustipani Hähnchenbrust auf Frischkäse-Creme / Chicken breast on cream cheese - Im Ofen backen / Bake in oven
    Rustipani im Ofen

    Danach brauchen wir es nur noch entnehmen und können es unmittelbar servieren und verzehren.

    06 - Wagner Rustipani Hähnchenbrust auf Frischkäse-Creme / Chicken breast on cream cheese - Fertig gebacken / Finished baking
    Rustipani – Fertig gebacken

    07 - Wagner Rustipani Hähnchenbrust auf Frischkäse-Creme / Chicken breast on cream cheese - Seitenansicht A
    Rustipani – Seitenansicht

    08 - Wagner Rustipani Hähnchenbrust auf Frischkäse-Creme / Chicken breast on cream cheese - Seitenansicht-B
    Rustipani – Frontalansicht

    Hätte ich es selber hergestellt, wäre ich wahrscheinlich mit den Zutaten wie Hähnchenbrust, Paprika und roten Zwiebeln etwas großzügiger umgegangen, aber die von Wagner verwendete Menge reichte vollkommen aus, um nicht negativ ins Gewicht zu fallen. Leider war der Belag an der einen Seite nicht ganz bis zum Rand aufgetragen, aber da hatte ich wahrscheinlich nur ein nicht ganz so gelungenes Stück erwischt. Und auch der Teig war außen schön knusprig und innen noch angenehm weich, wobei ich allerdings ganz in der Mitte des Fladens eine ganz dünne Lage bemerkte, die trotz 13 Minuten im Ofen nicht ganz durchgebacken zu sein schien. Kann aber auch in mir oder meinem Ofen gelegen haben, also lieber eine Minute länger drin lassen. Insgesamt kann ich aber sagen, dass Wagner mit dem Rustipani mal wieder ein sehr gelungenes TK-Fertiggericht auf den Markt gebracht hat, das man mit Sicherheit nicht das letzte Mal bei mir im Ofen gesehen hat.
    Werfen wir abschließend noch einen kurzen Blick auf die Nährwerte dieses Produktes:

    Nährwerte:
      100g Portion (180g)
    (4 Baguettes)
    Brennwert: 931 kj
    221 kcal
    1675 kj
    398 kcal
    Eiweiß: 9,5g 17,1g
    Fett:
    davon gesättigte Fettsäuren:
    5,8g
    3,3g
    10,4g
    5,9g
    Kohlehydrate:
    davon Zucker:
    31,6g
    2,0g
    56,9g
    3,6g
    Ballaststoffe: 2,2g 4,0g
    Natrium (Salz): 1,3g 2,3g

    Was mir sogleich positiv bei diesen Werten auffiel, war der mit 3,6g angenehm niedrige Wert an zugegebenem Zucker. Normalerweise bin ich es gewöhnt, dass z.B. in einer Fertigpizza gleich mehrere Stücke Würfelzucker enthalten sind – nicht so hier. Und auch was die anderen Werte angeht, liegt das Rustipani im durchaus erträglichen Bereichen. Für die schnelle Küche also ein durchaus vertretbares und außerdem auch wirklich schmackhaftes Produkt mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis. Ich zumindest kann es also wärmstens weiter empfehlen.

    Meine Wertung: 3 MG

    Rosenkohl-Quiche mit karamellisierten roten Sherry-Zwiebeln – das Rezept

    Samstag, März 16th, 2013

    Bei meiner ewig währenden Suche nach neuen interessanten Rezepten stieß ich vor kurzem auf diesen Rosenkohl-Quiche, der sich vor allem dadurch abhob dass er mit karamellisierten roten Zwiebeln in eingekochtem Sherry zubereitet wurde. Das klang überaus lecker, zumal ich schon länger nichts mehr mit Rosenkohl zubereitet hatte – daher machte ich mich heute nun daran, das Rezept einmal auszuprobieren. Anstatt wie üblich bei meinen Quiches fertigen Blätterteig zu verwenden, entschied ich mich dieses Mal für einen Mürbeteig. Leider stehe ich mit Teigen ja manchmal etwas auf Kriegsfuß, aber heute gelang dieser mir wirklich wunderbar. Insgesamt kam so ein sehr leckeres Gericht heraus, welches ich nun in gewohnter Weise hier einmal kurz vorstellen möchte.

    Was brauchen wir also für einen Quiche (ca. 4-5 Portionen)?

    Für den Teig

    150g Weizenmehl (Typ 405)
    01 - Zutat Mehl / Ingredient flour

    75g kalte Butter
    02 - Zutat Butter / Ingredient butter

    1 Hühnerei
    03 - Zutat Hühnerei / Ingredient egg

    1 TL Salz
    04 - Zutat Salz / Ingredient salt

    Für die Füllung

    700g Rosenkohl (ich entschied mich für TK-Ware)
    05 - Zutat Rosenkohl / Ingredient brussels sprouts

    5 kleine rote Zwiebeln
    07 - Zutat rote Zwiebeln / Ingredient red onions

    1 TL Zucker
    08 - Zutat Zucker / Ingredient sugar

    10 EL trockener Sherry
    09 - Zutat trockener Sherry / Ingredient dry sherry

    150g magerer geräucherter Speck (optional – lässt man ihn weg hat man ein vegetarisches Gericht)
    10 - Zutat Speck / Ingredient bacon

    1-2 EL Olivenöl
    11 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

    sowie Salz und Pfeffer zum würzen

    Für den Guß

    4 Hühnereier
    06 - Zutat Hühnerei / Ingredient eggs

    125ml Sahne
    11 - Zutat Sahne / Ingredient cream

    125g Creme fraiche mit Kräutern
    12 - Zutat Creme fraiche / Ingredient creme fraiche

    sowie Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen

    Beginnen wir nun damit, erst einmal den Teig zuzubereiten. Dazu geben wir Mehl, Butter, Salz und Ei in eine Schüssel
    13 - Zutaten in Schüssel geben / Put ingredients to bowl

    und verkneten alles zu einem homogenen Teig. Das braucht etwas Geduld beim Kneten, denn zu Beginn krümeln Butter und Mehl eher als dass sie einen wirklichen Teig bilden. Erst nach einigem Kneten, wenn die Butter sich komplett mit dem Mehl vereint hat, erhält man etwas, das man wirklich als Teig bezeichnen kann.
    14 - Zu Teig verarbeiten / Make dough

    Den so entstandenen Teig wickeln wir nun in etwas Frischhaltefolie und legen ihn für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank.
    15 - Teig in Folie einwickeln und kühl stellen / Put dough in foil and into the fridge

    Dann beginnen wir einen Topf Wasser zum kochen zu bringen
    16 - Wasser erhitzen / Heat up water

    und nutzen die Zeit bis das Wasser heiß ist dazu, unsere roten Zwiebeln zu schälen und in Spalten zu schneiden – also die Zwiebel so lange immer wieder zu halbieren bis wir schmale Streifen erhalten.
    17 - Zwiebeln in Spalten schneiden / Cut onions in slices

    Kocht das Wasser dann, salzen wir es mit zwei Teelöffeln Salz
    18 - Wasser salzen / Add salt to water

    und geben dann den Rosenkohl hinein, um ihn über ca 10 Minuten bissfest zu blanchieren.
    19 - Rosenkohl blanchieren / Parboil sprouts

    Anschließend gießen wir ihn in ein Sieb ab und lassen ihn abtropfen.
    20 - Rosenkohl abgießen / Drain brussels sprouts

    In einer Pfanne erhitzen wir nun zwei Esslöffel Olivenöl
    21 - Öl erhitzen / Heat up oil

    und dünsten unsere in Spalten geschnittenen roten Zwiebeln darin an
    22 - Zwiebeln andünsten / Roast onions gently

    wobei wir den Teelöffel Zucker einstreuen und die Zwiebel langsam daran karamellisieren lassen.
    23 - Zucker karamellisieren lassen / Caramelize sugar

    Dann beginnen wir, nach und nach die zehn Esslöffel Sherry zu den Zwiebeln zu geben und ihn dabei immer wieder komplett einkochen zu lassen – das gibt ihnen einen unvergleichlich schmackhafte Note und macht sie angenehm zart.
    24 - Sherry einkochen lassen / Reduce sherry

    Abschließend würzen wir dann noch alles mit etwas Salz und Pfeffer.
    25 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt & pepper

    Nachdem wir die Zwiebeln dann entnommen haben, geben wir – eventuell mit etwas zusätzlichem Olivenöl – den Speck in die Pfanne und braten ihn rundherum an. Ist er gut durchgebraten, entnehmen wir ihn und legen ihn bei Seite.
    26 - Speck auslassen / Fry bacon

    Nun wenden wir uns dem Guss zu. Dazu geben wir die vier Eier zu der Sahne,
    30 - Eier hinzufügen / Add eggs

    geben die Creme fraiche hinzu
    31 - Creme fraiche addieren / Add creme fraiche

    und verrühren alles sehr gründlich
    32 - Gut verrühren / Mix well

    wobei wir es kräftig mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen.
    33 - Würzen / Taste

    Nun ist auch ein guter Zeitpunkt, unseren Backofen auf 200 Grad vorzuheizen.

    Als nächstes können wir dann den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und ihn auf einer bemehlten Fläche ausrollen. Am Anfang erwies es sich dabei als etwas brüchig, aber auch hier half etwas Beharrlichkeit, ihn schließlich in die gewünschte Form zu bringen.
    27 - Teig ausrollen / Roll out dough

    Nachdem wir dann unsere Quiche-Form ausgefettet und mit etwas Mehl ausgestreut haben
    28 - Form ausfetten & mit Mehl bestäuben / Grease casserole & dredge with flour

    passen wir den Mürbeteig ein und entfernen die Ränder mit einem scharfen Messer.
    29 - Teig einpassen / Adjust dough

    Darauf verteilen wir dann den angebratenen Speck gleichmäßig
    34 - Speck verteilen / Spread bacon

    und geben dann zwei Drittel der karamellisierten Sherry-Zwiebeln darauf
    35 - Zwiebeln einlegen / Add onions

    die wir dann mit dem blanchierten Rosenkohl bedecken
    36 - Rosenkohl verteilen / Add brussels sprouts

    und die restlichen Zwiebeln darauf verteilen
    37 - Rest Zwiebeln hinzufügen / Add remaining onions

    um alles abschließend mit unserem Guss aus Sahne, Creme fraiche und Eiern gleichmäßig zu übergießen.
    38 - Guß aufgießen / Drain filling

    Die Menge reichte, zumindest bei meiner Quiche-Form, ganz genau, um die Zwischenräume perfekt aufzufüllen. Jetzt sollten wir nun beim tragen zum Backofen natürlich vorsichtig sein damit nichts überschwappt. 😉
    39 - Fertig zum backen / Ready to bake

    Ist der Ofen dann vorgeheizt, schieben wir unseren Quiche auch der mittleren Schiene hinein und lassen ihn für mindestens 40 Minuten backen.
    40 - Backen / Bake

    Danach entnehmen wir ihn und lassen ihn für weitere fünf Minuten ruhen, damit sich die durch die Hitze des Backens leicht aufgeblähte Füllung etwas setzen kann – das erleichtert das zerteilen etwas.
    41 - Rosenkohl-Quiche mit karamellisierten roten Sherry-Zwiebeln / Brussels sprouts quiche with caramelized red onions - Fertig gebacken

    Danach können wir ihn aber sofort servieren und genießen.
    42 - Rosenkohl-Quiche mit karamellisierten roten Sherry-Zwiebeln / Brussels sprouts quiche with caramelized red onions - Serviert

    Neben dem angenehm bissfesten Rosenkohl, den übrigens zu einem meiner Lieblingsgemüse zählt, waren eindeutig die karamellisierten und in Sherry gebratenen roten Zwiebeln eines der Highlights des Gerichtes. Sie waren unglaublich zart und aromatisch geworden und harmonisierten mit ihrem Geschmack wunderbar mit dem leicht herben Rosenkohl. Dazu noch der angebratene Speck und die angenehm würzige Füllung aus Ei, Sahne und Creme fraiche mit Kräutern ergab sich ein wahrer Genuss. Der dünne Mürbeteig tat sein übriges und rundete das Gericht sozusagen ab – obwohl ich mir einen solchen Quiche durchaus auch mit Blätterteig vorstellen könnte. Eventuell mische ich aber das nächste Mal Rosenkohl, Zwiebeln und Speck, anstatt sie zu schichten.

    43 - Rosenkohl-Quiche mit karamellisierten roten Sherry-Zwiebeln / Brussels sprouts quiche with caramelized red onions - CloseUp

    Werfen wir wie üblich abschließend einen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichtes. Meiner Kalkulation nach liegt der Inhalt der Quiche-Form bei ca. 2800kcal. Das entspricht bei vier Portionen 700kcal pro Portion, bei fünf Portionen immer noch 560kcal. Für ein Hauptgericht gerade noch akzeptabel, aber leicht verbesserungswürdig. Dabei nimmt alleine der Mürbeteig mit seinen 75g Butter 1130kcal ein – hier hätte Blätterteig mit knapp 900kcal schon mal etwa 230kcal eingespart. Rosenkohl und Zwiebeln sind auf die Gesamtmasse gesehen zu vernachlässigen, allerdings könnte man auch den Speck mit seinen 250kcal hier noch weglassen, zumal er geschmacklich keine so große Rolle spielt wie ich fand. Und durch das Ersetzen von Creme fraiche durch Creme legere könnte man noch einmal 140kcal reduzieren. Mit diesen Maßnahmen (Blätterteig, kein Speck und Creme legre) kämen wir auf 2180kcal, das wären bei 4 Portionen 545kcal und bei fünf Portionen sogar nur 436kcal. Das aber als kleines Gedankenspiel nur am Rande erwähnt, da ich nicht garantieren kann dass das Ergebnis geschmacklich dem hier gezeigten Rezept noch entspricht.
    Also hoffe ich auch heute, mit meinem kleinen Kochexperiment dem einen oder anderen Hobbykoch eine kleine Anregung gegeben zu haben und wünsche wie immer:

    Guten Appetit