Gyros-Tzatziki-Muffins – das Rezept
16.02.2013 18:02 kochexperimente, kulinarisches1 Kommentar
Wer isst nicht gerne eine schöne Portion lecker gewürztes Gyros mit einer großzügigen Portion Tzatziki? Ich persönlich liebe dieses ursprünglich aus Griechenland stammende Gericht, aber auf die Idee beide Zutaten in Muffins zu verarbeiten war ich bis heute nicht gekommen. Bis ich bei der Suche nach etwas interessantes zum kochen für den heutigen Samstag auf ein passendes Rezept stieß und sofort von der Idee begeistert war. Und das Ergebnis konnte sich nicht nur sehen, sondern vor allem schmecken lassen. Eine wirklich sehr schmackhafte Fingerfood-Idee, deren Rezept ich in diesem Beitrag nun in gewohnter Form einmal kurz vorstellen möchte.
Was brauchen wir also für 12 Muffins (ein Muffinblech) ?
200g Tzatziki (Griechischer Kräuterquark)

sowie etwas am besten frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer
und etwas zusätzliches Öl zum braten und ausfetten der Muffinform
Beginnen wir damit, die Zwiebel zu schälen und in dünne Spalten zu schneiden.

Dann erhitzen wir in einer kleineren Pfanne einen Esslöffel Olivenöl

und dünsten zuerst auf mittlerer Stufe die Zwiebel kurz darin an

um wenig später auf das Gyrosfleisch hinzuzufügen

und scharf anzubraten bis es gut durch ist. Anschließend stellen wir es bei Seite und lassen es etwas abkühlen.

In eine größere Schüssel geben wir nun Mehl, die beiden Teelöffel Backpulver, den halben Teelöffel Natron und das Salz,

würzen alles kräftig mit frisch gemahlenen Pfeffer

und vermischen es dann gut miteinander.

Das Tzatziki geben wir in eine zweite, kleinere Schüssel, geben die Buttermilch hinzu,

und verrühren dann alles kräftig, bis es leicht schaumig wird.

Das Ganze geben wir dann zu den anderen Zutaten in die große Schüssel.

Inzwischen dürften auch das Gyrosfleisch und die Zwiebel soweit abgekühlt sein, dass wir sie aus der Pfanne entnehmen und in kleine Stücke schneiden können. Sollte noch etwas Bratenflüssigkeit in der Pfanne sein, können wir diese direkt in die Schüssel gießen.

Das klein geschnittene Fleisch und die Zwiebel geben wir dann ebenfalls in die große Schüssel

und verkneten schließlich alles so lange miteinander, bis ein gleichmässiger Teig entsteht.

Nun ist es an der Zeit den Backofen auf 190 Grad vorzuheizen und eine Muffinform zu ölen oder auszufetten

in die wir dann den Teig gleichmässig verteilen. Er reicht fast perfekt für 12 Muffins wie ich feststellen durfte.

Ist der Backofen dann vorgeheizt, können wir die Muffinform auf der mittleren Schiene hinein schieben und die Muffins für 20 bis 25 Minuten backen lassen.

Nachdem wir das Blech dann entnommen haben,

können wir die Muffins aus den Vertiefungen lösen, was erfreulich leicht und problemlos zu bewerkstelligen ist, und sofort genießen.

Nicht nur dass der Teig dank der Kombination aus Backpulver und Natron wunderbar fluffig und locker geworden war, auch was den Geschmack anging war ich überaus positiv überrascht. Der Geschmack des lockeren Teiges, der einen Teil der Gewürze des Gyrosfleisches und der Kräuterquarks aufgenommen hatte harmonierte meiner Meinung nach wunderbar mit den zarten und Saftigen Fleischstückchen, die sich glücklicherweise relativ gleichmässig auf die einzelnen Muffins verteilt hatten. Abgerundet wurde das Ganze durch die kleinen Gurkenstückchen, die sich ebenfalls hier und dort fanden – hier hätte es sogar gerne einige mehr sein können.
Eine nette Ergänzung wären vielleicht noch 100g oder mehr Schafskäse gewesen, den man auch noch hätte in den Teig hin bröseln können. Leider bin ich leider erst hinterher auf die Idee gekommen, aber für das nächste Mal werde ich mir das im Hinterkopf behalten.
Werfen wir abschließend wie üblich noch einen Blick auf die Nährwerte des heutigen Koch- bzw. Backexperiments. Meiner Berechnung nach erreicht die gesamte Teigmasse einen Wert ca. 2200kcal, aufgeteilt auf 12 Muffins haben wir also einen Wert von 183kcal pro Muffin. Klingt zwar nicht viel, isst man aber mal wie ich eben 4 Muffins, liegt man gleich bei 732kcal – also keine leichte Kost. Da es aber auch heute nicht meine Intention war leicht zu kochen, kann ich damit leben. Als Fingerfood z.B. auf einer Party ist der Gyros-Tzatziki-Muffin auf jeden Fall eine überaus leckere und mit Sicherheit auch gern genommene Alternative zum sonst üblichen Pizza-Muffin. Ich war auf jeden Fall sehr zufrieden mit dem Ergebnis und kann das Rezept mal wieder vorbehaltlos weiter empfehlen.
In diesem Sinne: Guten Appetit

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Dinkelpizza mit Zanderfilet & Tomatenstreifen – das Rezept
24.11.2012 20:37 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Heute war mir irgendwie nach etwas mit Fisch und glücklicherweise hatte ich noch ein Rezept für eine Dinkelpizza mit Zanderfilet und Tomaten in petto, das ich sowieso ausprobieren wollte – also war die Wahl für mein heutiges Kochexperiment schnell getroffen. Beim Einkauf im Supermarkt sah ich sogar, dass es aktuell frisches Zanderfilet an der Fischtheke gab – das erschien mir eine gute Alternative zu TK-Fisch. Jedoch war ich etwas geschockt als ich den Preis sah: fast 16 Euro wollte man für 400 Gramm haben, womit das Ganze nicht gerade ein günstiges Vergnügen werden sollte – aber das war es mir wert und ich finde es hat sich auch wirklich gelohnt. Dabei kommt dieser Süßwasserfisch aus der Familie der Barsche ja, zumindest theoretisch, in allen Gewässern von Rhein bis zum Ural sowie auch in der Ostsee vor. Woher meiner jetzt genau kam weiß ich nicht, bei dem Preis muss er aber wohl eine weitere Reise hinter sich gehabt haben. ![]()
Das Ergebnis war meiner Meinung nach eine wirklich gelungene und mal außergewöhnliche Pizzazubereitung, die mir sehr gut gemundet hat, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das Rezept hier in üblicher Form einmal vorzustellen.
Was brauchen wir also für 4 Pizzen?
Für den Teig
Für den Belag
70g getrockenete Tomaten in Öl

1 Dose (400g) gestückelte Tomaten (wahlweise mit Basilikum)

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen
Beginnen wir nun mit der Zubereitung des Dinkelteigs. Dazu geben wir die beiden Mehlsorten in eine Schüssel

fügen den halben Teelöffel Salz hinzu

und vermengen alles gut miteinander, wobei wir am Ende in der Mitte eine kleine Mulde bilden.

In diese Mulde bröseln wir dann unsere Hefe,

gießen das lauwarme Wasser hinzu

und vermengen alles mit dem Knethaken unseres Handmixers

bis wir schließlich einen gleichmässigen Teig haben.

Diesen lassen wir dann, mit einem Küchentuch abgedeckt, für ca. 30 Minuten an einem warmen Ort gehen. Ich hatte den Backofen kurz auf 75 Grad aufgeheizt und dann abgeschaltet, um den Teig bei leicht geöffneter Klappe darin lagern zu können.

Während der Teig arbeitet, lassen wir die Tomaten abtropfen

und waschen dann unser Rosmarin, schütteln es trocken

und zupfen dann die Blättchen vom Zweig ab

die wir dann sehr fein zerkleinern.

Inzwischen müssten auch unsere getrockneten Tomaten in Öl soweit abgetropft sein, dass wir sie in Streifen schneiden können.

Anschließend überprüfen wir das Zanderfilet auf eventuelle Gräten und entfernen diese mit der Grätenpinzette – ich fand aber gerade dabei mal drei Stück, der Zander scheint ein recht grätenarmer Fisch zu sein.

Dann waschen wir das Fischfilet, tupfen es trocken

und schneiden es schließlich in schmale Streifen.

Außerdem schneiden wir schließlich noch den Mozzarella in Scheiben.

In der Zwischenzeit müsste auch unser Dinkelteig dank der Hefe gut aufgegangen sein, so dass wir ihn aus dem Ofen entnehmen und diesen dann auf 225 Grad vorheizen können,

um den Teig dann in vier gleich große Portionen aufzuteilen

und erst einmal zwei davon auf einer bemehlten Fläche ausrollen können, während die anderen beiden, abgedeckt durch das Küchentuch, in der Schüssel warten.

Die beiden flach ausgerollten Teigstücke geben wir dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech,

wo wir sie mit den gestückelten Tomaten bestreichen

und kräftig mit Salz, Pfeffer und der Hälfte unsere zerkleinerten Rosmarins würzen.

Dann belegen wir sie noch mit der Hälfte der Mozzarella-Scheiben

und backen sie für 15 Minuten auf der untersten Schiene unseres auf 225 Grad vorgeheizten Ofens.

In dieser Zeit können wir die beiden anderen Teigstücke schon einmal auf die gleiche Weise vorbereiten und auf einem zweiten Stück Backpapier bereitstellen.
Ist unsere Pizza nach einer Viertelstunde vorgebacken und er Käse geschmolzen

belegen wir sie schließlich mit der Hälfte der Zanderfilet-Streifen und den getrockneten Tomaten

und schieben sie noch einmal für weitere sieben bis acht Minuten auf der untersten Schiene in den Ofen.

Dann ziehen wir sie samt Backpapier vom Blech und schieben die zwei anderen vorbereiteten Pizzastücke in den Ofen. Die fertigen Pizzen schmecken wir noch einmal mir Salz und Pfeffer ab

und können sie anschließend servieren und genießen. Dabei sollten wir aber natürlich nicht vergessen, die beiden anderen Pizzen ebenfalls auf diese Weise noch zu komplettieren.

Ich hatte ja zuerst gezweifelt dass die paar Minuten ausreichen den Fisch durchzubacken, doch entgegen meiner Befürchtung war das Zanderfilet komplett gar geworden und dabei noch angenehm saftig und zart geblieben. Zusammen mit der gut gewürzten Pizzaiola aus gestückelten Tomaten und den Streifen aus den getrockneten Tomaten ergab sich auf den einigermaßen dünn geratenen, knusprigen Dinkelteig ein wirklich gelungener und außergewöhnlich leckerer Belag, der sich von den sonst üblichen Pizzen die man so ist wirklich geschmacklich positiv hervorhob. Ich war mit dem Ergebnis meines heutigen Kochexperiments mal wieder sehr zufrieden.
Werfen wir abschließend, wie üblich, einen Blick auf die Nährwerte des heutigen Rezepts. Ich komme in meiner überschlägigen Berechnung auf ca. 2500kcal für alle vier Pizzen zusammen, das sind also 625kcal pro Pizza. Ich hatte natürlich mit weniger gerechnet, aber bei Pizzazubereitungen ist es erfahrungsgemäß vor allem das Mehl, das die Werte nach oben treibt. Bei einer alternativen Berechnung mit Weizenmehl(Typ 405 & Vollkorn) kam ich aber auch auf gerade mal 60kcal insgesamt weniger, also 16kcal pro Portion. Und dafür auf den kräftigen Dinkelteig verzichten? Nein danke! Das Zanderfilet selbst ist angenehm mager, einziges Einsparungspotential sehe ich da noch beim Mozzarella – ersetzt man die Standard-Zubereitung durch eine leichte Variante mit 10% Fett kann man noch einmal insgesamt 250kcal, also 62,5kcal pro Portion sparen und käme auf 562,5kcal pro Pizza – geschmacklich dürfte das keinen allzu großen Unterschied machen. Dennoch kann ich das Rezept für jeden Freund von etwas außergewöhnlichen Pizzabelägen vorbehaltlos weiter empfehlen – es lohnt sich was den leckeren Geschmack angeht aus jeden Fall – und das bei angenehm wenig Aufwand.
Guten Appetit

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Rahmfladen mit Speck und Frühlingszwiebeln – das Rezept
7.10.2012 20:02 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Heute entschied ich mich dazu, mich mal an einem Rahmfladen zu versuchen, einer Abart vom Flammkuchen dass ich traditionell als “Auf die Hand” Gericht von verschiedenen Volksfesten her kenne. Die Variante für die ich mich entschied verwendet dabei einen Hefeteig aus Roggen- und Weizenmehl, der dem ganzen eine angenehm deftige Note gab. Mit dem Belag kann man dabei natürlich gerne etwas experimentieren, ich habe die Zutaten einfach nach eignen Vorlieben gewählt und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
Was braucht man also für 2 Stück / Portionen?
4 EL Creme fraiche (Ich hatte noch welche mit Kräutern, die ich verbrauchen musste)

Beginnen wir damit einen Hefeteig anzusetzen, indem wie etwa 40-50ml lauwarmes Wasser in eine Schüssel zu geben

und die Hefe hinein zu bröseln

um dann zwei Esslöffel Weizenmehl hinzu zu geben

und alles gut zu verrühren. Alles lassen wir dann für 20 bis 30 Minuten ansetzen bis es dickflüssig wird und Bläschen wirft.

Die restlichen Mehlsorten geben wir nun in eine Schüssel, fügen das Salz hinzu

und gießen schließlich das Wasser mit hinein

um dann alles zu einem festen Teig zu verrühren.

Hat der Hefeteig dann angesetzt und ist schön dickflüssig geworden

geben wir ihn zum restlichen vorbereiteten Hauptteig

und kneten noch einmal alles noch einmal gut durch – sollte es zu flüssig sein geben wir noch ein wenig Weizenmehl hinzu –

bis wir einen glatten Teig erhalten.

Diesen lassen wir dann abgedeckt an einem warmen Ort für ca. 60 Minuten gehen. Ich liess den Backofen dazu kurz auf 50 Grad aufheizen, schaltete ihn dann aus und stellte die abgedeckte Schüssel hinein, wobei ich einen Holzlöffel in die Ofentür klemmte damit es keinen Hitzestau gab.

Während der Teig geht können wir die Zwiebel schälen und in dünne Spalten schneiden,

sowie die Frühlingszwiebeln waschen

und das weiße und hellgrüne davon schon einmal in Ringe zerteilen.

Ist der Teig dann fertig aufgegangen heizen wir den Backofen auf 200 Grad vor,

dann teilen wir auf einer bemehlten Fläche den Teig in zwei gleich große Portionen

und rollen ihn möglichst flach aus.

Anschließend geben wir die beiden Fladen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech,

bestreichen sie mit der Creme fraiche,

bestreuen sie dann mit den Speckwürfeln

und legen die Zwiebelspalten auf.

Ist der Backofen vorgeheizt, geben wir das Backblech erst einmal für 15 Minuten hinein,

und entnehmen dann noch einmal für kurze Zeit das Backblech um die bisher geschnittenen Frühlingszwiebeln aufzustreuen. Anschließend geben wir das Blech für weitere 20 bis 25 Minuten zurück in den Ofen.

Während die Fladen fertig backen, schneiden wir nun auch den grünen Teil der Frühlingszwiebeln in Ringe – sie sind später für die Garnitur gedacht.

Sind unsere Fladen dann fertig gebacken, können wir das Backblech entnehmen

und mit den frischen Frühlingszwiebelringen bestreuen bevor wir sie schließlich servieren.

Die Kombination des lockeren Weizen-Roggenteigs mit der würzigen Creme fraiche mit Kräutern, den Speckwürfelchen, den eher milden roten Zwiebeln und den Frühlingszwiebel-Ringen erwies sich als wirklich sehr gelungen. Ein deftiges und sehr gehaltvolles Gericht, dass sich sowohl noch heiß als auch in abgekühlter Form als sehr lecker und sättigend erwies. Einzig das Aufstreuen eines Teils der Frühlingszwiebeln zur Halbzeit des Backens wäre wohl nicht unbedingt notwendig gewesen, es hätte wohl gereicht sie am Ende frisch zur Garnitur zu verwenden – aber geschadet hat es auch nicht.
Was die Nährwerte angeht ist das Ganze aber auch nicht wirklich leicht, wie man aufgrund der Zutaten vielleicht schon vermuten konnte. Ich kam bei meiner Berechnung auf 650kcal pro Rahmfladen, also eindeutig kein Diätgericht. Aber das nehme ich heute mal billigend in Kauf, dafür war es einfach zu schmackhaft.
Guten Appetit

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Kürbis-Cannelloni – das Rezept
8.09.2012 21:41 kochexperimente, kulinarisches3 Kommentare
Die Kürbis-Saison hat mal wieder begonnen und in den Supermärkten und auf den Märkten werden überall wird diese Gemüsesorte wieder verstärkt angeboten. Aber nicht nur für Halloween eignen sich diese Dinger, man kann auch eine Menge leckerer Gerichte damit kochen – und das möchte ich hier und heute mit einem Rezept für Kürbis-Cannelloni mit Kürbiskernen und Sellerie mal wieder unter Beweis stellen. Die Zubereitung ist zwar etwas aufwändiger wie ich feststellen musste, aber die investierte Zeit lohnt sich auf jeden Fall, dass kann ich nach eigener Erfahrung garantieren, denn das Gericht ist nicht nur unwahrscheinlich lecker, sondern was die Nährwerte angeht auch ein angenehm leichtes Gericht. Das es rein vegetarisch ist, fällt dabei kaum auf. Ich habe zwar noch kurz überlegt, Fleisch hinzuzufügen, das scheiterte aber daran dass mir auch Anhieb nichts einfiel was dazu passen könnte. Letztlich war das auch ganz gut so, denn das Gericht ist so wie es ist schon lecker und sättigend genug. Aber kommen wir nun zum eigentlichen Rezept:
Was brauchen wir also für 4 Portionen?
1 nicht allzu großer Hokkaido-Kürbis (ca. 900g)

1 Stück Knollensellerie (ca. 200g)

2-3 Zehen Knoblauch (je nach eigener Vorliebe)

100ml Sojacreme (Optional – siehe dazu weiter unten im Text beim abgießen der Kürbismasse)

60g Hartkäse nach Wahl (z.B. Parmesan oder Greyerzer)

sowie zum weiteren Würzen Salz, Pfeffer und Muskatnuss
Beginnen wir nun damit, die Zwiebeln zu schälen

und fein zu würfeln. Ich verwendete dazu meine kleine handbetriebene Küchenmaschine, man kann das aber natürlich auch mit dem Messer bewerkstelligen.

Des weiteren schälen wir die Knoblauchzehen und hacken sie fein

und schälen die Knollensellerie

um sie in etwa 5mm große Würfel zu schneiden.

Jetzt kommen wir zum Kürbis, den wir erst einmal gründlich waschen – man weiß ja nie wer ihn im Supermarkt alles angefasst hat –

und schneiden ihn dann in Würfel von etwa 1cm Kantenlänge. Das ist wohl der aufwändigste aller Arbeitsschritte.

Dann hacken wir die Kürbiskerne grob,

rösten sie in einer kleinen Pfanne ohne Fett bis sie leicht braun und knusprig geworden sind

und breiten sie dann etwas aus um sie etwas abkühlen zu lassen.

In einem größeren Topf erhitzen wir nun den Esslöffel Olivenöl

und dünsten dann damit Zwiebeln und Knoblauch glasig an.

Anschließend geben wir den gewürfelten Kürbis

sowie den Knollensellerie in den Topf

und alles für weitere 2 bis 3 Minuten mit an

bevor wir alles mit der Gemüsebrühe aufgießen

um es anschließend für etwa zehn Minuten auf niedriger Stufe und bei gelegentlichem umrühren weiter zu dünsten.

Nach den zehn Minuten geben wir schließlich die gehackten und gerösteten Kürbiskerne hinzu

und würzen alles kräftig mit Salz und Pfeffer sowie der Messerspitze Koriander.

Einige Minuten später geben wir die Kürbismasse auf ein Sieb

und lassen die Flüssigkeit abtropfen und die Masse etwas abkühlen. Im ursprünglichen Rezept war hier davon die Rede dass man 200ml davon abmessen soll, doch ich bekam nur ca. 100ml heraus. An dieser Stelle entschloss ich mich dazu, die fehlenden hundert Milliliter mit Sojacreme zu ergänzen.

Während die Kürbis-Masse abkühlt, können wir die Zeit nutzen und den Käse reiben.

Ist die Kürbis-Füllmasse einigermaßen abgetropft, geben wir die Milch

sowie sie Sojacreme zu der abgetropften Flüssigekeit

und schlagen dann die beiden Eier mit in die Milch-Kürbis-Masse

bevor wir alles gut mit einem Schneebesen vermischen

und nach Geschmack mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.

Nun ist auch ein guter Zeitpunkt, den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen.
Nachdem ich mich ja die letzten Male (z.B. hier oder hier) mit einem Espressolöffel beim Füllen der Cannelloni abgemüht hatte, griff ich dieses Mal zum Spritzbeutel, in den ich die Kürbis-Masse füllte

und befüllte damit die Cannelloni, bevor ich sie in eine große Auflaufform legte.

Nachdem die ganze Auflaufform dann mit Cannelloni gefüllt ist

übergießen wir sie mit der gewürzten Milch-Mischung

und bestreuen alles mit dem geriebenen Käse.

Ist der Backofen vorgeheizt, schieben wir die Auflaufform auf der mittleren Schiene hinein und lassen es für 35 bis 40 Minuten backen.

Beginnt die Oberfläche leicht braun zu werden, ist es dann an der Zeit die Form aus dem Backofen zu entnehmen

und das Gericht sogleich zu servieren.

Die gedünstete Masse aus Kürbis uns Sellerie mit ihren gerösteten Kürbiskernen war alleine schon ein wahrer Genuss, aber gefüllt in die Cannelloni und überbacken mit mit Milch-Ei-Masse und dem Käse war das Ganze geschmacklich wirklich unübertrefflich. Vor allem die gerösteten Kürbiskerne gaben der sowieso schon sehr leckeren Kürbismasse ein unvergleichliches und leckeres Aroma. Da zu Beginn ja einige den Nudelröllchen noch aus der Masse herausschauten, hatte ich etwas befürchtet dass die etwas braun werden, doch glücklicherweise war die Mischung aus Milch und Ei etwas aufgegangen, so dass alles am Ende gut durchgebacken und weich war.
Wie immer werfen wir abschließend natürlich noch einen Blick auf die Nährwerte. Meiner Kalkulation nach liegen die Werte für das ganze Gericht bei 1800kcal, das bedeutet auf vier Portionen aufgeteilt liegen die Nährwerte für eine Portion bei gerade mal 450kcal. Für ein so gehaltvolles Gericht ein wirklich traumhafter Wert wie ich finde. Kürbis ist schon eine feine Sache und seine Saison geht noch bis Oktober – ich werde mich auf jeden Fall nach weiteren Gerichten damit umsehen.
Guten Appetit

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Dinkelpizza mit Meeresfrüchten, Fenchel & Orange – das Rezept
1.07.2012 19:46 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Auf meiner niemals endenden Suche nach neuen geschmacklichen Erlebnissen stieß ich vor kurzem auf dieses Rezept für eine Meeresfrüchtepizza mit Fenchel & Orange, was mich dazu bewog mich das dritte mal in Folge nach der Kartoffel-Hack-Pizza mit Paprika, Avjar & Frischkäse und der Schwedenpizza, einem Lachskuchen, an einer Pizzazubereitung zu versuchen. Aber aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei, also was solls. Vor allem die Kombination aus Meeresfrüchten, Fenchel und Orangenschale reizte mich hier ganz besonders und das Ergebnis war was den Geschmack anging wirklich gelungen wie ich fand, daher möchte ich natürlich nicht versäumen das Rezept hier in üblicher Form vorzustellen.
Was brauchen wir also für 6 kleine Pizzen?
Für den Teig
Für den Belag
250g Meeresfrüchte (TK – eine Mischung aus Garnelenschwänzen, Tintenfischen und Miesmuschelfleisch)

1 kleine Knolle Fenchel (ca. 250g)

2-3 EL Avjar (optional – hatte ich noch übrig)

Salz, Pfeffer & Chilipulver zum würzen

Während die Meeresfrüchte langsam auftauen, beginnen wir damit den Teig vorzubereiten. Dazu geben wir die beiden Mehlsorten in eine Schüssel

fügen einen halben Teelöffel Salz hinzu

und vermengen alles dann gut miteinander.

Anschließend pressen wir eine Kuhle in die Mitte der Mischung, bröseln den halben Würfel Hefe hinein

und gießen alles mit 250ml lauwarmen Wassers auf,

um es dann mit den Knethaken unserer Küchenmaschine so lange zu bearbeiten

bis ein glatter Teig entstanden ist

den wir dann abgedeckt an einem warmen Ort für ca. 30 Minuten gehen lassen.

Während er Teig arbeitet, spülen wir die Orange unter heiß ab, trocknen sie

und reiben dann die Schale mit der feinen Seite einer Küchenreibe ab.

Das Ergebnis ist zwar recht mickrig, aber die Menge reicht dicke aus um den gewünschten geschmacklichen Effekt zu erzielen.

Außerdem schälen wir die Knoblauchzehen und hacken sie sehr fein,

waschen die Fenchelknolle und Würfeln sie ebenfalls fein

schneiden die abgetropften Stücke der in Öl eingelegten Tomaten in Streifen

und schneiden den Mozzarella in Scheiben.

Nun geben wir die passierten Tomaten mit dem Knoblauch und dem Abrieb der Orangeschale in eine Schüssel

und verrühren alles gut miteinander

wobei wir es kräftig mit Salz, Pfeffer und Chilipulver würzen.

Wenn die Meeresfrüchte aufgetaut sind, spülen wir sie unter fließendem Wasser noch einmal ab und tupfen sie dann trocken.

Ist der Teig nach ca. 30 Minuten dann gut aufgegangen, können wir unsere Backofen schon mal auf 225 Grad vorheizen.

Dann teilen wir den Teig ihn in 6 etwa gleich große Portionen auf

und rollen ihn mit Hilfe eines Nudelholzes zu kleinen Fladen aus.

Haben wir drei Fladen ausgerollt – so viele gingen zumindest bei mir auf ein Blech – legen wir sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und bestreichen sie mit der Tomatensauce.

Anschließend bestreuen wir sie großzügig mit dem gewürfelten Fenchel,

fügen die in Streifen geschnittenen Tomaten hinzu

und belegen es dann gleichmässig mit den Meeresfrüchten

um es dann mit den Mozzerellascheiben abzuschließen.

Inzwischen müsste auch der Backofen auf 225 Grad aufgeheizt sein, so dass wir unser Blech auf der untersten Schiene hinein schieben und für 15 bis 20 Minuten backen lassen.

Während die ersten drei Fladen backen, rollen wir die übrigen drei Teigportionen ebenfalls aus, geben sie auf ein weiteres Stück Backpapier und belegen sie wie bereits oben beschrieben mit den verbliebenen Zutaten. Sind unsere ersten drei Pizzen dann fertig, ziehen wir sie samt Backpapier vom Blech, geben die zweite Ladung auf das Blech und schieben es zurück in den Ofen, wo es weitere 15 bis 20 Minuten verbleibt.

Die erste Ladung können wir aber gern schon servieren und genießen – oder aber warm stellen bis alles fertig ist.

Aufgrund der geringen Menge an Abriebs der Orangenschale hatte ich zuerst überlegt, eine weitere Orange zu verwenden – aber es erwies sich als gut dass ich dies nicht getan hatte, denn trotz der geringen Menge machte sie der Orangengeschmack deutlich bemerkbar und gab der Meeresfrüchtepizza ein leicht fruchtiges Aroma. Mehr Schale hätte den Orangengeschmack eindeutig zu dominant werden lassen, so aber war er meiner Meinung nach genau richtig. Gemeinsam mit dem dünnen, knusprigen und etwas dunkleren Dinkel-Pizzaboden, der fruchtig-würzigen Tomaten-Avjar-Sauce, den gut durchgebackenen Fenchelwürfeln und den zahlreichen Meeresfrüchten ergab diese mit geschmolzenem Mozzarella bedeckte Pizzazubereitung ein überaus leckeres und interessantes Geschmackserlebnis, das meine Erwartungen an eine solche Zusammenstellung absolut erfüllte. Zumal Fenchel und Fisch bzw. Meeresfrüchte ja, wie ich im Rahmen der Recherche für diesen Beitrag las, auch eine klassische Kombination ergeben. Ich fand die Zubereitung auf jeden Fall absolut gelungen.
Und auch was die Nährwerte angeht konnte sich dieses Gericht durchaus sehen lassen. Ich kam bei meiner überschlägigen Berechnung auf ca. 2500 kcal für alles zusammen, also liegt der Nährwert für ein Pizzastück bei gerade mal 417kcal. Eine angenehm leichte und doch sehr leckere Pizzazubereitung, die ich nicht nur den Liebhabern von Meeresfrüchten wärmstens weiterempfehlen kann. Der Geschmack ist dabei gar nicht exotisch wie es zuerst den Anschein hat, viel mehr handelt es sich um eine weitere interessante Alternative zur Standard-Pizza, die ich durchaus häufiger auf meinem Speiseplan vorstellen könnte. Einzig die Menge werde ich wohl beim nächsten mal reduzieren, denn mit den zwei Blechen hätte ich bestimmt vier bis fünf Personen bewirten können.
Guten Appetit

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