Gebratener Zander auf Rahmwirsing & Röstinchen [07.09.2018]

Ich bin zwar durchaus ein Freund von exotischen und fruchtigen Kombinationen, aber mit dem Kasselersteak mit Ananas und Käse gratiniert, dazu Curryrahmsauce und Langkornreis wie es heute bei Vitality angeboten wurde konnte ich dennoch nicht so recht anfreunden. Zumal bei Globetrotter ein Gebratener Zander auf Rahmwirsing und Salzkartoffeln angeboten wurde und man die Kartoffeln dabei sogar durch Röstinchen ersetzt hatte. Da konnte ich nur schwer widerstehen. Einzig die Gebackene Ente mit verschiedenem Gemüse in Massaman-Sauce, die neben Gebratene Mie-Nudeln mit asiatischem Gemüse und Tomatensauce sowie dem für Freitag üblichen San Sei Chp Suey – verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezialsauce an der Asia-Wok-Theke angeboten wurde, ließ mich kurz überlegen, denn die knusprig gebackene Entenbrust aus dem Asia-Restaurant gehört ebenfalls zu den Gerichten die ich sehr schätze. Und es hatte sich – wohl wegen eben dieser Ente – sogar eine kleine Schlange vor der Asia-Theke gebildet, was eher ungewöhnlich ist. Der Apfelstrudel mit Vanillesauce bei Tradition der Region sah zwar lecker aus, aber ich bin nun mal kein Fan von Süßspeisen als Hauptgericht. Letztlich blieb ich also doch beim Fisch in Form des Zanders. Es ist selten genug dass man hier ein Gericht mit Gemüse serviert bekommt, außerdem war Freitag und da isst ein guter Christ ja traditionell Fischgerichte. 😉 Und ein Blick in die Salat- oder Gemüsetheke konnte ich mir sparen, denn das Gericht war ja bereits dank des Rahmwirsings komplett.

Fried zander with cream savoy & has browns / Gebratener Zander auf Rahmwirsing & Röstinchen

Ich war schon einmal überaus positiv überrascht, wie groß und hoch das Fischfilet heute war – auf der einen Seite so breit wie mein nicht gerade zierlicher Daumen – und auch was die Qualität des vermutlich auf der Hautseite gebratenen Fischfilets anging gab es nicht zu meckern, denn es war zart, saftig und vollkommen grätenfrei. Hinzu kam dass die dünne Garnitur auf der Hautseite noch eine leichte Dillnote hinzufügte. Und auch am in Sahne oder Milch angerichteten, Wirsingstreifen gab es nichts auszusetzen, denn sie waren gut durchgegart, besaßen aber auch noch Biss, waren also nicht zerkocht. Einzig die Röstinchen, kleine Kartoffelröstis, erschienen etwas dunkel geraten. Aber das wirkte sich glücklicherweise diesmal nicht auf ihre Qualität aus, denn sie waren innen noch wunderbar weich, während ihr Äußeres nur minimal knuspriger als optimal war. Also insgesamt eine gute Wahl und ich war sehr zufrieden. Da gab man gerne ein klein wenig mehr als für ein Standardgericht aus.
Das asiatische Entengericht war zwar heute eng heran gekommen, konnte den Zander aber dann doch nicht vom ersten Platz der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala verdrängen und musste sich mit einem guten zweiten Platz begnügen, den sie wiederum ebenfalls nur knapp vor dem somit drittplatzierten Curry-Kasseler mit Ananas behaupten konnte. Somit blieb für den Apfelstrudel nur noch Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Zander: ++
Rahmwirsing: ++
Röstinchen: ++

Gebratener Zander auf Rahmsauerkraut mit Kartoffelpüree [30.09.2016]

Heute ging das zweiwöchige Special unseres Betriebsrestaurants zum aktuell hier in München stattfindenden Oktoberfest in die letzte Runde und mit einem Gebratenen Zander auf Rahmsauerkraut und Petersilienwurzelpüree stand ein überaus verlockendes Angebot auf der Karte. Dass man das Petersilienwurzelpüree offensichtlich durch einfaches Kartoffelpüree ersetzt hatte, störte mich dabei nur wenig, immerhin hatte ich diese Woche ja noch nichts mit Fisch und das war die Gelegenheit. Einzig das Gegrillte Putenfilet auf Tomaten-Lauchrisotto mit Brokkoliröschen bei Vitality ließ mich kurz überlegen, ob ich mich anderweitig entscheiden sollte, während die Gefüllten Pfannkuchen mit roter Grütze bei Globetrotter oder die Asia-Thai-Gerichte wie Gebackene Ananas und Banane und San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial Sauce heute kein näheres Interesse bei mir weckten. Doch die Überlegung war letztlich natürlich nur theoretisch, denn es gab definitiv nicht besseres heute als den Zander und mit gerade einmal 4,30 Euro war er auch was den Preis anging absolut akzteptabel.

Pikeperch on cream sauerkraut with mashed potatoes / Zanderfilet auf Rahmsauerkraut mit Kartoffelpüree

Der auf seiner Haut gebratene, mit Kräutern garnierte Zanderfilet war, wie man es von dieser Sorte Fisch gewohnt ist, wundervoll zart und besaß ein überaus leckeres Aroma. Das Fleisch zerging dabei regelrecht auf der Zunge. Dazu war das mit etwas Rahm verfeinerte Sauerkraut eine ungewöhnliche, aber dennoch irgendwie passende Gemüsebeilage. Das Kartoffelpüree hatte man zusätzlich mit in Rotwein gegarten Zwiebeln garniert, was es aufwertete, aber nicht ganz darüber hinwegtäuschen konnte, dass es sich hier – wie üblich – um ein Instant-Kartoffelpüree handelte, dem irgendwie etwas mehr Aroma gut getan hätte. Daher kann ich hier leider keine volle Punktzahl geben. Dennoch gab es keinen Moment, in dem ich bereite zu diesem Gericht gegriffen zu haben.
Und auch bei den anderen Gästen, wie ich anhand einer in Augenscheinnahme der anderen Tabletts erkennen konnte, erfreute sich das Zanderfilet dem größten Zuspruch und konnte sich mit klarem Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf dem zweiten Platz sah ich die gefüllten Pfannkuchen, die ein klein wenig häufiger gewählt worden waren als das Putenfilet. Die Asia-Thai-Gerichte folgten mit einem kleinen Abstand schließlich auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Zanderfilet: ++
Rahmsauerkraut: ++
Geschmorte Zwiebeln: ++
Kartoffelpüree: +

Zanderfilet mit frischem Spargel, Sauce Bernaise & Salzkartoffeln [25.05.2016]

Heute ging die Spargelwoche in unserem Betriebsrestaurant natürlich weiter und mit einem Zanderfilet auf der Haut gebraten mit frischem Spargel, Sauce Bernaise und Salzkartoffeln fand sich im Bereich Globetrotter auch ein Gericht, das mir sehr zusagte. Zwar stand diesem ein Cordon Bleu vom Schwein mit Pommes Frites bei Tradition der Region zwar ein ebenfalls sehr verlockendes Angebot entgegen, doch der Fisch mit Spargel war eindeutig das hochwertigere Gericht. Da konnten die Pinne Rigata mit Gorgonzolarahm bei Vitality sowie die Asia-Thai-Gerichte wie Gebratene Mienudeln mit verschiedenen Gemüse in Masaman Sauce und Rindfleisch gebraten mit Gemüse in Chinapilzen in Hoi Sin Sauce nicht mithalten. Zum Zander gesellte sich noch ein Becherchen Cappucinocreme aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Filet of zander with fresh asparagus, sauce bernaise & potatoes / Zanderfilet mit frischem Spargel, Sauce Bernaise & Salzkartoffeln

Und heute gab es am Hauptgericht überhaupt nichts auszusetzen, denn der Spargel war gründlich geschält und wunderbar weich gekocht, die Sauce Bernaise war geschmacklich ebenfalls in Ordnung und die Salzkartoffeln waren nicht zu weich und nicht zu hart. Das Highlight waren aber das angenehm große Stück superzarten Zanderfilets mit seiner leicht knusprigen und pikant gewürzten Haut, das wirklich wunderbar zum Spargel passte. Da sehe ich gerne über die drei kleinen Gräten hinweg, die sich darin fanden. Und auch an der cremigen, nicht zu süßen Cappucinocreme mit ihrem leicht schokoladigen Kaffearoma gab es nichts auszusetzen.
Bei den anderen Gästen lag aber heute natürlich das Cordon Bleu mit deutlichem Vorsprung vor allen anderen Gerichten am Höchsten in der Gunst und konnte sich mit deutlichem Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala erobern. Auf dem zweiten Platz folgte aber schon der Zander, den dritten Platz belegten die Asia-Gerichte und auf Platz vier kamen schließlich die Penne Rigata.

Mein Abschlußurteil:
Zanderfilet: ++
Spargel: ++
Sauce Bernaise: ++
Salzkartoffeln: ++
Cappucinocreme: ++

Zanderfilet auf Gemüse-Perlgraupen – das Rezept

Es war langsam mal wieder an der Zeit, dass ich irgend etwas Fisch zubereite. Daher sollte heute auf der Haut gebratenes Zanderfilet auf dem Speiseplan stehen, das ich mit einer Zubereitung aus Möhren und Perlgraupen kombinierte. Normalerweise kennt man Perlgraupen ja vor allem als Einlage in Suppen und Eintöpfen, aber ich habe ja bereits mit Gerichten wie dem Mango-Hähnchen auf fruchtigem Perlgraupenrisotto gezeigt, dass man es auch anderweitig einsetzen kann. Und mit diesem Gericht konnte ich ein weiteres Mal unter Beweis stellen, dass diese aus geschälter Gerste hergestellten Körnchen sich für viel mehr eignet. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, dieses Rezept hier in gewohnter Form mal kurz vorzustellen.

Was brauchen wir also für 2 Portionen?

400g Zander-Filet
01 - Zutat Zanderfilet / Ingredient zander filet

150g Perlgraupen
02 - Zutat Perlgraupen / Ingredient pearl barleys

1 mittelgroße Zwiebel
03 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

1 Zehe Knoblauch
04 - Zutat Knoblauchzehe / Ingredient garlic

100g Möhren
05 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

1 Stück Ingwer (ca. 15g)
06 - Zutat Ingwer / Ingredient ginger

1 Lorbeerblatt
07 - Zutat Lorbeerblatt / Ingredient bay leaf

2 Körner Piment
08 - Zutat Piment / Ingredient allspice

1 Wacholderbeere
09 - Zutat Wacholderbeere / Ingredient juniper berry

300ml Gemüsebrühe
10 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable broth

75ml trockener Weißwein
11 - Zutat trockener Weißwein / Ingredient dry white wine

einige Stiele Dill
12 - Zutat Dill / Ingredient dill

40g Butter
13 - Zutat Butter / Ingredient butter

sowie etwas Butterschmalz zum Braten
und etwas Salz und Pfeffer zum würzen

Wie üblich bereiten wir am Anfang erst einmal unsere ganzen Zutaten vor. Wir ziehen also die Zwiebel ab und würfeln sie,
14 - Zwiebel würfeln / Dice onion

schälen und zerkleinern den Ingwer,
15 - Ingwer schälen & zerkleinern / Peel & mince ginger

hacken die Knoblauchzehe fein
16 - Knoblauch hacken / Hackle garlic

und schälen schließlich noch die Möhren, um sie fein zu würfeln.
17 - Möhren schälen & würfeln / Peel & dice carrots

Anschließend erhitzen wir etwas Butterschmalz in einem Topf,
18 - Butterschmalz in Topf erhitzen / Heat up ghee in pot

dünsten erst einmal Zwiebel, Knoblauch und Ingwer darin an
19 - Zwiebel, Knoblauch & Ingwer andünsten / Braise onion, garlic & ginger lightly

und geben dann die Möhrenwürfel hinzu
20 - Möhren hinzufügen / Add carrots

um sie für einige weitere Minuten mit anzudünsten.
21 - Möhren andünsten / Braise carrots lightly

Das Ganze löschen wir dann mit dem trockenen Weißwein ab,
22 - Mit Weißwein ablöschen / Deglaze with white wine

den wir ein klein wenig einkochen lassen
23 - Weißwein einkochen lassen / Let white wine reduce

und dann Wacholderbeere, Piment und Lorbeerblatt hinzufügen,
24 - Lorbeerblatt, Piment & Wacholderbeere hinzufügen / Add bay leaf, allspice & juniper berry

die Gemüsebrühe hinzufügen
25 - Mit Gemüsebrühe aufgießen / Drain vegetable broth

und alles kurz aufkochen lassen
26 - Kurz aufkochen lassen / Bring to a boil

um dann die Perlgraupen hinzuzufügen
27 - Perlgraupen hinzufügen / Add pearl barley

und sie auf reduzierter Stufe bei geschlossenem Deckel für ca. 30 Minuten köcheln zu lassen.
28 - Geschlossen köcheln lassen / Simmer closed

In der Zwischenzeit waschen wir die Zanderfilets, tupfen sie trocken
29 - Zanderfilet waschen / Wash zander filet

und schneiden sie in einigermaßen gleichmäßig große Stücke, so dass sie in eine Pfanne passen.
30 - Zandetfilet zerteilen / Cut zander filet

Außerdem waschen wir den Dill, schütteln ihn trocken
31 - Dill waschen / Wash dill

und zupfen die Fähnchen von den Stielen, um diese dann zu zerkleinern.
32 - Dill zerkleinern / Hackle dill

Dabei sollten wir natürlich nicht vergessen, die Perlgraupen zwischendurch mal umzurühren
33 - Perlgraupen zwischendurch umrühren / Stir pearl parley from time to time

und bei Bedarf etwas Wasser oder Gemüsebrühe nachzugießen, damit nichts anbrennt.
34 - Bei Bedarf Wasser hinzufügen / Add water if necessary

Außerdem schmelzen wir die Butter in einem weiteren kleinen Topf
35 - Butter schmelzen / Melt butter

und lassen sie auf niedriger Stufe bei regelmäßigen umrühren bräunen. Die fertig gebräunte Butter nehmen wir vom Herd und stellen sie bei Seite.
36 - Butter bräunen / Brown butter

Außerdem erhitzen wir etwas Butterschmalz in einer Pfanne
37 - Butterschmalz in Pfanne erhitzen / heat up ghee in pan

und geben die Zanderfilets mit der Hautseite nach unten in die Pfanne, um sie so auf leicht reduzierter Stufe für drei Minuten anzubraten.
38 - Zander mit der Hautseite nach unten anbraten / Braise zander filet on skin side

Nachdem wir dann die Perlgraupen mit ein wenig Pfeffer und Salz abgeschmeckt haben,
39 - Perlgraupen mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste pearl barleys with pepper & salt

schalten wir die Platte unter der Pfanne aus auf und wenden die Zanderfilets, um auch diese mit der Resthitze für eine weitere Minuten anzubraten.
40 - Zander kurz auf Fleischseite braten / Braise zander filet on meat side

Jetzt muss es schnell gehen, damit der Fisch nicht kalt wird. Wir nehmen die Fischfilets aus der Pfanne, würzen sie mit Salz, Pfeffer und eventuell etwas Chilipulver
41 - Zander würzen / Season zander

und richten sie dann auf den Perlgraupen an, übergießen sie mit der gebräunten Butter und garnieren es mit dem Dill. So können wir sie unmittelbar servieren und genießen.
42 - Zander filet on vegetable pearl barleys . Served/ Zanderfilet auf Gemüse-Perlgraupen - Serviert

Zander gehört ja sowieso zu den ganz besonders zarten Fischsorten, weswegen ich ihn trotz seines stolzen Preises auch sehr schätze, und durch das nur kurze anbraten hatte sich diese Eigenschaft besonders gut erhalten, wodurch es regelrecht auf der Zunge zerfiel. Neben der Gewürzen, der gebräunten Butter und dem Dill gab ich auch noch einige Spritzer Zitronensaft darauf, die den Geschmack sehr gelungen abrundete. Die Perlgraupen mit ihrer sehr gelungenen Gewürzmischung und der leicht fruchtigen Ingwernote passten ebenfalls sehr gut in die geschmackliche Gesamtkombination. Ein einfaches, aber geschmacklich sehr gelungenes Gericht, so wie ich es mag.

43 - Zander filet on vegetable pearl barleys - Side view / Zanderfilet auf Gemüse-Perlgraupen - Seitenansicht

Werfen wir abschließend wie üblich noch einen kurzen Blick auf die Nährwerte dieses Rezepts. Meiner Berechnung nach kommt die gesamte Zubereitung dabei auf etwa 1400kcal, wovon 400kcal auf die Zanderfilets, 700kcal auf die Perlgraupen-Zubereitung und noch einmal 300 auf die gebräunte Butter entfallen. Wer etwas reduzieren will, kann ja die Menge der braunen Butter etwas reduzieren. Ganz weg lassen würde ich sie aber nicht, da sie dem Fisch eine angenehme Geschmacksnote verleiht. Insgesamt finde ich die Werte aber für ein Hauptgericht wie dieses auch so absolut akzeptabel. Wer mag, kann ja außerdem noch mit weiteren Gemüsesorten in der Perlgraupenzubereitung experimentieren – ich könnte mir zum Beispiel auch gut noch ein paar Frühlingszwiebeln oder ein Erbsen mit hinein geben und die Menge der Perlgraupen parallel etwas. Diese sollten das Gericht noch zusätzlich aufwerten und auch die Kalorienwerte noch leicht reduzieren, da Perlgraupen mit ca. 340kcal pro 100g auch nicht zu verachten sind. 😉

Guten Appetit

Zanderfilet im Kartoffelspaghettimantel mit Fenchelgemüse & Senfsauce – das Rezept

Schon vor einiger Zeit hatte ich mir ja mal einen Spiralschneider angeschafft, aber bisher so gut wie gar nicht verwendet. Daher sah ich dieses Rezept für Zanderfilet im Kartoffelspaghettimantel mit Fenchelgemüse und Senfsauce als gute Gelegenheit, diesen mal wieder zu entstauben und zur Anwendung zu bringen. Viele werden sich wahrscheinlich an dieser Stelle fragen, was Kartoffelspaghetti sind, doch das wird sich etwas etwas weiter unten im Text schnell aufklären. Außerdem gab es mir auch die Gelegenheit, mal wieder etwas mit dem von mir sehr geschätzten Zander zuzubereiten und ich hatte Glück, dass man im Supermarkt meines Vertrauens an der Fischtheke auch gerade frisches Zanderfilet vorrätig hatte. Mit TK-Fisch mache ich solche etwas komplexeren Rezepte eher ungern, da dieser gerne mal nach dem Auftauen zerbröselt. Frischer Zander ist zwar nicht gerade günstig, aber die kleine Investition lohnt sich hier alle mal. Das Ergebnis war auf jeden Fall ein Gericht, das sich nicht nur sehen lassen konnte – das Auge isst ja mit – sondern sich auch als überaus lecker erwies. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das verwendete Rezept hier einmal kurz in gewohnter Art und Weise vorzustellen.

Was benötigen wir also für 2 Portionen?

300g Zander-Filet
01 - Zutat Zanderfilet / Ingredient zander filet

1 mittlere Knolle Fenchel (350 – 400g)
02 - Zutat Fenchel / Ingredient fennel

2 Schalotten
03 - Zutat Schalotten / Ingredient shallots

2-3 mittlere Kartoffeln oder 1 große Kartoffel
04 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

1 Zehe Knoblauch
05 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

ca. 100ml trockener Weißwein
06 - Zutat trockener Weißwein / Ingredient white wine

200ml Fischfond
07 - Zutat Fischfond / Ingredient fish stock

150ml Sahne
08 - Zutat Sahne / Ingredient cream

1 Schuss Wermut (Noilly Prat)
09 - Zutat Wermut / Wormwood  (Noilly Prat)

1 Esslöffel Senf (z.B. Dijon-Senf)
10 - Zutat Dijon-Senf / Ingredient mustard

2 Esslöffel Butter
11 - Zutat Butter / Ingredient butter

sowie etwas Olivenöl
und etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Bevor wir mit der eigentlichen Zubereitung beginnen können, müssen wir natürlich noch einige der Zutaten vorbereiten. Entfernen wir also erst einmal das Grün von der Fenchelknolle und legen es bei Seite – wir brauchen es später noch. Anschließend vierteln wir die Knolle, entfernen den Strunk und schneiden den Rest in feine Streifen.
11 - Fenchel in Streifen schneiden / Cut fennel in stripes

Außerdem ziehen wir eine der Schalotten ab und würfeln sie fein.
12 - Schalotte würfeln / Dice shallot

Dann nehmen wir uns eine Kartoffel zur Hand, waschen sie, schneiden sie beiden schmalen Enden ab
13 - Kartoffelenden abschneiden / Cut potato ends

und spannen sie dann in unseren Spiralschneider, um sie in Spaghettiform zu schneiden. Wer mag kann sie natürlich auch vorher schälen.
14 - Kartoffeln in Spaghetti schneiden / Cut potatoes to spaghettis

Danach waschen wir das Zanderfilet, trocknen es mit einem Papier-Küchentuch
15 - Zandefilet waschen / Wash zander filet

und schneiden es dann in dicke Streifen. Lange Stücke halbieren wir dabei am besten noch einmal.
16 - Zanderfilet in Stücke schneiden / Cut zander filet

Die so entstandenen Fischfilet-Stücke umwickeln wir dann mit den Kartoffel-Spaghetti.
17 - Zander mit Kartoffelspaghetti ummanteln / Coat zander filet with potato spaghetti

Ist das erledigt, kümmern wir uns erst einmal um die Sauce, denn die brauch beim heutigen Rezept am längsten. Wir erhitzen also etwa einen Esslöffel Butter in einem kleineren Topf
18 - Butter in Topf zerlassen / Melt butter in pot

und geben dann die Schalottenwürfel hinein, die wir glasig andünsten.
19 - Schalottenwürfel glasig andünsten / Braise shallots lightly

Das Ganze löschen wir anschließend mit dem trockenen Weißwein ab
20 - Mit Weißwein ablöschen / Deglaze with white wine

und lassen diesen einige Minuten einkochen, so dass nicht nur der Alkohol verdampft, sondern auch die Säuren reduziert werden. Ansonsten könnte nämlich die Sahne später darin gerinnen und das wollen wir ja nicht.
21 - Weißwein einkochen lassen / Let white wine reduce

Dann gießen wir den Fischfond hinzu,
22 - Fischfond addieren / Add fish stock

lassen alles kurz aufkochen und anschließend auf mittlerer Stufe über einen längeren Zeitraum reduzieren. Die Flüssigkeitsmenge sollte sich dabei etwa halbieren, was zu einem schön kräftigen Aroma in der Sauce führt.
23 - Aufkochen & Sauce reduzieren lassen / Bring to a boil & let sauce reduce

In der Zwischenzeit erhitzen wir etwas Olivenöl in einer Pfanne
24 - Olivenöl in Pfanne erhitzen / Heat up olive oil in pan

und braten die ummantelten Zanderfilets darin von allen Seiten für jeweils zwei bis drei Minuten an. Die fertig angebratenen Stücke legen wir dann in eine mit etwas Butter ausgefettete Auflaufform und beginnen parallel dazu, den Backofen auf 160 Grad vorzuheizen.
25 - Ummantelte Zanderfilets von beiden Seiten anbraten / Fry zander filet from both sides

Hat sich die Sauce dann wie gewünscht reduziert, gießen wir sie zuerst in ein anderes Behältnis und anschließend durch ein Sieb zurück in den Topf, so dass die Schalottenwürfel herausgefiltert werden.
26 - Sauce durch Sieb gießen / Drain sauce through sieve

Die ausgesiebte Schalotte pressen wir dann etwas aus, damit keine Flüssigkeit verloren geht,
27 - Schalotten ein wenig ausdrücken / Squeeze shallots

und lassen sie dann weiter köcheln und noch ein wenig mehr reduzieren.
28 - Sauce weiter reduzieren lassen / Let sauce reduce

Jetzt ist auch eine gute Gelegenheit, die zweite Schalotten zu würfeln
32 - Zweite Schalotte würfeln / Dice second shallot

und die Knoblauchzehe abzuziehen und zu halbieren, um sie dann etwas anzudrücken.
33 - Knoblauch schälen & anpressen / Peel & squeeze garlic

Nachdem wir dann die Pfanne sauber gewischt haben – alternativ können wir natürlich auch eine zweite Pfanne nehmen – zerlassen wir den zweiten Esslöffel Butter
29 - Butter in Pfanne zerlassen / Melt butter in pan

und dünsten die angedrückte Knoblauchzehe darin an.
34 - Knoblauchzehe andünsten / Braise garlic lightly

Anschließend geben wir den Fenchel hinzu und dünsten ihn schon mal etwas an.
35 - Fenchel hinzufügen / Add fennel

Zur Saucen-Reduktion geben wir dann die Sahne
30 - Sahne zu Reduktion gießen / Add cream to reduction

und rühren den Esslöffel Senf ein, um alles weiter köcheln zu lassen.
31 - Senf einrühren / Stir in mustard

Zum Fenchel geben wir dann die zweite gewürfelte Schalotte und dünsten sie gemeinsam mit ihm an.
36 - Schalotten hinzufügen / Add shallots

Inzwischen sollte auch der Backofen vorgeheizt sein, so dass wir den Auflaufform mit dem Fisch hinein schieben und diesen über etwa 15 bis 20 Minuten fertig garen können.
37 - Fisch im Ofen garen / Bake fish in oven

Außerdem schmecken wir den Fenchel mit etwas Salz und Pfeffer ab,
38 - Fenchel mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste fennel with pepper & salt

geben einen Schuss Wermut in die Senfsauce
39 - Schuss Noilly Prat zur Sauce geben / Add wormwood to sauce

und schmecken diese ebenfalls mit Salz und Pfeffer ab. Wer mag, kann die Sauce auch noch mit etwas hellem Saucenbinder eindicken.
40 - Sauce mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste sauce with pepper & salt

Schließlich nehmen wir die Auflaufform mit dem Zander aus dem Ofen und prüfen ob der Fisch komplett durch ist. Am einfachsten geht das mit einem Zahnstocher, den wir an einer besonders dicken Stelle hinein stechen. Lässt er sich ohne spürbaren Widerstand komplett durch stechen, ist der Fisch gar, wenn nicht muss er noch einmal kurz in den Ofen. Ist der Fisch fertig, würzen wir ihn mit etwas Salz und Pfeffer.
41 - Mit Zahnstocher prüfen ob Fisch gar ist / Check with toothpick if fish is done

Nun zupfen wir noch einige Fähnchen vom Fenchelgrün ab und zerkleinern es etwas.
42 - Fenchelgrün zerkleinern / Hackle fennel greens

Anschließend verwenden wir diese dazu, um damit Fenchel, Senfsauce und die ummantelten Zanderfilets zu garnieren, bevor wir diese schließlich servieren und genießen können.
43 - Zander filet coated in potatoes with fennel & mustard sauce - Served / Zanderfilet im Kartoffelspaghettimantel mit Fenchelgemüse & Senfsauce  - Serviert

Alleine schon die zarten und saftigen Zanderfilets in ihrem leicht knusprigen Mantel aus spaghettisierten Kartoffeln waren ein wirklicher Genuss. Eine überaus leckere Art, diese Fischsorte zu genießen. Dazu das angebratene, noch leicht knackige Fenchelgemüse und die würzige, angenehm aromatische Senfsauce und fertig war ein Gericht, das nicht nur der Gaumen, sondern auch die Augen als überaus ansprechend empfanden. Der etwas größere Aufwand bei der Zubereitung hatte sich auf jeden Fall gelohnt.

44 - Zander filet coated in potatoes with fennel & mustard sauce - Side view / Zanderfilet im Kartoffelspaghettimantel mit Fenchelgemüse & Senfsauce  - Seitenansicht

Werfen wir abschließend noch einen kurzen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichts. Zwar war die Menge der verwendeten Kartoffel-Spaghetti schwer abzuschätzen, aber die fallen auch nicht allzu groß ins Gewicht, so dass ich mit dem von mir errechneten Wert von etwa 950kcal für die gesamte Zubereitung ganz gut liegen dürfte. Das entspricht also gerade mal 475kcal pro Portion, ein angenehm niedriger Wert für ein Gericht, das sich doch als angenehm sättigend erwies. Hinzu kommt, dass es sich hierbei wohl um ein Low-Carb-Gericht handelt, den abgesehen von den Kartoffelspaghetti sind ja sonst keine großen Kohlehydrat-Lieferanten im Rezept verwendet worden. Ich war auf jeden Fall sehr zufrieden mit dem Ergebnis und habe Fisch auf diese Art bestimmt nicht das letzte Mal zubereitet.

Guten Appetit