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Zartes Rindergulasch mit Rotkraut & Knödel – das Rezept

Samstag, Mai 22nd, 2021

Eigentlich wollte ich dieses Rezept ja schon gestern kochen, doch leider hatte mir der mehr als 30stündige Stromausfall hier in München einen Strich durch die Rechnung gemacht und ich musste sogar um das Überleben meines teuer eingekauften Rindfleischs für dieses Gericht bangen, da mein Kühlschrank ja nicht mehr lief. Aber dank dem Einsatz von Kühlakkus aus dem Gefrierfach hatte das Fleisch diese Krise doch gut überstanden, so dass ich heute endlich dazu kam mal wieder einen Gulasch zuzubereiten. Dazu servierte ich Knödel aus fertigem Knödelteig und Rotkraut aus dem Glas – wer viel Zeit und die Muse dazu hat könnte beides natürlich auch frisch zubereiten, aber mir ging es primär um das klassische und angenehm simple Gulaschrezept das ich ausprobieren wollte. Ich spielte zwar mit den Gedanken auch noch gewürfelte Paprika hinzuzufügen, beließ es aber letztlich bei dem klassischen Rezept nur mit vielen Zwiebeln. Des weiteren entschied ich ich dazu, dieses mal nicht meine sonst üblich beschichtete Pfanne sondern einen simplen großen Topf zu verwenden, denn dort funktioniert das anrösten des Fleisches deutlich besser und an muss nicht aufpassen dass man beim Lösen der Röstaromen die Beschichtung zerkratzt. So entstand also zum verlängerten Pfingstwochenende endlich mal wieder ein leckerer Gulasch, dessen Rezept ich nun mit diesem Beitrag einmal kurz in gewohnter Form vorstellen möchte.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

  • 1kg durchwachsenes Rindfleisch
  • Volumenmäßig die gleiche Menge an Zwiebeln (ca. 750g sollten hier reichen
  • 3-4 Esslöffel Tomatenmark (75-80g)
  • 2 Esslöffel edelsüßes Paprika
  • 2 Teelöffel geräuchertes Paprika
  • 200ml trockener Rotwein
  • 400ml Rinderfond
  • 1 großes Lorbeerblatt
  • 1/2 Teelöffel Kümmel
  • etwas Schale einer Bio-Zitrone
  • 2-3 Zehen Knoblauch
  • 1-2 Esslöffel Butterschmalz zum braten/rösten
  • 650g (Apfel-)Rotkraut im Glas
  • 1 kleine Zimstange
  • 1 Lorbeerblatt
  • 750g Kloß-/Knödelteig
  • Beginnen wir damit die Zwiebel zu schälen, zu halbieren und in Streifen zu schneiden. Ich hatte mir welche Online bestellt und leider nur kleine Zwiebeln geliefert bekommen, daher war das für mich etwas aufwändiger – ich empfehle daher den Einsatz von weniger, aber dafür großen Zwiebeln. 😉
    01 - Cut onions in stripes / Zwiebeln in Streifen schneiden

    Anschließend erhitzen wir etwas Butterschmalz in einem Topf und geben – gerne in 2 Chargen geteilt – das Fleisch hinein, so dass jedes Stück Bodenkontakt hat
    02 - Melt ghee in pot / Butterschmalz in Topf zerlassen 03 - Put diced beef in pot / Rindfleischwürfel in Topf geben

    und braten es ohne es zu bewegen oder gleich zu wenden für zwei bis drei Minuten auf der einen Seite an, so dass ein paar Röstaromen entstehen können. Erst dann beginnen wir die Stücke nach und nach zu wenden. Wer einen noch größeren Topf hat, kann das alles natürlich auch in einer Fuhre erledigen, aber leider ist das in meiner Küche bereits die größte Ausführung an Töpfen.
    04 - Brown beef / Rindfleisch bräunen 05 - After brown flip meat over / Fleisch nach Bräunen wenden

    Dabei würzen wir es auch gleich mit Salz und Pfeffer und lassen es auch auf der anderen Seite bräunen, wobei etwas Flüssigkeit austreten kann. Diese sollten wir verdampfen lassen bis das Fleisch wieder richtig bräunen kann.
    06 - Season with pepper & salt / Mit Salz & Pfeffer würzen 07 - Brown until fluid vaporized / Bräunen bis Flüssigkeit verkocht

    Sobald zumindest zwei Seiten gut angebräunt sind – sie sollten natürlich nicht anbrennen – entnehmen wir die erste Ladung Fleischwürfel und stellen sie erst einmal bei Seite. Doch Vorsicht: Ich hatte die Tür zum Flur geöffnet und beim bräunen ging der Feuermelder dort los und „beruhigte“ sich erst als ich die Küchentür schloss und das Fenster kippte. 😉
    08 - Put first load of meat aside / Erste Ladung bei Seite stellen

    Nach eventueller Zugabe von etwas mehr Butterschmalz geben wir dann auch die zweite Charge an gewürfeltem Rindfleisch in den Topf und bräunen es wie zuvor die erste Ladung – dieses Mal sollte es aber etwas schneller gehen, da der Topf ja bereit richtig heiß ist.
    09 - Put remaining meat in pot / Restliches Fleisch in Topf geben 10 - Also brown second load of meat /  Fleisch ebenfalls bräunen

    Ist auch die zweite Charge Fleisch gut angebräunt und gebraten, geben wir das zuvor angebratene Fleisch wieder hinzu
    11 - Put all beef back in pot / Alles Fleisch zurück in Topf geben

    und addieren dann die Zwiebelstreifen, die wir einige Minuten unter gelegentlichem Wenden weich und etwas translucent werden lassen. Und keine Angst wegen der Menge, wenn die Zwiebeln durch das anschmoren Flüssigkeit verlieren, schrumpfen sie merklich.
    12 - Add onions / Zwiebeln dazu geben 13 - Braise onions until relent / Zwiebeln andünsten & weich werden lassen

    Jetzt können wir auch das Tomatenmark hinzufügen und alles sogleich mit dem trockenen Rotwein ablöschen.
    14 - Put tomato puree in pot / Tomatenmark in Topf geben 15 - deglaze with dry red wine / Mit trockenem Rotwein ablöschen

    Während der Rotwein etwas einkocht, dünsten wir das Tomatenmark mit an damit es sein leicht bitteres Aroma verliert. Der Wein bringt den Vorteil, dass sich das Tomatenmark dabei etwas leichter verteilen und auflösen lässt.
    16 - Braise tomato puree / Tomatenmark andünsten-Rotwein-einkochen-lassen

    Außerdem können wir nun auch das edelsüße und geräucherte Paprika einstreuen
    17 - Add sweet paprika / Süßes Paprika einstreuen 18 - Add smoked paprika / Geräuchertes Paprika addieren

    und es ebenfalls etwas mit angehen lassen.
    19 - Continue simmering / Weiter köcheln lassen

    Dabei sollten wir auch darauf achten, dass wir beim einkochen des Rotweins möglichst alle Röstrückstände vom Boden lösen – denn das bringt den typischen Gulaschgeschmack ins Gericht.
    20 - Solve roasting flavors from pot bottom / Röstaromen vom Boden lösen

    Sind Tomatenmark und Paprika etwas angedünstet und der Rotwein größtenteils eingekocht, gießen wir alles mit dem Rinderfond auch, verrühren es gut miteinander und lassen es dabei kurz aufkochen. Bei Bedarf kann auch noch etwas Wasser hinzugefügt werden – das Fleisch samt Zwiebeln sollte mindestens leicht bedeckt sein.
    21 - Douse with beef stock / Mit Rinderfond aufgießen 22 - Stir & bring to a boil / Verrühren & aufkochen lassen

    Außerdem geben wir noch das Lorbeerblatt hinzu, streuen den halben Teelöffel Kümmel ein
    23 - Add bayleaf / Lorbeerblatt hinzugeben 24 - Intersperse caraway / Kümmel einstreuen

    und lassen dann alles für erst einmal 1 Stunde auf reduzierter Flamme geschlossen vor sich hin schmoren.
    25 - Simmer with lid on / Geschlossen köcheln lassen

    In der Zwischenzeit schneiden wir dünn zwei bis drei Streifen Schale (ohne weiß) von unserer Bio-Zitrone,
    26 - Cut peel from organic lemon / Schale von Bio-Zitrone abschneiden

    schneiden diese zuerst in Streifen, würfeln diese und zerkleinern das Ganze dann noch einmal – denn niemand will im Gulasch auf Zitronenschale beißen. 😉
    27 - Cut lemon peel in slices & dice / Zitronenschale in Streifen schneiden & würfeln 28 - Mince lemon peel / Zitronenschale klein hacken

    Außerdem schälen wir die Knoblauchzehen und hacken sie ebenfalls fein, um sie anschließend mit der zerkleinerten Zitronenschale zu vermengen.
    29 - Mince garlic / Knoblauch fein würfeln 30 - Mix garlic & lemon peel / Knoblauch & Zitronenschale vermischen

    Ist die erste Stunde des Schmorens herum, rühren wir unseren Gulasch erst einmal gründlich durch
    31 - Stir goulash / Gulasch umrühren

    und geben dann die Mischung aus Zitronenschale und Knoblauch hinzu, die wir gut mit dem restlichem Topfinhalt vermischen. Hätte wir dies bereits von Anfang an dazu gegeben, wäre das komplette Aroma wohl verkocht, so aber bleibt genug davon erhalten um dem Gulasch eine ganz leichte zitronige Note zu geben.
    32 - Add garlic & lemon peel / Knoblauch & Zitronenschale hinzu geben 33 - Scramble & continue simmering / Verrühren & weiter köcheln lassen

    Während der Gulasch nun für mindestens weitere 40 Minuten geschlossen vor sich hin köchelt, können wir schon mal einen Topf mit Wasser für die Knödel aufsetzen und zum kochen bringen.
    34 - Bring pot with water to a boil / Topf mit Wasser aufsetzen

    In der Zwischenzeit kneten wir den Knödelteig etwas durch und formen dann mit angefeuchteten Händen sechs Knödel á je 125g.
    35 - Knead dumpling dough / Knödelteig durchkneten 36 - Form dumplings with moistened hands / Knödel mit angefeuchteten Händen formen

    Sobald das Wasser kocht, salzen wir es und reduzieren die Hitzezufuhr, so dass es nicht mehr kocht und wir die Knödel darin über 20-25 Minuten gar sieden können.
    37 - Salt water / Wasser salzen 38 - Boil dumplings / Knödel sieden

    Danach können wir das Rotkraut aus dem Glas in einen Topf geben, etwas Wasser (ca. 2 Esslöffel) ergänzen und alles erhitzen, während wir das Kraut mit einer Zimtstange und einem Lorbeerblatt etwas geschmacklich verfeinern. Bei Bedarf würzen wir es später auch noch mit etwas zusätzlichem Salz und Pfeffer.
    39 - Put red cabbage with some water in pot / Rotkraut mit etwas Wasser in Topf geben 40 - Refine red cabbage with cinnamon stick & bayleaf / Rotkraut mit Zimtstange & Lorbeerblatt verfeinern

    Während das Rotkraut heiß wird und die Knödel sieden lassen wir den Gulasch bei geöffnetem Deckel weiter köcheln, so dass die Sauce sich noch etwas reduzieren kann.
    41 - Let simmer / Köcheln lassen

    Sobald die Knödel gar sind, lassen wir sie in einem Sieb abtropfen und schmecken danach den Gulasch noch einmal final mit Salz und Pfeffer ab. Die Zwiebeln sollten sich zu diesem Zeitpunkt fast komplett aufgelöst haben und damit für eine feste Konsistenz der Gulaschsauce sorgen.
    42 - Drain dumplings / Knödel abtropfen lassen 43 - Taste goulash finally with seasonings / Gulasch final mit Gewürzen abschmecken

    Wenig später können wir das fertige Gericht dann auch schon servieren und genießen.
    44 - Tender beef goulash with red cabbage & dumpling - Served / Zartes Rindergulasch mit Rotkraut & Knödel - Serviert

    Das Fleisch war durch das lange schmoren butterzart geworden und zerfiel beim verspeisen regelrecht auf der Zunge – so wie man es von einem guten Gulasch auch erwartet. Dabei war die Sauce dank Röstaromen und der darin aufgelösten Zwiebeln angenehm deftig geworden und harmonierte wunderbar mit dem Aroma des Paprika und der leichten Zitronen- und Knoblauchnote. Abgesehen von der benötigten Zeit eine recht simple, aber dennoch sehr leckere Variante des Rindergulaschs. Dazu passten dann auch wunderbar das würzige Rotkraut und der luftig-lockere Kartoffelknödel. Genau das richtige für das verlängerte Pfingstwochenende meine ich. Ich war mit dem Ergebnis meines heutigen Kochexperiments auf jeden Fall sehr zufrieden. Nur erschien mir ein einziger Kloß letztlich doch etwas wenig, eineinhalb sind da wohl ein besseres Maß im Bezug zur Menge von Rotkraut und Gulasch – aber dass muss jeder selbst entscheiden.

    45 - Tender beef goulash with red cabbage & dumpling - Side view / Zartes Rindergulasch mit Rotkraut & Knödel - Seitenansicht

    Alternativ könnte man den Gulasch natürlich auch mit Spätzle / Knöpfle oder einfach nur mit Hartweizen-Nudeln servieren, das vermindert den Zubereitungsaufwand noch etwas mehr. Auch Kartoffeln wären denkbar, aber nach meiner Erfahrung eher unüblich. Aber ich bin aus meiner Kindheit nun mal diese Variante mit Klößen und Rotkraut gewöhnt und liebe sie weiterhin sehr. Ein kleines Festessen mit erträglichem Kochaufwand – so mag ich es eben.

    Guten Appetit

    Zartes Rindergulasch mit Rotkraut & Kartoffelknödel

    Schweinebraten in Dunkelbiersauce [05.03.2020]

    Donnerstag, März 5th, 2020

    Heute gab es für mich wieder wenig interessante Angebote auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants. Die Hähnchenkeule mit Thymiansauce und Reis bei Vital sah mir zu langweilig aus und auch die Ravioli gefüllt mit Gorgonzola, Paprikasugo und Rucola bei Veggie fand ich nicht sonderlich überzeugend, da alles recht zusammengematscht aussah und ich wollte außerdem nach zwei Tagen vegetarisch Mittagessen endlich mal wieder Fleisch. Auf Asia-Gerichte hatte ich ebenfalls wenig Lust, vor allem die Gebackene Ananas und Banane taugten eher zum Nachtisch, mit Gebratenem Hähnchenfleisch mit
    frischem Gemüse in Currysauce
    hätte ich mich aber vielleicht noch arrangieren können. Aber zum Glück gab es ja noch den Ofenfrischen Schweinebraten in
    Dunkelbiersauce + drei Komponenten nach Wahl
    , der mit hausgemachten Krautsalat und Kartoffelknödel serviert wurde. War zwar mit 6,30 Euro kein billiger Spaß, aber das gönnte ich mir heute mal. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Erdbeercreme aus dem heutigen Angebot der Dessert-Theke.

    Pork roast in dark beer sauce / Schweinebraten in Dunkelbiersauce

    Als genau in dem Moment an dem ich an der Ausgabetheke an der Reihe war die alte Warmhalteschale für das Fleisch leer und gegen eine frische aus der Küche ersetzt wurde, frohlockte ich zuerst denn ich nahm an jetzt auch eine ganz frische Scheibe Fleisch zu bekommen. Doch leider war die Schale offensichtlich bereits vor einiger Zeit befüllt worden, denn die beiden vordersten Scheiben waren an der Außenseite bereits leicht angetrocknet, was den Genuss des sowieso stark durchwachsenen Fleischstücks natürlich etwas minderte. Und auch die Sauce war mal wieder viel zu dünn geraten, besaß aber wenigstens etwas von dem angekündigten Dunkelbieraroma. Die Highlights am Gericht waren da eindeutig der sehr knackige, aber dennoch gut gelungene und mit Kümmel versetzte Krautsalat und der fast faustgroße, mit angerösteten Brotstückchen gefüllte Kartoffelknödel. Insgesamt zwar nicht schlecht, aber eindeutig verbesserungswürdig. An der luftig-lockeren, fruchtigen und nicht zu süßen Erdbeer-Creme gab es aber nichts auszusetzen, auch wenn die Bezeichnung Erdbeer-Schaum hier wohl noch zutreffender gewesen wäre. 😉
    Auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala konnte sich heute zwar – wie erwartete – der Schweinebraten durchsetzen und Platz eins sichern, aber die Entscheidung fiel sehr knapp aus, denn die Geschmäcker der anderen waren doch wieder recht gefächert. Auf dem zweiten Platz sah ich, obwohl vegetarisch, die Ravioli, gefolgt von Asia-Gerichten auf dem dritten Platz und der Hähnchenkeule in Thymiansauce schließlich auf einem guten Platz vier.

    Mein Abschlußurteil:
    Schweinebraten: +
    Dunkelbiersauce: +
    Krautsalat: ++
    Kartoffelknödel: ++
    Erdbeer-Creme: ++

    Geschmorte Entenkeule mit Blaukraut, Orangensauce und Kartoffelknödel [20.02.2020]

    Dienstag, Januar 21st, 2020

    Heute brauchte ich nicht zu überlegen bei welchem Gericht ich zugreifen würde, denn man hatte als Tagesangebot zusätzlich eine Geschmorte Entenkeule mit Blaukraut, Orangensauce und Kartoffelknödel auf die Tageskarte gesetzt und die wollte ich haben. Auch wenn es mit 5,48 Euro etwas teurer als normal war – aber bei einer Entenkeule zahl ich das gern. Das restlich Angebot wäre aber sowieso nicht so prickelnd gewesen um ehrlich zu sein. Das Hausgemachte Fleischpfanzerl mit Bratensauce+ drei Komponenten nach Wahl bei Daily, das mit Röstkartoffeln serviert wurde, sah jetzt nicht so berauschend aus und auch das Putengeschnetzeltes in leichter Rotweinsauce, Kastanien und Egerlinge, dazu Maccaire Kartoffeln bei Daily oder das heutige Veggie-Gericht in Form von Spiralnudeln mit Paprikaragout und Mozzarella rief keine Begeisterungsstürme hervor. Der Gebackene Seelachs mit Thaigemüse in Austernsauce von der Asia-Wok-Theke, der dort neben Gebratener Tofu mit frischem Gemüse in roter Currysauce angeboten wurde, wäre vielleicht noch eine Alternative gewesen, aber an eine Entenkeule kam aus das nicht heran.

    Duck leg with orange sauce, red cabbage & potato dumpling / Entenkeule in Orangensauce mit Blaukraut & Kartoffelknödel

    Die Entenkeule war schon mal erfreulich groß geraten, allerdings fand sich unter der knusprigen Haus nur durchschnittlich viel Fleisch, dass sich zumal mit Messer und Gabel nur bedingt gut vom Knochen lösen ließ. Hinzu kam dass an den besonders schmalen Stellen das Fleisch samt Haut so hart gebacken war, dass man es vielleicht noch lutschen, nicht aber mehr beißen konnte. Dennoch eine gute Keule, ich habe ich schon schlechtere gehabt (z.B. hier). Die Sauce dazu war geschmacklich in Ordnung und auch die leichte Orangennote kam gut zur Geltung ohne dass sie sonderlich dominant wurde, aber sie litt unter dem Problem unter welchem die meisten Saucen hier leiden: Sie war viel zu dünn – zumindest für meinen Geschmack. Ich mag meine Saucen zumindest ein wenig dickflüssig und sämig, nicht fast so dünn wie Wasser wie es hier der Fall war. Aber das ist natürlich auch wieder vom eigenen Gusto abhängig. Das Blaukraut war was den Geschmack anging auch soweit in Ordnung, auch wenn an an Farbe und Konsistenz sah, dass es sich hier um industrielle Massenware handelte. Dennoch hätte die Portion gerne noch etwas größer sein können. Dem entgegen erwies sich der mit einigen angerösteten (aber inzwischen wieder durchgeweichten) Brotwürfeln gefüllt Kartoffelknödel als wahrer Gigant. Auch ihm merkte man an seiner Konsistenz seine Herkunft aus Massenproduktion an, aber ich empfand ihn trotzdem als passende und leckere Sättigungsbeilage. War immer noch besser als Knödel aus dem Kochbeutel. 😉 Ich war zufrieden – immerhin handelt es sich bei dieser Location nicht um ein Sterne-Restaurant, sondern eine bessere Kantine.
    Und auch viele der anderen Gästen hatten der Entenkeule heute eindeutig den Vorzug gegeben, so dass dieses Gericht als klarer Sieger beim Rennen um Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala hervorging. Das Interesse an den anderen Gerichten war dagegen eher verhalten gewesen, so dass man schon genau hinsehen musste um eine Platzierung erkennen zu können. Gemäß meiner Beobachtungen würde ich sagen, dass es das Fleischpflanzerl auf den zweiten Platz schaffte, die Asia-Gerichte auf Platz drei folgten und dem Putengeschnetzelten der vierte Platz gebührte. Somit landeten die Spiralnudeln mit Paprika auf einem guten fünften Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Entenkeule: ++
    Orangensauce: +
    Blaukraut: ++
    Kartoffelknödel: ++

    Niedrigtemperatur-Entenbrust auf Rotweinsauce mit Blaukraut & Knödeln – das Rezept

    Donnerstag, Dezember 26th, 2019

    Nach dem Kartoffelsalat mit Würstchen vom Heiligabend sollte natürlich auch noch ein feines über die Feiertage geben. Dieses Jahr hatte ich mich für eine im Niedrigtemperaturverfahren bei 80 Grad gegarte Entenbrust auf Rotweinsauce entschlossen, die ich mit Blaukraut bzw. Rotkohl und Kartoffelklößen komplettierte. Allerdings wollte ich nicht den ganzen Tag in der Küche stehen, daher griff ich bei Rotkohl und Knödeln auf vorbereitet Ware zurück. Außerdem verschätzte ich mich bei der Menge der Sauce etwas, was heraus kam war letztlich etwas wenig – aber ich habe die Mengen im Rezept entsprechend angepasst, so dass es jetzt passen sollte. Insgesamt auf jeden Fall ein sehr leckeres Rezept, das mit überschaubaren Aufwand ein umfangreiches und leckeres Mahl auf den Tisch zaubert. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, dieses hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

    Was brauchen wir also für 3-4 Portionen?

    2 Entenbrüste a 350-400g
    01 - Zutat Entenbrust / Ingredient duck breast

    2-3 Zweige Rosmarin
    02 - Zutat Rosmarin / Ingredient rosemary

    2-3 Zweige Thymian
    03 - Zutat Thymian / Ingredient thyme

    sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

    Für die Sauce

    200ml Entenfond
    04 - Zutat Entenfond / Ingredient ducks fond

    300ml trockener Rotwein
    05 - Zutat Rotwein / Ingredient red wine

    100ml Orangensaft
    06 - Zutat Orangensaft / Ingredient orange juice

    1 mittlere Zwiebel
    07 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

    1 Zweig Majoran & 1 Sternanis
    08 - Zutat Majoran & Sternanis / Ingredient majoram & star anise

    Für das Blaukraut

    640g Apfel-Rotkraut
    09 - Zutat Apfelrotkohl / Ingredient red cabbage

    1 kleine Zimtstange & 2 Lorbeerblätter
    10 - Zutat Zimtstange & Lorbeerblätter / Ingredient cinnamon stick & bay leafs

    sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

    Außerdem benötigen wir

    750g fertiger Knödelteig
    11 - Zutat Knödelteig / Ingredient dumpling dough

    Beginnen wir damit den Ofen auf 80 Grad vorzuheizen. Dabei stellen wir die Auflaufform, in der wir später die Entenbrust garen wollen, schon einmal mit hinein. Dadurch bekommt unsere Entenbrust später keinen „Kälteschock“ wenn wir sie von der Pfanne in den Ofen transferieren. 😉
    12 - Auflaufform im Ofen vorheizen / Preheat casserole in oven

    Anschließend waschen wir die Entenbrüste, tupfen sie trocken und entfernen eventuell noch vorhandene Federkiel-Reste aus der Haut
    13 - Federkiele entfernen / Remove quills

    und schneiden die Haut dann kreuzförmig ein, wobei wir aber darauf achten sollten nicht bis ins Fleisch hinein zu schneiden.
    14 - Hautseite einschneiden / Cut in skin side

    Dann würzen wir die Entenbrüste von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer, reiben die Gewürze etwas ein
    15 - Entenbrust beidseitig mit Salz & Pfeffer würzen / Season duck breast from both sides with salt & pepper

    und lagen sie mit der Hautseite nach unten in eine noch kalte Pfanne.
    16 - Entenbrust in kalte Pfanne legen / Put duck breast in cold pan

    Nun schalten die Kochplatte auf leicht erhöhte Stufe und erhitzen die Pfanne bis das Entenfett beginnt aus der Hautseite auszutreten. Ist dies der Fall, schalten wir die Hitzezufuhr auf mittlere Stufe zurück und braten die Hautseite für 3-4 Minuten an, bis sie leicht gebräunt ist.
    17 - Pfanne erhitzen & Hautseite anbraten / Heat pan & fry skin side

    Anschließend drehen wir unsere Entenbrüste auf die Fleischseite und braten diese ebenfalls für weitere 3-4 Minuten an.
    18 - Fleischseite anbraten / Fry meat side

    Die so angebratenen Entenbrüste legen wir dann in die vorgeheizte Auflaufform, garnieren alles mit etwas Rosmarin und Thymian
    19 - Mit Rosmarin & Thymian in vorgeheizte Form legen / Put in preheated casserole with rosemary & thyme

    und lassen sie für 45-50 Minuten bei 80 Grad im Ofen gar ziehen. Die Kerntemperatur sollte dabei 60 Grad nicht überschreiten – leider habe ich mein Ofenthermometer auf die Schnelle nicht gefunden, daher musste ich nach Gefühl vorgehen.
    20 - Ente im Ofen bei 80 Grad garen / Cook duck in oven on 80 degrees

    Nachdem wir dann einen Topf mit Salzwasser zum garen der Knödel aufgesetzt haben
    21 - Topf mit Wasser zum kochen der Knödel aufsetzen / Heat water to simmer dumplings

    kneten wir den Knödelteig kräftig mit den Händen durch
    22 - Kloßteig durchkneten / Kneat dumpling dough

    und formen mit angefeuchteten Händen daraus 6 Knödel á jeweils 125g.
    23 - Knödel formen / Form dumplings

    Außerdem schälen und würfeln wir die Zwiebel sehr fein,
    23 - Zwiebel würfeln / Dice onion

    geben die Zwiebelwürfel in das in der Pfanne verbliebene Entenfett
    24 - Zwiebel ins Entenfett geben / Add onion to duck grease

    und dünsten sie darin glasig an.
    25 - Zwiebel im Entenfett andünsten / Braise onion in duck grease

    Dann löschen wir alles mit den Enten-Fond ab,
    26 - Mit Entenfond ablöschen / Deglaze ducks fond

    gießen den trockenen Rotwein
    27 - Rotwein addieren / Add red wine

    sowie den Orangensaft hinzu
    28 - Orangensaft hinzufügen / Add orange juice

    und legen Sternanis und den Zweig Majoran ein um dann alles langsam zum kochen zu bringen.
    29 - Sternanis & Majoran einlegen / Add star anise & majoram

    Inzwischen müsste auch das Wasser im Topf heiß genug sein, damit wir die Knödel hinein geben und gar ziehen lassen können. Dabei sollte das Wasser aber nicht kochen, nur eben kurz vor dem Siedepunkt sein. Wenn die Knödel im Wasser liegen, sollten wir sie außerdem nach einiger Zeit anstupsen, damit sie nicht am Boden kleben bleiben.
    30 - Klöße gar ziehen lassen / Let dumplings simmer

    Parallel beginnen wir das Blaukraut mit zwei Esslöffeln Wasser, der Zimtstange und den Lorbeerblättern in einem weiteren Topf zu erhitzen und für 15-20 Minuten auf niedriger Stufe geschlossen und bei gelegentlichem rühren köcheln zu lassen.
    31 - Rotkraut kochen / Cook red cabbage

    Die Rotwein-Sauce lassen wir zeitgleich bei gelegentlichem rühren etwas einkochen und sich eindicken.
    32 - Sauce reduzieren lassen / Let sauce reduce

    Damit waren drei von vier Kochplatten sowie der Ofen belegt – ein Bild das sich auch bei mir eher selten bietet. 😉
    33 - Auf dem Herd / On the stove

    Schließlich entnehmen wir Sternanis und Majoran aus der Sauce, schmecken sie noch einmal mit Salz und Pfeffer ab und dicken sie bei Bedarf noch zusätzlich mit etwas dunklem Saucenbinder ein.
    34-  Sternanis & Majoran entnehmen / Remove star anise & majoram

    Außerdem erhöhen wir die letzten 3-4 Minuten noch einmal die Ofentemperatur auf 180 Grad, damit die Entenbrust zusätzlich bräunt.
    35 - Kurz grillen / Roast shortly

    Sobald die Knödel oben schwimmen, sollten sie gar sein. Wir lassen sie noch eine weitere Minuten oben schwimmen, dann entnehmen wir sie und stellen sie bei Seite.
    36 - Klöße fertig gekocht / Dumplings finished cooking

    Des weiteren schmecken wir unser Blaukraut noch einmal final mit Salz und Pfeffer ab.
    37 - Rotkraut mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste red cabbage with salt & pepper

    Dann ist es an der Zeit die Entenbrüste aus dem Ofen zu entnehmen,
    38 - Entenbrust fertig gegart / Duck breast finished cooking

    sie in nicht ganz fingerdicke Scheiben – gerne auch noch dünner – zu schneiden
    39 - Entenbrust in Scheiben schneiden / Cut duck breast in slices

    und sie dann mit Knödeln, Blaukraut und Rotweinsauce zu servieren und zu genießen.
    40 - Duck breast in red wine sauce - Served / Entenbrust in Rotweinsauce - Serviert

    Die Entenbrust war durch das Niedrigtemperaturverfahren im Inneren nicht nur schön rosa geblieben, sondern auch insgesamt noch wunderbar zart und saftig geblieben. Das Aroma von Rosmarin und Thymian war dabei leicht ins Fleisch eingezogen und gab ihm einen zusätzlich leckere Note. Aber auch die würzige und gleichzeitig leicht fruchtige Rotweinsauce erwies sich als überaus gut gelungen und passte wunderbar zur saftig-zarten Entenbrust. Blaukraut und Kartoffelknödel komplettierten schließlich das Ganze zu einem wunderbar gelungenen Weihnachtsgericht. Ich war mit dem Ergebnis auf jeden Fall sehr zufrieden, zumal die Zubereitung nicht allzu kompliziert gewesen war. Kein Essen für jeden Tag, zumal Entenbrust ja nicht gerade billig ist, aber für die Weihnachtszeit kann man sich so etwas schon mal gönnen. 😉

    41 - Duck breast in red wine sauce - Side view / Entenbrust in Rotweinsauce - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Ofenfrischer Schweinebraten mit Dunkelbiersauce [09.05.2019]

    Donnerstag, Mai 9th, 2019

    Der heutige Donnerstag war mal wieder einer dieser Tage, an dem es für mich kaum interessante Speiseangebote auf der Tageskarte unseres Betriebsrestaurants zu finden gab. Zum Beispiel der Paprikagulasch vom Schwein mit Butternudeln aus dem Abschnitt Globetrotter sah leider nicht besonders verlockend aus und ich bin auch nicht der allzu große Fan von Butternudeln als Sättigungsbeilage. Die Hausgemachtes vegetarisches Moussaka bei Vitality sah wiederum gut aus, aber da ich sah dass man Auberginen darin verarbeitet hatte, erschien mir sie ebenfalls nicht so ganz das richtige. Ich bin eben auch kein Fan von Auberginen. 😉 Das Gebratenes Schweinefleisch mit frischem Gemüse und Kartoffeln in Masaman Curry, das neben Gebackener Ananas und Banane an der Asia-Wok-Theke angeboten wurde, wäre vielleicht noch in Frage gekommen, aber wenn schon Schweinefleisch, dann doch lieber ein schöner Ofenfrischer Schweinebraten in Dunkelbiersauce, Kartoffelknödel und Krautsalat, wie er heute bei Tradition der Region zu finden war. Somit war die Entscheidung also schnell gefällt und ich griff mal wieder zum Schweinebraten.

    Pork roast with dark beer sauce / Schweinebraten mit Dunkelbiersauce

    Das leicht durchwachsene und angenehm groß geratene Stück Schweinebraten bestand nicht nur größtenteils aus festem und gehaltvollem mageren Muskelfleisch, sonden besaß auch eine wunderbar knusprige, mit etwas Kümmelsamen garnierte dünne Kruste. Dazu gab es eine heute mal nicht allzu dünn geratene, würzige Sauce mit leichter Biernote. Beim mit angebratenen Semmelwürfeln gefüllten Kartoffelknödel musste ich heute aber leider leichte Abstriche hinnehmen, denn er erwies sich in seiner Konsistenz als ganz leicht gummiartig. War nicht schlecht, aber hatte ich auch schon besser erlebt. Und auch der ebenfalls mit Kümmelsamen versetzte Krautsalat war für meinen Geschmack noch etwas zu knackig, hier hätte man den Salat vielleicht noch etwas länger ziehen lassen sollen, Geschmeckt hat er aber dennoch. Letztlich waren all diese Kritikpunkte jedoch nur Kleinigkeiten, in der Summe erwies sich der Schweinebraten auch dieses Mal als durchaus gut gelungen. Ich war zumindest zufrieden.
    Wie nicht anders zu erwarten, gelang es dem Schweinebraten natürlich auch auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala mit deutlichem Vorsprung vor allen anderen Gerichten den ersten Platz für sich zu ergattern. Auf Platz zwei folgten ihm meiner Meinung nach die Asia-Gerichte, die aber nur sehr knapp vor dem ebenfalls häufiger gewählten Paprikagulasch lagen. Das vegetarische Moussaka belegte schließlich einen guten vierten Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Schweinebraten: ++
    Dunkelbiersauce: ++
    Krautsalat: +
    Kartoffelknödel: ++

    Saftig-zartes Rindergulasch mit Rotkohl & Kartoffelklößen – das Rezept

    Sonntag, April 21st, 2019

    Für die Osterfeiertage wollte ich natürlich etwas kochen, was sonst nicht so häufig auf meinem Speiseplan zu finden ist. Ich war lange hin und her gerissen, was nun in meiner Küche entstehen sollte, entschied mich aber letztlich für einen saftigen Rindergulasch, den ich mit Rotkohl und Kartoffelklößen ergänzen wollte. Bei der Suche nach einem passenden Rezept stieß ich auf unzählige Varianten dieses leckere Schmorgericht zuzubereiten und ich wählte verschiedene Aspekte aus unterschiedlichen Rezepten, die letztlich zu der für mich ideal erscheinende Zubereitung zu gelangen. Wichtig und so ziemlich allen Variationen gleich war dabei die große Menge an Zwiebeln, die dazu benötigt werden, einige sprachen sogar von einem 1:1 Verhältnis von Fleisch zu Zwiebeln, aber das erschien mir letztlich doch etwas zu viel – obwohl gerade die Menge der Zwiebeln wichtig ist, um eine besonders sämige Sauce ohne Saucenbinder zu bekommen. Ich fand aber ein gutes Mittelmaß und erhielt so einen sehr gelungenen und leckeren Gulasch, der genau das richtige war um ein schönes Osterfest mit einem guten Mahl zu krönen.

    Was benötigen wir also für 4-5 Portionen?

  • 1000g Rindfleisch (z.B. aus der Schulter)
  • 750g Zwiebeln
  • 150g durchwachsener Speck
  • 1 gehäufter Teelöffel Kümmelsamen
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 Bio-Zitrone
  • 2 Esslöffel edelsüßes Paprika
  • 2 Teelöffel geräuchertes Paprika
  • 1 Zweig frischer Rosmarin
  • 3-4 Stängel frischer Thymian
  • 2-3 Lorbeerblätter
  • 3 ganze Nelken
  • 250ml trockener Rotwein
  • 400ml Rinderfond
  • Salz, Pfeffer & Chiliflocken zum würzen
  • etwas Butterschmalz zum braten
  • 1 großes Glas Rotkohl (680g)
  • 1 kleine Zimtstange
  • 3 Wacholderbeeren
  • 750g Kloßteig
  • Beginnen wir also damit, die Zwiebel
    01 - Zwiebeln würfeln / Dice onions

    und den durchwachsenen Speck zu würfeln
    02 - Speck würfeln / Dice bacon

    sowie das Rindfleisch in mundgerechte Stücke zu schneiden.
    03 - Rindfleisch würfeln / Dice beef

    Anschließend geben wir den gehäuften Esslöffel Kümmelsamen ohne Fett in eine Pfanne
    04 - Kümmelsamen in Pfanne geben / Put caraway seeds in pan

    und rösten ihn bis die Samenkapseln beginnen in der Pfanne zu springen und sich ihr Geruch beginnt auszubreiten.
    05 - Kümmelsamen ohne Öl rösten / Roast caraway seeds without oil

    Die so gerösteten Samen geben wir dann in einen Mörser,
    06 - Kümmelsamen in Mörser geben / Put caraway seeds in mortar

    geben die zerkleinerten Knoblauchzehen hinzu,
    07 - Knoblauch zerkleinern & in Mörser geben / Hackle garlic & put in mortar

    addieren schließen noch einige Zesten von der Schale unserer Bio-Zitrone,
    08 - Zitronenzesten addieren / Add lemon zests

    geben noch etwas Salz hinzu
    09 - Etwas Salz hinzufügen / Add some salt

    und zerstoßen alles gründlich zu einer Paste.
    10 - Alles zu Paste zerstoßen / Crush everythinng to paste

    Anschließend erhitzen wir etwas Butterschmalz in einer großen Pfanne,
    11 - Butterschmalz in Pfanne erhitzen / Heat up ghee inn pan

    geben den gewürfelten durchwachsenen Speck hinein,
    12 - Speckwürfel in Pfanne geben / Put diced bacon in pan

    braten ihn goldbraun an
    13 - Speckwürfel knusprig anbraten / Sear diced bacon crispy

    und entnehmen ihn dann wieder, um ihn erst einmal bei Seite zu stellen.
    14 - Speckwürfel aus Pfanne entnehmen / Remove diced bacon from pan

    Als nächstes geben wir in mehreren kleinen Portionen das Rindfleisch in die Pfanne so dass es sich nicht berührt oder gar übereinander liegt
    15-  Rindfleischwürfel portionsweise in Pfanne geben / Put  diced beef in portions in pan

    und braten es nach und nach an, so dass Röstaromen entstehen. Dazu sollten wir ihm etwas Zeit geben, es also nicht gleich anfangen es mit dem Kochlöffel herum zu stubsen, sondern es etwas ruhen lassen. Es muss nicht durchgebraten sein, nur eben angeröstet – gar wird es später beim schmoren auf jeden Fall.
    16 - Rindfleischwürfel scharf anbraten / Sear diced beef

    Die angebratenen Rindfleischwürfel entnehmen wir dann ebenfalls wieder und stellen sie ebenfalls bei Seite.
    17 - Rindfleischwürfel entnehmen & bei Seite stellen / Remove diced beef from pan & put aside

    Nun erhitzen wir etwas mehr Butterschmalz, lösen gegebenenfalls die Röst-Rückstände mit dem Kochlöffel etwas vom Pfannenboden,
    18 - Butterschmalz erhitzen / Heat up ghee

    und geben die gewürfelten Zwiebeln hinein
    19 - Zwiebelwürfel in Pfanne geben / Put diced onion in pan

    um sie glasig und leicht bräunlich anzudünsten.
    20 - Zwiebelwürfel andünsten / Braise diced onions

    Die Zwiebel bestreuen wir dann mit dem beiden Esslöffeln edelsüßen Paprika
    21 - Edelsüßes Paprika einstreuen / Add sweet paprika

    und den beiden Teelöffeln geräucherten Paprika,
    22 - Geräuchertes Paprika addieren / Add smoked paprika

    geben die 2-3 Esslöffel Tomatenmark
    23 - Tomatenmark hinzufügen / Add tomato puree

    sowie die zuvor hergestellte Paste aus Kümmel, Knoblauch und Zitronenschalen-Zesten hinzu
    24 - Kümmelpaste in Pfanne geben / Add caraway paste in pan

    und dünsten alles gemeinsam für 2-3 weitere Minuten an.
    25 - Gemeinsam andünsten / Braise together

    Außerdem binden wir 4 Stengel Thymian und einen kleinen Zweig Rosmarin zu einem kleinen Bouqet Garni zusammen.
    26 - Rosmarin & Thymian zu Bouquet Garni binden / Bundle  rosemary & thyme to bouquet garni

    Anschließend geben wir die angerösteten Speckwürfel zurück in die Pfanne
    27 - Speckwürfel zurück in Pfanne geben / Put diced bacon back in pan

    und löschen alles mit dem trockenen Rotwein ab, den wir etwas einkochen lassen.
    28 - Mit Rotwein ablöschen / Deglaze with red wine

    Als nächstes geben wir auch die Rindfleischwürfel samt des eventuell ausgetretenen Bratensafts ebenfalls zurück in die Pfanne,
    29 - Rindfleisch zurück in Pfanne geben / Put beef back in pan

    gießen alles mit dem Rinderfond auf,
    30-  Rinderfond aufgießen / Pour in beef broth

    schmecken es mit Salz, Pfeffer und etwas Chiliflocken ab,
    31 - Mit Salz, Pfeffer & Chiliflocken abschmecken / Taste with salt, pepper & chili flakes

    geben Nelken, das Bouquet Garni sowie die Lorbeerblätter hinein
    32 - Kräuter, Nelken & Lorbeerblätter dazu geben / Add herbs, cloves & bay leaves

    und lassen alles geschlossen und auf verminderter Stufe für mindestens 90 Minuten vor sich hin schmoren.
    33 - Geschlossen schmoren lassen / Braise closed

    Dabei sollten wir natürlich nicht vergessen, es zwischendurch immer mal umzurühren damit nichts anbrennt.
    34 - Gelegentlich umrühren / Stir from time to time

    Etwa eine halbe Stunde vor dem Ende der Garzeit beginnen wir uns um die Beilagen zu kümmern und kneten den Kloßteig einmal gründlich durch
    35 - Kloßteig durchkneten / Knead dumpling dough

    um darauf mit angefeuchteten Händen sechs Kartoffelknödel zu formen.
    36 - Klöße formen / Form dumplings

    Außerdem entfernen wir den Deckel von unserem Gulasch, damit sich die Sauce noch etwas reduzieren kann.
    37 - Offen köcheln lassen / Simmer open

    Parallel bringen wir einen Topf mit Wasser zum kochen,
    38 - Topf mit Wasser aufsetzen / Bring pot with water to a boil

    geben zwei Teelöffel Salz hinzu
    39 - Wasser salzen / Salt water

    und legen die zuvor geformten Knödel hinein, um sie über ca. 25 Minuten auf leicht reduzierter Stufe gar sieden zu lassen.
    40 - Klöße in Wasser geben / Put dumplings in water

    Dann geben wir den Rotkohl in einen weiteren, kleineren Topf, addieren etwas Wasser,
    41 - Rotkohl in Topf geben / Put red cabbage in pot

    geben eine kleine Zimtstange, ein Lorbeerblatt sowie drei Wacholderbeeren dazu
    42 - Lorbeerblatt, Zimtstange & Wacholderbeeren addieren / Add bay leaf, cinnamon stick & juniper berries

    und lassen es bei gelegentlichem umrühren heiß werden während der Gulasch weiterhin offen schmort und die Klöße vor sich hin sieden.
    43 - Köcheln lassen / Let simmer

    Schließlich entfernen wir die Kräuter sowie die Lorbeerblätter aus dem Gulasch
    44 - Kräuter & Lorbeerblätter entfernen / Remove herbs & bay leaves

    und schmecken ihn noch einmal final mit den Gewürzen ab.
    45 - Gulasch mit Gewürzen abschmecken / Taste goulash with seasonings

    Jetzt brauchen wir nur noch die Klöße abzugießen und in einem Sieb abtropfen zu lassen,
    46 - Knödel abgießen / Drain dumplings

    dann können wir alles gemeinsam auch schon servieren und genießen.
    47 - Tender beef goulash with red cabbage & dumplings - Served / Saftig-zartes Rindergulasch mit Rotkohl & Klößen - Serviert

    Die Gulaschzubereitung traf genau das, was ich von einem guten Gulasch erwarte: Saftiges und durch das schmoren butterzartes Rindfleisch in einer dunklen, würzigen und sämigen Sauce mit vielen Röstaromen, welche zu einem guten Gulasch einfach dazu gehören. Und auch das Maß an Gewürzen war sehr gut gelungen, vor allem die leichte Kümmelnote aus den fettfrei gerösteten Kümmelsamen gab der Sauce sozusagen ihren letzten Feinschliff. Dazu passten wunderbar das mit Lorbeer, Zimt und Wacholder verfeinerte Rotkraut. Und als Sättigungsbeilage zu Gulasch gibt es meiner Meinung nach nichts besseres als Kartoffelknödel. Ein sehr gelungenes Ostermahl, ich war auf jeden Fall sehr zufrieden mit dem Ergebnis meines Kochexperiments.

    48 - Tender beef goulash with red cabbage & dumplings - Side view / Saftig-zartes Rindergulasch mit Rotkohl & Klößen - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Schweinebraten in Dunkelbiersauce mit Kartoffelknödel & frischen Krautsalat [12.02.2019]

    Dienstag, Februar 12th, 2019

    Der Pikante Bohnengulasch bei Vitality sah zwar recht gut aus und ich überlegte einen Moment ob ich heute nicht mal einen vegetarischen Tag einlegen sollte, aber der Schweinebraten in Dunkelbiersauce, dazu Kartoffelknödel und frischer Krautsalat aus dem Abschnitt Tradition der Region der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants sah einfach zu gut aus als das ich Widerstehen konnte. Die Gnocchi all Arrabiatta mit Grand Pandano und Rucola bei Globetrotter oder die Asia-Wok-Gerichte wie Gebratenes Thaigemüse in Erdnußsauce und Pla Rad Prik – Gebackener Seelachs mit frischem Gemüse in Kokosmilchsauce kamen nicht in meine nähere Auswahl.

    Pork roast in dark beer sauce with potato dumpling & cole slaw / Schweinebraten in Dunkelbiersauce mit Kartoffelknödel & frischen Krautsalat

    Und ich hatte mich bei meinem ersten visuellen Eindruck nicht getäuscht. Die nicht ganz fingerdicke Scheibe Schweinebraten war nur leicht durchwachsen und bis auf ein kleines etwas festeres Stück in der Mitte auch angenehm zart. Dazu gab es neben der dickflüssigen und im Geschmack kräftigen Bratensauce einen fast männerfaustgroßen, mit angerösteten Brotstücken gefüllten Kartoffelknödel von lockerer Konsistenz und eine mehr als ausreichend große Portion eines mit reichlich Kümmelsamen gespickten, knackigen Krautsalat. Ein typisch bayrisches Gericht, das wirklich sehr gut gelungen war. Ich war überaus zufrieden.
    Und auch bei den anderen Gästen erfreute sich der Braten äußerst großer Beliebtheit und konnte sich mit deutlichen Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebheitsskala sichern. Auf Platz zwei sah ich die Asia-Gerichte, die knapp vor den Gnocchi lagen, die somit den dritten Platz belegten. Der Bohnengulasch mit seinen vier oder fünf verschiedenen Bohnensorten sowie Kartoffeln folgte auf einem guten vierten Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Schweinebraten: ++
    Dunkelbiersauce: ++
    Krautsalat: ++
    Kartoffelknödel: ++

    Entenkeule mit Blaukraut & Kartoffelknödel [22.01.2019]

    Dienstag, Januar 22nd, 2019

    Heute wurden wir von unserem Betriebsrestaurant mal wieder verwöhnt, denn es stand eine Entenkeule mit Blaukraut und Kartoffelknödel im Abschnitt Tradition der Region auf der Speisekarte. Und die Entenkeule sah wirklich nicht übel aus, nicht zu klein und scheinbar mit viel verwertbaren Fleisch daran. Aber auch die anderen Angebote waren nicht übel. Das Würziges Kichererbsencurry mit Jasminreis bei Vitality sah ebenfalls verlockend aus und wäre eine deutlich leichtere Alternative gewesen. Und obwohl ich mit Geröstln aller Art in der Vergangenheit hier im Restaurant auch einige schlechte Erfahrungen gemacht hatte, zog ich heute auch kurz das Tiroler Geröst´l mit Bratensauce und Spiegelei bei Globetrotter in Betracht, ebenso wie den Gebackenen Seelachs mit Gemüse in Kokosmilchsauce, das neben Gebratenen Thaigemüse in Erdnußsauce an der Asia-Wok-Theke angeboten wurde. Aber letztlich blieb ich dann doch bei der Entenkeule – einem Gericht dass ich eigentlich eher mit Feiertagen oder Festivitäten assoziiere. Sie war einfach zu verlockend undmitetwa fünf Euro auch nicht übermässig teuer.

    Duck leg with red cabbage & potato dumpling / Entenkeule mit Blaukraut & Kartoffelknödel

    Die Haut der Entenkeule hätte gerne noch einen kleinen Deut knuspriger sein können – so wie beim letzten Mal, davon aber mal abgesehen erwiesen sich meine vorher getroffenen Vermutungen aber als korrekt, denn die Ausbeute an Fleisch war sehr ergiebig und das Fleisch selbst war dabei angenehm mager und schön zart. Die Sauce, mit der man dieses Mal leider etwas sparsam umgegangen war, schien heute etwas dickflüssiger zu sein als sonst und eignete sich mit ihrer milden Würze vor allem zum garnieren des Fleisches sehr gut. Und auch am Blaukraut gab es nichts auszusetzen, obwohl ich eine leichte Apfelnote zusätzlich noch begrüßt hätte. Einzig der Kartoffelknödel mit seiner Füllung aus angerösteten Brotwürfeln fiel heute bei mir etwas durch, denn was seine Konsistenz anging zeigte er ganz leichte Tendenzen in Richtung Gummi. Das habe ich schon deutlich besser erlebt – zumal es sich ja um die selbe Machart wie bei früheren Klößen handelte. Aber insgesamt war ich mit meiner Wahl dennoch äußerst zufrieden.
    Dass sich die Entenkeule auch bei den anderen Gästen heute großer Beliebtheit erfreute und sich letztlich auch den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnte ist denke ich verständlich. Dennoch war ihm das Tiroler Geröst’l ungewöhnlich eng auf den Fersen und konnte sich einen guten Platz zwei sichern – es sah aber auch für ein Geröstl, eigentlich ein Restegericht, sehr gut aus. Der Abstand zwischen Platz drei und Platz vier war ebenfalls wiederum sehr gering und es fiel mir schwer, hier genaue Positionen festzulegen. Letztlich entschied ich mich aber dazu den Asiagerichten mit sehr knappen Vorsprung den dritten und dem Kichererbsencurry den vierten Platz zu geben.

    Mein Abschlußurteil:
    Entenkeule: ++
    Sauce: ++
    Blaukraut: ++
    Kartoffelknödel: +