Schweinesteak “Tirol” [03.03.2010]

Die heutige Auswahl in unserem Betriebsrestaurant gestaltete sich wieder ganz interessant wie ich feststellen durfte. Das “Schonend gebratene Hokifilet auf pikanter Kartoffel-Bohnenpfanne” bei den Vitality-Gerichten klang schon mal sehr verlockend. Aber auch die “Gebackenen Camenbert mit Preiselbeeren und Salatgarnitur” bei den traditionell-regionalen Speisen war nicht zu verachten. Im Asia-Bereich bot man außerdem “Kao Pad – Gebratener Reis mit Ei, Frühlingszwiebeln und Gemüse in Sojasauce” oder “Praw Wan Gung – Gebratene Garnelen mit frischem Gemüse in süß-saurer Sauce” an – wobei mich vor allem das Garnelengericht reizte. Aber letztlich entschied ich mich dann doch für das “Schweinesteak ‘Tirol’ mit Zwiebelringen, Speck und Tomatensauce, dazu Bratkartoffeln“, welches man an Globetrotter-Theke feil bot. Dazu nahm ich mir noch einen Waldbeerenjoghurt – denn an der Gemüsetheke fand ich nichts was zu dem Schweinesteak passte.

Schweinesteak Tirol

Ein annehmbar großes Stück zartes, relativ mageres Schweinefleisch, garniert mit einigen Zwiebeln und einem Streifen Bacon-Speck und übergossen mit einer fruchtigen, mit Tomatenstücken durchsetzten Sauce warteten nun darauf von mir verzehrt zu werden – und ich genoss es gemeinsam mit den ebenfalls sehr schmackhaft geratenen Bratkartoffeln. Eine interessante und leckere Kombination wie ich feststellen durfte. Und auch der Waldbeerenjoghurt, den ich mir zum Abschluß dieses Mahles gönnte war nicht zu verachten.
Dass das Schweinesteak Tirol heute in der Beliebtheit bei vorne lag, verstand ich daher nur zu gut. Aber auch die Asia-Speisen, das Hokifilet und der Camembert zierten den einen oder anderen Teller, wobei ich dem gebackenen Käse knapp den zweiten Platz zuerkennen würde. Aber wie immer entspringt diese meiner rein subjektiven Einschätzung – aber das weiß der regelmäßige Leser natürlich. 😉

Mein Abschlußurteil:
Schweinesteak “Tirol”: ++
Bratkartoffeln: ++
Waldbeerenjoghurt: ++

Grillteller mit Röstinchen [18.02.2010]

Entgegen meiner gestern geäußerten Vermutung gab es heute keinerlei Reste vom gestrigen Aschermittwoch-Fischangebot, viel mehr hatte man eine reguläre Karte mit einem durchaus als interessant zu bezeichnenden Angebot. Da war zum einen der Asia-Ecke “Pud Pak Ruam Mit – Gebratenes frisches Gemüse in Austernsauce” oder “Gung Pao Ngao – Rindfleisch gebraten mit Chili, Knoblauch, Morcheln, Bambus und Gemüse“, was schon mal ganz interessant klang, aber mir war heute nicht nach Asiatischem. Außerem bot man an der Vitality-Theke einen “Kartoffelgulasch, pikant” an, die tradtionell-regionalen Gerichte lockten mit einem “Grillteller (Schwein, Pute, Rind, Speck, Würstl ) mit Grilltomate und Röstinchen” und als Globetrotter-Speise gab es ein “Hähnchenschnitzel im Knuspermantel auf Gemüsereis, dazu Curry-Kokossauce“. Obwohl sowohl der Kartoffelgulasch als auch das Hähnchenschnitzel verführerisch klangen, entschied ich mich dann doch für den traditonell-regionalen Grillteller, den ich mit einem Schälchen Möhrchen ergänzte und im Gegenzug dazu auf die Grilltomate verzichtete. Ich mag Tomaten zwar, aber doch lieber in verarbeiteter als in roher Form.

Grillteller & Röstinchen / mixed meat plate & potato patties

Sehr Fleischhaltig heute, das gebe ich zu – aber in der Summe eine wirklich sehr schmackhafte Zusammenstellung. Auf das Stück gekräuselten Bacon hätte man zwar durchaus verzichten können, dies war schnell und mit einem Haps weg und auch das Würstchen, wohl eine Bratwurst Nürnberger Machart, erwies sich eher als etwas für den hohlen Zahn – aber zusammen mit dem Stückchen Pute, Schwein und Rindfleisch und der Sauce sowie den Kartoffeltalern oder Röstinchen als Sättigungbeilage eine wirklich sättigende Portion. Das Fleisch war durchgehend noch einigermaßen heiß und zart im Biss. Und auch die Möhrchen waren nicht nur schön weich und zart, sondern auch in einer für die Gemüsetheke ungewöhnlich hohen Temperatur. Normalerweise kühlt das Gemüse hier trotz der Wärmelampen doch rasch herunter. Alles in allem ein wirklich leckeres, wenn auch nicht gerade kalorienbewußtes Mittagsmahl – ich bin mal wieder sehr satt geworden und geschmeckt hats außerdem noch. 🙂
In der allgemeinen Beliebtheit schien der Grillteller aber heute nur knapp vor dem Hähnchenschnitzel zu liegen – ich hatte einen deutlicheren Vorsprung erwartet. Aber auch die Asia-Speisen waren nah an der Spitzengruppe dran, und der Kartoffelgulasch fand ebenfalls seine Liebhaber. Auch schienen heute ziemlich viele Salatschüsseln als Hauptspeise auf den Tabletts zu stehen, mehr als es sonst der Fall war, der Eindruck kann aber auch täuschen. Natürlich naht der Frühling und da könnten auch viele wieder verstärkt auf ihre Figur achten – aber das sind natürlich nur Hypothesen, die ich hier keinesfalls belegen kann…

Mein Abschlußurteil:
Fleischmix: ++
Sauce: ++
Röstinchen: ++
Möhren: ++

Hackbraten im Speckmantel [06.08.2009]

Heute war mir mal nach etwas deftigerem – da kam mir der “Hackbraten im Speckmantel mit Paprika-Möhrchen-Bohnen-Gemüse und Bratkartoffeln” gerade recht. Obwohl die Alternative, “Jambalya, exotischer Reistopf mit Bacon, Shrimps, Paprika, Erbsen und Möhrchen, dazu ein kleiner Salat” auch nicht übel klang. Aber ich entschied mich dann doch für den Hackbraten.

Hackbraten im Speckmantel

Hackbraten im Speckmantel

Und der speckumantelte Hackbraten selbst erwies sich als wirklich sehr deftig. Nicht nur dass er mit massig grob gewürfelten Zwiebeln versehen war und offensichtlich zu großen Teilen aus Rinderhack bestand, auch die Würzung war nicht von schlechten Eltern. Hier muss ich allerdings den Kritikpunkt anbringen dass ich ihn etwas versalzen fand. Darüber war noch eine Tomatensauce gegeben, die aber geschmacklich kaum ins Gewicht fiel. Das Gemüse, bestehend aus grob geschnittener Paprika verschiedener Coleur, Möhrenscheiben und Brechbohnen, war wie ich fand nicht so berauschend – vor allem die Paprika war für meinen Geschmack etwas zu grob geschnitten. Die Bratkartoffeln schließlich waren ganz in Ordnung – mit etwas Speck und ein wenig Zwiebeln versehen vermisste ich nur noch das Ei, dass ich persönlich gerne an die Bratkartoffeln noch schlage. Aber das macht jeder nach eigenem Gutdünken – da kann ich dem Koch kaum einen Vorwurf machen. In der Summe gutes Mittelmaß, aber hätte noch etwas besser sein können. Vielleicht wäre ich mit dem Jambalya doch nicht so schlecht bedient gewesen – aber gewählt ist nun einmal gewählt – und satt bin ich letztlich ja auch geworden.

Mein Abschlußurteil:
Hackbraten im Speckmantel: +
Gemüse: +
Bratkartoffeln: ++

Jägerpfanne mit Röstis [30.03.2009]

Im Herkules-Markt in Bebra entdeckte ich vor kurzem fertig zubereitete Päckchen, die mit “Jägerpfanne” bezeichnet waren. Keine Markenware, sondern wohl eine Kreation der hiesigen Fleischerei. Die Zutaten waren wohl Kasslerfleisch mit Weißkraut, Bohnen, Erbsen, Möhren, Rosenkohl und Speck – alles fertig gewürzt und vorbereitet. Musste nur noch in eine Pfanne gegeben und gebraten werden. Dazu erschienen mir ein paar Kartoffel-Röstis – ebenfalls schnell mit etwas Öl in der Pfanne gebraten – genau richtig.

Jägerpfanne mit Röstis

Die Komposition war wirklich gelungen – das ganze war gut gewürzt und deftig im Geschmack. Ein gutes Mittagsmahl, das man sich in recht kurzer Zeit Zubereiten kann. Hat mir auf jeden Fall sehr gut geschmeckt – gerne wieder.

Kartoffel-Möhren-Pfanne mit Pfefferbeißer – das Rezept

Auch heute konnte ich den Herd mal wieder nicht kalt bleiben lassen. 🙂 Bei der Auswahl des zu kochenden Gerichtes fiel meine Wahl auf etwas, das man wohl eher als gute Hausmannskost bezeichnen kann: eine Kartoffel-Möhren-Pfanne. Da ich noch Pfefferbeißer im Kühlschrank hatte, entschied ich mich dazu diese zu verwenden das Gericht zu verfeinern.
Was für Zutaten brauchen wir also ?

2-3 Karotten
01 - Zutat Karotten

Eine halbe Zwiebel
02 - Zutat Zwiebel

Ein halber bis ein dreiviertel Apfel
03 - Zutat Apfel

Zwei Kartoffeln
04 - Zutat Kartoffeln

Speck – ich hatte noch gewürfelten im Kühlschrank, man kann hier aber auch durchwachsenen nehmen und dieses selbst schneiden
05 - Zutat Speck

Etwas Gemüsebrühe
06 - Zutat Gemüsebrühe

Muskatnuss, Pfeffer und Salz
07 - Gewürze

Ein bis zwei Pfefferbeißer
08 - Zutat Pfefferbeisser

Kommen wir zur Zubereitung:
Zuerst schneiden wir erst einmal wieder die Zwiebel in kleine Stücke.
09 - Zwiebeln schneiden

Ebenso würfeln wir die Karotten,
10 - Karotte würfeln

die Kartoffeln
11 - Kartoffel würfeln

und den Apfel.
12 - Apfel würfeln

Haben wir alles vorbereitet, geben wir etwas Öl in eine Pfanne
13 - Öl in eine Pfanne

und geben den Speck dazu.
14 - Speck dazu

Es folgen die Zwiebelwürfel.
15 - Zwiebeln hinzufügen

Nun geben wir die Karotten in die Pfanne und lassen sie etwas mit anbraten.
16 - Karotten dazu

Es folgen Kartoffelwürfel
17 - Kartoffeln rein

und die Apfelstücke.
18 - Apfelwürfel hinzu

Nach kurzer Anbratzeit geben wir nun ca. 250ml Wasser in die Pfanne
19 - Mit Wasser aufgiessen

und fügen den Würfel mit der Gemüsebrühe hinzu.
20 - Gemüsebrühe einfügen

Nun würzen wir das ganze mit Pfeffer, Salz und Muskatnuß. Aber vorsicht – wenn man später die Pfefferbeißer hinzufügen möchte am besten mit den Gewürzen Pfeffer und Salz sparsam sein, da die Würstchen auch noch gut mitwürzen.
21 - Pfeffern 22 - Salzen 23 - Muskatnuss

Während der Pfanneninhalt auf niedriger Stufe vor sich hin köchelt
24 - Köcheln

zerschneiden wir die Pfefferbeißer in Scheiben
25 - Pfefferbeisser-schneiden

und geben sie zu dem Rest in die Pfanne.
26 - Pfefferbeißer beigeben

Bei geschlossenem Deckel lassen wir das ganze dann für 45 bis 60 Minuten weiterhin auf niedriger Stufe vor sich hinköcheln.
27 - Bei geschlossenem Deckel köcheln

Nach einer Dreiviertelstunde probierte ich das ganze mal, vor allem um zu prüfen welche Konsistenz Karotten und Kartoffeln nun hatten – und neben der Tatsache dass alles gut durch war musste ich auch feststellen, dass die Pfefferbeißer wirklich ziemlich kräftig nachgewürzt hatten. Aber es war mehr als nur genießbar.
28 - probieren

Das Ergebnis war mal wieder wirklich sehr gelungen.
29 - das fertige Gericht
30 - Closeup
Ich hätte wohl beim Pfeffer und Salz sparen können, denn der Geschmack erwies als wirklich ziemlich deftig – wie oben bereits erwähnt wohl eine Folge der Verwendung der Pfefferbeißer, die ich mitköcheln ließ. Letztlich ein wirklich sehr schmackhaftes Gericht, dass ich in dieser Zubereitungsweise vorbehaltlos weiterempfehlen. Ich hatte noch überlegt, gleich am Anfang noch ein paar Chilischoten mit anzubraten – aber das wäre wohl zu viel des Guten gewesen. 😉 Leckere deutsche Hausmannskost würde ich mal sagen. Die oben angegebenen Mengen reichen für eine einzelne gute Portion – wer mehr kochen will sollte die Mengen entsprechend anpassen.

Meine Wertung: 3 MG