ICBINB-Test

Heute bin ich endlich dazu gekommen mal das gestern vorgestellte “I can’t believe it’s not butter” (ICBINB) im Praxiseinsatz testen können. Doch eines nach dem anderen:

Versuchsaufbau und Zutaten:


Abb. 1.1 – Sprühflasche mit ICBINB



Abb. 1.2 – 1 Scheibe typisch amerikanischen Brotes auf einem Kuchenteller
Im vorliegenden Fall wurde Brot der Sorte Sara Lee 100% Multi-Grain verwendet.

Abb. 1.3 – Sara Lee 100% Multi-Grain
Es kann jedoch auch fast jedes andere amerikanische Brot verwendet werden. Neben der im Vergleich zum z.B. deutschen Brot sind die meisten von mir bisher getesteten Zubereitungen hier eher von weicher Konsistenz und etwas süßlicher als es der europäisch-deutsche Gaumen gewohnt ist – dies ist eine Eigenschaft, die ich sogar bei den wenigen Schwarzbrotsorten beobachten konnte. Eine mit dem deutschen Vollkornbrot vergleichbare Zubereitung mit großen, ganzen Körnern konnte ich bisher nicht entdecken. Alle Aussagen beziehen sich natürlich ausschließlich auf den Raum Kalifornien – die Existenz abweichender Arten in anderen Bundesstaaten oder Regionen kann nicht ausgeschlossen werden.

Versuchsdurchführung
Nun versuchte der Tester, ein vollkommen unerfahrener Anwender von “I can’t believe it’s not butter” (in Zukunft ICBINB genannt), dieses auf einem handelsüblichen Scheibe us-amerikanischen Brots zu verteilen. Dieser Versuch verlief wie in der folgenden Aufzeichnung (Apple Quicktime – 344kb):


Bewegtbild 1.1 – Erste ICBINB-Anwendung

Kommen wir gleich zur Analyse der Versuches:
Aufgrund der großen Streuung und zufälligen beim Sprühen des Butterersatzstoffes ICBINB auf eine handelsübliche Brotscheibe kommt es zu einer nicht vorrauszuberechnenden Verteilung der Substanz. Es muß also, vorrausgesetzt man möchte das Brot gleichmäßig mit ICBINB besprühen, mit kollateralbesprühung auch der umgebenden Flächen gerechnet werden. Eine vergrößerung des Abstandes verschlimmerte das Ergebnis noch. Vom Einsatz eines Tellers in der Größenkategorie “Kuchenteller”, wie er im Versuch verwendung fand, muß also abgeraten werden. Eine großflächigere Unterlage eignet sich zum Auftragen erheblich besser, will man eine Verunreinigung vermeiden. Als Alternative würde ich nur anbieten, ausschließlich das Zentrum des Brotes zu besprühen, was aber aufgrund er unzureichenden Abdeckung der Gesamtfläche nicht weiter in Betracht zu ziehen ist.

Abb. 1.4 – Brot mit aufgesprühtem ICBINB

Resultat des Versuches
Der Butterersatzstoff ICBINB ist von der Idee her nicht schlecht, verfügt aber noch über ein großes Verbesserungspotential. Was uns auffiel:
Positiv:

  • schnelles Aufsprühen möglich
  • keine Berührung des weichen Broten durch z.B. ein Messer notwenig – dadurch keine Deformierung dessen
  • keine Kalorien, kein Fett – zumindest wenn man der auf die Flasche aufgedruckten Werbung vertraut


Negativ:

  • große Streuung beim aufsprühen, dadurch Verunreinigung umgebener Flächen
  • vor allem bei der leider recht schnell eintretenden Verunreinigung der Düse ist die Fächerung des Sprühstrahls nicht mehr steuerbar (gut in der Mitte des o.g. Filmes zu sehen)
  • Geschmack ist nicht mit dem echter Butter oder Magarine vergleichbar

Als Stoff um “die Wurst auf dem Brot zu halten” kann man ICBINB also durchaus verwenden – geschmacklich ist es aber kein besonderes Erlebnis. Da des weiteren keinerlei Angaben zur Verwendung auf der Verpackung zu finden waren, kann natürlich nicht gesagt werden, ob die Menge des Verteilten ICBINB der dem vom Hersteller empfohlenen Menge entspricht. Der intuitive Test durch einen vollkommen unerfahrenen Anwender lässt uns also zu dem Schluß kommen, daß es sich beim Produkt “I can’t believe it’s not butter” zwar um eine nette Marketingidee handelt, die anscheinend auch im amerikanischen Markt einen gewissen Bestand hat, allerdings wäre es für einen Neulinge in der Anwenung sehr hilfreich, wenn nicht nur mehrfach die Kalorienlosigkeit des Produktes auf der Flasche angepriesen wird, sondern darauf auch einige Hinweise für das richtige Auftragen finden wären. Hier sind also noch deutliche Nachbesserungen gefragt.

Abschließende Anmerkung: Für diejenigen die es nicht bemerkt haben sollten: Der obige Post ist nur bedingt ernst zu nehmen

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4 Responses to “ICBINB-Test”

  1. healer says:

    Hoi, cool wie Sau. Davon könnt ich glatt mehr lesen. Scheint ja recht wissenschaftlich bei dir zuzugehen . Jaja die Amis. meinste nicht, dass du da was richtiges zu essen findest? Wie wärs mal wieder mit ner thüringer Bratworscht? hmmm… mit lecker Senf. Oder mal Braten, Klöße und Rotkraut. Na? Hunger?

    BTW² habt ihr nicht in SF einhundertjähriges (the big one) Erdbebenfest? *wegduck*

  2. JaBBa says:

    Das macht schon Appetit – aber so etwas hier zu finden dürfte sich als schwer erweisen. Import von Nahrungsmitteln ist auch leider verboten – also bitte von Care-Paketen absehen. 😉 Außerdem möchte ich ja die hiesige Kultur, vor allem die Esskultur, erleben – und die besteht aus weitaus mehr als nur dem typischen Hamburger oder Subs (Sandwiches).
    Zum Thema the big one: Da scheint einiges zu passieren, man siehe z.B. hier. Mal schauen ob ich da mal zu einer Ausstellung oder so gehe. In der ganzen Stadt und besonders am Embacadero sind ja so und so ziemlich viele fest installierte Schautafeln zu diesem Thema. Wenn ich was besuche, werde ich auf jeden Fall darüber berichten.

  3. tli says:

    IWTB2 – I want this butter, too.
    Sachen gibt’s…

  4. JaBBa says:

    Normale Butter ist dieser auf jeden Fall vorzuziehen.

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