Archive for February, 2014

Griechische Bifteki mit Tzatziki & Djuvec-Reis [28.02.2014]

Friday, February 28th, 2014

Nachdem ich ja gestern bereits Asiatisch gespeist hatte und sich mit Gebackene Ananas und Banane sowie San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial Sauce auch keine übermäßigen Renner unter den heutigen Angeboten der Asia-Thai-Theke befanden, wandte ich an diesem Freitag meine Hauptaufmerksamkeit wieder mal der regulären Küche zu, wohl sich Griechischen Bifteki mit Tzatziki, frischen Zwiebeln und Djuvecreis bei Vitality, Hausgemachte Reiberdatschi mit Apfelmus bei Tradition der Region und eine Gebackene Scholle mit Remoulade und Kartoffel-Radieschensalat bei Globetrotter heute um die Gunst der Gäste bemühten. Obwohl eher in den Bereich Süßspeisen einzuordnen, spielte ich tatsächlich einen Moment mit dem Gedanken, bei den Reiberdatschi zuzuschlagen, denn die Scholle klang zwar lecker aber die Radieschen im Kartoffel-Radieschensalat konnte mich nicht so recht begeistern, dann aber entschied ich mich aber doch ganz konventionell und griff zu den Bifteki, auch wenn es entgegen der Beschreibung heute keine frischen Zwiebeln dazu serviert wurden – aber damit konnte ich leben, auch wenn es natürlich schade war. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Aprikosenpudding aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Bifteki mit Tzatziki & Tomatenreis

Fangen wir mit der enttäuschendsten Komponente der heutigen Menuzusammenstellung: dem sogenannten Djuvec-Reis. Ich wähle mit Absicht den Begriff “sogenannt”, denn obwohl er eine rötliche Farbe besaß und auch zwei kleine Stückchen grüner Paprika darin zu finden waren, erwies er sich geschmacklich als eher enttäuschend, denn er schmeckte ausschließlich nach Reis. Über die Tatsache, dass zum traditionellen Djuvec-Reis eigentlich noch Erbsen gehören kann ich ja noch hinweg sehen, aber ganz ohne jegliches Aroma kann ich hier unmöglich eine volle Punktzahl geben. Als Sättigungsbeilage war der Reis natürlich dennoch geeignet, aber er entsprach eben nicht meiner Erwartungshaltung. Die drei mit zerbröseltem Feta versetzten Rinderhack-Frikadellen waren aber glücklicherweise absolut in Ordnung und auch das mit Gurkenstreifen versetzte Tzatziki mit deutlichem Knoblauch-Aroma gab keinen Grund zu weiterer Kritik. Und auch der kleine Becher fruchtigen Aprikosenpuddings mit seiner Garnitur aus Fruchtmus, Weintraube und Schoko-Röllchen erfüllte alle Anforderungen, die ich an ein solches Dessert stellte. Insgesamt also in Ordnung, nur am Djuvec-Reis müsste man noch arbeiten – oder ihn eben anders nennen.
Bei den anderen Gästen lag heute die Scholle mit Kartoffel-Radieschensalat mit knappen, aber dennoch klar erkennbaren Vorsprung am höchsten in der Gunst und belegte somit Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten aber schon die Bifteki und den dritten Platz belegten die Asia-Gerichte. Aber der Abstand zu den ebenfalls sehr beliebten Reiberdatschi auf Platz vier war hier nur minimal.

Mein Abschlußurteil:
Bifteki: ++
Tzatziki: ++
Djuvec-Reis: +
Aprikosenpudding: ++

Ko Lo Kai – Pute süß-sauer [27.02.2014]

Thursday, February 27th, 2014

Nachdem mir das Schweineschnitzel “Wiener Art” mit Zitronenecke und Pommes Frites bei Tradition der Region mir etwas zu kalorienreich erschien und die Schnitzel außerdem heute recht dunkel geraten waren und die Tagiatelle al forno mit Schinken, Erbsen und Parmesan bei Globetrotter auch keine großer Anreiz für mich waren, blieb eigentlich nur noch die Gebackene Polentaschnitte mit Ratatouillegemüse, die mal wieder im Bereich Vitality auf der Karte stand. Aber da ich schon mal wieder viel zu lange die Asia-Thai-Theke hatte links liegen lassen und mir außerdem nach etwas mit Fleisch war, entschied ich mich schließlich für das Ko Lo Kai – Putenfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse und Ananas in süß-saurer Sauce, das neben Nasi Goreng – Gebratener Reis mit Gemüse und Gebackenes Seelachsfilet mit verschiedenem Gemüse in Zitronengras-Chilisauce dort heute angeboten wurde. Ergänzt wurde das Ganze wie üblich durch ein Schälchen Reis und einem Glückskeks.

Ko Lo Kai - Pute süß sauer / Turkey sweet sour

Von Ananas entdeckte ich zwar nichts in der Gemüsezusammenstellung, die Mischung aus Zucchini, Paprika in rot, grün und gelb, Mangold, Frühlingszwiebeln, Kohl, Stangensellerie, Auberginen und Lauch wog das aus meiner Sicht vollkommen auf. Die Sauce war dunkler als bei früheren Versionen und mehr süß als sauer, aber geschmacklich fand ich sie noch so weit in Ordnung, dass ich hier keine Abzüge in der Wertung zu geben brauche. Wichtigster Bestandteil war aber natürlich das Putenfleisch, das nicht nur zahlreich vorhanden war, sondern sich auch auch angenehm zart und mager erwies und somit ebenfalls keinerlei Grund zur Kritik mit sich brachte. Gemeinsam mit dem Schälchen klebrigen Reis, den ich mir wie gewohnt mit einem Esslöffel süß-scharfer Chilisauce garniert hatte, ergab sich ein wirklich gelungenes Gericht. Ich war auch heute sehr zufrieden.
Natürlich war es das Schweineschnitzel mit Pommes Frites, das mit großem Vorsprung den ersten Platz auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich erobern konnte. Auf Platz zwei folgten aber schon die Asia-Gerichte, die ich meinte noch etwas häufiger gesehen zu haben als die Tagliatelle al forno, die somit auf dem dritten Platz landeten. Platz vier belegte natürlich das vegetarische Gericht in Form der Polentaschnitte mit Ratatouillegemüse.

Mein Abschlußurteil:
Ko Lo Kai: ++
Reis: ++

Entenkeule mit Blaukraut & Kartoffelknödel [26.02.2014]

Wednesday, February 26th, 2014

Heute gab es im Bereich Tradition der Region etwas ganz besonderes: eine Entenkeule mit Blaukraut und Kartoffelknödel. Daher entschloss ich mich dazu, heute mal trotz der sehr verlockend aussehenden Spanischen Paella mit Safran und mediterranem Gemüse, dazu Meeresfrüchte und Hähnchenbrust auf das sonst für Mittwochs übliche Fisch- oder Meeresfrüchtegericht. Außerdem gab es ein Pasta Buffet mit verschiedenen Saucen und Topping bei Globetrotter, bei dem man sich sein Nudelgericht selbst zusammenstellen konte sowie an der Asia-Thai-Theke Bami Goreng – Gebratene Nudeln mit verschiedenem Gemüse in Currysauce und den alten Bekannten Pla Pad Ped – Gebackenes Fischfilet mit Chili-Bratgemüse. Das einzige was ich schade fand war es, dass man mal wieder so viele interessante Angebote am selben Tag gab, während andere Tage sich eher als Durststrecken herausstellen. Mir wäre es lieber, wenn man die interessanten Gerichte etwas besser auf die Woche verteilen würde, aber leider habe ich da nicht mitzureden. 😉 Zur Entenkeule gesellte sich schließlich noch ein Becherchen Grießbrei mit roter Kirschgrütze aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Entenkeule mit Blaukraut & Kartoffelknödel / Duck leg with red cabbage & potato dumpling

Die Entenkeule mit ihrer schön knusprigen Haut und der angenehm großen Menge Fleisch, das sich erfreulich einfach vom Knochen lösen ließ, erwies sich schon einmal als sehr gute Wahl von wirklich guter Qualität. Dazu passte als Gemüsebeilage natürlich wunderbar das Blaukraut mit seiner leichten Apfelnote und der schön große Kartoffelknödel mit seiner Füllung aus angerösteten Brotwürfeln erwies sich ebenfalls von erfreulich guter Qualität. Gemeinsam mit der leider etwas flüssigen, aber sonst sehr schmackhafte dunkle Sauce, und dem mild gesüßtem Grießbrei mit Vanillearoma und seinem Topping aus Kirschgrütze mit zahlreichen Fruchtstücken ergab sich so ein Mittagsmahl, dass wohl besser zu einem Sonntag als zu einem Mittwoch gepasst hätte. Ich war sehr zufrieden.
Und auch bei den anderen Gästen lag die Entenkeule heute am höchsten in der Gunst und landete auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala des Tages. Aber auch die verschiedenen Zusammenstellungen aus dem heutigen Pasta-Buffet erfreuten sich einer hohen Beliebtheit und landete mit knappen Vorsprung vor der Paella auf Platz zwei. Die Paelle folgte folglicherweise auf Platz drei und die Asia-Gerichte belegten schließlich einen sehr guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Entenkeule: ++
Sauce: ++
Blaukraut: ++
Kartoffelknödel: ++
Grießbrei mit roter Grütze: ++

Salbeigeschmortes vom Kalb mit Tomaten-Basilikumsugo [25.02.2014]

Tuesday, February 25th, 2014

Heute gab es mal ein Gericht in unserem Betriebsrestaurant, dass ich soweit ich mich erinnern kann hier noch nie gesehen hatte: Salbeigeschmortes vom Kalb mit Butternudeln und Tomaten-Basilikumsugo, das man im Bereich Vitality auf die Speisekarte gesetzt hatte. Das musste ich einfach probieren und davon konnten mich weder die Asia-Thai-Angebote wie Kalon Tzau Min – Gebratene Chinanudeln mit Eiern und Gemüse nach Canton Art und Gaeng Ped Mus – Schweinefleisch gebraten mit verschiedenen Gemüsesorten in Kokosmilchsauce noch das Rührei mit Rahmspinat und Salzkartoffeln in der Sektion Tradition der Region oder das Schweinegeschnetzelte “Züricher Art” mit Champignons und Röstitalern abhalten. Dazu nahm ich mir noch ein Schälchen Bohnen vond er Gemüstheke und ein Becherchen Quark mit Ananas aus dem heutigen Gemüseangebot.

Salbeigeschmortes vom Kalb mit Tomatensugo / Veal braised with sage and tomato sugo

Unter der fruchtig-würzigen Sauce aus grob gewürfelten Tomaten mit etwas Basilikum fand sich ein angenehm großes Stück geschmorten und schön zarten Kalbsfleisches, das zwar nicht ganz perfekt, aber für ein Betriebsrestaurant doch von angenehm hoher Qualität war. Nur von der im Titel angekündigten Salbeinote war so gut wie nichts zu bemerken. Dazu gab es, vermutlich in etwas Butter geschwenkte, Tagliatelle in grün und beige. Ein wenig mehr Sauce hätte dem Gericht vielleicht noch ganz gut getan, aber Qualitätiv gab es hieran absolut nichts auszusetzen. Die gut durchgekochten, aber nicht zu weichen Bohnen, die man mit etwas Kräutern versetzt hatte, boten dazu eine meiner Meinung nach sehr passende Gemüsebeilage. Und auch bei der auf einer Schicht aus grob gewürfelten Ananasstücken lagernden, mild gesüßten Quarkzubereitung fand ich keinen Grund, irgendwelche Kritik anzubringen. Insgesamt eine sehr gelungene Zusammenstellung, ich war überaus zufrieden.
Obwohl eindeutig das beste Gericht auf der heutigen Speisekarte, konnte sich das Kalbsgeschmorte heute leider nicht gegen das Schweinegeschnetzelte “Züricher Art” durchsetzen und landete nur auf Platz zwei der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala. Den dritten Platz ergatterten die Asia-Gerichte und das Spiegelei mit Spinat und Kartoffeln belegte schließlich Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Kalbssteak: ++
Tomaten-Basilikumsugo: ++
Butternudeln (Tagliatelle): ++
Grüne Bohnen: ++
Ananasquark: ++

Gnocchi mit Rucola & Tomaten [24.02.2014]

Monday, February 24th, 2014

Wie sehr häufig an Montagen erwies sich auch heute das Angebot in unserem Betriebsrestaurant eher als Mittelmäßig. Der Abgebräunte Leberkäs mit Spiegelei und Bratkartoffeln bei Globetrotter erschien mir ebenso langweilig wie das 1 Paar Wollwürste mit Zwiebelsauce, Kartoffelpüree und Kaisergemüse bei Tradition der Region. Ich war schon drauf und dran, bei den Asia-Gerichten zuzugreifen, wo neben Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen heute auch Gung Pao Ngao – Rindfleisch gebraten mit Chili, Knoblauch, Morcheln, Bambus und Gemüse und Gebratene Pute mit verschiedenem Gemüse und Ananas in süß-saurer Sauce angeboten wurde. Dann aber sah ich mir noch mal das heutige Vitality-Gericht, Gnocchi mit Rucola und Kirschtomaten an und entschied mich schließlich doch für das heutige vegetarische Angebot. Dazu gesellte sich noch ein kleiner Becher Englische Mintcreme aus dem heutigen Dessertangebot.

Gnocchi mit Tomaten & Ruccola / Gnocchi with tomatoes & ruccola

Von Kirschtomaten entdeckte ich zwar nichts, dafür aber reichlich Tomaten in gewürfelter Form, die diese absolut gleichwertig ersetzten und dem Gericht eine leicht fruchtige Note gab. Für das Aroma sorgte aber neben den Kräutern und einigen Paprikastückchen, die ich in der Tomatensauce entdeckte vor allem der großzügig über dem Gericht verteilte Parmesan, der zwar eindeutig nicht von allerhöchster Qualität, aber für den hier vorgesehenen Zweck vollkommen ausreichend war. Gemeinsam mit dem zahlreich über dem Gericht verteilten, frischen Rucola ergab sich auch ohne Fleisch ein sehr leckeres Gericht, das sich Dank der Gnocchi auch als angenehm sättigend erwies. Und auch an der schön luftigen, mit einigen dunklen Schokosplittern versehenen englischen Mintcreme, die man mit einem Klecks Mousse Chocolate, einigen Mandelblättchen und einer Cocktailkirsche garniert hatte, gab es keinerlei Grund zur Kritik. Insgesamt mal wieder ein sehr gelungenes Mittagsmahl.
Das Rennen um den ersten Platz auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala konnte der Leberkäse mit Spiegelei und Bratkartoffeln für sich entscheiden, aber die Wollwürste waren ihm eng auf den Fersen und belegten Platz zwei. Ungewöhnlicherweise erfreuten sich heute auch die Gnocchi mit Rucola und Tomaten, obwohl vegetarisch, einer ungewöhnlich großen Beliebtheit und teilten sich den dritten Platz mit den Asia-Gerichten.

Mein Abschlußurteil:
Gnocchi mit Rucola & Tomaten: ++
Englische Mintcreme: ++

Schweinelende im Schinkenmantel mit Champignons in Senf-Sahnesauce – das Rezept

Sunday, February 23rd, 2014

Nach meinem gestrigen Ausflug in etwas exotischere Küchengefilde wollte ich heute wieder zur etwas bodenständigeren Küche zurückzukehren und beschloss daher, mal eine Schweinelende im Schinkenmantel mit Champignons in Senf-Sahnesauce zuzubereiten. Geplant hatte ich nur, mal etwas mit Lende zuzubereiten, dem hochwertigsten und leider auch teuersten Stücks Fleisch eines Schlachttieres, und bei der Suche nach einem passenden Rezept stieß ich auf eine große Zahl überaus lecker klingender Gerichte, aus denen ich verschiedene Aspekte entnahm und zu einem neuen, wie ich finde überaus gelungenen Rezept kombinierte, das ich nun mit diesem Beitrag in gewohnter Form einmal kurz vorstellen möchte.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

500-550g Schweinelende
01 - Zutat Schweinelende / Ingredient pork loin

130-140g Schalotten
02 - Zutat Schalotten / Ingredient shallots

1 größere oder 2 kleine Zehen Knoblauch
06 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

300g Champignons
03 - Zutat Champignons / Ingredient mushrooms

6-7 Scheiben Bacon
04 - Zutat Bacon / Ingredient bacon

6-7 Scheiben geräucherter Schinken
(Schwarzwälder oder Serrano)
05 - Zutat Räucherspeck / Ingredient smoked ham

1 1/2 – 2 EL mittelscharfer Senf
07 - Zutat Senf / Ingredient mustard

1 Glas (ca. 120ml) trockener Weißwein
08 - Zutat trockener Weißwein / Ingredient dry white wine

2 TL Instant-Gemüsebrühe
09 - Zutat Gemüsebrühepulver / Ingredient instant vegetable broth

500ml Sahne (= 2 Päckchen)
10 - Zutat Sahne / Ingredient cream

etwas Butterschmalz zum braten
etwas Salz, Pfeffer und rosenscharfes Paprikapulver zum würzen
evtl. ein wenig dunkler Saucenbinder

Die Sättigungsbeilage ist natürlich variabel, denkbar sind zum Beispiel Spätzle, Röstis oder Kroketten. Ich entschied mich für ein paar Mini-Röstis.

Mini-Röstis
11 - Zutat Mini-Röstis / Ingredient mini hash browns

Beginnen wir nun also mit der Zubereitung. Erst einmal schälen wir die Knoblauchzehe und zerkleinern sie
12 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

und schälen ebenso die Schalotten und würfeln sie.
13 - Schalotten würfeln / Dice shallots

Außerdem reinigen wir die Champignons
14 - Pilze abspülen / Clean mushrooms

schneiden die trockenen Stielenden ab
15 - Stielende abschneiden / Cut stalks

und vierteln sie dann.
16 - Champignons vierteln / Quarter mushrooms

Anschließend waschen wir die Schweinelende, tupfen sie trocken
17 - Schweinelende waschen / Wash pork loin

und würzen sie mit Salz und Pfeffer, wobei wir mit dem Salz sparsam umgehen sollten, da der Schinken ebenfalls Salz mit sich bringt,
18 - Lende mit Salz & Pfeffer würzen / Taste loin with salt & pepper

sowie einer großzügigen Portion rosenscharfen Paprikapulvers.
19 - Lende mit rosenscharfem Paprika würzen / Taste with hot paprika

Nachdem wir die Gewürze dann vorsichtig etwas ins Fleisch einmassiert haben
20 - Gewürze einmassieren / Rub in seasoning

legen wir die Lende kurz bei Seite, entfernen eventuelle Gewürzreste von der Unterlage und legen darauf dann die Bacon- und Räucherschinkenscheiben leicht überlappend nebeneinander aus
21 - Speck & Bacon auslegen / Put down bacon

und platzieren dann die gewürzte Schweinelende mittig darauf
22 - Lende mittig auflegen / Place loin centered

um sie nun damit zu ummanteln.
23 - Speck umklappen / Turn bacon

Am besten sichern wir dann alles noch ein wenig, indem wir es an der Naht mit ein paar Zahnstochern feststecken.
24 - Mit Zahnstochern sichern / Secure with toothpicks

Ich merkte leider erst an dieser Stelle, dass ich weder eine Auflaufform noch eine Pfanne hatte, in die die gesamte Schweinelende passen würde. Daher entschied ich mich dazu, sie in zwei Teile zu zerschneiden und die Schnittflächen mit etwas zusätzlichem Schinkenspeck zu versiegeln. Gut, ich hätte sie im Bogen in die Pfanne legen können, aber ich befürchtete dass der Schinkenmantel dann verrutschen würde, daher hielt ich diese Vorgehensweise für die bessere Lösung.
25 - Lende halbieren / Cut loin in halfs

In einer Pfanne zerlassen wir nun etwas Butterschmalz
26 - Butterschmalz zerlassen / Melt ghee

und geben die ummantelten Schweinelende-Stücke hinein
27 - Lende in Pfanne geben / Put loin in pan

um sie von allen Seiten scharf anzubraten.
28 - Lende rundherum anbraten / Roast loin all around

Die Fertig angebratenen Fleischstücke legen wir dann in eine Auflaufform und decken sie ggf. mit etwas Alufolie ab. Sobald sie etwas abgekühlt sind, können wir dann auch vorsichtig die Zahnstocher aus ihnen entfernen. Außerdem beginnen wir nun auch damit, den Backofen auf 180 Grad vorzuheizen.
29 - Angebratene Lende in Auflaufform geben / Put loin in casserole

Im verbliebenen Bratenfett dünsten wir nun die gewürfelten Schalotten und die zerkleinerte Knoblauchzehe an
30 - Schalotten & Knoblauch im Bratfett andünsten / Braise onions & garlic lightly in dripping

und geben dann die geviertelten Champignons hinzu
31 - Champignons dazu geben & Add mushrooms

um sie rundherum etwas anzubraten.
32 - Champignons anbraten / Roast mushrooms gently

Sind die Pilze dann gut durchgebraten, löschen wir alles mit dem Weißwein ab
33 - Mit Weißwein ablöschen / Deglaze with white wine

und lassen ihn für einige Minuten etwas einkochen
34 - Weißwein etwas einkochen lassen / Let white wine reduce

bevor wir schließlich die eineinhalb Teelöffel Instant-Gemüsebrühe
35 - Gemüsebrühpulver hinzufügen / Add instant vegetable broth

sowie den Esslöffel Senf hinzu geben
36 - Senf addieren / Add mustard

und alles gründlich mit dem restlichen Pfanneninhalt verrühren.
37 - Gut verrühren / Mix well

Anschließend geben wir die 500ml Sahne hinzu,
38 - Sahne hinzufügen / Add cream

verrühren diese ebenfalls gründlich und lassen alles kurz aufkochen, bevor wir es dann für ca. fünf Minuten auf mittlerer Stufe weiter vor sich hin köcheln lassen
39 - Kurz aufkochen lassen / Boil up

und dabei noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken. Bei Bedarf können wir die Sauce außerdem mit etwas dunklen Saucenbinder andicken.
40 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste with salt & pepper

Die Sauce geben wir über die ummantelten Schweinelende in die Auflaufform
41 - Sauce zur Lende geben / Add sauce to loin

und schieben dann alles auf der mittleren Schiene für 30 bis 35 Minuten in den vorgeheizten Backofen.
42 - Im Ofen backen / Bake in oven

In der Zwischenzeit können wir uns um die Sättigungsbeilage kümmern, z.B. die Mini-Röstis in einer Pfanne goldgelb braten.
43 - Mini-Röstis zubereiten / Prepare mini hadh browns

Nach Ende der Backzeit entnehmen wir die Schweinelende schließlich aus dem Ofen
44 - Schweinelende im Schinkenmantel - Fertig gebacken / Pork loin coated with bacon - Finished baking

und schneiden die Schweinelende vorsichtig mit einem scharfen Messer in etwa fingerdicke Scheiben
45 - Schweinelende in Scheiben schneiden / Cut pork loin in slices

bevor wir sie schließlich servieren und genießen können.
46 - Schweinelende im Schinkenmantel - Serviert / Pork loin coated with bacon - Served

Alleine schon die angenehm zarte und saftige Schweinelende in ihrer herzhaften und knusprigen Ummantlung aus Schinkenspeck war schon ein wahrer Genuss. Gemeinsam mit der schön würzigen, mit vielen Champignonstücken versehenen Senf-Sahnesauce ergab sich somit ein überaus leckeres und gelungenes Gericht, dass meiner Meinung nach eine mehr als würdige Verwendung dieses Filetstücks vom Schwein. Dazu passten sehr gut auch die knusprig gebratenen Mini-Röstis, ich könnte mir das Gericht aber ebenso gut mit ein paar leckere Spätzle vorstellen. Vielleicht beim nächsten Mal…

47 - Schweinelende im Schinkenmantel - Seitenansicht / Pork loin coated with bacon - Side view

Meiner Kalkulation nach kommt nur das Lendengericht auf einen Gesamtwert von ca. 2220kcal, aufgeteilt auf 4 Portionen kommen wir also auf 550kcal. Klingt im ersten Moment nicht viel, aber dazu kommt natürlich noch die Sättigungsbeilage, das darf man nicht vergessen. Dennoch ein deutlich niedrigerer Wert als ich aufgrund der Zutaten vermutet hätte, dabei hatte ich aber wohl übersehen, dass es sich bei Filet um eine angenehm magere Fleischsorte handelt. Eine wirklich sehr gelungene Art und Weise, Schweinelende zuzubereiten – ich kann dieses Rezept wirklich wärmstens weiter empfehlen.

Guten Appetit

African Chicken – das Rezept

Saturday, February 22nd, 2014

Als ich die Zutaten für das heutige Rezept das erste Mal las, hatte ich gezweifelt ob das Ganze wirklich schmecken würde, doch nachdem ich das African Chicken heute nun endlich mal ausprobiert hatte, muss ich zugeben dass es sich um eines der leckersten Geflügelgerichte handelt, dass ich seit langen gegessen habe. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das zugehörige Rezept hier einmal kurz in der gewohnten Art und Weise vorzustellen.

Was brauchen wir also für 3 Portionen?

400-450g Hähnchenbrustfilet
01 - Zutat Hähnchebrust / Ingredient chicken breast

200ml Orangensaft
02 - Zutat Orangensaft / Ingredient orange juice

5 EL dunkle Sojasauce
03 - Zutat Sojasauce / Ingredient soy sauce

2 Knoblauchzehen
04 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1 Gemüsepaprika
05 - Zutat Paprika / Ingredient bell pepper

1 mittlere Zwiebel
06 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2-3 Chilis
07 - Zutat Chilis / Ingredient chilis

250ml Kokosmilch
08 - Zutat Kokosmilch / Ingredient coconut milk

zum Würzen:
Kreuzkümmel, Curry, edelsüßes Paprikapulver
09 - Zutat Gewürze / Ingredient seasoning

etwas Salz & Pfeffer
und etwa Öl zum braten – ich empfehle Erdnussöl

sowie als Sättigungsbeilage:
ca. 200g Reis
10 - Zutat Reis / Ingredient rice

Beginnen wir nun damit, die Hähnchenbrust unter fließendem Wasser abzuwaschen, trocken zu tupfen
11 - Hähnchenbrust waschen / Was chicken breast

und sie dann in Streifen zu schneiden.
12 - Hähnchenbrust in Streifen schneiden / Cut chicken breast in stripes

Anschließend geben wir fünf Esslöffel dunkle Sojasauce zum Orangensaft,
13 - Sojasauce zum Orangensaft geben / Add soy sauce

pressen eine der beiden Konblauchzehen hinzu
14 - Knoblauchzehe dazu pressen / Squeeze and add garlic

und verrühren alles gut miteinander.
15 - Gut verrühren / Mix well

Das in Streifen geschnittene Hähnchenbrustfilet geben wir dann in ein verschließbares Behältnis und geben die eben hergestellte Mischung aus Orangensaft, Sojasauce und Knoblauch darüber und stellen es dann für ca. 2 Stunden zum marinieren in den Kühlschrank.
16 - Hähnchenbruststreifen marinieren / Marinate chicken breast stripes

Kurz vor Ablauf des Marinier-Zeitraums können wir mit der Vorbereitung der anderen Zutaten beginnen. Wir schälen und würfeln also die Zwiebel,
17 - Zwiebel würfeln / Dice onion

waschen die Paprika,
18 - Paprika waschen / Wash bell pepper

entkernen sie
19 - Paprika entkernen / Decore bell pepper

und schneiden sie in Würfel.
20 - Paprika würfeln / Dice bell pepper

Außerdem entkernen wir die Chilis,
21 - Chilis entkernen / Decore chilis

zerkleinern sie gründlich
22 - Chilis zerkleinern / Mince chilis

und schälen und hacken die verbleibende Knoblauchzehe.
23 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

Dann gießen wir die marinierten Hähnchenbruststreifen in ein Sieb ab und fangen dabei die Marinade auf, die wir später noch brauchen werden.
24 - Hähnchenbruststreifen abtropfen lassen / Drain chicken breast

Nachdem die Hähnchenbruststreifen etwas abgetropft sind, würzen wir sie von allen Seiten mit etwas Salz, ein wenig Curry und einer etwas großzügigeren Portion edelsüßen Paprikapulvers.
25 - Hähnchenbruststreifen würzen / Season chicken breast stripes

In einer Pfanne erhitzen wir dann etwas Öl – ich rate hier wegen des Aromas zu Erdnussöl zu greifen, notfalls tut es aber auch Olivenöl.
26 - Öl in Pfanne erhitzen / Heat oil in pan

Parallel setzen wir einen Topf mit ca. 400ml Wasser für den Reis auf und bringen das Wasser bei geschlossenem Deckel langsam zum kochen.
27 - Topf mit Wasser aufsetzen / Bring water to boil

Sobald das Öl heiß ist, dünsten wir die Zwiebel und die Knoblauchzehe darin einige Minuten an
28 - Zwiebel & Knoblauch andünsten / Braise onion & garlic lightly

und geben die marinierten und gewürzten Hähnchenbruststreifen hinzu
29 - Hähnchenbruststreifen dazu geben / Add chicken breast

um sie dann rundherum anzubraten.
30 - Fleisch rundherum anbraten / Fry entirely

Ist das Geflügelfleisch durchgebraten, addieren wir die zerkleinerten Chilis
31 - Chilis hinzu geben / Add chilis

und die gewürfelte Paprika
32 - Paprika addieren / Add bell pepper

die wir ebenfalls für vier bis fünf Minuten bei gelegentlichem Rühren mit anbraten.
33 - Kurz anbraten / Braise lightly

Inzwischen müsste auch das Wasser kochen, so dass wir einen Esslöffel Salz
34 - Wasser salzen / Salt water

und den Reis hinein geben können, um ihn dann bei geringer Wärmezufuhr und geschlossenem Deckel gemäß Packungsbeschreibung fertig zu garen.
35 - Reis hinzugeben / Add rice

Dann löschen wir den Pfanneninhalt mit der aufgefangenen Marinade ab,
36 - Mit Marinade ablöschen / Deglaze with marinade

geben die 250ml Kokosnussmilch hinzu
37 - Kokosmilch dazu geben / Add coconut milk

und lassen alles kurz aufkochen, um es dann auf mittlerer Stufe für fünf bis sechs Minuten garen zu lassen.
38 - Aufkochen lassen / Boil up

Zwischendurch sollten wir natürlich nicht vergessen, den Reis hin und wieder mal umzurühren damit er nicht anbrennt.
39 - Reis umrühren / Stir rice

Nachdem wir den Inhalt der Pfanne mit Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer sowie ggf. auch den anderen Gewürzen wie Curry und Paprikapulver noch einmal abgeschmeckt haben
40 - Mit Gewürzen abschmecken / Season

und alles natürlich auch noch einmal probiert haben, können wir die Sauce ggf. noch mit etwas dunklem Soßenbinder eindicken
41 - Probieren / Try

und das Gericht dann gemeinsam mit dem inzwischen ebenfalls fertig gekochten Reis servieren.
42 - African Chicken - Serviert / Serves

Wie bereits einleitend erwähnt, hatte ich ja so meine Zweifel gehabt ob in Orangensaft mariniertes Geflügel mit Sojasauce gut schmecken würde, aber ich wurde heute eines Besseren belehrt und war von dem Ergebnis meines heutigen Kochexperiments sogar sehr begeistert. Das Hähnchenfleisch war nicht nur butterzart geworden, auch die mit Paprikawürfeln versetzte Sauce aus Orangensaft, Kokosmilch und den verschiedenen Gewürzen löste so etwas wie eine kleine Geschmacksexplosion bei mir aus. Exotisch und sehr sehr lecker. Gemeinsam mit dem Reis als überaus passende Sättigungsbeilage ergab sich so ein Gericht, dass ich mal wieder vorbehaltlos weiter empfehlen kann.

43 - African Chicken - Seitenansicht / Side view

Und auch was die Nährwerte angeht, erwies sich das African Chicken als angenehm leicht. Meiner Berechnung nach liegt die Zubereitung bei ca. 1400kcal, aufgeteilt auf drei Portionen liegen wir also bei ca. 467kcal. Dazu kommt Reis mit ingesamt ca. 600kcal, also 200kcal pro Portion, womit wir bei einer Summe von 667kcal wären. Für ein so reichhaltiges Gericht und in Anbetracht der wirklich großzügigen Portionsgröße, ein überaus akzeptabler Wert wie ich finde. Und dabei ist das Ganze auch noch relativ einfach zuzubereiten. Insgesamt also mal wieder ein überaus gelungenes Kochexperiment.

Guten Appetit

Lachs mit Blattspinat im Blätterteigmantel [21.02.2014]

Friday, February 21st, 2014

Nachdem ich mich auch heute gegen die Asia-Gerichte wie Gebackene Ananas und Banane oder San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten miit Gemüse in Spezialsauce entschieden hatte und die 3 Stück gefüllte Pfannkuchen mit Quark und Waldbeerenragout bei Vitality mir eher für ein Dessert, aber nicht nicht als Hauptgericht eignete, blieben noch das Lachs mit Blattspinat im Blätterteigmantel mit Weißwein-Senfsauce und Rosmarinkartoffeln bei Globetrotter und das Fleischpflanzerl mit Zwiebelsauce und Kartoffelpüree bei Tradition der Region. Und da ich zum einen ein großer Fan von Fischgerichten bin und zum anderen das hiesige Kartoffelpüree in der Regel für meinen Geschmack etwas zu dünnflüssig ist, fiel meine Wahl schließlich auf den Lachs. Dazu gesellte sich noch eine kleine Schale gemischtes Gemüse von der Gemüsetheke und ein kleiner Becher Aprikosenpudding aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Lachs mit Blattspinat im Blätterteig / Salmon with leaf spinach in puff pastry

In einer noch angenehm knusprigen Umhüllung aus Blätterteig fand sich neben dem angenehm großen Stück zarten, saftigen und natürlich grätenfreien Lachsfilets, das mit einer Schicht mit Ricotta vermengten Blattspinats bedekt war. Gemeinsam mit der schön würzigen, mit etwas Dill versetzten Weißwein-Senfsauce schon mal sehr gelungen. Einzig an der als Rosmarinkartoffel bezeichneten Sättigungsbeilage muss ich einige Federn lassen, denn drei der insgesamt fünf in Schale gekochten Kartoffeln erwiesen sich als etwas zu matschig – wahrscheinlich waren sie zu lange gekocht worden. Und von Rosmarin bemerkte ich auch nichts, aber zumindest waren sie genießbar. Das gedünstete Gemüse aus Möhren, Broccoli und Blumenkohl wiederum erwies sich als in Ordnung und auch an dem mit einigen Fruchtstücken versehenen Aprikosenpudding gab es keinen Grund zur Kritik. Insgesamt also ein durchaus empfehlenswertes Gericht, nur an den Kartoffeln müssen man eben noch ein wenig arbeiten. 😉
Beim Kampf um den heutigen ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala lieferten sich das Fleischpflanzerl und das Fischgericht ein enges Duell, letztlich konnte die Frikadelle in Zwiebelsauce den Kampf aber doch für sich entscheiden und verwies den Lachs im Blätterteig auf einen guten zweiten Platz. Die Asia-Gerichte folgten auf Platz drei und die Pfannkuchen mit Quarkfüllung und Waldbeerragout belegten schließlich einen sehr guten vierten Platz, zumal sie auch häufig noch als zusätzliches Dessert gewählt worden waren.

Mein Abschlußurteil:
Lachs mit Blattspinat im Blätterteig: ++
Weißwein-Senf-Sauce: ++
Rosmarinkartoffeln: +/-
Gemüsemischung: ++
Aprikosenquark: ++