Archive for May, 2015

Khoresh-e Albaloo – Lamm in persischer Sauerkirschsauce – das Rezept

Sunday, May 31st, 2015

Heute wollte ich mal wieder einen kleinen Ausflug in die Küche des nahen Ostens unternehmen und mir ein Koresh-e Albaloo zubereiten, ein Schmorgericht mit Sauerkirschsauce, das man sowohl mit Lamm wie ich in diesem Rezept als auch mit Rind oder Geflügel zubereiten kann. Dabei ergab sich praktischerweise auch gleich die Gelegenheit, die restlichen Sauerkirschen von meiner Barbarie-Entenbrust Portwein-Sauerkirsch-Sauce vom letzten Wochenende zu verbrauchen. Dazu passt natürlich traditionell Reis und ich entschied, zum geschmorten Lamm einen leckeren Safran-Gewürzreis zu reichen. Eine sehr gelungene Kombination wie sich heraus stellen sollte, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das zugehörige Rezept hier einmal kurz in er gewohnten Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

Für das Koresh-e Albaloo

500g mageres Lammfleisch (z.B. aus der Keule)
01 - Zutat Lammfleisch / Ingredient lamb

250g Sauerkirschen
07 - Zutat Sauerkirschen / Ingredient sour cherries

1 große Zwiebel
02 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

1/2 Teelöffel Kurkuma
04 - Zutat Kurkuma / Ingredient turmeric

1/2 Teelöffel Zimt
05 - Zutat Zimt / Ingredient cinnamon

125ml Wasser
08 - Zutat Wasser / Ingredient water

1/2 Limette
03 - Zutat Limette / Ingredient lime

etwas brauner Zucker
06 - Zutat brauner Zucker / Ingredient brown sugar

einen Esslöffel Butterschmalz
09 - Zutat Butterschmalz / Ingredient ghee

und etwas Salz, Pfeffer und evtl. etwas Chili zum würzen

Für den Safran-Gewürzreis

200g Basmati-Reis
09 - Zutat Basamti-Reis / Ingredient basmati rice

3 grüne Kardamom-Kapseln
10 - Zutat Kardamom-Kapseln / Ingredient cardamom pods

1 ganze Nelke
11 - Zutat Nelke / Ingredient clove

1 Lorbeerblatt
12 - Zutat Lorbeerblatt / Ingredient bay leaf

1 kleine oder 1/2 große Zimtstange
13 - Zutat Zimtstange / Ingredient cinnamon stick

1 Döschen Safran (0,1g)
14 - Zutat Safran / Ingredient saffron

400ml Wasser
15 - Zutat Wasser / Ingredient water

1 Esslöffel Butterschmalz
10 - Zutat Butterschmalz / Ingredient butter oil

1 Teelöffel Salz
10 - Zutat Salz / Ingredient salt

Beginnen wir nun mit der Zubereitung und schälen erst einmal die Zwiebel, um sie anschließend zu würfeln.
16 - Zwiebel würfeln / Dice onion

Außerdem waschen wir die das Lammfleisch, tupfen es trocken
17 - Lammfleisch waschen / Wash lamb

und schneiden es in ca. 2cm große Würfel.
18 - Lammfleisch würfeln / Dice lamb

Dann erhitzen wir den Esslöffel Butterschmalz auf erhöhter Stufe in einer hohen Pfanne oder einem Topf,
19 - Butterschmalz erhitzen / Heat up ghee

geben die Lammfleisch-Würfel hinein
20 - Lammfleisch hinzufügen / Add lamb

und braten sie rundherum scharf an.
21 - Lammfleisch rundherum scharf anbraten / Sear lamb all around

Anschließend entnehmen wir die angebratenen Fleischstücke, stellen sie bei Seite, reduzieren die Hitzezufuhr auf mittlere Stufe
22 - Lammfleisch entnehmen / Take lamb from pan

und geben die gewürfelte Zwiebel in das verbliebene Bratenfett, um sie darin glasig anzudünsten.
23 - Zwiebel andünsten / Braise onion lightly

Über die Zwiebel streuen wir dann den halben Teelöffel Kurkuma,
24 - Kurkuma einstreuen / Add turmeric

dünsten ihn für eine Minute mit an
25 - Kurkuma andünsten / Braise turmeric

und geben dann die Lammfleisch-Würfel zurück in die Pfanne,
26 - Lammfleisch wieder hinzufügen / Add lamb again

die wir mit dem halben Teelöffel Zimt bestäuben
27 - Mit Zimt bestäuben / Dredge with cinnamon

und auch gleich mit etwas Salz und Pfeffer würzen.
28 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Season with pepper & salt

Dann löschen wir alles mit dem Wasser ab
29 - Mit Wasser aufgießen / Add some water

und schmoren alles geschlossen auf leicht reduzierter Stufe für ca. 40 Minuten
30 - Geschlossen schmoren / Simmer closed

wobei wir natürlich hin und wieder mal umrühren.
31 - Hin und wieder umrühren / Stir from time to time

Nach etwa zwanzig Minuten brechen wir die Kardamom-Kapseln vorsichtig mit der flachen Seite eines Messers auf,
32 - Kardamom-Kapseln aufbrechen / Break cardamom pods

pressen den Saft der halben Limone aus,
33 - Limette auspressen / Squeeze lime

zerstoßen den Safran gemeinsam mit etwas Salz in einem Mörser
34 - Safran zerstoßen / Pestle saffron

und lösen ihn dann in zwei Esslöffeln lauwarmen Wasser auf.
35 - Safran in warmen Wasser auflösen / Dissolve saffron in lukewarm water

Anschließend erhitzen wir den zweiten Esslöffel Butterschmalz in einem Topf,
36 - Butterschmalz in Topf erhitzen / Heat up ghee

dünsten das Lorbeerblatt, die Nelke, die Kardamom-Kapseln und Zimtstange für eine Minute darin an
37 - Gewürze andünsten / Braise seasonings

und geben dann den Basmati-Reis in den Topf
38 - Reis hinzufügen / Add rice

um ihn für 2 weitere Minuten mit an, bis er leicht glasig wird.
39 - Reis glasig andünsten / Braise rice ligthly

Nun geben wir den aufgelösten Safran
40 - Safran hinzufügen / Add saffron

und das Wasser zum Reis,
41 - Mit Wasser auffüllen / Add water

addieren den Teelöffel Salz, lassen alles kurz aufkochen
42 - Salz einstreuen / Add some salt

und lassen den Reis dann auf reduzierter Stufe köcheln bis er gar ist.
43 - Reis köcheln lassen / Let rice simmer

Sind die vierzig Minuten Garzeit erreicht, geben wir die Sauerkirschen mit in die Pfanne
44 - Kirschen hinzufügen / Add cherries

geben eine Schuss Limonensaft
46 - Schuss Limettensaft hinzu geben / Add lime juice

sowie ggf. einen Schuss des aufgefangenen Kirschsaftes (bei eingelegten Sauerkirschen) hinzu,
45 - Etwas Kirschsaft addieren / Add some cherry juice

schmecken alles mit etwas braunen Zucker ab, so dass ein süß-säuerliches Aroma entsteht
47 - Braunen Zucker einrühren / Stir in brown sugar

und würzen alles noch einmal final mit Salz, Pfeffer und ggf. etwas Chili-Pulver. Anschließend dünsten wir es für etwa 10 Minuten weiter.
48 - Mit Gewürzen abschmecken / Taste with seasonings

Anschließend können wir Lamm und Reis auch schon gemeinsam servieren und genießen.
49 - Khoresh-e Albaloo - Lamb in persian sour cherry sauce - Served / Lamm in persischer Sauerkirschsauce - Serviert

Das zart geschmorte Lammfleisch harmonierte geschmacklich wunderbar mit der orientalisch gewürzten Sauerkirschsauce – eine sehr gelungene Kombination von fruchtigen und pikanten Komponenten. Dazu passte auch sehr gut der ebenfalls mit Gewürzen versehene Safranreis, der dem Gericht noch eine zusätzliche exotische Note gab. Und dabei ist die Zubereitung nicht sonderlich kompliziert. Ein wirklich sehr empfehlenswertes Rezept.

50 - Khoresh-e Albaloo - Lamb in persian sour cherry sauce - Side view / Lamm in persischer Sauerkirschsauce - Seitenansicht

Werfen wir abschließend noch einen kurzen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichts. Das Lammfleisch mit Sauerkirsch-Sauce kommt meiner Kalkulation nach auf ca. 1000kcal, also 250kcal bei 4 Portionen und 333kcal bei drei Portionen. Dazu kommen noch für vier Portionen 125kcal bzw. 167kcal für drei Portionen für den Reis. Damit kommen wir auf eine Summe von 375kcal bei vier und 500kcal bei drei Portionen. Ein absolut akzeptabler Wert wie ich finde, zumal sich das Gericht dank des Reis auch überaus sättigend erwies. Da kann man wirklich nicht meckern.

Guten Appetit

Rosinenlauch aus dem Ofen mit Cashewkernen & Cranberries – das Rezept

Saturday, May 30th, 2015

Wie man ja nicht erst seit meinen Überbackenen Lachstangen mit Erbsenreis weiß, bin ich ein großer Fan von Lauchgerichten aller Art. Daher zögerte ich nicht lange, das kürzlich entdeckte Rezept für Rosinenlauch aus dem Ofen mit Cashewkernen und Cranberries gleich einmal auszuprobieren. Die Kombination von Lauch und Rosinen konnte ich mir von Anfang an als überaus schmackhaft vorstellen und wie sich herausstellte passten auch die Cashewnüsse und der Guss aus Eiern und Ziegenmilch wunderbar in die geschmackliche Gesamtkombination. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, dieses Rezept hier einmal kurz in der gewohnten Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

4 dünne Stangen Lauch / Porree (ca. 900-1000g)
01 - Zutat Lauch / Ingredient leeks

40g Rosinen
02 - Zutat Rosinen / Ingredient raisins

20g Cranberries
03 - Zutat Cranberries / Ingredient cranberries

40ml Madeira (Portugiesischer Likörwein)
06 - Zutat Madeira (Likörwein) / Ingredient madeira wine

2 Hühnereier (Größe M)
04 - Zutat Eier / Ingredient eggs

125ml Ziegenmilch
05 - Zutat Ziegenmilch / Ingredient goat milk

50ml Sahne
08 - Zutat Sahne / Ingredient cream

50g Cashew-Nüsse
07 - Zutat Cashewnüsse / Ingredient cashew nuts

1 gehäufter Esslöffel Curry
09 - Zutat Curry / Ingredient curry

1 Esslöffel Butter
10 - Zutat Butter / Ingredient butter

sowie etwas Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen

Wir beginnen damit, einen größeren Topf mit Wasser für das Blanchieren des Lauch aufzusetzen.
11 - Topf mit Wasser aufsetzen / Bring pot with water to a boil

Anschließend trennen wir die Wurzelenden der Lauchstangen ab
12 - Wurzelenden des Lauch abtrennen / Cut roots from leeks

und entfernen auch das obere, dunkle grün. Da die Länge des hellgrünen Teils des Lauchs variieren kann, sollten wir hier jede Stange einzeln kürzen.
13 - Dunkelgrünen Teil das Lauch wegschneiden / Cut dark green part of leeks

Die verbliebenen Porree halbieren wir nun
14 - Lauch längs halbieren / Half leeks lengthways

und schneiden sie in gleichmässige Stücke von etwa 10cm Länge. Sollte dabei “Verschnitt” entstehen, diesen nicht wegwerfen – wir können auch ihn verwenden.
15 - Lauch auf gleichmässige Länge schneiden / Cut leeks on uniform length

Nun waschen wir das Lauch gründlich – wir wollen ja keinen Sand im Essen haben – und lassen ihn dann im Sieb abtropfen.
16 - Lauch waschen / Wash leeks

Außerdem weichen wir Rosinen und Cranberries in den 40ml Madeira ein
17 - Rosinen & Cranberries in Madeire einweichen / Soak raisins & cranberries in madeira wine

und zerkleinern die Cashew-Nüsse grob.
18 - Cashewnüsse grob zerkleinern / Hackle cashew nuts

Sobald das Wasser dann kocht, geben wir einen Teelöffel Salz hinein
19 - Wasser salzen / Salt water

und blanchieren darin unser Lauch für 4-5 Minuten
20 - Lauch blanchieren / Blanch leeks

um es anschließend in einem Sieb abtropfen und etwas abkühlen zu lassen.
21 - Lauch abgießen & abtropfen lassen / Drain leeks

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, mit dem Vorheizen des Backofens auf 200Grad zu beginnen.

Dann geben wir die Ziegenmilch und die Sahne in ein passendes Behältnis, z.B. eine Schüssel,
22 - Ziegenmilch & Sahne in Schüssel geben / Put goat milk & cream in bowl

schlagen die beiden Eier hinein
23 - Eier dazu geben / Add eggs

und verquirlen alles gründlich miteinander
24 - Gründlich verrühren / Mix well

wobei wir es auch gleich kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
25 - Mit Salz, Pfeffer & Muskatnuss abschmecken / Taste with salt, pepper & nutmeg

Nachdem wir dann eine Auflaufform mit etwas Butter gefettet haben
26 - Auflaufform ausfetten / Grease casserole

legen wir das blanchierte Lauch hinein,
27 - Lauch in Auflaufform legen / Put leeks in casserole

verteilen die Milch-Ei-Mischung gleichmäßig darüber
28 - Lauch mit Ei-Milch-Mischung übergießen / Drain egg milks mix on leeks

und schieben die Auflaufform dann für 25 – 30 Minuten in den Ofen.
29 - Lauch im Ofen backen / Bake leeks in oven

In der Zwischenzeit rösten wir die grob zerkleinerten Cashewnüsse ohne Fett unter häufigem rühren an, bis sie anfangen leicht zu duften. Aber vorsicht: Werden sie zu braun, können sie einen leicht bitteren Geschmack annehmen.
30 - Cashewnüsse ohne Fett anrösten / Roast cashew nuts without fat

Sobald die Cashewnüsse duften, geben wir den Esslöffel Butter hinzu,
31 - Butter hinzufügen / Add butter

lassen ihn schmelzen
32 - Butter schmelzen lassen / Let butter melt

und bestäuben dann alles mit dem Esslöffel Currypulver
33 - Mit Curry bestäuben / Dredge with curry

den wir kurz mit anrösten, damit sich die Geschmacksstoffen entfalten können.
35 - Curry anrösten / Braise curry

Das Ganze löschen wir dann mit den Rosinen und Cranberries samt ihrer Einweichflüssigkeit, dem Madeira, ab
36 - Mit Madeira & Rosinen ablöschen / Deglaze with madeira & raisins

und lassen den Madeira etwas einkochen. Anschließend nehmen wir die Pfanne von der Kochplatte.
37 - Madeira einkochen lassen / Let madeira reduce

Ist die Ei-Milch-Masse in der Auflaufform nach 25 bis 30 Minuten gestockt, entnehmen wir diese temporär aus dem Ofen,
38 - Auflaufform aus dem Ofen entnehmen / Take casserole from oven

verteilen die Rosinen, Cranberries und Cashewnüsse darüber
39 - Pfanneninhalt über Lauch verteilen / Spread pan content on leeks

und backen alles für weitere fünf Minuten im Ofen.
40 - Weiter im Ofen backen / Continue to bake in oven

Danach brauchen wir die Auflaufform nur erneut aus dem Ofen zu holen
41 - Raisin leeks with cashew nuts & cranbeeries - Finished baking / Rosinenlauch mit Cashewnüssen & Cranberries - Fertig gebacken

42 - Raisin leeks with cashew nuts & cranbeeries - Finished baking / Rosinenlauch mit Cashewnüssen & Cranberries - Fertig gebacken - CloseUp

und können das Gericht unmittelbar servieren und genießen. Dazu gab es bei mir eine kleine Baguettestange, alternativ wären aber auch Salzkartoffeln dankbar.
43 - Raisin leeks with cashew nuts & cranbeeries - Served / Rosinenlauch mit Cashewnüssen & Cranberries - Serviert

Das Lauch bildete gemeinsam mit der gut gewürzten Ziegenmilch-Ei-Masse, der leichten Süße der in Madeira eingeweichten Beeren und der nussig-würzigen Note der in Curry geschwenkten Cashewkerne ein sehr gelungenes geschmackliches Gesamtbild. Und dabei erwies sich das Gericht auch noch als angenehm sättigend. Dieses Rosinenlauch aus dem Ofen ist also nicht nur für eingeschworene Lauch-Fans ein sehr empfehlenswertes Rezept.

44 - Raisin leeks with cashew nuts & cranbeeries - Side view / Rosinenlauch mit Cashewnüssen & Cranberries - Seitenansicht

Werfen wir abschließend – wie üblich – noch einen kurzen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichts. Und die sind dieses Mal überaus gut geraten, denn meiner Kalkulation nach kommt die gesamte Auflaufform mit Rosinenlauch auf gerade mal etwa 1200kcal, bei drei Portionen kommen wir also auf 400kcal pro Portion, bei vier Portionen sogar nur auf 300kcal. Dazu kommt natürlich noch der Wert für die Sättigungsbeilage nach Wahl. Eine Baguettestange wie ich sie hatte dürfte dabei etwa mit 150kcal pro Stück zu Buche schlagen, wählt man 200g Kartoffeln pro Portion kommt man ebenfalls auf zusätzlich noch einmal etwa 150kcal. Damit landen wir also bei 550kcal für die “große” und 450kcal für die “kleine” Portion. Da kann man wirklich nicht meckern.

Guten Appetit

Gebackene Scholle mit Remoulade & Kartoffelsalat [29.05.2015]

Friday, May 29th, 2015

Die Hähnchenbrust aus dem Ofen mit Schmorgemüse und Kartoffeln nach “Provencealische Art” in der Sektion Vitality sah schon mal nicht schlecht aus und auch das Zusatzangebot in Form vom Rahmschwammerl mit Semmelnödel – wohl Reste vom Mittwoch – hatte etwas für sich, aber meine Wahl fiel heute dennoch recht schnell auf die Gebackene Scholle mit Remoulade und Kartoffel-Gurkensalat bei Globetrotter. Nach dem etwas enttäuschenden Fischgericht am Mittwoch war mir einfach danach. Der Apfelstrudel mit Vanillesauce bei Tradition der Region sowie die Angebote von der Asia-Thai-Theke wie Gebackene Ananas und Banane oder San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial-Sauce kamen heute nicht in die nähere Auswahl. Zur panierten Scholle gesellte sich noch zwei Zitronenecken, ein Schälchen mit Blumenkohl und Möhren von der Gemüsetheke sowie ein Becherchen Maracuja-Mousse mit Schokocreme aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Baked plaice with remoulade & potato salad / Gebackene Scholle mit Remoulade & Kartoffelsalat

Das große, paniert gebackene Stück Schollenfilet hätte zwar noch ein klein wenig heißer sein können, aber da es sich ansonsten als schön zart, saftig und frei von jeglichen Gräten erwies, sehe ich keinen Grund etwas in der Wertung abzuziehen. Und auch der süddeutsch mit Gemüsebrühe und Essig angemachte Kartoffelsalat war, obwohl die in der Beschreibung erwähnten Gurken darin fehlten, absolut in Ordnung. Gemeinsam mit der würzigen Remoulade ergab sich so ein sehr gelungenes Hauptgericht, an dem es absolut nichts auszusetzen gab. Und auch am Gemüsemix aus grob zerteilten Blumenkohl und den mit Kräutern und Knoblauch versehenen Möhrenscheibchen kann ich heute kein Haar lassen, denn das Gemüse war noch ausreichend heiß, gut gewürzt und nicht zerkocht. Die Kombination von Schoko- und Maracuja-Mousse mit samt seiner Garnitur aus Schokstreuseln, Weintraube und Pflaumenstück schloss das heute Mittagsmahl schließlich überaus schmackhaft ab.
Und auch auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala, die ich wie üblich durch das Beobachten der Vorlieben der anderen Gäste aufstellte, lag das Schollenfilet ganz hoch in der Gunst und konnte sich so mit uneinholbarem Vorsprung den ersten Platz sichern. Auf dem zweiten Platz würde ich heute die Asia-Gerichte sehen, die ein klein wenig häufiger noch zu sehen war als die somit drittplatzierte Hähnchenbrust. Apfelstrudel und Semmelknödel mit Rahmschwammerl teilten sich schließlich den vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Gebackene Scholle: ++
Remoulade: ++
Kartoffelsalat: ++
Blumenkohl & Möhren: ++
Schoko-Maracuja-Mousse: ++

1/2 Grillhendl mit Pommes Frites [28.05.2015]

Thursday, May 28th, 2015

Da mich heute weder die Asia-Thai-Gerichte wie Taohoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse mit Koriandersauce und Ko Lo Kai – Schweinefleisch gebraten mit verschiedenen Gemüse und Ananas in süß-saurer Sauce noch die Schinkennudeln mit Ei und Tomatensauce bei Globetrotter mich sonderlich reizten und ich nach meinem selbst gekochten Linsengericht vom Montag auch die heute mit braunen Linsen zubereiteten Spaghetti mit Balsamicolinsen bei Vitality nicht so das richtige für mich zu sein schien, brauchte ich nicht lange zu überlegen um mich für das 1/2 Grillhendel mit Pommes Frites aus der Abteilung Tradition der Region zu entscheiden. Zumal das halbe Hähnchen heute auch mal besonders groß geraten zu sein schien. Dazu gesellte sich neben dem Ketchup auf den Pommes noch ein Schälchen Erbsen von der Gemüsetheke und ein Becherchen Vanillepudding mit Kokos aus dem heutigen Dessert-Angebot.

1/2 Chicken with french fries / 1/2 Hähnchen mit Pommes Frites

Eine gute Entscheidung wie ich freudig feststellen durfte, denn zum einen war die Pommes schön gut gesalzen, heiß und knusprig, zum anderen erwies sich die Fleischausbeute an der tatsächlich angenehm groß geratenen Grillhähnchen-Hälfte mit ihrer knusprigen, gut gewürzten Haut als sehr ertragreich. Das helle Fleisch war außerdem auch noch einigermaßen saftig . sehr lecker muss ich sagen. Zwar nicht gerade ein leichter Genuss, aber viel blieb dennoch nicht davon übrig. 😉

1/2 Chicken - remainings / 1/2 Hähnchen - Überreste

Die mit Knoblauch und einigen Kräutern zubereiteten Erbsen schließlich waren zwar nicht mehr ganz frisch, aber ich möchte auch hier auf einen Punktabzug verzichten. Der kleine Becher cremigen, nicht zu süßen Vanillepuddings mit zusätzlichen Kokosaroma schloss das heutige Mittagsmahl schließlich sehr gelungen ab.
Und auch bei den anderen Gästen lag das Grillhendl heute am höchsten in der Gunst und konnte sich mit großem Vorsprung vor allen anderen Angeboten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Danach kam lange nichts, bis schließlich die Asia-Gerichte Platz zwei belegten. Es folgten die Schinkennudeln und die Spaghetti mit Balsamico-Linsen, die sich heute den dritten Platz teilen durften.

Mein Abschlußurteil:
Grillhendel: ++
Pommes Frites: ++
Erbsen: ++
Vanillepudding mit Kokos: ++

Gedünsteter Seelachs im Tomatenbett mit Blattspinat [27.05.2015]

Wednesday, May 27th, 2015

Nachdem es weder mit dem Rahmschwammerl mit Semmelknödel bei Tradition der Region noch die Hähnchenbrust “Florida” mit Pfirsich gratiniert, dazu Süßkartoffel-Erdnußsauce und Reis bei Globetrotter oder dem Bami Goreng – Gebratene Nudeln mit verschiedenem Gemüse in Currysauce sowie Gaeng Ped Gai – Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce an der Asia-Thai-Theke heute etwas sonderlich außergewöhnliches in unserem Betriebsrestaurant zu finden gab, entschied ich mich dazu mal wieder beim mittwöchlichen Fischgericht, heute einem Gedünsteten Seelachs im Tomatenbett mit Blattspinat und Kartoffel im Bereich Vitality zuzugreifen. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Joghurt mit Fruchtstückchen aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Poached coalfish on tomatoes with leaf spinach / Gedünsteter Seelachs im Tomatenbett mit Blattspinat

Das ausreichend große, saftige und von Gräten freie Stück Seelachsfilet mit seiner Garnitur aus mit Zwiebeln versetztem Blattspinat war schon mal in Ordnung, auch wenn mich die roten Pfefferkörner die als Garnitur verwendet worden waren, ein wenig störten. Schlimmer aber war, dass die Tomatensauce heute fast nicht genießbar war – sie war vollkommen überwürzt so als hätte man die roten Pfefferkörner Löffelweise hinein gegeben und dann alles püriert. Da kann ich leider nur einen ganz großen Abzug in der Wertung geben. Und auch die Kartoffeln hätten ein wenig länger gekocht werden können, denn sie waren noch etwas sehr bissfest. Also auch hier leider keine volle Punktzahl. Zumindest entbehrte der Nachtisch aus Aprikosenstückchen und Joghurt jeglicher Kritik, dennoch war das Ganze aber heute eher ein enttäuschendes Mittagsmahl.
Auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala lag heute die Hähnchenbrust “Florida” mit kleinem, aber deutlich erkennbaren Vorsprung auf dem ersten Platz, gefolgt von den Asia-Gerichten auf Platz zwei und dem Rahmschwammerl auf dem dritten Platz. Das Fischgericht belegte – heute mal wirklich verdient – nur den vierten und letzten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Seelachsfilet: ++
Blattspinat: ++
Tomatenbett: –
Salzkartoffeln: +
Joghurt mit Fruchtstückchen: ++

Griechische Bifteki mit Tomatenreis, frischen Zwiebeln & Tzatziki [26.05.2015]

Tuesday, May 26th, 2015

Nach all der Schlemmerei über das verlängerte Wochenende wäre es eigentlich am klügsten gewesen, heute beim vegetarischen Gemüsestrudel mit Joghurt-Dip aus dem Bereich Vitality oder beim Kalon Tzai Min – Gebratene Chinanudeln mit Eiern und Gemüse nach Canton-Art zuzugreifen, das neben Gaeng Ped Mua – Gebackenes Seelachsfilet mit verschiedenen Gemüsesorten in Kokosmilchsauce heute an der Asia-Thai-Theke angeboten wurde. Das Holzfällersteak vom Schweinenacken mit Country Potatoes bei Tradition der Region war mir auf jeden Fall zu kalorienreich. Da ich aber auch Lust auf Fleisch verspürte, fiel meine Wahl dann doch auf die 3 Stück griechische Bifteki mit Tomatenreis, frischen Zwiebeln und Tzatziki, die heute bei Globetrotter angeboten wurden. Dazu gesellte sich noch Waldbeerenjoghurt aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Bifteki with fresh onions, tzatziki & tomato rice / Bifteki mit frischen Zwiebeln, Tzatziki & Tomatenreis

Die lockeren, angenehm würzigen und mit etwas Feta versetzten Bifteki aus Rinderhackfleisch waren mal wieder sehr gut gelungen und auch am fruchtigen Tomatenreis, in dem sich heute auch mal wieder einige Tomatenstücke fanden, gab es nichts auszusetzen. Dazu gab es neben einer selbst gewählten Menge an frischen Zwiebelringen noch eine große Portion an mit Gurkenstückchen vermengten, heute großzügig mit Knoblauch versetztem Tzatziki. An den einzelnen Komponenten gab es heute nichts auszusetzen, allerdings war das Verhältnis etwas unausgewogen gewählt: Etwas mehr Tomatenreis und etwas weniger Tzatziki wären optimal gewesen. Aber das lasse ich natürlich nicht in die Wertung einfließen, ich wollte es nur erwähnt haben. Da es auch an dem fruchtigen, mit Weintraube und einer Scheibe Sternfrucht garnierten, cremigen Waldbeerenjoghurt nichts auszusetzen gab, konnte ich also mit meiner heutigen Wahl mal wieder sehr zufrieden sein.
Sah man sich auf den Tabletts der anderen Gäste um, wurde sofort klar dass sich das Holzfällersteak heute mit riesigem Vorsprung vor allen anderen Angeboten unangefochten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnte. Auf den hinteren Plätzen war es daher sehr schwer eine klare Rangfolge festzulegen, weswegen ich heute mal sowohl dem Gemüsestrudel als auf den Bifteki und den Asia-Gerichten zusammen den zweiten Platz zubillige.

Mein Abschlußurteil:
Bifteki: ++
Zwiebeln: ++
Tzatziki: ++
Tomatenreis: ++
Waldbeerenpudding: ++

Bratwurst mit Feigen-Balsamico-Glasur auf Linsengemüse – das Rezept

Monday, May 25th, 2015

Heute wollte ich mal ein Rezept ausprobieren, das schon seit längerem auf meinem Stapel der ungewöhnlicher Gerichte die ich unbedingt ausprobieren will lag: Bratwurst mit Feigen-Balsamico-Glasur auf Linsengemüse. Klingt im ersten Moment vielleicht etwas ungewöhnlich, aber ich teste ja gerne mal Speisen, die nicht unbedingt zum Mainstream gehören und wurde bisher nur selten enttäuscht. Und auch dieses Rezept sollte meine Statistik nicht verschlechtern, denn das daraus entstandene Gericht erwies sich als überaus lecker und aus meiner Sicht wirklich empfehlenswert. Daher möchte ich natürlich nicht darauf verzichten, das zugehörige Rezept hier einmal kurz in der gewohnten Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 3 Portionen?

200g braune Linsen
01 - Zutat Linsen / Ingredient lentils

150g Möhren
02 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

100g Knollensellerie
03 - Zutat Knollensellerie / Ingredient celeriac

1 mittelgroße Zwiebel
04 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

1-2 Knoblauchzehen
05 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1 Lorbeerblatt
06 - Zutat Lorbeerblatt / Ingredient bayleaf

50g gewürfelten Speck
07 - Zutat Schinkenwürfel / Ingredient bacon dices

150ml trockener Weißwein
08 - Zutat trockener Weißwein / Ingredient dry white wine

1 Teelöffel Instant-Gemüsebrühe
09 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient instant vegetable broth

2 x 2 Esslöffel Olivenöl
10 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

6 dünne Bratwürste (ca. 430g)
10 - Bratwürste / Ingredient sausages

50g Feigen-Konfitüre
11 - Zutat Feigenkonfitüre / Ingredient fig jam

40ml Aceto Balsamico
12 - Zutat Aceto Balsamico / Ingredient balsamic vinegar

einige Stiele frische Petersilie
13 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Bereits am Vorabend der eigentlichen Zubereitung beginnen wir damit, die getrockneten braunen Linsen kurz abzuspülen
14 - Linsen abspülen / Swill lentils

und sie dann über Nacht in kalten Wasser einzuweichen. Ansonsten würden wir wohl Stunden brauchen, bis sie gar gekocht sind.
15 - Linsen über Nacht einweichen / Soak lentils over night

Am nächsten Tag liegen dann mal wieder die üblichen Vorbereitungsarbeiten für die verschiedenen Zutaten vor uns. Wir schälen und würfeln also die Zwiebel,
16 - Zwiebel würfeln / Dice onion

schälen und zerkleinern die Knoblauchzehe(n),
17 - Knoblauch zerkleinern / Hackle garlic

schälen die Möhren,
18 - Möhren schälen / Peel carrots

würfeln sie fein
19 - Möhren würfeln / Dice carrots

und schälen auch das Stück Knollensellerie,
20 - Knollensellerie schälen / Peel celeriac

um es ebenfalls fein zu würfeln.
21 - Knollensellerie würfeln / Dice celeriac

Dann erhitzen wir zwei Esslöffel Olivenöl in einem Topf
22 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

und dünsten die gewürfelte Zwiebel darin glasig an.
23 - Zwiebel andünsten / Braise onion lightly

Anschließend geben wir die Schinkenwürfel hinzu,
24 - Speckwürfel hinzufügen / Add bacon

braten sie mit an
25 - Speckwürfel anbraten / Fry bacon

und geben dann die zerkleinerte Knoblauchzehe(n) mit hinein, die wir ebenfalls für etwa zwei Minuten mit andünsten.
26 - Knoblauch hinzufügen / Add garlic

Es folgen die gewürfelte Knollensellerie und die Möhrenwürfel
27 - Sellerie & Möhren addieren / Add celeriac & carrots

die wir für etwa fünf weitere Minuten bei gelegentlichem umrühren im Topf mit andünsten.
28 - Gemüse andünsten / Braise vegetables ligthly

In der Zwischenzeit können wir die eingeweichten Linsen schon mal abgießen und etwas abtropfen lassen.
29 - Linsen abtropfen lassen / Drain lentils

Sind die fünf Minuten schließlich um, geben wir das Lorbeerblatt zum Gemüse in den Topf
30 - Lorbeerblatt in Topf geben / Add bay leaf

und löschen alles mit dem trockenen Weißwein ab,
31 - Mit Weißwein ablöschen / Deglaze with white wine

den wir für weitere ein bis zwei Minuten etwas einkochen lassen.
32 - Weißwein köcheln lassen / Let white wine simmer

Schließlich geben wir die abgetropften Linsen mit in dem Topf,
33 - Linsen addieren / Add lentils

vermischen sie gut mit dem übrigen Gemüse
34 - Linsen & Gemüse vermischen / Mix lentils with vegetables

und gießen dann alles mit Wasser auf, so dass die Linsen gerade so bedeckt sind.
35 - Mit Wasser aufgießen / Drain water

Dann geben wir den gehäuften Teelöffel Gemüsebrühe hinzu,
36 - Gemüsebrühe hinzufügen / Add instant vegetable broth

verrühren alles gut miteinander und lassen es kurz aufkochen
37 - Kurz aufkochen lassen / Bring to a boil

um es dann bei bis auf einen Spalt geschlossenem Deckel auf leicht reduzierter Stufe für ca. 45 Minuten köcheln zu lassen. Trotz des Einweichens dürften die Linsen so lange brauchen, bis sie gar sind.
38 - Geschlossen köcheln lassen / Simmer closed

Zwischendurch sollten wir das Ganze natürlich immer mal wieder umrühren.
39 - Zwischendurch umrühren / Stir from time to time

Während das Linsengemüse köchelt, geben wir die Feigenkonfitüre und den Aceto Balsamico in eine kleine Schüssel,
40 - Feigenkonfitüre / Balsamico in Schüssel geben / Put fig jam & balsamico in bowl

geben einen Esslöffel Wasser hinzu
41 - Esslöffel Wasser addieren / Add tablespoon water

und verrühren alles gut miteinander.
42 - Feigenkonfitüre & Balsamico vermengen / Mix fig jam & balsamic vinager

Etwa zehn bis fünfzehn Minuten vor Ablauf der 45 Minuten Garzeit für die Linsen erhitzen wir zwei weitere Esslöffel Olivenöl in einer Pfanne
43 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

und geben die Bratwürste hinein
44 - Bratwürste in Pfanne geben / Put sausages in pan

um sie rundherum anzubraten.
45 - Bratwürste rundherum anbraten / Fry sausages all around

Nachdem wir dann eventuell überschüssiges Wasser abgegossen haben, schmecken wir die Linsen mit etwas Salz und Pfeffer ab
46 - Linsen mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste lentils with salt & pepper

und waschen die Petersilie, schütteln sie Trocken, zupfen die Blätter von den Stielen und zerkleinern diese.
47 - Petersilie zerkleinern / Hackle parsley

Sobald die Bratwürste durchgebraten sind, reduzieren wir die Hitzezufuhr für die Pfanne etwas, übergießen die Würste mit der Mischung aus Feigenkonfitüre und Aceto Balsamico
48 - Bratwürste mit Feigenglasur übergießen / Douse sausages with fig vinegar mix

und wenden sie darin, bis die Würste mit der Mischung rundherum glasiert sind.
49 - Bratwürste in Glasur wenden / Turn sausages in fig vinegar mix

Anschließend können wir sie gemeinsam mit dem Linsengemüse und garniert mit der frischen Petersilie servieren und genießen. Sollte noch etwas Glasur übrig sein, können wir diese noch zusätzlich über die Würze geben.
50 - Fried sausage coated with fig balsamic vinegar on lentils / Bratwurst mit Feigen-Balsamico-Glasur auf Linsengemüse - Serviert

Die Bratwürste mit ihrer Glasur aus süßer Feigenkonfitüre und dem eher säuerlichen Balsamico erwiesen sich schon mal als überaus gelungen – der süß-saure Glasur passte unerwartet gut zur Würze der Bratwürste selbst. Und auch das würzige Linsengemüse mit Speck harmonierte sehr gut mit den glasierten Bratwürsten. Außerdem erwies sich das Ganze auch als angenehm gehaltvoll – auch ohne zusätzliche Sättigungbeilage. Ich war auch heute mal wieder sehr zufrieden mit dem Ergebnis meiner kleinen Kochexperiments.

51 - Fried sausages coated with fig balsamic vinegar on lentils / Bratwurst mit Feigen-Balsamico-Glasur auf Linsengemüse  - Seitenansicht 1

52 - Fried sausage coated with fig balsamic vinegar on lentils / Bratwurst mit Feigen-Balsamico-Glasur auf Linsengemüse  - Seitenansicht 2

Schauen wir abschließend noch einmal kurz auf die Nährwerte dieses Rezepts. Das Linsengemüse mit Speck schlägt dabei meiner Berechnung nach mit etwa 1000kcal zu Buche, aufgeteilt auf 3 Portionen kommen wir hier also auf etwa 333kcal pro Portion. Dazu kommen natürlich noch die Bratwürste samt Glasur, die zusammen noch einmal 1300kcal dazu addieren, also ca. 433kcal pro Portion. Damit kommen wir auf eine Summe von 766kcal pro Portion. Also leider kein leichtes Gericht, aber das war bei einem Rezept mit Bratwurst, das ja den Hauptteil dieses Gesamtwertes ausmacht, nicht anders zu erwarten. Wer also den Wert etwas reduzieren will, kann leicht an der Menge der Bratwürste pro Portion ansetzen – ich könnte mir gut vorstellen auch nur eine anstatt zwei Würste zum Linsengemüse zu servieren.

Guten Appetit

Barbarie-Entenbrust in Portwein-Sauerkirsch-Sauce – das Rezept

Sunday, May 24th, 2015

Am heutigen Pfingstsonntag wollte ich mal wieder eine Entenbrust zubereiten, dieses mal allerdings etwas schonender als beim letzten Mal indem ich sie nach dem Anbraten in Haselnussöl im Niedrigtemperatur-Verfahren bei 80 Grad im Ofen fertig garte. Ich empfehle übrigens, unbedingt richtiges Haselnussöl zu verwenden, da dies der Entenbrust eine angenehme Geschmacksnote gibt. Dazu wollte ich eine Portwein-Sauerkirsch-Sauce servieren und das Ganze mit einem selbst zubereiteten Möhren-Sellerie-Kartoffelpüree ergänzen. Zuerst hatte ich noch überlegt, ob ich noch ein paar Speckbohnen dazu serviere, entschied mich dann aber doch dagegen da ich nicht sicher war ob diese mit der Kirschsauce harmonieren würde. Doch auch ohne zusätzliches Gemüse war das Ergebnis meines heutigen Kochexperiments ein überaus leckeres Gericht, dessen Rezept ich nun mit diesem Beitrag einmal kurz in der gewohnten Form vorstellen möchte.

Was benötigen wir also für 2 Portionen?

Für die Entenbrust samt Sauce

1 Entenbrust (ca. 350-400g)
01 - Zutat Entenbrust / Ingredient duck breast

3-4 Esslöffel Sauerkirschen
02 - Zutat Sauerkirschen / Ingredient sour cherries

50ml roter Portwein
03 - Zutat Portwein / Ingredient port wine

1-2 Esslöffel Haselnussöl
04 - Zutat Haselnussöl / Ingredient hazelnut oil

50ml Sauerkirschsaft
05 - Zutat Sauerkirschsaft / Ingredient sour cherry juice

100-150ml Geflügelfond
06 - Zutat Geflügelfond / Ingredient chicken stock

einige Schuss Zitronensaft
12 - Zutat Zitronensaft / Ingredient lemon juice

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Für das Möhren-Sellerie-Kartoffelpüree

500g Kartoffeln (Mehlig kochende Sorte)
07 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

180 – 200g Möhren
08 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

150g Knollensellerie
09 - Zutat Knollensellerie / Ingredient celeriac

100ml Milch
10 - Zutat Milch / Ingredient milk

2-3 Teelöffel Creme legere
11 - Zutat Creme legere / Ingredient creme legere

sowie etwas Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen

Beginnen wir – wie üblich – damit, erst einmal die einzelnen Zutaten vorzubereiten. Wir schälen also die Möhren,
12 - Möhren schälen / Peel carrots

würfeln sie
13 - Möhren würfeln / Dice carrots

und schälen die Knollensellerie
14 - Knollensellerie schälen / Peel celeriac

um sie ebenfalls zu würfeln.
15 - Knollensellerie würfeln / Dice celeriac

Nachdem wir dann einen Topf mit Wasser zum kochen von Kartoffeln und Gemüse aufgesetzt haben
16 - Topf mit Wasser aufsetzen / Bring water to cook

schälen wir auch die Kartoffeln
17 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

und würfeln sie auch, aber nur grob.
18 - Kartoffeln grob würfeln / Dice potatoes

Da das Wasser bis jetzt wohl noch nicht kochen dürfte, beginnen wir erst einmal den Backofen auf 80 Grad vorzuheizen. Dann wenden wir uns der Entenbrust zu, die wir gründlich waschen, trocken tupfen
19 - Hähnchenbrust waschen / Wash duck breast

und ihre Hautseite mit einem scharfen Messer einritzen, ohne jedoch das darunter liegende Fleisch zu verletzen.
20 - Hautseite der Hähnchenbrust einritzen / Cut in skin side of duck breast

Sobald das Wasser dann kocht, geben wir etwas Salz hinzu
21 - Wasser salzen / Salt water

und kochen Kartoffeln, Möhren und Sellerie darin für ca. 10 bis 15 Minuten bis alles gar ist.
22 - Kartoffeln, Möhren & Sellerie kochen / Cook poatoes, carrots & celeriac

Die Entenbrust würzen wir nun von allen Seiten kräftig mit Salz und Pfeffer
23 - Entenbrust von beiden Seiten mit Pfeffer & Salz würzen / Season duck breast with pepper & salt

und massieren die Gewürze etwas ein, wobei wir uns auf der Hautseite vor allem auf die Einschnitte konzentrieren.
24 - Gewürze einmassieren / Rub in seasoning

Anschließend erhitzen wir auf hoher Stufe etwas Haselnussöl in einer tiefen Pfanne
25 - Haselnussöl erhitzen / Heat up hazelnut oil

und braten die gewürzte Entenbrust auf der Hautseite für drei Minuten scharf an. Dabei aber vorsichtig vorgehen, denn das Fett kann etwas spritzen.
26 - Hautseite der Entenbrust scharf anbraten / Sear skin side of duck breast

Dann reduzieren wir die Hitzezufuhr der Kochplatte etwas und braten sie auch von der Fleischseite noch einmal 2-3 Minuten an
27 - Fleischseite anbraten / Fry meat side

um sie dann in einer Auflaufform im vorgeheizten Backofen bei 80 Grad für etwa 30 Minuten fertig zu garen. Dadurch sollte sie im Inneren noch schön zartrosa bleiben.
28 - Entenbrust bei 80 Grad im Ofen garen / Roast duck breast at 80 degrees

Nachdem wir ggf. etwas vom Bratenfett abgegossen haben, löschen wir den Rest davon mit Portwein und Sauerkirschsaft ab,
29 - Bratenfett mit Portwein & Kirschsaft ablöschen / Deglaze with port wine & cherry juice

geben etwa 120ml des Geflügelfond hinzu
30 - Geflügelfond addieren / Add chicken stock

und versuchen schließlich den Bratensatz mit einem Kochlöffel etwas zu lösen. Die Sauce lassen wir dann köcheln, bis sie die gewünschte Konsistenz erreicht hat.
31 - Bratensatz vom Boden lösen / Detach roasting from bottom

Sind Kartoffeln und Gemüse dann gar gekocht, gießen wir sie in ein Sieb ab, lassen sie kurz ausdampfen und abtropfen und geben sie dann zurück in den Topf, wobei wir gleichzeitig seine Hitzezufuhr auf eine niedrige Stufe (1) reduzieren.
32 - Kartoffeln & Gemüse zurück in Topf geben / Put potatoes & vegetables back in pot

Das Ganze zerkleinern wir dann mit Hilfe eines Kartoffelstampfers
33 - Kartoffeln stampfen / Mash potatoes

und geben dabei auch gleich etwas Milch dazu, damit die Masse nicht zu trocken ist und anbrennt.
34 - Milch zu Kartoffeln gießen / Add milk to potatoes

Außerdem schmecken wir alles mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss ab
35 - Mit Salz, Pfeffer & Muskatnuss abschmecken / Taste with salt, pepper & nutmeg

und heben schließlich noch die beiden Teelöffel Creme legere unter, so dass das Kartoffelpüree schön weich und cremig wird.
36 - Creme legere einrühren / Stir in creme legere

Dann wenden wir uns wieder der Sauce zu, die sich inzwischen etwas einreduziert haben sollte, geben die drei bis vier Esslöffel Sauerkirschen hinzu
37 - Sauerkirschen hinzufügen / Add sour cherries

und schmecken alles mit etwas Salz und Pfeffer
38 - Sauce mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste sauce with pepper & salt

sowie einigen Spritzern Zitronensaft ab. Sollte die Sauce noch zu dünn sein, können wir ggf. etwas dunklen Saucenbinder dazu geben, sollte sie hingegen zu dickflüssig sein, können wir sie mit etwas mehr vom Geflügelfond verdünnen.
39 - Zitronensaft addieren / Add lemon juice

Ist die Entenbrust dann über eine halbe Stunde fertig gegart – ein paar Minuten mehr sollten hier keinen großen Einfluss haben – entnehmen wir sie aus dem Ofen und schneiden sie in gleich große Scheiben
40 - Entenbrust in Scheiben schneiden / Cut duck breast in slices

bevor wir sie gemeinsam mit dem Kartoffelpüree und der Sauce servieren und genießen können.
41 - Duck breast in port wine cherry sauce - Served / Barbarie-Entenbrust in Portwein-Kirsch-Sauce - Serviert

Die Entenbrust war nicht nur angenehm zart und saftig geworden, sondern auch ganz wie erwartet innen noch schön zart rosa geblieben. Gemeinsam mit der kräftigen, würzigen und gleichzeitig fruchtigen Sauerkirsch-Sauce ein wahrer Genuss. Hier hatte sich das längere reduzieren lassen wirklich gelohnt. Und auch das mit Knollensellerie und Möhren versetzte, angenehm cremige Kartoffelpüree passte wunderbar in die geschmackliche Gesamtkomposition.

42 - Duck breast in port wine cherry sauce - Side view / Barbarie-Entenbrust in Portwein-Kirsch-Sauce - Seitenansicht

Werfen wir zum Abschluss noch einen kurzen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichts. Leider ist Entenbrust mit ihrer fetthaltigen Hautseite nun mal leider kein leichter Genuss, weswegen alleine die Entenbrust samt Portwein-Kirsch-Sauce mit etwa 1300kcal zu Buche schlägt, also 650kcal pro Portion. Dazu kommen noch mal etwa 500kcal für das Sellerie-Möhren-Kartoffelpüree, also 250kcal pro Portion, womit wir insgesamt bei stolzen 900kcal pro Portion landeten. Dabei gibt es leider auch wenig zu dran ändern, denn die Entenbrust alleine mit ihren über 1100kcal ist der Hauptverursacher dieses Wertes. Gut, man könnte die Fettschicht auch abschneiden, aber dann würde man einen wichtigen Geschmacksträger entfernen und es wäre ja keine richtige Entenbrust mehr. Wer Entenbrust verzehren möchte, muss mit so etwas nun mal rechnen. Wen dies jedoch nicht stört, dem sei dieses Rezept auf jeden Fall sehr ans Herz gelegt.

Guten Appetit