Archive for October, 2016

Abbelen Schweden Dog – der Kurztest

Sunday, October 30th, 2016

Vor kurzem entdeckte ich in einem hiesigen Netto-Markt den Schweden Dog mit Kötbullar von der Firma Abbelen, ein Fertigprodukt das es mir wert erschien mal getestet zu werden. Für die 200g-Packung mit zwei dieser Schweden Dogs sollte ich 1,99 Euro bezahlen, ein Preis der mir akzeptabel erschien.

01 - Abbelen Schweden Dog - Packung vorne / Package front 02 - Abbelen Schweden Dog -  Packung hinten / Package back
Links: Packung vorne – Rechts: Packung hinten

Werden wir einen kurzen Blick auf das, was wir für diesen Preis erhalten. Jede der beiden Portionen besteht aus einem Weißbrot-Brötchen, das mit jeweils fünf kleinen, bereits gebartenen Hackfleischkugeln, den Köttbullar, gefüllt ist. Außerdem legen für jedes Brötchen je ein Päckchen mit Ketchup und Röstzwiebeln bei.

03 - Abbelen Schweden Dog - Packungsinhalt / Content
Packungsinhalt

Die Zubereitung gestaltet sich als extrem simpel: Man legt die Brötchen einfach auf einen Teller und erhitzt sie beide zusammen für eineinhalb Minuten in der Mikrowelle (oder lt. Verpackung für 60 Sekungen bei einem einzelnen Schweden-Dog – aber wer macht das schon?) oder im Ofen für 12 bis 14 Minuten bei 180 Grad. Anschließend geben wir zuerst die den Ketchup über die Hackfleischbällchen,

05 - Abbelen Schweden Dog -  Ketchup hinzufügen / Add ketchup

garnieren anschließend alles mit den Röstzwiebeln

06 - Abbelen Schweden Dog - Mit Röstzwiebeln bestreuen / Dredge with fried onions

und fertig ist ein leckerer kleine Snack.

07 - Abbelen Schweden Dog - Serviert / Served

08 - Abbelen Schweden Dog - Seitenansicht / Side view

Die Hackfleischbällchen waren, obwohl sie aufgewärmt waren, schön saftig und würzig und harmonierten wunderbar mit dem fruchtigen Ketchup und den knusprigen Röstzwiebeln. Die Brötchen, die ich mit in die Mikrowelle gemacht hatte, waren zwar leider etwas labbrig, hier könnte man noch überlegen sie separat aufzutoasten, aber es ging natürlich auch so.
Mit 283kcal Brennwert pro Schwedendog-Brötchen, also 566kcal für beide zusammen, ist das Ganze zwar kein allzu leichter Genuss, aber bewegt sich noch im Rahmen von dem, was ich bei einem solchen Fertiggericht erwarten würde. Insgesamt eine gute Snackidee, zu der ich gerne wieder greifen werde.

Meine Wertung:

Reistopf mit Paprika, Kidneybohnen, Kasseler & Schnittlauchcreme – das Rezept

Saturday, October 29th, 2016

Irgendwie hatte ich heute Appetit auf Kasseler und suchte nach passenden Rezepten. Letztlich stieß ich auf einen Reistopf mit Kasseler, der mir sehr interessant erschien – jedoch erschien es mir notwendig das ursprüngliche Rezept noch etwas zu “pimpen” und zu erweitern. So entstand dieser Reistopf mit Paprika, Kidneybohnen und Kasseler, den ich noch mit etwas Schnittlauchcreme ergänzte – ein sehr leckeres und nicht allzu kompliziertes zuzubereitendes Gericht, dessen Rezept ich mit diesem Beitrag nun einmal kurz in der gewohnten Form vorstellen möchte.

Was benötigen wir also für 2-3 Portionen?

Für den Reistopf

300g Kasseler
01 - Zutat Kasseler / Ingredient smoked pork chop

1 große Gemüsezwiebel
02 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2 Zehen Knoblauch
03 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1 kleine rote Paprika
04 - Zutat Paprika / Ingredient bell pepper

2 kleine Dosen Kidneybohnen (Abtropfgewicht 125g)
05 - Zutat Kidneybohnen / Ingredient kidney beans

2 Teelöffel geräuchertes Paprikapulver
06 - Zutat geräuchertes Paprika / Ingredient smoked paprika

220g Langkornreis
07 - Zutat Reis / Ingredient rice

2 Esslöffel Olivenöl
10 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

2 Esslöffel Tomatenmark
08 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

600ml Gemüsebrühe
09 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable broth

sowie Salz, Pfeffer, Bohnenkraut & Chiliflocken zum würzen

Für die Schnittlauchcreme

3/4 Bund Schnittlauch
11 - Zutat Schnittlauch / Ingredient chives

5 Esslöffel Saure Sahne
12 - Zutat Saure Sahne / Ingredient sour cream

2-3 Esslöffel Milch
13 - Zutat Milch / Ingredient milk

sowie etwas Salz Pfeffer & Knoblauchflocken zum würzen

Kommen wir nun zur Zubereitung und beginnen damit, die Zwiebel zu schälen, zu würfeln
14 - Zwiebel würfeln / Dice onion

und das Kasseler ebenfalls zu würfeln.
15 - Kasseler würfeln / Dice smoked pork

Dann waschen wir die Paprika, trocknen sie,
16 - Paprika waschen / Wash bell pepper

entkernen sie
17 - Paprika entkernen / Decore bell pepper

und schneiden sie in wiederum in Würfel.
18 - Paprika würfeln / Dice bell pepper

Außerdem gießen wir die Kidneybohnen in ein Sieb, lassen sie abtropfen
19 - Kidneybohnen abtropfen lassen / Drain kidney beans

und schälen und zerkleinern schließlich noch die Knoblauchzehen.
20 - Knoblauch zerkleinern / Shred garlic

Nun können wir endlich mit der eigentlichen Zubereitung beginnen und erhitzen dazu zwei Esslöffel Olivenöl in einem Topf oder einer Pfanne,
21 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

geben die Paprikawürfel hinein,
22 - Gewürfelte Paprika in Pfanne geben / Put diced bell pepper in pan

dünsten sie einige Minuten an, bis sie etwas Farbe angenommen haben
23 - Paprika andünsten / Braise bell pepper

und entnehmen sie dann wieder, um sie bei Seite zu stellen. Würden wir sie die ganze Zeit mit köcheln lassen, würden sie zu matschig werden und ihren Biss verlieren.
24 - Paprika entnehmen / Remove bell pepper

Jetzt geben wir das gewürfelte Kasseler in die Pfanne,
25 - Kasseler in Pfanne geben / Put smoked pork in pan

fügen die gewürfelten Zwiebeln
25 - Zwiebeln hinzufügen / Add onions

sowie, wenig später, auch die zerkleinerten Knoblauchzehen hinzu
26 - Knoblauch addieren / Add garlic

und dünsten alles einige Minuten an.
27 - Alles andünsten / Braise everything

Anschließend geben wir die beiden Esslöffel Tomatenmark mit in die Pfanne,
28 - Tomatenmark hinzufügen / Add tomato puree

rösten es an
29 - Tomatenmark anrösten / Roast tomato puree

und streuen dann die beiden Teelöffel geräuchertes Paprika ein
30 - Paprikapulver einstreuen / Add paprika

das wir ebenfalls für ein bis zwei Minuten mit anrösten, bis sich dessen Aroma bemerkbar macht.
31 - Paprikapulver mitrösten / Roast paprika

Als nächstes geben wir den Reis hinzu,
32 - Reis hinzufügen / Add rice

dünsten ihn kurz mit an, bis er leicht glasig wird,
33 - Reis glasig andünsten / Braise rice

löschen dann alles mit der Gemüsebrühe ab
34 - Mit Gemüsebrühe ablöschen / Deglaze with vegetable broth

und lassen alles kurz aufkochen
35 - Aufkochen lassen / Bring to a boil

um es dann auf leicht reduzierter Stufe für 18-20 Minuten köcheln zu lassen
36 - Geschlossen köcheln lassen / Simmer closed

und dabei zwischendurch natürlich hin und wieder umrühren, damit nichts anbrennt.
37 - Hin und wieder umrühren / Stir from time to time

Während der Reis langsam gart, wenden wir uns der Schnittlauchcreme zu. Dazu waschen wir zuerst einmal den Schnittlauch, schütteln ihn trocken
38 - Schnittlauch waschen / Wash chives

und schneiden ihn in kleine Röllchen.
39 - Schnittlauch in Röllchen schneiden / Cut chives in rolls

Dann geben wir 5 Esslöffel Saure Sahne in eine Schüssel,
40 - Saure Sahne in Schüssel geben / Put sour cream in bowl

geben 2-3 Esslöffel Milch hinzu
41 - Milch hinzufügen / Add milk

und verrühren alles, bis es schön cremig wird.
42 - Cremig rühren / Stir creamy

Schließlich heben wir noch das Schnittlauch unter
43 - Schnittlauch hinzufügen / Add chives

und schmecken alles mit Salz, Pfeffer und ein wenig Knoblauchflocken ab.
44 - Mit Salz, Pfeffer & Knoblauchflocken abschmecken / Taste with salt, pepper & garlic flakes

Kurz bevor der Reis fertig gegart ist, geben wir schließlich die zuvor angedünsteten Paprikawürfel wieder mit in die Pfanne,
45 - Paprika addieren / Add bell pepper

geben die abgetropften Kidneybohnen hinzu,
46 - Kidneybohnen hinzufügen / Add kidney beans

verrühren alles gründlich miteinander
47 - Verrühren / Stir

und schmecken es mit Salz, Pfeffer
48 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Season with pepper & salt

sowie etwas Bohnenkraut und Chiliflocken ab.
49 - Mit Bohnenkraut & Chiliflocken abschmecken / Taste with savory & chili flakes

Schließlich geben wir noch die Creme fraiche hinzu
50 - Creme fraiche hinzufügen / Add creme fraiche

verrühren diese wiederum gründlich mit dem restlichen Pfanneninhalt und lassen alles für einige Minuten weiter köcheln.
51 - Gründlich vermischen / Mix well

Schließlich können wir das fertige Gericht, garniert mit einem großzügigen Löffel unserer Schnittlauchcreme, servieren und genießen.
52 - Rice stew with bell pepper, beans & smoked ham & chives cream - Served / Paprika-Reistopf mit Paprika, Bohnen, Kasseler & Schnittlauchcreme - Serviert

Die Reiszubereitung war wunderbar würzig geworden und harmonierte sehr gut mit den geräucherten Kasseler, den noch leicht knackigen Paprikawürfeln und den Kidneybohnen. Die leichte Schärfe, die ich dem Gericht durch das würzen mit Chiliflocken gegegen hatte, passte dabei wie ichf and sehr gut in das geschmackliche Gesamtkonzept. Gemeinsam mit der Schnittlauchcreme, die ich letztlich mit dem Reis vermengte, ergab sich ein Gericht überaus leckeres Gericht, das ich sehr genoss. Ich konnte also auch heute mal wieder sehr zufrieden mit dem Ergebnis meines Kochexperiments sein.

53 - Rice stew with bell pepper, beans & smoked ham & chives cream - Side view / Paprika-Reistopf mit Paprika, Bohnen, Kasseler & Schnittlauchcreme - Seitenansicht

Guten Appetit

Kabeljau in geräuchertem Schinken mit Wirsinggemüse & Kartoffeltalern [28.10.2016]

Friday, October 28th, 2016

Heute brauchte ich nicht lange zu überlegen, denn der Kabeljau in geräuchertem Schinken mit Wirsinggemüse und knusprigen Kartoffeltalern war ein quasi alternativloses Gericht für mich, denn es rangierte eindeutig außerhalb der sonst üblicherweise angebotenen Gerichte und da musste ich einfach zugreifen. Nur der Vollständigkeit halber erwähne ich daher, dass außerdem bei Vitality 2 Stück gebackene Camembert mit Preiselbeeren, dazu Kräutersalat, Joghurtdressing und Baguette, im Abschnitt Tradition der Region Gefüllte Pfannkuchen mit Waldbeerenkompott und an der Asia-Thai-Theke (wie für Freitags üblich) Gebackene Ananas und Banane und San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezialsauce auf der Speisekarte zu finden waren.

Codfish im smoked ham with savoy & potato thalers / Kabeljau in geräuchertem Schinken mit Wirsinggemüse & Kartoffeltalern

Das mit einem Streifen geräucherten Schinkenspecks umwickelte Stück Kabeljaufilet war leider etwas klein geraten und außerdem, wohl durch längeres liegen in der Warmehalte-Theke, leider auch ein klein wenig trocken. Prinzipiell ein akzeptables Stück Fisch, das viel Geschmack vom Schinken angenommen hatte, aber volle Punktzahl kann ich da leider nicht geben. Im Verhältnis zur Größe des Fischs war die Portion des Rahmwirsings wiederum sehr großzügig gewählt, aber da es der Qualität der noch leicht knackigen und somit nicht zerkochten Wirsingstreifen in ihrer mild-würzigen Sahnesauce nichts auszusetzen gab, kann ich hier volle Punktzahl geben. Die drei sogenannten Kartoffeltaler, bei denen es sich eindeutig um industriell hergestellte Produkte handelte, bestanden im Gründe genommen aus einem dickflüssigen, mit einigen Kräutern versehenen Kartoffelbrei, der mit einer dünnen, schön knusprigen Panade in Form gebracht worden war. Hätte zwar gerne noch einer mehr hätte sein können, aber qualitativ gab es hier ebenfalls nichts auszusetzen – war eben mal eine Sättigungsbeilage, die man nicht jeden Tag bekommt. Und ich mag Abwechselung. Daher auch hier volle Punktzahl. Insgesamt also eine gute Wahl – es bleibt zu hoffen dass so etwas bald mal wieder auf dem Speiseplan unseres Betriebsrestaurants zu finden ist.
Sah man sich bei den anderen Gästen um, erkannte man schnell dass sich der Kabeljau mit nur geringem Vorsprung behaupten und somit Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich erobern konnte. Der Camembert auf dem zweiten Platz war ihm aber dicht auf den Fersen und auch die Asia-Gerichte lagen auf Platz drei nicht allzu weit abgeschlagen. Dabei konnten aber auch sie sich nur mit kleinem Vorsprung gegen die ebenfalls gern gewählten Pfannkuchen durchsetzen.

Mein Abschlußurteil:
Kabeljau in geräuchertem Schinken: +
Wirsinggemüse: ++
Kartoffeltaler: ++

Rote Currywurst mit Pommes Frites [27.10.2016]

Thursday, October 27th, 2016

Hätte ich heute nicht Appetit auf etwas Fleisch verspürt, wäre meine Wahl vielleicht zur vegetarischen Lauchpfanne mit Pilzen gegriffen, die heute bei Vitality auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants zu finden war. Und da ich auch keine Lust auf die Schinkennudeln mit Ei und Tomatensauce oder die Asia-Thai-Angebote wie Taohoo Tod – Tofu gebacken auf bratgemüse in Koriandersauce oder Gaeng Ped Gai – Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce verspürte, griff ich letzlich zur altbewährten Currywurst (rot oder weiß) mit Pommes Frites aus der Sektion Tradition der Region – in der “roten” Variante, also mit einer Brühwurst. Die Pommes garnierte ich mir noch mit ein wenig Ketchup, aber eine passende Beilage dazu fand ich aber weder an der Salat- noch an der Gemüsetheke.

Curried sausage with french fries / Currywurst mit Pommes Frites

Die Pommes Frites waren zwar nicht mehr ganz heiß, dafür aber ausnahmsweise mal gesalzen – gemeinsam mit Ketchup und etwas von der Currysauce eine sehr leckere Sättigungsbeilage. Und auch an der angenehm großen, knackigen und würzigen Wurst gab es nichts auszusetzen. Kein leichter Genuss, aber dennoch sehr lecker – wie so häufig.
Und auch beim Rennen um Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala lag die Currywurst natürlich unangefochten vorne und konnte sich aufgrund ihrer hohen Beliebtheit weit vom Hauptfeld absetzen. Auf dem zweiten Platz sah ich die Schinkennudeln, die aber nur knapp vor den Asia-Gerichten auf Platz drei lagen. Den vierten Platz hatte schließlich Die Lauchpfanne inne.

Mein Abschlußurteil:
Rote Wurst: ++
Currysauce: ++
Pommes Frites: ++

Chicken Tikka Masalla [26.10.2016]

Wednesday, October 26th, 2016

Während mich der Hausgemachte Semmelknödel mit Rahmschwammerl und Pfifferlingen bei Tradition der Region sowie die Asia-Thai-Gerichte wie Gebratene Mienudeln mit verschiedenem Asiagemüse in Hoi Sin Sauce oder Moo Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Möhren und Broccoli in Austernsauce heute nicht interessierten, kamen sowohl das Chicken Tikka Masalla bei Globetrotter als auch die Spaghetti Vongole mit würzigem Tomatenmuschelragout und Parmesan heute in meine nähere Auswahl. Da die Nudeln aber auch heute mal wieder – genau bei früheren Versionen – nicht wie der Name vermuten ließ mit Venusmuscheln, sondern mit Miesmuscheln zubereitet worden waren, fiel meine Wahl letztlich auf das Chicken Tikka Masalla, das mit Basmatireis serviert wurde.

Chicken Tikka Masalla

Wie man sieht, war das Fleisch auch heute, ähnlich wie beim Wildgulasch gestern, mal wieder sehr grob geschnitten, was da Verhältnis von Sauce zu Fleisch etwas ungleichmäßig verteilt erschien, doch das täuschte. Was die exotische, leicht pikante Würzung der Sauce anging, war ich auch recht zufrieden, allerdings erwiesen sich die Fleischstücke als merklich trocken, was den Genuss etwas minderte. In Kombination mit dem zu grob geschnittenen Fleisch kann ich daher hier heute keine volle Punktzahl geben. Am Reis gab es aber nichts auszusetzen.
Beim Rennen um den ersten Platz konnte sich das Chicken Tikka Masalla trotz dieser kleinen Mängel heute mit einem deutlichen Vorsprung durchsetzen. Um den zweiten Platz lieferten sich allerdings der Semmelknödel mit den Spaghetti Vongole ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen und ich musste mehrfach hinschauen, bis ich letztlich den Spaghetti diesen Platz zubilligen konnte. Der Semmelknödel folgte also auf dem dritten Platz und eng dahinter folgten schließlich die Asia-Gerichte auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Chicken Tikka Masalla: +
Basmatireis: ++

Wildschweingulasch mit Rosenkohl & Spätzle [25.10.2016]

Tuesday, October 25th, 2016

Hätte es zu dem Putenschnitzel in Pankopanade mit Preiselbeeren und Kartoffelsalat bei Tradition der Region eine andere Sättigungsbeilage gegeben, hätte ich vielleicht bei diesem Gericht zugeschlagen, so aber erschien mir doch der Wildschweingulasch mit Rosenkohl und Spätzle aus dem Abschnitt Globetrotter die beste Alternative heute. Gut, der Gratinierte Kürbis-Gemüse-Eintopf bei Vitality, der mit etwas Weißbrot serviert wurde, sah auch ganz gut aus, aber mir lag der Appetit heute eher nach etwas mit Fleisch. Die Asia-Thai-Gerichte wie Kal Tzau Fhan – Gebratener Eierreis mit verschiedenem Gemüse oder Moo Pad Prik Bai – Gebackener Seelachs mit scharfem Basilikum und Thaigemüse in Austernsauce hatte ich heute keine Lust. Zum Wildschweingulasch gesellte sich noch ein kleiner Krautsalat aus dem heutigen Angebot der Salattheke.

Boar goulash with brussels sprouts & spaetzle / Wildschweingulasch mit Rosenkohl & Spätzle

Der Krautsalat war heute, das erste Mal seit langem, mal nicht so gut gelungen. Er war zwar mit Speckwürfelchen und Kümmelsamen versetzt, aber ihm fehlte es an der säuerlichen Note, die man sonst vom Krautsalat her kennt. Daher kann ich hier keine volle Punktzahl geben. Im Wildschweingulasch selbst war das Fleisch leider nur sehr grob gewürfelt, aber das Fleisch selber war qualitativ in Ordnung und die Würze der dickflüssigen Sauce war ebenfalls sehr gut gelungen. Über die Tatsache, dass ich gleich zwei Holunderbeeren darin fand, konnte ich dabei hinwegsehen. Dazu der noch leicht knackige Rosenkohl, eine mit Preiselbeermarmelade garnierte Orangenscheibescheibe und die Spätzle als Sättigungsbeilage komplettierten das Gericht schließlich zu einem sehr gelungenen Mittagsgericht. Ich war sehr zufrieden.
Und auch bei den anderen Gästen lag der Wildschweingulasch heute am höchsten in der Gunst und konnte sich unangefochten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf dem zweiten Platz folgten heute die Asia-Gerichte, Platz drei belegte der Kürbis-Gemüse-Eintopf und sehr knapp dahinter kam schließlich das Putenschnitzel in Pankopanade.

Mein Abschlußurteil:
Wildschweingulasch: ++
Rosenkohl: ++
Spätzle: ++
Krautsalat: +

Nürnberger Rostbratwürste mit Sauerkraut & Kartoffelpüree [24.10.2016]

Monday, October 24th, 2016

Wie so häufig zu Beginn der neuen Woche war auch das Angebot in unserem Betriebsrestaurant am heutigen Montag leider nur etwas mittelmäßig. Der Curryreis mit Zucchini-Möhrenragout bei Vitality sah aus meiner Sicht nicht sehr verlockend aus und auch die Gnocchi alla Carbonara mit Kirschtomaten und Parmesan bei Globetrotter begeisterten nicht sonders. Und da ich auf Poh Piard Thord – Knusprige Frühlinsgröllchen oder Curry Kai – Putenfleisch gebraten mit gelben Thai Curry und verschiedenem Gemüse auch keine große Lust verspürte, blieb ich letztlich bei den Nürnberger Rostbratwürstchen mit Weinsauerkraut, Bratensauce und Kartoffelpüree, die im Abschnitt Tradition der Region auf der Speisekarte zu finden waren.

Nuremberger fried sausages with wine sauerkraut, gravy & mashed potatoes / Nürnberger Rostbratwürstchen mit Weinsauerkraut, Bratensauce & Kartoffelpüree

Die genau abgezählten sechs Nürnberger Rostbratwürstchen waren wie üblich in Ordnung, denn sie waren gut mit einigen Kräutern gewürzt und auch von ihrer Konsistenz her gut gelungen. Ebenso wenig gab es etwas am leicht säuerlichen Weinsauerkraut etwas zu kritisieren und auch die Bratensauce war dieses Mal angenehm dickflüssig und würzig – auch wenn sie aus meiner Sicht nicht unbedingt notwendig gewesen wäre. Einzig beim recht dünnen, wie üblich wohl aus Pulver angerührten Kartoffelpüree kann ich auch heute leider keine volle Punktzahl geben. Aber dennoch denke ich, heute die beste aller Alternativen gewählt zu haben.
Sah man sich auf den Tabletts der anderen Gäste um, lagen die Nürnberger Rostbratwürstchen auch hier am höchsten in der Gunst und konnten sich den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Aber die Gnocchi alla Carbonara waren ihnen dicht auf den Fersen und konnten sich einen guten Platz zwei sichern, gefolgte von den Asia-Thai-Gerichten auf dem dritten Platz und dem vegetarischen Curryreis mit Zucchini-Möhrenragout auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Nürnberger Rostbratwürstchen: ++
Bratensauce: ++
Weinsauerkraut: ++
Kartoffelpüree: +

Griechischer Hackauflauf – das Rezept

Saturday, October 22nd, 2016

Heute sollte mal wieder ein Auflauf in meiner Küche entstehen, denn ich hatte mit dem Rezept für einen Griechischen Hackauflauf ein Gericht entdeckt, dass es mir wert einmal ausprobiert zu werden. Neben einer überaus interessant klingenden Auswahl an Gewürzen war es vor allem die Tatsache, dass die Nudeln erst im Ofen gegart werden, die mich mich dazu bewog dass ich dieses Gericht unbedingt zubereiten wollte. Und mein Gespür hatte mich nicht getäuscht, denn das Ergebnis war mal wieder ein überaus leckeres Gericht, dessen Rezept ich nun mit diesem Beitrag in der bereits gewohnten Form einmal vorstellen möchte.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

500g Rinderhackfleisch
01 - Zutat Hackfleisch / Ingredient grond meat

1 größere Zwiebel
02 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2 Zehen Knoblauch
03 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

5-6 Stiele Thymian
04 - Zutat Thymian / Ingredient thyme

2 Esslöffel Tomatenmark
05 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

1 Teelöffel Paprika edelsüß
06 - Zutat Paprika edelsüss / Ingredient sweet paprika

1 Teelöffel geräuchertes Paprika
07 - Zutat geräuchertes Paprika / Ingredient smoked paprika

1 Messerspitze Zimt
08 - Zutat Zimt / Ingredient cinnamon

1 Dose stückige Tomaten (425g)
09 - Zutat Tomaten / Ingredient tomatoes

500ml Gemüsebrühe
10 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable broth

100ml Milch
11 - Zutat Milch / Ingredient milk

125g Creme fraiche (mit Kräutern)
12 - Zutat Creme fraiche / Ingredient creme fraiche

1 Dose Bohnen (Mischung aus Borlotte- und weißen Bohnen – Abtropfgewicht 250g)
13 - Zutat Bohnen / Ingredient beans

250g Kritharaki
14 - Zutat Kritharaki / Ingredient kritharaki (orzo)

200g Schafskäse (Feta)
15 - Zutat Schafskäse / Ingredient feta

etwas Olivenöl zum braten
sowie etwas Oregano, Salz, Pfeffer & Cayennepfeffer zum würzen

Vor der eigentlichen Zubereitung müssen wir, wie üblich, ein paar Zutaten vorbereiten. Dazu ziehen wir die Zwiebel ab und zu würfeln sie,
16 - Zwiebel würfeln / Dice onion

außerdem schälen wir die Knoblauchzehen und zerkleinern sie gründlich.
17 - Knoblauch zerkleinern / Shred garlic

Dann waschen wir noch den Thymian, schütteln ihn trocken,
18 - Thymian waschen / Wash thyme

zupfen die Blättchen von den Stielen und zerkleinern sie ein wenig.
19 - Thymian abzupfen & zerkleinern / Pick & mince thyme

Anschließend erhitzen wir zwei Esslöffel Olivenöl in einer höheren Pfanne,
20 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

geben das Rinderhackfleisch hinein,
21 - Hackfleisch in Pfanne geben / Put ground meat in pan

würzen es mit etwas Salz und Pfeffer
22 - Hackfleisch mit Pfeffer & Salz würzen / Taste with pepper & salt

und braten es schließlich krümelig an.
23 - Hackfleisch krümelig anbraten / Sear ground meat crumbly

Nun geben wir zuerst die gewürfelte Zwiebel
24 - Zwiebel hinzufügen / Add onion

und wenig später auch die zerkleinerten Knoblauchzehen hinzu
25 - Knoblauch addieren / Add garlic

und dünsten alles kurz mit an.
26 - Zwiebel & Knoblauch andünsten / Braise onion & garlic

Jetzt streuen wir etwa die Hälfte des Thymians ein,
27 - Hälfte des Thymian einstreuen / Add half of thyme

bestäuben alles mit den beiden Teelöffeln edelsüßen und geräucherten Paprikas,
28 - Paprika einstreuen / Intersperse paprika

und dünsten alles für ein bis zwei Minuten mit an,
29 - Paprika andünsten / Roast paprika

bevor wir schließlich auch die beiden Esslöffel Tomatennmark mit in die Pfanne geben,
30 - Tomatenmark hinzufügen / Add tomato puree

es wiederum kurz mit anrösten,
31 - Tomatenmark anrösten / Roast tomato puree

die Messerspitze Zimt hinzufügen
32 - Zimt addieren / Add cinnamon

und alles noch einmal mit Salz, Pfeffer, etwas Oregano und einer kräftigen Prise Cayennepfeffer abschmecken.
33 - Mit Gewürzen abschmecken / Taste with seasoning

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt,die Bohnen in ein Sieb zu geben und abtropfen zu lassen. Außerdem beginnen wir damit, den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen.
34 - Bohnen abtropfen lassen / Drain beans

Anschließend löschen wir den Pfanneninhalt mit den stückigen Tomaten ab,
35 - Mit Tomaten ablöschen / Deglaze with tomatoes

geben die Gemüsebrühe hinzu,
36 - Gemüsebrühe hinzufügen / Add vegetable stock

verrühren alles gründlich miteinander und lassen es kurz aufkochen.
37 - Verrühren & aufkochen lassen / Mix & bring to a boil

Dann geben wir die Milch
38 - Milch addieren / Add milk

sowie die Creme fraiche hinzu,
39 - Creme fraiche dazu geben / Add creme fraiche

verrühren alles wiederum gründlich miteinander
40 - Verrühren / Mix

und geben schließlich die Bohnen hinzu
41 - Bohnen dazu geben / Add beans

um alles für einige Minuten auf leicht verminderter Stufe weiter köcheln zu lassen
42 - Verrühren & köcheln lassen / Mix & let simmer

und dabei noch eine Handvoll vom Fetakäse hinzu geben.
43 - Eine Handvoll Fetawürfel addieren / Add hand full of feta

Schließlich schalten wir die Kochplatte aus, streuen die ungekochten Kritharaki hinein, verrühren alles wiederum gründlich miteinander
44 - Platte ausschalten & Kritharaki hinzufügen / Turn of cooking plate & add kritharaki

und geben alles in eine größere Auflaufform
45 - Masse in Auflaufform geben / Put mix in casserole

um es dann für zuerst einmal 10 Minuten im Ofen zu backen.
46 - Im Ofen backen / Bake in oven

Nach zehn Minuten dürfte sich die Masse soweit gefestigt haben, dass wir alles mit dem restlichen Schafskäse bestreuen können
47 - Mit Feta bestreuen / Dredge with feta

und dann für weitere 20 Minuten im Ofen backen können.
48 - Weiter backen / Continue baking

Wenn dann alles fertig gebacken ist, entnehmen wir die Auflaufform wieder aus dem Ofen, garnieren alles mit dem verbliebenen frischen Thymian
49 - Greek ground meat casserole - Finished baking / Griechischer Hackauflauf - Fertig gebacken

und können das Gericht unmittelbar servieren und genießen.
50 - Greek ground meat casserole - Served / Griechischer Hackauflauf - Serviert

Die Kritharaki waren durch das Backen in der Sauce perfekt gegart worden und hatten dabei so viel Flüssigkeit in sich aufgenommen, damit der Auflauf letztlich eine angenehm feste Konsistenz besaß. Und die fruchtig-tomatigen Sauce, die den Geschmack von Thymian, Paprika und eine leichte Zimt-Note sehr gelungen kombinierte, passte wunderbar zu diesen Nudeln und dem krümelig angebratenen Rinderhackfleisch. Dazu der leicht angeschmolzene Fetakäse und der frische Thymian aus der Garnitur machten diese Auflauf schließlich zu einem nahezu perfekten Genuss. Ich war mal wieder sehr zufrieden mit dem Ergebnis meines heutigen Kochexperiments.

51 - Greek ground meat casserole - Side view / Griechischer Hackauflauf - Seitenansicht

Guten Appetit