Prima Currywurst Pommes – der Kurztest

Auf einen Hinweis in einem Kommentar auf die Mühlen-Currywurst bei flickr habe ich mir zum Testen nun mal die Prima Currywurst Pommes aus einem Netto Discounter hier in München besorgt. Soweit ich weiß handelt es sich bei Prima um eine Hausmarke der Netto-Kette, welche übrigens Teil des Edeka-Konzern ist. Zum sagenhaft günstigen Preis von gerade mal 1,99 Euro erhält man eine tiefgekühlte Portion Curry-Bratwurst in Sauce mit Pommes Frites mit einem Netto-Füllgewicht 350g. Dass bei einem solchen Preis kein hochwertiges Gourmet-Gericht zu erwarten ist, war mir dabei von Anfang an klar, aber ausprobieren wollte ich es auf jeden Fall einmal. Hier also ein weiterer Teil in meiner Testreihe von Fertig-Currywürsten.

01 - Prima Currywurst mit Pommes - Packung Front / Package front
Packung vorne

02 - Prima Currywurst mit Pommes - Packung hinten / Package back
Packung hinten

Laut Hersteller besteht dieses Fertiggericht zu 43% aus Curryketchup aus Tomatenmark, Branntweinessig, Wasser, Zucker, modifizierter Stärke, Speisesalz und Gewürzen, zu 34% aus Pommes Frites aus Kartoffeln, Sonnenblumenöl, Speisesalz und Gewürzen und zu 23% aus gegarter Bratwurst aus Schweinefleisch, Rapswöl, Speisesalz, Gewürzen, Zwiebeln, Dextrose mit Triphosphaten als Stabilisator und Gewürzextrakt.
Für die Zubereitung können wir zwischen dem Ofen und der Mikrowelle wählen. Im Ofen wird die geöffnete Packung mit dem noch gefrorenen Inhalt bei 200 Grad Ober-Unterhitze bzw. 180 Grad Umluft für 20 Minuten auf der mittleren Schiene erhitzt, in der Mikrowelle soll das Ganze bei 600 Grad für 9 bis 10 Minuten erhitzt werden. Nicht nur weil es schneller geht, sondern auch weil ich es bisher bei allen Tests dieser Art so gemacht hatte, entschied ich mich schließlich auch heute wieder für die Mikrowelle. Zuvor müssen wir aber natürlich noch die Packung öffnen.

03 - Prima Currywurst mit Pommes - Packung öffnen / Open package
Packung öffnen

Der Deckel ließ sich zwar nach kurzem Eindrücken an der unteren linken Ecke leicht ablösen, aber leider nicht ganz sauber, denn es blieben einige Rückstände der Pappe an den Kleberändern zurück.

04 - Prima Currywurst mit Pommes - Packungsinhalt gefroren / Content frozen
Packung geöffnet – gefrorener Inhalt

Anschließend kam das Ganze für erst einmal 9 Minuten in die Mikrowelle – was meiner Meinung nach auch vollkommen ausreichte.

05 - Prima Currywurst mit Pommes - In Mikrowelle erhitzen / Heat in microwave

Nach dem erhitzen unterschiedet sich der Packungsinhalt kaum von seiner gefrorenen Form, nur sie Sauce schien sich etwas einreduziert zu haben und hatte oben auf scheinbar einen leichten Film gebildet.

06 - Prima Currywurst mti Pommes - Fertig erhitzt / Heated
Packungsinhalt erhitzt

Obwohl der Packung kein Curry beilag, entschied ich mich dazu die Wurst noch mit etwas Currypulver zu garnieren.

07 - Prima Currywurst mit Pommes - Mit Curry bestreut / Dredged with curry
Mit Curry bestreut

Die Pommes Frites waren entgegen meiner Erwartung nicht etwa matschig geworden, sondern trotz des Erhitzens in der Mikrowelle sehr knusprig geworden, teilweise aber leider etwas zu knusprig und fast schon zu hart. Aber vom Würzgrad her waren sie gut gelungen, für Mikrowellen-Pommes ein durchaus vorzeigbares Ergebnis. Die feine Bratwurst war wie erwartet zwar keine Gourmet-Variante, aber ich fand sie im Rahmen des vorliegenden Preis-Leistungsverhältnisses in Ordnung. Die leider mal wieder relativ süße, aber gleichzeitig auch würzige Curry-Sauce war in der Wurst-Schale sowieso die dominierende Komponente in der Wurst-Schale dieses Gerichts.
Werfen wir abschließend noch einen kurzen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichtes:

Nährwerte für: 100g 350g
(Portion)
Brennwert: 886kj
212kcal
3103 kj
741 kcal
Eiweiß: 5,1g 17,8g
Kohlehydrate:
davon Zucker:
21,7g
9,7g
75,8g
33,8g
Fett:
davon gesättigte Fetts.:
11,2g
3,0g
39,3g
10,4g
Kochsalz: 1,74g 6,08g

Natürlich kein leichtes Gericht, aber dürfte von Anfang an klar gewesen sein. Was aber auch hier wieder auffällt ist die große Menge von fast 34g hinzugefügtem Zucker, was über 11 Stücken Würfelzucker entspricht. Wie wir aus Erfahrung wissen, ist das bei Fertiggerichten leider Gang und Gäbe – und ich hatte auch nichts anderes erwartet.
Zusammengefasst lässt sich sagen, das es sich dabei Fertiggericht eine durchaus akzeptable Zusammenstellung handelt und für den schnellen Hunger absolut geeignet ist, aber man sollte natürlich auch nicht zu viel erwarten.

Meine Wertung: 2 MG

Rügenwalder Mühle Mühlen-Currywurst – der Kurztest

Lange hat es nichts Neues mehr in meiner langen Testreihe von Fertig-Currywurst-Zubereitungen gegeben, denn ich hatte einfach keine neuen Produkte mehr in den verschiedenen Supermärkten gefunden. Bis vor einigen Tagen, an mir in einem Edeka-Markt hier in München die mit gegrillter Bratwurst hergestellte Mühlen-Currywurst der Firma Rügenwalder Mühle aus Bad Zwischenahn im niedersächsichen Kreis Ammerland in die Hände fiel, die ich für 2,49 Euro schließlich erwarb. Nach dem Meica Curry-King, der Redlefsen Currywurst, der Quisit Currywurst mit Pommes, dem Iss was! Currymax, der Hardy’s Curry-Wurst, der Sonnen-Bassermann Meine Currywurst und dem Meica Curry-King 100% Geflügel heute endlich mal wieder ein weiteres Currywurst-Fertiggericht.
Die Mühlen-Currywurst kommt in einer Plastikschale mit 220g Einwaage, wovon laut Hersteller 110g aus Bratwurstscheiben bestehen soll. Dabei ist alles ohne Zusatz von Geschmacksverstärker, glutenfrei und laktosefrei. Geschmacksverstärker verstehe ich ja noch, woher jedoch bei einer Wurst Klebeeiweiße aus Getreide (Gluten) oder Milchzucker (Laktose) kommen sollen ist mir nicht ganz klar. Das erinnert mich ein wenig daran, dass einige Hersteller Gummibärchen neuerdings als Fettfrei deklarieren, obwohl diese ja nie Fett enthalten haben. Das ist eben Markteing oder das was einige dafür halten – aber das nur so am Rande erwähnt. 😉

01-Verpackung-vorne
Verpackung vorne

02 - Rügenwalder Mühlen-Currywurst - Verpackung hinten / Package back
Verpackung hinten

Werfen wir also nun einen kleinen Blick auf die Zutaten des Gerichts: Laut Hersteller finden wir zum einen die Bratwürste aus 90% Schweinefleisch, Speck, Wasser, Kochsalz, Gewürze, Gewürzextrakte und Traubenzucker mit Stabilisatoren wie Diphosphaten und Calciumlactat, alles umgeben mit einer essbaren Hülle aus Alginat, einer aus Braunalgen und Bakterien gewonnen Geliermasse – zum anderen die Sauce aus Wasser, Tomatenmark, Zucker, Branntweinessig, Kochsalz, Curry, Traubenzucker und modifizierter Stärke – beides auf je 50% der Gesamtmasse verteilt.
Für die Zubereitung stehen uns wie üblich zwei Wege zur Verfügung: Zum einen über 15 Minuten im heißen Wasserbad und zum anderen in nur 2 Minuten bei 600 Watt in der Mikrowelle – da brauchte ich natürlich nicht lange zu überlegen und entschied mich wie üblich für die Mikrowelle. Nach dem Abtrennen der umgebenden Papplasche von der eigentlichen Plastikschale finden wir an der Unterseite des oberen Teils dieser Papplasche zwei Papiertütchen befestigt, eine davon mit einem Currypulver befüllt, die andere enthält einen Holzgabel für den späteren Verzehr. Auf dem Deckel der Plastikschale finden wir außerdem weitere Informationen über die Personen, die das Produkt designed haben und einen Link samt QR-Code zu einem Video, dass eine kurze Geschichte über die Entwicklung der Rügenwalder Mühle Mühlen-Currywurst. Was davon aus der Feder der Marketing-Abteilung des Herstellers stammt und was davon Tatsachen entspricht, vermag ich natürlich nicht zu beurteilen.

03 - Rügenwalder Mühlen-Currywurst - Curry & Holzgabel
Currypulver & Gabel

04 - Rügenwalder Mühlen-Currywurst - Innenpackung
Innenpackung

Bevor wir die Plastikschale erhitzen können, müssen wir erst einmal die obere Folienabdeckung mit der Holzgabel oder irgend eines anderen spitzen Gegenstands einstechen, damit sich darunter beim erhitzen nicht zu viel Druck aufbauen kann.

05 - Rügenwalder Mühlen-Currywurst - Deckel einstechen
Deckel einstechen

Dann kommt sie für 2 Minuten bei 600 Watt in der Mikrowelle,

06 - Rügenwalder Mühlen-Currywurst - In Mikrowelle erhitzen
In Mikrowelle erhitzen

wird wieder entnommen und schließlich die Abdeckfolie abgezogen, die sich übrigens angenehm leicht und vollkommen rückstandslos entfernen lässt.

07 - Rügenwalder Mühlen-Currywurst - Packung-öffnen

Nun haben wir die in Sauce erhitzen Bratwurstscheibchen vor uns,

08 - Rügenwalder Mühlen-Currywurst - erhitzt

die wir nur noch mit der mehr als ausreichenden Menge an Currypulver bestreuen müssen

09 - Rügenwalder Mühlen-Currywurst - Mit Currypulver bestreuen

bevor wir unsere Currywurst endlich verzehren und genießen können. Dazu empfehle ich ein Stückchen Weißbrot oder ein Brötchen, mit dem man den Rest der Sauce aus der Schale holen kann.

10-Verzehrfertig

Die eher mild gewürzten Bratwurstscheibchen mit ihrem feinem Brät waren schon einmal geschmacklich sehr gut gelungen, allerdings fand ich Sauce – zumindest für meinen Geschmack – ein klein wenig zu süß geraten. Das würzige Curry-Pulver milderte diesen Eindruck aber glücklicherweise etwas ab. Nach Verzehr der Wurst-Stücke war, die ich immer großzügig mit Sauce umgab, war dennoch recht viel des Curry-Ketchups in der Schale übrig. Mit Hilfe eines Stückchens Weißbrot ließ sich diese aber doch noch einigermaßen sinnvoll verwerten – ist bei einer Grillbuden-Currywurst, zu der ein Brötchen gereicht wird auch nicht anders.
Werfen wir aber nun noch einen kurzen Blick auf die Nährwerte dieses Produktes:

Nährwerte für: 100g 220g
(Portion)
Brennwert: 929kj
223kcal
2043,8 kj
490,6 kcal
Eiweiß: 7g 15,4g
Kohlehydrate:
davon Zucker:
davon Stärke:
15g
14g
1g
52,0g
44,0g
Fett:
davon gesättigte Fetts.:
davon einfach unges. Fetts.:
davon mehrfach unges. Fetts.:
15g
6g
8g
1g
33g
13,2g
17,6g
2,2g
Kochsalz: 2,3 5,06g

Was auch hier mal wieder auffällt und was gleichzeitig meinen geschmacklichen Eindruck bestätigt ist die große Menge an Zucker die sich im Produkt findet. 14 Gramm entsprechen immerhin ca. 4.67 Stückchen Würfelzucker und welcher Koch würde auf die Idee kommen, fast 5 Würfelzucker in eine einzelne Portion eines Gerichtes stecken? Aber das kennen wir ja schon von vielen anderen Fertiggerichten: Zucker ist nun mal ein beliebtes Mittel um die Konsumenten ein wenig “anzufixen”. 😉
Insgesamt spielt die Rügenwalder Mühlen-Currywurst aber auf jeden Fall in der gehobenen Liga der Currywurst-Fertiggerichte, soviel steht fest – ich habe schon einige deutlich schlechtere Produkte dieser Art getestet. Natürlich ist die selbst gegrillte Currywurst vom Haus- und Hofmetzger natürlich immer vorzuziehen, aber für den schnellen Hunger kann ich die Rügenwalder Mühlen-Currywurst durchaus eine Alternative.

Meine Wertung: 2,5 MG

Kurztest Sonnen-Bassermann Meine Currywurst

Vor kurzem entdeckte ich mal wieder ein neues Fertiggericht, das es mir wert erschien zumindest mal getestet zu werden und die Liste meiner bisher getesteten Currywurst-Fertiggerichte (hier eine Übersicht) zu erweitern. Die Rede ist von Meine Currywurst der Firma Sonnen-Bassermann. Das Produkt wird in den Varianten normal und scharf angeboten, der Preis für beide Varianten liegt bei stolzen 2,99 Euro für je 400g. Ich entschied mich die scharfe Variante, als ich das Produkt in einem Münchner Tengelmann erwarb. Das Produkt stammt dabei nicht wie sonst üblich aus dem Kühlregal, sondern wird im normal gelagerten Sortiment bei den Konserven verkauft.

01 - Sonnen-Bassermann Meine Currywurst - Dose oben

02 - Sonnen-Bassermann Meine Currywurst - Dose Seite

Zwar erscheint der Inhalt mit 400g deutlich umfangreicher als bei anderen Fertig-Currywürsten, die in der Regel mit 220g pro Portion aufwarten, sieht man jedoch genauer hin, erkennt man schnell dass die Einwaage der eigentlich Wurst bei der Zubereitung von Sonnen-Bassermann mit 150g nur wenig höher ist als z.B. Meica Curry King 100% Geflügel, Hardy’s Curry Wurst oder Iss was – Curry Max, wo die Einwaage bei 120g angesiedelt ist. Bei der Redlefsen Curry-Bratwurst liegt sie wiederum nur bei 100g auf jeweils 220g Gesamtinhalt. Somit haben wir also bei Meine Currywurst von Sonnen-Bassermann ein Verhältnis von 2,7 zu 1 von Currysauce zu Wursteinlage, während ein deutlich geringeres Verhältnis von 1,8 zu 1 eher üblich ist.
Als Inhaltsstoffe werden Bockwurst (37%), Tomatenmark, Wasser, Zucker, modifizierte Maisstärke, Brantweinessig, Apfelsaftkonzentrat, Speisesalz, Gewürze, Verdickungsmittel (Guarkernmehl), Bockshornklee und Farbstoff (Paprikaextrakt) vom Hersteller angegeben.
Der Deckel lässt sich dank des angebrachten Rings einfach und ohne zusätzliche Hilfsmittel öffnen .

03 - Dose geöffnet

Für die Zubereitung stehen dem Konsumenten nun laut Packungsbeschreibung zwei Wege zur Verfügung. Der eine führt durch erhitzen im Kochtopf zum Ziel – eine genaue Zeitangabe fehlte hier – der andere umfasst das umfüllen in ein mikrowellengeeignetes Gefäß und das Erhitzen über 4-5 Minuten bei 600 Watt in der Mikrowelle. Ein erhitzen im mitgelieferten Gefäß wie bei den anderen Currywurst-Zubereitungen scheint nicht vorgesehen. Ich entschied mich, wie bei den anderen Gerichten auch, für die Mikrowelle.
Nachdem der Inhalt in einen Teller umgefüllt war, vollzog ich eine Kontrolle des Gesamtgewichts und wurde dabei sogar positiv überrascht, denn es schienen tatsächlich 2 Gramm mehr in der Dose zu sein als auf der Verpackung angegeben.

04 - Gewicht

Anschließend kam das ganze abgedeckt in die Mikrowelle, wo ich es für 4 Minuten und 30 Sekunden erhitzte, wobei ich es zwei Mal zwischendurch etwas umrührte. Dabei sei darauf hingewiesen, dass man beim abnehmen der Abdeckung vorsichtig sein sollte, da der Wasserdampf der sich darunter sammelt eine starke Hitze entwickelt, die im schlimmsten Fall zu leichten Verbrühungen führen könnte.

05 - Erhitzen

Nach dem Erhitzen haben wir schließlich eine Art heiße Currywurst-Suppe, der man doch etwas ansah, dass das Verhältnis von Sauce zu Fleisch ein wenig ungünstiger ausgelegt war als bei anderen Zubereitungen dieser Art. Ein zusätzliches Currypulver sucht man leider vergebens.

06 - Sonnen-Bassermann Meine Currywurst - Fertig erhitzt

Ich ließ es mir jedoch nicht nehmen, etwas Curry aus meinem Gewürzschrank hinzuzufügen und noch ein Stück Toast mit Butter als Sättigungsbeilage beizulegen, bevor ich das Gericht dann endgültig verzehrte.

07 - Sonnen-Bassermann Meine Currywurst - serviert

Die Sauce selbst, ohne das zugegebene Curry betrachtet, erwies sich zwar als angenehm dickflüssig und einigermaßen würzig, aber nicht als sonderlich scharf. Geschmacklich war es in Ordnung, riss mich aber auch nicht sonderlich vom Hocker. Die zugebene Bockwurst wiederum fand ich etwas zu lasch geraten. Hier hätte etwas mehr Eigengeschmack seitens der Würste mit Sicherheit noch gut getan. Mit dem zusätzlichen Currypulver und dem Stück Toast war es mir aber gelungen, ein akzeptables Gericht zu kreieren.
Werfen wir wie üblich nun noch einen Blick auf die Nährwerte (lt. Hersteller):

Nährwerte für: 100g 400g
(Portion)
Brennwert: 806kj
194kcal
3223 kj
774 kcal
Eiweiß: 5g 20,2g
Kohlehydrate:
davon Zucker:
13,0g
11g
52,0g
44,0g
Fett:
(davon ges. Fetts.)
13,4g
5,5g
53,5g
22,0g
Ballaststoffe: 0,5 2,0g
Kochsalz: 0,97 3,86g

Mit 774kcal, die von mir zusätzlich verwendeten Zutaten nicht eingerechnet, also auch kein sonderlich leichter Genuss – was man bei Currywurst natürlich im Allgemeinen auch nicht erwarten würde. Aber ob 44 Gramm Zucker, das entspricht ca. 14,67 Stückchen Würfelzucker á 3g in einer Currywurst-Zubereitung unbedingt notwendig sind, sei mal so dahin gestellt. Und auch die Menge von 22 Gramm gesättigter Fettsäuren, was 110% des empfohlenen Tagesbedarfs entspricht, erscheint mir nicht unbedingt notwendig.
In der Summe gesehen konnte mich (als erfahrenen Tester von Fertig-Currywurst Zubereitungen) das Produkt von Sonnen-Bassermann nicht überzeugen. Weder das Verhältnis von Fleisch zu Sauce noch die Nährwerte sowie das fehlen von sonst üblichen Zugaben wie Currypulver waren dazu angetan, mir das Produkt besonders schmackhaft zu machen. Es mag vielleicht eine Zielgruppe geben, für die dieses Produkt geeignet ist, aber ich gehöre mit Sicherheit nicht dazu. Durchaus genießbar, aber noch klar verbesserungswürdig. Sollte sich der Hersteller dazu hinreißen lassen, die Rezeptur noch einmal zu verändern, bin ich aber gerne bereit das Ganze erneut einem Test zu unterziehen.

Meine Wertung: 1_5 MG

Meica Curry King 100% Geflügel – der Kurztest

Beim Einkauf in einer Filiale der Supermarktkette Tengelmann entdeckte ich das Meica Curry King 100% Geflügel, das seit einiger Zeit (mit neu synchronisiertem, alten Werbespot) im TV beworben wird. Nachdem ich ja vor einiger Zeit schon verschiedene Produkte dieser Art der Firma Meica getestet hatte und einige Me-too-Produkte vom Meica Curry King wie Hardy’s Curry-Wurst, Iss was! Currymax, Redlefsen Curry-Bratwurst sowie die Quisit Currywurst & Pommes ausprobiert hatte, wollte ich es natürlich nicht versäumen auch die Geflügel-Variante nun einem Test zu unterziehen.
Der Preis für eine Schale dieser neuen, laut Hersteller vollkommen ohne Schweinefleisch zubereiteten Currywurst-Zubereitung mit 220g Inhalt, 120g davon Einwaage von Wurstscheiben, betrug 1,89 Euro – die Preise können natürlich abhängig vom gewählten Einkaufsort variieren.

01 - Meica Curry King Geflügel - Packung vorne
Packung vorne

02 - Meica Curry King Geflügel - Packung hinten
Packung hinten

Als Zutaten sind zu 55% Geflügelwürstchen sowie Curry-Sauce und Curry-Pulver angegeben, des weiteren kann das Gericht spuren von Milcheiweiß, Sellerie und Senf enthalten.
Die Zubereitung ist wie üblich sehr einfach gestaltet und kann auf zwei Wegen vorgenommen werden. Die langwierigere Variante ist jene im leicht siedenden Wasserbad mit einer Zubereitungsdauer von 10 bis 12 Minuten. Schneller und unkomplizierter ist die Methode mit der Mikrowelle, die mit gerade mal 2 Minuten (bei 750 Watt) auskommt. Da dürfte es klar gewesen sein, dass ich mich für letztere Variante entschied.
Als ersten Schritt müssen wir aber, unabhängig davon für welche Zubereitungsart wir uns entscheiden, erst einmal das kleine Fach auf der Rückseite öffnen und den Inhalt entnehmen.

03 - Meica Curry King Geflügel - Inhalt Rückseite
Inhalt Rückseite

In dem leicht zu entfernenden, rückstandslos klebenden Etikett finden sich zwei Tütchen, eines aus Plastik und ein längliches aus Papier. Das Plastiktütchen enthält das Currypulver und jenes aus Papier – welche in Wunder 😉 – eine kleine Holzgabel, die zum späteren Verzehr sowie zur Vorbereitung der Zubereitung dient, doch dazu gleich mehr.

04 - Meica Curry King Geflügel - Holzgabel
Holzgäbelchen

Vor der Zubereitung sollten wir laut Zubereitungsbeschreibung diese Holzgabel nun nutzen, um die abdeckende Folie im geschlossenen Zustand mehrfach einzustechen – das verhindert ein aufplatzen in der Mikrowelle. Bei der Verwendung eines Wasserbads ist dies nicht notwendig.

05 - Meica Curry King Geflügel - Deckel einstechen
Deckel einstechen

Anschließend erhitzen wir die Schale für 2 Minuten in der Mikrowelle

06 - Meica Curry King Geflügel - In Mikrowelle erhitzen
Erhitzen

und entnehmen dann die nun heiße, aber dank des Plastikrandes noch ohne Verletzungsgefahr greifbare Schale, um den Deckel vorsichtig abzuziehen. Dies gelingt ohne Mühe und angenehm leicht, ohne viel Kraft anwenden zu müssen – was die Gefahr von überschwappen des Inhalts auf fast Null minimiert. Hier hatte der Hersteller gute Arbeit geleistet.

07 - Meica Curry King Geflügel - Schale öffnen
Abdeckfolie entfernen

Abschließend brauchen wir dann nur noch das Plastikbeutelchen mit dem Currypulver aufzureißen, was ebenfalls sehr einfach von der Hand geht, und dessen mehr als reichhaltigen Inhalt gleichmäßig über die Mischung aus Geflügelwürstchen und Currysauce in der Schale verteilen.

08 - Meica Curry King Geflügel - Mit Currypulver bestreuen
Mit Currypulver bestreuen

Anschließend können wir das Gericht auch schon mit Hilfe des beiliegenden Pieksers verzehren.

09 - Meica Curry King Geflügel - Fertig

Wie auch bei dem bereits vor einiger Zeit getesteten Meica Curry King aus Schweinswürstchen handelt es sich auch bei der Geflügelvariante um eine Currywurst-Zubereitung aus Brüh- bzw. Bockwurst, wie sie z.B. auch der Berliner Gegend verbreitet ist. Ich selber kenne aus meiner alten Heimat Hessen die Currywurst ja eher mit der dort üblichen, groben Bratwurst, weiter östlich in Thüringen auch mit der dort üblichen, feineren Thüringer Rostbratwurst. Und auch im Ruhrgebiet und soweit ich das beurteilen kann hier in Bayern findet man eher die Bratwurst-Variante sowie natürlich die Curry-Weißwurst. Warum die aus Edewecht westlich von Bremen stammende Ammerländische Fleischwarenfabrik Fritz Meinen GmbH & Co., die hinter der Marke Meica steckt, sich für die Curry-Bockwurst entschieden hat, ist und bleibt wohl ein Firmengeheimnis – andere Hersteller wie Redlefsen (hier getestet), Hardy’s (hier getestet) oder Quisit (hier getestet) haben ja bewiesen, dass es auch mit Bratwurst zu funktionieren scheint. Aber der Curry King ist nun mal aus Bockwurst und auch in seiner Geflügel-Variante wie ich feststellen durfte geschmacklich mehr als nur essbar. Wie bei Geflügelwürstchen üblich ist das Fleisch vom Geschmack her etwas milder, was aber durch die würzige Sauce und natürlich das Curry-Pulver wieder wett gemacht werden. Einzig fand ich die Menge der Sauce etwas zu groß, hier schafft aber ein Stückchen Vollkorn-Toast, Weißbrot oder (wenn zur Hand) ein kleines Brötchen gut Abhilfe und lässt nichts verkommen. Insgesamt eine überaus akzeptable Alternative zum normalen Meica Curry King, der vermutlich sogar Koscher und Halal sein dürfte. Ich bin da aber kein Experte, wer das genau wissen möchte, sollte sich vertrauensvoll an den Rabbi bzw. Imam seines Vertrauens wenden. 😉

10 - Meica Curry King Geflügel - CloseUp

Werfen wir abschließend wie üblich noch einen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichtes:

Nährwerte für: 100g 220g
Brennwert: 730kj
175kcal
1606 kj
385 kcal
Eiweiß: 7g 15,4g
Kohlehydrate: 12g 26,4g
Fett: 11g 24,2g

Damit ist eine Portion Meica Curry King Geflügel pro Portion (220g) um 457kj bzw. 107,8kcal leichter als seine Variante aus Schweinefleisch. Das ist mehr als akzeptabel für einen kleinen und durchaus sättigenden Snack. Natürlich ist sollte man, wenn verfügbar, eine selbst gemachte Currywurst oder eine vom Imbissstand seines Vertrauens immer vorziehen – aber wenn es mal schnell gehen soll halte ich Curry King für eine durchaus tragbare Variante aus dem Bereich des Fertiggerichte.

Meine Wertung: 2_5 MG

Kurztest Hardy’s Curry Wurst

Im Rewe entdeckte ich vor einigen Tagen beim Einkaufen ein weiteres Produkt, gut in meine Fertigcurrywurst-Testreihe passen sollte: Die “Hardy’s Curry Bratwurst” der Hardy Remagen GmbH & Co.KG aus dem in der Nähe von Köln gelegenen Ort Hürth. Der Preis lag wenn ich mich recht entsinne bei 1,49 €uronen.
Somit steigt die Anzahl der getesteten Currywurst-Zubereitungen nach

schon auf insgesamt fünf.

Bei der vorliegenden Currywurst handelt es sich um die eher um Ruhrgebiet verbreitete Variante, die entgegen der aus dem Berliner Raum stammenden Zubereitung mit Brühwurst aus Bratwurst hergestellt wird. Damit gehört sie gleichen Gruppe der Redlefsen Currywurst und der Currywurst mit Pommes der Firma Quisit, die ebenfalls aus Bratwurst hergestellt waren.
Wie bei fast Schalen-Currywürsten, die Quisit Version mit Pommes sei an dieser Stelle ausgeklammert, findet sich hinter dem hinteren Label ein kleiner Holzpieker und ein Tütchen Currypulver zur nachträglichen Garnierung.

Was beim abziehen des Rückenlabels negativ auffiel war die Tatsache, daß man hier die Klebemasse über die komplette hintere Seite des Labels verteilt hatte, was zur Folge hatte, daß das Currypulver an diesem festklebte.

Diese Tatsache wurde noch dadurch verschlimmert, dass in Folge die eine Seite des Currypulvertütchens mit Klebemasse verschmiert war und dadurch beim hantieren unangenehm an den Fingern klebte.

Kommen wir aber nun zur Zubereitung. Zur Auswahl standen zum einen die Mikrowelle mit 2 Minuten bei 600 Watt und zum anderen ein Wasserbad mit 15 Minuten Zubereitungszeit. Da field die Wahl nicht schwer – Zeitmässig lag die Mikrowelle einfach vorne.
Doch vorher mußte das Frontlabel noch einige Male durchstochen werden, um dem bei der Erhitzung entstehenden Druck ein Ventil zu bieten.

Dann ging es ab in die Mikrowelle – wie bereits erwähnt für 2 Minuten bei 600 Watt.

Nach dem zwei Minuten hatte ich dann eine gut erhitzte Curryketchup-Bratwurstscheiben-Mischung

bei der nur noch die das Currypulver fehlte, das ich sogleich aufstreute.

Somit war die Zubereitung abgeschlossen – Gesamtdauer liegt bei max. drei bis vier Minuten – schneller noch als eine Fünf-Minuten-Terrine.

Nun ging es an den Verzehr. Mein erster Eindruck war es, dass die Wurststücke recht bissfest waren – aber von der auf dem Frontdeckel angegebenen “…knusprig gebraten…” war nichts zu bemerken. Wie damals bei der Redlefsen Curry-Bratwurst hätte auch bei der Variante von Hardy etwas mehr Eigengeschmack meiner Meinung nach gut getan. Die Sauce, wohl eine Art Ketchup, war soweit in Ordnung, hätte aber etwas würziger sein können, trotz des Currypulvers. Des weiteren war das Verhältnis Sauce zu Wursteinlage wohl etwas falsch bemessen, denn obwohl ich viel Sauce mit den einzelnen Wurststücken verzehrte, war am Ende noch viel zu viel Sauce übrig.

Werfen wir abschließend gleich einmal einen Blick auf die Nährwerte. Auf der Umverpackung waren die durchschnittlichen Werte für 100g angegegeben, ich habe in der rechten Spalte diese Zahlen auf die Portionsgröße von 220g hochgerechnet.

Nährwerte:
  100g 220g
Brennwert: 801 kj
191 kcal
1762,2 kj
420,2 kcal
Eiweiß: 7g 15,4g
Fett: 14g 30,8g
Kohlehydrate: 8g 17,6g

War letztlich zwar in Ordnung, aber ist eindeutig nicht der absolute Favorit unter den bisher getesteten Convenience Food Currywurstzubereitungen. Die Wurstkonsistenz lässt mich hier sogar noch einen halben Punkt weniger als für die Redlefsen Currywurst zu geben. Aber ich gebe natürlich zu bedenken, daß diese Beurteilung teilweise auf meinen subjektiven Eindrücken und eigenen Vorlieben basiert.

Meine Wertung: 1_5 MG