Griechischer Gemüsetopf mit Schafskäse [07.07.2011]

Natürlich sah ich mich auch heute wieder nach etwas Leichtem zum Mittagessen um. Dabei erschienen sowohl das Asiatische Gemüse herzhaft gebraten in Hoi Sin Sauce als auch das Moo Pad Bai Kraprao – Gebratene Schweinefleischstreifen mit Chili, frischem Gemüse und frischem Thai-Basilikum von der Asia-Thai-Theke schon mal ganz verlockend. Auch das Putengeschnetzelte “Zigeuner-Art” mit Reis bei Tradition der Region wäre noch aktzeptabel gewesen, während das Cordon bleu vom Schwein mit Pommes Frites bei Globetrotter eindeutig zu kalorienreich erschien. Doch dann entdeckte ich ich den Griechischen Gemüsetopf mit Schafskäse und Oliven bei Vitality. Leicht, vegetarisch und mit Schafskäse, dazu etwas Fladenbrot – das klang genau richtig. Da konnte ich mir auch den Kirschquark von der Dessert-Theke noch leisten.

Griechischer Gemüsetopf mit Schafskäse

Das Foto ist leider heute etwas unscharf geworden, doch ich denke man kann noch gut erkennen um was es sich hier handelt. In einer würzigen, mit reichlich mediterranen Gewürzen versehenen Flüssigkeit hatte man eine bunte Auswahl an Gemüsesorten gekocht, darunter Möhren, Erbsen, Zucchini, Auberginen, Tomaten, Broccoli und schwarze Oliven, und garniert mit reichlich Schafskäsewürfeln, in denen etwas Paprika und Basilikum verarbeitet war. Normalerweise wären auch in der Garnitur noch schwarze Oliven dabei gewesen, ich mag diese aber nicht sonderlich und hatte die Thekenkraft daher darum gebeten mir möglichst keine mit drauf zu tun – und diesem Wunsch war entsprochen worden. Mit den paar Oliven im Eintopf konnte ich leben. Als Aufsauger für die Flüssigkeit lag dem Gericht schließlich noch ein aufgebackenes, noch warmes und knuspriges Stück Fladenbrot mit Sesam bei. Passte alles wunderbar zusammen, schmeckte lecker und würzig und sättigte unerwartet gut und lang. Und bei 461kcal pro Portion – so die Angabe des Betriebsrestaurants – brauchte ich mir wegen des mit reichlich entkernten Kirschen versehen Quarks keine großen Sorgen zu machen.
Welches Gericht bei den anderen Kantinengästen ganz oben auf der Beliebtheitsskala stand brauche ich ja wohl kaum zu sagen: Das Cordon bleu lag natürlich mit riesigem Vorsprung auf Platz eins, nach lange nichts folgten schließlich die Asia-Gerichte, dann das Putengeschnetzelte und schließlich der Griechische Gemüseeintopf. Wenn auch nicht so deutlich entsprach das im Großen und Ganzen meinen Erwartungen. Und wenn ich nicht ein wenig auf die Kalorien achten müsste, hätte ich mit Sicherheit auch beim Cordon bleu zugeschlagen.

Mein Abschlußurteil:
Griechischer Gemüsetopf: ++
Fladenbrot: ++
Kirschquark: ++

Eintopf Gärtner Art – das Rezept

Heute gelang mit mal wieder ein kleines Kochexperiment, dass es mir wert scheint hier dokumentiert zu werden. Mein Vorrat an verschiedenen Gemüsesorten war ziemlich riesig, so dass ich mich dazu entschied möglichst viele dieser eher kürzer haltbarer Zutaten zu verbrauchen. Was eignet sich da besser als ein Eintopf Gärtner Art – sozusagen ein Quer-Garten-Gericht – dass ich noch mit etwas Fleisch aufwertete. Und das Ergebnis war wirklich sehr lecker, so dass ich es nicht versäumen möchte dieses Gericht hier zu dokumentieren:

Was brauchen wir also für ca. 3 Portionen?

1/2 Bund Frühlingszwiebeln
01 - Zutat Frühlingszwiebeln

1 kl. Blumenkohl (ca. 250g)
02 - Zutat Blumenkohl

1 Stück Sellerie (ca. 200 – 250g)
03 - Zutat Sellerie

2 Möhren
04 - Zutat Möhren

4 Kartoffeln (400g)
05 - Zutat Kartoffeln

2 Tomaten
06 - Zutat Tomaten

1-2 Zehen Knoblauch
07 - Zutat Knoblauch

2 TL 8-Kräuter-Mischung
06 - Zutat 8-Kräuter-Mischung

100g Speck
09 - Zutat Speck

einige Stengel Petersilie
08 - Zutat Petersilie

1 Pfefferbeißer
10 - Zutat Pfefferbeißer

500ml Gemüsebrühe
11 - Zutat Gemüsebrühe

Außerdem brauchen wir noch zum anbraten etwas Olivenöl sowie zum Würzen Salz, Pfeffer, Muskatnuß, Bohnenkraut, Kreuzkümmel und Oregano. Optional kann man auch noch etwas Speisestärke hinzufügen – ich mag es halt von der Konsistenz etwas dicklicher.

Zuerst bereiten wir alle Zutaten vor:

Wir schälen die Kartoffeln und schneiden sie in Würfel,
12 - Kartoffeln würfeln

waschen die Frühlingszwiebeln und schneiden sie in Ringe (wobei wir etwas der grünen Stengel zum garnieren zurückbehalten),
13 - Frühlingszwiebeln in RInge schneiden

schälen die Möhren und schneiden sie in dünne Scheiben,
14 - Möhren schneiden

waschen den Blumenkohl und zerpflücken ihn in Röschen,
15 - Blumenkohl zerpflücken

schälen die Knollensellerie und schneiden sie in feine Würfel
16 - Sellerie fein würfeln

und häuten, entkernen schließlich noch die Tomaten und schneiden sie in Würfel.
17 - Tomaten häuten und würfeln

Nun können wir mit dem eigentlichen Kochprozess beginnen. Zuerst braten wir den Speck rundherum in etwas Olivenöl an und pressen dann die Knoblauchzehen hinzu.
18 - Speck anbraten und Knoblauch hinzu

Anschließend geben wir das die geschnittenen Frühlingszwiebeln hinzu und dünsten sie kurz mit an.
19 - Frühlingszwiebeln anschmoren

Dann folgen Möhrenscheiben,
20 - Möhren beigeben

die Selleriewürfel,
21 - Sellerie hinein

die Kartoffelwürfel
22 - Kartoffeln hinzu

und der Blumenkohl. Alles zusammen dünsten wir für einige Minuten bei mittlerer Stufe und unter ständigen Umrühren im Topf an.
23 - Blumenkohl rein

Anschließend gießen wir alles mit der Gemüsebrühe auf
24 - Mit Gemüsebrühe aufgießen

und würzen es kräftig mit Salz und Pfeffer sowie der gehackten Petersilie,
25 - Petersilie einstreuen

außerdem rühren wir 2 TL der 8-Kräuter-Mischung, Oregano, Bohnenkraut, einer Prise Kreuzkümmel und etwas Muskatnuss ein.
26 - Mit Muskatnuss würzen

Jetzt geben wir noch die gewürfelten Tomaten hinzu
27 - Tomaten beifügen

lassen es kurz aufkochen und für 15 bis 20 Minuten auf niedriger Stufe vor sich hin köcheln.
28 - aufkochen lassen

Zwischendurch schneiden wir auch den Pfefferbeißer und rühren ihn in den Topf.
29 - Pfefferbeißer hinzufügen

Sobald das Gemüse durchgekocht ist, streuen wir – wenn es beliebt – noch 2 TL Speisestärke ein, lassen es für einige weitere Minuten köcheln
30 - Speisestärke einrühren

und können das Gericht schließlich servieren, wobei wir es mit ein paar Ringen der Frühlingszwiebel-Stengel garnieren. Das hat hier nicht nur einen visuellen Effekt, sondern schmeckt meiner Meinung nach auch vorzüglich.
31 - Eintopf Gärtner Art - Fertiges-Gericht

Ich fand ihn sehr “gemüsig” und angenehm pikant in seiner Würze. Alle Gemüsesorten waren gut durchgekocht und harmonierten meiner Meinung nach gut miteinander. Die Tomatenstücke waren dabei im Rest es Eintopfes aufgegangen und gaben der Sauce eine rötliche Färbung sowie einen leicht tomatigen Geschmack.

32 - Eintopf Gärtner Art - CloseUp

Für eine vegetarische Variante kann man natürlich die Fleischkomponenten einfach weg lassen – ich denke aber dass man dann etwas kräftiger mit Pfeffer würzen muss, den die geschnittenen Pfefferbeißer hatten den Eintopf noch gut nachgewürzt. In der Summe ein leckerer Eintopf, der gut zum aktuell eher kühleren Wetter passt – und eignet sich gut zur Verwertung verschiedener Gemüsesorten.

Guten Appetit

Rosenkohl-Möhren-Topf mit Pfefferbeißer – das Rezept

Obwohl ich inzwischen Brot eingekauft habe, entdeckte ich beim Wegpacken meiner Einkäufe dass ich noch einiges an Gemüse im Kühlschrank hatte, das dringend verbraucht werden musste. Insbesondere die Möhren schienen nicht mehr lange durchzuhalten. Also entschied ich mich entgegen meiner ursprünglichen Planung auch heute Abend doch noch einmal zu kochen. Zwar fand ich ein Rezept was einige der Zutaten die ich verbrauchen wollte beinhaltete, doch einige andere Zutaten hatte ich nicht im Haus – daher musste ich ein wenig umdisponieren und mich mal wieder auf mein Gespür verlassen. Und das Ergebnis war war wirklich sehr gelungen, daher möchte ich die Gelegenheit nutzen das Rezept hier kurz für die Nachwelt festzuhalten.

Welche Zutaten benötigen wir also für 2 Portionen?

200g Rosenkohl (Ich nahm TK-Ware)
01 - Zutat Rosenkohl

250g Möhren
02 - Zutat Möhren

200g Kartoffeln
03 - Zutat Kartoffeln

1 kleine Zwiebel
04 - Zutat Zwiebel

500ml Gemüsebrühe
05 - Zutat Gemüsebrühe

1,5 TL 8-Kräuter-Mischung (TK-Mischung aus Petersilie, Dill, Kresse, Kerbel, Schnittlauch, Sauerampfer, Borretsch & Pimpinelle)
06 - Zutat 8-Kräuter-Mischung

1 Pfefferbeißer
07 - Zutat Pfefferbeißer

1 TL Speisestärke
08 - Zutat Speisestärke

sowie etwas Olivenöl zum anbraten und Salz, Pfeffer und Muskatnuss – bevorzugt frisch gerieben – zum würzen.

Zuerst bereiten wir wieder die einzelnen Zutaten vor:
Wir schälen die Möhren und schneiden sie in dünne Scheiben,
09 - Möhren schneiden

schälen die Kartoffeln und schneiden sie in Würfel,
10 - Kartoffeln würfeln

halbieren den Rosenkohl (den ich in der Mikrowelle aufgetaut hatte)
11 - Rosenkohl halbieren

und hacken die Zwiebel.
12 - Zwiebel würfeln

Außerdem schneiden wir den Pfefferbeißer in dünne Scheiben.
19 - Pfefferbeißer schneiden

Jetzt dünsten wir die Zwiebel in einem Topf mit etwas Olivenöl an
13 - Zwiebeln andünsten

und braten dann die Möhren und Kartoffeln für einige Minuten mit an, wobei wir alles regelmässig umrühren.
14 - Kartoffeln & Möhren anbraten

Sind die Komponenten etwas angebraten, gießen wir alles mit der Gemüsebrühe auf
15 - Mit Gemüsebrühe aufgießen

und geben die halbierten Rosenkohl-Röschen hinzu.
16 - Rosenkohl beigeben

Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt unsere Kreation kräftig mit Pfeffer und Salz
17 - Mit Pfeffer und Salz würzen

sowie einem Schuss Muskatnuss.
18 - Muskat hinzufügen

Wir lassen alles kurz aufkochen und dann auf niedriger Stufe weiter köcheln.
20 - aufkochen lassen

Während es köchelt, fügen wir den geschnittenen Pfefferbeißer hinzu
21 - Pfefferbeißer in Topf geben

und rühren einen bis eineinhalb Teelöffel der 8-Kräuter-Mischung unter.
22 - Mit 8-Kräuter-Mischung würzen

Für 8 bis 10 Minuten lassen wir alles nun auf niedriger Stufe vor sich hin köcheln. Sobald das Gemüse, vor allem den Karotten sollten wir große Aufmerksamkeit zuwenden, gar und durchgekocht ist, rühren wir die feine Speisestärke ein, lassen es noch kurz köcheln und schalten die Platte dann ab.
23 - Speisestärke einrühren

Jetzt können wir das Gericht gleich und noch heiß servieren.
24 - Rosenkohl-Möhren-Topf - Fertiges Gericht

Ich fand das Gericht sehr gelungen. Die Kombination aus Möhren, Rosenkohl und Kartoffeln erwies sich als sehr lecker, wobei die 8-Kräuter-Mischung gemeinsam mit dem Muskat allem eine angenehme Würze gab. Welche Rolle genau die Speisestärke die ich aus dem zugrunde liegenden Originalrezept hatte spielte wurde mir erst beim Schreiben dieses Beitrags bewusst, als ich Speisestärke bei Wikipedia nachschlug: Sie band die Flüssigkeit und machte die Konsistenz etwas dicklicher. Hätte ich etwas mehr Kartoffeln verwendet, hätte wohl die Kartoffelstärke ausgereicht, aber auch so fand ich die Wirkung dieses weißen Pulvers durchaus akzeptabel. Wie ich von der eher sparsamen Packungsbeschreibung erfuhr bestand das von mir verwendete Produkt übrigens aus glutenfreier Maisstärke.

25 - Rosenkohl-Möhren-Topf - CloseUp

In der Summe eine weitere leckere Kreation, die ich im Rahmen meiner Kochexperimente erstellt habe. Ob die Stärke unbedingt notwendig gewesen ist sei mal so dahin gestellt – gerade weil ich meine dass sie geschmacklich keine große Rolle gespielt haben dürfte. Aber da ich ja eher ein Freund der festeren Konsistenz eines Gerichtes bin, hat sie ihre Schuldigkeit getan. Wie immer hoffe ich mit diesem Rezept dem einen oder anderen Hobbykoch eine kleine Anregung gegeben zu haben und es verbleibt mir nur noch zu sagen:

Guten Appetit

Gemüseeintopf mit Fleischbällchen

Veg stew with meatballs / Gemüseeintopf mit Fleischbällchen

Heute stand ein einfacher Gemüseeintopf mit Karotten, Kartoffeln und etwas Kraut sowie ein wenig Reis auf dem Speiseplan, das mit ein paar Fleischbällchen aus Hackfleisch sowie ein wenig Speck etwas ergänzt worden war. Einfach aber lecker – auch wenn ich zugeben muss dass es für das heutige Wetter mit fast dreißig Grad etwas zu “herbstlich” war – aber außer Salaten und einigen dünnen Suppen habe ich bisher kein wirklich gutes Sommergericht gefunden. Aber vielleicht werde ich da ja noch fündig. Für Hinweise bin ich natürlich dankbar.

Linseneintopf mit Würstel [18.04.2011]

Zum Wochenanfang fanden sich gleich mehrere interessante Angebote auf der Speisekarte. Es fing bei den Cevapcici auf Tomatenreis mit Avjar und Zwiebeln (das ich hier schon mal versucht hatte) in der Sektion Globetrotter an und ging beim Gebratenen marinierten Tofu mit Ingwer-Currygemüse bei Vitality (den ich von hier schon kannte) weiter, machte einen Schlenker über die Asia-Angebote in Form von Asiatischem Gemüse, herzhaft gebraten mit Currysauce und Gaeng Dang Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Bambussprossen in scharfem roten Curry und endete beim traditionell-regionalen Linseneintopf mit Würstel für den ich mich letztlich entschied, denn die hatte ich in dieser Form meines Wissens noch nicht probiert, kam aber vom Aussehen her nahe an den Linsen-Erbseneintopf von Anfang 2010 heran. Dazu nahm ich mir noch einen kleinen Becher Tiramisu-Creme von der Dessert-Theke.

Linseneintopf mit Würstel / Lentil stew with sausage

Sowohl visuell als auch geschmacklich kam das Ganze dem hier recht nahe. Die Komposition aus Linsen, Kartoffeln, Möhren und weiterem Suppengrün war wohl mit etwas Essig angemacht, was Geschmacklich meiner Meinung nach wunderbar passte. Für die Würstel – zwei heiße Bockwürstchen – hätte ich mir im Nachhinein gesehen vielleicht noch ein Messer mitnehmen sollen, denn sie ließen sich trotz Naturdarm nur schwer zerteilen. Letztlich gelang es mir dann aber auch mit dem Suppenlöffel. Insgesamt erwies sich der Eintopf als sehr gelungen und es gab ebenso wie an der luftig-lockeren Tiramisu-Creme absolut nichts daran auszusetzen.
Bei den anderen Kantinengästen stand heute aber eindeutig das Cevapcici höher im Kurs und landete somit auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Aber auf Platz zwei folgte dann auch schon der Linseneintopf, aber dicht gefolgt von den Asia-Gerichten. Das marinierte Tofu hatte zwar auch seine Freunde, stand aber dennoch hinter den anderen Gerichten zurück. Außerdem zeigten sich heute wieder deutlich mehr Salatschüsseln als gewöhnlich, ein Phänomen dass ich in unregelmässigen Abständen immer mal wieder beobachte. Am schlechten Angebot kann es heute aber jedenfalls nicht gelegen haben. 😉

Mein Abschlußurteil:
Linseneintopf mit Würstel: ++
Tiramisu-Creme: ++